Vorweihnachtszeit 2013 (15): Jetzt schon einmal ein schönes Weihnachtsfest …

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum ist für uns kein richtiges Weihnachten. Als wir in Hamburg wohnten, haben wir uns den Baum meist am letzten Wochenende vor Heiligabend auf dem Wochenmarkt gekauft. Nur das letzte Mal, 1994, war meine Frau mit dem älteren unserer beiden Söhne und Bekannten ins Niendorfer Gehege gefahren und hat uns dort einen kleinen Tannenbaum mit Ballen gekauft, den wir dann später eingepflanzt haben.

Seitdem wir in Tostedt wohnen, schlagen wir uns den Baum meist selbst. Bisher war meine Frau mit einen unserer Söhne (oder beiden) und Bekannten oft am 4. Advent losgefahren, um den Baum zu besorgen. Diesmal war ich (zum ersten Mal in Tostedt) mit meiner Frau und einem Bekannten (bekannter Postbote in Tostedt!) am 3. Advent bereits los, um uns und meiner Schwiegermutter einen Tannenbaum zu besorgen. Gleich hinter Dohren in Richtung Hollenstedt kann man sich in einer ‚Tannenplantage’ seinen gewünschten Baum aussuchen und dann eigenhängig ‚schlagen’. Sägen liegen bereit. Für jeden ‚geschlagenen’ (und bezahlten) Baum bekommt man einen Glühwein-Gutschein, den man an einem entsprechenden Stand einlösen kann. Hier gibt es natürlich auch Bratwurst frisch vom Grill – oder Hochzeitssuppe. Es kommen Leute selbst aus dem größeren Umkreis (so auch aus Hamburg), um hier die trotz Schmuddelwetter herrschende Vorweihnachtsstimmung zu genießen (und sich natürlich auch günstig einen Baum zu schlagen).


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Dohren in Richtung Hollenstedt (Hollenstedter Straße – Am Urnenfriedhof)

Wenn ich mich richtig erinnere, so hatten wir in den letzten zwanzig Jahren nur einmal keinen eigenen Tannenbaum. Das war 1999 zum Jahrtausendwechsel, als wir am 1. Weihnachtstag gegen Mittag mit dem Zug losgefahren waren, um in Frankfurt den Flieger nach Tozeur in Tunesien zu besteigen. Da lohnte sich kein Weihnachtsbaum (dafür hatten wir in Tozeur einen etwas ‚seltsamen’ Weihnachtsbaum am Eingang zum Restaurant).

Ab heute nun habe ich meinen ersten Urlaubstag von meinem Resturlaub 2013. Am Abend erwarten wir unseren älteren Sohn aus Göttingen. So feiern wir vier gemeinsam auch dieses Jahr wieder Weihnachten unterm Tannenbaum. Am Heiligabend (eigentlich ja Morgen), wenn der Baum noch nicht geschmückt ist, da machen sich meine Söhne auf, um wie schon seit vielen Jahren mit der evangelischen Jugend von Tostedt alte, einsame Menschen zu besuchen, um ihnen Kekse zu reichen und mit einem Weihnachtslied auf den Lippen etwas Freude zu schenken.

Neben einen schön geschmückten Weihnachtsbaum wünscht man sich hier zu Lande natürlich wenigstens einwenig Schnee. Dieses Jahr wird es damit nichts werden. Es ist eher herbstlich mit dicken Wolken am Himmel und Regen, gelegentlich kommt die Sonne hervor. Schade. Auch zum Jahreswechsel, der oft mit einem Wettersturz daherkam, ist nicht mit viel Änderung zu rechnen.

Weihnachten bei AlbinZ

Naben Baum und Wetter spielt natürlich das Essen eine große Rolle. Was isst man so zu Heiligabend- und was zu Weihnachten? Als wir am 2. Adventswochenende in Göttingen weilten, waren wir abends – wie erwähnt – Sushi essen. Da unsere beiden Söhne einiges vom Kochen verstehen, haben wir uns entschieden, auch am Heiligabend Sushi – diesmal selbst zubereitet – zu essen. Während meine Frau am 24. den Tannenbaum schmücken wird, werde ich mich also mit meinen Söhnen in der Küche mit durch Reisessig gesäuerten Sushireis, Noriblättern, allerlei Zutaten wie rohen oder geräucherten Fisch (z.B. Lachs, Thunfisch), rohen Meeresfrüchten (Scampis), Gemüse (z.B. Avocados, Paprika), Tofuvariationen und Ei beschäftigen. Dazu gibt es dann abends japanische Sojasoße, Wasabi und eingelegten Ingwer. Was wir dazu trinken werden, müssen wir noch überlegen. Mit Sicherheit werden wir dann zu fortgeschrittener Stunde meine kleine, mir von meinen Söhnen letzte Weihnacht geschenkte Single Malt-Kollektion den Garaus machen. Besonders freue ich mich da auf den Benrinnes, einen 11 Jahre alten, 62,6 %-igen schottischen Whisky, also einen mit Fassstärke (Cask Strength). Die Engel werden hoffentlich im Laufe des vergangenen Jahres nicht zuviel der Prozente für sich in Anspruch (Angels’ Share) genommen haben.

Für einen der beiden Weihnachtsfeiertage ist ein veganes Essen vorgesehen. Wir haben da ein interessantes Rezept von Herrn Rainer Sass, Fernsehkoch aus unserer Region (und nebenbei mein Jahrgang), gefunden: Rösti mit Linsen, Sellerie und Tofu. Mein älterer Sohn ist seit geraumer Zeit Veganer. Und da es durchaus leckere Speisen auch aus der veganen Küche gibt, wollen wir uns auch darin probieren. Vegan gebacken hat ja meine Frau bereits schon mal.

Und dann sind da natürlich die Geschenke, bei uns gleich mehrmals eingepackt. Zur Bescherung nach dem Essen wird dann wie bereits näher beschrieben ‚gewürfelt’: Geschönke, Geschönke …

Am Heiligabend besuchen wir meist auch den Gottesdienst in der Christnacht (wie es hier heißt) um 23 Uhr, die Christmette, in der Johannes-Kirche. Soweit also unser Weihnachten 2013, was Baum, Wetter, Essen und Trinken sowie die Geschenke anbelangt. Und wie sieht es bei Euch aus? Was ‚treibt’ Ihr so zu Weihnachten?

Es ist zwar noch etwas hin, aber ich wünsche Euch, meine lieben Besucher meines Blogs, jetzt schon einmal ein schönes, friedvolles Weihnachtsfest. Mögt Ihr die Tage harmonisch miteinander verbringen. Und geniest die Tage zwischen den Jahren. Wir lesen auch weiterhin voneinander … 🙂

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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