Kategorie-Archiv: Fuffzig und …

Willkommen im Club der ‚echten‘ Fuffziger

Sushi satt

Gleich am ersten Tag meines Rentnerdaseins (am Freitag, den 1.11.) ließ ich es mir gut ergehen. Am Vormittag hatte ich eine kleinere Radtour von rund 20 km unternommen (am Düvelshöpen vorbei, beim Schafstall Riepshof mit kleiner Pause, dann noch zur Wümme hinunter – zurück über Otter). Erst einmal sachte anfangen. Sportliche Betätigung steht bei mir auf jeden Fall auf dem Zettel.

Abends war ich dann mit meinen Lieben (leider nur mit einem Teil) in Hamburg-Harburg zum Sushiessen. Es galt, einen Geburtstag nachzufeiern – und natürlich den Start in meinen Ruhestand (allzu ruhig soll es aber nicht werden).

Sushi mit Willi
Sushi mit Willi

Wenn es auch nicht so aussieht: Wir ließen es uns schmecken (bei vollem Mund fehlt dann die überschäumende Freude) und haben uns prächtig unterhalten.

Der erste Tag in Freiheit

Was tun wir nicht alles für unsere Lieben. Da quälen wir uns durch den Alltag, um pekuniäre resp. monetäre Standfestigkeit zu erheischen, nur damit die lieben Kleinen nicht vor Hunger schreien. Aber dann hat man es satt! Ein gefüllter Magen sättigt lange schon nicht unseren Mangel an Freiheit.

Übrigens Angst und Hunger sind Geschwister im Hypothalamus, der ‚unteren Kammer‘ unseres Gehirns. Hier werden Neurotransmitter produziert, so genannte Botenstoffe, die an chemischen Synapsen die Erregung von einer Nervenzelle auf andere Zellen übertragen. So auch Neuropeptid Y, einen Botenstoff auf Aminosäurenbasis, das an der zentralnervösen Steuerung des Hungers und der Angst beteiligt ist, hai capito?

Aber was quatsche ich da von Hunger und Angst! Jetzt findet auch mein Freiheitsbedürfnis, mein Hunger nach Freisein Sättigung. Obwohl: Wer sich ewig (ehelich!) bindet, der ist gebunden! Aber das ist ein anderes Thema …

Vom Franz zum Willi (wie aus Kafka ein Albin wird, wenn auch nur grafisch)
Vom Franz zum Willi (wie aus Kafka ein Albin wird, wenn auch nur grafisch)

Der Freiheitsdrang bzw. das Erreichen von Freiheit löst meist einen Schwall menschlichen Übermutes aus. Man möchte rufen, brüllen … Nur was? FREIHEIT?! Das klingt nach Müller-Westernhagen, muss also nicht sein. Da fällt mir Herr Lothar Frohwein ein. Sein (bzw. Loriots) „Kraweel, Kraweel!“ hat so etwas Besonderes, das nach lauthalsen Verkünden verlangt:

    Kraweel, Kraweel!
    Taubtrüber Ginst am Musenhain!
    Trübtauber Hain am Musenginst!
    Kraweel, Kraweel!


Kraweel, kraweel!

Ach, die Freiheit! Es überkommt einem ein ungesättigte Gefühl wie Fett, das für den Menschen so essentiell ist. Dabei ist Fett nicht gleich Fett, Freiheit nicht gleich Freiheit. Wer faul auf seiner Haut liegt, mag durch Lassen resp. Unterlassen befreit sein vom Tun. Aber was zu tun ist, sollte getan werden, auch wenn man sich dazu aufraffen muss. Freiheit ist die Freiheit, tun zu können, was man will. Und wie gesagt: frei von Angst und Hunger!

[Just habe ich einen Bärenhunger bekommen – von dem ganzen Geschreibe!]

Tri Tra Trullala – jetzt ist die Rente endlich da – Jucheisassa

Es ist nicht das Ende aller Dinge, oh nein, es ist der Beginn. Hermann Hesse sagte es in seinem Gedicht ‚Stufen‘ so (ich verweise hier kurz auf meinen erst kürzlich verfassten Beitrag): ‚Bereit zum Abschied sein und Neubeginne.‘ – Und: ‚Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.‘

‚Sich lähmender Gewöhnung entraffen‘, das trifft den Nagel auf den Kopf! Arbeit, Broterwerb: Obwohl ich mich die vielen Jahre nie daran gewöhnt habe, so habe ich aber die Lähmung gespürt. Sich dem endlich zu entraffen, was will ich mehr! Endlich geschafft, da mag es erschallen:

Gloria, Victoria, widewidewitt jucheisassa
Gloria Victoria widewidewitt bummbumm!

Ruhm und Sieg der gewonnenen Freiheit! Auf zu neuen Ufern! Die Reise kann beginnen! Ade, du Leid. Bye bye, du Drangsal, du dumme Notwendigkeit! Ab heute wird gelebt …!!!

Bisher stand dieser mein Blog unter dem Motto: I ran the race and the race was won by running slowly – frei nach einer Zeile aus dem Lied ‚We used to know‘ eines gewissen Herrn Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull. Bekanntlich ist der Weg das Ziel (Konfuzius). Ankommen ist auch nicht schlecht. Und manchmal ist es besser, sich bedächtig dem Ziel zu nähern (by running slowly): Mir gefiel diese Zeile von Anfang an.

Bereit zum Gehen, wenn auch in schlaffen Latschen – der letzte Tag bis zur Rente
Bereit zum Gehen, wenn auch in schlaffen Latschen – der letzte Tag bis zur Rente

Von diesem Kurs will ich jetzt nicht abkommen. Mit Bedacht sich neuen Bestimmungsorten zu nähern, wird auch weiterhin mein Bestreben sein. Aber ich will es klarstellen: Das ist ein Blog eines älteren Herrn (ich meine mich) und wird von einem betrieben, der sich (ab jetzt) als Rentner ausweisen darf. Daher ab heute statt Williz Blog: Williz Wildes Wuseln und vor allem: Rentners renitentes Ram¬tam¬tam!

Ich möchte da rufen: Höret Willis Trommel dumpfes Geroll! Aber wahrscheinlich hört das wieder kein Schwein (frei nach Friedrich Karl Waechter). So verhallt es im Wald (reim dich oder ich fress dich!). Jeder tut, was er tun muss. Und jeder geht seinen eigenen Weg! Sei es drum! Ich gehe den meinen …

Nicht, dass ich neue Saiten aufziehen will. Aber so, wie sich der Ton in der Politik verändert hat, so werde auch ich meinen TON (hört ihr wirklich nicht das dumpfe Geroll meiner Trommel?) ändern. Ihr werdet es sehn (resp. hörn)!

Heute wurde der letzte Kram gepackt (es war mein letzter Arbeitstag!), Zunächst gönne ich mir eine wohlverdiente Ruhepause. Ich muss mir mein Rentnerdasein erst einmal einrichten. Das ‚neue Haus‘ soll schließlich wohnlich werden. Weg mit altem Krempel. Hinein die frische Luft! Die Beine hoch, Amerika!

Aber dann, aber dann … geht’s so richtig los!

Abschiedsfeierlichkeiten – noch 2 Tage bis zum furiosen Finale

Ich gestehe: Die feierliche Verabschiedung meiner Wenigkeit in den Ruhestand war bereits gestern. Es gab auf der Arbeit warme Worte und warmes (und kaltes) Essen, den einen oder anderen feuchten Hundedreck Händedruck, mancher Busen wogte an meiner Brust. Fehlte nur noch das Schultergeklopfe und ungebändigter Tränenfluss.

Frau Irina K. deckt den gabenreichen Tisch (vielen Dank dafür!)
Frau Irina K. deckt den gabenreichen Tisch (vielen Dank dafür!)

Nein, es war ganz lieb und wohl gemeint. Viele helfende Hände hatten alles Notwendige hergerichtet. Mir wurde geradezu untersagt, selbst Hand anzulegen. Und geschmeckt hat es natürlich auch (ich meine das Essen).

Zum Abschied gibt es viele Geschenke für den zukünftigen Rentner
Zum Abschied gibt es viele Geschenke für den zukünftigen Rentner

Am Morgen, als ich mein Büro betrat, wurde ich schon überrascht von der Deko, mit der mein Zimmer geschmückt war: Ach, die grüne Neune …! Und so viel Zulauf wie an diesem Tag hatte ich sonst noch nie zu vermelden. Außerdem gab es vor allem eines: Geschenke, Geschenke, Geschenke! Vielen Dank auch dafür!

Frau B. überreicht das Geschenk der Standortleitung
Frau B. überreicht das Geschenk der Standortleitung

Verbleiben mir zwei Tage, in denen ich die Geschenke und meinen eigenen letzten Kram nach Hause zu schaffen habe. Dann, auch das gestehe ich, mache ich drei dicke Kreuze in meinen Kalender! Endlich habe ich es (dann) geschafft.

Spuren beseitigen – noch 3 Tage bis Ultimo

Heidewitzka, Herr Kapitän! Nun wird es Zeit, die Spuren, die ich allerorts auf der Arbeit hinterlassen habe, zu tilgen. Drei Rechner stehen unter meinem Schreibtisch und auf jedem findet sich etwas, das dort mehr nicht hingehört, wenn ich den Arbeitsplatz in drei Tagen für immer verlassen werde.

Keine Angst, es ist nichts Unrechtes oder gar strafrechtlich Verfolgbares. So einer bin ich nicht, auch wenn mir anonyme E-Mails immer wieder einzureden versuchten, ich hätte da vor laufender Kamera schlimme Sachen getan. Meine Rechner haben keine Kameras. Und Bitcoin ist nicht meine Währung.

Willi beseitigt seine Spuren – noch 3 Tage bis zur Rente
Willi beseitigt seine Spuren – noch 3 Tage bis zur Rente

Aber es sind schon private Sachen auf den Rechnern. Und mancher Beitrag in diesem Blog wurde während der Arbeitsstunden verfasst (wie dieser hier). Also weg damit! Gelöscht! Und den ‚Papierkorb‘ nicht vergessen, in dem alles zunächst zwischengelagert wird!

Und den realen Arbeitsplatz muss ich auch noch aufräumen. Manches landet im Müll, anderes werde ich nach Hause tragen müssen. Nach über dreißig Jahren in einer Firma hat sich vieles angesammelt (auch in Papierform), das der Entsorgung harrt.

Wie geschrieben: Es sind nur noch drei Arbeitstage, dann kommt der wohlverdiente ‚Ruhestand‘!

Zur nächsten Stufe –Hermann Hesse: Stufen

Vor genau acht Jahren, ich glaube es kaum, habe ich hier im Blog einen kurzen Bezug auf das Gedicht ‚Stufen‘ von Hermann Hesse genommen. Ich bin kein so großer Freund von Gedichten, Prosa gefällt mir besser. Aber dieses Gedicht von Hesse hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Es bezieht sich auf unser Leben, das aus verschieden Stufen, Lebensstufen, besteht. Wir kennen das alle: Kindheit, Jugend, Erwachsensein und Alter. Für mich beginnt jetzt, ob ich es will oder nicht, das Alter! Aber Hesse sagt: „Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne …“. Und so sehe ich den Beginn meines neuen Lebensabschnitts, das Alter, als einen Neubeginn. Und Hesse weiter: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“. Also ganz locker an die neue Sache herangehen!

Hermann Hesse: Stufen
Hermann Hesse: Stufen

Ich komme schon bald noch einmal auf dieses Gedicht zu sprechen – mit einem eher ironischen Ton. Es betrifft vor allem die Zeile: „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“ – Aber dazu in zwei Tagen etwas mehr.

Manchmal linse ich so im Internet nach diesem und jenem. Und aus bestimmtem Anlass (Ihr müsst nicht alles wissen, also warum) habe ich genau dieses Hesse-Gedicht im Russischen verfolgt. Dort habe ich gleich zwei Übersetzungen gefunden. Gedichte sind meist Reime. Und Reime lassen sich nur schwer (eigentlich überhaupt nicht, wenn der Reim erhalten bleiben soll) wortwörtlich in andere Sprachen übersetzen. Ausgehend von den beiden russischen Übersetzungen habe ich mit technischer Unterstützung, den Google Übersetzer, eine Rückübersetzung gewagt. Das Ergebnis finde ich interessant … Hier also gewissermaßen für meine russischen Freunde …

„Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

aus Hermann Hesse: Stufen

Но только тот, кто с места сняться в силах,
Спасет свой дух живой от разложенья.

bzw.

Лишь тот, кто вечно в путь готов пуститься,
Выигрывает бодрость и свободу.

Герман Гессе – Ступени

Dank Google Übersetzer zurückübersetzt soll das Obige heißen:

Aber nur derjenige, der abheben kann
Er wird seinen Geist am Leben vor dem Verfall retten.

bzw.

Nur einer, der immer bereit ist, eine Reise anzutreten
Kraft und Freiheit gewinn[en]t.

In Balance – noch 4 Tage bis Buffalo

Mit meinen Augen gestern bin ich etwas auf die schiefe Bahn geraten. Habe mich ziemlich verwurstelt. Manchmal schreibe selbst ich einen Quark. Aber in meinem Alter kommt so mancher aus dem Gleichgewicht. Jetzt heißt es, die Balance wieder herzustellen, das innere Äquilibrium zu wahren.

Willi in Balance – noch 4 Tage bis zur Rente
Willi in Balance – noch 4 Tage bis zur Rente

Und mit dieser inneren wie äußeren Gleichverteilung der Gliedmaße und Sinne heißt es Voranstreiten zu neuen Zielen und in einen neuen Lebensabschnitt, denn es sind jetzt nur noch 4 Arbeitstage, bis ich meinen wohlverdienten Ruhestand erreicht habe. Auf denn …!

Auge in Auge – noch 5 Tage bis Ultimo

„Schau mir in die Augen, Kleines!“ sagte Humphrey Bogart zu Ingrid Bergman in dem Film Casablanca. Ob sie dann schaute, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich … Auf jeden Fall wurde niemand verletzt. Anders bei Medusa, die mit den glühenden Augen: Wer ihr ins Angesicht blickte, erstarrte zu Stein.

Auge in Auge mit der Gefahr? Bekanntlich kommt um, wer sich in Gefahr begibt. Bei Medusa sicherlich. Bei mir? Wohl kaum!

Um sich in die Augen zu blicken – Auge in Auge -, sollte man möglichst auf Augenhöhe sein. Von Auge zu Auge sozusagen.

Auge in Auge mit Willi– noch 5 Tage bis zur Rente
Auge in Auge mit Willi– noch 5 Tage bis zur Rente

Aber was schreibe ich da? Im Augenblick! Nein, ich habe keine Augenleiden (bis auf die Kurzsichtigkeit, daher auch das bebrillte Auge von mir). Da ich aber gerade bei Augen bin, so fallen mir Zitate mit Augen ein, die ich schnell noch einmal loswerden möchte: Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie brauchen, um zu weinen. (Jean Paul Sartre). Manche Leute drücken nur ein Auge zu, damit sie besser zielen können (Billy Wilder). Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein (Mahatma Gandhi).

Ja, es gibt eine Menge Zitate rund ums Auge: Da werden manchem die Augen geöffnet, bei denen wir sonst die Augen zudrücken, aus denen der Schlaf gerieben wurde. Nie sollten wir das Ziel aus den Augen verlieren, sonst müssen wir froh sein, mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Der eine sieht mit Adleraugen, der andere sieht es plötzlich mit anderen Augen. Usw.

Noch bin ich fünf schlaffe Tage Auge in Auge mit meinen Arbeitskolleg*innen. Dann geht es ab in die Rente!

Fuck this Shit – noch 6 Tage bis Buffalo

Wer erwachsene Söhne hat, muss damit rechnen, eigenartige Geschenke zu bekommen. So die Socken, die ich in den letzten Tagen möglichst oft auf der Arbeit trage (zwischendurch werden diese gewaschen, ist klar): Fuck this Shit! Was soll uns das sagen …?!

Fuck this Shit! – noch 6 Tage bis zur Rente
Fuck this Shit! – noch 6 Tage bis zur Rente

Scheiß drauf! würden wir wohl in Deutschland sagen. Und ich sage: Scheiß auf Arbeit (deshalb trage ich in den letzten Tagen möglichst oft auf der Arbeit diese Socken!)! Noch 6 Arbeitstage bis zum Rentnerdasein!

Blick gen Himmel – noch 7 Tage bis zum furiosen Finale

Gestern wagte ich eine kurze virtuelle Zeitreise ins Jahr 1969. Meine Fresse: 50 Jahre ist das her! Heute wage ich den Blick gen Himmel (okay, im Bild strecke ich mich nur nach der Decke!).

Willi streckt sich nach der Decke – noch 7 Tage bis zur Rente
Willi streckt sich nach der Decke – noch 7 Tage bis zur Rente

Da sang vor 50 Jahren der Mastermind der Gruppe Jethro Tull, ein gewisser Herr Ian Anderson, von einem Blick in die Sonne. Gen Himmel in die Sonne sozusagen. Nur sollte bedacht sein, dass zu viel des Blicks (gen Himmel in die Sonne) ungesund für die Augen ist (und schon hat sich der Himmel verdunkelt und es regnet ‚in einer Tour‘).


Jethro Tull: Look into the sun (1969 aus dem Album ‘Stand Up’)

Looking high up at the sky – den Blick gen Himmel gerichtet, schaue ich in die Zukunft. Und was sehe ich da: Traumbilder, die sich zu verwirklichen scheinen. Es sind jetzt noch sieben Arbeitstage, dann werden Träume wahr. Ein Traum heißt Freiheit. Ein Traum heißt Selbstverwirklichung! Der Schein trügt nicht …!

Reise in die Vergangenheit – noch 8 Tage bis zur Neige

Ach, vor 50 Jahren, war ich noch ein Jüngling mit (dunkel-)blondem Haar. Da ereignete es sich, dass ich mit der Musik einer britischen Rockgruppe namens Jethro Tull bekannt wurde. Und an einem Tag, dem 06.09.1969 [leicht zu merken], kaufte ich mir die erste Langspielplatte (LP) meines Lebens, eben das damals aktuelle Album dieser Gruppe: Stand Up.

Willi zeitreist zu einem Konzert von Jethro Tull (ca. 1969)
Willi zeitreist zu einem Konzert von Jethro Tull (ca. 1969)

Längst sind meine Haare grau geworden. Und den beiden Herren auf dem Bild (Martin Barre/Gitarre und Ian Anderson/Querflöte) sind die Haare spärlicher geworden. Trotzdem sind sie immer noch auf Achse und touren mit ihren Bands durch die Weltgeschichte (sie haben sich vor einigen Jahren getrennt – Jethro Tull gibt es nicht mehr, wenn sich die beiden auch immer noch auf diese Gruppe berufen, z.B. JETHRO TULL performed by Ian Anderson oder Martin Barre Band celebrates 50 Years of Jethro Tull). An den Ruhestand denken sie nicht! Wahrscheinlich geht es eines Tages von der Bühne gleich in die Kiste …

Gern würde ich mich (wie auf dem Bild) auf Zeitreise begeben und noch einmal einen Teil der ersten Jahre dieser Gruppe sehen und hören wollen. Natürlich könnte ich in diesen Tagen in eines der Konzerte der beiden gehen (Ian Anderson mit Martin Barre, als die Gruppe noch Jethro Tull hieß, habe ich zuletzt 2005, die Martin Bare Band 2013 live gesehen). Das meine ich natürlich nicht … – Und so entspricht mein verwirrter Blick auf dem Bild meiner inneren Verfassung (in Bezug auf Jethro Tull).

Die Zeit lässt sich nicht zurückspulen. Und anders als es die beiden Herren tun, werde ich in wenigen Tagen (noch acht Arbeitstage) in Ruhestand gehen. Ich habe mir das verdient.