Putin – das Öffnen der Büchse der Pandora

Es hat es getan, der Psychopath aus dem Kreml.Er hat die Büchse der Pandora geöffnet und damit Unheil über die Ukraine, über Russland und letztendlich auch über sich selbst gebracht. Ja, auch das! Denn sein Plan ist bisher nicht aufgegangen: Die Ukraine binnen 48 Stunden zu besetzen und die dortige Regierung zu stürzen. Die Ukrainer kämpfen aus einer technologisch unterlegenen Position, aber mit überlegener Moral. Putin beißt sich mehr und mehr die Zähne aus.

Putin hatte sich zuletzt einen Spaß daraus gemacht, die Staatsführer aus dem Westen wie Bären an Nasenringen durch die Manege zu führen (Scholz, Macron). Noch zu Zeiten der großen Koalition in Deutschland besuchte er die Kanzlerin Merkel mit dem wohl größten Köter, den er in Moskau auftreiben konnte, da er wusste, das Frau Merkel Angst vor Hunden hat. Wie krank ist der Mann!

Putin mit Hund zu Besuch bei Frau Merkel Januar 2007
Putin mit Hund zu Besuch bei Frau Merkel Januar 2007

In Zukunft wird wohl keiner mehr Wert darauf legen, Herrn Putin zu begegnen. Sein Bonus ist aufgebraucht.

Die Sanktionen (Stichwort SWIFT) gegen Russland und ihn sind jetzt endlich derart massiv, dass ihm das Lachen vergangen ist. Putin versteckt seine Wut, man kennt das inzwischen, hinter einer Miene, die halb gelangweilt wirkt, halb säuerlich – auch in den für ihn schlimmsten Stunden. Mit diesem Gesichtsausdruck verkündete er am Sonntag im russischen Staatsfernsehen, er habe die sogenannten Abschreckungskräfte seines Landes in Alarmbereitschaft versetzt. Dazu gehören auch Atomraketen. Putin begründete den Schritt mit „aggressiven Erklärungen“ aus den Nato-Staaten und deren „unfreundlichen Maßnahmen gegen unser Land“. So schließt man von sich auf andere. Will er jetzt die westlichen Wirtschaftssanktionen durch eine nukleare Attacke kontern? Die genannte Alarmbereitschaft ist immerhin Stufe zwei eines Vier-Stufenplans (und war schon nach der Krim-Annexion von Putin in Gang gesetzt worden).

Putin schafft Unruhe im eigenen Land. Schon in den allerersten Kriegstagen gingen Russen, vorwiegend junge Leute, auf die Straße, um gegen Putins Krieg zu demonstrieren. Putins Begründung des Überfalls der Ukraine („Es ist das Ziel der Militäroperation, die Menschen zu schützen, auf den das Kiewer Regime acht Jahre herumgetrampelt ist und Genozid verübt hat. Deshalb wollen wir die Ukraine entmilitarisieren und entnazifizieren.) wird zunehmend von der russischen Bevölkerung als das verstanden, was sie ist: ein völlig absurder Schwachsinn! Da helfen auch keine Bilder von russischen Soldaten mit weißen Kätzchen im russischen Fernsehen. – Und er eint die Europäer mit den Amerikanern auf bisher lange nicht mehr gesehene Weise. Natürlich lavieren Politiker der Linken mit viel Ungeschick, sagen Nein zum Krieg, aber … Nichts aber, ihr Linksfaschisten! Und was ist mit Gerhard Schröder? Wie sieht es mit Sanktionen gegen ihn aus?!

Was viele vielleicht nicht wissen. Putin hat jetzt auch Probleme mit Staaten im Pazifik, auch wenn China erst einmal einen Schlitterkurs einhält. Südkorea will sich am gemeinsamen Druck auf Russland beteiligen. Zuvor hatte schon Japan zugesagt, an den SWIFT-Sanktionen gegen Russlands Finanzsektor mitzuwirken. Tokio lässt der Regierung der Ukraine zudem 100 Millionen Dollar als „humanitäre Soforthilfe“ zukommen. Taiwan wird Lieferungen fortschrittlicher Mikrochips nach Russland stoppen. Auch ein Grund, weshalb Putin schlechte Karten in der Tech-Szene hat. Inzwischen wurden mehrere Regierungswebsites gehackt. Und auch Putins Oligarchen wollen keinen Krieg.

(Quelle u.a. rnd.de)

Entgegen meinem bisherigen Entschluss, nicht zu spekulieren, will ich es nun doch versuchen: Putin hat sich im Westen (und auch in vielen Teilen des Ostens) diskreditiert. Es ist untragbar geworden! Es ist nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine, es ist der Krieg Putins und seiner Getreuen. Selbst wenn er den Krieg gewinnen sollte, so wird er kaum noch ein Bein auf den Boden bekommen. Abdanken? Ein Putsch gegen ihn? Beides ist denkbar. Bleibt ihm also nur der Druck auf den ‚roten Knopf‘? Ich denke, dass das so schnell nicht geht: ein Knopfdruck und der Atomkrieg beginnt. Notfalls erbarmt sich jemand aus seinem näheren Umkreis und eliminiert ihn. – Wenn Putin ‚fällt‘, dann wird sich auch Lukaschenko in Belarus kaum länger halten können. Da nützt diesem kein Referendum und damit eine Verfassungsänderung, die ihn die Macht bis 2035 sichern soll. Vielleicht finden Putin und Lukaschenko bald ein Plätzlein bei Kim Jong-Un. Aber der wird kaum zwei andere Psychopathen neben sich dulden wollen.

Okay, ich träume!

Natürlich haben unsere Politiker viel zu lange den ‚gepflegten Kontakt‘ zu Putin gehalten. Und auch die Wirtschaft hat es viel zu lange hingenommen, dass wir heute zu über 50 % vom Erdgas Russlands abhängig sind. Trägheit ist eine der schlimmsten Sünden! Jetzt soll es das Flüssiggas aus den USA werden, das per Schiffe zu uns kommen soll. Nur fehlen uns dafür die entsprechenden Hafenterminals (die sind zwar schon lange in Planung, über diesen Status aber nicht hinaus gekommen, TOLL!). Dass das auf längere Sicht nicht die Lösung ist, sollte jedem klar sein (Abhängigkeit von den USA, die dieses Gas auf umweltbedenkliche Weise, durch Fracking, fördern). Der Ausbau erneuerbare Energien muss forciert werden. Aber da bin ich bei einem anderen Thema.

Wir dürfen gespannt sein, wie sie zunächst die Lage in der Ukraine entwickelt. Und welche Konsequenzen daraus zu erwarten sein werden. Putin hat die Büchse der Pandora geöffnet: Jetzt fliegt ihm viel Unheil um die Ohren …?!

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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