Kategorie-Archiv: Tostedt

Tostedt – Kuh- und Schweinekaff in der Heide – 900 Jahre alt – und Umgebung

Futterhaus mit Kamera: Besuch aus der Vogelwelt

Eine Wildkamera haben meine Frau und ich bereits im Garten aufgebaut. Trotz der lärmenden Baustelle nebenan finden Tiere in unser Grün – vom Eichhörnchen bis zu verschiedenen Vogelarten. Letztere waren wohl der Auslöser dafür, dass wir für die Vögel für diesen Winter nicht nur ein neues Futterhaus zugelegt haben, sondern eines, das mit einer Kamera ausgestattet ist.

Futterhaus mit Kamera: Kohlmeise
Futterhaus mit Kamera: Kohlmeise

Durch die angesprochene Baustelle ist allerdings die Artenvielfalt, die wir bisher hatten, doch deutlich zurückgegangen. Wir hoffen auf baldige Besserung.

Futterhaus mit Kamera: Kleiber
Futterhaus mit Kamera: Kleiber

Immerhin sind es vorallem Meisen, aber auch ein keckes Rotkehlchen, das den Flug in unseren Garten und jetzt auch in das Futterhaus findet.

Futterhaus mit Kamera: Rotkehlchen
Futterhaus mit Kamera: Rotkehlchen

Adventsmusik – very britisch!

Gestern besuchte ich mit meiner Frau die Johanneskirche in Tostedt zu einer Adventsmusik unter dem Motto: Very british! Neben Lesungen aus der Bibel zur Geburt Jesu wurden von dem Chor der Johanneskantorei, dem Posaunenchor und von Frau Maria Bressau an der Orgel – und natürlich auch von den Besuchern der Kirche – Lieder und Musikstücke vorgetragen, die aus England stammen.

    Johanneskirche Tostedt
    Johanneskirche Tostedt

Einiges kam mir bekannt vor, da ich es vom dem Christmas Album der Gruppe Jethro Tull kenne, so u.a. God Rest Ye Merry, Gentlemen, einem traditionellen Weihnachtslied aus England.


Jethro Tull: God Rest Ye Merry, Gentlemen

Zur gleichen Melodie, wenn auch etwas getragender und mit deutschem Text versehen, sang dann die Gemeinde mit Unterstützung von Orgel und dann auch vom Posauenchor das Lied: Es wird nicht immer dunkel sein


Es wird nicht immer dunkel sein ((Text: Manfred Siebald)

Bauplanung ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt (10): Weihnachtliches Richtfest

Zuletzt hatte ich mich hier Mitte Januar d.J. zu dem Bauvorhaben ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt – unmittelbar am Tostedter Bahnhof gelegen – gemeldet. Inzwischen hat sich einiges getan. Der aus vier Häusern bestehende Block (siehe Grafik: Baufenster 1), der sich längs zur Straße erstreckt, ist in seinem äußeren Bestand fertiggestellt.

2. Änderung zum Bebauungsplan Nr. 22 Karlstraße, Tostedt
2. Änderung zum Bebauungsplan Nr. 22 Karlstraße, Tostedt

Das war Anlass, Richtfest zu feiern. Und da wir uns in der Vorweihnachtszeit befinden, so wurde dieses Fest eine Weihnachtsfeier, zu der neben den Honoratioren der Gemeinde, den Handwerkern und allen, die sonstwie u.a. adminstrativ am Bauvorhaben beteiligt sind, auch die Anrainer des Grundstücks am Bahnhof eingeladen wurden. Also auch meine Frau und ich.

Einladung zum weihnachtlichen Richtfest - ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt
Einladung zum weihnachtlichen Richtfest – ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt

Zunächst wurde im Freien Glühwein bzw. Apfelpunch gereicht. Und neben Händeschütteln ergaben sich kurze Gespräche, u.a. mit den Verantwortlichen von der Firma PGN aus Rotenburg/Wümme. Ein Weihnachtsmann beschenkte die anwesenden Kinder mit Süßigkeiten. Die geladenen Gäste durften sich dann Weihnachtsbäume aussuchen, die von der PGN gestiftet wurden. Wer wie wir wollte, konnte sich seinen Baum auch nach Hause liefern lassen (unserer hat leider bisher sein Ziel noch nicht erreicht ist inzwischen angekommen).

Feier des weihnachtlichen Richtfestes - ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt
Feier des weihnachtlichen Richtfestes – ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt

Anschließend ging es in das Innere eines extra aufgestellten Festzeltes.

Feier des weihnachtlichen Richtfestes - ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt
Feier des weihnachtlichen Richtfestes – ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt

Nach einer kurzen Einleitung von Herrn Nils Neumann (PGN – Kfm. Büroleitung) sprach Herr Gerhard Netzel (SPD – Bürgermeister der Gemeinde Tostedt), der sich noch einmal erfreut darüber zeigte, dass der Schandfleck, wie er das vormalige Fabrikgelände einst nannte, durch das jetzige Bauvorhaben beseitigt sei. Etwas irritiert sei er durch die Voluminösität der bereits errichten Gebäude. Anschließend kam Herr Norbert Behrens (PGN – Akquisition) zu Wort. Leider konnte ich seine Ansprache nicht zu Ende verfolgen, da meine Frau und ich noch einen weiteren Termin hatten und die Feier kurz vor 12 Uhr verlassen mussten. Im Ohr sind mir aber noch seine für mich überraschend ausführlichen Worte zu den kritischen Bemerkungen, die er durch mich zu dem Bauvorhaben in diesem Blog erfahren musste. Auch erinnere ich mich an eine Aussage, eine Einschätzung, die das Grundstück als problematisch bezeichnete. Ich denke, er meinte damit in erster Linie die Bodenbeschaffenheit.

Ansprachen der Herren Nils Neumann / Gerhard Netzel  / Norbert Behrens
Ansprachen der Herren Nils Neumann / Gerhard Netzel / Norbert Behrens

Ich fand diese Veranstaltung aufschlussreich und durchaus im guten Willen angesetzt, wenn auch erneut erwähnt werden musste, dass alles auch hätte anders kommen können (Gewerbegebiet statt Wohnungsbau). Es kommt eben schon auf die Sichtweise an. – Allen eine schöne Vorweihnachtszeit!

Willi auf Radtour (07): Baum fällt

Letzten Sonntag gab es eine Tatort-Folge aus Wien mit dem Titel ‚Baum fällt‘ (Video ist verfügbar bis zum 24.12.2019). Es ging dabei u.a. um die Rodung von Wäldern in Osteuropa. Die Bäume wurden in dem Film von einem Sägewerk in Österreich billig aufgekauft und weiter u.a. zu Pellets verarbeitet. Das ist in zweifacher Hinsicht nicht gerade umweltfreundlich: Die gerodelten Flächen werden nicht wieder aufgeforstet und Pellets geben u.a. Feinstaub und Ruß ab. Von Nachhaltigkeit kann da keine Rede sein.

Ich bin lange Zeit mit der Bahn gefahren und wurde in meinem Fortkommen oft durch ins Gleis gefallene Bäume aufgehalten. Die Bahn will dem jetzt entgegenwirken, d.h. Bäume fällen, die spätestens beim nächsten Sturm der Bahn gefährlich werden könnten. Ein richtiges Konzept wie die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) scheint die Deutsche Bahn (DB) aber immer noch nicht zu haben.

Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg - Bremen
Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg – Bremen

Auf meiner Tour mit dem Fahrrad rund um meinen Wohnort bin ich auch in die Nähe der Bahnstrecke Hamburg – Bremen gekommen und musste mich doch sehr wundern, wie hier zahlreiche Bäume der großen Keule resp. Säge zum Opfer fielen. Ob das in dieser Form notwendig war (zwischen den Bäumen und den Gleisen gibt es noch einen Graben), möchte ich bezweifeln.

Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg - Bremen
Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg – Bremen

So viel vorerst zu meinen Radtouren rund um Tostedt. Ich habe die geschossenen Fotos zu einem kleinen Video zusammengefasst, das Ihr nachfolgend betrachten könnt:


Willi auf Radtour rund um Tostedt/Lüneburger Heide im November 2019

Willi auf Radtour (06): Gewässer rund um Tostedt

Jetzt als Rentner habe ich die Zeit, die Umgebung von meinem Wohnort, Tostedt, per Fahrrad ein wenig zu erkunden. Klar kannte ich bereits einige der Gewässer, die rund um Tostedt fließen und hier in der Nähe auch entspringen. Da ist die Oste, ein Flüsslein von 149,4 km Länge. Oder die Este mit 62,3 km. Beides sind Nebenflüsse der Elbe. Etwas weiter westlich von der Oste entspringt die Wümme, der 118 km lange Hauptquellfluss der Lesum, die ab der Vereinigung mit der von Nordosten (rechts) herankommenden Hamme noch weitere 10 Kilometer bis zur Mündung in die Unterweser zurücklegt.

Wümme, Oste und Este - Flüsse rund um Tostedt
Wümme, Oste und Este – Flüsse rund um Tostedt

Nach diesem Plan oben entspringt die Oste ‚in‘ Tostedt, was nicht ganz falsch ist. Es ist der so genannte Tostedter Graben, der sich durch mehrere Zuflüsse weitet und zunächst durch den Wald namens Düvelshöpen fließt, dann einen der Ursprünge der Oste bildet.

Tostedter Graben im Düvelshöpen (Zufluss zur Oste)
Tostedter Graben im Düvelshöpen (Zufluss zur Oste)

Mitten in Tostedt (südlich der B75) hat der Todtglüsinger Bach seinen Ursprung, bildet zwischendurch kleine idyllisch gelegene Teiche, bevor er gen Osten der Este entgegenfließt.

Todtglüsinger Bach (Zufluss zur Este)
Todtglüsinger Bach (Zufluss zur Este)

In Bötersheim, nordöstlich von Tostedt, hat die Este jetzt im Herbst durch das Regenwasser schon etwas Fahrt aufgenommen.

Este bei Bötersheim
Este bei Bötersheim

Ebenfalls in Bötersheim gibt es ziemlich versteckt in einem Wäldchen eine Quelle, deshalb auch Bötersheimer Quelle genannt, die vor sich hin blubbert und ebenfalls die Este nährt.

Bötersheimer Quelle
Bötersheimer Quelle

Vergesse ich die Wümme nicht, ein Fluss, der ebenfalls hier in der Nähe entspringt. Rund 1,3 km südlich vom Schafstall Riepshof führt die Straße Richtung Königsmoor über eine kleine Brücke.

Wümme bei Riepshof
Wümme bei Riepshof

Nördlich der Bundesstraße B 75, die durch Tostedt führt, unweit der Johannes-Kirche hat der Dohrener Mühlenbach seinen Urspruch. Hier nennt man das schmale Gewässer nach dem niederdeutschen Namen des Ortes (Töst) auch die Töste. Zu diesem Gewässer, das nordwestlich von Bötersheim in die Este fließt, habe ich mich schon vor geraumer Zeit etwas intensiver beschäftigt: Die Töste – Dohrener Mühlenbach

siehe auch: Willi auf Radtour (03): Brücken

Willi auf Radtour (05): Schafstall ohne Schafe

Heide verbinden wir oft mit Schafen. Die Lüneburger Heide mit Heidschnucken. Im Umfeld meines Wohnortes sind Schafe aber eher rar. Auf einer Radtour bin ich zwar beim Schafstall Riepshof vorbei gekommen. Aber der dient eher als Begegnungsstätte für zahlreiche Anlässe. Schafe gibt es hier nicht (mehr).

Schafstall Riepshof
Schafstall Riepshof

Schafe fand ich dann aber auf einer anderen Tour, die mich u.a. von Todtglüsingen in Richtung Neddernhof führte, beides gehört zu Tostedt. Neben einer Heidschnucke graste auch ein normales Hausschaf.

Schafe auf der Wiese bei Todtglüsingen
Schafe auf der Wiese bei Todtglüsingen

Wer Schafe, speziell Heidschnucken, in einer Herde sehen will, der muss schon etwas tiefer in die Heide fahren. In Schneverdingen zum Beispiel ist jeden Morgen gegen 10:30 h am Schafstall am Höpen von Ostern bis Oktober (dieser Zeitraum gilt auch als Blütezeit der Heide) der öffentliche Heidschnuckenaustrieb (Eintrieb gegen 17 Uhr) zu sehen. Hier an der L 171 und in der Nähe des Heide-Kiosks sind die Heidschnucken von Schneverdingens Schäfer Günther Beuße zu Hause. Insgesamt ziehen über 9.000 Heidschnucken in 13 Herden an 365 Tagen im Jahr durch die Heideflächen der Lüneburger Heide.

Willi auf Radtour (04): Baseball in Dohren

Auf meiner Radtour durch die Gegend um Tostedt bin ich auch nach Dohren gelangt. Der Ort gehört zur Samtgemeinde Tostedt und ist durchgehend landlich geprägt (früher hätte ich von ‚Kuhdorf‘ gesprochen). Für Baseball-Experten ist der Ort allerdings bundesweit bekannt, denn hier gibt es die Wild Farmers, einen Baseballverein, der es bis in die höchste deutsche Spielklasse, der 1. Baseball-Bundesliga Nord, geschafft hat und sich dort nun schon einige Jahre behauptet.

Dohren: Große Anzeigetafel Dohren Wild Farmers
Dohren: Große Anzeigetafel Dohren Wild Farmers

Ich weiß es zwar nicht genau, aber der Name Wild Farmers leitet sich wohl vom KFZ-Kennzeichen für den Landkreis Harburg ab, zu dem Dohren gehört: WL nach der Kreisstadt Winsen (Luhe). Gern wird dieses Kennzeichen als ‚Wilder Landwirt‘ übersetzt, was auf Englisch bekanntlich ‚Wild Farmer‘ heißt.

Dohren: Baseballspielfeld
Dohren: Baseballspielfeld

Es ist bereits 15 Jahre her, da versuchte es der jüngere meiner beiden Söhne auch mit Baseball und war Mitglied der Schülermannschaft. Diese gewann 2004 die niedersächsische Meisterschaft und durfte somit auch an der deutschen Schülermeisterschaft teilnehmen, die in Mannheim stattfand. Allzu erfolgreich waren da die jungen wilden Landwirte allerdings nicht.

Niedersachsenmeister Schüler 2004: Dohren Wild Farmers - Siegerehrung
Niedersachsenmeister Schüler 2004: Dohren Wild Farmers – Siegerehrung

Hier die Spielregeln des Baseballs als PDF-Datei

Willi auf Radtour (03): Brücken

Es gibt für mich eine Vorliebe für Wasser: Ich mag Flüsse, noch mehr Seen und besonders das offene Meer, ob nun vom Festland betrachtet oder von einer Insel. So manchen Urlaub haben wir dort verbracht, wo auch Wasser in der Nähe ist. Selbst in den tiefen Süden Deutschlands an die Zugspitze zog es uns, weil es dort neben Wildgewässern auch den Eibsee gibt.

Mit diesem Beitrag will ich eine neue Kategorie, einen neuen Themenkreis, eröffnen, der sich mit Brücken beschäftigt. Bekanntlich gibt es Städte wie Venedig, die vor allem durch ihre Brücken bekannt sind. Hamburg, so sagt man, hätte allerdings mehr Brücken als Venedig. Und wer Hamburg kennt, wird dort über viele Brücken gegangen sein, die oft gar nicht als solche erkennbar sind (z.B. viele Bahnbrücken). Ich weiß nicht, über wie viele Brücken ich bereits gegangen bin. Brücken haben etwas Verbindendes. Nicht nur, dass sie ein Ufer, ob nun das von Flüßen oder das über Meeresengen, mit dem anderen verbinden. Sie verbinden gewissermaßen auch Menschen.

Ein kleiner Abstecher: Neben Brücken verbinden auch Fähren Gestade miteinander. An die erste Fähre, an die ich mich erinnere, ist die Sielwallfähre in Bremen, die in wenigen Minuten über die Weser führt und die Neustädter z.B. schnell zum Weserstadion führt. Aber das ist schon ein Thema für sich. Eine der letzten Fähren, mit der ich mit meiner Frau gefahren bin, ist die zur Hallig Hooge.

Komme ich zu den Brücken zurück: Während meiner kleinen Touren mit dem Rad durch das Umfeld meines Wohnortes Tostedt bin ich auch über verschiedenen Brücken gekommen. Wenige Kilometer westlich von Tostedt befindet sich eine Wasserscheide. Die einen Flüsse fließen in Richtung Weser, andere enden in der Elbe. Die Wümme (plattdeutsch Wümm) ist der 118 km lange Hauptquellfluss der Lesum, die ab der Vereinigung mit der von Nordosten (rechts) herankommenden Hamme noch weitere 10 Kilometer bis zur Mündung in die Unterweser zurücklegt. Die Quelle der Wümme liegt im höchsten Teil der Lüneburger Heide im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide südlich von Niederhaverbeck. Nur wenige Kilometer von der Quelle entfernt entspringt auch die Este, die allerdings in die Elbe mündet.

Plan von Riepshof mit Schafstall und Wümme
Plan von Riepshof mit Schafstall und Wümme

Um von Tostedt über Riepshof nach Königsmoor zu kommen, muss die Wümme über eine kleine Brücke überquert werden. Hier ist der Fluß noch schmal.

Brücke über die Wümme bei Riepshof
Brücke über die Wümme bei Riepshof

Durch das Wäldchen Düvelshöpen fließt der Tostedter Graben, der in die Oste mündet, die wiederum in die Elbe fließt. Neben einer kleinen Brück als Stein ….

Steinbrücke über den Tostedter Graben in Düvelshöpen
Steinbrücke über den Tostedter Graben in Düvelshöpen

… gibt es mehrere Holzbrücken, die über das kleine Gewässer führen. Gerade solche Brücken fügen sich wunderbar in die herbstliche Waldlandschaft ein.

Eine von mehreren Holzbrücken über den Tostedter Graben in Düvelshöpen
Eine von mehreren Holzbrücken über den Tostedter Graben in Düvelshöpen

In der Nähe von Tostedt gibt es den kleinen Ort Bötersheim, das zur Gemeinde Kakensdorf gehört. Es ist ein stller, geradezu idyllischer Ort, durch den die Este, ebenfalls ein Nebenfluss der Elbe (siehe oben), fließt. Neben einer Steinbrücke gibt es auch den unten gezeigten Steg, der aber nur zu finden ist, wenn sich der Wanderer durch ein Wäldchen schlägt, in dem er auch die Bötersheimer Quelle findet, aus der angeblich heiliges, magisches Wasser entspringt und in der manche ein rituelles Bad in dem eiskalten Wasser nehmen. Wohl an!

Steg über die Este bei Bötersheim
Steg über die Este bei Bötersheim

Willi auf Radtour (02): Von Rindviehern, Pferden und Gänse

Niedersachsen ist auf dem Lande von der Tierhaltung geprägt. Dass das nicht immer so super ist, wissen wir eigentlich alle. Ich sage nur Gülle, die hauptsächlich aus Urin und Kot landwirtschaftlicher Nutztiere besteht. Und ich sage Nitrat, das ins Trinkwasser gelangt. Besonders die Schweinezucht als Massentierhaltung ist äußerst bedenklich. So sind Schweine im Freien auch nicht anzutreffen, dafür aber deren ‚Duft‘, der neben der eigentlichen Gülle oft genug auf dem Lande die Luft verpestet.

Aber ich komme vom Thema ab. Wenn ich mit dem Rad durch die Gegend fahre, so sind immer auch Tiere zu sehen. In Quellen, gehört zu Wistedt, einem Nachbarort von Tostedt, gibt es den Biohof Quellen, der u.a. Limousin-Rinder hält. Auf einer Wiese waren schwarze Rinder zu sehen (es muss sich um die Rasse Angus handeln). Als ich vorbeifuhr, säugten gerade zwei Muttertiere ihre Kälber.

Angus-Rind mit Kalb in Quellen
Angus-Rind mit Kalb in Quellen

Ebenfalls in Quellen schnatterte eine Schar Gänse, die zwar den Martinstag überlebt hatte, die aber wohl zu Weihnachten als Festbraten auf manchem Mittagstisch landen werden.

Gänse in Quellen
Gänse in Quellen

Niedersachsen hat ein springendes Pferd im Wappen. Rund um Tostedt finden sich so natürlich viele Pferde (meist Reitpferde) auf den Wiesen.

Pferde beim Futtern im Düvelshöpen
Pferde beim Futtern im Düvelshöpen

Hier noch ein weiteres Rindvieh, ein Holstein-Rind, das vorwiegend der Milchwirtschaft dient. In Dohren gibt es den Hof Dallmann, der Tostedt und Umfeld mit Milch und Milchprodukten beliefert.

Holstein-Rindvieh bei Dohren
Holstein-Rindvieh bei Dohren

Ebenfalls in Dohren sah ich die folgenden Pferde in der Sonne verweilen.

Pferde in Dohren
Pferde in Dohren

Willi auf Radtour (01): Durch Wälder

Ja, so langsam kommt mein Rentnerdasein in Gang – mit sieben Gänge auf dem Rad durch die Wildnis rund um meinen Wohnort. Meine Lieben hatten mir ja vor über einem Jahr ein E-Bike zugestanden (nach der Knie-OP war ich so schnell wieder mobil). Und jetzt als Neu-Rentner nutze ich das, um bei zwar kaltem, aber meist doch sonnigen Wetter die Gegend unsicher zu machen.

Willis Fahrrad am Wegesrand
Willis Fahrrad am Wegesrand

Mal scheint die Sonne, mal ist es bedeckt, aber immer ist es schon ziemlich kalt (so zwischen 2 und 4 ° C bei östlichen Winden). Da helfen nur eine dicke Jacke, Handschuhe und Mütze.

Willi lässt sich von der Sonne bescheinen
Willi lässt sich von der Sonne bescheinen

Rund um Tostedt blüht nicht nur die Lüneburger Heide (wenn sie blüht), sondern nachdem es mit der Schafhaltung nicht mehr so üppig ist, wachsen auch wieder Bäume und so sah ich vor lauter Bäumen durchaus Wälder, die sich neben Heide, Wiesen und weiteren landwirtschaftlich genutzten Arealen über weite Flächen rund um den Ort erstrecken.

Im Wald (1) - unterhalb des Otterbergs in der Nähe des Schafstalls Riepshof
Im Wald (1) – unterhalb des Otterbergs in der Nähe des Schafstalls Riepshof

Eine Tour führte mich durch einen Wald, durch den der Schafstall Riepshof zu erreichen ist. Es hat etwas gedauert, aber nun verfärben sich die Blätter herbstlich in rot, gelb und braun. Gleich um die Ecke bei uns gibt es das Wäldchen Düvelshöpen (Düvel ist der Teufel – Höpen heißt eigentlich Hoffen, ist aber irgendwie auch eine Landschaftsbezeichnung, alles ist plattdeutsch).

Im Wald (2) - Im Düvelshöpen
Im Wald (2) – Im Düvelshöpen

Natürlich gibt es nicht nur Wald zu sehen, sondern per Rad lassen sich auch fließende Gewässer, dazu Brücken, und natürlich auch Tiere ansteuern und beobachten. Niedersachsen hat ja ein Pferd im Wappen. Und so sind an vielen Orten auch diese behuften Säugetiere zu sichten.

Bauplanung ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt (9): Ene meine muh und rein kommst du!

„Die Baumaßnahmen für das Bauprojekt ‚TO HUUS in 21255 Tostedt‘ haben bereits begonnen. Die Fertigstellung ist im Laufe des Jahres 2020 geplant.“

Noch ist nicht ein Stein gemauert, da wird bereits für das Bauvorhaben ‚Am Bahnhof 9/9a‘ durch ein großes Plakat, das bis zum Bahnhof in Tostedt gut sichtbar ist, geworben. Bis 2020 sollen dann insgesamt 90 Wohneinheiten (2- bis 4-Zimmer-Mietwohnungen) entstehen. Wer jetzt schon an eine der Wohnungen interessiert ist, kann Info-Material (Info-Blatt) anfordern.

Beispiel 2- und 4-Zimmer Mietwohnung
Beispiel 2- und 4-Zimmer Mietwohnung (Quelle: Info-Blatt to-huus-tostedt.de)

Da die insgesamt vier Wohngebäude sehr nah an den Gleisen der Bahnmagistrale zwischen Bremen und Hamburg liegen, erfolgt die ‚Ausstattung nach erhöhten Schallschutzanforderungen‘ und die ‚Schlafräume erhalten elektrische Außenroll[l]äden‘. Besonders die Gebäudeteile 1a und 1b in vorderer Reihe sind vom Bahnlärm betroffen.

Das angesprochene Info-Blatt wirbt vor allem mit der Lage der neuen Mietwohnungen. Gemeint ist Tostedt selbst, ein Ort, der sicherlich verkehrsmäßig günstig liegt und in vielerlei Hinsicht einiges zu bieten hat. Mit den angesprochenen Kultureinrichtungen sieht es allerdings eher mau aus. Da hat der Nachbarort Buchholz, z.B. mit der Empore Buchholz, etwas mehr zu bieten. Ansonsten steht Hamburg und auch Bremen für Kultur eher zur Verfügung. Auch ist es mit der gesundheitlichen Versorgung so eine Sache. Bestimmte Fachärzte (z.B. Orthopäde, HNO-Arzt und Hautarzt) fehlen ganz. Das nächste Krankenhaus ist wiederum nur in Buchholz zu finden. Außerdem nehmen einige Allgemeinmediziner wegen der großen Anzahl ihrer Stammpatienten keine neuen Patienten mehr auf. Wer also von außerhalb nach Tostedt ziehen möchte, sollte dies bedenken.

Nun, ich bin gespannt, wann die eigentlichen Bauarbeiten endlich beginnen. Seit den ersten Arbeiten auf dem Grundstück (Abriss verschiedener Gebäude) im Mai 2016 ist bereits viel Zeit vergangen. Und die Zeitangabe (Fertigstellung ist im Laufe des Jahres 2020 geplant) lässt sich so deuten, dass noch einiges nicht (z.B. die Bauanträge, Beauftragung von Baufirmen) ‚in trockenen Tüchern‘ gewickelt ist. Sonst sollte sich die Fertigstellung etwas genauer datieren lassen.

Also schauen wir ‚mal …!