Die Nächte sind immer noch kalt. Doch so langsam kommt nun doch der Frühling und die Blumen und Sträucher im Garten werden grün und beginnen zu blühen. Wird auch langsam Zeit …
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| Blumenpracht in AlbinZ Garten (April 2008) | |
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Die Nächte sind immer noch kalt. Doch so langsam kommt nun doch der Frühling und die Blumen und Sträucher im Garten werden grün und beginnen zu blühen. Wird auch langsam Zeit …
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Gestern stellte ich meine 10 Lieblingslieder vor. Heute nun weitere 10 Lieder, die ich ebenfalls sehr gut finde und sie daher dem geneigten Publikum vorstellen möchte – wenn auch in etwas kürzerer Form, aber wieder nur dem Alphabet nach.
Paul Brady ist vielleicht durch seine frühere Zusammenarbeit mit der irischen Band Planxty bekannt und seit Ende der 70-er Jahre meist solo unterwegs.
They say the skies of Lebanon are burning
Those mighty cedars bleeding in the heat
They’re showing pictures on the television
Women and children dying in the street
And we’re still at it in our own place
Still trying to reach the future through the past
Still trying to carve tomorrow from a tombstone…
Paul Brady: The Island
Zu Kate Bush keine weiteren Worte mehr. Ich habe hier ein Lied herausgesucht, das sie mit Peter Gabriel zeigt:
Kate Bush & Peter Gabriel: Don’t Give Up
Wie Kate Bush so ist auch Sandy Denny eine Sängerin mit einer ungewöhnlichen Stimme – leider gewesen. Sie verstarb früh. Bekannt ist sie u.a. auch durch die Zusammenarbeit mit Fairport Convention (der B-Mannschaft von Jethro Tull – wie ich es einmal nannte).
Sandy Denny – Who Knows Where The Time Goes (solo acoustic)
Alex, Kretakatze und auch Lockwood mögen mir verzeihen, wenn ich Dire Straits mit Mark Knopfler nicht unter den ersten zehn in meiner persönlichen ‚Hitparade’ aufgeführt habe. Aber es gibt so viele schöne Lieder, die es geschafft haben, die Sultane des Swings zu verdrängen.
Dire Straits mit Mark Knopfler: Sultans of Swing (live)
Von den Instrumentalisten der niederländischen Gruppe Flairck hatte ich vor einiger Zeit bereits Lockwood berichtet. Sie feierten jetzt eine Reunion, wie es wohl neu-deutsch heißt. Hier ein Ausschnitt aus dem neuen Programm – wundervolle Musik wie ich finde.
Flairck: Voorspel in Sofia
Richie Havens: License to Kill
Richie Havens wurde wohl durch seinen Auftritt in Woodstock 1969 bekannt und durch seine Coverversionen von Liedern – von den Beatles (Here comes the Sun – Strawberry Field Forever) bis hin zu Bob Dylan. Charakteristisch ist neben der tiefen, sonoren Stimme sein Gitarrenspiel mit offener D-Stimmung (beim Anschlagen der leeren Saiten erklingt der D-Dur-Akkord). Akkorde spielt er somit meist mit dem Daumen, wie auch nachfolgend zu sehen ist.
Richie Havens: License To Kill
Für meine Mark Knopfler-Fans: Dieses Bob-Dylan-Lied gibt es auch mit dem Meister persönlich – und von Herr Knopfler begleitet: License to Kill.
Wie schon angedeutet, so habe ich eine besondere Beziehung zu afrikanischer Musik – und das nicht nur in Klanggestalt afro-amerikanischer Musik (wie Soul, Reggae usw.), sondern nativ vom schwarzen Kontinent selbst. Ich hatte in diesem Blog bereits über Desert Blues – Musikprojekt aus Mali berichtet. Als einen weiteren musikalischen Vertreter Afrikas möchte ich hier Baaba Maal aus dem Senegal vorstellen mit dem Lied: Goongama
Aimee Mann habe ich auch bereits zweimal vorgestellt (Calling it Quits und mit dem Weihnachtslied One More Drifter in the Snow).
Hier die kühle Blonde mit einem weiteren Lied, wohl meinem Lieblingslied von ihr:
Aimee Mann: Ghost World
Suzanne Vega: Luka
Eine weitere Sängerin und Songwriterin, Suzanne Vega, möchte ich nicht vergessen. Das Ungleichgewicht männlich – weiblich ist groß genug, auch bei mir. Aber nicht deshalb, sondern weil ich das Lied „Luka“ immer wieder gern höre (und auch viele der anderen Lieder von Suzanne Vega) … hier die Live-Fassung:
Suzanne Vega: Luka
Zuletzt Frank Zappa. In die Top Ten hat er es bei mir zwar nicht geschafft, aber würde ich ihn unterschlagen, dann täte ich auch einer meiner (vielen) Seelen Qual an. Zappa präsentiert den ironisch bis leicht zynischen Zug in mir. Don’t Eat the Yellow Snow kennen wir bereits. Bobby Brown ist zwar lange nicht das beste Lied aus der Feder des Meisters, aber das erfolgreichste (hier ebenso ‚erfolgreich’ verkörpert durch George W. Bush).
Da Frank Zappa auch ein großartiger Gitarrist war, hier ein Stück, in dem er etwas von dieser Kunst zeigen (hören) lassen darf: Cosmic Debris (ließe sich vielleicht mit „kosmischer Tinnef“ übersetzen).
Frank Zappa: Cosmic Debris
Da habe ich mich auf etwas eingelassen, als ich ankündigte, eine Art Top Ten, also die Charts meiner Lieblingslieder zu nennen, und es sollte immer nur ein Lied sein – pro Gruppe bzw. Interpret. Was sollte da z.B. das mir liebste Stück von Jethro Tull sein?
Und jetzt hat Alex auch noch vorgelegt, indem er uns mit Mein persönlicher Chart eine Liste seiner hörenswerter Lieder und Stücke präsentierte.
Nach einigem Hin und Her sind 20 Bands und Einzelinterpreten verblieben, die ich hier in zwei Gruppen vorstellen möchte. Die erste Gruppe entspricht meiner Top Ten, wobei ich auf Platzierungen wohlweißlich verzichtet habe (weil es mir einfach nicht möglich ist zu sagen, welches Lied ich besser als ein anderes finde). Daher die Auflistung nach dem Alphabet. Und die zweite Gruppe repräsentiert Lieder, die bei mir vielleicht nicht ganz oben anstehen, die ich aber doch so gut finde, um sie unerwähnt zu lassen (dazu morgen mehr).
Wie Lockwood erwähnte: „Eine Liste, die ich heute erstellen würde, sähe schon anders aus als eine Liste, die ich vor einem Jahr aufgestellt hätte. Aber es gibt Lieder, die man in allen Phasen des Lebens im inneren Ohr hat. Diese Songs gilt es aufzulisten.“ Genau das habe ich unter Berücksichtigung meiner unterschiedlichen Lebensabschnitte versucht zu tun.
Joan Armatrading: Down to Zero
Joan Armatrading habe ich bereits in mehreren Beiträgen vorgestellt. Für mich ist sie eine außergewöhnliche Songwriterin, die mich auch in einigen Live-Konzerten zu überzeugen wusste.
Joan Armatrading: Down To Zero (02/15/1979)
Ry Cooder: Get Rhythm
Erst dieser Tage habe ich mich in einem Beitrag seiner Gitarrenkünste angenommen. Ich finde seine Musik frisch und immer wieder aufmunternd. Es gibt auch bei ihm viele Lieder, die mir gefallen. Bleibe ich aber bei der Cover-Version des Johnny-Cash-Liedes „Get Rhythm“.
Ry Cooder: Get Rhythm
Cream: White Room
Hier haben sich drei Meister ihres Fachs getroffen: Ginger Baker, der mit seinen Trommelkünsten auch bei afrikanischen Musikern überzeugen konnte, und die haben den Rhythmus bekanntlich im Blut. Dann Jack Bruce, der den Bass aus seiner reinen Begleiterfunktion zu einem Soloinstrument erhob. Last not least Eric Clapton, der ‚Gott’ der Rockgitarristen. Hier eine Aufnahme der Reunion-Konzerte vom Mai 2005; die DVD dazu ist einfach super. Lange habe ich überlegt, ob ich nicht auch die Gruppe Colosseum mit dem Lied „Theme for an Imaginary Western“ hier aufnehmen sollte (wie „White Room“ stammt diese Lied aus der Feder von Jack Bruce). Dieses Lied von Cream soll genügen.
Cream: White Room ((Royal Albert Hall May, ’05)
Gentle Giant: The Advent of Panurge
Zusammen mit Gruppen wie Yes, Emerson, Lake & Palmer und natürlich auch Jethro Tull galt Gentle Giant als eine der Hauptvertreter des Progressive Rocks etwa Anfang bis Mitte der 70-er Jahre. Sicherlich ist es eine teilweise schwerverdauliche, da sehr ‚kompakte’ Musik mit vielen Finessen. Nichtsdestotrotz faszinierte mich besonders die Musik von Gentle Giant von Anfang an.
Gentle Giant: The Advent of Panurge
Im Alphabet folgt Jethro Tull … mit „Thick as a Brick“. Ja, hier tat ich mich besonders schwer. Ist sicherlich auch verständlich. Eines der ersten Stücke, das ich von meiner ‚Lieblingsband’ sah und hörte, war „Living in the Past“ 1969 im Fernsehen. Es war gewissermaßen die Initialzündung für meine Vorliebe für Jethro Tull. Daher wollte ich erst dieses Stück auch in meine Charts aufnehmen. Nach langer Überlegung habe ich mich dann doch für „Thick as a Brick“ entschieden, es ist ein geradezu geniales Stück Musik, und weil es ein etwas sehr langes Stück ist, so steht hier der Anfang des Stücks mit der akustischen Gitarre und dem Gesang von Ian Anderson (und ein bisschen mehr):
Really don’t mind if you sit this one out.
My words but a whisper your deafness a SHOUT.
I may make you feel but I can’t make you think.
Your sperm’s in the gutter your love’s in the sink.
So you ride yourselves over the fields and
you make all your animal deals and
your wise men don’t know how it feels to be thick as a brick.
Jethro Tull: Thick as a Brick – Part 1 (02/10/1977)
Es ist auch noch nicht so lange her, da berichtete ich hier über die drei Gitarrenheroen Paco de Lucia, John McLaughlin und Al di Meola. Ich denke alles für mich Wesentliche dort aufgeführt zu haben, was die gemeinsamen Auftritte der drei betrifft.
Ich habe nun einmal zwei Seelen in meiner Brust (wahrscheinlich sind es noch mehr), da kommt neben der Begeisterung für einfache Dinge, manchmal auch der Drang ‚nach Höherem’ hervor. Hier nochmals das Gitarrentrio mit „Mediterranean Sundance“.
Paco de Lucia – John McLaughlin – Al di Meola: Mediterranean Sundance
Schon früh kam ich mit der Musik von Schwarzen in Berührung (aber das ist schon wieder ein Thema für sich). Neben Soul (hier sei nur der Name Curtis Mayfield genannt) war es besonders der Reggae, der mir immer wieder sehr gut gefällt. Bekanntester Vertreter dieser Musik der Insel Jamaika ist bzw. war natürlich Bob Marley. Hier ein Lied, das wohl jeder schon einmal gehört hat:
Reggae – Bob Marley: No Woman No Cry
Auch zu Herman van Veen möchte ich keine weiteren Worte verlieren. Seine Musik hat mich eine längere Zeit begleitet. So zählt das Lied „Ich habe ein zärtliches Gefühl“ (die zarte Seele in meiner Brust meldet sich hier) zu meinen absoluten Lieblingsliedern. Hier die holländische Fassung des Liedes:
Herman van Veen – Ik heb dat tedere gevoel
Das folgende Lied findet sich hier, nicht weil ich besonders Hannes Wader mag, sondern weil es auf wunderbare Weise meine Wahlheimat, den Norden Deutschlands spiegelt. Ich mag die plattdeutsche Sprache, die leider vom Hochdeutschen fast gänzlich abgelöst wurde. Und speziell an diesem Lied mag ich die leise Melancholie: Min Jehann.
Hannes Wader: Min Jehann (aus: Plattdeutsche Lieder – 1974)
Zuletzt in meinen Top Ten findet sich Tom Waits. Für diejenigen, die mich kennen, ist das klar: Der gute Tom darf nicht fehlen. Und es sind gleich zwei Lieder, die sich ähneln und es mir schwer machen, mich zu entscheiden: „In the Neighborhood“ und „Take Care Of All My Children“. Ich habe mich für das ältere der beiden Lieder entschieden:
Tom Waits – In The Neighborhood – 1983
Meine Frau ist der Meinung, dass alle Inselbewohner irgendwie noch Piraten sind. Das trifft sowohl für die Hebriden an Schottlands Westküste, für die Nord- und Ostfriesische Inseln, wie auch für Deutschlands einzigster Hochseeinsel Helgoland zu, um nur einige Inseln bzw. Inselgruppen zu nennen. Inselbewohner neigen dazu, Touristen und dergl. ‚auszuplündern‘ 🙂
Gar nicht verwunderlich ist es daher, dass wir gerade auf Helgoland auch einen Piratenteddybären fanden, den meine Frau natürlich gern in ihrer Sammlung aufnahm, ein Pirat mit Augenklappe, Kopftuch, Holzbein und einem piratenmäßigen Hemdchen.
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Piratenbär mit Augenklappe, Kopftuch, Holzbein und Piratenhemd Drezi-Plüsch – Art.Nr. 0/2020 von der Firma Dressler & Zimmerhackl KG, Karlsruhe (Großhandel mit Im- und Export) gekauft auf Helgoland |
| Bärchen Pirat – von Drezi-Plüsch | |
Jens Lehmann ist also wütend. Immer wieder drückt er die Ersatzbank (die arme Ersatzbank). Und so schließt er nun einen Wechsel zu einem anderen großen europäischen Club nicht mehr aus. Hat er da die Rechnung ohne den Wirt gemacht? Welcher große Club sollte Interesse an dem Torwartopa haben?
Da mahnt der IOC-Chef in Peking die Einhaltung ihrer „moralischen Verpflichtungen“ in der Menschenrechtsfrage und Pressefreiheit an und kassiert dafür einen Rüffel: „Wir hoffen, die IOC-Funktionäre halten sich an die Olympische Charta“, rügte eine Sprecherin des Außenministeriums.
Und UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon kommt offenbar auch nicht zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking. Ausrede: „terminliche Probleme“!
Bisher war ich gegen einen Boykott der Spiele. Ich beginne aber so langsam, diese Meinung zu revidieren. Und: Produkte „Made in China“ werde ich nicht mehr kaufen.
Älteren droht Rente auf Hartz-IV-Niveau
Der Deutsche Gewerkschaftsbund befürchtet eine dramatisch zunehmende Altersarmut in Deutschland. Spätestens in 15 Jahren werden Millionen Rentner von Sozialhilfe leben müssen, denn viele waren lange arbeitslos (für ein Jahr Hartz IV bekommt man später gerade einmal 2,19 Euro monatliche Rente) oder hatten Jobs mit Niedriglohn.
Dann rächt sich die verfehlte Arbeitsmarktpolitik ein 2. Mal.
Tagesmütter: Steuer erst 2009?
Ab 1. Januar 2008 sollten die rund 30 000 staatlich geförderten Tagesmütter ihre Einkünfte versteuert. Bisher waren diese einkommensteuerfrei. Der Termin soll nun um ein Jahr verschoben werden.
Irgendwie kneift es da im Kragen von Herrn Steinbrück: Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite mehr Kinderbetreuungsplätze gefordert werden und auf der anderen Seite das Pflegegeld der vom Jugendamt vermittelten Tagesmütter besteuert werden soll. Die volle Steuerpflicht steht im Gegensatz zum gesamtgesellschaftlichen Interesse an einem massiven Ausbau der Kinderbetreuung.
Berlusconi gewinnt Italien zurück
Silvio Berlusconi hat es ein drittes Mal geschafft, Ministerpräsident von Italien zu werden. Meineid, Richterbestechung, Schmiergeldzahlungen, Bilanzfälschungen und Steuerbetrag – wie kein anderer „eignet“ sich dieser Mann für dies hohe politische Amt. Glückwunsch!
Zu Ry Cooder habe ich mich bereits in mehreren Beiträgen (Ry Cooder: Stand by Me – Another Record by Ry Cooder: Three Chords and the Truth – Buena Vista Social Club) geäußert und dabei besonders auf seine Verdienste um die traditionelle amerikanische Musik verwiesen.
Heute möchte ich den Gitarristen Ry Cooder würdigen. Wenn das Rolling Stone-Magazin ihn an 8. Stelle unten den besten Gitarristen aller Zeiten führt, dann muss schon etwas an ihm dran sein, das andere Gitarristen nicht aufzuweisen haben. Er ist mit Sicherheit einer, wenn nicht gar der beste Slide-Gitarrist der Blues- und Rockmusik und hat im Laufe der Jahre auch immer wieder als Studiomusiker mit anderen großen Musikern zusammen gespielt (von den Stones über Clapton bis hin zu Captain Beefheart). Technisch ist Cooder eine Klasse für sich.

In Europa ist Ry Cooder (ähnlich wie David Lindley, mit dem er auch lange Zeit zusammenspielte) ziemlich unbekannt geblieben, was sicherlich mit seiner Musik zu tun hat. Cooder hat sich immer wieder aus dem breiten Spektrum amerikanischer Musik bedient und dabei wenig auf bestehende Trends geachtet. In Deutschland ist er allerdings durch seine Zusammenarbeit mit dem Filmregisseur Wim Wenders bekannt geworden; u.a. schrieb Ry Cooder die Filmmusik zu „Paris, Texas“ (1984) – hier die Eingangssequenz zu dem Film.
Die bekanntesten Alben von Ry Cooder sind „Chicken Skin Music“ (1976), „Bop till you Drop“ (1979), das überhaupt erste digital aufgenommene Album der Rockgeschichte, und „Get Rhythm“ (1987).
Von zuletzt genannten Album hier der Titelsong:
Ry Cooder: Get Rhythm
Fans von Johnny Cash werden es gleich gemerkt haben. Das Lied stammt aus dessen Feder. Ry Cooder hat zwar viele Lieder selbst geschrieben, aber er hat sich – wie bereits erwähnt –auch immer wieder bei anderen Autoren bedient (von Elvis über Chuck Berry bis eben hin zu Johnny Cash). Die gecoverten Versionen klingen dabei aber immer typisch wie Ry Cooder (und sind nach meiner Meinung oft auch besser als die Originale).
Hier zum Vergleich (bei youtube zu finden) die Originalversion Johnny Cash – Get Rhythm aus dem Jahre 1956 und eine neuere Fassung mit Martin Del Ray.
1992 gründete Ry Cooder mit John Hiatt (Gesang, Gitarre, Klavier), Nick Lowe (Bass) und Jim Keltner (Schlagzeug) die Gruppe Little Village, die sich aber (wie bei anderen Gruppen dieser Art: Supergroups genannt) schnell wieder trennten. Jim Keltner hatte aber bereits viele Jahre zuvor mit Cooder zusammengearbeitet (u.a. auf den drei oben genannten Alben). Auch diese Gruppe blieb in Europa ziemlich unbekannt. Hier ein Video mit Little Village:
Little Village – She Runs Hot (Live)
Eine Zeitlang arbeitete Ry Cooder mit Musikern aus anderen Kulturen zusammen, so aus Indien, Nordafrika und Südamerika, zum Beispiel mit Ali Farka Touré aus Mali. Für seine Arbeit mit dem indischen Gitarristen Vishwa Mohan Bhatt erhielt er 1994 einen Grammy, übrigens nicht der einzigste (6 Grammys hat Cooder inzwischen in seiner Sammlung).
Zuletzt zwei weitere Videos (ebenfalls bei youtube zu finden) mit Ry Cooder, die uns das besondere Spiel Cooders auf der Slide-Gitarre aufzeigen. Bemerkenswert finde ich die Begleitung, zum einen Flaco Jimenez mit dem Akkordeon, dann die schwarzen Sänger (u.a. Bobby King), die etwas ‚abgerissen’ aussehen, so als hätte Cooder sie soeben auf der Straße aufgelesen, die aber durch ihren Gesang beeindrucken.
Ry Cooder : At The Dark End Of The Street
Ry Cooder – How Can A Poor Man Stand Such Times And Live
Nicht genug, dass das Bankenwesen mit obskuren Derivaten (US-Immobilienanleihen) Milliarden Euro in den Sand setzte; das Geld wird keiner wiedersehen und kann nur noch als Verlust abgeschrieben werden – die nächste viel größere Krise schleicht sich durch die Hintertür bis in unsere Wohnzimmer: eine weltweite Hungerkrise durch besonders in der letzten Zeit enorm gestiegene Lebensmittelpreise.
Allein der Preis für Weizen ist seit dem Jahr 2000 um über 200 % gestiegen (allein von 2007 an um rund 100 %). Verantwortlich für diese Preissteigerung wird besonders der Anbau von Pflanzen für Biosprit und damit verbunden die Biosprit-Strategie in den Industrieländern gemacht. Statt Weizen werden Raps und andere Ölsaaten angepflanzt.
Es wird Zeit, dass vor allem die deutsche Autoindustrie begreift, dass Kraftfahrzeuge produziert werden müssen, die mit anderen Techniken ausgerüstet und somit mit anderen Treibstoffen betrieben werden können.
Ansonsten muss über kurz oder lang darüber gesprochen werden, ob der motorisierte Individualverkehr in der heutigen Form überhaupt noch tragbar ist. Fossile Energie (Erdöl und Erdgas) ist nicht unerschöpflich, sodass erneuerbare Energien her müssen. Der Anbau von Pflanzen für Brennstoffe aus Biomasse ist der am wenigsten geeignete Weg (mit dem Anbau von Raps auf der gesamten derzeitigen deutschen Anbaufläche könnten maximal 10 Prozent des im Verkehrssektor benötigten Diesels ersetzt werden).
Ich fürchte aber auch, dass Spekulationen am Finanzmarkt preistreibend wirken, z.B. bei Geschäften, deren Preisbildung auf der marktabhängigen Bezugsgröße des Weizenpreises beruht. Bestimmte Händler haben ein großes Interesse daran, dass der Preis hoch ist. Es wird daher endlich Zeit, dass derart fiktive Finanzgeschäfte eingeschränkt werden. Leider ist das aus heutiger Sicht illusorisch.
Darüber hinaus geht es bei der neuen Krise nicht nur um finanzpolitische und wirtschaftliche Fragen, die Krise könnte vor allem zu einem Demokratie-Problem werden.

Es ist wie ein globales Räderwerk. Wenn ein Rädchen klemmt, dann werden andere Räder betroffen – bis zum Stillstand des Räderwerks. Am Ende ist jeder von uns betroffen. Nur schnelles Handeln kann das Räderwerk am Laufen halten.
Was kann jeder von uns tun? Sicherlich können wir dafür sorgen, unseren eigenen Energieverbrauch zu reduzieren (z.B. am Wochenende die Brötchen nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen). Dann kann man sich ganz einfach übers Internet an Aktionen und Kampagnen für mehr Gerechtigkeit beteiligen, z.B. avaaz.org. Die Globalisierung ist nicht zu stoppen. Nutzen wir daher die Instrumente, um selbst global mitzusprechen.
siehe auch zdf.de: „Hunderttausende werden an Hunger sterben“
Wie es ist, in Harburg aufzuwachsen, das weiß Heinz Strunk genau. Harburg, nicht Hamburg. Mitte der 80er ist Heinz volljährig und hat immer noch Akne, immer noch keinen Job, immer noch keinen Sex. Doch dann wird er Bläser bei „Tiffany“, einer Showband, die auf den Schützenfesten zwischen Elbe und Lüneburger Heide bald zu den größten gehört. Aber auch das Musikerleben hat seine Schattenseiten: traurige Gaststars, heillose Frauengeschichten, sehr fetter Essen und Hochzeitsgesellschaften, die immer nur eins hören wollen: „An der Nordseeküste“ von „Klaus und Klaus“.
Wer wie ich eine Zeitlang in einer Band gespielt hat, die auf Betriebs- und Bürgerfesten viele Auftritte hatte, der kann gut nachvollziehen, was Heinz Strunk alias Mathias Halfpape alias Jürgen Dose (der mittlere ist wohl der richtige Name) in seinem Buch „Fleisch ist mein Gemüse“ beschreibt, das ich vor vier Jahren genussvoll gelesen habe. Vor allem, wenn das beschriebene Geschehen noch vor der Haustür passierte.

Am 17. April kommt das Buch jetzt in einer Verfilmung von Christan Görlitz (auch Buch) mit Maxim Mehmet als jungen Heinz Strunk ins Kino. Ich bin gespannt, obwohl erste Verlautbarungen verheißen, dass der Film lange nicht an das Buch heranreichen soll. Außerdem bietet die Verfilmung im Vergleich zum Buch einen anderen Aufbau bezüglich der Rahmenhandlung. Im Film tritt nämlich der echte Heinz Strunk als er selbst mit in Erscheinung. Da er für die Rolle als Jugendlicher inzwischen zu alt ist, wurde eine neue Rolle hinzu geschrieben. Strunks Rumpf hängt, ähnlich wie eine Jagdtrophäe an der Wand eines Zimmers. Ihm gegenüber prangt ein Plüsch-Hirsch, mit dem sich Heinz unterhält. Zwischen den beiden spannt sich die versinnbildlichte Kinoleinwand, auf der sich das Leben von Heinz als Jugendlicher abspielt.
Für alle meine Jethro Tull-Fans: Heinz Strunk hat in seinem Buch Herrn Ian Anderson gewissermaßen ein literarische Denkmal gesetzt (auch wenn dieser am Ende nicht mehr ganz so gut wegkommt). Dort steht:
Aber die Musik ließ mich nicht los. Ein halbes Jahr später hörte ich zum ersten Mal die britische Band Jethro Tull und war elektrisiert. Der Frontmann Ian Anderson hatte sich historische Verdienste um die Rockmusik erworben: Er war der erste Mensch der Welt, der in einer Rockband Querflöte spielte!
Auf einmal wusste ich, was ich wirklich wollte: Ich wollte sein wie Ian Anderson, und ich wollte Querflöte spielen. Das mit Ian Anderson sagte ich Mutter natürlich nicht. Ihr gegenüber tat ich wieder harmlos, und sie willigte auch sofort ein („Aber du weißt, dass du dann auch üben musst, sonst bringt das nichts.“ – „Jaja.“) Weihnachten 1976 lag eine nigelnagelneue Querflöte von Yamaha unterm Tannenbaum. Tagelang bestaunte ich das wunderschöne Instrument, baute es zusammen und wieder auseinander und versuchte vergeblich, ihm Töne zu entlocken. So verbrachte ich die Zeit bis zum Unterrichtsbeginn damit, zu Jethro-Tull-Platten vor dem Spiegel zu posieren: Ich stand wie mein großes Vorbild einbeinig wie ein Storch vor dem Spiegel und tat so, als ob. Das war nämlich Ian Andersons Markenzeichen: einbeiniges Spiel. Genial! Ich fand, dass das die beste Performance seit Einführung des Showbusiness überhaupt war. Für meine Playbacks vor dem Spiegel hängte ich mir den guten Pelz von Oma um, denn Ian Anderson und seine Mannen hatten wirre, lange Haare und Bärte, und sie trugen Pelzmäntel. Richtige Freaks! Die hysterische Antipelzstimmung war damals noch weitgehend unbekannt. Für mich waren sie die größte Rockband aller Zeiten, scheiß auf die Beatles! Ich habe nie wieder jemanden so nachgeeifert wie dem zauseligen Storchenkönig und über Jahre nichts, aber auch wirklich gar nichts anderes gehört als Jethro Tull. Leider durfte ich mir die Haare nicht so lang wachsen lassen wie meine Vorbilder. Sobald die Spitzen die Ohren bedeckten, bekam der Blick meines Großvaters etwas Starres: „Du siehst ja schon wieder aus wie ein Beatle.“ Und ab ging’s zum Bahnhofsfriseur, ausgerechnet zum Bahnhofsfriseur! Meine Familie war eindeutig der Meinung, dass der dort tätige Jugoslawe hervorragend Haare schneide. Opa und ich also hin zum Harburger Bahnhof, ein fragender Blick des serbischen Meistercoiffeurs und dann das Todesurteil meines Großvaters: „Fasson!“ Ratzekahl wurde die Rübe abgeschabt, und ich sah so aus wie einer aus der geschlossenen Abteilung.
Trotzdem übte ich weiter begeistert Flöte. Nach einem Jahr begann ich auch noch mit Klavierstunden, da man Klavier für die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule braucht. Denn so viel stand fest: Ich würde Berufsmusiker werden! Mutter war zufrieden, nur meine Begeisterung für Rockmusik war ihr nach wie vor suspekt. („Hör doch mal richtig hin, Heinz, da wiederholt sich doch ständig alles, und dazu dieser monotone Rhythmus, immer nur bumbumbum, du bis doch musikalisch, da musst doch hören, dass das primitiv ist.“) Ich übte wie ein Verrückter! Manchmal stand ich schon um vier Uhr morgens auf, um vor der Schule zwei Stunden zu flöten: Mit siebzehn kam noch das Saxophon hinzu. Und dann entdeckte ich den Jazz.
Jazz war viel anspruchsvoller als Rock. John Coltrane konnte tausendmal besser spielen als Ian Anderson, Ritchie Blackmore und Emerson, Lake and Palmer zusammen! Der Jethro-Tull-Frontmann gefiel sich immer noch in seiner Rolle als lächerlicher Rockstorch, doch ich war schon viel weiter als er, übte wie ein Irrer Jazzstandards, versuchte hinter das Geheimnis der alterierten Tonleiter zu kommen und wie man am elegantesten von f-Moll nach Des-Dur moduliert.
aus Kapitel: Lehrjahre sind keine Herrenjahre (S. 43 f./1985)
Überhaupt nicht gut kommt Todtglüsingen weg, ein Ortsteil von Tostedt, der 1972 eingemeindet wurde. Immerhin widmet Heinz Strunk dem Ort ein ganzes Kapital (Geisterstadt). Allerdings muss er sich hier geografisch arg getäuscht haben. Das mit dem Edeka-Laden mag noch stimmen, aber ansonsten spricht nichts dafür, dass es sich um das reale Todtglüsingen handelt. Weder Schützenverein noch freiwillige Feuerwehr haben sich aufgelöst. Hier ein Teil des Textes:
Es kam in diesem Jahr noch eine weitere Karnevalsveranstaltung hinzu, der Todtglüsinger Faslam. Todtglüsingen war ein im Laufe weniger Jahre völlig verarmtes Dorf. Viele der Bewohner wurden arbeitslos, Höfe mussten zwangsversteigert werden, dann machte auch noch der einzigste Edeka-Laden dicht, und irgendwie ging alles den Bach hinunter. Die Todtglüsinger hockten entweder den ganzen Tag zu Hause vor dem Fernseher. Oder sie saßen im einzigen Gasthof, dem Gasthof Bruhn, und soffen. Gesoffen haben sie natürlich auch zu Hause. Die jungen Leute sahen zu, dass sie Land gewannen, und zurück blieben die Alten, Kranken, Kraft- und Mutlosen. Selbst Schützenverein und Freiwillige Feuerwehr hatten sich aufgelöst. Der Ort war dem Untergang geweiht. Das letzte gesellschaftliche Ereignis war der Faslam, der natürlich im Gasthof Bruhn gefeiert wurde. Der Bruhn’sche Festsaal verfügte über keine Bühne, sodass wir mitsamt unserer Anlage quasi auf der Tanzfläche standen. Bereits gegen neun war schätzungsweise ein Drittel der Männer schwer betrunken.
[…]
Irgendwann waren die Leute zu betrunken, um zu tanzen. Diejenigen, die sich gegenseitig totschlagen wollten, sind dazu freundlicherweise nach draußen gegangen. Mehrmals wurde gedroht, uns mitsamt unserer Anlage kaputtzumachen, und wir hatten es nur dem beherzten Eingreifen des noch halbwegs nüchternen Vorsitzenden zu verdanken, dass wir heil davonkamen.
In Todtglüsingen haben wir nie wieder gespielt, obwohl sie uns im nächsten Jahr unbedingt wiederhaben wollten und sogar bereit waren, noch dreihundert Mark Gage draufzulegen. Wie es den Todtglüsingern heute wohl geht? Steht die Ortschaft überhaupt noch? Was macht Susanne oder Sabine oder Silke? Vielleicht hat es ja auch einen überraschenden Aufschwung gegeben. Ich drücke dem gebeutelten Dorf jedenfalls fest die Daumen.
Aus Kapital: Geisterstadt (S. 197ff./1994)
Wer es noch nicht weiß, weiß es gleich: ich bin Niedersachse oder wie man auf plattdeutsch sagt: Neddersasse. Das bin ich nicht von Geburt an (von daher bin ich Berliner – und aufgewachsen bin ich in Pforzheim, dann in Bremen – habe zudem viele Jahre in Hamburg gelebt), sondern erst seit annähernd 13 Jahren. Aber ich fühle mich diesem Bundesland durchaus verbunden, mag die Menschen hier und die Landschaft (weniger die Politik). Niedersachsen ist 47.624,22 km² groß und hat knapp 8 Millionen Einwohnern. Die Geschichte dieses Landes ist recht alt. Der Name geht auf die Sachsen zurück, die im Zuge der Völkerwanderung (woher sonst) hierher kamen. Der Zusatz „Nieder-“ diente der Unterscheidung zu den Obersachsen, also den heutigen Sachsen. Das Land besteht aus 38 Landkreisen (einer davon ist die Region Hannover, die die Landeshauptstadt mit einschließt) und 8 kreisfreien Städten.
Einer dieser Landkreise ist der Landkreis Harburg in der Lüneburger Heide (Lüneburg selbst bildet einen eigenen Landkreis) im Norden von Niedersachsen. Obwohl Harburg gar nicht mehr zu diesem Landkreis gehört (im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes von 1937 wurde der Stadtkreis Harburg-Wilhelmsburg in die Stadt Hamburg eingegliedert), hat es doch den alten Namen behalten. Die Kreisstadt ist Winsen (Luhe), die größte Stadt ist Buchholz in der Nordheide. Insgesamt hat der Landkreis 42 Gemeinden , wovon 6 Einheitsgemeinden übriggeblieben sind und die restlichen Gemeinden zu 6 Samtgemeinden zusammengefügt wurden. Das Verkehrskennzeichen für den Landkreis Harburg ist „WL“, allgemein mit „Wilder Landwirt“ übersetzt, woran durchaus etwas sein könnte (also Vorsicht!).
Das Wort Samtgemeinde hat nichts mit „Samt und Seide“ zu tun, eher mit „samt und sonders“. Die Norddeutschen sind eben etwas sprachfaul. Und Gesamtgemeinde klingt auch reichlich holprig.
Eine dieser Samtgemeinden ist die von Tostedt mit gut 25.000 Einwohnern. Die Samtgemeinde Tostedt besteht wiederum aus 9 Gemeinden, wovon die Gemeinde Tostedt (niederdeutsch Töst) mit über 13.000 Einwohnern die größte ist (davon entfallen gut 3000 auf den Ortsteil Todtglüsingen, der im Zuge der Gebietsreform 1972 in die Gemeinde Tostedt eingemeindet wurde, sich aber eine gewisse kulturelle Eigenständigkeit, fast hätte ich geschrieben: Eigensinn, bewahren konnte, sprich: u.a. eine eigene freiwillige Feuerwehr hat, einen eigenen Sportverein und oje, einen eigenen Schützenverein, als wenn es davon nicht schon genug gäbe).
Hier also, in Tostedt, hause ich nun mit meinen Lieben. Der Ort hat nichts Aufregendes. Aber durch die gute Anbindung (Autobahn, Landstraße und Eisenbahn) ist man schnell in Hamburg und auch in Bremen. Und zu Fuß oder per Rad ist man auch schnell im Grünen. Heimliche Kreisstadt bleibt für uns Harburg, richtiger. der Stadtteil Hamburg-Harburg. In gut 15 Minuten ist man z.B. mit dem Zug dort, hat beste Einkaufmöglichkeiten (z.B. das neue Einkaufszentrum Phönix Center), Kinos und Restaurants.
Nun über Tostedt habe ich mich neben den Beiträgen in diesem Weblog auch auf einer kleinen Website geäußert (dort finden sich einige Bilder und auch Informationen zu Veranstaltungen in Tostedt – so ganz im kulturleeren Raum schwebt der Ort dann doch nicht).
Von der deutschen ‚Herrlichkeit’ im europäischen Fußball-Wettbewerb ist wenig übriggeblieben. Schalke bemühte sich zwar beim FC Barcelona und Bayer Leverkusen verhinderte ein 2. Debakel gegen St. Petersburg: Trotzdem schieden beide in Europa-Pokal aus. Nur die Bayern halten das Fähnlein des deutschen Fußball aufrecht, denn mehr mit Glück als mit Können ertrotzte man sich durch ein spätes Tor die Verlängerung und dann wieder mit einem Tor in letzter Sekunde das Weiterkommen gegen den spanischen Vertreter FC Getafe im UEFA-Cup.

Dafür sind die Bayern so gut wie deutscher Meister mit den neun Punkten Vorsprung auf Schalke 04, dem Zweitplatzierten. Gegen Schalke geht es nun für den SV Werder Bremen morgen um die Wurst: Anderthalb Stunden Spiel, die eine Vorentscheidung über die Teilnahme an der Champions League in der nächsten Saison herbeiführen könnte. Alles in drin: vom Platz 2 bis zu Platz 8.
Und nur noch 57 Tage bis zur Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Wie fit ist z.B. der deutsche Sturm? Schaut man auf die Torjägertabelle der Bundesliga, dann stehen an der Spitze fast nur ausländische Spieler. Lediglich Mario Gomez und Miroslav Klose können sich in der Spitze behaupten. Aber Kloses 10 Treffer resultieren noch aus der Vorrunde; zz. ist bei ihm wieder ‚totale Ladehemmung’ angesagt. Kennen wir das nicht irgendwo her?
Trotz der Siege in der Vorbereitung gegen Österreich und die Schweiz: Ich glaube kaum, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft Europameister wird.
Hallo, liebe Besucher dieses Weblogs,
wer von Euch die Rubrik „Was ist bloß mit Ian los?“ vermissen sollte, keine Angst, diese gibt es immer noch, wenn auch unter einem neuen Namen: „Ian und die (Musik-)Welt“. Da sich das Thema Ian Anderson und Jethro Tull mit der Zeit doch ziemlich erschöpft hat und sich – wie von Euch sicherlich nachzulesen war – die genannte Rubrik „thematisch erweitert“ hat (schön gesagt, gelt?), sollte sich auch der Titel den neuen Gegebenheiten anpassen und nicht umgekehrt, oder?

Nein, wirklich! IAN lupft gelegentlich noch den Kopf. So ganz ohne ihn soll es auch weiterhin nicht gehen. Aber die Welt der Musik ist weit und die Welt insgesamt sowieso. Bei „Ian und die (Musik-)Welt“ geht es also wie gewohnt weiter. Kretakatze bleibt unerschöpflich, Lockwood und ich meist knorrig – und für ‚Nachwuchs’ scheint auch gesorgt (Alex, wir begrüßen Dich!)
In diesem Sinne (welchem?)
Auf ein Neues (was?)
Wilfried (auch im Namen von Kretakatze & Lockwood)