Brückentag

Nach einem Feiertag wie gestern, dem Himmelsfahrttag, lohnt es sich kaum, den Folgetag, den heutigen Freitag, zur Arbeit zu gehen. So wurde uns der heutige Brückentag zwar zwangsverordnet (das ganze Haus geschlossen), aber wahrscheinlich hätte ich ihn auch freiwillig in Anspruch genommen. Überstunden habe ich ja genug, die ich heute nun abbummeln konnte.

Gestern war ja nun Himmelfahrt, der gern von den Herren der Schöpfung (ob nun Väter oder nicht) als Vatertag (oft nun auch schon als ‚Herrentag’) in Anspruch genommen wird. Aus gewissem inneren Protest heraus, habe ich gestern keinen Tropfen Alkohol zu mir genommen, obwohl ich mich nachmittags mit einem T-Shirt der Weltöffentlichkeit präsentierte, vom dem die Aufschrift: „Am Anfang war das BIER“ prangt (wer schenkt einem nur so etwas, die eigene Ehefrau!). Als zur Abendessenszeiten Bekannte bei uns vorbeschauten (Männe vielleicht in der Absicht, ein Bier bei mir zu schnorren, oder zwei …), da trank ich genüsslich ein Glas frische Milch von unserem Hof Dallmann aus Dohren (vom Erzeuger gleich um die Ecke). Er winkte mein entsprechendes Angebot nur ab …

Immerhin hatte ich mir diese Milch (und hätte mir sicherlich auch ein kühles Bier) reichlich verdient. Den Nachmittag habe ich nämlich damit verbracht, das Wohnzimmer neu auszulegen. Es wurde Zeit, denn nach fast 16 Jahren gab die alte Auslegeware langsam doch den Geist auf. Sie wurde aber auch leidlich strapaziert. Ohne eigentlich Werbung machen zu wollen: Die Auslegeware besteht aus jeweils 50 cm großen Fliesen und ist von Tretford, die anscheinend auch Flugzeuge u.ä. damit bestückt. Das Obermaterial wird aus dem Haar von Ziegen aus der Mongolei und ausgewählten europäischen Cheviot-Schafen (wohl Großbritannien, u.a. Schottland) hergestellt. Genauso, wie die Wolle die Tiere in der Natur schützt, bildet sie auch im Teppich eine wirkungsvolle und widerstandsfähige Schutzschicht; u.a. wirken die Haare wärme- und schalldämmend. Außerdem weist der natürliche Fettgehalt der Haare Schmutz ab. Das Ganze ist zwar nicht gerade billig (für 30 m2 zahlten wir über 1200 €), dafür hält die Ware aber auch sehr lang und ist pflegeleicht. Außerdem sind die Fliesen durch ihr Eigengewicht selbstliegend, brauchen also nicht verklebt zu werden.

Heute nun, am Brückentag, war Großeinkauf angesagt. Zudem durfte ich die für uns am Freitag üblichen Spaghetti kochen. Dazu gab es eine Sauce Bolognese, also Hacksoße mit Tomaten. Und heute Abend, das lasse ich mir nicht nehmen, gönne ich mir ein gepflegtes kühles Bier. Prost, Kameraden!

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.