Gravity

Gravity ist ein US-amerikanisch-britischer Weltraum-Thriller von Alfonso Cuarón mit Sandra Bullock und George Clooney aus dem Jahr 2013, der im August desselben Jahres bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig Premiere hatte. Der Filmstart in den deutschsprachigen Kinos war am 3. Oktober 2013. Im Filmjahr 2013 gewann der Film mehrere Auszeichnungen, darunter sieben Oscars.

Die brillante Bio-Medizinerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) geht auf ihre erste Weltraum-Mission. An ihrer Seite ist der Astronaut Matt Kowalski (George Clooney), ein Veteran auf seinem letzten Trip ins All vor dem Ruhestand. Doch ein Routineausflug der beiden Astronauten außerhalb der Raumkapsel endet im Desaster. Das Shuttle wird zerstört, Ryan und Matt befinden sich plötzlich ganz alleine in den dunklen Tiefen des Weltraums – um sie herum nur Stille. Die Raumfahrer haben jeglichen Kontakt zur Erde verloren und es gibt keine Aussicht auf eine Rettung, während ein Verbindungsband wenigstens verhindert, dass sich die beiden auch noch gegenseitig verlieren. Jeder Atemzug frisst etwas mehr von dem wenigen Sauerstoff, den sie noch haben, und schließlich wird Angst zu Panik und dann zu tiefer, hoffnungsloser Verzweiflung.

aus: filmstarts.de

    Gravity (2013)

Ohne Zweifel ist der Film, der jetzt als DVD bzw. Blu-ray Gravity erhältlich ist, außergewöhnlich: der ultimative Weltraumfilm. Es erstaunt besonders, wie ein solcher Film überhaupt entstehen konnte. Modernste Animationstechnik machte es möglich.


Gravity (2013)

Die Kritiken haben sich geradezu überschlagen. Lobenshymnen ohne Ende. Wer wie ich den Film lediglich in 2D geschaut hat, hat’s dann doch eine Nummer kleiner. Ohne Zweifel zeigt uns Alfonso Cuarón grandiose Bilder, die in 3D spektakulär sein müssen. Es bleibt aber eine im Grunde einfache Geschichte, die da erzählt wird. Zunächst dachte ich, George Clooney im Weltall, wow. Aber seine Rolle ist doch eher begrenzt. Anders sicherlich Sandra Bullock, die Verzweiflung, aber auch Überlebenswillen allein in ihrem Gesicht hinter den Spiegelungen des Helmvisiers glaubhaft ablesen lässt. Für unsere Zeit verwunderlich sind die extrem langen Einstellungen des Films, die mich an das andere Weltraumspektakel 2001: Odyssee im Weltraum (1968) erinnern. Sie zeigen uns die berückende Schönheit, ebenso den existentiellen Schrecken des Kosmos, in dem irdische Gewissheiten nicht gelten. Eigentlich werden wir doch immer wieder mit schnellen Schnitten bombardiert.

Auch wenn der Film uns aufzeigt, wie anfällig unsere Technik ist, so bedient er sich ihrer auf eine nahezu unverschämte Weise. Der Film will uns staunend machen und setzt dabei in erster Linie auf die Optik. Mit der heute möglichen digitalen Technik wird dem Zuschauer ein zutiefst sinnliches Erlebnis vermittelt – und droht leider im Bombast zu ersticken. Dem versucht Cuarón entgegenzusteuern, indem er die ‚Geschichte’ nicht gänzlich aus den Augen verliert. Aber es sind dann doch ‚nur’ die Bilder, die uns beeindrucken und beeindrucken sollen. Es ist kein Spielfilm mehr, es ist ein Bilderbogen. Allerdings einer, der uns eine Sicht ermöglicht, die in Realität so nicht möglich ist: Der Blick aus dem Weltall selbst.

Wer Kino mag, kommt an diesem Film nicht vorbei. Diesen Film ‚muss’ man gesehen haben. Für mich heißt das aber auch, dass ich mich nach einem Film ‚sehne’, der mehr irdische Bodenständigkeit beinhaltet. Die menschliche Gesellschaft ist Kosmos genug.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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