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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Friendship!

Friendship! (zu deutsch: Freundschaft!) ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2009. Die Filmkomödie enthält Elemente eines Roadmovies und dramatische Momente. Regie führte Markus Goller, die Hauptrollen wurden von Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke gespielt. Der Film lief am 14. Januar 2010 in den deutschen Kinos an.

1989 bringt David Hasselhoff die Berliner Mauer zu Fall. Beschwingt von der neugewonnen Freiheit machen sich die Freunde Veit (Friedrich Mücke) und Tom (Matthias Schweighöfer) auf in die große weite Welt. Sie wollen nach San Francisco, zur Golden Gate Bridge, dem westlichsten Punkt der Welt – dahinter kommt bekanntlich nur noch Asien. Doch das Begrüßungsgeld reicht nur für Flugtickets bis nach New York, der Rest wird getrampt. Nach ersten Begegnungen der dritten Art mit amerikanischen Staatsbürgern treffen die beiden in Kentucky auf Zoey (Alicja Bachleder), die eine deutsche Mutter hat und es den beiden gehörig antut. Doch die Anmachsprüche „Ich bin ein einsamer Kommunist auf der Suche nach Liebe“ oder „Wir kommen aus der DDR, da gibt es kein Aids“ fruchten nur bedingt. Zumindest können die Kumpels ihre Reisekasse ein wenig aufbessern, indem sie gefälschte Mauerstücke verscherbeln und in einem Schwulenclub als russisches Stripteaseduo auftreten…

aus: filmstarts.de

Gerade passend zum heutigen Tag der deutschen Einheit, der sich in diesem Jahr zum 20. Mal nach der Wiedervereinigung jährt, guckte ich am Freitagabend mit meinem jüngeren Sohn die Filmkomödie, die nun auch als DVD Friendship! erhältlich ist.


Friendship! – deutscher Trailer

„Friendship!“ ist ein Road-Movie, aber auch ein Film über Freundschaft und führt die zwei ostdeutschen Helden quer durch die USA, wobei an skurrilen Charakteren und absurden Situationen wahrlich kein Mangel herrscht. Von dem vollgedröhnten Comic-Zeichner Darryl, der die Kumpels in seinem wenig vertrauenserweckenden Gefährt mitnimmt, über die leichtbekleideten Südstaaten-Schwestern Amber und Dorothy, mit denen das Bettgeflüster in einem wenig befriedigenden Coitus interruptus endet, bis hin zu einer Biker-Gang mit einer Vorliebe für Krieg der Sterne-Fan-Toys bietet „Friendship!“ ein buntes Sammelsurium an abwechslungsreichen Gastfiguren.

Der Mauerfall dient dabei lediglich als Anstoß für die weitere Handlung. Abgesehen von einigen amüsant-nostalgischen Ost-Kommentaren zu Beginn und der finalen Wendung steht nämlich weniger die DDR, als vielmehr die USA und die Freundschaft der beiden Ostküste-Westküste-Tramper im Mittelpunkt. Der Blick auf den American Way of Life streift dabei zwar immer wieder die Grenze zur Karikatur, verliert sich aber keinesfalls in plattem USA-Witz, sondern bleibt stets warmherzig und liebenswürdig. Bei der Ausleuchtung der Freundschaft, die durch Zoey auf eine harte Probe gestellt wird, gelingen immer wieder fliegende Wechsel zwischen melancholischen und humorvollen Szenen.

Der Film hinterlässt am Ende ein gutes Gefühl beim Zuschauer. Dazu trägt sicherlich bei, dass die beiden Helden aus dem Osten zwar oft genug Chaos verbreiten, an sich aber sympathische Kerle sind, die man gern in sein Herz schließen möchte. Sicherlich kann der Film nicht die ganze Zeit fesseln, aber insgesamt ist er durch seine menschliche Note doch sehr unterhaltsam. In gewisser Weise weckte der Film in mir Erinnerungen an alte Zeiten, als ich mit dem einen oder andern Kumpel zwar nicht durch die USA, aber durch deutsche Landen und angrenzende Staaten per Rad oder Auto gezogen bin. Damals hatten auch wir viel unerwartete Gastfreundschaft kennen gelernt und immer viel Spaß gehabt.

Töster Markt 2010 – Flohmarkt in Tostedt

Leider hat auch in diesem Jahr das Wetter nicht ganz mitgespielt. Zum 38. Flohmarkt in Tostedt, kurz Töster Markt genannt, stellte sich wieder Regen ein, kein Dauerregen, aber eben kein Sonnenwetter – wie es für morgen vorausgesagt wird. Aber das konnte dem Treiben keinen Abbruch tun. Neben den vielen „echten“ Flohmarktständen, die Trödel und dergleichen feilboten, gibt es immer mehr Fress- und Saufbuden, die für das leibliche Wohl sorgen.

In einem Jahr geht’s dann weiter …

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 – Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Der Witzableiter (19): Von Claudias neuen Kleidern

Fortsetzung von: (18): Den können Sie echt vergessen

Im heutigen Teil (und auch im nächsten) der Kolumne „Der Witzableiter“ von Eike Christian Hirsch, die 1984 im ZEITmagazin erschien, geht es um Sexwitze, also um die Anzüglichkeiten, die gern die Herren der Schöpfung hinter vorgehaltener Hand erzählen, um dann lauthals in Gelächter auszubrechen. Der heutige Beitrag zeugt von einer gewissen Prüderie, die für das Jahr 1984 sicherlich noch typisch war.

Aus dem Brief eines Logierbesuchs: „Ich danke Ihnen sehr, liebe gnädige Frau, daß ich wieder in ihrer Mitte haben weilen dürfen.“ Ja, ich gestehe es gleich nach dieser Kostprobe, heute und das nächste Mal will ich mich den Sexwitzen zuwenden. Sie sind, meist von Männern gemacht, oft aggressiv und kränken Frauen. Für die Männer sieht die Sache etwas anders aus. Die drücken mit solchen Witzen zweierlei aus: ihre Gier nach dem weiblichen Geschlecht und zugleich ihren Haß und ihre Angst, zu versagen.

Claudia hat ein neues Kleid. Es ist schön, es sitzt phantastisch und ist auch noch selbstgemacht. Sebastian ist hingerissen. Abends bei ihr zu Hause sagt er: „Wir haben uns nun ausgiebig über das Kleid unterhalten, beim Essen, in der Theaterpause und dann auf der Fahrt hierher. Wollen wir das Gesprächsthema jetzt nicht endlich einmal fallen lassen?“

Mit dieser Art Witze habe auch ich meine Schwierigkeiten, darum habe ich andere Leute zu Rate gezogen, welche Beispiele ich überhaupt wählen soll. Die Meinungen gingen weit auseinander, auch zwischen Frauen. Wo für die einen Angst und Abscheu überwogen, dominierte bei den anderen Testlesern noch Freude und Lust.

Die junge Schauspielerin hat in ihrer ersten Rolle nur einen Satz zu sagen. Sie muß den eintretenden Diener unwillig fragen: „Was willst du schon wieder?“ Bei der Premiere hat sie einen unerwarteten Erfolg, als sie im Lampenfieber sagt: „Was, willst du schon wieder?“

Gerade Sex-Witze jedenfalls wecken durchaus unvereinbare Gefühle, die – wie Anziehung und Abstoßung – in uns heftig konkurrieren.

Der Frauenheld des Dorfes steht wegen eines Vaterschaftsprozesses vor Gericht. Die Resi ist als Zeugin geladen, ihre Freundin Zensi ist mitgegangen und wird vom Richter gefragt: „Hast du denn auch eine Ladung bekommen?“ „Nein“, antwortet sie, „mich hat er nur geküßt.“

Was passiert mit unseren Gefühlen , wenn ein Witz bei uns wirkt? Vor drei Wochen (Witzableiter 16) habe ich über das Lachen geschrieben und dabei habe ich Ihnen erzählt, daß viele Psychologen hier Herbert Spencers These von 1860 folgen. Er meinte, im Lachen reagierten wir den kleinen Schrecken ab, den uns der Witz einjage. Die psychische Energie, vom Alarm mobilisiert, werde, weil überflüssig, abgeführt.

Mißmutig sagt der Ehemann zu seiner Frau: „Manche Frauen können eben anziehen, was sie wollen, ihnen steht einfach nichts.“ Da gibt sie zurück: „Manche Männer können ausziehen, was sie wollen – da ist es genauso.“ (Immerhin ein Witz, bei dem die Frau Siegerin bleibt.)

Witzableiter (19)

Von einer „Abfuhr“ spricht auch Sigmund Freud. Aber für ihn fließt im Witz kein Schrecken ab, sondern im Gegenteil die aufgestaute Lust. Das ist nun etwas ganz anderes, leuchtet uns aber ebenfalls ein. Der verdrängte Trieb wird befreit und abgeführt. Was mir an beiden Abfuhr-Modellen von Spencer und Freud jedoch nicht ganz behagt, ist, daß der Ausdruck „Abfuhr“ nicht recht erklären kann, warum im Lachen die Gefühle zunächst einmal hochschießen, ehe sie allmählich abflauen.

„Heute nacht habe ich wunderschön von Ihnen geträumt“, sagt der Abteilungsleiter zu der neuen Kollegin. „O“, sagt sie kühl, „haben Sie?“ „Nein“, meint er bedauernd, „ich bin vorher aufgewacht.“

Um das Hochschießen der Gefühle erklären zu können, sollte man Spencer und Freud kombinieren. Ich meine, der Witz weckt sowohl Angst wie Lust. Beides! Nur weil er beide Gefühle, die sich gewöhnlich gegenseitig blockieren, zugleich weckt, kommt es zu diesem explosiven Aufschaukeln.

Angst und Lust jagen sich gegenseitig hoch. Zwischen ihnen entsteht eine „positive Rückkopplung“. Diesen Begriff übernehme ich aus der Systemtheorie und der Nachrichtentechnik. Gemeint ist damit die Rückwirkung der Ausgangs- auf die Eingangsgröße eines Systems. In der Elektroakustik kommt es dann zu den bekannten Pfeifgeräuschen. Man spricht hier auch so schön anschaulich von „Entdämpfung“ und sogar von „Selbsterregung“. (Ich glaube, mein Schwein pfeift.)

Der geschiedene Ehemann hat sich den Arm gebrochen. In seiner Not bittet er seine ehemalige Frau um Hilfe. Sie ist auch bereit, ihm in der Badewanne den Rücken einzuseifen. Als sich bei ihm etwas regt, ruft sie: „Ist das nicht süß? Er kennt mich noch.“

Etwas gewagt, aber doch ganz erwünscht. Eben Angst und Freude zugleich. Der amerikanische Psychologe John H. Willmann, den ich schon einmal erwähnt habe, hat im Jahre 1940 erklären wollen, warum sich im Witz die Gefühle Angst und Freude verstärken und nicht hemmen. Er hat sich dafür auf den russischen Physiologen Iwan Pawlow (den mit dem Hund) berufen, der das „Prinzip der positiven Induktion“ eingeführt hat. Das würde man heute als „positive Rückkopplung“ bezeichnen. Da sehen Sie es – fast alle guten Ideen waren schon mal da.

Ein Zebra besucht eine Farm in Afrika. Lang sieht es sich die Hühner an und fragt dann: „Wozu seid ihr da?“ „Wir legen Eier für die Menschen“, sagen sie. Das Zebra kommt in den Kuhstall und fragt die Kühe dasselbe. „Wir geben Milch für die Menschen“ ist die Antwort. Im nächsten Stall fragt das Zebra: „Und wer bis du?“ „Ich bin der Stier.“ „Und was machst du?“ „Zieh deinen Pyjama aus, dann zeig ich’s dir!“

Eike Christian Hirsch – Der Witzableiter (Kolumne in 25 Teilen)
aus: ZEITmagazin – Nr. 46/1984

[Fortsetzung folgt]

Desolat und desaströs

Für Fans des SV Werder Bremen sind das jetzt schwere Wochen. Und ich fürchte, dass es eine schwere Saison wird. Was die Fußballer von der Weser zz. spielerisch bieten, ist „unter aller Sau“. Die Saison begann für Werder Bremen mit einem Paukenschlag, allerdings einem negativen: Zum Auftakt gab es eine 1:5-Testspiel-Niederlage beim FC Fulham. Und die Bundesliga-Saison begann mit einer 1:4-Klatsche bei der TSG 1899 Hoffenheim. Anschließend zeigten die Bremer wieder ihr Janusgesicht, einmal lächelnd (gegen Köln, die Bayern und wenn auch mit einem krampfhaften Lächeln gegen den HSV), dann weinend gegen Mainz und in Hannover. Nach sechs Spieltagen steht Werder Bremen auf einen bescheidenen 12. Platz.

Immerhin schaffte Werder auch ohne Özil die Qualifikation zur Champions League gegen Sampdoria Genua (Das „Wunder“ von Genua) und konnte im 1. Spiel in der Gruppenphase gegen Tottenham Hotspur gerade noch eine Niederlage abwenden. Aber was die Mannschaft gestern in Mailand beim 0:4 gegen Inter bot (okay, die sind immerhin der Titelverteidiger) war alles anderes als „prickelnd“.

Dabei find alles ganz gut an. Hugo Almeida hatte drei große Chancen: Nach 125 Sekunden stürmte Inter-Keeper Julio Cesar bei einem langen Ball unnötig aus seinem Kasten – den Heber von Hugo Almeida klärte der Ex-Münchner Lucio knapp vor der Linie. Bei Almeidas krachendem Freistoß eine Minute später sah der brasilianische Nationaltorhüter schon besser aus. In der 20. Minute vergab Almeida seine dritte Gelegenheit – eine so genannte 100 %-ige Chance. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob ein Claudio Pizarro mit seiner filigranen Technik – leider ist er wiederum verletzt – eine dieser Chancen genutzt hätte. Almeida ist mehr der Mann fürs Grobe, der seine Tore mit Hammerschüssen erzielt oder durch krachende Kopfbälle.

Vielleicht waren diese vergebenen Möglichkeiten auch schon symptomatisch für das, was dann kam. Die Bremer griffen meist erst an der Mittellinie an und präsentierten sich in der Rückwärtsbewegung völlig orientierungslos. Und so führte Daniel Jensens leichtfertiger Ballverlust zum 1:0. Dann beim 2:0 ließ Eto’o nach einem Traumpass von Lucio Innenverteidiger Sebastian Prödl schlecht aussehen. Und bei den zwei weiteren Gegentoren durfte Mertesacker lediglich Slalomstange spielen.

Natürlich boten die Mailänder einen für italienische Mannschaften ungewohnt attraktiven Angriffsfußball, kein Wunder, spielten sie in der Anfangself ohne Italiener. Aber so unter die Räder zu kommen ist schon beschämend. Sicherlich lief gestern durch die vielen Verletzungen von Stammspielern (neben Pizarro und dem lange schon verletzten Naldo konnten auch Torsten Frings und Clemens Fritz nicht nach Mailand fahren) eine Mannschaft auf, die noch nicht richtig eingespielt ist. Von den drei Neuen (Mikael Silvestre, Wesley und Marko Arnautovic) konnte lediglich der Brasilianer halbwegs überzeugen. Der nicht mehr ganz taufrische Silvestre ist auch nicht mehr der Schnellste und durfte öfter seinem Gegenspieler hinterhergucken. Und bei Arnautovic bestätigen sich Werders Eigenschaften: ein Spiel mit Licht und Schatten.

Der Statistik nach (UEFA-Klubkoeffizient) steht der SV Werder Bremen immerhin auf Platz 11 aller europäischer Fußballvereine. Aber zur wirklichen Spitze ist der Weg weit – und wird auch in diesem Jahr lediglich Traum bleiben.

38. Flohmarkt in Tostedt (Töster Markt)

Es ist wieder soweit: Am kommenden Samstag (02. Oktober) findet in unserem kleinen Heideort Tostedt, auf halber Strecke zwischen Bremen und Hamburg gelegen, Norddeutschlands größter Flohmarkt mit rund 700 Ausstellern auf ca. 6.580 Metern Standfrontfläche statt – in diesem Jahr zum 38. Mal. Der Flohmarkt in Tostedt wird auch kurz Töster Markt genannt (Töst ist die niederdeutsche Form von Tostedt).

Der Flohmarkt öffnet offiziell von 10.00-18.00 Uhr seine Pforten. Insider stehen aber schon ab 5 Uhr auf der Matte. Neben den rund 700 Ausstellern gibt es auch Musik mit der Pankopen Kapelle, Horny Jazz Union, und Schülerband. Außerdem dabei Bungee-Jumping und Ekki, das Maskottchen des veranstaltenden Werbekreises Tostedt.

Töster Flohmarkt 2009

Noch verspricht die Wettervorhersage meist wolkiges, aber trockenes Wetter. Erst am Abend soll es einige Regentropfen geben. Hoffen wir also das Beste.

Kleiner Tipp am Rande:
Flohmarkt in Tostedt mit dem DRK, ab 7.00 Uhr Frühstück,
ab 11.30 Uhr Mittagessen, ab 14.00 Uhr Kaffeestube, in der
Geschäftsstelle, Himmelsweg 23, Info: Dieter Weis, Tel.: 04182-1233.

Am Sonntag, den 3. Oktober gibt es dann auch noch einen verkaufsoffenen Sonntag in Tostedt von 12.00- 17.00 Uhr., Info: Jens Gerlach und Christian Wilkens, ein Termin des Werbekreises Tostedt.

siehe auch das folgende Video: Flohmarktfieber: Töster Markt 2009

Kuhhandel – wie auf dem Basar

Meine Eltern hatten bis vor 10 Jahren eine Ferienwohnung im Süden Spaniens. Mit meiner Frau (und später auch mit meinen beiden Söhnen) machte ich dort öfter Urlaub und nutzte die Zeit auch für kleinere Rundreisen. So kam ich mit meiner Frau (damals noch meine Freundin) 1986 nach Tanger in Marokko. Von Spanien her setzten wir mit der Fähre nach Tanger über. Gleich am Hafen kam ein Einheimischer auf uns zu und bot sich uns als Führer durch die Stadt an. Schnell handelten wir den Preis dafür aus und los ging’s. Er führte uns u.a. durch die Kasbah, genauer die Medina von Tanger, also durch die Altstadt.

Medina von Tanger/Marokko

So besuchten wir dort auch einen Teppichhändler, der uns mit frischem Pfefferminztee bewirtete und natürlich versuchte, uns einen Teppich zu verkaufen. Ich erinnere mich noch an die Blicke amerikanischer Reisender, die von einem Angestellten des Händlers durch den Laden geführt wurden, und an jenes auf uns gemünzte, neidvolle „Oh, Pepperminttea!“. Am Schluss schaffte es der Händler, uns einen, wenn auch kleinen Teppich zu verkaufen. Bis der Handel abgeschlossen war, wurde aber kräftig gefeilscht, bis auch wir mit dem Preis zufrieden waren.

Warum schreibe ich das und hole dazu soweit aus? Auch bei uns wird zunehmend wie in der Altstadt von Tanger Handel getrieben. Es darf gefeilscht und geschachert werden. Wer nicht mithalten kann, der zieht den Kürzeren. Bei dem Teppichhändler mag das noch Sinn machen (bereits im Restaurant mussten wir das zahlen, was zuvor auf der Speisekarte als Preis stand), sicherlich auch noch auf dem Flohmarkt (das gehört mit zum Spaß) oder auch auf dem Viehmarkt. Aber im Umgang mit Krankenkassen und Versicherungen, da finde ich das schon ziemlich fragwürdig.

Aber genau das mussten wir tun: Schachern! Ein Sohn bekam eine Zahnspange, die samt Arztleistungen viel Geld kostet. Die Krankenkasse wollte aber nicht zahlen, da nach ihren Vorschriften keine Notwendigkeit bestand (es ging nur ein oder zwei Millimeter Abweichung von einem bestimmten Grenzwert). Erst nach längerem Feilschen (hier in Form von Widerspruch, Kündigungsdrohung u.ä.) übernahm die Krankenkasse doch den Großteil der Kosten, wenn auch nicht alles. Aber immerhin. Ähnlich verhielt es sich jetzt, als meine Frau Kosten für eine Heilpraktikerin (u.a. für Akupunktur) ersetzt haben wollte. Unsere ersten Anträge auf Kostenerstattung wurden immer abgelehnt. Erst wenn wir den Druck erhöhten, kam man uns entgegen. Wie beim Kuhhandel also. Oder wie auf einem orientalischen Markt.

Am Rande vermerkt: In dieser Woche bekamen wir von unserer Krankenkasse neue Versichertenkarten, da die alten zum Jahresende auslaufen: goldenfarbene Versichertenkarten. Wirklich super! Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Was soll dieses Blendwerk? Denn wie alle Krankenversicherten (gewissermaßen als Gegenleistung für das goldene Blendwerk?) dürfen wir ab 1. Januar auch mehr an Beitrag zahlen.

Blendwerk: Goldene Versichertenkarte

Dieser Kuhhandel ist natürlich kein Einzelfall und kommt z.B. auch bei Kfz-Versicherungen vor. Bisher hatten wir kein Auto und hätten bestimmt weiterhin keines, aber unser älterer Sohn hat seinen Führerschein gemacht und wollte nun auch gern einen fahrbaren Untersatz (siehe meinen Beitrag: Tanz ums goldene Kalb). Da nun das neue Auto auch unser erstes ist, müssen wir kräftig Kfz-Versicherung zahlen. Die Versicherung läuft seit 1. September. Damit wir aber bereits zum nächsten ersten Januar in eine günstigere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden könnten, bot uns der Versicherung an, den Versicherungsbeginn auf den 1. Juli zurückzudatieren – gegen Bezahlung versteht sich. Allerdings auf eigenes Risiko. Denn in einem Schadensfall würden wir natürlich in der gleichen Schadensklasse verbleiben.

Dort, wo wir unseren eigenen Vorteil sahen, sind wir auf den uns angebotenen Kuhhandel eingegangen (wir wären ja schön blöd, wenn nicht). Aber Begriffe wie Rechtssicherheit, Vertragstreue oder wie man es immer auch nennen will, werden hier mit Füßen getreten. Vielleicht bin ich da etwas zu blauäugig, zu naiv, aber vielleicht sollte ich im Gegenteil auch einmal mit dem Finanzamt versuchen, über meine Steuerlast zu feilschen. Ich hab’s bisher noch nicht versucht.

Der bahnreisende Querulant meldet sich wieder zu Wort

Die schlimmsten Antiraucher sind oft ehemalige Starkraucher. Ich weiß nicht, wie das beim Alkoholkonsum ist, aber ich vermute, dass es sich hier ähnlich verhält.

Seit dem 15. November 2009 sind die Züge der metronom Eisenbahngesellschaft GmbH alkoholfrei, d.h. der Alkoholkonsum wie auch das Bereitstellen alkoholischer Getränke ist verboten und wird mit 40 € Strafe belegt (der Verstoß gegen das Rauchverbot wird mit 60 € geahndet).

Grundsätzlich bin ich für Rauch- und Alkoholverbot in Zügen. Aber wie das in den metronom-Zügen gehandhabt wird, nimmt Formen an, die ich unakzeptabel finde. Zum jetzt fast einjährigen Alkoholverbot ist ein Flyer mit einer aktuellen Umfrage erschienen. Darin wird zunächst suggeriert, dass seit Einführung des Alkoholkonsumverbots (AKV) die Straftaten entscheidend zurückgegangen sind. Leider enden diese Zahlen bereits im April (wir schreiben inzwischen September) und zeigen zudem auf, dass sich die Anzahl der Straftaten wieder nach oben bewegt. Ich will einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und verübten Straftaten gar nicht ausschließen. Aber bewiesen ist dieser durch diese Zahlen auch nicht unbedingt.

Entwicklung der Straftaten seit AKV-Ankündigung beim metronom

Aber komme ich zu der aktuellen Umfrage. Die lautet schlicht und einfach:

Wie erleben Sie die Auswirkungen von metronom alkoholfrei?

O Das Reisen ist angenehmer und sauberer geworden.
O Ich verspüre keinen Unterschied zu vorher.
O Ich bin gegen das Alkoholkonsumverbot. Ich will, dass jeder in metronom Zügen uneingeschränkt Alkohol trinken kann.

Die vorgegebenen Antworten (ein Zusatzfeld für eigene Angaben gibt es übrigens nicht) sollte man sehr genau lesen. Sie haben etwas von psychologischer Kriegsführung und besonders die letzte Antwort suggeriert geradezu, die metronom-Züge zu Stätten des uneingeschränkten Alkoholkonsums werden zu lassen, wenn man diese Antwort wählt. Aber auch Antwort zwei (Ich verspüre …) impliziert eine Unbestimmtheit, die denjenigen als Trottel darstellt, der so antwortet.

Eher amüsant, wenn auch in diesem Zusammenhang charakteristisch, ist der Hinweis am Schluss: Name und Unterschrift sind freiwillige Angaben, um Mehrfachabgaben auszuschließen. Ihre Stimme zählt gleichwohl selbstverständlich auch ohne diese Angaben.

Ich frage mich aber vor allem, was man mit dieser Umfrage bezweckt (immerhin werden hier Gelder verwendet, für die die Fahrgäste aufkommen).

Ich persönlich sehe keinen großen Unterschied zu vorher. Teilweise wird weiterhin ‚gesoffen’. Und wenn größere Gruppen von Alkohol konsumierender Reisenden einen Zug bevölkern, zeigen sich Zug- und Sicherheitspersonal hilflos und schaffen es nicht, das ‚Treiben’ zu beenden.

Wenn mich im Zug etwas stört, so ist es der Verzehr von Speisen (Fastfood u.ä.) bzw. deren Gestank. Immerhin hat man beim metronom aus dem Angebot des Getränkeautomaten die Brühe herausgenommen. Der Duft einer solchen Brühe am Morgen war schon ‚betörend’. Kommt also bald ein Verzehrverbot von Speisen? Und was kommt dann?

Ich denke, man kann es auf die Spitze treiben. Und genau das macht die metronom Eisenbahngesellschaft GmbH. Die ständigen Durchsagen mit den Hinweisen zum Alkoholverbot, sorry, zum Alkoholkonsumverbot sind zusammen mit den vielen anderen sinnlosen Durchsagen nervig und haben schon einige Fahrgäste vergrault.

Ich wiederhole folgenden Leserbrief aus meinem Beitrag Von „Kopfgeldjägern“ und ständiger Bevormundung einfach noch einmal:

Die Fahrgast-„Betreuer“ vom Metronom sind nicht nur „Kopfgeldjäger“, sondern auch hinter Alkoholikern, Rauchern und sonstigen Kleinkriminellen hinterher, was man sich nicht nur zwangsweise während einer Fahrt von Hamburg nach Bremen sieben Mal über unerträglich laute Lautsprecher anhören muss, sondern auch zu sehen bekommt, wenn der Sicherheitsdienst zudem pausenlos durch die Abteile streift und neugierig nach möglichen Straftätern Ausschau hält.

Diese Kunden verachtende Geschäftspolitik kann auch nicht dadurch gut gemacht werden, dass das „Lok- und Zugpersonal“ die „sehr verehrten“ Fahrgäste pausenlos willkommen heißt und ihnen beim Verlassen des Zuges einen schönen Feierabend wünscht. Ebenso fragwürdig ist der laufend geäußerte Wunsch, den verehrten Fahrgast bald wieder an Bord begrüßen zu dürfen. Während es für die allermeisten Fahrgäste keine Alternative gibt und diese sich weiterhin der Bevormundung („Drehen Sie sich noch mal um …“) und der Maßregelung („Verzichten Sie auf den Genuss …“) zwangsweise aussetzen müssen, freue ich mich, in Kürze wieder mit dem Auto zu fahren. Adieu, Metronom!

Unsinnig ist für mich die Verbotsdurchsage besonders in den Regionalzügen MEr (z.B. von Hamburg nach Tostedt), da mit diesen schätzungsweise 90 % Pendler u.ä. fahren, denen das Verbot lange bekannt sein dürfte. Wenn hier zwei- bis dreimal während der knapp 40-minütigen Fahrt die Durchsage erfolgt und immer noch erklärend ergänzt wird, dass sich das Alkoholkonsumverbot nicht nur auf den Konsum, sondern auch auf das Bereitstellen von alkoholischen Getränke bezieht (ein Hinweis auf das Verbot würde genügen), und diese Durchsage fast in allen Zügen wortwörtlich wiederholt wird, dann nervt mich das. All die anderen unsinnigen Durchsagen (z.B. wird den Weiterreisenden empfohlen, auf die Lautsprecherdurchsagen bzw. die Fahrplananzeige auf dem Bahnsteig zu achten) eingeschlossen, aber besonders die einem Mantra ähnliche:

„Wir würden uns freuen, Sie demnächst wieder als Fahrgast in einem unserer metronom-Züge begrüßen zu dürfen.“

In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Artikel hinweisen, der die Deutsche Bahn AG betrifft und auf der Website von tagesschau.de erschienen ist. Vielleicht lässt dieser die Oberen bei der metronom Eisenbahngesellschaft GmbH nachdenklich werden und zum Entschluss kommen, die Durchsagen auf das Wesentliche zu reduzieren:

Senk ju, Deutsche Bahn! Gut gemeint war es ja. Rechtzeitig zur WM 2006 führte die Deutsche Bahn flächendeckend in ihren Zügen englischsprachige Durchsagen ein. Und tatsächlich geschah das, was in Deutschland selten passiert: Die Bahn bekam positive Schlagzeilen. „Selbst wenn vereinzelt etwa eine sächsische Betonung auffällt, klingen die wohlgemeinten Vokabeln fast alle wie echtes Englisch“, lobte etwa „Die Welt“.

Danksagungen im 20-Minuten-Takt

Inzwischen sind die WM-Touristen längst wieder abgereist, das Bahn-Englisch aber blieb. Regional gefärbte Betonungen leider auch. Und so verwandelte sich die gut gemeinte Idee in eine überflüssige Dauerbeschallung, bei der man meistens nicht einmal mehr „Bahnhof“ verstehen kann. Dass der „lohkell trähn to Bremen waia Tostedt“ fährt, ist schon auf Deutsch eine Information, die die Tostedt-Reisenden vermutlich ohnehin bereits wussten. Und dass Fahrgästen auf der Strecke von Hamm nach Düsseldorf im Schnitt alle 20 Minuten zweisprachig für ihr „träwelling wiss Deutsche Bahn“ gedankt wird, trägt leider auch nicht dazu bei, die Durchsage besser zu verstehen.

Höchste Zeit also, die „imördschenzieh bräik“ zu ziehen. Und genau das tat Bahnchef Rüdiger Grube. Zukünftig sollen englischsprachige Durchsagen „auf Strecken und Bahnhöfe konzentriert werden, wo internationale Gäste unterwegs sind“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. Damit wolle man den Bahn-Reisenden mehr Ruhe gönnen.

Schweigen ist Gold!

Eine gute Idee, der weitere folgen könnten: Zum Beispiel die „leckere Currywurst für nur 5,50 Euro“ nur noch dort anzupreisen, wo keine Vegetarier mitreisen. Auch die Info, dass der mobile Brezelverkäufer eingestiegen ist, erübrigt sich, da er vor lauter Koffern auf dem Gang meistens eh nicht bis in die Zweite Klasse vorrücken kann. Und die Formulierung „Wegen Störungen im Betriebsablauf“, vermutlich die häufigste und beliebteste Durchsage, sollte am besten ganz aus dem Schaffner-Vokabular gestrichen werden. Dann gäbe es für die Deutsche Bahn gewiss auch wieder mehr positive Schlagzeilen.

Quelle: http://www.tagesschau.de/schlusslicht/deutschebahn142.html

Ich bin noch nicht ganz durch mit meinem Thema. Es gibt noch etwas, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Das sind die ständigen Fahrkartenkontrollen im Metronom – bezogen auf den HVV-Bereich, in dem der metronom auch verkehrt. Sicherlich sind diese notwendig, aber besonders am frühen Morgen, jeden Morgen, wenn man noch einmal die Augen schließen möchte und plötzlich ein Fahrgastbetreuer vor einem mit lauten „Guten Morgen!“ auftaucht, lästig. Oder wenn man bereits an der Tür steht, um in wenigen Augenblicken auszusteigen, und man die schon verstaute Fahrkarte hervorkramen muss.

Auf der Rückseite meiner Abonnements-Kundenkarte für den HVV steht übrigens Folgendes:

Diese Abonnements-Kundenkarte ist auf Sie persönlich ausgestellt ….

Im Allgemeinen brauchen Sie Ihre Karte bei der Benutzung unserer Verkehrsmittel nicht vorzuzeigen. Führen Sie sie dennoch stets bei sich, und haben Sie bitte Verständnis dafür, wenn Sie gelegentlich aufgefordert werden, Ihre Karte vorzuweisen bzw. zur Überprüfung auszuhändigen.

Ich weiß, das klingt alles pedantisch und nörglerisch. Aber manchmal frage ich mich wirklich, ob die Fahrgastbetreuer für uns Fahrgäste da sind – oder umgekehrt wir für diese. Es hat schon absurde Züge (sic!), was man so manchmal in einem Zug erleben darf. Besonders die kleinen Geschichtchen würden Bücher füllen.

siehe auch meinen Beitrag: Metronom aufs Abstellgleis?

Das Leben. Der Tod. (01) Ein Regentag

Geburt. Der Tod. Dazwischen ein Leben. Mein Leben. Ein Leben in der Zeit. Ein menschliches Leben, bestimmt und geprägt von menschlichen Ansichten, ausgerichtet auf das Ziel, dem Leben einen Sinn zu geben.

Was ist aber ein Leben, mein Leben: Was bin ICH davon, von all den Gedanken und Gefühlen, die ich habe? Was ist aus mir selbst erwachsen, das nicht von außen den Stempel anderer aufgedrückt bekommen hat? Und ist nicht auch vieles in mir, dass das Gepräge, von meinen Ahnen gebildet, widerspiegelt? Bin ich nicht ein Gewusel, eine Mischung, ein Cocktail aus Veranlagung und Einwirkung, ein Spielball innerer und äußerer Kräfte?

Ein Tag in meinem Leben. Ein Tag von vielen. Ein Regentag. Es regnet ohne Unterlass. Die Regentropfen platschen auf die Scheibe, sinken hinab und zerfließen. Der Blick aus dem Fenster zeigt ein verschwommenes Bild der Bäume, hinter denen sich die Dunkelheit noch verbirgt, um bald hervorzubrechen, um den Tag, den Regentag, einzuhüllen in schwarze Kleider.

Wilfried Albin: Das Leben. Der Tod. (01) Ein Regentag

Im Ohr klingen die Regentropfen wie ferner Trommelwirbel. Dem Regen müssen die Arme lahm werden, denn er trommelt schon seit Stunden.

Und wie der Tag sich dem Ende neigt, so vergeht eines Tages mein Leben. Da versinkt mein Blick in Nacht – und ein letzter Gedanke durchzuckt die Hirnwindungen, der vielleicht erste und einzigste, der echte, MEIN Gedanke. Und ein letztes Gefühl steigt aus dem Leib, das vielleicht erste und gleichzeitig letzte, das reine, MEIN Gefühl. Und in beiden offenbart sich mit Grund mein ICH.

(1. Fassung: 26.09.2010)

Iron Man 2

Iron Man 2 ist eine auf der gleichnamigen Comicreihe basierende Realverfilmung mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle und bildet die Fortsetzung des Films Iron Man aus dem Jahr 2008. Wieder eine Comic-Verfilmung und wieder eine Fortsetzung.

Sechs Monate ist es her, dass Tony Stark (Robert Downey Jr.) auf einer Pressekonferenz verkündete, er sei Iron Man (damit endete der erste Teil). Seither hat er im Alleingang für Weltfrieden gesorgt, wofür er sich auf öffentlichen Veranstaltungen gerne und ausdauernd feiern lässt. Doch es regen sich auch Widerstände. Senator Stern (Garry Shandling) ist es ein Dorn im Auge, dass sich ein Privatier und nicht etwas die US-Regierung im Besitz des mächtigsten Waffensystems auf dem Globus befindet. Vor dem Senat sitzt er einer Anhörung vor, deren Ziel es ist, Stark dazu zu verpflichten, seine Iron-Man-Rüstung an die Regierung zu übergeben. Dieser kontert mit dem Argument, dass die USA seine Rüstung gar nicht benötige. Schließlich verfüge ja auch keine feindliche Macht über eine ähnlich wirkungsvolle Technologie. Es müsse sich also niemand sorgen, Iron Man werde die Sache schon regeln. Doch da hat Stark die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Beim Formel-1-Grand-Prix in Monaco stellt sich plötzlich das Technologie-Genie Ivan Vanko alias „Whiplash“ (Mickey Rourke, der plötzlich wieder dick im Filmgeschäft ist) den Rennwagen in den Weg. Dabei trägt Vanko eine Rüstung, die der von Iron Man nicht zufällig sehr ähnelt. Zwar gelingt es Stark, den wilden Russen zu bändigen und hinter Gitter zu bringen, doch nun wächst der Druck auf ihn, sein Wissen an die Regierung herauszugeben, ins Unermessliche. Außerdem befreit der zwielichtige Waffenfabrikant und Stark-Konkurrent Justin Hammer (Sam Rockwell) Vanko aus seinem Verließ, um sich von diesem eine Rüstung basteln zu lassen, die der von Iron Man nicht nur ebenbürtig, sondern sogar überlegen ist…

aus: filmstarts.de


Iron Man 2 – deutscher Trailer – ein zweiter Trailer zum Film

Ja wieder eine Superhelden-Verfilmung und ihre Fortsetzung. Für mich ist das wie schon die Starwars-Reihe reines Popcorn-Kino. Wirkliche psychologische Tiefe fehlt und wird durch viel Action ausgeglichen. Und es ist der Kampf des Guten gegen das Böse. Das Strickmuster und die Botschaft ist immer ähnlich. Erst ist zu befürchten, dass das Böse gewinnt – aber am Ende, ist klar, siegt der gute Superheld.

Soweit die Botschaft nicht völlig abwegig ist, gucke ich mir solche Filme von Zeit zu Zeit ganz gern an. Und über Beamer im Keller mit 5.1-Mehrkanal-Ton sind solche Filme wirklich beeindruckend.

Iron Man, der Titelheld, bekommt es im 2. Teil mit neuen Widersachern zu tun, darunter einem rachsüchtigen Russen, einem finsteren Konzernchef, Regierungsvertretern und der Agentin einer Geheimorganisation. Die Handlung ist dadurch etwas überfrachtet. Trotzdem wird am Ende weniger erzählt als im stringenteren ersten Teil. Was Iron Man schon im ersten Teil aus den ganzen Comic-Verfilmungen heraushebt, ist die schauspielerische Leistung. Robert Downey Jr überzeugt als arroganter Superheld (die Frage, ob er zum Narzissmus neige, bejaht er ganz spontan) und bekommt es im zweiten Teil gleich mit zwei Gegenspielern zu tun, bei denen besonders Mickey Rourke seiner Figur mit nur wenigen Worten eine tiefe Tragik zu verleihen versteht. Außerdem glänzt der Film mit Anklängen an die Screwball Comedy, wobei die Assistentin des Helden als schlagfertiges Gegenüber fungiert und dem fantastischen Sujet erst Bodenhaftung verleiht. Außerdem beweist der Titelheld viel Selbstironie.

Ab 07. Oktober ist der Film als DVD Iron Man 2 erhältlich. Wer solche Comic-Verfilmungen mag, dem kann ich den Film nur empfehlen. Ansonsten und wie bereits gesagt: Iron Man ist bestes Popcorn-Kino, zum Abschalten vom Alltag am Wochenende also sehr gut geeignet.

Übrigens: Sowohl beim 1. Teil als auch bei Iron Man 2 sollte man nicht vor dem Abspann ausschalten: Bei beiden Teilen gibt es noch eine Szene, die hier beim 2. Teil darauf hindeutet, dass es sicherlich auch noch einen 3. Teil geben wird …

Dit un dat im Internet (3)

Gestern hatte ich es bereits angedeutet. Im Netz gibt es eine Vielzahl interessanter Sites, bei denen man noch einiges dazulernen kann oder die online Tools/Werkzeuge bereitstellen, die man vielleicht gerade nicht verfügbar hat. Allerdings gibt es auch vieles, bei dem man sich fragt, wozu brauche ich das eigentlich.

Fange ich einmal bei den sinnvollen Sites an. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet zu politischen Grundfragen u.a. 24 Infografiken an, die anschaulich z.B. den Bundesrat erklären.

Die Geschichte bzw. der Ursprung des Alphabets ist für mich eine spannende Sache. Leider ist die Website nur auf Englisch.

Wer noch einmal wissen möchte, wer gegen wen wie und wo bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika gespielt hat: Alle Fußball-WM-Ergebnisse usw. sind in einem grafischen Überblick übersichtlich nachzuvollziehen.

Wer Nachwuchs hat, der viel am Rechner daddelt, dem empfehle ich den Internetratgeber für Eltern und Jugendliche – damit Eltern und Jugendlichen den Durchblick behalten.

Interessant ist es sicherlich zu erfahren, wie Google eigentlich funktioniert (leider auch nur auf Englisch).

Hilfreich ist vielleicht für einige der Online Photo Editor, und selbst für mich interessant ist der Online Media Converter. Mit dem kann ich u.a. PDF-Dateien in Word-Dokumente umwandeln – aber auch noch vieles mehr.

Kommen wir zu den Sachen, die wahrscheinlich keiner wirklich braucht. Da gibt es den Speedreader mit dem man schneller lesen können soll. Nein, der liest nicht vor. Das muss man schon selbst erledigen. Der Speedreader zeigt die einzelne Wörter eines Textes in einer voreinstellbaren Geschwindigkeit in großen Lettern an. Ob das wirklich hilfreich ist, könnt ihr entscheiden.

WilliZBlog via IconScrabble

Dann kann man via Video in 80 Sekunden um die Erde reisen. Bei tape.tv kann man rund um die Uhr nonstop am Rechner Musikvideos schauen. Auf einer spanischen Seite gibt es eine Art Geräusche-Galerie. Mit iconscrabble kann man seinen Namen oder kurze Textpassagen als Icons darstellen lassen (benutzt werden in Netz bekannte Logos, z.B. von sozialen Diensten). Die Renn-Spiele für zwischendurch, die man am Browser spielt, will ich nur erwähnt haben. Und bei sex drugs blog’n’roll erfährt man das neueste Geschwätz (neudeutsch: Gossip) über stars, styles, sounds und stories – so weit das Auge reicht..

siehe auch: Dit un dat im Internet
Dit un dat im Internet (2)

Dit un dat im Internet (2)

Wenn man so im Internet unterwegs ist, trifft man auf Seiten, die wirklich interessant sind, aber natürlich auch auf Vieles, das unter dem Motto stehen könnte: Was ich wirklich nicht brauche. Egal.

Zunächst etwas zur Zukunft des Radios. Da gibt es eine deutsche Website ByteFM, die uns zeigt, wohin es mit dem Radio, hier natürlich speziell dem Online-Radio, gehen könnte. Ähnliches gibt es natürlich auch auf Englisch: mixcloud.com.

Sehr clever zeigt sich in diesem Zusammenhang blip.fm, einer Website, bei der man selbst DJ spielen darf – und aus einem großen Pool, u.a. YouTube, schöpfen kann. Das Ganze lässt sich mit Konten bei Twitter, Facebook usw. koppeln.

Überhaupt die Sozialen Netzwerke. Hierfür gibt es unzählige Tools, also Werkzeuge, mit dem man nützliche oder weniger nützliche Auswertungen seiner eigen Social Networks-Accounts machen kann. So lassen sich mit backtype die neuesten Status-Updates suchen, also in wieweit bei Twitter einzelne Webseiten verlinkt wurden. Und für Facebook gibt es eine gesonderte Suchmaschine: youropenbook

So nebenbei eine nette Seite, die die Social Medias wie YouTube, Facebook und Twitter im Look der Sechziger zeigen.

Für Betreiber von eigenen Websites bzw. Blogs im Netz gibt es auf der Website imageafter.com jede Menge kostenlose Bilder. Denn gerade auf dem Sektor Fotos gibt es inzwischen jede Menge Haie (Rechtsanwälte für Medienrecht), die horrende Abmahngebühren für urheberrechtlich geschützte Bilder kassieren. Und wer weiß schon immer, ob ein Bild entsprechend geschützt ist oder nicht (wenn es nicht die eigene Bilder sind).

Mit Sonderzeichen auf Internet-Seiten ist das immer so eine Sache. Hier die HTML-Sonderzeichentabelle, die den entsprechenden Zeichen-Code anzeigt. Apropos HTML. Den gibt es jetzt in Version HTML5. Hierzu gibt es für den Interessierten eine Präsentation zum Kennenlernen.

Für heute (fast) genug: Google ist die Suchmaschine schlechthin. Ohne Google läuft im Internet so gut wie nichts mehr. Was nützen all die interessanten Seiten, wenn man sie nicht kennt und nicht finden kann. Hier eine Google Cheat Sheet (“Spickzettel”), die aufzeigt, dass man mit einigen Kniffen die Suche bei Google spezialisieren kann. Vielleicht sollte man auch einmal einen Blick ins Google Hilfe-Center werfen. Übrigens lässt sich Google auch als Taschenrechner missbrauchen.

Ach, und wer es noch nicht kennt: Natürlich gibt es auch 101 Leitlinien für die Digitale Welt, die so genannte eEtiquette. Für manchen Benutzer des Internets durchaus empfehlenswert.

siehe auch: Dit un dat im Internet – Teil 1