Kategorie-Archiv: Dies und das

Allgemeines zu Welt und Herd

Der letzte Mohikaner

Ja, wahrscheinlich bin ich zu dusselig, um mich impfen zu lassen. Seit dem 26. April sind auch Übersechzigjährige ‚priorisiert‘. Ich mit meinen schlappen 67 Lenzen auf dem Buckel sollte also dazu gehören. Dann wurde das Ganze um zwei Wochen verschoben. Immerhin konnten ab diesem Termin dann auch Hausärzte impfen, soweit Impfstoff überhaupt vorhanden war. Von offizieller Seite wurde darauf hingewiesen, dass sich die Impfwilligen möglichst nicht bei ihrem Hausarzt telefonisch melden sollten, um eine Überlastung zu vermeiden. Die Ärzte würden sich schon melden … Ich Trottel habe also meinen Hausarzt nicht konsultiert, um dann bald hören zu müssen, dass der bereits eine viele Seiten umfängliche Warteliste hatte.

Meine Frau wurde bei ihrer Frauenärztin geimpft (inzwischen auch schon zum 2. Mal). Diese bot ihr an, auch mich, ihren Ehegatten, zu impfen. Inzwischen etwas schlauer geworden, meldete ich mich dann auch online beim Impfzentrum bei uns in der Nähe, in Buchholz an. Das Ist jetzt alles bereits über fünf Wochen her, denn der Landesregierung hier in Niedersachsen fiel ein, die Erstimpfungen erst einmal auf Eis zu legen und die Zweitimpfungen vorzuziehen. Ist ja auch okay so.

Aber jetzt wurde die Priorisierung in ‚meinem‘ Bundesland aufgehoben. Die Hausärzte werden sich freuen: Die Telefonleitungen dürften ‚glühen‘. Und ich bin weiterhin in zwei Warteschlangen und warte und warte und warte.

Inzwischen hat sich am 25. Mai auch das Impfzentrum in Buchholz erneut gemeldet – mit dem gleichen Wortlaut wie zuvor wurde mir mitgeteilt, dass ich auf der Warteliste stände und mich noch gedulden darf.

Warten aufs Impfen ...
Warten aufs Impfen …

Zur Info: Meine Frau, der jüngste meiner zwei Söhne und die Freundin meines ältesten Sohnes sind inzwischen zum 2. Mal geimpft. Der ältere Sohn und die Freundin des jüngeren Sohnes sind immerhin schon zum 1. Mal geimpft. Ich bin also der letzte der Mohikaner!

Mir ist es eigentlich egal. Und ich habe nichts dagegen, wenn Jüngere als ich, geimpft werden. Ich denke vor allem an die Jugend, die Schülerinnen und Schüler – und auch an die Studentinnen und Studenten. Aber warum das ganze Gezetere um Prioritäten, wenn sich doch keine Sau daran hält. Und auch ich möchte gern in Urlaub … (Schnelltests hin und Schnelltests her …)!

Ganz im Zeichen einer FPP2-Maske (Grün ist die Hoffnung!)
Ganz im Zeichen einer FPP2-Maske (Grün ist die Hoffnung!)

Und wenn ich dann höre und sehe, wie der Bundesgesundheitsminister unsere Steuergelder für unbrauchbare Masken verbrät – und das in Milliardenhöhe, dann bekomme ich einen dicken Hals (nicht vom Coronavirus).

Bleibt gesund! Auch mein Tag wird kommen … 😉

Nachtrag: Kein Witz: Am Montag (14.06.2021) bekam ich für den folgenden Dienstag (15.06.2021) einen ersten Impftermin bei der Frauenärztin meiner Ehefrau. Heute bin ich also erstgeimpft. Und die 2. Impfung (übrigens mit dem Impfstoff von Biontech) bekomme ich am 26.07.2021. Ich gehöre also ab 10.08.2021 (Weltlöwentag!) zu den Glücklichen, die wieder ohne weitere Tests am ‚Öffentlichen Leben‘ teilnehmen dürfen.

Und wie es so kommt: Heute bekam ich über das Impfportal des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums (obwohl mir gestern erneut per E-Mail mitgeteilt wurde, das ich zwar auf der Warteliste stehe, aber ein Termin noch nicht in Sicht ist …) ebenfalls Termine für die Erst- (28.06.2021) und Zweitimpfung (20.09.2021) im Impfzentrum Buchholz/Nordheide. Impfstoff: AstraZeneca. Etwas zu spät! Diese beiden Termine habe ich natürlich gleich storniert.

Geht doch …?!

Muntermachergebet

Ich hoffe, es wird nicht als Blasphemie ausgelegt, wenn analog dem Vaterunser dem morgendlichen Muttermacher gehuldigt wird: dem frisch gebrühten Kaffee, der Tass‘ Kaff‘, wie wir hier im hohen Norden auch sagen.

Muntermachergebet
Muntermachergebet

Da wir schon im hohen Norden sind: Da gibt es natürlich einen Landstrich, in dem vor allem der Tee gepriesen wird: Ostfriesland! Nun, ich bin sowohl Kaffee- wie Teetrinker (in diesem Fall ein Und-Typ). Auf der Arbeit hatte ich gern Tee getrunken (ich spreche hier vom schwarzen Tee), da die Muntermachereigenschaft bei Tee langsamer kommt, dafür aber auch länger anhält. Kaffee trinke ich gern am Nachmittag zu Kuchen oder ähnlichem. Mein heutiger Alltag beginnt sowohl mit einem Becher Kaffee als einer Kanne Tee (Kaffee zum Muntermachen, Tee als Tagesgetränk, meist auch grüner Tee).

Ich weiß nicht wie lange, aber es müssen schon 40 Jahre sein, dass meine Frau und ich Kunden bei einem Versand für Tee und Kaffee (und noch vielen anderen Leckereien wie Gebäck, Lebensmittel für den Gourmet, Spirituosen usw.) sind, der vor nun 100 Jahren in Bremen gegründet wurde: Paul Schrader & Co., früher auch kurz Tee-Schrader genannt:



Hier gibt es wirklich Tee, Kaffee und die vielen anderen leckeren Sachen nur vom Feinsten. Ich kann diesen Versandhandel nur wärmstens empfehlen. Wer sich hin und wieder etwas Gutes für Leib und Seele gönnen möchte, ist hier genau richtig.

Wie mein Tag beginnt …

Ich habe keine Ahnung, wie viele Doppelzentner Haferflocken ich in meinem Leben bereits verzehrt habe. Schon als Kind habe ich morgens, bevor ich zur Schule ging, meine Haferflocken mit Kakao und Milch gegessen. Später erweiterte sich die Palette der Zutaten.

MyMuesli ist Williz Müesli
MyMuesli ist Williz Müesli

Werktags beginnt bei mir der Tag heute (nach Aufstehen und Duschen) mit einem kräftigen Müsli. Gern auch esse ich die schottische Variante eines Haferbreis, ein gehaltvolles Porridge (schottisch-gälisch: brochan – ich bin nun einmal Schottland-Fan). Dabei bin ich mehr der ‚fruchtige Typ‘, d.h. mein Müsli bzw. Porridge muss viel Frucht enthalten. Am liebsten in Form von Beeren (z.B. Him-, Brom-, Heidel- oder Erdbeeren). Andere mögen es wohl mehr schokoladig.



MyMuesli 2 go – einfach probieren!

Nun ich habe manche Art eines Müslis probiert. Da gibt es die Mutter aller Müslis, das Bircher-Müsli. Aber inzwischen ist das Angebot an Müsli bzw. Porridge dermaßen umfangreich, so dass die Wahl fast zur Qual wird. Natürlich kann man ein Müsli auch selbst erstellen: Haferflocken oder andere Getreideflocken, Früchte der Saison, vielleicht Nüsse und/oder Schokoladenraspel. Versüßen kann man es z.B. mit Honig oder Ahornsirup.


Undank Coronavirus habe ich mir nun u.a. einen Sechserpack MyMuesli 2 go zusenden lassen. Die Auswahl an Müslis und Porridges (aber es gibt noch einiges mehr: Snacks, Bowls, Fruit Shakes und auch Babynahrung) ist wirklich enorm. Und je nach Saison kommen immer neue Variationen hinzu. Auf den ersten Blick sind die Produkte nicht gerade billig. Aber Qualität hat seinen Preis. Und die Zutaten sind vom Feinsten und vielfältig. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Ein Tag mit einem gesunden, wohlschmeckenden Müsli am Morgen vertreibt vielleicht nicht Kummer und Sorgen, aber verheißt zumindest einen guten Start! Ich esse mein Müsli übrigens mit Haferdrink statt Kuhmilch. Dazu bereitet ich mir eine Kanne grünen Tee (für den weiteren Morgen) und einen großen Becher Kaffee (zum Wachwerden) zu. Bei unserem Obsthändler auf dem Wochenmarkt kaufe ich Apfelsaft, der mit den verschiedensten anderen Ostsorten gemischt ist (Him- oder Brombeere, Aronia, auch Zwetschge und Fliederbeere), und trinke davon zum Müsli ein Glas.

So kann der Tag kommen! 😉

Meisterfeier oder was …?!

Ist ja schön, dass Ihr Euren Arsch doch noch gerettet habt und ein weiteres Jahr in der obersten Fußballliga vertreten seid. Natürlich ist das ein Anlass, auch ein wenig zu feiern. Aber muss es so aussehen, als wärt Ihr gerade deutscher Meister geworden? Schämen solltet Ihr euch für so eine miese Saison …

SV Werder Bremen im Juli 2020: Meisterfeier oder was?!
SV Werder Bremen im Juli 2020: Meisterfeier oder was?!

Ostergeschenk zu Corona-Zeiten

Unsere Vorratskammer ist noch gut gefüllt, auch mit Klopapier. Und das ohne Hamstern. So sind wir in der Lage, einige Rollen von dem in diesen Tagen heiß begehrten Papier ‚abzugeben‘. Da Ostern vor der Türe steht, so ist meiner Frau etwas ganz Witziges eingefallen: Osterhasen der besonderen Art:

Österlichre Hase mit Klopapierreserve
Österlicher Hase mit Klopapierreserve

Für diese Osterhasen nehme man einen Tontopf mittlerer Größe, einen Edding schwarzer Farbe, etwas Deckweiß, braunes Moosgummi für die Hasenohren, schwarzes Krepppapier (oder Ähnliches), eine Serviette mit österlichem Motiv – und natürlich eine Rolle Klopapier. … and Bob is your uncle! Oder wie der Berliner sagt: Fertig ist die Laube!

Da kann ich nur fröhliches Basteln in misslichen Coronazeiten wünschen. Und bleibt alle gesund!

Selfie vor Spiegel – noch 10 Tage bis Buffalo

Über Selfies habe ich mich schon einmal ausgelassen (Die 1000 Augen der Smombies), eigentlich über mit dem Smartphone oder dem Tablet gemachte Videos – im Hochkant-Format 🙁 . Im Endspurt dem Ziel Rente entgegen ‚beglücke‘ ich Euch nun schon seit Tagen mit eben solchen Selbstporträts, die ich auf der Arbeit (und auch schon mal zu Hause) fotografisch festgehalten habe.

Selfies haben den Vorteil, dass kein Fotograf gebraucht wird. Fotograf ist man/frau selbst. Smartphones und Tablets haben in der Regel zwei Kameras, eine vorn und eine hinten. Die Kameras hinten (damit vorn das Bild zu sehen ist) haben meist eine höhere Auflösung und damit eine bessere Qualität. Für Selfies allerdings wird meist die vordere Kamera genutzt (um sich selbst zu sehen). Um nun die bessere Qualität der hinteren Kamera zu nutzen, braucht es einen Spiegel. Dabei gibt es dann aber Schwierigkeiten mit der Kamera (besonders bei dem kleinen Display eines Smartphones), die natürlich mit ins Bild kommt und oft sogar das Gesicht des Selfie-Fotografen verdeckt (manchmal ist das allerdings auch Absicht).

Willi im Selfie vor einem Spiegel– noch 10 Tage bis zur Rente
Willi im Selfie vor einem Spiegel– noch 10 Tage bis zur Rente

Nun so 10 Arbeitstage vor meinem Gang in den Ruhestand habe ich den Spiegel im ehemaligen Zimmer meines jüngeren Sohnes (der hängt an der Tür – der Spiegel, nicht mein Sohn) genutzt, um ein entsprechendes Selfie zu ‚schießen‘. Okay, ich hätte das Tablet etwas tiefer halten können, dann wäre meine ganze Fratze zu sehen. Aber ich gestehe, diese Aufnahme genauso mit Vorsatz gemacht zu haben. Nein, nicht um Werbung für den Hersteller des Tablets zu machen (der Name ist spiegelverkehrt und kaum zu lesen). Neben Nase, bebrillten Augen und grauem Schopf sind von mir meine ach so filigranen Fingerchen zu sehen, mit denen ich das Tablet halte. Eijeijei!

Das Bild mit der jungen Dame (Selfie mit Handy von dem Gesicht) hängt natürlich nicht an der Wand hinter mir. Ich habe es ins Foto hineingemogelt. Leicht zu erkennen an der Perspektive, denn die Wand ist schräg, so hätte es auch das Bild sein müssen (trapezförmig).

Nun ist aber gut … wie schon erwähnt: Es sind noch 10 Arbeitstage bis zu meiner Rente!

Fehlstart (Bundesliga Saison 2019/2020)

Fast alle statistischen Daten belegen es: der SV Werder Bremen war beim Start der Fußball-Bundesliga im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf die bessere Mannschaft. Und doch verloren die Bremer im eigenen Stadion mit 1:3. In der Abwehr zeigte man sich zu konfus, nach vorn zu harmlos, da fast immer berechenbar. Trotz der Überlegenheit (z.B. 2/3 Ballbesitz) war es ein kollektives Versagen gepaart mit individuellen Fehlern.

Fußball-Bundesliga Saison 2019/2020 – 1. Spieltag SV Werder – Fortuna Düsseldorf 1:3 © nordphoto
Fußball-Bundesliga Saison 2019/2020 – 1. Spieltag SV Werder – Fortuna Düsseldorf 1:3 © nordphoto

Sicherlich war die taktische Ausrichtung in Ordnung. Aber von der Cleverness, die Trainer Florian Kohfeldt einfordert und die über das planmäßige Vorgehen hinaus für das Überraschungsmoment sorgt, war nichts zu sehen. Sicherlich muss sich Ömer Toprak, der von Dortmund vorerst ausgeliehene Innenverteidiger, eingewöhnen (gerade ihm unterliefen grobe Fehler). Und es bleibt zu hoffen, dass es mit einem echten Mittelstürmer wie Niclas Füllkrug vorne besser läuft.

Dem vielen Gerede von Europa müssen Taten folgen. Vielleicht ist so ein Schuss vor dem Bug zur frühen Zeit gar nicht so schlecht. Das Potential ist vorhanden, nur muss es voll und ganz ausgeschöpft werden. Und die bereits vor dem Spiel wohl zu Recht angemahnte Effizienz muss gesteigert werden.

Gnadenschuss durch die Bremer?!

Sollte es tatsächlich sein, dass der SV Werder Bremen in der Fußballbundesliga dem HSV den Gnadenschuss verpasst hat? Nach der 1:0-Niederlage im 108. Nordderby der beiden Mannschaften taumeln die Hamburger einem Lokalderby mit dem FC St. Pauli entgegen (oder sollten sich die beiden Mannschaften in der Relegation, St. Pauli als Dritter der 2. Liga und der HSV als Bundesliga-16., verabredet haben?). Wenn der HSV am kommenden Samstag zu Hause gegen den FSV Mainz 05 nicht gewinnen wird, dann sehe ich schwarz für den Bundesliga-Dino.


Fußball-Bundesliga 2017/2018 – 24. Spieltag: SV Werder Bremen – HSV 1:0

Das Spiel der Bremer gegen den HSV am Samstagabend war alles andere als ein Leckerbissen. Dass am Ende dann doch die Bremer siegten, zeigt symptomatisch die Situation der Hamburger auf: Erst muss der HSV-Torwart einen Schuss durch die Beine (‚Hosenträger‘) passieren lassen, dann gibt ein Abwehrspieler dem Ball den letzten nötigten Schub ins eigene Tor. Ja, natürlich wurde der Hamburger dabei bedrängt (aber nicht gefoult) – und natürlich roch es zuvor nach Abseits (war aber gleiche Höhe):

Werder – HSV 1:0 – kein Abseits, da gleiche Höhe
Werder – HSV 1:0 – kein Abseits, da gleiche Höhe

Werder – HSV 1:0 – bedrängt, aber nicht gefoult
Werder – HSV 1:0 – bedrängt, aber nicht gefoult

Okay, der SV Werder ist noch lange nicht gerettet – trotz der neun Punkte Vorsprung vor dem HSV und dem 1. FC Köln. Denn es sind eben doch nur zwei Punkte bis zum angesprochenen Relegationsplatz (16.), den zz. die Mainzer einnehmen (gegen die die Bremer am letzten Spieltag anzutreten haben). Da jeder jeden schlagen kann (z.B. die Kölner die Leipziger) außer die Bayern, so bleibt es im Abstiegskampf auch die restlichen zehn Spieltage spannend. Die allerdings schlechtesten Karten hat zz. der HSV, bei dem so gut wie nichts zusammenläuft. Wenn die Fans, wie in Bremen geschehen, durch das Abbrennen von Feuerwerk einen Spielabbruch zu provozieren trachten, dann zeigt auch das nur, wie tief der Verein gesunken ist. Eine Regenerierung in der zweiten Liga tut vielleicht ganz gut.

Worte zum Wochenende (8. KW 2017): Gewürz, Gewürztes, Würziges

Puh, ist es etwa Herbst? Der nicht allzu gute „Thomas“ fegte über Deutschland hinweg. Und auch an diesem Wochenende soll’s feucht und stürmisch bleiben. Bis in die nächste Woche hinein. Da bleibt man eigentlich lieber zu Hause.

Aber wir sind ja nicht aus Zucker. Morgen machen wir vier (ja, auch der ältere meiner beiden Söhne weilt in seinen Semesterferien einige Tage bei uns) Hamburg unsicher. Zunächst geht’s ins Spicy’s Gewürzmuseum (das mit dem Deppenapostroph – okay, leitet sich vom englischen Spice für Gewürz her, und im Englischen benutzt man den sächsischen Genitiv mit ‚Hochkomma‘, heißt er dort „Saxon genitive“ oder eben auch „apostrophic genitive“ (sic!), also wollen wir das durchgehen lassen 😉 ). Das Gewürzmuseum befindet sich in der Speicherstadt, die zusammen mit dem Kontorhausviertel und dem Chilehaus auf der Liste des UNESCO-Welterbes zu finden ist. Bisher kannten wir die Gebäude nur von außen. So sind wir gespannt, wie es im Inneren eines solchen Speicherhauses aussieht.

Worte zum Wochenende (8. KW 2017 – WilliZBlog)

Grund des Besuches: Wir alle vier sind begeisterte Hobbyköche und haben ein besonders Faible für Kräuter und Gewürze. So werden wir uns dort sicherlich einige Anregungen holen können. Anschließend wollen wir bei der Elbphilharmonie vorbeigucken und hoffen hineinzukommen. Und dann natürlich zum Essen. Mal gucken, was wir dann noch so treiben werden …

Mit großem Interesse gucke ich heute Abend nach Wolfsburg, wo der SV Werder Bremen auf den VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga trifft. Nach dem 0:2-Sieg der Bremer in Mainz sieht man an der Weser wieder Licht am Ende des Abstiegstunnels. Leider fällt mit Clemens Fritz (Gelbspeere) und Thomas Delaney (Jochbeinbruch) das zuletzt so erfolgreiche defensive Mittelfeld (Doppelsechs) aus. Es wird schwer sein, das zu kompensieren. Von daher wäre ich schon froh, wenn Werder wenigstens einen Punkt aus der VW-Stadt holt, zumal mit Valérien Ismaël ein gern gesehenes Gesicht aus alten Werderzeiten als Trainer auf der Seite Wolfsburgs steht und ich ihm nichts Schlechtes gönne …

Wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen

Ideenlos, motivationslos und damit chancenlos: auf die Bundesliga-Elf des SV Werder Bremen wird eingeschlagen wie noch nie. Es war allerdings auch eine Katastrophe, die die Werderaner nach der Pleite in der Hauptrunde des DFB-Pokals beim Bundesligaauftakt bei den Bayern boten. In München zu verlieren, ist keine Schande. Es kommt nur auf das Wie an. Und bis auf Torwart Felix Wiedwald, der bei den Toren der 6:0-Niederlage machtlos war, mit seiner Leistung aber ein noch größeres Debakel (zweistellig) verhinderte, spielten alle anderen höchstens auf Kreisliganiveau.

Bundesliga 2016/17 – 1. Spieltag: Bayern München – SV Werder Bremen 6:0

Erst die Klatsche auf dem Platz, dann auch noch verbale Backpfeifen von Liga-Boss Dr. Reinhard Rauball, der dem WDR sagte: „Ich war aber erschrocken, über die Art und Weise wie Werder Bremen ohne Gegenwehr dort gespielt hat.“ Deshalb müsse man über eine andere Besetzung des Saisoneröffnungsspiels, das in 210 Länder übertragen wird, nachdenken. Das klare 6:0 der Bayern sei jedenfalls keine Werbung für die Bundesliga gewesen.

Und was gibt es Schlimmeres, als von allen Seiten bemitleidet zu werden.

Ob die zweiwöchige Länderspielpause jetzt zur rechten Zeit kommt, wird man erst am 11. September beurteilen können, wenn es zu Hause gegen den FC Augsburg geht. Bis dahin wartet viel Arbeit auf Viktor Skripnik, dem Trainer, und Frank Baumann, dem Sportchef. Beide sind aneinander gekettet wie siamesische Zwillinge. Ohne Baumann wäre Skripnik gar nicht mehr im Amt. Dessen Vorgänger Thomas Eichin hätte den Ukrainer am Ende der Vorsaison gefeuert und musste deshalb selbst gehen. Für ihn wurde Baumann Sportchef und verlängerte nach einigen Wochen sogar Skripniks Vertrag um ein Jahr bis 2018. Und jetzt steht erneut Skripnik im Mittelpunkt der Kritik, der nichts Besseres weiß, als einen verbalen Rundumschlag auszuteilen: Der Coach knöpfte sich in München erstmals öffentlich seine Mannschaft vor, rückte von ihr ab. „Ich habe kein Verständnis dafür, was passiert ist“, schimpfte Skripnik und kündigte an: „Meine Entscheidungen werden brutaler sein.“ Und er spricht beim nächsten Spiel gegen Augsburg schon von einem „Finale“.

Wenn eben dieses Spiel wieder dermaßen in die Hose geht, dann darf allerdings zu Recht um den Trainer gebangt werden. Dann wird das letzte Quäntchen Geduld bei den Fans aufgebraucht sein. Und dann ist Baumann im Zugzwang. Die Ruhe ist vorbei bei Werder.

Aber Werder kann auch gewinnen, zumindest die zweite Garnitur in der 3. Liga. Nach drei Auftaktniederlagen gab es nun mit dem 4:2 gegen den VfL Osnabrück den 2. Sieg in Folge.

Abriss von “Tostedts Schandfleck” – Teil 2

Wie bereits berichtet, so geht es dem ‚Schandfleck‘ in Tostedt (O-Ton Gerhard Netzel, SPD, Bürgermeister der Gemeinde Tostedt) an den Kragen. Seit nun drei Wochen wird der Gebäudebestand auf dem Grundstück in der Nähe des Tostedter Bahnhofs niedergemacht. Und mit ihm auch Tiere, die auf dem seit Jahrzehnten brachliegendem Grund und Boden ein Zuhause gefunden haben, wenn wie jetzt auch nur Vögel zum Brüten.

Okay, es lässt sich nicht verhindert (und soll auch nicht), dass zukünftig bis zu 106 Wohneinheiten auf diesem Grundstück errichtet werden. Aber dass z.B. der Abriss in einer ‚Hauruck‘-Aktion ausgeführt wird, macht uns Anrainer hellhörig. Da sind einfach zu viele Fragen offen. Zudem ist es bei diesem warmen, sonnig-trockenem Wetter nicht gerade angenehm, täglich in einer Staubwolke zu versinken, die durch diese Abrissarbeiten die nähere Umgebung einhüllt. Der Krach vom Pressluftgehämmere tut sein Übriges.

Wir werden sicherlich nicht die Einzigen sein, die sich bisher an die Gemeinde Tostedt, an den Landkreis oder an den neuen Eigentümer gewandt haben. Und damit das ganze Bauvorhaben ‚nicht aus dem Ruder‘ läuft, so haben meine Frau und ich uns an den Samtgemeindebürgermeister und den Bürgermeister der Gemeinde Tostedt mit folgendem Schreiben gewandt, damit auch von Verwaltungsseite her ein kritischer Blick auf den Fortschritt der Bebauung geworfen wird:

Sehr geehrter Herr Dr. Dörsam,
sehr geehrter Herr Netzel,

nachdem seit etwa Anfang April d.J. ein Trupp Arbeiter auf dem Dörnbrack-Gelände Am Bahnhof 9-9A (ehemaliges Fabrikgelände), das seit mehreren Jahrzehnten brach liegt und lediglich gelegentlich für Lagerzwecke genutzt wurde (Lagerhalle aus Wellblech), Büsche ausgerissen und Bäume beschnitten hat, rückten am 22. April Arbeiter der Firma ATR Jodeit GmbH aus Sottrum an, um die Wellblechlagerhalle und alle weiteren Gebäude auf dem Grundstück samt der Fundamente abzureißen. Es wäre angebracht gewesen, die Anwohner in der Morlaasstraße zuvor davon zu informieren, zumal es gerade in diesen warmen und trockenen Tagen zu erheblichen Belastungen durch Staubentwicklung kam:

Tostedt, Am Bahnhof  9/9a – Abriss diverser Gebäude (Staubwolke)

Die Abrissarbeiten sollen sowohl beim Landkreis Harburg als auch bei der Gemeinde Tostedt (rechtlich nicht erforderlich) angezeigt worden sein. Lt. einer Nachbarin von uns, die sich mit dem Landkreis telefonisch in Verbindung gesetzt hatte, wurde das von dem Landkreis nicht bestätigt.

Inzwischen ist uns bekannt geworden, dass die Fa. Planungsgemeinschaft Nord GmbH aus Rotenburg (PGN) Eigentümer dieses Grundstücks zwischen Morlaasstraße und der Straße „Am Bahnhof“ geworden ist. Geplant sind demnach ein mehrstöckiges Wohngebäude längst der Straße „Am Bahnhof“, dahinter mehrere so genannte Stadthäuser ähnlich dem Bauvorhaben „Apfelhof“ an der Bahnhofstraße (voraussichtlich aber mit mindestens einem Stockwerk mehr). In der Sitzung des Planungs- und Umweltausschuss am 23.08.2016 soll das Bauvorhaben vorgestellt werden. Da sich viele der Anwohnern der Morlaasstraße und den betroffenen Teilen der Poststraße sowohl an Landkreis, Gemeinde und auch an den neuen Eigentümer gewendet haben, kündigte die Fa. PGN bereits für die 23. Kalenderwoche (6. – 10. Juni) eine Informationsveranstaltung an, zumal inzwischen weitere Details zum Bauvorhaben bekannt geworden sind. Weitere Informationen sollen folgen.

Tostedt, Am Bahnhof  9/9a – Abriss diverser Gebäude (Staubwolke)

Inzwischen sind die Gebäude abgerissen und damit auch Federmäuse, die sich nach Auskunft verschiedener Anwohner der Morlaasstraße in den Gebäuden angesiedelt hatten, ‚platt‘ gemacht worden. Von brütenden Vögeln auf dem Gelände ganz zu schweigen. Auch wurden Bäume bei den Abrissarbeiten beschädigt. Wir gehen davon aus, dass weitere Bäume ‚geopfert‘ werden, denn sonst macht das Bauvorhaben durch den teilweise engen Baumbestand keinen Sinn. Wir brauchen Ihnen nicht zu sagen, dass wir als Anwohner der Morlaasstraße eine Genehmigung einholen müssen, wenn ein Baum gefällt bzw. auch nur ein Ast abgeschnitten werden soll. Der neue Bauherr darf das?

Das genannte Grundstück ist lt. Bebauungsplan Nr. 22 ‚Karlstraße‘ ein Mischgebiet, auf dem lediglich zweigeschossige Wohnungen für Betriebsinhaber und -leiter, Aufsichts- und Bereitschaftspersonen gebaut werden dürften. So sind auch alle anderen bisher errichteten Wohngebäude im Bereich dieses B-Plans nur zweistöckig. Zu diesem B-Plan ist allerdings im Jahre 2014 ein Grundsatzbeschluss des Rates getroffen worden, der eine Änderung bzw. Anpassung des Areals zur Wohnbebauung vorsieht.

Bereits aus heutiger Sicht sind bei uns und vielen anderen Anwohnern deutliche Bedenken gegen dieses Bauvorhaben der PGN entstanden:

    – Die Zufahrt zumindest zu den ‚Stadthäusern‘ soll zweispurig über die Poststraße erfolgen. Dafür dürfte der Grundstücksteil (Zuwegung) eigentlich viel zu schmal sein. Außerdem ergäbe das eine erhöhte Lärmbelästigung durch den zusätzlichen Verkehr.
    – Durch eine Bebauung (von 106 Wohneinheiten ist die Rede), die über die bisher maximal erlaubte Höhe von zwei Stockwerken der Häuser hinausgeht, ergibt sich eine Beeinträchtigung der Privatsphäre der Anrainer. Auch ist damit zu rechnen, das weniger oder gar keine Sonne in die Gärten der Anwohner fällt.
    – Nachdem der Bestand an Fledermäuse irreversibel vernichtet scheint, ist damit zu rechnen, dass auch der Baumbestand (besonders der an Eichen) deutlich reduziert wird.

Zudem ist zu beachten, dass das Grundstück früher einmal als Fabrik zur Herstellung von chemischen Artikeln genutzt wurde. Eine entsprechende Belastung des Grund und Bodens ist nicht auszuschließen. So soll eine Begutachtung vom neuen Eigentümer in Auftrag gegeben sein. Wie wir erfahren haben, ist ein Zustandekommen des Kaufvertrags von der Unbedenklichkeit der Bodenprobe abhängig. Allerdings verstehen wir in diesem Zusammenhang nicht, warum bereits vor der Begutachtung der Altbestand an Gebäuden niedergerissen wurde.

Daraus ergeben sich für uns u.a. folgende Anforderungen:

    – Bei Änderung des Bebauungsplans Nr. 22 sollte der augenblickliche Baubestand berücksichtigt werden, d.h. es dürfen keine mehr als zweistöckigen Häuser gebaut werden.
    – Eine Zufahrt zu den Stellplätzen der ‚Stadthäuser‘ sollte über die Straße „Am Bahnhof“ erfolgen, evtl. über eine Durchfahrt durch das ‚Hauptgebäude‘ „Am Bahnhof“. Der dann evtl. ungenutzte Grundstücksteil (Zuwegung Poststraße) könnte z.B. an die Anwohner der Morlaasstraße verkauft werden. Der neue Eigentümer wurde bereits entsprechend informiert.
    – Die Bodenbegutachtung sollte durch einen von der Gemeinde Tostedt ausgewählten Gutachter erfolgen (Kosten trägt der Eigentümer).
    – Die Gemeinde hat darauf zu achten, dass der bestehende Baumbestand auf dem Grundstück erhalten bleibt.

Soweit wir Termin und Ort der in der 23. Kalenderwoche (6. – 10. Juni) vorgesehenen Informationsveranstaltung durch die PGN kennen, werden wir Ihnen dieses mitteilen, damit auch von der Gemeinde Tostedt ein Vertreter an dieser Veranstaltung teilnehmen kann.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Sicherlich ist es an der Zeit, dass der ‚Schandfleck‘ – wie Sie, Herr Netzel, dieses Grundstück bezeichnet haben, verschwindet. Allerdings sollte eine Bebauung nicht zu Lasten der Anwohner gehen. Leider gibt es Anzeichen, die darauf hindeuten, dass hier nach der ‚Hauruck-Methode‘ vorgegangen wird und schnell ‚Tatsachen‘ geschaffen werden, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung bei einer für alle befriedigenden Planung.

Mit freundlichen Grüßen