Kategorie-Archiv: Feiertage

… wenn ’s was zu feiern gibt

Schneeeeeeee – Teil 2

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das möglich ist. Bob ist sehr nett – ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute Nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte, ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.

Schnee - Teil 2

15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Hab den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich – schließlich sind wir nicht in Alaska.

Fortsetzung folgt …

Weihnachtliche Dekoration – Teil 2

Meine Frau tut alles, um uns ein wenig in weihnachtliche Stimmung zu bringen. Dazu gehört natürlich eine entsprechende und allgegenwärtige Dekoration in und am Haus, der man sich nicht völlig entziehen kann. Wenn dann auch noch das Wetter etwas winterlicher wird (und ich bald freie Tage habe), dann könnte es vielleicht wirklich noch etwas mit Weihnachtsstimmung werden:

Weihnachtliche Dekoration: Briefkasten Weihnachtliche Dekoration: Gesteck mit Lichtern
Briefkasten Gesteck mit Lichtern
Weihnachtliche Dekoration: Viele Weihnachtsmänner Weihnachtliche Dekoration: Kerze mit Weihnachtsmann
Viele Weihnachtsmänner Kerze mit Weihnachtsmann

Schöne Bescherung – immer wieder …

Die Familie Griswold feiert Weihnachten. Familienoberhaupt Clark Griswold stürzt dabei alles in ein unsägliches Chaos, sodass für den Betrachter kein Auge trocken bleibt. Es gehört bei uns zur weihnachtlichen Tradition, mindestens einmal den Film ‚Schöne Bescherung‚ (National Lampoon ’s X-Mas Vacation – USA 1989 – Regie: Jeremiah Chechik) mit Chevy Chase anzusehen.

    Weihnachten bei den Griswolds

Sei es die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum, das Installieren einer Lichterkette mit immerhin 25.000 Glühbirnen, die Invasion der buckeligen Verwandtschaft oder das Warten auf die ersehnte Weihnachtsgratifikation:

Es gibt keine schönere Bescherung als die mit den Griswolds! So macht Weihnachten Spaß! Am Freitag, den 15. Dezember, gibt es den Film im Fernsehen auf RTL2 ab 20 Uhr 15 (Wiederholung am Samstag, den 16.12., um 15 Uhr 15).

Ubrigens: Der illuminierte Wahnsinn, also die Weihnachtsbeleuchtung in deutschen Städten und Vorgärten verbrauchte im letzten Jahr ca. 25 Millionen Kilowattstunden.

Video (Ausschnitte): Familie Griswold – Schöne Bescherung

Schneeeeeeee – Teil 1

1. Dezember
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen, wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch – wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

Schnee - Teil 1

6. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!

Fortsetzung folgt …

Muttertag

Heute ist Muttertag. An jedem 2. Sonntag im Mai ehrt man und Kind mit Blumen und anderen kleineren Präsenten seine Mutter. Wie so vieles kommt dieser Feiertag, der
in Deutschland allerdings kein offizieller Feiertag ist (aus gutem Grund, wie sich später zeigen wird), aus den USA, wo er vor knapp 100 Jahren ins Leben berufen wurde. Anfang der 20-er Jahre war es dann der „Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber“, der dafür sorgte, das der Muttertag auch in Deutschland populär wurde.

Während der Muttertag im konservativ-nationalistisch gesinnten Bürgertum Anklang fand, wurde im Jahre 1910 durch die 2.Internationale sozialistische Frauenkonferenz der Internationale Frauentag eingeführt. Seit 1911 wird der 8. März als internationaler Frauentag in der revolutionären Frauenbewegung als Tag des Kampfes für die Rechte der Frauen, begangen und gefeiert – bis heute.

Der Muttertag dagegen entsprach dem konservativen Frauenbild. Die sprichwörtliche Opferbereitschaft der Frauen sollte gewürdigt werden. Besonders zu Zeiten des Nationalsozialismus in Deutschland kam dem Muttertag besondere Bedeutung zu und wurde durch „“Mütterehrungsfeiern“ und die Verleihungen von Mutterkreuzen erweitert.

Nun, ich will hier den Muttertag nicht an den Pranger stellen. Ich denke sogar, dass man sowohl Mutter- als auch Frauentag feiern kann. Aber des Missbrauchs eines solchen Feiertages sollte man sich schon bewusst werden. In diesem Sinne:

Alles Gute allen Müttern zum heutigen Muttertag!

(Karl-)Valentins-Tag

Heute ist Valentinstag. Vergesst also nicht, eure Lieben mit Blumen, Süßem und dergleichen zu beglücken. Bei uns ist übrigens gleichzeitig Karl-Valentins-Tag. Ja, der mit den Semmelnknödeln (nicht Semmelknödel, da bekanntlich die Knödel aus mehr als einer Semmel hergestellt werden):

    Prost, Karl Valentin

Kollektiver Wahnsinn beendet

Die dreiteilige Saison des kollektiven Wahnsinns hat endlich ein Ende gefunden. Nach der Adventszeit, dem 1. Teil des gesellschaftlich ausgetragenen Schwachsinns, dem kollektiven Kaufrausch („Geschenke, Geschenke, Geschenke …“), und dem Abschluss der kooperativen Besinnlichkeit, auch Weihnachtsfest genannt, wurde mit dem gemeinsamen Besäufnis und der gemeinschaftlich begangenen Ruhestörung zur Schlafenszeit (Böller, Silvesterraketen) über den Jahreswechsel hinaus auch der dritte Teil abgeschlossen.

Es dauert gottlob wieder ein Jahr, bis dieser Ritus der Massenhysterie erneut die Menschen ergreift.

Wenn es nach mir ginge (geht es aber nicht), dann würde ich alle diese Feiertage, ob Ostern, Nationalfeiertage oder Weihnachten und Silvester, vom Kalender tilgen und den Menschen dafür eine Woche länger Urlaub zugestehen. Wer dann Weihnachten feiern will, der kann sich dann die passende Gelegenheit dazu suchen. Es muss ja nicht unbedingt im Dezember sein.

Neujahr 2006: Wünsch dir was …

Heute ist Neujahr. Für viele jetzt spätestens der Anlass sich Gedanken zu machen, was man/frau im neuen Jahr anders oder besser machen könnte. So nimmt man/frau sich vor, sich im neuen Jahr bestimmte schlechte Gewohnheiten abzugewöhnen (rauchen, saufen, huren). Dafür will man/frau z.B. endlich mehr für seine Gesundheit tun (Sport treiben, bewußter essen und trinken).

Spätestens nach einer Woche sind diese guten Vorsätze vergessen, denn der Alltag hat einen wieder. Warum eigentlich?

Als ich mit meinen Lieben im vergangenen Jahr im Schottland weilte, kamen wir bei einer kleineren Wanderung in der Nähe der Stadt Callander an einer Wunschquelle (‚Wishing Well‘) vorbei und machten dort kurz Rast. In der Quelle lagen einige Pennystücke von Wanderern, die sich auf diesem Wege die Erfüllung einiger Wünsche erhofften.

Wishing Well (Wunschquelle) bei Callander/Schottland Wishing Well (Wunschquelle) bei Callander/Schottland
Wishing Well, die Wunschquelle, bei Callander/Schottland 2005

Gute Vorsätze sind Wünsche, deren Erfüllung man von sich selbst erwartet. Zustande kommen können aber nur solche Wünsche, deren Erfüllung auch ernsthaft betrieben wird. Als ich mir vor Jahren vornahm, endlich wieder etwas für meine Gesundheit zu tun, gegann ich mit dem Joggen. Seit nun fünf Jahren begebe ich mich mindestens einmal die Woche auf meine Runde …

In diesem Sinne wünsche ich allen, die sich ‚in‘ mein Weblog verirrt haben (oder auch nicht), einen guten Start im neuen Jahr 2006 und dass alle Wünsche und guten Vorsätze erfüllt werden.