Kategorie-Archiv: Internet-Bastelkiste

WillZ Bastelkiste mit Fragen rund um PC und Internet

Willis Beitrag zum Thema Katzenbilder

Ich habe nichts gegen Katzen. Ich mag nur nicht diese vielen Katzenbilder, die ich auf Facebook, Twitter usw. finde. Für mich sind sie der Inbegriff einer Idylle, die mehr als trügerisch ist. Und Katzen würde ich vielleicht sogar mögen, wenn ihre nachts durch die Gegend streunenden Artgenossen es unterließen, auf unseren Rasen zu kacken.

Daher dieser kleine Beitrag von mir zum Thema Katzenbilder. Die hier gezeigten Bilder stammen aus zwei ziemlich unterschiedlichen Filmen:

1. Alfred Hitchcock: Endlich sind wir reich (Rich and Strange) (1931)

Der Angestellte Fred Hill bekommt von seinem Erbonkel eine größere Summe zur Verfügung, damit er sich seinen Wunschtraum vom Reisen in Luxus erfüllen kann. Zusammen mit seiner Frau begibt er sich auf Weltreise mit dem Schiff. Doch das Ganze geht schief. Auf der Heimreise drohen beide bei einer Havarie im Chinesischen Meer zu ertrinken. Zum Glück werden die Schiffbrüchigen durch chinesische Plünderer vom sinkenden Schiff gerettet.

aus: Alfred Hitchcock: Endlich sind wir reich (Rich and Strange) (1931)
aus: Alfred Hitchcock: Endlich sind wir reich (Rich and Strange) (1931)

Die Ausgehungerten bekommen Essen, das sie mit großem Appetit vertilgen (kleines Bild im Bild). Da sehen Sie, wie einer der Plünderer das Fell der Katze, die zuvor an Bord ihres Schiffes war, zum Trocknen aufhängt … Das Weitere können wir uns denken!

2. Die dunkle Seite des Mondes (2015) mit Moritz Bleibtreu

Der erfolgreiche und skrupellose Frankfurter Wirtschaftsanwalt Urs Blank wird aus der Bahn geworfen, als sich ein Geschäftsmann vor seinen Augen erschießt. Dann lernt der verheiratete Blank die junge Lucille kennen und ist von ihrem alternativen Lebensstil fasziniert. Jedoch hat ein halluzinogener Pilztrip mit ihr schwere Folgen. Blank wird zum instinktgetriebenen und aggressiven Mörder.

Die dunkle Seite des Mondes (2015) mit Moritz Bleibtreu
Die dunkle Seite des Mondes (2015) mit Moritz Bleibtreu

Als ihn eine Katze beim Frühstück stört (kleines Bild im Bild), erwürgt er das Tier.

Um es nicht völlig mit Katzenfreunden zu verderben, hier ein Ausschnitt aus einem Foto, das mir der älterer meiner beiden Söhne geschickt hat. Behutsam hält er hier eine Katze in seinen Händen. Da könnten selbst mir fast die Tränen kommen …

Sohn mit Katze
Sohn mit Katze

Willis Plaudereien (7): Sorry to burst your bubble!

Schon Pippi Langstrumpf machte sich die Welt – widdewidde wie sie ihr gefällt. Uns geht es nicht anders in unserem Bedürfnis nach Harmonie, Friede, Freude, Eierkuchen. Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein, / mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen. („Let me have men about me that are fat; / Sleek-headed men and such as sleep o‘ nights:“) lässt William Shakespeare seinen Gaius Iulius Caesar sagen, weil sie ihm nicht so unruhig und gefährlich erscheinen wie Gaius Cassius, der als die treibende Kraft hinter der Verschwörung gegen Caesar galt: „Der Cassius dort hat einen hohlen Blick. / Er denkt zu viel. Die Leute sind gefährlich!“ („Yond Cassius has a lean and hungry look; / He thinks too much: such men are dangerous.“).

Wir alle suchen Frieden und somit Menschen auf, die uns wohl gesonnen sind und keinen Ärger machen (diese müssen nicht unbedingt wohlbeleibt und glatzköpfig sein). Und gern hören wir dabei, wie nett wir sind und wie charmant. Kritik erfahren wir genug auf der Arbeit. Da wollen wir in unserer freien Zeit mit Menschen zusammen sein, mit denen es keinen Streit gibt.

Willi mit Helm - unscharf (Edelsteinminen Idar-Oberstein Juli 2019)
Willi mit Helm – unscharf (Edelsteinminen Idar-Oberstein Juli 2019)

Das greifen natürlich bestimmte Webseiten auf, vor allem solche in den sozialen Netzwerken, die algorithmisch voraussagen, welche Informationen wir auffinden möchten, was wir also mögen. So entstehen Filterblasen! Und wie wir uns im realen Leben auf der Suche nach dem Ebenmaß, dem Wohlklang, dem Konsens machen und all dem uns Widerlichen den Rücken kehren, so geraten wir auch im Internet in Isolation gegenüber Informationen, die nicht unserem Standpunkt entsprechen.

So werden wir nur noch mit Aussagen konfrontiert, die uns behagen. Und so lassen wir uns einlullen in dem Glauben, die Welt denkt so wie wir. Gegenläufige Meinungen, so glauben wir, sind die Ausnahme. Danke liebes Internet für diese Art der ‚Befriedung‘ unserer Wohnstuben. Wer halbwegs klar denken kann, weiß natürlich, dass etwas faul ist im Staate Dänemark („Something is rotten in the state of Denmark.“ – schon wieder Shakespeare.).

Wer Hass sät, wird Hass ernten oder durch gleichlautende Ansichten (aus dem Internet) in seinem Hass bestärkt. Lang lebe seine Filterblase!

Vielleicht wäre es äußerst sinnvoll, wenn wir statt mit gleichlautenden mit entgegengesetzten Meinungen gefüttert werden. Aber da macht Google natürlich nicht mit (hat irgendwie etwas mit Profit zu tun). So sollten wir Google einfach links liegen lassen oder, wie ich es manchmal tue, Suchen mit Begriffen starten, die uns eigentlich in keiner Weise interessieren und auch hin und wieder Seiten und Beiträge ‚liken‘, die wir im wirklichen Leben überhaupt nicht mögen. Aber das geht dann schon eher zu weit. Der Beitrag Fuck the Bubble: So bringst du deine Filterblase zum Platzen ist zwar schon etwas älter, aber natürlich aktuell wie nie zuvor.

Lassen wir unsere Filterblase platzen, denn wir alle leben in einer solchen; u.a. hat der Browser Firefox ab Version 63 einen so genannten Tracking-Schutz (Content Blocking) eingerichtet. Der macht das Surfen im Netz vielleicht etwas langsamer, ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es sei denn, Du lebst gern in Deiner eigenen Filterblase!

Im Fadenkreuz von F a c e b o o k

Ja, ich weiß: Ich bin ein ‚schlimmer Finger‘! Aber bin ich deshalb schon einer, der Menschen aufgrund „ihrer ethnischen Zugehörigkeit, nationalen Herkunft, Kaste, ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechtsidentität“ angreift?

Facebook hat diese „Standards zu Hassrede“ aufgestellt. Und das ist auch gut so. Gegen diese Gemeinschaftsstandards zu Hassrede soll ich nun verstoßen haben. Angeblich am 23. April 2013 hatte ich mich über zwei deutsche Sportler lustig gemacht, die sich im Wettkampf um die Medaillen in der nordischen Kombination Großschanze bei der Olympiade 2014 (sic!) in Sotschi beim Zieleinlauf gegenseitig behindert hatten und damit der Konkurrenz die Medaillen überließen. Ich schrieb da von „dusseligen Deutschen“.

Willi im Fadenkreuz von   F a c e b o o k
Willi im Fadenkreuz von F a c e b o o k

Die beiden Sportsleute aus Deutschland werden sich wohl selbst geärgert und sich selbst weitaus mehr als nur als ‚dusselig‘ bezeichnet haben. Natürlich kann und muss mein Kommentar im Kontext gelesen (und verstanden) werden: Ich habe die beiden Nordischkombinierer allein ihrer Selbsteliminierung wegen für dusselig ‚angegriffen‘ (selbst das ist zu viel der ‚Ehre‘, lächerlich gemacht ist zutreffender) und eigentlich nicht wegen ihrer „nationalen Herkunft“ (das diente gewissermaßen nur zur Information, es hätten z.B. auch Norweger sein können).

Nun, der betreffende Post wird nicht mehr bei F a c e b o o k angezeigt. Sei es drum, denn der stammt vom 19.02.2014 (woher das referierte Datum: 23. April 2013 kommt, weiß der Geier) und den liest sowieso kein Mensch mehr. Dass F a c e b o o k fünf ½ Jahre brauchte, um den ‚Verstoß‘ festzustellen, ist schon merkwürdig (und im Zusammenhang mit dem falschen Datum frage ich mich, ob da nicht sogar technisch etwas schief gelaufen ist, denn sicherlich prüft kein Mensch solch alte Posts, das kann nur ein Bot gewesen sein).

Des Weiteren wurde ich gefragt, ob ich die Entscheidung (die Nichtanzeige des Posts) akzeptieren oder eine Überprüfung beantragen werde. Ich habe mich auf die Schnelle für ‚akzeptieren‘ entschieden (vielleicht ein Fehler!).

„Sollten künftig Inhalte, die du postest, nicht unseren Standards entsprechen, kannst du ggf. für das Posten oder Kommentieren deaktiviert werden.“

Ich finde es schon interessant, wie F a c e b o o k „arbeitet“. Anhand meines Falles lässt sich einiges ablesen: Da wird weit in die Vergangenheit hinein geprüft (was grundsätzlich in Ordnung ist); da wurde ein Algorithmus implementiert, der Begriffe wie z.B. ‚dusselige Deutsche‘ als despektierlich filtert und dann rügt, den Kontext des Posts aber nicht zu prüfen im Stande ist (hier hätte vielleicht eine Überprüfung durch Menschenverstand geholfen).

Also, Jungs und Mädels, seid zukünftig in den sozialen Medien (und auch sonst) respektvoll Euren Mitmenschen gegenüber, ich werde mir Mühe geben, es auch zu sein (demnächst poste ich nur noch Katzenbilder 😉 ).

Wenn’s mal wieder etwas länger dauert …

Wer kennt es nicht, das Warten in langen Schlangen vor irgendwelchen Schaltern oder Kassen – oder beim Arzt – in Händen eine Zeitschrift älteren Datums, die einen eigentlich nicht interessiert – nur um die Zeit tot zu schlagen.

    Ladesymbol (Loading spinner)

Wir verbraten viel Zeit mit Arbeit, die uns immerhin die Brötchen sichert, für deren Verzehr wir wiederum viel Zeit investieren. Und um uns zu erholen, legen wir uns nieder zum Schlaf, der grob gerechnet rund ein Drittel unserer Lebenszeit auffrisst. Da sind wir dann doch schon ziemlich genervt, wenn uns auf andere Art und Weise Zeit gestohlen wird – durch – wie wir meinen – unnötiges Warten!

Gewissermaßen vor Augen haben wir diese sssssiiissss – sssssiiissssiit sich drehenden Ladesymbole, kleine GIF-Animationen, die uns verdeutlichen sollen, dass das Erwartete bald, sehr bald auf der Bildfläche erscheinen wird (oder auch nicht).

Natürlich ist es Spielerei, wenn ich auch hier, bevor die gewünschte Seite meines Blogs aufgerufen wird, den Besucher mit einem solchen Ladebildchen (auch neudeutsch Loading Spinner oder Preloader genannt) beglücke. Angeblich soll das professionell aussehen oder cool. Wie auch immer.

    Ladesymbol (Loading spinner)

Um sich solche animierten Bildchen zu erstellen, gibt es eine kleine Hilfe bei ajaxload. Mit dem Animation Shop kann dann noch ein Feinschliff vorgenommen werden (wenn gewünscht – z.B. kann hier die Anzahl der Wiederholung oder die Wiedergabezeit in 1/100 Sek. pro Bild geändert werden soll).

Ja, ich weiß, solche GIF-Animationen sind eigentlich der Schnee von gestern. Mit einer Palettengröße von maximal 256 Farben lassen sich komplexere Bilder nur unzureichend darstellen (es sei denn, man wünscht die erzielten ‚Verfremdungen‘). Trotzdem mag ich nicht endgültig auf das GIF-Format verzichten (und mit dem Animation Shop lassen sich Bildsequenzen auch in einem Videoformat abspeichern).

Aber die komme vom Thema ab (wie so oft). Nun denn, wenn es tatsächlich einmal doch viel länger dauern sollte als gedacht, dann kann es schon passieren, dass mein sonst so ‚grüner‘ Kopf rot anläuft – wie der neue Header (das Bild ganz oben) verdeutlicht (auch ein GIF):

Header-Bild als GIF-Animation

P.S. Professioneller Look hin, cooler Look her: Ich habe den Baustein, der beim Start meines Blogs das Ladesymbol generiert, wieder entfernt: Es dudelt solange, bis die Seite im Hintergrund endgültig geladen ist (und das kann dauern) …

Wordstar 4 – Gruß aus der Steinzeit der Datenverarbeitung

Neulich fand ich einige Texte, die ich vor vielen Jahren (1989 bis 1992) geschrieben habe. Damals hatte ich noch einen Rechner mit MS-DOS als Betriebssystem und Wordstar als Textbearbeitungsprogramm. Natürlich lassen sich diese Textdateien auch mit jedem heute gängigen Texteditor öffnen, aber das Ergebnis ist äußerst kurios:

Text aus Wordstar 4 in MS-Word angezeigt

Ich weiß nicht, welche Zeichenkodierung Wordstar benutzte (von Schriftarten ganz zu schweigen), diese sollte aber auf ASCII beruhen.

Da ich einige der Texte ganz interessant finde (immerhin sind die fast 30 Jahre alt, also vor einem halben Leben geschrieben), bin ich auf die Idee gekommen, wie es wäre, wenn ich das alte (gute?) Wordstar auf meinem heutigen Rechner aufrufen könnte. Retro ist zz. in. Erst kürzlich lass ich in einem Artikel in dem Magazin für Fußballkultur 11 Freunde unter der Überschrift Hey, Amigas! Das Folgende:

Lange, bevor es FIFA 2018 gab, brauchten Zocker zum Schießen, Grätschen und Passen nur eine einzige Taste. Und noch immer kämpfen jedes Jahr Menschen aus aller Welt um den WM-Titel im 1990 erschienenen Videospiel »Kick Off 2«. Auf Amiga-Computern und mit heiligem Ernst.

Nun die Jungs spielen auf ihren alten Rechnern. Wie aber bekomme ich Wordstar, das damals wie heute ohne grafische Oberfläche auskommt, auf einen PC heutigen Datums?

Startbildschirm Wordstar 4

Erst einmal guckte ich, ob Wordstar überhaupt verfügbar ist und stieß so auf Wordstar 4 Professional für DOS bei WinWorldPC.com und dort auf einen Download von Wordstar 4. Allerdings enthält dieser sechs so genannte Images (Abbild einer Diskette, CD usw. – in einer Datei enthalten) von damals üblichen 360 KB Floppy Disks, bei uns nur kurz Disketten genannt. Die gesamten Dateien aus dem Download (befinden sich im einem G7-Archiv, lässt sich mit WinZip oder ähnlichen Programmen entladen) werden am besten in ein Verzeichnis angelegt (z.B. \WordStar4\).

    Gesondertes Verzeichnis für Wordstar 4 anlegen

Da ich natürlich kein Diskettenlaufwerk habe (selbst das DVD-Laufwerk droht einzustauben), muss ich also ein entsprechende Laufwerk auf meinem Rechner simulieren bzw. emulieren, wie es im Fachjargon heißt.

Schnell wurde ich fündig: Diskettenlaufwerk unter 64-Bit-Windows emulieren – es geht um das Tool ImDisk, einen virtuellen Plattentreiber (hier der Download dazu). Dabei wird ein virtuelles Laufwerk (mit Laufwerksbuchstaben wie I:\) angelegt, in dem die Dateien des jeweiligen Images wie aus einem normalen Verzeichnis aufgerufen werden können.

Die Installation erfolgt einfach mit einem Doppelklick auf die heruntergeladene IMDISKINST.EXE-Datei. Es erscheint ein Fenster, das mit ‚ja‘ zu bestätigen ist.

    Installation von ImDisk

Die Zuordnung des jeweiligen Images geschieht wir folgt: Mit der linken Maustaste wird auf die entsprechende Image-Datei (hier: WS400-DISK2-PRG.img) gedrückt und es erscheint ein Kontextmenü. Hier klickt man auf ‚Mount as ImDisk Virtual Disk‘.

    Disketten-Image mit ImDisk als virtuelle Platte (Wechseldatenträger) anlegen

Bevor das Image gemountet wird, hat man die Möglichkeit einige Einstellungen vorzunehmen.

    Einstellungen in ImDisk zum ‚Mounten‘ einer virtuellen Platte (Wechseldatenträger)

Folgende Einstellungen sollten ausgewählt werden. Unter Device type: Floppy – auch der Laufwerksbuchstabe (unter Drive letter) lässt sich auswählen. ‚Removable media‘ kann ebenfalls angewählt werden. Mit OK bestätigen. Fertig ist die Laube!

Jetzt mit dem Explorer schauen, ob ein neuer Laufwerksbuchstabe vergeben ist. Das neue Laufwerk ansteuern und schon sind alle Dateien, die in dem zugeordneten Image enthalten sind, aufrufbar.

Mit ImDisk lassen sich also Diskettenlaufwerke auch unter 64-Bit-Windows-Systeme emulieren. Leider gilt das nicht für Wordstar 4 selbst. Dieses Textprogramm war für DOS (z.B. MS-DOS als Vorgänger von Windows) konzipiert, einem 16-Bit-System. Mit Windows XP (einem 32-Bit-System) lässt sich Wordstar 4 ohne Probleme aufrufen. Unter Windows 7 als 64-Bit-System hilft aber auch der Kompatibilitätsmodus wenig (linke Maustaste auf die EXE-Datei – Kontextmenü: Behandeln von Kompatibilitätsproblemen – oder: linke Maustaste auf die EXE-Datei: Kontextmenü: Eigenschaften – Registerkarte: Kompatibilität). Irgendwo ist leider immer das Ende der Fahnenstange.

    Virtuelle Platte (Wechseldatenträger) mit Wordstar 4 (Aufruf über WS.EXE)

Eine Einweisung in das Arbeiten mit Wordstar 4 (WS.EXE) möchte ich mir hier ersparen, aber doch die wichtigsten Funktionen erklären. Nach dem Eingangsbildschirm wird mit ‚D‘ eine Datei geöffnet. Ist die Datei nicht vorhanden, so kann mit dem eingegebenen Namen eine neue Datei geöffnet werden. Mit ‚X‘ wird Wordstar 4 verlassen.

Bearbeitungsmenü in Wordstar 4

Mit ^K (Strg + K) innerhalb der Bearbeitung eines Textes kann das Menü zum Speichern (‚S‘), Abbrechen ohne Speichern (‚Q‘) bzw. Speichern und Wordstar 4 verlassen (‚X‘) aufgerufen werden.

Wie das obige Bildchen zeigt, ist der eingangs aufgeführte Text nun ohne kryptische Zeichen, also lesbar.

Natürlich ist es Schwachsinn, mit solch alten Textverarbeitungsprogrammen zu arbeiten. Mir ging es um alte Texte, die ich wieder lesbar machen wollte. Und ich gestehe: Solch kleine Fingerübungen (das Ausfindigmachen und die Portierung alter Programme auf heutige System) machen irgendwie auch Spaß!

Raumklang per Kopfhörer

Natürlich hinke ich technisch der Zeit hinterher. Aber ich gehöre nun einmal nicht denen an, die sich eine blutige Nase holen, weil sie sich als Smombie ganz ihrem Smartphone hingebend gegen Laternen oder Verkehrsschilder laufen, die sich überhaupt nur um das kümmern, was ihr Mobiltelefon ihnen einzuflüstern scheint. Und zu Hause sitze ich nicht vor einem viele Quadratmeter großen Bildschirm und lasse mich über ein Heimkinosoundsystem berieseln.

Okay, ich war sicherlich einer der ersten, die sich einen Beamer samt 5.1-Tonanlage zugelegt haben. Den Beamer gibt es immer noch und er wird demnächst 13 Jahre alt. Natürlich habe ich mit meiner Frau auch einen Blu-ray-Player, der aber schon ziemlich eingestaubt ist.

Im Wohnzimmer steht natürlich ein digitaler Flachbildschirm. Nur ist der etwas kleiner geraten als in anderen Haushalten, da er passgenau meiner Frau wegen im Schrank unterzubringen sein musste. Für eine bessere Audiounterstützung war da schon kein Platz mehr. Video-on-Demand-Dienste wie Netflix, Amazon (Prime) Video und wie sie alle heißen, die Serien und Filme per Streaming dem Abonnenten übers Internet zugänglich machen, nutzen wir nicht. Zwar ließe sich der Fernseher ans Internet anschließen, aber wenn nicht aus dem Kabelfernsehen, so füttern wir ihn mit Videos vom USB-Stick, die ich zuvor von meinem Rechner auf diesen kopiert habe. Diese wiederum können z.B. aus Öffentlich-rechtliche Mediatheken stammen. Ich selbst gucke höchstens am Wochenende im Wohnzimmer TV. Die längste Zeit bleibt das Gerät ungenutzt.

Wenn ich Filme gucke, dann fast überwiegend an meinem Rechner. Dieser hat zwar eine Soundkarte, die Mehrkanal-Tonsysteme wie 5.1 Dolby Digital oder DTS unterstützt, aber ich habe nur zwei kleine Lautsprecher angeschlossen, habe also lediglich Stereoton. Ich überlegte aber schon lange, ob es nicht möglich ist, z.B. ein Audiosystem mit sechs Kanälen (5.1) in einem Kopfhörer anzubieten. Schon früher habe ich danach im Internet gesucht, aber nur Kopfhörer (oder genauer: Headsets) für Spielkonsolen gefunden, nicht für den PC.

Ich habe nun neben vielen Videos auf DVD (und wenigen auf Blu-ray) auch viel Musik (spezielle Audio-CDs), die z.B. mit 5.1 im DTS-System abgemischt sind, verfügbar, die ich nicht nur käuflich erworben, sondern auch aus dem Netz gefischt habe (da sie käuflich nicht zu erwerben waren). Ich habe aber keine große Lust, im Keller (in meinem Arbeitszimmer aus Platzgründen schon gar nicht) die Gerätschaften für 5.1-Unterstützung aufzubauen. Den Keller nutzt meine Frau schon für andere Dinge.

Irgendwie fielen mir in diesen Tagen mehrere DTS-CDs von Frank Zappa in die Hände. Gut, mit dem VLC-Media Player lassen sich diese CDs auch über die Stereo-Lautsprecher am PC abspielen. Immerhin das. Aber plötzlich (und unerwartet) überfiel mich das unbändige Verlangen, dieser Musik auch einmal im Sechskanalton (5.1) zu lauschen. Also guckte ich im Internet erneut nach – und wurde endlich fündig. Ja, es gibt jetzt Kopfhörer (Headsets), die auch an die Soundkarte eines PCs angeschlossen werden können. Und selbst wer keine solche mit 5.1-Unterstützung hat, wird u.a. von einer Firma aus Hamburg bedient.

Nur so nebenbei. Die Firma heißt Roccat und bedient den Gamer-Markt mit allerlei Hardware. „Wahre Gamer schwören auf die individuell konfigurierbaren Mäuse, Tastaturen und Kopfhörer von Roccat. Die Expertenjury des Deutschen Gründerpreises war begeistert von den innovativen Produkten, die Branchenstandards neu definieren. Damit holten sich die Hamburger die Nominierung für den Deutschen Gründerpreis 2016 in der Kategorie Aufsteiger.“ (Quelle: deutscher-gruenderpreis.de).

    Roccat Kave XTD 5.1 Analog bzw. Digital Headset

Zurück zu den 5.1-Kopfhörern. Wer lediglich eine stinknormale Soundkarte hat, kann sich das Roccat Kave XTD Digital Premium 5.1 Surround Headset kaufen, in dem eine eigene Soundkarte integriert ist und lediglich mit USB an den Rechner anzuschließen ist. Günstiger ist es, wenn man schon eine Soundkarte mit 5.1-Unterstützung hat. So habe ich mir das Roccat Kave XTD 5.1 Analog Headset zugelegt. Da ich das Mikrofon nicht brauche, habe ich es abgenommen und nutze nur den Kopfhörer.

    Verbindung des Kopfhörers mit der Soundkarte und dem Rechner (USB)

Angeschlossen wird dieser Kopfhörer nun mit drei 3,5 mm Klinkenstecker: grün ist für die beiden Frontkanäle – schwarz für die Rearkanäle (Rücklautsprecher) – orange für den Centerkanal und für den Subwoofer – an die Soundkarte. Der rosafarbene Stecker ist fürs Mikrofon, wenn man dieses benötigen sollte. Da der Lautsprecher Strom braucht, so hat er noch einen USB-Anschluss, den man einfach nur noch in eine freie USB-Buchse steckt. Natürlich muss der 5.1-Surround-Sound im Soundkartentreiber aktiviert werden. Meist reagiert der Rechner automatisch darauf, wenn Steckerverbindungen gezogen oder neu gesteckt werden. Am besten ist es, wenn die Stecker nach und nach gestöpselt werden.

Sicherlich kann man für das Geld (fürs analog betriebene Headset habe ich knapp 77 € gezahlt – das digitale Headset mit eingebauter Soundkarte kostet etwa das Doppelte) keine Wunder erwarten. Bevor man wirklich in den Genuss eines abgerundeten räumlichen Klangbildes kommt, muss der Kopfhörer/Headset erst einmal nach den eigenen Vorstellungen konfiguriert werden. Vorsicht bei der ersten Inbetriebnahme: Am Bedienteil für den Kopfhörer lässt sich die Lautstärke insgesamt (der längliche Regler) und auch einzeln für die Kanale (Rear, Front, Center und Subwoofer) einstellen. Vielleicht auch die Masterlautstärke des Betriebssystems (Systemsteuerung – Audio) erst einmal herunterdrehen. Als Player für eigentlich alle Medien (DVD, Audio-CD und einzelne Dateien) benutze ich – wie erwähnt – den VLC-Mediaplayer. Hier lässt sich über Werkzeuge – Effekte und Filter mit dem Equalizer unter Audioeffekte der Klang sehr gut regulieren. Das kostet zwar etwas Zeit, lohnt sich aber am Ende.

Wie geschrieben: keine Wunder erwarten. Aber wenn man sich die Zeit für die Klang- und Lautstärkeeinstellungen nimmt, dann kann man schon einen sehr ansprechenden Ton aus den Kopfhörern herauskitzeln. Ich bin auf jeden Fall zufrieden.

Ein Tipp am Rande: Ich will natürlich nicht immer die Kopfhörer benutzen, sondern auch die Lautsprecher. Da ich keine Lust habe, laufend die Stecker umzustöpseln, benutze ich den Hama Kopfhörer-Adapter „AluLine“ (3,5 mm Klinkenstecker – 2 x 3,5 mm Klinkenkupplung). Den stecke ich in die Klinkenbuchse für die beiden Frontlautsprecher (grün) und verbinde diesen mit dem entsprechenden Klinkenstecker für den Kopfhörer einerseits und andererseits dem für die Lautsprecher. Benutze ich den Kopfhörer nicht, dann ziehe ich einfach das USB-Kabel für die Stromversorgung des Kopfhörers. Mit drei solchen Adaptern kann man dann sogar zwei Kopfhörer anschließen (wenn man das Kabelgedöns nicht scheut).

Man gönnt sich ja sonst nichts. Wer wie ich so viel an ‚Material‘ an 5.1-Videos und Musik hat und seinen Lieben nicht auf den akustischen Nerv gehen möchte, für den lohnt sich eine solche Anschaffung ohne Zweifel. Und für Gamertypen (mein jüngerer Sohn kennt die Firma Roccat natürlich) wahrscheinlich sowieso.

Worte zum Wochenende (14. KW 2017): Offliner

Noch einmal richtig reinhauen, dann ist es schon wieder Wochenende. Und dann noch drei Arbeitstage und mein österlicher Urlaub darf beginnen. Apropos Ostern:

Es gibt einige, die nutzen die Zeit vor Ostern, um sich ihrer selbst durch Fasten bewusster zu werden. Davon gibt es wieder solche, die ganz bewusst aufs Online-Sein, um es einmal so auszudrücken, verzichten. Soweit das möglich ist. Also im Privaten. Im Neudeutschen bezeichnet man solche Menschen, die nicht über einen Instant Messenger, z.B. Telegram, oder ähnlichem via Internet erreichbar sind, als Offliner.

Worte zum Wochenende (14. KW 2017 – WilliZBlog)

Ja, diese ständige Verfügbarkeit, dieses permanente Online-Sein, ist schon so etwas wie eine Seuche. Und damit uns auch nur nicht der Strom ausgeht, schleppen wir kleine mobile Kraftwerke, Power-Banks genannt, mit uns herum.

Vielleicht sollte wir wirklich einmal etwas länger die kleine Taste betätigen, die solche Geräte wie Smartphones und Tablets ausschaltet, auch wenn es nur für kurze Zeit ist (zum Eingewöhnen), z.B. wenn wir unterwegs sind. Wieder einmal die Umwelt wahrnehmen, die nicht nur über ein kleines Display zu bewundern ist. Denkt daran, in einer Woche ist Ostern!

In der Welt von Android

Es ist soweit: ich habe mich entschlossen, mich endlich aus dem Fenster („Windows“) zu lehnen, um in die Welt des Maschinenmenschen (Android) einzusteigen. Auf gut Deutsch: Ich habe mir ein mobiles Endgerät, genauer: ein Tablet, zugelegt.

Nicht, dass ich bisher nicht mobil ausgestattet war (und bin). Ich habe ein Handy Sony Ericsson W810, das mit 10 Jahren (im April 2006 kam es auf den Markt) auf dem Buckel gewissermaßen aus der Steinzeit der Mobilgeräte stammt. 😉 Nur meine Frau hat mit ihrem Nokia 3310 aus dem Jahr 2000 ein Gerät, das aus der Prähistorie kommt. 😉 😉 Allerdings wurde genau dieses Nokia 3310 Anfang 2017 von der Firma HMD Global, die im Jahr zuvor die Markenrechte für Nokia-Handys erworben hatte, als Retro-Modell erneut auf den Markt gebracht. Mehr als von unterwegs telefonieren, wenn’s nötig ist, will ich mit meinem Handy aber auch nicht.

Nokia 3310

Auch sonst bin ich mit einem inzwischen auch in die Jahre gekommenen Netbook (es zählt vier ½ Jahre und war damals im September 2012 ein Auslaufmodell) immer noch mobil. Hat man WLAN (und wo hat man das heute nicht), dann tut es immer noch seine Dienste, wenn es auch etwas langsam in Gang kommt.

Natürlich ist mein Netbook der Schnee von gestern (gewissermaßen Eisenzeit). Und da ich unterwegs ganz gern Videos gucke oder mein Abonnement 11 Freunde – Magazin für Fußballkultur auch mobil verfügbar ist, so habe ich mich also für ein Tablet mit Android als Betriebssystem entschieden, auch diesmal wieder für ein Auslaufmodell – des Preises wegen (ich bin nun einmal ein Knauser). So komme ich damit auch nur per WLAN ins Netz (Mobilfunk brauche ich nicht – zum Telefonieren reicht das besagte Handy) bzw. kann über USB-Kabel das Tablet von meinem Rechner aus ‚füttern‘.

Tablet Lenovo TAB2 A10-70
Lenovo TAB2 A10-70 mit 25,7 cm (10,1 Zoll Full HD IPS) Display (MediaTek MT8165 Quad-Core Prozessor, 1.5GHz, 2 GB RAM, 32 GB eMMC, 5MP + 8MP Kamera, Dolby Atmos Sound, Android 5.1)

Ja, die schöne neue digitale Welt holt selbst mich ein. Aber auf eines verzichte ich nach wie vor: Unterwegs ständig erreichbar zu sein Und ich muss nicht das Essen, das ich im Restaurant zu mir nehme, fotografieren und gleich ins Netz stellen (obwohl ich bei Instagram auch schon ein Konto habe und durch meine Google-Youtube-Konten Fotos im Netz speichern kann). SMS und Messenger-Dienste brauche ich eigentlich nicht (okay, meine Söhne benutzen Telegram, so bin ich inzwischen auch dort gelandet).

Was ganz gut ist: Schon morgens nutze ich das Tablet, um zu gucken, ob mein Zug Verspätung hat oder nicht. Da gibt es das DB Navigator-App, das leicht und schnell zu bedienen ist. Und natürlich gibt es da jede Menge andere kostenlose Apps, die einem das Leben erleichtern können.

Auf jeden Fall renne ich nicht den ganzen Tag mit so einer Plastikkiste in der Gegend herum. Nein, ich bin kein Smombie. Ich will heile nach Hause kommen. Will ich wissen, wie spät es ist, da gucke ich auf meine gute analoge Armbanduhr (also keine Smartwatch). Und unser Haus ist zwar verkabelt und WLAN ist auch aktiviert. Aber ansonsten muss ich meine Hände und deren Finger benutzen, um Geräte an- oder auszuschalten. 😉 😉 🙂

Das Dutzend ist voll

Heute vor 12 Jahren startete dieser Blog. Erst war es nur ein zögerlicher Versuch, das, was mir am Herzen lag, anderen mitzuteilen. Nie und nimmer dachte ich daran, auch nach 12 Jahren noch in die Tasten zu hauen, um mein Geschreibsel ‚unters Volk‘ zu bringen. Nun denn …

Vor zwei Jahren, zum Zehnjährigen zitierte ich, wenn auch nur akustisch, Ten Years After. Heute nun ist das Dutzend voll. Vielleicht die Gelegenheit, etwas über Ziffern, Zahlen und Zahlensysteme zu dozieren, aber auch über untergehende Wörter.

Zum Letzteren zuerst: Was ein Dutzend ist, kennen wohl noch die meisten. Es bezeichnet eine Stückzahl von zwölf, also z.B. 12 Eier. Heute werden Eier meist zu zehnt oder im halben Dutzend verkauft. Was ein Schock, ein Gros und ein Maß (hier die Mengenangabe) sind, wissen nur noch wenige. Es hat alles mit der Basis 12 zu tun: ein Schock sind 5 Dutzend (5 x 12 = 60), ein Gros zwölf Dutzend (12 x 12 = 144 oder 122) und ein Maß zwölf Gros (12 x 144 = 1728 oder 123).

Damit wären wir bei Zahlensystemen. Wir benutzen heute im Alltag das Dezimalsystem mit der Basis 10 und den Ziffern 0 bis 9. Computer arbeiten mit dem Binär- bzw. Dualsystem und kennen nur 0 und 1 (Schalter aus/Schalter an). Damit wir als Menschen diesem Gewirr aus Nullen und Einsern noch folgen können, haben wir das Hexadezimalsystem (0–9 + A-F) dem Binärsystem gewissermaßen übergestülpt. Binär 1111 entspricht dezimal 15 und hexadezimal F. Das Zahlensystem mit der Basis 12 gibt es natürlich auch: das Duodezimalsystem. Das angelsächsische Längenmaß Fuß kennt bekanntlich 12 Zoll. Aber genug …

Kurz zurück zu diesem Blog: In diesen zwölf Jahren habe ich inzwischen über 3300 Beiträge gepostet (mit diesem hier genau 277 Dutzend); früher mehr, zuletzt dann weniger. Aber immer noch. Wenn wir so in die Weltgeschichte blicken, dann kann uns zz. nur das kalte Grau(s)en überkommen. Da erscheint selbst mir manchmal alles so sinnlos, wenn der ‚Virus des Irrsinns‘ um sich greift. Aber irgendwie werden wir auch das überstehen. Noch ist die Vernunft in Überzahl und wird es bleiben.

Willi mit Hut

Jenen, die immer wieder einen Blick in dieses mein Geschreibsel hineinwerfen, sei gedankt. Ohne Euch wäre es ja ziemlich sinnlos. So ganz aus dieser Welt scheine ich also nicht zu sein. Und ich werde es wohl auch noch einige Zeit bleiben (IN, nicht AUS der Welt!) …
Nochmals vielen Dank fürs Lesen!
Euer Willi

Internetfasten

Da bin ich wieder. Über zwei Wochen habe ich gewissermaßen internetgefastet und dabei neben den sozialen Netzen auch meinen Blog hier ‚vernachlässigt‘. So habe ich in meinem Osterurlaub die Beine hochgelegt, das eine und andere bisher liegengebliebene, interessante Buch gelesen – und u.a. Facebook Facebook sein lassen.

Öffentlich-rechtliche Mediatheken – Filme sehen und herunterladen

Seit drei Wochen surfe ich mit meiner Familie mit Highspeed im Internet. Wie erwähnt, macht VDSL nur Sinn, wenn man größere Datenmenge aus dem oder ins Netz transportiert. Das kommt z.B. vor, wenn man wie mein Sohn Online-Spiele mit hochauflösender Grafik spielt – oder wie ich die Mediatheken der TV-Sender zu nutzen trachtet.

Als alter Tatort-Fan interessieren mich natürlich die in der ARD Mediathek aufrufbaren Folgen dieser Krimi-Serie (die neueste ist immer mit dabei). Und auch das ZDF bietet in seiner Mediathek fast immer den TV-Film an, der gerade aktuell im Programm läuft. Oft möchte man den einen oder anderen Film auch gern herunterladen, denn die Filme sind zeitlich nur begrenzt verfügbar. Für beide Mediatheken gibt es im Internet eine Adresse download-mediathek.de, bei der man nur die entsprechende Adresse der ARD- oder ZDF-Seite mit dem entsprechenden Video eingeben muss und schon erhält man eine Übersicht der herunterladbaren Videos in ihrer unterschiedlichen Qualität. „Download“ drücken und los geht’s.

Etwas komplizierter ist es beim Sender arte und der dortigen Mediathek, in der oft wirklich hervorragende Filmwerke zu finden sind. So empfiehlt es sich gleich, auf MediathekView, einem kostenlosen Open-Source-Programm für Windows, OS X und Linux, zuzugreifen, „das das Angebot einer Vielzahl öffentlich-rechtlicher Fernsehsender durchsuchbar zusammenfasst. Die Freeware greift auf die Online-Mediatheken der Sender zu und listet deren Angebot filterbar auf. Mithilfe von Drittanbieter-Programmen lassen sich die Sendungen dann sogar herunterladen und auf der eigenen Festplatte archivieren.“

    MediathekView Version 10 (Stand: März 2016)

Der Download bei heise.de enthält bereits das Programm flvstreamer zum Speichern von Sendungen und ist für Windows und Mac geeignet. Ebenfalls an Bord ist die benötigte FFmpeg-Bibliothek. Will man aus MediathekView heraus die Filme betrachten, so wird der VLC Media Player von VideoLAN empfohlen, den man eigentlich schon längst auf seinem Rechner haben sollte.

Wichtig ist sicherlich zu wissen, dass es sich hierbei um eine JAVA-Anwendung handelt und daher eine Java Runtime Environment (Laufzeitumgebung, ein gesonderter Bereich im Arbeitsspeicher, den Java sich einrichtet) benötigt. Das klingt komplizierter als es ist und heißt nur, das JAVA auf dem Rechner installiert sein muss, was eigentlich der Fall sein sollte.

Beim ersten Start erfolgt die Zuordnung der Drittanbieter-Programme flvstreamer und VLC Media Player. Ist das okay, dann ist es eigentlich ziemlich einfach:

Den gewünschten Sender findet Ihr immer in der Spalte „Sender“. Darunter findet Ihr die Spalte „Thema“, die den übergeordneten Titel einer Sendereihe enthält. In der Spalte rechts davon findet Ihr den konkreten Titel einer Sendung. Markiert die Sendung, die Ihr herunterladen wollt, mit einem Linksklick, und drückt dann den orangefarbenen Record-Button, um den Download zu starten. Ihr könnt noch die gewünschte Auflösung wählen und das Downloadverzeichnis festlegen. Ein Klick auf „OK“ startet den Downloadvorgang.

Kleiner Tipp für Tatort-Fans: Das Programm MediathekView listet auch die aufrufbaren Sendungen des Schweizer Senders SRF auf. Der neueste Tatort hier ist in HDTV (720p) zu finden, während die ARD diese meist nur in 540p-Auflösung anbietet.