Die Kleinen … ziemlich groß

Für viele Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft wird es Zeit, dass sich das Jahr dem Ende zuneigt. Morgen, am Dienstag in Vigo geht es noch einmal gegen Spanien. Da will man zeigen, dass es auch besser geht, obwohl einige Spieler (z.B. Özil, Neuer und Boateng) verletzt ausfallen. Dann ist erst einmal Pause angesagt. Die Helden vom Maracanã-Stadion sind müde.

Das deutsche Team muss sich erst einmal mit der Rolle des Gejagten anfreunden. Durch die vielen Belobigungen, Auszeichnungen mit silbernen Lorbeerblättern und jede Menge Shakehands kann der Blick aufs eigentlich Wesentliche schon einmal verloren gehen. Im nächsten Jahr wird alles anders (erst am 25. März 2015 geht’s weiter mit einem Freundschaftsspiel gegen Australien in Kaiserslautern und dann am 29. März in der Qualifikation zur EM 2016 in Tiflis gegen Georgien).

In einem Punkt dürfen sich die deutschen Spieler getröstet wissen: Gegen vermeintlich kleine Mannschaften, oft als Fußball-Zwerge oder gar Gnome abgetan, tut sich mancher schwer. Eigentlich sollte man nach dem 4:0-Sieg gegen Gibraltar froh sein, die einkalkulierten Punkte auch tatsächlich eingefahren zu haben. Natürlich geht es um das Wie, und da kann man nicht zufrieden sein. Aber da hat es in den bisherigen Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich andere viel schlimmer erwischt. Die Niederlande verlieren in Island (das leider gestern Abend 1:2 in Pilsen gegen die Tschechen verliert – schade), Spanien verliert in der Slowakei und Griechenland, immerhin Europameister 2004 und FIFA-Ranglisten-18., verliert zu Hause gegen den Ranglisten-187., die Färöer mit 0:1. Der Torschütze Jóan Símun Edmundsson dürfte wohl als Nationalheld in die Geschichtsbücher der Inselgruppe im Nordatlantik eingehen.

Qualifikation zur EM 2016: Färöer gewinnt in Griechenland 1:0

Aber auch andere Mannschaften, die als Favoriten zu gelten haben, tun sich schwer. Belgien (zz. 4. der Weltrangliste) liegt hinter Israel zurück. Und die Russen verlieren gegen Österreich, die auf einem guten Weg sind, die Qualifikation zu schaffen.

Was noch nicht gerichtet ist, wird sich bestimmt im nächsten Jahr richten. Und selbst für Gruppendritte ist ja noch nicht alles verloren (gilt für Island wie für Deutschland). 😉

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.