Jetzt sollte nichts mehr schief gehen …

Schon aufgefallen? Werder Bremen ist wieder die Nummer eins im Norden! Durch den 3:1-Sieg in Augsburg ist das Team von Trainer Florian Kohfeldt auf Platz zwölf der Bundesliga-Tabelle geklettert – und hat nach dem HSV und dem VfL Wolfsburg nun auch Hannover 96 hinter sich gelassen. Jetzt sollte eigentlich nichts mehr schief gehen, was den Klassenerhalt betrifft.

Schon gleich zu Anfang zeigte sich Werder als das deutlich dominantere Team, dann am Ende konterstark. Ohne Überraschungen in der Startelf geht es Florian Kohfeldt offenbar nicht: Kapitän Zlatko Junuzovic rutschte trotz seiner beiden Vorlagen beim 3:1-Sieg gegen Köln schon wieder aus der Startelf. Ein ähnliches Schicksal ereilte Milot Rashica, der am Montag sein erstes Tor für Werder erzielt hatte. Für sie durften Philipp Bargfrede (nach überstandenen Magen-Darm-Problemen) und Ishak Belfodil von Beginn an ran. In der Abwehr ersetzte erwartungsgemäß Sebastian Langkamp den verletzten Milos Veljkovic.

Und die Entscheidung für Ishak Belfodil wurde belohnt. Nicht nur, dass der Algerier in Bremens Diensten zwei Tore schoß, er gab auch die Vorlage zum 3. Werder-Tor durch Max Kruse.

Die Hereinnahme des Angreifers in die Startelf war aber nicht Kohfeldts einzige Maßnahme, die voll griff. Dazu zählte auch die Manndeckung von Michael Gregoritsch. Philipp Bargfrede kümmerte sich um den Torjäger der Augsburger und machte bei Ballbesitz der Gastgeber aus der Bremer Vierer- eine Fünferkette. Damit kamen Gregoritsch und Co. überhaupt nicht zurecht, ihnen gelang fast nichts.


Fußball-Bundesliga 2017/2018 (27. Spieltag): FC Augsburg – Werder Bremen 1:3

Obwohl Werder mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen einen enormen Zwischenspurt hingelegt hat, obwohl der Vorsprung auf den Relegationsplatz mittlerweile acht Zähler beträgt und obwohl die Mannschaft in Augsburg eine erste Halbzeit hingelegt hatte, die mit das Beste war, was Werder in den letzten Jahren gezeigt hat, besteht die maximale Zuversicht aus Sätzen wie diesem: „Wir haben einen wichtigen Schritt gemacht – mehr nicht.“ Florian Kohfeldt bringt es auf den Punkt: „Wir sind noch lange nicht durch. Jetzt können wir erstmal durchatmen. Aber dann werde ich die Jungs auch wieder daran erinnern.“

Und der HSV? Der Bundesliga-Dino taumelt unaufhaltsam der 2. Liga entgegen. Nach der 1:2-Niederlage zu Hause gegen Hertha BSC übernahmen die Hamburger das Schlusslicht vom 1. FC Köln. Einigen der HSV-Fans schmeckt das natürlich überhaupt nicht: Nach Droh-Plakaten und Grabkreuzen auf dem Trainingsplatz folgte mit dem Spiel gegen Berlin die nächste Krawall-Stufe. Diesmal blieb es nicht bei Drohungen. Die Chaoten wollten direkt auf die Spieler los, versuchten die Kabine zu stürmen. Es gab neun Verletzte.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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