Schlechtes Omen?!

In der Februar-Ausgabe #207 aus diesem Jahr beleuchtete das Magazin für Fußballkultur 11 Freunde den Neustart von Borussia Mönchengladbach und klärte, wie Dieter Hecking und Max Eberl aus einem Krisenklub einen Titelanwärter gemacht haben. Seitdem geht es mit dem Verein so ziemlich bergab. Neueste Nachricht: Gladbach und Hecking trennen sich im Sommer! – Von daher traue ich mich nicht, in gleicher Weise über den SV Werder Bremen zu berichten.

    Ausgabe 11 Freunde #207 Februar 2019: Gladbachs Neustart

Ausgabe 11 Freunde #207 Februar 2019: Gladbachs Neustart

In diesem Jahr ist nämlich die Mannschaft von der Weser noch ungeschlagen und hat in elf Pflichtspielen neben fünf Unentschieden fünf Siege in der Bundesliga und einen Sieg nach Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund im DBF-Achtelfinale erzielt. Plötzlich stehen die Bremer auf Platz 6 der Bundesligatabelle und damit auf einen Platz, der für die Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League berechtigt. Allerdings hat Werder die Mannschaften von Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim im Nacken.

Nein, ich bin – eigentlich – nicht abergläubisch. Aber der Fall ‚Gladbachs Neustart‘, die ganze Lobhudelei um Gladbachs Trainer und Sportdirektor, geben mir zu denken. Also kein Lob für Werder von meiner Seite, dafür sorgen schon andere zur Genüge. Das beginnt damit, dass Bremer Spieler in schöner Regelmäßigkeit in die Elf des jeweiligen Spieltages gewählt werden. Und zuletzt wurde Bremens Cheftrainer, Florian Kohfeldt, zum Trainer des Jahres 2018 gewählt wurde.

Natürlich äußerten sich auch die 11 Freunde zu den Bremern und nennen fünf Gründe, warum sie nächstes Jahr in der Europa League spielen werden (Werders Konterfußball – die Raute im Mittelfeld – Max Kruse – die unbesungenen Helden in Mittelfeld und Abwehr – Jiri Pavlenka, der Torwart). Ich kenne noch einen 6. Grund: Claudio Miguel Pizarro Bosio, zz. leider verletzt, aber trotz seiner 40 Jahre immer noch ein Garant für Wahnsinnstore (zu Pizarro später mehr).

An diesem Wochenende treffen nun die hier genannten Mannschaft (Gladbach und Werder) aufeinander. Werder kann bei einem Sieg in Mönchengladbach, die inzwischen auf Platz 5 abgerutscht sind, den Abstand bis auf zwei Zähler verkürzen. Es winkt also die direkte Teilnahme an der Europa League (ohne Qualifikation und gleich hinein in die Gruppenphase). Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg, der über Heimspiele gegen Freiburg, Dortmund und Leipzig und schweren Auswärtsspielen bei den Bayern, in Düsseldorf und Hoffenheim führt.

Natürlich gibt es noch einen anderen Weg nach Europa: Heute spielt Werder auf Schalke im DFB-Pokal-Viertelfinale. Der Sieger des DFB-Pokals nimmt ebenfalls an der Europa League teil. Dafür bräuchten die Bremer allerdings noch drei Siege.

Aber alles schön nacheinander. Schauen wir heute erst einmal nach Gelsenkirchen. Und mag am Sonntag das angesprochenen ‚schlechte Omen‘ weiterhin für Gladbach gelten.

Sollte sich Werder nicht für Europa qualifizieren, dann droht das Auseinanderbrechen der Mannschaft; z.B. macht Max Kruse seinen Verbleib in Bremen von einer Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb abhängig. Daran mag in Bremen heute keiner denken. Es heißt also: Daumen drücken!

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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