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WilliZ Welt der Literatur

Albert Camus: Die Pest – Aufruf zur Solidarität

Mit Ausbruch der Corona-Krise sind in Frankreich und Italien die Verkäufe des Romans „Die Pest“ von Albert Camus gestiegen, der eine von Krankheit und Tod heimgesuchte Stadt beschreibt. Der Roman ist vor allem ein Aufruf zur Solidarität zwischen den Menschen, die heute durch das Coronavirus genauso wichtig ist wie zu der Zeit vor gut 70 Jahren, in der Camus‘ Roman spielt. Hier ein Beitrag, den ich bereits vor fast sieben Jahren geschrieben habe:

    Das Böse in der Welt rührt fast immer von der Unwissenheit her, und der gute Wille kann so viel Schaden anrichten wie die Bosheit, wenn er nicht aufgeklärt ist. (S. 86)

Und weiter heißt es bei Camus: Die Menschen sind eher gut als böse, und in Wahrheit dreht es sich gar nicht um diese Frage. Aber sie sind mehr oder weniger unwissend, und das nennt man dann Tugend oder Laster. Das trostloseste Laster ist die Unwissenheit, die alles zu wissen glaubt und sich deshalb das Recht anmaßt zu töten. (S. 86f.)

Es ist wohl das bekannteste Werk des Romanciers und Philosophen Albert Camus, dem ich mich in diesem Weblog schon öfter gewidmet habe. Gemeint ist der Roman Die Pest, das ich in folgender Ausgabe habe: Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg – rororo 15 – 829.-853. Tausend März 1979 (Original: La Peste, 1947 Librairie Gallimard, Paris)

Albert Camus: Die Pest

Camus war der Philosoph des Absurden, der meinte, dass man dem Leid und Elend in der Welt keinen Sinn abgewinnen kann. Der Mensch fühlt, wie „fremd“ alles ist, die Außenwelt und ihre Sinnlosigkeit bringen ihn wegen seines Strebens nach Sinn in existentielle Konflikte. In diesem Roman nun führte Camus das Element der ständigen Revolte gegen die Sinnlosigkeit der Welt ein, wie sie in seinem Essay „Der Mensch in der Revolte“ („l’homme révolté“, 1958) später voll entwickelt wird. Insbesondere kommen aber die Werte Solidarität, Freundschaft und Liebe als möglicher Ausweg hinzu, wenn auch die Absurdität nie ganz aufgehoben werden kann.

In der nordafrikanischen Stadt Oran bricht eine furchtbare Seuche aus, die längst aus zivilisierten Regionen verbannt schien. Die sich unerbittlich ausbreitende mörderische Epidemie bestimmt allmählich das gesamte Leben der von der Außenwelt abgeschnittenen Stadt und verändert es. Außerordentlich wirklichkeitsnah, ist das Werk zugleich ein großartiges Sinnbild des apokalyptischen Grauens, das den Einzelmenschen angesichts der maßlosen kollektiven Verhängnisse unserer Zeit befällt. Doch nimmt der Leser die Gewißheit mit, daß Mut, Willenskraft und Nächstenliebe auch ein scheinbar unabwendbares Schicksal meistern können.
(aus dem Kladdentext)

In seinen Tagebücher (Albert Camus, Tagebücher 1935 – 1951) schrieb Camus dazu: „Ich will mit der Pest das Ersticken ausdrücken, an dem wir alle gelitten haben, und die Atmosphäre der Bedrohung und des Verbanntseins, in der wir gelebt haben. Ich will zugleich diese Deutung auf das Dasein überhaupt ausdehnen. Die Pest wird das Bild jener Menschen wiedergeben, denen in diesem Krieg das Nachdenken zufiel, das Schweigen – und auch das seelische Leiden.“

Personen:

Bernard Rieux, Arzt und Verfasser des Berichts
Frau Rieux (†)
Mutter Rieux

M. Michel, Hauswart († – 1. Opfer)
M. Othon, Untersuchungsrichter (†)

Raymond Rambert, Journalist
Jean Tarrou, junger Mann, Tagebuchschreiber († – das letzte Opfer)
Pater Paneloux († – zweifelhafter Fall)
Joseph Grand, Angestellter der Stadtverwaltung (erkrankt) -> Liebe zu Jeanne
M. Cottard (Selbstmordversuch) -> Verhaftung

Dr. Richard, Sekretär des Ärzteverbandes (†)
Dr. Castel (stellt Serum her)

Schmuggler und Menschenschieber
Garcia / Raoul / Gonzales / Marcel & Louis

Präfekt
Asthmaischer Spanier
männlicher Katzenbespucker

u.a.

Der Roman „Die Pest“ ist als Parabel der französischen Widerstandsbewegung Résistance ein Plädoyer für die Solidarität der Menschen im Kampf gegen Tod und Tyrannei und damit „gleichzeitig eine Chronik der Kriegszeit. Die von Albert Camus gewählte Stadt Oran steht stellvertretend für das von Nazideutschland besetzte Frankreich. Durch den Ausbruch der Pest wurde Oran zu einer hässlichen von der Außenwelt abgeschlossenen Stadt. Der Arzt Rieux, der der Erzähler der Geschehnisse ist, und Tarrou machen Aufzeichnungen von den Ereignissen, auf die die Bewohner nicht vorbereitet waren. Nicht nur Rieux, sondern ebenso die anderen Hauptpersonen machen es sich nach und nach zur Aufgabe, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Pest und ihre verheerenden Folgen für die Bevölkerung vorzugehen und sich den von Tarrou aufgestellten Sanitätstrupps [Widerstandsgruppen] anzuschließen. Auch der Jesuitenpater Paneloux meldet sich als freiwilliger Helfer und sieht es als seine Pflicht an, in der vordersten Reihe seinen Dienst zu tun. Der Roman ‚Die Pest’ besitzt wie der Roman ‚Der Fremde’ eine soziale und eine metaphysische Ebene. In mehreren Gesprächen zwischen Rieux und Pater Paneloux, sowie zwischen Rieux und Tarrou wird die Frage nach dem Leid in der Welt erörtert. In seiner ersten Predigt spricht der Pater von der Pest als einer Geißel Gottes, dieser Standpunkt wird von Rieux vehement abgelehnt. Jedoch sucht Pater Paneloux in seiner zweiten Predigt nicht mehr nach einer Erklärung für das Leid. Er hat seinen Zuhörern keine Belehrungen mehr zu geben und spricht sie daher mit ‚wir’ und nicht wie in seiner ersten Predigt mit ‚ihr’ an.“ (siehe weiter: Albert Camus: das Absurde – die Wahrheit – die Revolte – Die Pest).

Der Roman endet mit einer eindringlichen Mahnung:

Während Rieux den Freudenschreiben lauschte, die aus der Stadt empordrangen, erinnerte er sich nämlich daran, daß diese Fröhlichkeit ständig bedroht war. Denn er wußte, was dieser frohen Menge unbekannt war und was in den Büchern zu lesen steht: daß der Pestbazillus niemals ausstirbt oder verschwindet, sondern jahrzehntelang in den Möbeln und der Wäsche schlummern kann, daß er in den Zimmern, den Kellern, den Koffern, den Taschentüchern und den Bündeln alter Papiere geduldig wartet und daß vielleicht der Tag kommen wird, an dem die Pest zum Unglück und zur Belehrung der Menschen ihre Ratten wecken und erneut aussenden wird, damit sie in einer glücklichen Stadt sterben. (S. 202)

Nein, so doch nicht … (9): Lustgewinn und Schmerzvermeidung

Man muss die Menschen nehmen, wie sie sind, denn es sind keine anderen da. Und für jeden einzelnen dieser Menschen, auch für dich und für mich, geht es, aufs Wesentliche runtergebrochen, ausschließlich um zwei Dinge: Lustgewinn und Schmerzvermeidung. Wer das einmal begriffen hat, ist den entscheidenden Schritt weiter. Also, zähl deine Geschenke, nicht deine Probleme.

Heinz Strunk, Jürgen

Nein, so doch nicht ...
Nein, so doch nicht …

Reduzieren wir den Lebenssinn aufs den Kern, dann mag Heinz Strunk recht haben: Nun tut sich kaum einer wirklich so leicht. Viel zu oft werden wir ausgebremst, wenn es um ‚Lustgewinn‘ geht (nicht nur durch Konventionen – und wer will schon so, wie wir es wollen). Und spätestens, wenn wir ins Alter kommen, lassen sich durch die mit den angesammelten Jahren bedingte Schmerzen (aller Fitnessübungen zum Trotz) kaum vermeiden. Klar, dem, der weint und verzagt, wird es nicht besser gehen. Also aufgerafft, den Hintern hoch, hinein ins mit Energie strotzende Leben. Und her mit den ‚Geschenken‘. Die Sorgen lasst zu Hause!

Nein, so doch nicht … (6): Leben in Lüge

„Es ist witzlos, ein charmanter Bursche zu sein, es sei denn, man hat Vermögen. Das Romantische ist das Privileg der Reichen, nicht der Stand des Stellungslosen. Die Armen sollten praktisch und prosaisch sein. Ein regelmäßiges Einkommen zu haben ist besser, als faszinierend zu sein. Das sind die großen Wahrheiten des Lebens.“
Oscar Wilde: Der Millionär als Modell (deutsch von Eike Schönfeld)

Nein, so doch nicht ...
Nein, so doch nicht …

Das ist allerhöchstens die halbe Wahrheit. Ich muss nicht Kommunist sein, es reicht der gesunde Menschenverstand, um zu wissen, dass Reiche auf Kosten anderer reich sind. Da sind die Reichen, die auf einem großen Paket Aktien sitzen, diesen wahrscheinlich geerbt haben, und noch nie etwas Sinnvolles für Volk und Gesellschaft geleistet haben. Die Arbeit lassen sie andere machen. Und wer im Geschäft steht, wer die Kommandos gibt, ohne wirklich etwas zu tun, der wird nur vom Eigennutz geführt: die Gier ist mit ihm!

So nagt der Geiz, die Gier an des Reichen Seele. Ausgeglichen wird das durch Kaufrausch. Und die Reichen reden sich jeden Tag ein gutes Gewissen ein. Ist das das Romantische in ihrem Leben? Sie führen ein Leben in Lüge …

Zum neuen Jahr

Eigentlich sind wir ja schon über den Anfang des neuen Jahres um einiges hinaus. Aber natürlich begegne ich noch Menschen, die mir ein gutes neues Jahr wünschen. Da ich mich in diesem neuen Jahr 2020 zum ersten Mal hier melde, so gebe ich diese Neujahrswünsche gern an Euch weiter – unterstützt durch einen kleinen Vers von Erich Kästner:

„Wird’s besser? Wird’s schlimmer?“
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich.
Leben ist immer
lebensgefährlich!

von Erich Kästner

Der erste Tag in Freiheit

Was tun wir nicht alles für unsere Lieben. Da quälen wir uns durch den Alltag, um pekuniäre resp. monetäre Standfestigkeit zu erheischen, nur damit die lieben Kleinen nicht vor Hunger schreien. Aber dann hat man es satt! Ein gefüllter Magen sättigt lange schon nicht unseren Mangel an Freiheit.

Übrigens Angst und Hunger sind Geschwister im Hypothalamus, der ‚unteren Kammer‘ unseres Gehirns. Hier werden Neurotransmitter produziert, so genannte Botenstoffe, die an chemischen Synapsen die Erregung von einer Nervenzelle auf andere Zellen übertragen. So auch Neuropeptid Y, einen Botenstoff auf Aminosäurenbasis, das an der zentralnervösen Steuerung des Hungers und der Angst beteiligt ist, hai capito?

Aber was quatsche ich da von Hunger und Angst! Jetzt findet auch mein Freiheitsbedürfnis, mein Hunger nach Freisein Sättigung. Obwohl: Wer sich ewig (ehelich!) bindet, der ist gebunden! Aber das ist ein anderes Thema …

Vom Franz zum Willi (wie aus Kafka ein Albin wird, wenn auch nur grafisch)
Vom Franz zum Willi (wie aus Kafka ein Albin wird, wenn auch nur grafisch)

Der Freiheitsdrang bzw. das Erreichen von Freiheit löst meist einen Schwall menschlichen Übermutes aus. Man möchte rufen, brüllen … Nur was? FREIHEIT?! Das klingt nach Müller-Westernhagen, muss also nicht sein. Da fällt mir Herr Lothar Frohwein ein. Sein (bzw. Loriots) „Kraweel, Kraweel!“ hat so etwas Besonderes, das nach lauthalsen Verkünden verlangt:

    Kraweel, Kraweel!
    Taubtrüber Ginst am Musenhain!
    Trübtauber Hain am Musenginst!
    Kraweel, Kraweel!


Kraweel, kraweel!

Ach, die Freiheit! Es überkommt einem ein ungesättigte Gefühl wie Fett, das für den Menschen so essentiell ist. Dabei ist Fett nicht gleich Fett, Freiheit nicht gleich Freiheit. Wer faul auf seiner Haut liegt, mag durch Lassen resp. Unterlassen befreit sein vom Tun. Aber was zu tun ist, sollte getan werden, auch wenn man sich dazu aufraffen muss. Freiheit ist die Freiheit, tun zu können, was man will. Und wie gesagt: frei von Angst und Hunger!

[Just habe ich einen Bärenhunger bekommen – von dem ganzen Geschreibe!]

Tri Tra Trullala – jetzt ist die Rente endlich da – Jucheisassa

Es ist nicht das Ende aller Dinge, oh nein, es ist der Beginn. Hermann Hesse sagte es in seinem Gedicht ‚Stufen‘ so (ich verweise hier kurz auf meinen erst kürzlich verfassten Beitrag): ‚Bereit zum Abschied sein und Neubeginne.‘ – Und: ‚Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.‘

‚Sich lähmender Gewöhnung entraffen‘, das trifft den Nagel auf den Kopf! Arbeit, Broterwerb: Obwohl ich mich die vielen Jahre nie daran gewöhnt habe, so habe ich aber die Lähmung gespürt. Sich dem endlich zu entraffen, was will ich mehr! Endlich geschafft, da mag es erschallen:

Gloria, Victoria, widewidewitt jucheisassa
Gloria Victoria widewidewitt bummbumm!

Ruhm und Sieg der gewonnenen Freiheit! Auf zu neuen Ufern! Die Reise kann beginnen! Ade, du Leid. Bye bye, du Drangsal, du dumme Notwendigkeit! Ab heute wird gelebt …!!!

Bisher stand dieser mein Blog unter dem Motto: I ran the race and the race was won by running slowly – frei nach einer Zeile aus dem Lied ‚We used to know‘ eines gewissen Herrn Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull. Bekanntlich ist der Weg das Ziel (Konfuzius). Ankommen ist auch nicht schlecht. Und manchmal ist es besser, sich bedächtig dem Ziel zu nähern (by running slowly): Mir gefiel diese Zeile von Anfang an.

Bereit zum Gehen, wenn auch in schlaffen Latschen – der letzte Tag bis zur Rente
Bereit zum Gehen, wenn auch in schlaffen Latschen – der letzte Tag bis zur Rente

Von diesem Kurs will ich jetzt nicht abkommen. Mit Bedacht sich neuen Bestimmungsorten zu nähern, wird auch weiterhin mein Bestreben sein. Aber ich will es klarstellen: Das ist ein Blog eines älteren Herrn (ich meine mich) und wird von einem betrieben, der sich (ab jetzt) als Rentner ausweisen darf. Daher ab heute statt Williz Blog: Williz Wildes Wuseln und vor allem: Rentners renitentes Ram¬tam¬tam!

Ich möchte da rufen: Höret Willis Trommel dumpfes Geroll! Aber wahrscheinlich hört das wieder kein Schwein (frei nach Friedrich Karl Waechter). So verhallt es im Wald (reim dich oder ich fress dich!). Jeder tut, was er tun muss. Und jeder geht seinen eigenen Weg! Sei es drum! Ich gehe den meinen …

Nicht, dass ich neue Saiten aufziehen will. Aber so, wie sich der Ton in der Politik verändert hat, so werde auch ich meinen TON (hört ihr wirklich nicht das dumpfe Geroll meiner Trommel?) ändern. Ihr werdet es sehn (resp. hörn)!

Heute wurde der letzte Kram gepackt (es war mein letzter Arbeitstag!), Zunächst gönne ich mir eine wohlverdiente Ruhepause. Ich muss mir mein Rentnerdasein erst einmal einrichten. Das ‚neue Haus‘ soll schließlich wohnlich werden. Weg mit altem Krempel. Hinein die frische Luft! Die Beine hoch, Amerika!

Aber dann, aber dann … geht’s so richtig los!

Zur nächsten Stufe –Hermann Hesse: Stufen

Vor genau acht Jahren, ich glaube es kaum, habe ich hier im Blog einen kurzen Bezug auf das Gedicht ‚Stufen‘ von Hermann Hesse genommen. Ich bin kein so großer Freund von Gedichten, Prosa gefällt mir besser. Aber dieses Gedicht von Hesse hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Es bezieht sich auf unser Leben, das aus verschieden Stufen, Lebensstufen, besteht. Wir kennen das alle: Kindheit, Jugend, Erwachsensein und Alter. Für mich beginnt jetzt, ob ich es will oder nicht, das Alter! Aber Hesse sagt: „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne …“. Und so sehe ich den Beginn meines neuen Lebensabschnitts, das Alter, als einen Neubeginn. Und Hesse weiter: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“. Also ganz locker an die neue Sache herangehen!

Hermann Hesse: Stufen
Hermann Hesse: Stufen

Ich komme schon bald noch einmal auf dieses Gedicht zu sprechen – mit einem eher ironischen Ton. Es betrifft vor allem die Zeile: „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“ – Aber dazu in zwei Tagen etwas mehr.

Manchmal linse ich so im Internet nach diesem und jenem. Und aus bestimmtem Anlass (Ihr müsst nicht alles wissen, also warum) habe ich genau dieses Hesse-Gedicht im Russischen verfolgt. Dort habe ich gleich zwei Übersetzungen gefunden. Gedichte sind meist Reime. Und Reime lassen sich nur schwer (eigentlich überhaupt nicht, wenn der Reim erhalten bleiben soll) wortwörtlich in andere Sprachen übersetzen. Ausgehend von den beiden russischen Übersetzungen habe ich mit technischer Unterstützung, den Google Übersetzer, eine Rückübersetzung gewagt. Das Ergebnis finde ich interessant … Hier also gewissermaßen für meine russischen Freunde …

„Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

aus Hermann Hesse: Stufen

Но только тот, кто с места сняться в силах,
Спасет свой дух живой от разложенья.

bzw.

Лишь тот, кто вечно в путь готов пуститься,
Выигрывает бодрость и свободу.

Герман Гессе – Ступени

Dank Google Übersetzer zurückübersetzt soll das Obige heißen:

Aber nur derjenige, der abheben kann
Er wird seinen Geist am Leben vor dem Verfall retten.

bzw.

Nur einer, der immer bereit ist, eine Reise anzutreten
Kraft und Freiheit gewinn[en]t.

In Balance – noch 4 Tage bis Buffalo

Mit meinen Augen gestern bin ich etwas auf die schiefe Bahn geraten. Habe mich ziemlich verwurstelt. Manchmal schreibe selbst ich einen Quark. Aber in meinem Alter kommt so mancher aus dem Gleichgewicht. Jetzt heißt es, die Balance wieder herzustellen, das innere Äquilibrium zu wahren.

Willi in Balance – noch 4 Tage bis zur Rente
Willi in Balance – noch 4 Tage bis zur Rente

Und mit dieser inneren wie äußeren Gleichverteilung der Gliedmaße und Sinne heißt es Voranstreiten zu neuen Zielen und in einen neuen Lebensabschnitt, denn es sind jetzt nur noch 4 Arbeitstage, bis ich meinen wohlverdienten Ruhestand erreicht habe. Auf denn …!

Auge in Auge – noch 5 Tage bis Ultimo

„Schau mir in die Augen, Kleines!“ sagte Humphrey Bogart zu Ingrid Bergman in dem Film Casablanca. Ob sie dann schaute, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich … Auf jeden Fall wurde niemand verletzt. Anders bei Medusa, die mit den glühenden Augen: Wer ihr ins Angesicht blickte, erstarrte zu Stein.

Auge in Auge mit der Gefahr? Bekanntlich kommt um, wer sich in Gefahr begibt. Bei Medusa sicherlich. Bei mir? Wohl kaum!

Um sich in die Augen zu blicken – Auge in Auge -, sollte man möglichst auf Augenhöhe sein. Von Auge zu Auge sozusagen.

Auge in Auge mit Willi– noch 5 Tage bis zur Rente
Auge in Auge mit Willi– noch 5 Tage bis zur Rente

Aber was schreibe ich da? Im Augenblick! Nein, ich habe keine Augenleiden (bis auf die Kurzsichtigkeit, daher auch das bebrillte Auge von mir). Da ich aber gerade bei Augen bin, so fallen mir Zitate mit Augen ein, die ich schnell noch einmal loswerden möchte: Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen. (Jean Paul Sartre). Manche Leute drücken nur ein Auge zu, damit sie besser zielen können (Billy Wilder). Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein (Mahatma Gandhi).

Ja, es gibt eine Menge Zitate rund ums Auge: Da werden manchem die Augen geöffnet, bei denen wir sonst die Augen zudrücken, aus denen der Schlaf gerieben wurde. Nie sollten wir das Ziel aus den Augen verlieren, sonst müssen wir froh sein, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Der eine sieht mit Adleraugen, der andere sieht es plötzlich mit anderen Augen. Usw.

Noch bin ich fünf schlaffe Tage Auge in Auge mit meinen Arbeitskolleg*innen. Dann geht es ab in die Rente!

Fuck this Shit – noch 6 Tage bis Buffalo

Wer erwachsene Söhne hat, muss damit rechnen, eigenartige Geschenke zu bekommen. So die Socken, die ich in den letzten Tagen möglichst oft auf der Arbeit trage (zwischendurch werden diese gewaschen, ist klar): Fuck this Shit! Was soll uns das sagen …?!

Fuck this Shit! – noch 6 Tage bis zur Rente
Fuck this Shit! – noch 6 Tage bis zur Rente

Scheiß drauf! würden wir wohl in Deutschland sagen. Und ich sage: Scheiß auf Arbeit (deshalb trage ich in den letzten Tagen möglichst oft auf der Arbeit diese Socken!)! Noch 6 Arbeitstage bis zum Rentnerdasein!

Ein Bild mit ‘Inhalt’

Als ich das Foto zu meinem fünfzehnletzten Arbeitstag betrachtete, da sah ich, dass es zwar nicht mit dunklen, verborgenen Botschaften gefüttert ist, aber doch mindestens sechs Hinweise auf frühere, von mir verfasste Beiträge in diesem Blog enthält:

Willi allein zu Hause und fleissig ...
Willi allein zu Hause und fleissig …

Ich will es kurz machen (noch ruft die Arbeit):

1. Ein Bild mit mir und weitere Mitgliedern einer Band namens Black Out. Lang, lang ist es her.
2. Als Kurzsichtiger werde ich gern mit Maulwürfen verglichen. Der jüngere meine Söhne meinte, das auch zeichnerisch festhalten zu müssen.
3. Und auch der ältere meiner zwei Söhne hat mich mit einem Werk aus seiner Feder vor vielen Jahren (es müssen mindestens 16 Jahre her sein) beglückt:

Keep Cool © Jan Einar Albin
Keep Cool © Jan Einar Albin

4. Als hobbymäßiger Foto- und Videograf brauche ich halbwegs taugliche Software, um Bilder wie Filme zu bearbeiten.
5. Nun ist es bereits 30 Jahre her, dass die Mauer fiel. Zum 25. (bzw. 20.) Jahrestag habe ich dazu nicht nur Trabis auffahren lassen.
6. Tee oder Kaffee? Berge oder die See? Mailand oder Madrid (Hauptsache Italien)? Bier oder Wein? – Es gibt viele dieser Oders. Bei letzterem bevorzuge ich Gerstengebräu, wie vielerorts in diesem Block zu vernehmen ist. Das Salvator steht dabei stellvertretend für ein gepflegtes Bier.

Übrigens: Noch 13 Arbeitstage bis zur Rente! 😉