Wieder einmal: Freitag, der 13.

Schwarze Katzen, die den Weg kreuzen. Nicht unter Leitern durch. Mit dem falschen Bein aufstehen (war das nun das linke oder rechte?). Und natürlich Freitag, der 13.! All das bringt Unglück, behaupten viele. Was ist aber dran, am Freitag, den 13.?

    Freitag, der 13.

Nach alter Zahlensymbolik ist die Primzahl 13 eine ‘übersteigerte Zwölf’ und zerstöre die Harmonie des Universums. 13 bedeutete in vielen Kulturen, dass die Zahl 13 die symbolträchtige 12, die göttliche, kosmische und jahreszeitzeitliche Ordnungen repräsentiert (der Tag hat 12 Stunden – und auch die Nacht; es gibt 12 Monate und die Apostel Jesu waren derer 12), überschreitet. Bei der 13 hat Satan die Hand mit im Spiel, im Volksmund wird die 13 auch als das ‘Dutzend des Teufels’ bezeichnet.

Die 13 als Unglückszahl treibt seltsame Blüten. So gibt es in vielen Hotels kein Zimmer mit dieser Nummer. Und auch in Flugzeugen überspringt man gern diese Zahl. Wer sitzt schon gern auf einem Platz mit der Nummer 13. Und dann gab es natürlich die Raumfahrtmission zum Mond mit Apollo 13 im April 1970, die voller Pannen war, am Ende aber doch glimpflich verlief. Übrigens startete Apollo 13 an einem Freitag.

Das die 13 für viele allerdings auch eine Glückszahl sein kann, zeigt sich daran, dass die erste Lottozahl, die am 9. Oktober 1955 gezogen wurde, eine 13 war.

Und weshalb Freitag? Aberglaube ist zwar die Umkehrung des Glaubens, hat aber immer noch etwas mit Glauben zu tun. An einem Freitag wurde Christus an das Kreuz genagelt. Also kann Freitag nur ein Unglückstag sein. Aus jüngerer Zeit kennen wir den ’schwarzen Freitag’, den Tag des Börsenkrachs im Jahre 1927.

Und: In grauer Vorzeit galten Jahre (und auch Monate) als Unglücksjahre, wenn diese mit einem Freitag begannen.

siehe: Freitag, den 13.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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