Meine Yamaha

Nein, kein Motorrad, eine Klampfe …! Aber der Reihe nach …

Wie manchem bekannt ist, feierte ich Anfang Februar meinen Geburtstag, einen runden mit ’ner Sechs vorneweg (Oh, Schock, ein Schock …?!). Und anlässlich dieses Ehrentages bekam ich von meinen Lieben (Frau und zwei Söhnen) einen Gutschein „über einen Tag in Hamburg – inklusive einer ‚kleinen’ musikalischen Überraschung 😉 “.

Gutschein von meinen Lieben zum 60. über einen Tag in Hamburg – inklusive einer ‚kleinen’ musikalischen Überraschung

Während meiner österlichen Auszeit war es dann soweit. Heute vor einer Woche, am Gründonnerstag, machte ich mich mit meiner Familie nach Hamburg auf. Am Vorabend grübelte ich noch über diesen Zusatz der „‚kleinen’ musikalischen Überraschung“ und war dann doch mehr überrascht, was da auf mich zukam.


Vorabend zu einem Ausflug (16.04.2014)

Die Anreise endete erst einmal mit der U-Bahn an der Station Feldstraße. Von dort ging es zu Fuß weiter, eigentlich nur um die Ecke, denn beim Luftschutzbunker auf dem Heiligengeistfeld waren wir am Ziel.

Jetzt konnte ich langsam erahnen, was auf mich zukommen sollte. Okay, so ganz sicher war ich mir noch nicht, immerhin findet sich in diesem Bunker (auch Medienbunker genannt) die Hamburg School of Music und der Musikschuppen Uebel und Gefährlich. Rein theoretisch hätte ja die „musikalische Überraschung“ doch ein Konzert sein können. Aber wohl doch nicht zur frühen Nachmittagszeit, oder? Vor über sieben Jahren war ich zuletzt hier mit meinen Söhnen. Damals besuchten wir mehrere Musikgeschäfte, am Schluss dann auch noch die Reeperbahn. In diesem Bunker „findet man auf über 4500 qm einen der spektakulärsten Musikläden Europas. Auf zwei Stockwerken und durch zahlreiche Galerien aufgelockert, ist ein Besuch des Bunkers wie eine Abenteuerreise durch das Land des Musizierens“: JustMusic Hamburg.

Angeblich hatte ich damals gesagt (ich erinnerte mich plötzlich, wenn auch noch ziemlich dunkel), wenn ich sechzig werde (oder in Rente gehe?!), dann kaufe ich mir eine Ovation. Die Ovation ist eine elektrisch verstärkte Akustikgitarre und gut am „runden Rücken“ (Roundback) zu erkennen; u.a. hat Joan Armatrading in früheren Jahren eine Ovation gespielt.

Also, um es kurz zu sagen, die „musikalische Überraschung“ war die ‚Nötigung’, mir eine Gitarre kaufen zu ‚müssen’. Meine Lieben hatten gesammelt und zusammengelegt – und jetzt durfte ich mich ins Gitarrengetümmel stürzen, um mir eine passende Klampfe herauszusuchen. Nicht, dass es nicht zu einer Ovation gereicht hätte. Aber nach einigem Hin und Her entschied ich mich bei aller Qual der Wahl für eine (rein) akustische Gitarre von Yahama. Also kein Motorrad, sondern eine Klampfe …

Qual der Wahl ...

Willi testet ...

Qual der Wahl …

Willi testet …

Willi (scharf) mit Yamaha und Söhnen (unscharf)

Willi (scharf) mit Yamaha und Söhnen (unscharf)

Vom Bunker an der Feldstraße gingen wir anschließen über Pferdemarkt noch ins Schanzenviertel. Die Schanze, wie man auch sagt, ist ein Szeneviertel mit vielen kleinen Läden, Cafes und Restaurants – und viel Jungvolk. Hier aßen wir (verspätet) zu Mittag (Sushi bei mikawa) und gönnten uns auch noch ein dickes (auch veganes) Eis bei Eisbande in der Bartelsstraße. Am frühen Abend ging es dann wieder nach Hause: Ich mit einer Gitarre auf dem Rücken …

Wer sehen und hören will, wie meine gekaufte Gitarre aussieht und sich anhört, übrigens eine Yahama LS6 (Decke aus Engelmann-Fichte, Boden und Zargen aus Palisander, Hals aus Mahagoni und Griffbrett aus Ebenholz), der lausche und gucke hier:


Yamaha LS6 Review from ‘Acoustic Guitar’

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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