Kategorie-Archiv: Weihnachten

Frohe Weihnachten allen Leut‘

Frohe Weihnachten 2021 und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

 

 

 

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2022

Oh je, es ist schon wieder soweit! Wie die Zeit vergeht … Alle Jahre wieder um diese Zeit: Allen Freunden, Bekannten, Verwandten und Besuchern meines Weblogs wünsche ich ein geruhsames Weihnachtsfest 2021 und einen gelungenen Start ins Neue Jahr 2022. Mag das Corona-Virus viele unserer Pläne auch in diesem zu Ende gehenden Jahr durchkreuzt haben. So lassen wir uns trotz der auferlegten Beschränkungen die Laune nicht vermiesen. Bleibt gesund! Bleibt negativ! Es kann nur besser werden … Aber das habe ich letztes Jahr um diese Zeit auch behauptet! Δ und Ο, nein nicht A und O, sondern Delta und Omikron

Mögen die Geschenke zahlreich, besonders aber sinnvoll sein, die Weihnachtsgans nicht allzu fett und der Tannenbaum feuerfest.

Fliegender Weihnachtsmann

Fröhliche Weihnachten 2021 - Euer Willi

Fliegender Weihnachtsmann

… zu guter Letzt nochmals das kleine Weihnachtsvideo:


Frohe Weihnachten/Merry Christmas 2021

Weihnachtlicher Treckerumzug durch Tostedt (19.12.2021)

Am 4. Advent (19.12.2021) fand in der Vorweihnachtszeit bei uns in Tostedt unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ (sicherlich bezogen auf die Coronapandemie) ein weihnachtlicher Treckerumzug der Landwirte aus den Kreisen Harburg und Stade statt …


Ein Funken Hoffnung – weihnachtlicher Treckerumzug durch Tostedt 19.12.2021

Wir zu sehen ist, blinkte es in vielen Farben, manchmal eher grell als schön. Aber irgendwie hatte es schon etwas, als etwa 150 landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge durch meinen Wohnort kurvten. Zuvor hatte ich mit meiner Frau unseren diesjährigen Weihnachtbaum ‚geschlagen‘. Und nachdem der letzte weihnachtlich geschmückte Traktor gen Ortsmitte verschwand, gönnte wir uns (meine Frau, eine ihrer Freundinnen und ich) einen kräftigen Eierpunsch mit einem ordentlichen Schuss Rum zum Aufwärmen … 😉

Weihnachtsmärkte – besinnungslos

    Die Weihnachtsmärkte in Köln, Stuttgart, München, Dresden, Salzburg, Basel, Bern, Luzern und Zürich gleichen sich wie ein industriell hergestellter Zimtstern dem andern. Überall die gleichen normierten Häuschen, die gleiche üble, vom Bratfett und kaltem Rauch, billigem Fusel und Duftkerzen der höchsten Giftklasse geschwängerten Luft, das gleiche Gedränge und Geschiebe, der gleiche scheinheilige Abriss. Weltweit gilt: Wo „Jingle Bells“ in der Endlosschlaufe die Ohren foltert, steigt die Gewaltbereitschaft. Es gibt keine Besinnung im Sinnlosen.
    Manfred Papst in der „NZZ am Sonntag“

Herr Papst kommt viel herum und hat anscheinend schon viele Weihnachtsmärkte besucht, zumindest aus der Ferne beobachtet. Auch ich war in Vor-Corona-Zeiten mit meinen Lieben (oder allein mit meiner Frau) auf diversen Weihnachtsmärkten. Jetzt, da die meisten Weihnachtsmärkte durch Corona geschlossen sind, stöberte ich einmal und habe gesehen, dass ich den folgenden Weihnachtsmärkte meine Aufwartung gemacht habe:

Weihnachtsmarkt in Goslar 2010
Weihnachtsmarkt Göttingen 2013
Vorweihnachtszeit 2013 (2): Santa Pauli
Weihnachtsmarkt in Hameln 2016
Weihnachtsmarkt Garmisch-Partenkirchen 23.12.2017
und zuletzt: Weihnachtsmarkt Bremen 2019

Weihnachtsmarkt Bremen 2019 – mit Rathaus
Weihnachtsmarkt Bremen 2019 – mit Rathaus

Ich bin trotzdem nicht der große Weihnachtsmarktgänger und vermisse es also nicht, auch in diesem Jahr (wie schon 2020) übersüßten Glühwein und verbratene Bratwurst einzuverleiben. Herr Papst hat schon Recht: Es gibt keine Besinnung im Sinnlosen. Überhaupt Weihnachten: Wenn ich zz. mit Angeboten überschüttet werde, sei es per E-Mail, Post oder als Beilage in Zeitungen, die mir Preisnachlässe ohne Ende versprechen, dann kommt mir das Essen hoch. Das alles brauche ich nicht und brauchen auch meine Lieben nicht. Was ich brauche und mir wünsche, ist ein geruhsames Beisammensein mit meiner Familie. Mehr nicht! Also Coronavirus: Bleibe uns von den Hacken!

Euch allen eine schöne Adventszeit! Bleibt gesund!

Weihnachtszeit: Den Magen verrenken

    Die Vorweihnachtszeit nutzen Menschen gern, um sich nostalgischen Gefühlen wie dem Sodbrennen hinzugeben. Das aber ist gar nicht so einfach, weil oft die gastronomischen Voraussetzungen fehlen. Spätestens mit meiner Großmutter mütterlicherseits ist doch die letzte bedeutende Interpretin der westdeutschen Nachkriegsküche von uns gegangen, die auch Desserts auf der Basis von Schweineschmalz konzipierte.
    Susanne Fischers „Wahrheit“ in der „taz“

Tomte Tummetott bewacht uns und unser Haus
Tomte Tummetott bewacht uns und unser Haus

Warum stopfen sich so viele Menschen gerade in der Weihnachtszeit ständig den Magen voll? Klar, es ist eine dunkle, kalte Jahreszeit, dann braucht der Körper die eine oder andere Kalorie mehr. Und das Angebot an besonders leckeren Lebensmittel (oder auch nicht so leckeren) steigt ins Exorbitante. Da darf es dann eben schon mal ein paar Joule mehr sein.

Frau Fischer bezieht sich speziell auf die Küche der Nachkriegszeit. Wenn ich mich nicht völlig täusche, so stammen manche weihnachtlichen Gerichte aus dieser Zeit. Da muss es auch heute noch z.B. die fette Gans sein, die zwar zur guten deutschen Weihnachtstradition gehört, ernährungstechnisch aber eher fehl am Platze ist.

Meine Mutter, um den Vergleich mit Frau Fischers Großmutter zu wagen, bevorzugte zu Weihnachten eine Pute. Die hatte weniger Fett und schmeckte nach Art meiner Mutter mit Sauerkraut nicht schlechter als ein Gänsebraten …

Allerdings, um bei dem Vergleich zu bleiben, gab es bei meiner Mutter öfter Suppen, die mir gar nicht behagten, z.B. eine eher undefinierbare Graupensuppe. Frau Fischer schreibt nämlich weiter:

    Genau wie Frankensteins Monster hatte das Essen meiner Großmutter keinen Namen. Es hieß nicht mal Suppe oder Eintopf, sondern war namenloses Grauen, eine graubraune Schlotze, in der Graupen, Raupen und Schrauben dümpelten, so genau konnte man das nicht erkennen. Nur einmal ging meine Mutter in die Küche, hob den Deckel und sagte mit Blick auf das Hühner-Massaker: „Na, gibt’s heute wieder ‚Ausgebombt‘!“

Mag Euch das Essen nicht im Halse stecken bleiben. Und zwischendurch den Arsch lüften (an die Luft gehen), verbrennt manches angesetzte Fett an den Hüftpolstern. Euch weiterhin eine geruhsame Adventszeit!

Kurt Marti: event advent

die in nebelfeuchten städten wohnen
hören heilsarmeegesänge
in den alpen schleudern die kanonen
kunstschnee auf noch grüne hänge


kläuse gibt`s und engel zur genüge
bettler leiden unterm wetter
wers vermag bucht jetzt karibikflüge
junge kaufen snowboardbretter

jahr um jahr adventets kühner greller
ein event in dunklen tagen
alle waren zirkulieren schneller –
wär`da sonst noch was zu sagen?

Kurt Marti

selbst gebundener Adventskranz bei AlbinZ (Wohnzimmer)

selbst gebundener Adventskranz bei AlbinZ (Küche)

Es ist wieder soweit: Die Vorweihnachtszeit hat begonnen, der 1. Advent liegt schon hinter uns. – „Wär‘ da sonst noch was zu sagen?“ – Wie bereits im Vorjahr bestimmt wieder das Corona-Virus diese Zeit – dank der vielen Pappnasen, die sich nicht impfen lassen wollen. DANKE!

Machen wir das Beste daraus. Euch allen eine schöne Zeit. Bleibt gesund und lasst Euch nicht unterkriegen!



Frohe Weihnachten 2020 und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

 

 

 

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2021

Oh je, ist es schon wieder soweit? Wie die Zeit vergeht … Alle Jahre wieder um diese Zeit: Allen Freunden, Bekannten, Verwandten und Besuchern meines Weblogs wünsche ich ein geruhsames Weihnachtsfest 2020 und einen gelungenen Start ins Neue Jahr 2021. Mag das Corona-Virus auch viele unserer Pläne in diesem zu Ende gehenden Jahr durchkreuzt haben. So lassen wir uns trotz der auferlegten Beschränkungen die Laune nicht vermiesen. Bleibt gesund! Bleibt negativ! Es kann nur besser werden …

Mögen die Geschenke zahlreich, besonders aber sinnvoll sein, die Weihnachtsgans nicht allzu fett und der Tannenbaum feuerfest.

Fliegender Weihnachtsmann

Fröhliche Weihnachten 2020 - Euer Willi

Fliegender Weihnachtsmann

… zu guter Letzt auch noch ein kleines Weihnachtsvideo:


Frohe Weihnachten /Merry Christmas 2020

Weihnachtliche Ferkelei

Ach ja, das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Auch wenn durch Corona die Weihnachtseinkäufe im Gewühle der Kaufhäuser seit Tagen unterbunden sind – wir haben uns eben online eingedeckt – der Festbraten ist bestellt, zu Heiligabend wird er abgeholt und landet dann am 1. Weihnachtstag in den Ofen. Wir sind auch dieses Jahr gut vorbereitet.

Eigentlich bin ich nicht der große Weihnachtsliebhaber. Schön, dass die Söhne zum Fest kommen (die Corona-Regeln erlauben das gerade noch), aber eigentlich bin ich dafür, zu einem anderen Termin – unabhängig von der Jahreszeit – die Sau bzw. das Ferkel rauszulassen. Freitag, der 13. wäre nicht schlecht, dann hätte wir auch noch das Wochenende (also wie Weihnachten zwei ½ Tage). 2021 wäre das im August, da ist es noch herrlich warm, wir könnten draußen feiern (und das Ferkel grillen).

Weihnachtsbaum bei Albinz
Weihnachtsbaum bei Albinz

Apropos Ferkel:

Unser Weihnachtsfest, das beginnt schon im Maien,
dann wird das Ferkel gemästet im Freien.
Es grunzt und es schmatzt und es frißt sich satt
und wenn’s im November gefroren hat.

 
Ferkel! Du wirst nun abgeknallt.
Ferkel! Weihnachten kommt schon bald.
Ferkel! Der Onkel trinkt dein Blut.
Ferkel! Wir feiern frohgemut.

 
Ahnungslos räkelt sich der gemästete Eber.
Ein Schaudern läuft mir über die Leber.
Mein Bruder wetzt schon sein Messerlein.
Bald trennen sich Fleisch und Gebein vom Schwein.

 
Ferkel! Wir brauchen Pökelsalz
Ferkel! für zarten Schweineschmalz.
Ferkel! Komm in die Ofenglut.
Ferkel! Dein Hinterteil schmeckt gut.

 
Im Gewühle der Kaufhäuser sucht man Geschenke,
drängelt mit dem Ellbogengelenke.
Wer das aber sieht, der guckt lieber weg:
Hier wälzt sich der Mensch im eignen Dreck.

 
Ferkel! Wie Papa kaut und kaut
Ferkel! das ist schon halb verdaut.
Ferkel! Dein Leben endet grad’
Ferkel! im Magensäurebad.

Unser Schinken, der schmort bei Oberhitze
während ich vor dem Backherd sitze.
Ich brate bei zweihundertfünfzig Grad,
Weihnachten kenne ich keine Gnad’.

 
Ferkel! Nun schneide Schinken ab.
Ferkel! Der Gürtel wird schon knapp.
Ferkel! Das Leben ist so kurz
Ferkel! und endet doch als Furz.

 
Weihnachtskarpfen, Weißwurst, Puter und Schinken,
Braten, Süßes und Schnäpse zu trinken.
Man erkennt, wenn das Fest dann vorüber ist:
Der Mensch ist wirklich, was er ißt.

M. A. Numminen & Juice Leskinen : Ferkel

Das Gedicht entstammt einem Ratgeber für Weihnachtsverächter, Weihnachtsvermeider und heimliche Weihnachtsliebhaber, deren Liebe einseitig blieb: „Das wüste wilde Weihnachts-Buch“

Apropos Finnland:

In den letzten Tagen habe ich zwei ältere Filme des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki gesehen: Ariel aus 1988 und Der Mann ohne Vergangenheit aus 2002. Besonders der letzte Film hat es mir angetan und kommt in die Top 100 meiner liebsten Filme.

Mord und Totschlag zu Weihnachten

    Leise tröpfelt das Blut,
    still und starr steht dir gut,
    purpurrot glänzet der Wald:
    Fürchte dich, dein Tod kommt bald …

In der besinnlichen Adventszeit wird quer durch die deutschsprachigen Lande vergiftet, gemeuchelt und verscharrt. Jeweils 24 hochkarätige Krimiautoren packen die Rute aus, bis der Christbaum die Nadeln verliert. Und dabei segnen nicht nur Gänse und Karpfen das Zeitliche.

Tödliche Weihnachten: jeweils 24 Weihnachtskrimis aus dem Hause Knaur
Tödliche Weihnachten: jeweils 24 Weihnachtskrimis aus dem Hause Knaur

Ich wünsche eine mörderisch gute Weihnachtszeit. Für kurzweilige Krimilektüre ist es nie zu spät. Und es kommen ja auch noch die Tage zwischen den Jahren, die wir lieber gern hinterm Ofen sitzend verbringen als uns draußen den Arsch abzufrieren.

Winteranfang 2020

Heute Punkt 14 Uhr 30 beginnt der Winter. Noch scheint die Sonne bei uns, aber am Nachmittag soll es dann wieder regnen. Und zu Weihnachten sind die Aussichten eher gemischt: Von Schnee (auf Wunsch eines einsamen Herrn bei Petrus bestellt) keine Spur. So mag uns ein Gedicht von Heinz Erhardt eine Schneeflocke ins Gehirn rieseln lassen …

Heinz Erhardt
Heinz Erhardt

Überlistet

Wenn Blätter von den Bäumen stürzen,
die Tage täglich sich verkürzen,
wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen
die Koffer packen und verreisen,
wenn all die Maden, Motten, Mücken,
die wir versäumten zu zerdrücken,
von selber sterben – so glaubt mir:
es steht der Winter vor der Tür!

 
Ich lass ihn stehn!
Ich spiel ihm einen Possen!
Ich hab die Tür verriegelt
und gut abgeschlossen!
Er kann nicht rein!
Ich hab ihn angeschmiert!
Nun steht der Winter vor der Tür –
und friert!

Weihnachtsbaum – selbst ‚geschlagen‘

Bei uns gehört es zur Tradition, unseren Weihnachtsbaum selbst zu ’schlagen‘, also zu mit einer Säge zu fällen. Das ist natürlich kein Problem, denn in unmittelbarer Nähe unserer Wohnortes, gleich hinter Dohren, gibt es mehrere Schonungen, in denen Nordmanntannen und Blaufichten angepflanzt sind. Der Verkauf erfolgt an den Wochenende des 3. und 4. Advents zwischen 10 Uhr und 17 Uhr. Da für die Mitte dieser Woche ein erneuter ‚gnadenloser‘ Lockdown angekündigt war (und nun auch tatsächlich am Mittwoch, den 16.12. in Kraft tritt) war ich mit meiner Frau bereits gestern zum Weihnachtsbaumschlagen unterwegs (sonst warten wir eigentlich immer auf den 4. Advent) und fanden eine schöne Nordmanntanne auf einer Schonung des Hofes Fischer.

Nach getaner Arbeit: Unser
Weihnachtsbaum 2020 – selbst geschlagen

Auf der Website des Hofes Fischer kann ein Gutschein in Höhe von 5 Euro heruntergeladen werden. Zudem sei gesagt, dass der Weihnachtsbaumverkauf vom Lockdown ausgeschlossen ist, also auch am kommenden Wochenende Bäume geschlagen, gesägt und gekauft werden können. Nur auf Glühwein muss verzichtet werden.

Zur emotionalen Einstimmung auf das Weihnachtsfest hier ein etwas anderes Weihnachtsgedicht vom großen Vicco von Bülow alias Loriot:

Advent

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
Schneeflöcklein leis‘ herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
Und dort, vom Fenster her, durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
Drum kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.
Und als das Rehlein ging zur Ruh‘
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie – direkt von vorn –
den Gatten über Kimm‘ und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei, drei, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln
derweil die Sterne traulich funkeln.
Und in der guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muss die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmannssitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt darauf – es geht auf vier –
die Reste in Geschenkpapier.
Da tönt’s von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so später Nacht
im Schnee noch seine Runden macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten.
„He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?“
Des Försters Haus ist tief verschneit,
doch seine Frau ist schon bereit:
„Die sechs Pakete, heilger Mann,
’s ist alles, was ich geben kann.“
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt – es ist Advent!

Willi und Loriots 'Knollennasenmännlein' - © Jan Einar Albin
Willi und Loriots ‚Knollennasenmännlein‘ – © Jan Einar Albin

siehe auch:
Weihnachten von A bis Z: U wie „Unter dem Tannenbaum“
O Tannenbaum
AlbinZ Weihnachtsbaum 2012

Nikolaus

    Am 6.12. pinkelt dreist
    Der Nikolaus dir in den Schuh
    Drum schnür‘ ihn lieber feste zu
    Bevor er dir zudem reinscheißt.

Frank Schulz muss seine Stiefel vor und nach dem Nikolaustag kräfitg putzen. Vielleicht hätte Herr Schulz darauf verzichten sollen, einen seiner Schuhe zum Nikolaustag hinauszustellen.

Scheiße
Scheiße …