Kategorie-Archiv: Jethro Tull

Ian Anderson und seine Jungs

Interview mit einer Ballerina (Jethro Tull’s A Passion Play)

Jethro Tull: A Passion Play – Cover mit toter Ballerina

Im letzten Beitrag habe ich A Passion Play (An Extended Performance), eine Box mit zwei CDs und zwei DVDs, von Jethro Tull vorgestellt. Über 40 Jahre ist es nun her, das dieses Album veröffentlicht wurde. Wer sich mit Jethro Tull etwas auskennt, weiß, dass auf dem Cover eine Ballerina dahingestreckt auf der Bühne eines Theaters liegt. Aus dem einem Mundwinkel fließt Blut. Jene Ballerina taucht auch in dem Video auf, das die Geschichte vom Hasen, der seine Brille verloren hat, erzählt. Außerdem wurde für die Passion Play Tour 1973 ein Intro (Vorspann/Prolog) und ein Outro (Abspann/Epilog) mit der Ballerina gedreht. Der Film wurde bei der Tour zu Beginn von ‚A Passion Play’ (Lifebeats) gezeigt:

„… the image of the dead ballerina on the cover was part of a video that was shot to introduce APP [A Passion Play] live on tour. There was a circular screen behind the band and there was a tape of eerie keyboards and synthesizer music that slowly built up to a crescendo. While this was happening, the film shown on the screen showed the ballerina in a pose similar to the album cover and then slowly coming to life with small movements and then being shown jumping through a mirror which at that point would trigger a huge flashpot explosion with the band running out (literally) and playing the intro to APP.”
(Quelle: beatingupthevicar.wordpress.com)

Jethro Tull: A Passion Play – Cover mit toter Ballerina (um 180 ° gedreht und gespiegelt)

Neben dem Videoclip “The Story of the Hare …”, der übrigens auch bei der Passion Play Tour 1973 gezeigt wurde, sind auch die Filmaufnahmen mit der Ballerina in dem doppelt-doppelten CD/DVD-Paket enthalten. Ich habe mir erlaubt, Intro- und Outro-Film zusammenzufügen (eine Überblendung markiert den Wechsel), außerdem habe ich das Bildverhältnis von 4:3 in heute eher übliche 16:9 geändert (okay, dadurch wirkt die Ballerina etwas pummelig), das Ganze in Full HD mit einer Auflösung von 1920 x 1080 (1080p) umgewandelt und dabei den mittleren Teil (die Ballerina liegt am Boden) stark zeitgerafft, den Schluß (die Ballerina erhebt sich, entschwindet durch den Spiegel usw.) im Verhältnis 1:2 zeitgerafft. Da das Video ohne Ton ist, habe ich den Beginn (wiederholt die ersten 30 Sekunden) des Stücks Left Right (The Chateau D’herouville Sessions) unterlegt. Das Ergebnis lässt sich bei Youtube anschauen:


Jethro Tull’s A Passion Play – Balletscenes (Intro & Outro)

Das Outro-Video lässt sich auch in ‚Echtzeit’ (in SD/Standard-Auflösung bis zu 480p) bewundern:


Jethro Tull A Passion Play Intro and Outro films used in The Passion Play 1973 Live Tour

Im genannten CD/DVD-Pakat A Passion Play (An Extended Performance) sind in dem beiliegendem 80-seitigen Booklet auch die Erinnerung der Ballerina (Jane Colthorpe ist ihr Name) zu den Cover-Fotoaufnahmen und der ‚Hasen’-Verfilmung (Memories of the cover shoot and Hare filming by dancer Jane Eve (Colthorpe)) enthalten.


Jethro Tull: The Story of the Hare who lost his Spectacles (from ‚A Passion Play‘)

Ein ausführliches Interview mit Jane Colthorpe gibt es bei The Jethro Tull Group – A Compendium of Tull History & Memorabilia. Ich habe mir erlaubt das Interview zusammen mit den Bildern und einigen interessanten Links (auch mit den angezeigten Videos) in eine PDF-Datei zu packen, die sich hier herunterladen lässt: Interview with the Ballerina/PDF.

Ohne Zweifel ist es ein sehr interessantes Interview, das uns ins Jahr 1973 zurückführt und einiges aus dem Leben von Ian Anderson & Co. erfahren lässt. Jane Colthorpe, später auch als Jane Newman oder Jane Eve bekannt geworden, war damals gerade einmal 17 Jahre alt (geboren 1956 – nach eigenen Angaben war sie 19). Über eine Anzeige (es wurden zwei Tänzerinnen für die Filmaufnahmen gesucht) wurde sie mit Ian Anderson bekannt und bald darauf für etwa 12 bis 15 Monate sogar seine Lebenspartnerin (gemeinsame Wohnadresse: 46 Huntsworth News, London N.W. 1). Die Proben für die Filmaufnahmen fanden in einem Hotel namens The Clive Hotel statt. Die Außenaufnahme zum Hasen-Video erfolgten im Februar/März 1973 in Burnham Beeches/Buckinghamshire, die Innenaufnahmen im Rainbow Theatre in Finsbury Park. Die eigentlichen Fotoaufnahmen für das Plattencover wurden im The Duke of York’s Theatre in Londons West End aufgenommen.


Größere Kartenansicht
46 Huntsworth News, London N.W. 1 (Haus von Ian Anderson 1973)

Im Interview erfahren wir u.a. auch, wer sich hinten den Kostümen im Hasen-Video verbirgt: Barriemore Barlow, der Schlagzeuger, durfte sogar fliegen – er war die Biene. Ian Anderson sehen wir neben einem Kurzauftritt (als ein Mitglied der Filmcrew) als Molch (Newt). Martin Barre war die Eule, Jeffrey Hammond erschien im Kostüm eines Nilpferdes (?) und war natürlich der Erzähler. Und neben Frazier Aiken, einem Roadie, als Gorilla sehen wir John Evan als Hasen (der seine Brille verloren hatte, wie gut, dass er eine Ersatzbrille hatte). Übrigens ist auch die Mutter von Jane, Doreen Colthorpe, kurz als ‚Tee-Lady’ (anfangs in der Schwarz-Weiß-Szene) zu sehen. Und später tanzt sie mit dem Froschmann.

In dieser Zeit muss Ian Anderson Shona Jacqueline Learoyd kennen gelernt haben, die er später heiratetet und die heute noch seine Frau ist. Nach etwa einem Jahr trennte sicz so Ian Anderson von Jane Colthorpe.

Nach der Arbeit mit Ian Anderson schloss sich Jane Colthorpe der Tanzgruppe „The Love Machine” an, die u.a. in der Benny Hill Show auftrat, die auch bei uns bekannt wurde. Danach gehörte sie als Jane Newman zur Tanzgruppe „Hot Gossip“, die regelmäßig Auftritte in den Fernsehshows von Kenny Everett hatte. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung von ‚A Passion Play’ wirkte Jane Colthorpe (als Jane Newman) in dem Film Der Sinn des Lebens (Original: The Meaning of Life) der Komikertruppe Monty Python mit, natürlich als Tänzerin. Ich muss mir den Film wieder einmal angucken. Ob ich sie darin entdecke …?!

Jethro Tull: A Passion Play (An Extended Performance)

Seit letzten Freitag (11.07.2014) ist ‚sie’ im Handel, zwei CDs und zwei DVDs schwer, eine ‚erweiterte Aufführung’ des Passionsspiel von Jethro Tull: A Passion Play (An Extended Performance).

    Jethro Tull: A Passion Play (An Extended Performance)

Nach Thick as a Brick (1972) war A Passion Play (1973) das zweite Konzeptalbum der Gruppe und ist neben anderen Alben der Gruppe (u.a. eben auch Thick as a Brick) von Steven Wilson neu in einer Stereo-CD-Version und 5.1-DVD-Version abgemischt worden.


Jethro Tull Live A Passion Play Rare Edit version-1974 PART ONE


Jethro Tull Live A Passion Play Rare Edit version-1974 PART TWO

Außer A Passion Play enthält dieses 2 CDs/2 DVDs-Paket auch die Aufnahmen der Chateau d’Herouville Sessions, die als ‚Château d’Isaster’ tapes zum großen Teil 1993 auf der Doppel-CD Nightcap (unveröffentlichtes Material aus den Jahren 1973-91) erstmals erschienen sind (siehe meine Beiträge Jethro Tull: Chateau D’isaster Tapes 1973 und Jethro Tull: Chateau D’isaster Tapes 1973 – Teil 2). Natürlich darf das Hasen-Video (The Story Of The Hare Who Lost His Spectacles) nicht fehlen. Und angereichert ist das Ganze neben Filmmaterial mit Ballettszenen der Coverschönheit (dazu später etwas mehr) mit einem 80-seitigen Booklet.

Jethro Tull 1972/1973: John Evan – Martin Barre - Jeffrey Hammond – Ian Anderson - Barriemore Barlow

Hier die Inhaltsangabe der gesamten vier Scheiben:

CD 1 – A Passion Play (A new Steven Wilson stereo mix):

1. Lifebeats/Prelude
2. The Silver Cord
3. Re-Assuring Tune
4. Memory Bank
5. Best Friends
6. Critique Oblique
7. Forest Dance #1
8. The Story Of The Hare Who Lost His Spectacles
9. Forest Dance #2
10. The Foot Of Our Stairs (+ 2 extra verses found on end of multi-track reel)
11. Overseer Overture.
12. Flight From Lucifer
13. 10.08 to Paddington
14. Magus Perde
15. Epilogue


Jethro Tull – A Passion Play (1973)

CD 2 – The Chateau d’Herouville Sessions (A new Steven Wilson stereo mix):

1. The Big Top
2. Scenario
3. Audition
4. Skating Away
5. Sailor
6. No Rehearsal
7. Left Right
8. Solitaire
9. Critique Oblique (Part I)
10. Critique Oblique (Part II)
11. Animelee (1st Dance) [Instrumental]
12. Animelee (2nd Dance) [Instrumental]
13. Law Of The Bungle (Part I)
14. Tiger
15. Law Of The Bungle (Part II)


Jethro Tull: Critique Oblique (1973)

DVD 1 (Audio & Video):
Contains A Passion Play mixed to 5.1 DTS and AC3 Dolby Digital surround sound and PCM 96/24 PCM stereo. A flat transfer from the original master at PCM 96/24 stereo and video clips of The Story Of The Hare Who Lost His Spectacles and intro and outro film footage used in the Passion Play tour of 1973.

DVD 2 (Audio only):
Contains The Chateau d’Herouville Sessions mixed to 5.1 DTS and AC3 Dolby Digital surround sound and PCM 96/24 PCM stereo.

In the 80 page book:
* An extensive article by Martin Webb on the preparation and recording of the album and the ‘Chateau disaster’ sessions that preceded it.
* Steven Wilson’s thoughts on mixing the recordings.
* Memories of the cover shoot and Hare filming by dancer Jane Eve (Colthorpe)
* The Rev’d Godfrey Pilchard’s recollections.
* 1973 tour history.
* Recollections of touring and PA systems by sound man Chris Amson.

Neben ‚Thick as a Brick’ (TAAB) ist ‚A Passion Play’ (APP) eines der wichtigsten Werke des Progressive Rock aus der Feder von Ian Anderson, und obwohl das Album im Jahr der Veröffentlichung Platz 1 der US-Charts belegte, wurde es von der Kritik geradezu verrissen. Das mag zum einen am Text liegen (es handelt von Wiedergeburt und ewigem Leben), der selbst für englische Muttersprachler sehr diffus erscheinen muss, zum anderen an die sehr komplexe Musik. Mir hat das Album bereits bei der Veröffentlichung über alle Maße gut gefallen. Heute ist es längst als ein Meilenstein des Progressive Rock, überhaupt der gesamten Rockmusik, anerkannt.

Die Aufnahmen der Chateau d’Herouville Sessions sind eine interessante Ergänzung, denn sie enthalten Material, das dann später sowohl für ‚A Passion Play’ als auch ‚War Child’ (1974) verwendet wurde. Allerdings lässt sich anhand dieser Aufnahmen sehr gut nachvollziehen, wie wenig inspirierend der Ausflug nach Frankreich für Ian Anderson gewesen sein musste. Besonders die ersten Stücke enthalten Versatzstück auf Versatzstück, dem die zündende Idee noch fehlt.

Dieses Remix habe ich bisher ‚nur’ in der Stereo-Fassung gehört. Und ich bin jetzt schon wirklich begeistert. Neben bisher unveröffentlichten Material (z.B. wurden am Ende des Mehrspurbandes zu APP noch zwei Strophen gefunden) ist es der volle, klare Klang, der den Kauf lohnt (zz. 24 € für vier Scheiben). Man könnte dieses Remixi m Gegensatz zur ursprünglichen Scheibe mit HDTV, also Fernsehen in hoher Auflösung, mit digitalem Fernsehen in SD (Stadardauflösung) vergleichen.

Auch meine Söhne werden sich freuen (besonders der ältere der beiden), denn die Geschichte vom Hasen, der seine Brille verlor, hat bei uns Kultstellung: Als meine Ältester ungefähr vier Jahre alt war, habe ich mit ihm öfter das Video vom „Hasen, der seine Brille verloren hat“ betrachtet. Das damals schon aufgeweckte Bürschlein von Sohn hatte richtig großen Gefallen daran. Und obwohl er zu der Zeit eigentlich kein Englisch konnte, wusste er genau, um was es geht (etwas nachgeholfen habe ich wohl schon).

Bei cupofwonder.com findet man weiteres Material, so den Text zu APP (mit Anmerkungen) und eine ausführliche Einführung. Noch mehr Material zu APP gibt’s bei ministry-of-information.co.uk – auch zu „The story of the Hare …“. Beating/up/the/vicar erzählt dann noch so bisschen drumherum (mit Bildchen, auch ein Gemälde von Jeffrey …).

Braydon Hall – Ian Andersons ‘Heim’

Vor längerer Zeit hatte ich hier bereits einen Blick auf die private Seite des Herrn Ian Anderson (die in Buckinghamshire) geworfen. Vor einigen Wochen gab es in der Online-Ausgabe des Wall Street Journals (Europe Edition) einen längeren Artikel, in dem der Flötenmeister sein jetziges heimeliges Domizil etwas genauer vorstellt. Es handelt sich dabei um ein Herrengut von 400 Morgen Größe (engl. Acre; ein Acre sind 4047 m²), nennt sich Braydon Hall und liegt in Wiltshire, im Westen von London (die Ortschaft heißt Minety).

Ian Andersons Herrengut Braydon Hall in Wiltshire

1994 zog Ian Anderson in das 1753 erbaute Anwesen, das nach eigenen Angaben viel zu groß für zwei Personen ist („much too big for the two of us“), kein Wunder, verfügt es u.a. über 11 Schlafzimmer und 15 Badezimmer (nicht schlecht, Frau Specht!). Zuvor hatte die Familie Anderson nicht allzu weit von hier entfernt ein Haus aus dem 16. Jahrhundert in Buckinghamshire bewohnt. Hier wurden ihnen allerdings die Besuche ungebetener Gäste etwas zu viel.

Ian Andersons Herrengut Braydon Hall in Wiltshire: Salon mit Gitarrensammlung

Ein Wohnzimmer (Salon passt wohl eher) dient der Anderson’schen Gitarrensammlung. Angesichts der vielen schönen Klampfen könnte selbst ich glatt neidisch werden.

Ian Andersons Herrengut Braydon Hall in Wiltshire: Indoor Swimming Pool aus Übungsraum

Ein überdachtes Schwimmbad mit Whirlpool, Sauna, Solarium und Gymnastikraum nutzt Ian Anderson wegen der guten Akustik als Übungsraum für sein Flötenspiel. Mr. Anderson schwimmt nicht.

Ian Andersons Herrengut Braydon Hall in Wiltshire: Küchenzeile

Ich muss nicht Hund oder Katze zu sein, um mich in dieser geräumigen Küche wohl zu fühlen. Zum Anwesen gehören auch noch vier so genannte Cottages (Kate würden wir sagen, geeignet als Ferienhaus).

Ian Andersons Herrengut Braydon Hall in Wiltshire: Tonstudio

Natürlich ist eigens ein Tonstudio eingerichtet (wohl in eines der Cottages). Und in einer Lagerhalle stellt Ian Anderson seine Musikinstrumente unter.

Auf 12 Morgen Fläche wird angebaut. So gibt es einen Obstgarten mit Apfelbäumen. Und dann gibt es da die Gewächshäuser aus viktorianischer Zeit, wo Mr. Anderson Habanero-, Naga– und Bhut JolokiaChili aussät. Ansonsten wurden in den letzten fünf Jahren rund 30000 Eichen und Eschen auf dem Grundstück angepflanzt, um das Waldstück neu aufzuforsten.

Übrigens: Am 11. Juli erscheint der Remix (Stereo Mix auf CD und 5.1 DTS bzw. Dolby Digital Surround Sound auf DVD) von „A Passion Play“ samt der „Château d’Hérouville Sessions“ von Jethro Tull. Neben „Thick as a Brick“ ein weiteres Meisterwerk aus der Feder von Ian Anderson.

Hier der gesamte Text des Artikels im Original:

A ‚Downton Abbey‘ With Added Spice

The Jethro Tull founder and flutist enjoys pastoral privacy in his manor on 400 acres in the English countryside; tending to red-hot chilies.

Singer-songwriter Ian Anderson, 66, is best known as Jethro Tull’s founder, lead vocalist, flutist and acoustic guitarist. His new solo album is „Homo Erraticus“ (Kscope). He spoke with reporter Marc Myers.

For years, my wife, Shona, and I lived in a 16th-century house west of London in Buckinghamshire, but we always felt a little imposed upon. Stalkers managed to find their way to us, and strangers would wander our property. So in 1994, we moved to the county of Wiltshire a couple of hours away. Stonehenge is in Wiltshire, so the region has its share of crop circles and mysterious wild beasts roaming the countryside. If you go for a walk, you have to be ready for anything.

Our home was built in 1753—which ranks as a new house here—and it’s remarkably free of weird stuff. It’s a friendly house and much too big for the two of us. There are 11 bedrooms and 15 bathrooms between the main house and adjoining stables and offices. It’s a 400-acre property that is technically a farm, but we’ve planted 30,000 oak and ash trees over the past five years to renovate the ancient woodlands that were cleared over the centuries for building and firewood. What’s nice about our place is the atmosphere. The area isn’t particularly remote but it’s in the countryside and it’s convenient. When we originally went looking for a home, we drew an hour-and-a-half travel-time circle around Heathrow Airport to ensure that my trips back and forth weren’t too long when heading out on tours or returning home.

As you pull up to our house, your first impression might be „Downton Abbey,“ but it’s really a fraction of the size. The three-story manor house has 18th-century pretensions. As for a style, it’s not really anything. It goes back to the post-Elizabethan period for sure, but subsequent generations of bits and bobs have changed it. It’s not a mishmash—it’s just not highly original. The facade was added in the 1800s and then extensions were built in a couple of places in the 1920s.

Over the years, a succession of owners elaborated upon the house. For instance, the owners in the 1980s built an extension with an indoor swimming pool, whirlpool, sauna, solarium and gym. I don’t swim there, but it’s one of the most used areas of the house. The temperature is even throughout the year, and I like to go in to practice the flute and write music because it’s warm, relatively humid and kind of big and echoey.

We also have four cottages on the property and another block of buildings for stables, offices and greenhouses.

My days in the home office that I share with my wife are blissful. If you have to go to work and do clerical things, this is a nice place to be doing them. I’m only a short stroll to the kitchen and the espresso machine, and a slightly longer stroll to my recording studio and warehouse where my musical instruments are stored. I have staff that comes in and looks after the accounting and those sorts of things. My wife looks out for the personal side of our lives, from banking to accounting with tour promoters. There are a couple of ladies who come in each day to clean, a few gardeners and a couple of other staffers that do other things.

I pretend to be hands-on and interested in gardening, but my role is basically to grow chilies and carry chicken eggs. We have a generous 12 acres of managed gardens before you go into the open fields and woodlands, and my wife works in the vegetable gardens and directs the gardeners with precision and a good amount of knowledge.

One of two areas of the house that’s special to me is our bedroom. It has a reasonable degree of coziness, but it’s a big room with an adjoining bathroom with a vast amount of Italian marble installed before we moved in, so it’s a bit „Dynasty“ and over the top. From the bed, our view looks east, giving us the sunrise and a nice vista. You wake up in the morning and look out over England’s green and pleasant land. You don’t see anything other than trees and fields and the morning sun.

The other room where I feel most comfortable is the kitchen. The first thing we did when we moved in was to gut that end of the house and put in modern equipment. We turned a mess into a large family kitchen and dining area. It still retains all of its leaded windows and stone mullions outside, but inside it’s up-to-date and practical—at least it was 20 years ago when we moved in. The kitchen has a cast-iron stove and range that stays on 24 hours a day with a trickle of fuel. Because the stove is huge, the room is always warm. Our dogs and cats come to lie in the kitchen, and the chickens and sheep would be in there like a shot if you left the door open. The kitchen is the hearth of the house and we use it not only to sit and talk, but also to eat most of our meals—despite having a wood-paneled dining room.

I use the warm solarium to germinate my exotic habanero, naga and bhut jolokia chili seedlings, but I grow the plants in the Victorian greenhouses. When I roast the chilies in the kitchen to prepare them for grinding and storage as dried powder, the space becomes uninhabitable. I try to remember to put on rubber gloves when handling them. Ever since I was young, I’ve had a taste for very hot, spicy food, and I use the powder to flavor soups and stews to give them a semblance of taste. I think part of my chili fetish is the challenge of growing hard-to-germinate varieties. I used to grow a couple of hundred plants but I’ve since cut down to about 50. Now I give away a few young plants to friends and members of the band.

Another reason I practice the flute in the pool house is to keep the peace. If I play in the kitchen or living rooms, my wife and our dogs will tend to leave as soon as possible. The cats, however, are unfazed and will open an eye and go back to sleep, so I’ve convinced myself they rather like it. I also fancy that my chili seedlings respond positively to the seductive sound. Primitive flutes were on the rise in South America right around the time chilies were first planted for human consumption, so I play to them.

Ian Anderson: Homo Erraticus (2014)

Bisschen hatte ich ja schon gehört von Ian Andersons neuer Scheibe Homo Erraticus, die bereits seit dem 11. April (also morgen seit vier Wochen) auf dem Markt ist. Und natürlich an diesem Tag hatte ich die Scheibe auch auf dem Schreibtisch. Warum ist also bisher von mir als alter Jethro Tull– und damit geradezu zwangsläufig auch Ian Anderson-Fan kein Sterbenswörtchen zur neuen CD (samt DVD mit 5.1-Ton) zu lesen gewesen?

    Ian Anderson: Homo Erraticus (2014)

Nun die vier bereits bekannten Stücke hatten mich nicht vom Hocker gerissen. Außerdem hatte ich mir eine österliche Auszeit gegönnt und mich vor allem mit Literatur (und einigen Filmen) beschäftigt. Zudem hatte ich den fatalen Fehler begannen und meiner Frau die neue CD übergeben („Wenn du nichts Besseres hast, dann kannst du mir ja Andersons neue Scheibe zu Ostern schenken!“ – natürlich hatte meine Frau etwas Besseres, die Graphic Novel zu Kafkas Der Process, die ich schon gar nicht mehr auf dem Zettel hatte – so muss ich mich noch etwas gedulden, bis meine Frau mir die CD samt 5.1-DVD herausrückt …).

Natürlich habe ich inzwischen die Scheibe mehrmals via MP3-Player gehört. Und um es gleich zu sagen: ich war dann doch eher positiv überrascht. Als Gesamtwerk – und das ist die Scheibe ja nun mal: ein Konzeptalbum – hört sich das Ganze ganz ordentlich an und gefällt mir um einiges besser als das vor fast genau zwei Jahren erschienene Album Thick as a Brick II (vielleicht täuscht mein Eindruck aber auch, weil ich TAAB2 lange nicht mehr gehört habe …).

Nun zu den Texten kann ich mich nur bedingt äußern, ich habe ja die Texte nicht vorliegen. Zum Hintergrund der Texte habe ich mich aber schon einmal an anderer Stelle geäußert. Näheres findet sich auch im Review bei rocktimes.de. Es ist eine Art Geschichtsunterricht a la Oberschulrat Anderson mit Altersweisheiten gespickt und am Ende mit Science Fiction angereichert. Anderson legt offensichtlich einigen Wert auf seine ‚Botschaften’. Durchaus interessant ist auch das Interview mit Anderson bei Rocktimes. Der Meister entpuppt sich wieder einmal als redselige Plaudertasche mit einigen Macken.


Ian Anderson / Homo Erraticus deluxe book edition

Nun positiv überrascht bin ich allein schon von Ian Andersons Gesang. Nicht nur, dass er die Töne (fast) alle sauber trifft, auch singt er ‚in der Zeit’, was bei Live-Auftritten leider nicht der Fall ist (dazu unten etwas mehr). Gut, die Stimme ist meist etwas ‚dünn’ und natürlich hört man heraus, dass hier technisch oft genug nachgebessert wurde. Aber das soll mir egal sein, solange Ian Anderson selbst noch singen kann und das Charakteristische seiner Stimme erhalten bleibt. Ryan O’Donnell, der einige wenige Gesangparts übernommen hat, wirkt dagegen etwas fehl am Platze.

Part 1: Chronicles
1. Doggerland 4:20
2. Heavy Metals 1:29
3. Enter The Uninvited 4:12
4. Puer Ferox Adventus 7:11
5. Meliora Sequamur 3:32
6. The Turnpike Inn 3:08
7. The Engineer 3:12
8. The Pax Britannica 3:05

2. Part 2: Prophecies
1. Tripudium Ad Bellum 2:48
2. After These Wars 4:28
3. New Blood, Old Veins 2:31

3. Part 3: Revelations
1. In For A Pound 0:36
2. The Browning Of The Green 4:05
3. Per Errationes Ad Astra 1:33
4. Cold Dead Reckoning 5:28

Insgesamt ist das Album durchaus ‚schlüssig’, kommt aber über Tull’sche Alltagskost nicht wirklich hinaus (irgendwo las ich von „Tull von der Stange, gute Qualität, aber nicht herausragend“). Was wirklich fehlt, ist die zündende musikalische Idee, etwas wirklich Innovatives, das das Ganze aus dem Trott längst bekannter Prog-Rock-Musik heraushebt. Oder wie ich las: „Allzu oft wird mir hier Rockmusik-Zwirn gesponnen, wird Text ‚abgearbeitet’, wobei diese ‚Flucht ins Narrative’ wohl daher rühren mag, dass ihm der Text hier in der Tat besonders wichtig ist.“

Natürlich gibt es auch reichlich Selbst-Zitate („Viele Anderson-typische Einfälle geraten so ein weiteres Mal in die künstlerische und kommerzielle Verwertungskette.“), was durchaus legitim ist. So klingt „Puer Ferox Adventus“ (Ankunft des wilden Kindes) im 2. Teil wie „Budapest“ und „Tripudium Ad Bellum“ (Tanz in den Krieg), ein Instrumentalstück, wie „Living in the Past“ (auch ein 5/4-Takt?). Bei „The Turnpike Inn“ höre ich „War Child“ heraus. Auch arbeitet Anderson wieder oft mit musikalischen Versatzstücken, von Rhythmus geprägter Bausteine; die melodischen Bogen, die über mehr als nur wenige Takte gehen, findet sich zwar, sind nach meinem Geschmack aber nicht immer zu Ende ‚gedacht’ (komponiert). Und so stellt sich leider auch immer wieder eine gepflegte Langeweile ein. Stilistisch ist Unterschiedlichstes vorhanden. Vom Folkrock über Anleihen beim Hardrock über Shuffle-Rhythmen, Funkigem, ja gar Jazzigem findet sich bis hin zu sakralen Renaissance-Klängen, Kinderlied und eher atypischen Tull-Teilen mit Sprechgesang so einiges (‚Verwurschteln’ sollte man das aber nicht ungedingt nennen).


Playlist mit zz. 7 Stücken – Ian Anderson: Homo Erraticus

Aber ich will nicht zu streng sein. Eigentlich freue ich mich darüber, etwas halbwegs ‚hörbar’ Neues aus der Feder von Ian Anderson zu hören. Musikalische Beispiele habe ich nicht gerade zur Hand, erinnere aber an literarische Alterswerke wie die Erzählung Der Mensch erscheint im Holozän von Max Frisch (Frisch war damals in etwa so alt wie es Ian Anderson heute ist), die durch den sehr lakonischen Stil besticht. Nun, Anderson ist da eher die große Plaudertasche, ein Plappermaul. Wirklich Neues, Innovatives kann und darf man in dem Alter nicht erwarten. Und mit Rockmusik hat das Ganze auch nicht mehr all viel zu tun. Was mich aber an dem Album dann doch erfreut, ist Andersons Stimme. Die hat zwar nicht mehr das ‚Format’ früherer Jahre. Aber, ich wiederhole mich, der Charakter dieser Stimme ist noch vorhanden. Und dank technischer Tricks bekommen wir mit ‚Homo Erraticus’ einen Anderson geliefert, der dann doch viel Spaß bereitet. Leider gilt das allein für die CD. Live-Auftritte offenbaren (man ist es ja längst gewohnt) einen gesangliche Anderson, der leider zu oft ‚daneben’ liegt, sowohl in der Tonhöhe als auch im Timing (nachzuhören beim Auftritt in Brighton am 28. April d.J. – hier zum Herunterladen bei www.guitars101.com). Neben der gesamten „Homo Erraticus“-Session gibt es auf der vor einer guten Woche gerade frisch begonnenen Tournee wieder ein Best-of-Jethro-Tull-Special (mit den Stücken Living In The Past, Bouree, With You The To Help Me, Sweet Dream, Teacher, Critique Oblique, To Old To Rock & Roll To Your To Die, Songs From The Wood, Farm On The Freeway, My God, Aqualung und Locomotive Breath). Seinem Alter entsprechend ist Ian Anderson da grauhaarig, mit Brille und ohne Piratenlook (also kahlköpfig) zu sehen. Hier einige Handy-Aufnahmen aus Liverpool:


Ian Anderson: Living In The Past – live Liverpool Philharmonic Hall 2nd May 2014


Ian Anderson: My God – live Liverpool Philharmonic Hall 2nd May 2014

außerdem: Sweet Dream und Songs from the Wood

Ian Anderson: Homo Erraticus (2014) … coming soon

Bereits am 11. April (in Deutschland), zeitig vor dem Osterfest, ist es soweit: Johannes, der Vagabund, enthüllt sein neuestes Werk und bietet es uns zum Kaufe an: Homo Erraticus. Jethro Tull ist tot, es lebe Ian Anderson!

Ian Anderson: Homo Erraticus (2014)

Zum Inhaltlichen gab es ja bereits vieles zu lesen, auch an dieser Stelle: Homo (Britanicus) Erraticus. Kommen wir zum Eingemachten. Zunächst beglückte uns der Meister mit einem kleiner Teaser und ließ uns erstmalig etwas aus dem neuen Werk erlauschen:


Ian Anderson – Homo Erraticus album teaser

Und eine Tracklist des neuen Albums ist auch längst verfügbar, die Aufnahmen also schon längst im Kasten:

PART ONE: CHRONICLES
1. Doggerland [4:20]
2. Heavy Metals [1:29]
3. Enter The Uninvited [4:12]
4. Puer Ferox Adventus [7:11]
5. Meliora Sequamur [3:32]
6. The Turnpike Inn [3:08]
7. The Engineer [3:12]
8. The Pax Britannica [3:05]

PART TWO: PROPHECIES
9. Tripudium Ad Bellum [2:48]
10. After These Wars [4:28]
11. New Blood, Old Veins [2:31]

PART THREE: REVELATIONS
12. In For A Pound [0:36]
13. The Browning Of The Green [4:05]
14. Per Errationes Ad Astra [1:33]
15. Cold Dead Reckoning [5:28]

Ian Anderson ist nicht nur sehr geschichtsträchtig geworden, sondern auch noch unter die Lateiner gegangen. Hier einige Hinweise für Nicht-Lateiner (zu denen ich mich auch zählen muss) zu den Liedtiteln:

4 Puer Ferox Adventus: Ankunft des wilden Kindes
5 Meliora Sequamur: Let’s keep striving for better (Lasst uns nach Besserem streben) – Wahlspruch der Brighton Grammar School und auch der Blackpool Grammar School (na, wer da wohl einst zur Schule gegangen ist: Spin me back down the years and the days of my youth…?)
8 The Pax Britannica: Der Friede Britanniens, in Anlehnung an die Pax Romana des alten Rom: Prinzip der Welt- und Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert
9 Tripudium Ad Bellum: Tanz in den Krieg
14 Per Errationes Ad Astra: Während der Wanderungen der Sterne

Inzwischen geistern im Netz auch schon einige der Lieder von der neuen Scheibe. Man staunt. Aber wir sind ja globalisiert und nutzen diese Tatsache auch gern für unsere Zwecke. Dank einer Vorausschau eines polnischen Rundfunksender (Moderator der allwegs bekannte Piotr Kaczkowski) hier also schon gleich drei Lieder:


Ian Anderson “Homo Erraticus“ (The Engineer – After These Wars)


Ian Anderson “Homo Erraticus“ (The Pax Britannica)

Und ein viertes Lied lässt sich über dropbox.com sogar herunterladen: Ian Anderson: Doggerland

Oje! Was soll ich jetzt zu diesen vier Liedern schreiben. Für mich ist das weder Fisch noch Fleisch. Und wenn ich im Alter inzwischen auch die zweite Vorkommastelle mit Herrn Anderson teile: das ist musikalisch ziemlich belangloser Altherrenrock. Aber NEIN: Das habe ich jetzt nicht geschrieben. Ich werde mir die Stücke noch einmal (und noch einmal) in Ruhe anhören … Wenigstens trifft der Meister beim Gesang den Ton, wenn er auch äußerst verhalten daherzwitschert (… also beim Altherrenrock bleibe ich! Basta!).

weitere Infos siehe bei kscope – auch mit einigen ‚hübschen’ Bildchen von Ian Anderson und seinen Mannen

Plitschnass: Jethro Tull – Under Wraps-Tour 1984

Am 8. Oktober 1984 erschien in den USA das Album Under Wraps der Gruppe Jethro Tull. Es war ohne Schlagzeuger im Frühjahr 1984 in Ian Andersons Heimstudio aufgenommen und ist das einzige Album der Gruppe, das überwiegend Stücke aus der Feder der Bandmitglieder enthält, hauptsächlich aber Lieder in Zusammenarbeit von Ian Anderson mit dem Keyboarder Peter-John Vettese, der dann auch erheblich den Stil des Albums prägte: elektronischer Rock mit jeder Menge Synthesizer, u.a. auch mit programmierten Schlagzeug. Höchste Chart-Position war Platz 76 in den USA (in Großbritannien erschien das Album bereits am 9. September und erreichte Platz 18).

Das Album wird unter Tull-Fans bis heute heiß diskutiert, denn an ihm scheiden sich immer noch die Geister. Auch ich war damals beim Erscheinen nicht gerade begeistert. Inzwischen habe ich aber Frieden damit geschlossen und betrachtet es vor allem als ein Kind seiner Zeit (eben die 80-er Jahre).

Wenige Tage nach der Veröffentlichung begann dann am 12. Oktober die Konzerttour durch die USA und führte die Gruppe am 28. Oktober nach Passaic, New Jersey. Dort traten sie im Capitol Theatre auf. Erstmals bei einer Tour mit dabei war Doane Perry am Schlagzeug. Das Konzert wurde von MTV für die Sendung „MTV Rock Influence“ aufgezeichnet, Sendedauer: 45 Min. Hierfür wurden allerdings nur vier bzw. fünf Lieder (Aqualung, Living in the Past kurz angespielt, Teile von Thick as a Brick, Under Wraps #1 und zuletzt, ist klar: Lomomotive Breath) verwendet. Wegen Probleme mit dem Urheberrecht ist das bei Youtube vorhandene Video dieser Sendung (in allerdings bescheidener Qualität) in Deutschland leider nicht zu betrachten (lässt sich aber über eine russische Website aufrufen). Die Rechte liegen inzwischen wohl u.a. bei Bill Graham Archives bzw. Wolfgang’s Vault und werden von dort vermarktet (eine inzwischen kostenpflichtige Mitgliedschaft ist notwendig – Bill Graham rotiert deshalb sicherlich in seinem Grab!).

Die Sendung „MTV Rock Influence“ allein ist sicherlich schon fast einen Beitrag wert. Es geht um Progressive Rock, und neben den Einspielungen aus dem Konzert in Passaic, New Jersey, kommt Ian Anderson zu Wort. Daneben werden Konzertausschnitte z.B. von Emerson, Lake & Palmer, Yes, King Crimson und Traffic (auch von Genesis – ohne Peter Gabriel bieten Phil Collins & Co. aber nur Mainstream-Rock) samt einiger Kommentare von Bandmitgliedern eingespielt. Im Mittelpunkt steht aber Jethro Tull und Ian Anderson (da war der Meister wohl zur rechten Zeit am rechten Ort).

Zurück zum Konzert: Hier zunächst die Playlist, wie sie in der Tull Tour History von The Ministry of Information (MoI) aufgeführt ist:

Under Wraps (intro), Locomotive Breath (inst. intro)/Hunting Girl, Under Wraps #1, Later That Same Evening, Nobody’s Car, Fly By Night, Thick As A Brick, Skating Away…, Clasp, Living In The Past, Serenade To A Cuckoo, Fat Man, Instrumental, Black Sunday, Songs From The Wood, Minstrel In The Gallery, My Sunday Feeling, Aqualung, Locomotive Breath, Too Old To Rock’N’Roll, Thick as a Brick (reprise)

Wie gesagt: MTV nahm damals das Konzert auf. Rechtemäßig ist es bei Wolfgang’s Vault gelandet. Und über die Website concertvault.com kann man das Konzert in ordentlicher Qualität (bei bestehender Mitgliedschaft) betrachten: Jethro Tull – Under Wraps 1984. Es gibt inzwischen auch eine alternative Website paste.com, über die man sich probeweise kostenlos einwählen kann (ich vermute Trittbrettfahrer, die die Wolfgang’s Vault-Videos ‚abschöpfen’): Jethro Tull – Under Wraps 1984

Wer evtl. die Videos herunterladen möchte (denn das lässt sich machen) findet Rat und Tat und weitere Infos zu dem Konzert bei Jethro Tull@www.laufi.de.

Allerdings fehlen gegenüber der Auflistung bei MoI die Stücke Minstrel In The Gallery und My Sunday Feeling. Letzteres kann man verknusen. Hier noch einmal die Playlist der Videos:

1 Under Wraps #1 02:18
2 Locomotive Breath (instrumental) / Hunting Girl 06:12
3 Under Wraps #1 04:46
4 Later, That Same Evening 04:13
5 Nobody’s Car 05:12
6 Fly By Night 04:19
7 Thick As A Brick 08:38
8 Skating Away On The Thin Ice Of A New Day 02:05
9 Clasp 04:06
10 Living In The Past 03:35
11 Serenade To A Cuckoo 04:19
12 Banter
(Vorstellung der Band) 02:10
13 Fat Man 06:17
14 Instrumental 08:15
15 Black Sunday 06:22
16 Songs From The Wood 06:34
17 Aqualung 07:28
18 Locomotive Breath 06:54
19 Too Old To Rock ‚N‘ Roll, Too Young To Die 09:06

Zuletzt einige (verkleinerte) Screenshots von Herrn Anderson in action. Man kann von „Under Wraps“ halten was man will. Aber das Konzert sollte man gesehen haben. Dermaßen energiegeladen habe ich Ian Anderson noch nie gesehen (und ich habe einige Konzerte seit 1972 besucht). Immerhin war der große Flötenguru damals auch schon 37 Jahre alt. Ich kann mich beim Betrachten der Videobilder des Eindrucks nicht erwehren, dass Anderson während des Konzertes unter Strom stand oder etwas in seinem Pausentee hatte. Etwas ätzend ist Andersons Kopfbinde (und die Kopfhörer samt Empfänger am Gürtel sprechen für eine noch nicht allzu ausgereifte Übertragungstechnik).

Und wie der Meister aus allen Poren schwitzt … Schon bald ist das Hemd klitschnass. Und zuletzt trieft auch die Gärtnerhose Andersons nur so von Körperflüssigkeiten (welchen auch immer?!). Erwähnenswert ist sicherlich auch, dass zu sehen ist, wie sich der Meister kurz unters Fußvolk mischt. Das ist wirklich ein seltener Anblick.

Erstaunlich ist auf jeden Fall, mit welcher Power Ian Anderson das Konzert bestreitet. Die Stimme ist zwar schon deutlich angeknackst, was ihn aber nicht davon abhält, wie ein Berserker zu singen: absolut sehens- und hörenswert!

Ian Anderson plitschnass: Jethro Tull live - Under Wraps-Tour 1984

Ian Anderson plitschnass: Jethro Tull live - Under Wraps-Tour 1984

Ian Anderson plitschnass: Jethro Tull live - Under Wraps-Tour 1984

Ian Anderson plitschnass: Jethro Tull live - Under Wraps-Tour 1984

Ian Anderson plitschnass: Jethro Tull live at Capitol Theatre, Passaic, NJ, USA – Under Wraps-Tour 1984

Ian Anderson plitschnass: Jethro Tull live - Under Wraps-Tour 1984

Ian Anderson plitschnass: Jethro Tull live - Under Wraps-Tour 1984

Johannes, der Vagabund

Man verzeihe mir das kleine Spielchen. Es ist nur zu berichten, dass die Sache wohl Formen annimmt. Die Hülle (der Mantel, die Decke?) ist bereits enthüllt. Sie muss sich nur noch mit Inhalt füllen. Am 14. April ist es dann soweit: Johannes, der Vagabund, wird über den Ladentisch gereicht …

eines der glubschigen Augen des Meisters: Ian Anderson – Homo Erraticus

Wie bitte?

Ian Anderson: Homo Erraticus – Veröffentlichung: 14. April 2014

Download CD-Cover (2500px mal 2500px = 2,1 MB)

Willis alter Beitrag: Homo (Britanicus) Erraticus

Backwards played

Ich möchte noch einmal auf das 1970 erschienene Album Benefit von der Gruppe Jethro Tull zurückkommen, das vor kurzem als Deluxe Edition (u.a. DVD mit 5.1-Ton) erschienen ist. Es geht um das Thema: rückwärts gespielte Flöte, von dem ich vor einiger Zeit einmal schrieb:

Zur „rückwärts gespielten Flöte“ habe ich auf der offiziellen Tull-Website etwas gefunden, dort heißt es:

“Group leader Ian Anderson begin experimenting with production techniques, including the famed “backwards-played” flute on “With You There to Help Me” which would become a concert joke as Ian turned his back to the audience to play the opening notes. This track, and others, reflect Ian’s budding romance with a Chrysalis secretary who would become Ian’s first wife.”

Vom Beatclub gibt es ja auch eine Aufnahme dieses Stückes „With You there …“, allerdings spielt der Meister „vorwärts“. Immerhin lässt sich so das Vorwärts- und Rückwärtsgespiele sehr gut vergleichen. Und zum weiterem Vergleich: Den Anfang des Stückes (Original von der Benefit-Scheibe) und dann das Ende habe ich im Rückwärtsgang (reverse, wie der Engländer sagt) abspielen lassen – wie nachfolgend zu hören ist:


Jethro Tull: With You There To Help Me (Ausschnitt – reverse)

Im Beitrag Was ist bloß mit Ian los? Teil 43: Mondlandung mit Shakespeare schrieb ich dann weiter dazu:

Bei cupofwonder.com las ich Folgendes zum Lied „With You There to Help Me“, das mit der rückwärts gespielten Flöte:

According to Greg Russo this song is about Jennie Franks, a secretary in Chrysalis’ publishing department, whom Ian would marry later that year. The lyrics reflect the pressure of the heavy touring schedule and his longing for being home.

Danach beschreibt der Text seine Sehnsüchte nach dem trauten Heim mit seiner ersten Frau Jennie. Also doch eine Art Liebeslied, auch wenn Herr Anderson im oben erwähnten Interview behauptet, keine ‚klassischen’ Liebeslieder schreiben zu können. Okay, auch der folgende Text ist nicht ’klassisch’ (statt von ‚ihr’ singt er u.a. von ‚den einen’ – ‚the ones’).

In days of peace
sweet smelling summer nights
of wine and song;
dusty pavements burning feet.
Why am I crying, I want to know.
How can I smile and make it right?
For sixty days and eighty nights
and not give in and lose the fight. (nachgeben)

I’m going back to the ones that I know,
with whom I can be what I want to be.
Just one week for the feeling to go
and with you there to help me
then it probably will. (wird es möglich sein)

I won’t go down
acting the same old play.
Give sixty days for just one night.
Don’t think I’d make it: but then I might.
I’m going back to the ones that I know,
with whom I can be what I want to be.
Just one week for the feeling to go
and with you there to help me
then it probably will.

Was die ‚rückwärts’ gespielte Flöte dieses Stückes betrifft, da bin ich mir immer noch nicht im Klaren. Ich habe beide Versionen (‚rückwärts’ gespielte Flöte des Originals und die nochmals im ‚Rückwärtsgang’ eingespielte Version – mithin müsste es die Flöte ‚vorwärts’ wiedergeben) noch einmal verglichen. Nach den Anmerkungen auf der Tull-Website stand der Meister mit dem Rücken zum Publikum. Das kann aber kaum mit ‚rückwärts’ gemeint sein. In Frage kommt auch die kontrapunktische Technik des Krebses, das Rückwärtsspielen einer Notenpassage. Ich denke mir aber, dass die Bandaufnahme des Flötenspiels einfach ‚rückwärts’ abgespielt wurde. Dafür spricht die Aussage, Anderson hätte mit ‚production techniques’ experimentiert.

Krebs in ‚Zombie Woof’ vom Album ‚Over-Nite Sensation’ von Frank Zappa
Krebs in ‚Zombie Woof’ vom Album ‚Over-Nite Sensation’ von Frank Zappa

Also noch einmal: Die Aufnahme erfolgte nach meiner Meinung mit der Technik des Krebses, die Noten wurden von Anderson also für die bestimmten Passagen ‚rückwärts’ eingespielt. Dann wurde die aufgenommene Passage rückwärts abgespielt, sodass die Passage im Grunde notentechnisch ‚vorwärts’ ablief.

Auf dem Album „Benefit“ gibt es noch eine Aufnahme, die mich etwas irritiert: „Play in Time“. Diesmal ist es die Gitarre, die reichlich ‚komisch’ klingt. Hört Ihr es auch?


Jethro Tull – Play in Time – MyVideo

Ich habe einen kleinen Ausschnitt aus dem hinteren Teil genommen und diesen dann rückwärts abspielen lassen. Sollte neben der rückwärts gespielten Flöte auch Martin Barres Gitarre rückwärts-krebsmäßig eingespielt und wiedergegeben sein? Hier der kleine Ausschnitt von jeweils 15 Sekunden – zunächst normal abgespielt, dann rückwärts …


Jethro Tull: Play In Time (Ausschnitt – 0:15 Sek. normal vorwärts – 0:15 Sek. reverse)

Siehe u.a. auch den Beitrag: Was ist bloß mit Ian los? Teil 40: Jahreswechsel

Vorweihnachtszeit 2013 (5): Ian Anderson liest Weihnachtliches

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern liest uns unser Flötenguru, Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull, etwas traditionell Weihnachtliches aus seiner Heimat Schottland vor („Weihnachtliches mit Onkel Ian“):

    Ian Anderson: Happy New Year & Merry Christmas!

Es handelt sich hierbei um einen Radio-Beitrag zu einer Sendung namens „A Toss the Feathers Christmas Special 2004“ und wurde einst vor inzwischen neun Jahren über den amerikanischen Sender Public Radio International ausgestrahlt. Neben „Another Christmas Song“ und „Ring Out Solstice Bells” (am Ende) liest Ian Anderson aus Sir Walter Scott’s „Marmion“ – Dichtung in sechs Gesängen (Marmion – A Tale of Flodden Field in six Cantos; Edinburgh 1808) etwas Weihnachtliches vor:

INTRODUCTION TO CANTO SIXTH

Heap on more wood!-the wind is chill;
But let it whistle as it will,
We’ll keep our Christmas merry still.
Each age has deem’d the new-born year
The fittest time for festal cheer: 5
Even, heathen yet, the savage Dane
At Iol more deep the mead did drain;
High on the beach his galleys drew,
And feasted all his pirate crew;
Then in his low and pine-built hall, 10
Where shields and axes deck’d the wall,
They gorged upon the half-dress’d steer;
Caroused in seas of sable beer;
While round, in brutal jest, were thrown
The half-gnaw’d rib, and marrow-bone, 15
Or listen’d all, in grim delight,
While scalds yell’d out the joys of fight.
Then forth, in frenzy, would they hie,
While wildly-loose their red locks fly,
And dancing round the blazing pile, 20
They make such barbarous mirth the while,
As best might to the mind recall
The boisterous joys of Odin’s hall.

And well our Christian sires of old
Loved when the year its course had roll’d, 25
And brought blithe Christmas back again,
With all his hospitable train.
Domestic and religious rite
Gave honour to the holy night;
On Christmas eve the bells were rung; 30
On Christmas eve the mass was sung:
That only night in all the year,
Saw the stoled priest the chalice rear.
The damsel donn’d her kirtle sheen;
The hall was dress’d with holly green; 35
Forth to the wood did merry-men go,
To gather in the mistletoe.
Then open’d wide the Baron’s hall
To vassal, tenant, serf, and all;
Power laid his rod of rule aside, 40
And Ceremony doff’d his pride.
The heir, with roses in his shoes,
That night might village partner choose;
The Lord, underogating, share
The vulgar game of ‘post and pair.’ 45
All hail’d, with uncontroll’d delight,
And general voice, the happy night,
That to the cottage, as the crown,
Brought tidings of salvation down.

The fire, with well-dried logs supplied, 50
Went roaring up the chimney wide:
The huge hall-table’s oaken face,
Scrubb’d till it shone, the day to grace,
Bore then upon its massive board
No mark to part the squire and lord. 55
Then was brought in the lusty brawn,
By old blue-coated serving-man;
Then the grim boar’s head frown’d on high,
Crested with bays and rosemary.
Well can the green-garb’d ranger tell, 60
How, when, and where, the monster fell;
What dogs before his death he tore,
And all the baiting of the boar.
The wassel round, in good brown bowls,
Garnish’d with ribbons, blithely trowls. 65
There the huge sirloin reek’d; hard by
Plum-porridge stood, and Christmas pie:
Nor fail’d old Scotland to produce,
At such high tide, her savoury goose.
Then came the merry maskers in, 70
And carols roar’d with blithesome din;
If unmelodious was the song,
It was a hearty note, and strong.
Who lists may in their mumming see
Traces of ancient mystery; 75
White shirts supplied the masquerade,
And smutted cheeks the visors made;
But, O! what maskers, richly dight,
Can boast of bosoms half so light!
England was merry England, when 80
Old Christmas brought his sports again.
‘Twas Christmas broach’d the mightiest ale;
‘Twas Christmas told the merriest tale;
A Christmas gambol oft could cheer
The poor man’s heart through half the year. 85

Ich habe noch einmal nachgeforscht und entdeckt, dass es von diesem Poem mindestens zwei deutsche Übersetzung gibt:

Marmion. Eine Erzählung vom Schlachtfelde von Flodden. Dichtung in sechs Gesängen. Zwickau, Gebrüder Schumann, 1827 (Übersetzung: C. Richard) und
Marmion. Darmstadt 1857 (Übersetzung: Alexander Neidhardt, der auch Sonette von Shakespeare übersetzt hat)

Leider habe ich den deutschen Text nicht ausfindig gemacht, so dürft Ihr Euch selbst mit dem Schottischen herumschlagen (leider spricht Ian Anderson alles mehr oder weniger englisch aus. Schade eigentlich … Oder er kann nicht richtig schottisch).

Homo (Britanicus) Erraticus

    Turn up the wick. Burn a little brighter.
    Ian Anderson (2013)

Diesmal hat Gerald Bostock (ja, der von ‚Thick as a brick’) wieder zur Feder gegriffen und sich eines verstaubten, bisher unveröffentlichten Werkes eines Amateurhistorikers namens Ernest T. Parritt (1873-1928) mit dem Titel „Homo Britanicus Erraticus“ angenommen. Bostock hatte wohl den ‚berühmten’ Matthew Bunter Old Library Buchladen (siehe u.a. auch unter StCleve.com) in der kleinen Ortschaft Linwell besucht und dort das Manuskript an sich genommen. In dem Machwerk geht es um die Geschichte der frühen Zivilisation Britanniens. Außerdem scheint es Zukunftsszenarien zu prophezeien. Der gute Parritt war zwei Jahre vor seinem Tod vom Pferd gefallen und hatte dabei wohl arg gelitten. Er war nach dem Sturz mit der übermächtigen Überzeugung erwacht, frühere Leben als historische Figuren genossen zu haben (awoke with the overwhelming conviction of having enjoyed past lives as historical characters, wie Anderson schreibt): als einen vorgeschichtlichen, nomadisierenden Siedler der Jungsteinzeit, einen Schmied der Eisenzeit, als einen sächsischen Invasoren, einen christlichen Mönch usw. – bis hin zu Prinz Albert, dem Ehemann von Königin Viktoria.

Ja, im April des nächsten Jahres soll das nächste Album von Jethro Tull’s Ian Anderson auf den Markt kommen: Homo Erraticus, der umtriebige, herumirrende Mensch, auch ist Land- bzw. Stadtstreicher gemeint (was Assoziationen zu Aqualung weckt). Die Musik soll im Folk-Rock-Metal-Stil gehalten sein (Ian Anderson: „But you can call it Prog.”).

Ian Anderson: Homo Erraticus

Man ahnt es bereits: Jedes Lied wird sich einer Epoche der britischen (Vor-)Geschichte widmen und Herr Anderson wird einmal als jungzeitlicher Nomade auftreten, dann mit Kutte als Mönch und zuletzt als Prinz Albert, dem deutschen Moralisten im sündigen England (heute ist Prinz Albert eigentlich nur noch für ein bestimmtes Genitalpiercing bekannt, aber dazu wird sich Herr Anderson wohl kaum äußern, oder?). Das Ganze erinnert an TAAB2, in dem Anderson versucht hat zu beschreiben, was alles aus einem etwa 50-jähriger Gerald Bostock, dem fiktiven Autoren von TAAB, hätte werden können. Und natürlich erinnert es an TAAB selbst, denn der fiktive Autor des Ganzen soll ja wieder Gerald Bostock sein.

Allein schon dieser geschichtsträchtigen Lyrik wegen, könnte ich mich für das neue Album interessieren. Die Phantasie Ian Andersons treibt seltsame Blüten. Wenn dann auch noch die Musik halbwegs ‚stimmt’, dann ist alles gut. Gespannt bin ich allemal.

Kramen in Ian Andersons Dachstübchen

Übrigens: Ian Anderson hat wohl für etwas Ordnung in seinem Dachstübchen gesorgt. Andere nennen es Archiv, Ian Anderson „Attic“. Es darf gekramt werden …

Vorweihnachtszeit 2013 (1): Santa, reich mal die Buddel ‘rüber

Mit Beginn dieser Woche beginnt nun auch ‘offiziell’ die Weihnachts- bzw. Vorweihnachtszeit. Alles Volkstraurige, Gebüße und Totensonntägliche haben wir hinter uns gelassen, um verstärkt an Weihnachtsgeschenke zu denken (kaufen wäre auch nicht schlecht), Kekse zu backen und bald zu essen (bevor sie hart und ungenießbar sind) – und alles in Weihrauch- und Kerzengestank zu ersticken.

    Ian Anderson 2003 - Christmas Song

Aus allen Lautsprecherboxen dröhnt Weihnachtsmusik. Da will ich nicht hintanstehen und habe das Lied ‘Christmas Song’ von Ian Anderson (Jethro Tull) ausgegraben. Zu beachten ist die Textpassage, in der darauf hingewiesen wird, dass der weihnachtliche Geist nicht das ist, was man trinkt (that Christmas spirit is not what you drink) – in diesem Sinne wünsche ich eine schöne Vorweihnachtszeit:


Video: Ian Anderson 2003 – Christmas Song