Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!
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Habt Ihr schon gewusst, dass es so viele Bühnen in Hamburg gibt? Vom Allee Theater – Hamburger Kammeroper über Deutsches Schauspielhaus und Hamburger Staatsoper bis hin zu Ernst Deutsch Theater, Ohnsorg-Theater, St- Pauli Theater und zum „Weißen Rausch“. Der Kenner weiß, worauf ich zu sprechen kommen werde: Ja, heute ist wieder die Hamburger Theaternacht angesagt. Für 14 € an der Abendkasse (Eintrittspreis gilt dann natürlich für alle Spielstätten) geht es um 19 Uhr los und endet um Mitternacht – nein, es gibt meist noch eine „Verrückte Stunde“ bis um eins am Sonntag. Man muss sich sputen, um möglichst viel ‚’reinzuziehen’; die Nutzung der Buslinien 400 – 405, die zwischen den Theatern verkehren, des gesamten HVV-Netzes sowie der Alsterschiffe ist im Eintrittspreis inbegriffen.
VVK 11,– /AK 14,–
Weil heute eben die Hamburger Theaternacht stattfindet, musste ich meinen Besuch des Ernst Deutsch Theaters auf den gestrigen Freitag verlegen (dazu später mehr).
Mit seinen 64 Jahren ist Ry Cooder noch lange nicht in die Jahre gekommen. Im Gegenteil: Cooder hält die Zeit reif für eine andere Art des Protestsongs. Das Resultat ist eine Scheibe mit dem Titel Pull Up Some Dust and Sit Down, die heute auf den deutschen Markt kommt.
„Ry Cooder gilt als einer der besten Gitarristen des Erdballs. Seine Kollaborationen, unter anderem mit Neil Young, Van Morrison und Captain Beefheart, sind legendär. Nach seiner ausufernden Kalifornien-Trilogie mit den Alben ‚Chávez Ravine‘ (2005), ‚My Name Is Buddy‘ (2007) und ‚I, Flathead‘ (2008), die interessante Sichtweisen auf verschiedene Epochen des US-Staates offenbarte, schüttet Cooder mit ‚Pull Up Some Dust And Sit Down‘ seine schelmische Häme nun über die gesamten Vereinigten Staaten aus.“
Ry Cooder war nie unpolitisch. Er beteiligte sich schon früh an der No-Nukes-Bewegung gegen Atomkraft und versteht sich gewissermaßen als Weltbürger, dem neben der amerikanischer Folk-Traditionen auch die Musik anderer Kontinente (Weltmusik) am Herzen liegt. Zehn Jahre nach 9/11 kreiert Ry Cooder nun den Protestsong neu – und unterlegt seinen Liedern die Musik, von der er im Laufe vieler Jahre beeinflusst wurde: Reggae, Folk, Americana, TexMex, Blues und Rock, Jug Band-Musik und Norteño werden „zu einer frischen Brise Roots-Rock, die unter Mandolinen genauso gut gedeiht wie unter elektrifizierten Slide-Gitarren.“ Und dazu singt Cooder über den Krieg und die US-amerikanische Einwanderungspolitik, über Wall Street und white flight (Wegzug weißer Bewohner aus Gebieten, die mehr und mehr von ethnischen Minderheiten bewohnt werden). Die Botschaften sind so eher düster und trübe, die Musik dagegen ähnelt den „blut-orangenen Sonnenstrahlen eines Südstaaten-Sonnenuntergangs.“
„Das im letzten Jahr veröffentlichte ‚Quicksand‘, eine bitterböse, herrlich schräg-schludrige Southern-Rock-Posse über das Schicksal mexikanischer Einwanderer, die sich durch die Wüste quälen müssen um die südlichen Grenzen der USA zu erreichen, dürfte den Fans bereits bekannt sein. Derzeit tummelt sich ‚No Banker Left Behind‘ auf den einschlägigen Plattformen im Netz, eine derbe Texarkana-Polka-Posse, die die bitteren Auswüchse des liberalisierten Bank-Kapitalismus trefflich in dreieinhalb Minuten in Grund und Boden dichtet.
Das fast schon gespenstische ‚John Lee Hooker For President‘ spricht für sich – man kann es beinahe plastisch greifen, wie die vor zehn Jahren verstorbene Blues-Legende mit rollenden Augen den Delta-Blues performt. So abenteuerlich die Stil-Vielfalt der 13 Songs auch ist – die extrem unterhaltsamen Texte und die fantastische Gitarrenarbeit Cooders machen ‚Pull Up Some Dust And Sit Down‘ so oder so zu einem großen Hörerlebnis.“
„Es war einmal … – so könnten viele Beschreibungen der Alben von Ry Cooder anfangen. Als Eingeborener von Los Angeles hat sich das gitarristische Universaltalent oft um die alten, umgangssprachlichen Musik-Idiome seines und anderer Länder gekümmert. Und sie verbunden mit der Moderne – auf der Suche nach einer authentischen Fortschreibung des zeitlos guten ‚Alten’. Doch Cooder ist kein Märchenonkel, er wirft mit wachem Auge und heißem Herzen einen Blick auf die aktuelle Lage in ‚God’s Own Country’. Und die könnte – zehn Jahre nach 9/11 – besser sein. ‚Man fühlt sich frustriert und im Stich gelassen’, sagt Cooder. ‚Hilflos und zornig. Aber man darf dabei nicht bleiben, es ist schlecht für die Gesundheit.’ – Die Lösung? Neue Songs und neue Musik. Mit ‚No Banker Left Behind’, einem ironischen Song über die Raubritter der Finanzbranche, eröffnet Cooder sein neues Album. Und sieht sich dabei in der Tradition des alten Banjospielers Uncle Dave Macon, der zu Zeiten der ersten Großen Depression vor achtzig Jahren Songs sang, die komplexe Dinge für einfache Menschen verständlich machten. Das ganze mit viel Humor, so auch bei Cooder: die Banker verlassen mit der Eisenbahn und all dem eingeheimsten Geld die Stadt. Alle anderen bleiben zurück und wundern sich: Wie konnte das bloß passieren?
John Lee Hooker for President
Auch den alten Outlaw Jesse James lässt Cooder zurück kommen. Jesse beobachtet aus himmlischer Perspektive das wüste Treiben an der Wall Street und denkt, die Dinge in alter Manier mit einer Waffe richten zu können. Doch Jesse James war ein naiver Typ, sagt Cooder. Das klappt so nicht mehr…. Dazu erklingt ein Corrido, die alte Form musikalischer Nachrichtenübermittlung aus Mexiko. Einer von vielen Stilen zwischen Folk und Funk, Blues und Gospel auf diesem Album. Und auch den Bluesmann John Lee Hooker lässt Cooder zurückkehren in die Gegenwart. Der alte Mann aus Mississippi bewirbt sich um das Präsidentenamt. Ry Cooder hat ein musikalisch vielseitiges und konzeptionell gewichtiges Album gemacht. Ein Album mit ironischen Protestsongs, in denen indirekt die alte Seele eines guten Amerika beschworen wird. Das Ganze mit einer basisdemokratischen Perspektive ‚von unten’ und Songs, in denen Cooder in Rollen singt: als Flüchtling aus Mexiko, als Zimmermädchen eines reichen Mannes, als junge Frau bei der Armee. Ry Cooder als ‚nationalen Schatz’ seines Landes zu bezeichnen ist durchaus legitim. Ein Künstler, der weitermacht, obwohl es schwerer wird, neue Ideen und neue Inspiration zu entwickeln. Doch nichts anderes kommt für Ry Cooder in Frage. Seine neue Musik ist eine amerikanische Inspiration für harte Zeiten. Zehn Jahre nach 9/11.“
My telephone rang one evening, my buddy called for me
Said the bankers are all leavin‘, you better come round and see
It started revelation, they robbed the nation blind,
They’re all down at the station, no banker left behind.
No banker, no banker, no banker could I find.
They were all down at the station, no banker left behind
Well the bankers called a meetin‘, to the whitehouse they went one day
They was going to call one the president, in a quiet and a sociable way
The afternoon was sunny and the weather it was fine
They counted all our money and no banker was left behind
No banker, no banker, no banker could I find.
They were all down at the white house, no banker was left behind
Well I hear the whistle blowin, it plays a happy tune
The conductor is calling „all abort“, we’ll be leavin soon
With champagne and shrimp cocktails and that’s not all you’ll find
There’s a billion dollar bonus and no banker left behind
No banker, no banker, no banker could I find.
When the train pulled out next mornin‘, no banker was left behind
No banker, no banker, no banker could I find.
When the train pulled out next mornin‘, no banker was left behind
No banker, no banker, no banker could I find.
They were all down at the station, no banker left behind
No banker, no banker, no banker could I find.
When the train pulled out next mornin‘, no banker was left behind
Ry Cooder: No banker was left behind
2. El Corrido de Jesse James 4:14
3. Quick Sand 3:13
I left my home in Tamaulipas
In Sonoyta I came across
Just six of us when we started
Walking behind thc coyote boss
The old man said let me go there with you
Yes I’m old but I’m mighty tough
I know the foad maybe I can help you
I got good shoes I won’t hold you up
But up on Tinajas Altas he stumbled and he feil
He begged and pleaded we had to leave him
Lying on Camino Diablo Trail
Quick sand I think we lost direct ion
Quick sand now we’re losing ground
Quick sand nobody ‚round to help us
Quick sand now we’re sinking down
Thought we was getting close to Yuma
I heard it’s an unfriendly town
We just need a cool drink of water
Even Yuma can’t turn a poor boy down
Then a Dodge Ram truck drove down on us
Saying I’m your Arizona vigilante man
I’m here to say you ain’t welcome in Yuma
l’m taking you out just as hard as I can
I saw mi madre crying in her rocking chair alone
I saw La Llorona flying please take a message back home
Quick sand I think we lost direction
Quick sand now we’re losing ground
Quick sand nobody ‚round to help us
Quick sand now we’re sinking down
Ry Cooder: Quick Sand
4. Dirty Chateau 5:27
5. Humpty Dumpty World 4:16
6. Christmas Time This Year 2:46
7. Baby Joined the Army 6:34
8. Lord Tell Me Why 3:00
Lord tell me why a white man ain’t worth nothing in this world no more
Lord tell me how you ’spect me to stand up tall and proud
I did just what you told I done everything you said
But the way I’m doing lately I could have stood in bed
So Lord tell me why a white man ain’t worth nothing in this world no more
Lord tell me when a white man’s gonna be all right again
Please fix it Lord they took back everything we been working for
When the riots tore our city I stood watch outside our home
My kids crying daddy why can’t they leave us alone
Split level in Valencia where the cops reside
We had to walk away and leave old memories inside
Lord tell me why a white man ain’t worth nothing in this world no more
You can walk across the silvery moon and get back home all right
But it ain’t safe to walk the streets of your home town at night
I’m a Lord man from the Lord land
But a Lord man ain ‚t worth nothing in this world no more
9. I Want My Crown 2:36
10. John Lee Hooker for President 6:06
11. Dreamer 5:04
12. Simple Tools 5:04
13. If There’s a God 3:05
14. No Hard Feelings 5:52
Meine erste digitale Filmkamera kaufte ich mir im Mai 2002 für satte 699 € bei Medion (Hersteller ist Samsung), ein digitaler Stereo MiniDV Camcorder mit TFT-2,5“-Farbmonitor, also mit MiniDV, ebenfalls kleinen Magnetbandkassetten zum Speichern der Aufnahmen. Die Kamera hat eine 800 k Pixel CCD Auflösung mit 22x optischen und 500x digitalen Zoom – Typenbezeichnung: Medion Digital Camcorder MD 9035n PAL. Über die FireWire-Schnittstelle (auch bekannt als i.Link oder IEEE 1394) konnte ich so die Videos auch am Rechner bearbeiten. Da mein späterer Rechner über eine TV-Karte verfügte, nutzte ich diese zum Übertragen der Videos. Das Bildformat entspricht im Seitenverhältnis 4:3 und hat DVD-Qualität (Auflösung 720×576 im PAL-System mit MPEG-2-Komprimierung). Hier ein Video unseres Schottland-Urlaubs 2005, das mit dieser Kamera aufgenommen wurde (eingespielt im kleinen VCD-Format – 352 × 288 Bildpunkte mit 25 Bildern pro Sekunde):
AlbinZ in Scotland 2005
Inzwischen hat sich auf dem Markt – auch bei Videokameras, heute überwiegend Camcorder genannt -, einiges getan. Das beginnt mit den Speichermedien. Da gibt es Camcorder mit eingebauten Festplatten und/oder mit Speicherkarten, meist SD-Karten (secure digital). Neben der Komprimierung der Daten mit dem MPEG2-Codec tritt ab 2007 AVCHD (Advanced Video Codec High Definition) hinzu, das mit einer noch stärkeren Kompression nach MPEG-4 (H.264/MPEG-4 AVC-Codec) arbeitet und damit kleinere Dateigrößen bei gleicher Bildqualität wie MPEG-2 bietet. Und natürlich gibt es inzwischen preiswerte Camcorder, die die höchste heute für den Konsumbereich angebotene HD-Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln aufzeichnen können (im Seitenverhältnis 16:9 in Blu-ray-Auflösung). Zum Brennen und Abspielen der aufgezeichneten Videos in Full HD benötigt man dann natürlich die entsprechenden Brenn- und Abspielgeräte (Blu-ray-Player usw.).
Während man die Qualität der Aufnahmen meiner ersten Kamera heute als bescheiden ansehen muss, waren die der ersten MiniDV-Videokamera schon wesentlich besser, aber natürlich nicht wirklich zufriedenstellend. So habe ich lange überlegt, ob ich mir endlich nach über neun Jahren eine neue zulege. Folgende Kriterien waren dabei für mich wichtig: Sie sollte einen größeren internen Speicher haben. Neben der Aufnahme in Full HD sollte sie auch eine Auflösung in DVD-Auflösung von 720 x 576 (STD: 720 x 576/50i) zulassen, möglichst größeren optischen Zoom haben und Weitwinkel. Schön wäre Dolby® Digital 5.1-Kanal-Ton neben Stereo-Ton. Die Ausgänge sollten auch alte Anschlüsse (AV-Kabel) unterstützen. Die Handhabung sollte nicht zu kompliziert sein, trotzdem die Möglichkeit geben, die Kamera auch manuell zu steuern. Wichtig natürlich auch, dass selbst Aufnahmen bei schlechter Beleuchtung noch etwas werden und keine grobkörnigen, unscharfen Bilder aufnehmen.
Nimmt man besonders den Wunsch nach einer größeren integrierten Festplatte als OK-Kriterium, dann bleiben nicht mehr allzu viele Kameras für einen vernünftigen Preis übrig. Nun kam das so, dass sich ein Arbeitskollege, der technisch versiert ist, eine neue Videokamera zulegte, die eigentlich meinen Vorstellungen entspricht.. Preis rund 600 €. Er hatte sie für 550 € bekommen. Nachteil: die Kamera ist von Sony. Nicht das ich denke, Sony stellt schlechte Geräte her, im Gegenteil: es ist u.a. Sony’s Marktstrategie, die mir nicht passt.
Immerhin hatte ich jetzt eine klare Vorstellung von dem, was ich haben wollte – samt Preis. Am Ende aber bin ich dann doch immer wieder über die Sony HDR-XR160E gestolpert, eine Kamera mit einer 160-GB-Festplatte (für bis zu 67 Std. Full HD), Weitwinkelobjektiv, 30fach optischer Zoom, 3,3 MP Foto und 7,5 cm/3″ LCD Touchscreen. Die Formate:
Video: HD (High Definition): MPEG4-AVC/H.264 AVCHD™ kompatibel (1080/50p: Originalformat), STD (Standard Definition): MPEG2-PS Audio: Dolby® Digital 5.1-Kanal
So habe ich mir die Videokamera dann Ende Juli zugelegt und mit zusätzlichem Akku (den sollte man schon haben), Tasche und einer 8 GB-SDHC-Speicherkarte etwas mehr als 580 € gezahlt. Der Preis für die Kamera allein war ein echtes Schnäppchen, wohl weil es sich um so genannte EU-Ware handelt. So gab es kein Handbuch auf Deutsch (lässt sich aber im Internet herunterladen), die Bedienung der Kamera selbst lässt sich aber in Deutsch konfigurieren. Einzigster Nachteil: Der Stromstecker für das Ladegerät ist für den angelsächsischen Markt, ist also kein Eurostecker. Aber die richtige Steckverbindung habe ich ja massenweise zu Hause liegen.
Hier die Angebote bei amazon.de mit der Kamera für den deutschen Markt: Sony HDR-XR160E
Zusätzlich habe ich mir auch gleich die passende Videobearbeitungssoftware gekauft: Corel VideoStudio Pro X4
Dabei handelt es sich um die Nachfolgesoftware vom Ulead VideoStudio, das ich in erweiterter Version als Ulead MediaStudio Pro 8 besitze, die allerdings nur das HD-Format mit HDV auf Basis von MPEG2 (u.a. HDV 1080/50i mit 1440×1080 Pixel, 25fs, 16:9 bei einer Bitrate von 25.000 kbps) unterstützt, das weitgehend von AVCHD verdrängt wurde. Da ich mangels Blu-ray-Brenner und Blu-ray-Player noch keine Full HD-Formate bei mir zu Hause in Einsatz bringen kann, filme ich zz. noch in DVD-Auflösung und kann auch diese alte Software voll nutzen. Nur zur Info: Ulead wurde von Corel übernommen.
Apropos Full HD und AVCHD: Das Bearbeiten von Videos mit AVCHD ist sehr rechnerintensiv. Da mein jetziger Rechner im November bereits 8 Jahre (in Worten: acht Jahre) alt wird und der Kauf eines neuen Rechners zwar eingeplant, aber noch nicht realisiert ist (so lange die alte Gurke noch läuft und das macht, was ich von ihm verlange, so lange lasse ich ihn laufen), warte ich mit dem Umstieg auf Full HD noch ein Weilchen. Dann benötige ich natürlich auch die anderen Endgeräte wie Blue-ray-Player und Full HD-Fernseher.
Zurück zur Kamera: Die Handhabung ist äußerst einfach und selbst für Neueinsteiger unproblematisch. Aufnahme- und Zoomfunktionen lassen sich wie bei üblichen Kameras über Tasten steuern – oder über den Touchscreen, was die Handhabung durchaus erleichtert. Über entsprechende Kabel kann man die Aufnahmen am Fernsehgerät anschauen, über das USB-Kabel und der mitgelieferten Software PMB (Picture Motion Browser) Portable auf den Rechner überspielen und dort sogar kleinere Bearbeitungen vornehmen. Die Qualität (bei mir noch in DVD-Auflösung 720×576 Pixel) ist wirklich gut. Und da ich die Video auch noch direkt z.B. an einen Analog-Fernseher anschließen kann, auch dort ‚sehenswert’, also bestens.
Gemessen an der Qualität der Aufnahmen mit meinen alten Kameras ist die Bildqualität mit dieser Kamera das, was man einen Quantensprung zu nennen pflegt. Ich bin richtig zufrieden. Und endlich keine Bandkassetten mehr. Die ‚nackte’ Kamera – mehr braucht es nicht (natürlich immer auch einen Ersatzakku dabei). Und von der Größe her entspricht der Camcorder eher einem Fotoapparat (fast schon ‚unhandlich’ klein). Hier eine erste kleine Aufnahme mit der Kamera (4:3 – im DVD-Format mit hohem Zoom-Faktor aufgenommen, die Wiedergabe bei YouTube entspricht natürlich nicht diesem Format):
Arbora Kletterwald in Bad Saarow 2011
Zuletzt noch einmal alle vier Kameras, die ich besitze, im Überblick. Man bedenke, dass sich nicht nur in der Größe im Laufe von über 20 Jahren vieles getan hat:
Lange habe ich überlegt; jetzt habe ich mir dann doch eine neue Videokamera gekauft, einen so genannten digitalen Camcorder für full HD-Aufnahmen. Also die neueste Technik mit Festplatte und allem, was man so als Hobbyfilmer braucht. Es ist insgesamt meine vierte Videokamera.
Bevor ich auf die Einzelheiten dieses neuen Camcorders zu sprechen komme, hier für den Interessierten ‚eine kleine Geschichte’ der Videokamera bzw. meiner Videokameras.
Mein Vater benutzte noch eine 8-mm-Kamera, genauer Super-8-Kamera, die diese Schmalfilme aus thermoplastischen Kunststoff benutzte, die speziell entwickelt werden mussten und nur mit Hilfe eines Projektor abgespielt werden konnten. Außerdem waren diese Filme ohne Ton.
Da ging es bei mir schon weitaus fortschrittlicher zu: Zu meiner Hochzeit vor über 21 Jahren im Mai 1990 bekam ich meine erste Videokamera geschenkt, eine von Blaupunkt: Blaupunkt Video Camerarecorder CR-8080 mit CCD-Sensoren. Heute finden sich längst keine Videokamera mehr im Sortiment dieses Herstellers. Die Aufnahmen erfolgten auf Magnetbänder im Format Video8. Für heutige Verhältnisse war die Kamera recht monströs, aber doch schon wesentlich kleiner war als z.B. Kameras mit dem VHS-C-System. Eine Freundin meiner Frau hatte eine solche Videokamera, die reichlich unhandlich war. Für die VHS-C-Bänder gab es u.a. Adapterkassetten, mit denen man die Videos über normale VHS-Videorekorder abspielen konnte. Die Filme in Video8 konnte man direkt von der Kamera aus über den Fernseher betrachten bzw. auf VHS-Kassetten überspielen. Eine digitale Version eines Video8-Videos ist unser (verkürzter) Island-Urlaubsfilm aus dem Jahre 1990:
AlbinZ in Iceland 1990
Nikon VN-6000 PAL Hi8 (Dezember 1994 gekauft)
Bereits 1989 wurde Hi8 auf dem Markt eingeführt, ein analoges Videoformat als Erweiterung des bestehenden Video8-Systems. So war meine zweite Kamera mit diesem System ausgestattet, die ich mir im Dezember 1994 zulegte, eine Nikon VN-6000 PAL Hi8 mit 24x digitalem Zoom und Stable Shot zur Stabilisierung des Bildes, um das Verwackeln zu verhindern. Man achte auf den digitalen Zoom. Damals ein Renner. Heute gibt sogar noch Akkus für diese Kamera zu kaufen. Immerhin. Beispiele für die Aufnahmen mit dieser Hi8-Kamera (vor Jahren wie das Island-Video oben ins VCD-Format – 352 × 288 Bildpunkte mit 25 Bildern pro Sekunde – digitalisiert) sind unsere Urlaube in Tunesien 1999/2000 und 2001 in Kalabrien:
Tunesien 1999/2000
AlbinZ in Calabria 2001
Der besseren Handhabung wegen kaufte ich mir etwa um die gleiche Zeit ein Abspielgerät von Sony – den Video Cassette Player EV-P300E-PAL mit HiFi-Stereo-Ton für VideoHi8. Das Gerät unterstützt allerdings auch das Abspielen von Video8-Kassetten und ist mir heute noch hilfreich, um alte Aufnahmen (über die TV-Karte und AV-Kabel) zu digitalisieren. Das ist im Seitenverhältnis 4:3 auch in DVD-Qualität (Auflösung 720×576 im PAL-System mit MPEG-2-Komprimierung) möglich.
Es war Franz Beckenbauer, der Anfang der 90er Jahre den Beginn eines goldenen Zeitalters des deutschen Fußballs beschwor. Grund: Die Wiedervereinigung bescherte dem Deutschen Fußballbund (DFB) viele Spieler der ehemaligen DDR: Sammer, dann Ballack – um nur einige Namen zu nennen. Aber der große Erfolg blieb aus. Man hatte einfach die Nachwuchsförderung vernachlässigt. Als man begriff, dass ‚fertige’ Spieler nicht wie Pilze aus dem Boden schießen, investierte man endlich in die Jugend – und in die Integration von Migrantenkindern, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind.
Der erste große Erfolg dieser Nachwuchsarbeit zeigte sich 2009 bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft in Schweden. Deutschland gewann dieses Turnier der Unter-einundzwanzigjährigen mit Spielern wie Manuel Neuer im Tor, Jérôme Boateng, Mats Hummels und Benedikt Höwedes in der Abwehr, Sami Khedira und Mesut Özil im Mittelfeld. Diese Spieler bilden heutigentags die halbe Nationalmannschaft der Senioren.
Besonders ein Stern ging bei dieser U-21-EM 2009 strahlend auf, der von Mesut Özil. Mir klingen noch immer die englischsprachigen Kommentare (im Internet) im Ohr, die bewundernd den Namen riefen: Ooooooziiil!
Dann kam die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Und ich denke da besonders an das Spiel gegen Argentinien – immerhin mit dem Weltfußballer Lionel Messi -, das Deutschland überlegen mit 4:0 gewann. Zum Weltmeistertitel reichte es dann zwar nicht, noch nicht, aber besonders die jungen Spieler rückten in das Interesse der großen Vereine – und so wechselte neben Sami Khedira auch Mesut Özil, der es immerhin in die Liste der 10 Anwärter für den Goldenen Ball (bester Spieler) bei der Fußball-WM in Südafrika geschafft hat, zu Real Madrid.
Neben Özil ist es nun ein weiterer junger Spieler, der von sich reden macht: Mario Götze, gerade 19 Jahre alt. Erste Aufmerksamkeit erregte er ebenfalls 2009 bei der U-17-Fußball-Europameisterschaft, als er mit der Mannschaft Europameister im eigenen Land wurde.
Mesut Özil ist inzwischen Spielgestalter, besser noch Designer, wie man ihn adelnd in Spanien nennt, der Königlichen aus Madrid. Mario Götze muss sich sicherlich noch ‚seine Sporen verdienen’ (neben dem U-17-Europameistertitel hat er immerhin in der letzten Saison mit Borussia Dortmund die Deutsche Meisterschaft gewonnen). Aber was er jetzt schon zeigt, zeugt von einer Kreativität, die seinesgleichen sucht. Während Özil gewissermaßen ‚der Spanier’ a la Iniesta des deutschen Teams ist, spielt Götze wie ein Brasilianer.
Aber ich möchte einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler nicht vergessen, der im Qualifikationsspiel gegen Österreich am letzten Freitag für einige sehr schöne Torvorlagen gesorgt hat: Thomas Müller.
Mit so viel Kreativität, Spielwitz und Spielfreude, konnte es mit dem deutschen Fußball nur bergauf gehen. Die Qualifikation zur nächsten Europameisterschaft ist so vorzeitig gesichert (achter Sieg im achten Spiel). Heute nun gibt es ein Testspiel gegen einen der EM-Gastgeber des nächsten Jahres, Polen. Bundestrainer Löw kündigte an, auf insgesamt sieben Positionen zu experimentieren. Besonders in der Abwehr zeigen sich noch Defizite, die behoben werden müssen. Neben der Verbesserung der Feinabstimmung hier muss das Hauptaugenmerk jetzt auf die taktische Ausrichtung gelegt werden.
Das Maß aller Dinge sind die Mannschaften Spaniens und der Niederlande. Will das deutsche Team im nächsten Jahr Europameister werden, und das will sie natürlich, dann muss sie Wege und Mittel finden, auch diese Mannschaften zu besiegen. Besonders wichtig ist dabei, Dominanz zu zeigen, um besonders die schnellen Kombinationen des spanischen Kurzpassspieles zu unterbinden. Bundestrainer Löw hat jetzt neun Monate Zeit, um eine homogene Elf zu formen. Die hervorragenden Spieler dazu hat er in der Anzahl wie selten zuvor. Dann dürfte die deutsche Mannschaft nicht nur attraktiv und schnell, sondern auch erfolgreich sein.
Alle Länderspiele bis zur EM 2012: Der Fahrplan bis zum Turnier in Polen und der Ukraine vom 8. Juni bis 1. Juli 2012
Diesmal waren es die Frauen, die Nerven zeigten und ihren Favoritenrollen nicht oder nicht ganz gerecht wurden (Kugel-, Speer- bzw. Hammerwurf). Da gab es kurzfristige Umstellungen in der Technik, die wohl noch nicht so ganz verinnerlicht waren (z.B. Betty Heidler warf erst vor kurzem Weltrekord im Hammerwurf mit dieser veränderten Technik, gewann in Daegu aber ‚nur’ Silber, weil, wie der Trainer es anschaulich beschrieb, „die Beine dem Hammer hinterher liefen“). Christina Obergföll wollte Weltmeisterin im Speerwurf werden, gewann ihrer schwachen Nerven wegen aber nur ‚Blech’ (vierter Platz). Viel besser machte es da Matthias de Zordo, männlicher Speerwerfer. Er überraschte angenehm und gewann Gold. Noch überraschender ist die Goldmedaille für den jungen David Storl im Kugelstoßen. Gegen seinen Teamkollegen Ralf Bartels, der ‚nur’ Zehnter wurde, wirkt er übrigens wie ein Hänfling. Technik und Kaltschnäuzigkeit ist eben alles. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Robert Harting – trotz eines lädierten Knies.
Zu den positiven Überraschungen gehört sicherlich auch Martina Strutz, die Silber im Stabhochsprung gewann. Sie machte es auf jeden Fall besser als ihr sich selbst zum Favoriten ernannte Kollege Malte Mohr.
Neben schwachen Nerven sind es dann die leeren Akkus, die die fehlende Topform erklären sollen. Bemerkenswert hier die beiden Herren Weitspringer, Christian Reif und Sebastian Bayer, die unisono im Misserfolg vereint das Klagelied vom ‚leeren Akku’ sangen. Aber nächstes Jahr bei Olympia in London, da wird dann alles anders. Sollte es auch, ansonsten sollten die Herren trotz ihrer großen Talente die Sportförderung zurückzahlen. Für leere Akkus wird nämlich nicht gezahlt.
Am Ende sind es sieben Medaillen geworden. Die männlichen Werfer dürfen mehr als zufrieden sein. Die Damen sollten ihre Nerven stählen. Die Läufer laufen zwar – aber der Weltspitze hinterher. Nächstes Jahr ist dann Olympia angesagt. Und ein Jahr später die nächste WM der Leichtathleten in Moskau.
Seit Mittwoch betrachte ich mich als wunschlos glücklich. Zumindest in einer Sache. Wer in allem wunschlos glücklich ist, der ist tot. Wünsche hat man immer wieder, leider auch künstlich erzeugte, dann sind das aber keine echten Wünsche mehr, dann ist es Begierde.
Ach, was schreibe ich da. So hoch hinaus wollte ich eigentlich nicht. Streiche ich alles, was nach Philosophie stinkt. Ich habe mir etwas gegönnt, käuflich erworben, was mir ‚zu meinem Glück’ bisher noch fehlte.
Ja, ich schrieb es hier bereits: Ich bin dem Charme der 60er Jahre verfallen: „Mit Schirm, Charme und Melone“, das war mein Ding. Aber auch die 70er Jahre konnten mich ‚glücklich’ machen – z.B. mit Loriot, der leider vor Kurzem verstorben ist. Das ‚Glück’ war vollkommen mit Monty Python’sFlying Circus, der am 5. Oktober 1969 seinen Einstand im britischen Fernsehen hatte. Die deutschsprachige Erstausstrahlung erfolgte dann am 8. September 1971, also vor fast genau 40 Jahren.
Das Ernst Deutsch Theater in Hamburg ist mit 744 Sitzplätzen. Deutschlands größtes privatgeführtes Theater. Die Spielstätte befindet sich am Friedrich-Schütter-Platz im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst, Bezirk Hamburg-Nord, im ehemaligen, 1962 geschlossenen UFA-Palast-Kino an der Mundsburg.
Bis zum 24. September d.J. wird nun am Ernst Deutsch Theater in der Regie von Wolf-Dietrich Sprenger das Stück Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt aufgeführt. Diese Komödie entstand 1961, ist also fast 50 Jahre alt, und wurde am 21. Februar 1962 unter der Regie von Kurt Horwitz im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. 1980 überarbeitete Dürrenmatt das Theaterstück zu einer Endfassung für seine Werkausgabe. Diese Fassung Die Physiker. Eine Komödie in zwei Akten habe ich mir jetzt zugelegt, um das Stück zu lesen, bevor ich es mir dann voraussichtlich am nächsten Wochenende mit meinen Söhnen anschauen werde.
In einem Privatsanatorium leben unter Aufsicht von Frau Dr. von Zahnd drei verrückte Physiker: Ernst Heinrich Ernesti, der sich für Einstein hält, Georg Beutler, der meint, Newton zu sein, und Johann Wilhelm Möbius, dem regelmäßig König Salomon erscheint. Bereits zum zweiten Mal ist hier eine Krankenschwester erdrosselt aufgefunden worden. Die mysteriösen Morde soll Inspektor Voss aufklären …
Seit Donnerstag ist es bereits wieder soweit, das Alstervergnügen 2011 – rund um die Hamburger Alster. Besonders sehenswert ist jeweils um 22 Uhr das 18. Internationales Feuerwerkfestival. Ansonsten wird auf diversen Bühnen einiges dem werten Publikum geboten. Und das Wetter spielt auch mit.
Als wir vor wenigen Wochen in Brandenburg Urlaub machten, stolperten wir über einen Aushang der Märkischen Oderzeitung, Ostbrandenburds Tageszeitung: Ostbrandenburd? Mit einem d? Schönheitsfehler kommen überall wohl einmal vor.
Schwäne haben etwas Majestätisches, wenn sie so sanft über das Wasser gleiten (weniger, wenn sie über Land watscheln). Wegen des rein weißen Gefieders der europäischen Arten und der eindrucksvollen Größe sind sie in zahlreiche Mythen und Märchen eingegangen.
Schwanenfamilie auf dem Scharmützelsee/Brandenburg
„Im Europa des Mittelalters galt die Schwanenhaltung auf offenem Gewässer als Hoheitsrecht. Als politisches Symbol der Unabhängigkeit vom Deutschen Reich stellte z. B. der Rat der Stadt Hamburg 1664 die Belästigung der Alsterschwäne (Höckerschwäne auf der Alster) unter Strafe. Futterzahlungen der Stadt an die Tiere lassen sich ab 1591 belegen. Heute werden die Tiere von einem Schwanenaufseher (Volksmund: Schwanenvater) betreut. Seit 1957 wird im Winter für die ca. 120 Tiere der Eppendorfer Mühlenteich eisfrei gehalten.“