Kategorie-Archiv: Dies und das

Allgemeines zu Welt und Herd

God save the Queen King

Ja, die Queen ist tot, es lebe der König! Mit nun schon 73 Jahren besteigt Charles Philip Arthur George als Charles III. den Thron des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland und dürfte damit der älteste Thronfolger der britischen Geschichte sein. Ob es sich da lohnt, Münzen und Geldscheine mit seinem Konterfei zu versehen, ist fraglich. Sollte er aber so alt wie seine Mutter werden, dann stehen ihm immerhin noch 23 Jahre als König bevor. 😉

Ein letztes Marmeladen-Sandwich

In Erinnerung an Königin Elizabeth II., die am Donnerstag im Alter von 96 Jahren in Balmoral in Schottland gestorben war, hatten Menschen unter anderem Teddys und Marmeladenbrote abgelegt. Die ungewöhnlichen Mitbringsel sind eine Hommage an eine überraschende schauspielerische Einlage der Queen, die sich für einen Videoclip zu ihrem 70-jährigen Thronjubiläum in diesem Jahr mit dem animierten, aus Kinderbüchern und Filmen bekannten Paddington-Bären zum Tee getroffen hatte. Dazu gab es – ganz nach Paddingtons Geschmack – Marmeladen-Sandwiches. Sie habe immer eins in ihrer Handtasche dabei, verriet die Monarchin dem Bären – und zog prompt ein Sandwich aus ihrer feinen schwarzen Ledertasche hervor. Der Clip wurde erstmals zum Auftakt eines Konzerts mit etlichen britischen Stars gezeigt, das am Jubiläumswochenende Anfang Juni in London stattfand. Die Menschenmassen vor dem Buckingham-Palast zollten der Queen mit großem Jubel und Applaus Anerkennung für ihre schauspielerischen Qualitäten – in den sozialen Medien ging das Video viral:

‚Sascha‘ für den Friedensnobelpreis

Eigentlich sollte der Stählerne Josef-StalinOrden am blutbefleckten Band 2020 an den Präsidenten von Belarus, Alexander Lukaschenko, genannt ‚Sascha‘, für sein Vorgehen bei der Präsidentenwahl gehen, die er in vorbildlicher Manier zu seinen Gunsten gefälscht hatte. Womit aber keiner gerechnet hatte: Das Volk ging zu Hunderttausenden auf die Straße, um gegen ihn zu protestieren. Sollte ‚Sascha‘ etwa geschwächeln haben?

Nun ein Jahr später, 2021, zeigte sich seine Stärke und Durchsetzungskraft: Lukaschenko ging gegen die rebellierende Opposition in seinem Land im Sinne des Stalinismus vor. Bürgerinnen und Bürger, die im Verdacht standen, der Opposition zuzuspielen, wurden verhaftet und die Verhöre waren geprägt von demütigenden Durchsuchungen, Schlafentzug, Prügel, Hunger, Durst und Einschüchterungen. Nach kurzem Prozess wurden viele zu jahrelangen Strafen in Straflager ‚verschickt‘. Da gab es Entführungen, das ‚Vorführen‘ von Gefangenen in aller Öffentlichkeit, Schauprozesse. Jeder Anflug von Andersdenken wurde im Keim erstickt. – Bemerkenswert ist dabei besonders der Kult, der um seine Person gemacht wird, ganz Stalin-like: „Batka“ („Papa“), wie sich Lukaschenko gern nennen lässt, hatte kein Erbarmen. So bestraft ein ‚Vater‘ seine unartigen Kinder!

Stalin-Orden 2020 oder 2021 für Alexander Lukaschenko?
Stalin-Orden 2020 oder 2021 für Alexander Lukaschenko?

In diesem Jahr aber sieht die Welt plötzlich ganz anders aus. ‚Sascha‘ wird für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, denn ungeachtet seiner Vergehen gegen die Menschlichkeit und trotz seiner dem Stalinismus nahe kommenden Maßnahmen, hat Lukaschenko sein Volk vor einem Krieg bewahrt, der jetzt über die Ukraine eingebrochen ist. Wie das?

Lukaschenko und die russische Mücke: Puh, noch einmal gut gegangen
Lukaschenko und die russische Mücke: Puh, noch einmal gut gegangen

Wäre nämlich Swetlana Tichanowskaja als Siegerin der Präsidentschaftswahl 2020 in Belarus ausgerufen worden, dann hätte sie mit Herrn Putin (immerhin Träger des Stählernen Josef-Stalin-Orden am blutbefleckten Band 2022) ähnliche Probleme wie jetzt Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, wegen dem der Herr Putin immerhin einen Krieg vom Zaune brach. ‚Sascha‘ zeigte sich dem russischen Herrscher möglichst loyal und als guter Vasall, auch wenn er nicht immer das machte, was ihm aus dem Kreml befohlen wurde. Auf jeden Fall konnte er verhindern, dass die russische Armee statt wie jetzt in die Ukraine zunächst in Belarus einmarschiert ist. Okay, von Belarus aus zogen Putins Horden gen Kiew, der ukrainischen Hauptstadt. Aber ohne weitere militärische Unterstützung von Belarus.

Das Volk von Belarus ist so von einem Überfall von russischer Seite her verschont geblieben und sollte dafür äußerst dankbar sein. Ein Grund somit, ‚Sascha‘ für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen.Ja, ‚Sascha‘ ist ein wahrer ‚Batka‘.

Maskenball und Feuerwerk

Private Feuerwerke sind verboten. Mit Maskenbällen ist es morgen an Silvester auch eher mau. So bleiben wir brav zu Hause, gönnen uns dort ein Tischfeuerwerk, tragen Pappnase und Glitzerhütchen … und gucken vielleicht einen dieser drei, zwar in die Jahre gekommenen, aber immer wieder gern gesehenen Filme, die immerhin eines gemeinsam haben: In ihnen kommt ein Maskenball und ein Feuerwerk vor. Beides spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle!

Gehe ich chronologisch vor. Zunächst ist da ein Film von
Jacques TatiDie Ferien des Monsieur Hulot (1953)

Es folgt
Alfred HitchcockÜber den Dächern von Nizza (1955)

und zuletzt
Blake EdwardsDer Rosarote Panther (1963)

Die Ferien des Monsieur Hulot aus dem Jahr 1953 ist der zweite Spielfilm des französischen Regisseurs Jacques Tati und funktioniert wie ein Stummfilm: Es fallen kaum Worte, die zudem in den verschiedenen Sprachen der Gäste − Französisch, Deutsch und Englisch − gesprochen werden. Der Protagonist Monsieur Hulot (Jacques Tati himself) spricht nur ein Wort, nämlich seinen Namen Hulot. – In einem kleinen bretonischen Badeort verleben die unterschiedlichsten Menschen ihre Ferien – neben Franzosen urlauben dort Engländer, Schweizer und Deutsche. Während die übrigen Gäste ihren Vergnügungen wie Schwimmen, Tennis, Kartenspiel und Gemeinschaftsabenden nachgehen, verursacht ein Gast, Monsieur Hulot, unbeabsichtigt eine Turbulenz nach der anderen. – Der Film wurde zwar in Farbe gedreht, ist aber dann als Schwarz-Weiß-Film erschienen.

Jacques Tati: Die Ferien des Monsieur Hulot (1953) - © Les Films de Mon Oncle
Jacques Tati: Die Ferien des Monsieur Hulot (1953) – © Les Films de Mon Oncle

Über den Dächern von Nizza (Originaltitel: To Catch a Thief) ist ein US-amerikanischer Thriller von Alfred Hitchcock, der auf dem gleichnamigen Roman von David Dodge basiert. Der Film wurde von Mai bis August 1954 gedreht und im Jahr 1955 veröffentlicht. – Ein Juwelendieb treibt an der französischen Riviera sein Unwesen. John Robie (Cary Grant), vor dem Zweiten Weltkrieg berüchtigter Juwelendieb (bekannt als die Katze), wird verdächtigt, da der Dieb seine alte Methode kopiert.

    Über den Dächern von Nizza (To Catch a Thief): Cary Grant neben Alfred Hitchcock
    Über den Dächern von Nizza (To Catch a Thief): Cary Grant neben Alfred Hitchcock

Der rosarote Panther (Originaltitel: The Pink Panther) ist eine unter der Regie von Blake Edwards im Jahr 1963 entstandene Kriminalkomödie, der eine Reihe weiterer Pink-Panther-Filme folgte. Im Mittelpunkt des Films stehen ein überdurchschnittlich großer Diamant, der aufgrund seines rosaroten Schimmers und eines kleinen Schattens in der Mitte, der einem springenden Panther ähnelt, der „rosarote Panther“ genannt wird, sowie ein englischer Meisterdieb, genannt „Das Phantom“, hinter dem sich der britische Adelige Sir Charles Lytton verbirgt. Die Protagonisten treffen in dem italienischen Wintersportort Cortina d’Ampezzo aufeinander. Die Eigentümerin des Diamanten, Prinzessin von Lugasch, Dala, verbringt dort ihren Winterurlaub. Sir Charles ist vor Ort, um die Gelegenheit zu nutzen, den Diamanten zu stehlen. Inspektor Clouseau (Peter Sellers) ist in Begleitung seiner Frau anwesend, um gegebenenfalls das Phantom zu schnappen.

    Inspektor Clouseau (Peter Sellers)
    Inspektor Clouseau (Peter Sellers)

Wie auch immer Ihr den Jahreswechsel verbringt: Ich wünsche Euch schon heute ein gutes neues Jahr 2022 – bleibt gesund, lasst Euch nicht ärgern und überhaupt: Viel Erfolg bei all Euren Unternehmungen!

Dörsam vs. Aldag – Stichwahl um das Bürgermeisteramt in der Samtgemeinde Tostedt

Neben der Bundestagswahl entscheidet sich am Sonntag (26.09.2021) in einer Stichwahl zwischen Dr. Peter Dörsam als unabhängiger Kandidat und Amtsinhaber sowie Rolf Aldag (CDU), wer in der Samtgemeinde Tostedt für die kommenden Jahre Bürgermeister sein wird. Wer seine auch für die Stichwahl gültige Wahlbenachrichtigung bereits entsorgt hat, kann sich auch mit dem Personalausweis verifizieren.

Rolf Aldag wirbt mit dem Slogan: Neue Energie! Und begründet das wie folgt: „Neue Energie bedeutet auch, dass wir die Klimakrise und Co2-Reduzierung durch neue Formen der Energiegewinnung und Mobilität lösen.“ Weiter: „Mit Klimakrise, Energiewandel und Digitalisierung beschäftige ich mich als Mitglied in der EWE Verbandsversammlung und als Sprecher des EWE-Netzbeirates.“

Der Slogan klingt für mich wie ein Werbespruch für ein Energieunternehmen. Ich finde ihn irritierend und daher eher unpassend für einen Kandidaten. Aber jedem das Seine. Dass ein Bürgermeister wenig direkten Einfluss auf die Klimakrise, damit auf den Energiewandel und die Digitalisierung hat, sollte Herrn Aldag bekannt sein. Da mag er innerhalb des Energieunternehmens EWE sicher mehr erreichen. Von daher findet ich es irreführend, diesen sicherlich im Wahlkampf um den Bundestag angebrachteren Themenkreis auf kommunale Politik anzuwenden. Aber es klingt nun einmal so schön, wenn sich ein Politiker die aktuellen Fragen auf die Fahne schreibt. Als CDU-Politiker weiß er, das seine Partei in Umweltfragen weit hinter einer grüner Politik hinterherhinkt, auch wenn der CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet sich diesen Themen – zumindest verbal im Wahlkampf – anzunehmen scheint. Dass Herr Aldag Finanzierungsberater ist, lasse ich lieber unkommentiert.

Seit dem 1. November 2014 ist Herr Dr. Peter Dörsam im Amt und hat nicht nur nach meiner Meinung einen guten Job gemacht. Wie bei der Wahl vor sieben Jahren so werde ich auch diesmal Herrn Dörsam wählen. In vielen Fragen und bei Problemen konnten sich Bürger direkt an ihn wenden und wurden nicht mit Phrasen, sondern mit konkreter Hilfe bedient. Vielen Dank dafür!

    Dr. Peter Dörsam – Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt
    Dr. Peter Dörsam – Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt

Entgegen seinem Vorgänger von der CDU hat er es geschafft, dass das Freibad endlich erneuert wurde. Auch in vielen anderen Dingen hat Herr Dörsam in seiner bisherigen Amtszeit vieles erreicht bzw. angestoßen. Lesen wir die Programme der beiden Herren, dann decken sich diese in vielen Punkten. Warum also das Wagnis riskieren, einen Politiker wie Herrn Aldag zum Bürgermeister zu machen, wenn wir mit dem alten, Herrn Dörsam, zufrieden sein können.

Ich empfehle bei der Wahl des Bürgermeisters der Samtgemeinde Tostedt am Sonntag: Dr. Peter Dörsam

Ab in die Lüneburger Heide 2021 – Schafe und Ziegen

Es ist wieder soweit: Die Heide blüht! Wer gewissermaßen so nah im Grünen (in diesem Fall: im Violetten) lebt, der braucht in Zeiten des Coronavirus nicht unbedingt in die Weite schweifen. Es ist von uns ein Hasensprung (Schafsprung?) bis Höpen/Schneverdingen zum Heidegarten, der jetzt in voller Blüte steht.

Heidepark in Höpen/Schneverdingen
Heidepark in Höpen/Schneverdingen

Und in der Nähe gibt es viele Möglichkeiten, sich zu stärken. Diesmal waren wir im Cafe „De Kaffeestuuv“, das riesige Torten- und Kuchenstücke zu annehmbaren Preisen bietet. Scheint die Sonne wie bei uns, dann sitzt man im Freien und genießt die Zeit auch hier.

Vor einem Jahr Ende August schrieb ich in diesem Blog:

Ja, die Heide blüht … Aber wann blüht die Heide nun eigentlich? Die Besenheide (Calluna Vulgaris) blüht von August bis September. Dann wird die Landschaft in ein kräftiges Violett getaucht und entwickelt ihre ganz besondere Anziehungskraft. Eine Faustregel sagt, dass die Besenheide vom 08.08. bis zum 09.09. blüht. Aber natürlich kann die Blüte auch mal früher oder später einsetzen. Die weniger verbreitete Glockenheide blüht bereits ab Juli. Die Intensität der Blüte hängt von den Wetterbedingungen ab und kann von Jahr zu Jahr variieren.

Diesmal hatten wir das Glück, einer Herde von Heidschnucken und Ziegen zu begegnen:

Heidschnuckenherde mit Ziegen
Heidschnuckenherde mit Ziegen

Der Schäfer hielt sich im Schatten und ruhte entspannt auf seinem Hütestock, während die Herde sich am frischen Gras gütlich tat.

… auch ein 'guter Hirte' braucht ein Päuschen!
… auch ein ‚guter Hirte‘ braucht ein Päuschen!

Neben Heidepflanzen und Schafe bietet die Lüneburger Heide natürlich auch noch etwas mehr für den Erholungssuchenden, z.B.:
Wildpark Lüneburger Heide in Nindorf-Hanstedt
Sommerferien 2012 in der Lüneburger Heide
Herbsturlaub 2015: Büsenbachtal/Lüneburger Heide
Heide-Himmel – Baumwipfelpfad Nindorf (Lüneburger Heide)

… und siehe auch: Theodor Storm: Über die Heide

Kurz und spitz (13): Diskretionszonen

Gestern, am 26. August, war der Tag des Toilettenpapiers. Und wie unentbehrlich dieses ist, haben im letzten Jahr, als das Coronavirus begann, unseren Alltag zunehmend zu bestimmen, die allerdings unnötigen Hamsterkäufe gezeigt. Urplötzlich waren die Regale leer, in denen das Toilettenpapier zum Kauf angeboten wird.

Wo bleibt das Scheißhauspapier
Wo bleibt das Scheißhauspapier

    Ich vermisse Diskretionszonen wie am Bankschalter. Klopapier ist schließlich eine äußerst intime Angelegenheit. Ich spüre, wie mich ihre Blicke durchbohren: Dieses Kackschwein, denken sie, der geht damit nach Hause, kackt und wischt sich mit dem Kackpapier auch noch seinen Kackarsch ab. Das ist so ekelhaft!
    Uli Hannemann: Gottgleicher Kackarsch

Es kann mit Diskretionszonen auch übertrieben werden: Was fürs Toilettenpapier gilt, wird eher für andere Hygieneartikel gültig sein, ich denke da z.B. an Kondome. Andere spezielle Artikel werden meist auch in eigens dafür eingerichtete Geschäfte angeboten. Da sind die Interessenten gewissermaßen unter sich. Und in Zeiten des Internets kann vieles auch online gestellt werden. Allerdings kann genau das auch in die Hose gehen: Google & Co. is watching you!

    Zu Hause bin ich dort, wo ich beim Pullern die Klotür offen lasse. Und in der Öffentlichkeit gelten andere Regeln: Nicht popeln, Hand aus der Hose, Tür zu uff Klo!
    Lea Streisand

Oft fühle ich mich im eigenen Heim nicht unbedingt zu Hause. Irgendeine(r) hat immer etwas zu meckern: Tür zu!

Es muss nicht immer amazon sein: Bücher und mehr bei ihrem lokalen Buchhändler ONLINE bestellen – selbst abholen oder nach Hause liefern lassen



Der letzte Mohikaner

Ja, wahrscheinlich bin ich zu dusselig, um mich impfen zu lassen. Seit dem 26. April sind auch Übersechzigjährige ‚priorisiert‘. Ich mit meinen schlappen 67 Lenzen auf dem Buckel sollte also dazu gehören. Dann wurde das Ganze um zwei Wochen verschoben. Immerhin konnten ab diesem Termin dann auch Hausärzte impfen, soweit Impfstoff überhaupt vorhanden war. Von offizieller Seite wurde darauf hingewiesen, dass sich die Impfwilligen möglichst nicht bei ihrem Hausarzt telefonisch melden sollten, um eine Überlastung zu vermeiden. Die Ärzte würden sich schon melden … Ich Trottel habe also meinen Hausarzt nicht konsultiert, um dann bald hören zu müssen, dass der bereits eine viele Seiten umfängliche Warteliste hatte.

Meine Frau wurde bei ihrer Frauenärztin geimpft (inzwischen auch schon zum 2. Mal). Diese bot ihr an, auch mich, ihren Ehegatten, zu impfen. Inzwischen etwas schlauer geworden, meldete ich mich dann auch online beim Impfzentrum bei uns in der Nähe, in Buchholz an. Das Ist jetzt alles bereits über fünf Wochen her, denn der Landesregierung hier in Niedersachsen fiel ein, die Erstimpfungen erst einmal auf Eis zu legen und die Zweitimpfungen vorzuziehen. Ist ja auch okay so.

Aber jetzt wurde die Priorisierung in ‚meinem‘ Bundesland aufgehoben. Die Hausärzte werden sich freuen: Die Telefonleitungen dürften ‚glühen‘. Und ich bin weiterhin in zwei Warteschlangen und warte und warte und warte.

Inzwischen hat sich am 25. Mai auch das Impfzentrum in Buchholz erneut gemeldet – mit dem gleichen Wortlaut wie zuvor wurde mir mitgeteilt, dass ich auf der Warteliste stände und mich noch gedulden darf.

Warten aufs Impfen ...
Warten aufs Impfen …

Zur Info: Meine Frau, der jüngste meiner zwei Söhne und die Freundin meines ältesten Sohnes sind inzwischen zum 2. Mal geimpft. Der ältere Sohn und die Freundin des jüngeren Sohnes sind immerhin schon zum 1. Mal geimpft. Ich bin also der letzte der Mohikaner!

Mir ist es eigentlich egal. Und ich habe nichts dagegen, wenn Jüngere als ich, geimpft werden. Ich denke vor allem an die Jugend, die Schülerinnen und Schüler – und auch an die Studentinnen und Studenten. Aber warum das ganze Gezetere um Prioritäten, wenn sich doch keine Sau daran hält. Und auch ich möchte gern in Urlaub … (Schnelltests hin und Schnelltests her …)!

Ganz im Zeichen einer FPP2-Maske (Grün ist die Hoffnung!)
Ganz im Zeichen einer FPP2-Maske (Grün ist die Hoffnung!)

Und wenn ich dann höre und sehe, wie der Bundesgesundheitsminister unsere Steuergelder für unbrauchbare Masken verbrät – und das in Milliardenhöhe, dann bekomme ich einen dicken Hals (nicht vom Coronavirus).

Bleibt gesund! Auch mein Tag wird kommen … 😉

Nachtrag: Kein Witz: Am Montag (14.06.2021) bekam ich für den folgenden Dienstag (15.06.2021) einen ersten Impftermin bei der Frauenärztin meiner Ehefrau. Heute bin ich also erstgeimpft. Und die 2. Impfung (übrigens mit dem Impfstoff von Biontech) bekomme ich am 26.07.2021. Ich gehöre also ab 10.08.2021 (Weltlöwentag!) zu den Glücklichen, die wieder ohne weitere Tests am ‚Öffentlichen Leben‘ teilnehmen dürfen.

Und wie es so kommt: Heute bekam ich über das Impfportal des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums (obwohl mir gestern erneut per E-Mail mitgeteilt wurde, das ich zwar auf der Warteliste stehe, aber ein Termin noch nicht in Sicht ist …) ebenfalls Termine für die Erst- (28.06.2021) und Zweitimpfung (20.09.2021) im Impfzentrum Buchholz/Nordheide. Impfstoff: AstraZeneca. Etwas zu spät! Diese beiden Termine habe ich natürlich gleich storniert.

Geht doch …?!

Muntermachergebet

Ich hoffe, es wird nicht als Blasphemie ausgelegt, wenn analog dem Vaterunser dem morgendlichen Muttermacher gehuldigt wird: dem frisch gebrühten Kaffee, der Tass‘ Kaff‘, wie wir hier im hohen Norden auch sagen.

Muntermachergebet
Muntermachergebet

Da wir schon im hohen Norden sind: Da gibt es natürlich einen Landstrich, in dem vor allem der Tee gepriesen wird: Ostfriesland! Nun, ich bin sowohl Kaffee- wie Teetrinker (in diesem Fall ein Und-Typ). Auf der Arbeit hatte ich gern Tee getrunken (ich spreche hier vom schwarzen Tee), da die Muntermachereigenschaft bei Tee langsamer kommt, dafür aber auch länger anhält. Kaffee trinke ich gern am Nachmittag zu Kuchen oder ähnlichem. Mein heutiger Alltag beginnt sowohl mit einem Becher Kaffee als einer Kanne Tee (Kaffee zum Muntermachen, Tee als Tagesgetränk, meist auch grüner Tee).

Ich weiß nicht wie lange, aber es müssen schon 40 Jahre sein, dass meine Frau und ich Kunden bei einem Versand für Tee und Kaffee (und noch vielen anderen Leckereien wie Gebäck, Lebensmittel für den Gourmet, Spirituosen usw.) sind, der vor nun 100 Jahren in Bremen gegründet wurde: Paul Schrader & Co., früher auch kurz Tee-Schrader genannt:



Hier gibt es wirklich Tee, Kaffee und die vielen anderen leckeren Sachen nur vom Feinsten. Ich kann diesen Versandhandel nur wärmstens empfehlen. Wer sich hin und wieder etwas Gutes für Leib und Seele gönnen möchte, ist hier genau richtig.

Wie mein Tag beginnt …

Ich habe keine Ahnung, wie viele Doppelzentner Haferflocken ich in meinem Leben bereits verzehrt habe. Schon als Kind habe ich morgens, bevor ich zur Schule ging, meine Haferflocken mit Kakao und Milch gegessen. Später erweiterte sich die Palette der Zutaten.

MyMuesli ist Williz Müesli
MyMuesli ist Williz Müesli

Werktags beginnt bei mir der Tag heute (nach Aufstehen und Duschen) mit einem kräftigen Müsli. Gern auch esse ich die schottische Variante eines Haferbreis, ein gehaltvolles Porridge (schottisch-gälisch: brochan – ich bin nun einmal Schottland-Fan). Dabei bin ich mehr der ‚fruchtige Typ‘, d.h. mein Müsli bzw. Porridge muss viel Frucht enthalten. Am liebsten in Form von Beeren (z.B. Him-, Brom-, Heidel- oder Erdbeeren). Andere mögen es wohl mehr schokoladig.



MyMuesli 2 go – einfach probieren!

Nun ich habe manche Art eines Müslis probiert. Da gibt es die Mutter aller Müslis, das Bircher-Müsli. Aber inzwischen ist das Angebot an Müsli bzw. Porridge dermaßen umfangreich, so dass die Wahl fast zur Qual wird. Natürlich kann man ein Müsli auch selbst erstellen: Haferflocken oder andere Getreideflocken, Früchte der Saison, vielleicht Nüsse und/oder Schokoladenraspel. Versüßen kann man es z.B. mit Honig oder Ahornsirup.


Undank Coronavirus habe ich mir nun u.a. einen Sechserpack MyMuesli 2 go zusenden lassen. Die Auswahl an Müslis und Porridges (aber es gibt noch einiges mehr: Snacks, Bowls, Fruit Shakes und auch Babynahrung) ist wirklich enorm. Und je nach Saison kommen immer neue Variationen hinzu. Auf den ersten Blick sind die Produkte nicht gerade billig. Aber Qualität hat seinen Preis. Und die Zutaten sind vom Feinsten und vielfältig. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Ein Tag mit einem gesunden, wohlschmeckenden Müsli am Morgen vertreibt vielleicht nicht Kummer und Sorgen, aber verheißt zumindest einen guten Start! Ich esse mein Müsli übrigens mit Haferdrink statt Kuhmilch. Dazu bereitet ich mir eine Kanne grünen Tee (für den weiteren Morgen) und einen großen Becher Kaffee (zum Wachwerden) zu. Bei unserem Obsthändler auf dem Wochenmarkt kaufe ich Apfelsaft, der mit den verschiedensten anderen Ostsorten gemischt ist (Him- oder Brombeere, Aronia, auch Zwetschge und Fliederbeere), und trinke davon zum Müsli ein Glas.

So kann der Tag kommen! 😉

Meisterfeier oder was …?!

Ist ja schön, dass Ihr Euren Arsch doch noch gerettet habt und ein weiteres Jahr in der obersten Fußballliga vertreten seid. Natürlich ist das ein Anlass, auch ein wenig zu feiern. Aber muss es so aussehen, als wärt Ihr gerade deutscher Meister geworden? Schämen solltet Ihr euch für so eine miese Saison …

SV Werder Bremen im Juli 2020: Meisterfeier oder was?!
SV Werder Bremen im Juli 2020: Meisterfeier oder was?!

Ostergeschenk zu Corona-Zeiten

Unsere Vorratskammer ist noch gut gefüllt, auch mit Klopapier. Und das ohne Hamstern. So sind wir in der Lage, einige Rollen von dem in diesen Tagen heiß begehrten Papier ‚abzugeben‘. Da Ostern vor der Türe steht, so ist meiner Frau etwas ganz Witziges eingefallen: Osterhasen der besonderen Art:

Österlichre Hase mit Klopapierreserve
Österlicher Hase mit Klopapierreserve

Für diese Osterhasen nehme man einen Tontopf mittlerer Größe, einen Edding schwarzer Farbe, etwas Deckweiß, braunes Moosgummi für die Hasenohren, schwarzes Krepppapier (oder Ähnliches), eine Serviette mit österlichem Motiv – und natürlich eine Rolle Klopapier. … and Bob is your uncle! Oder wie der Berliner sagt: Fertig ist die Laube!

Da kann ich nur fröhliches Basteln in misslichen Coronazeiten wünschen. Und bleibt alle gesund!