Eine ‚verrückte‘ Welt – Des Wahnsinns fette Beute

Ja, der Wahnsinn hat uns wieder einmal voll im Griff, besser gesagt: unsere Politiker! Was da zz. abgeht, ist nur mit sehr viel Humor zu ertragen.

Der ‚weiße Ritter‘

Fange ich in den USA an, wo zz. bei den Demokraten und Republikanern die Vorwahlen zur Ermittlung der Präsidentschaftskandidaten stattfinden. Musste man schon bei einem George W. Bush an dessen Geisteszustand zweifeln, so erscheint vielen Donald Trump, Tycoon in der US-amerikanischen Immobilien- und Unterhaltungsbranche, als der Inbegriff des völligen Irrsinns zu sein. Trump liegt bei diesen Vorwahlen bei den Delegiertenstimmen weit vor seinem Rivalen Ted Cruz, dem erzkonservativen Senator aus Texas. Trump als US-Präsident – für viele undenkbar. So kommt neben Trump und Cruz, dem kleineren Übel, eine dritte Möglichkeit ins Spiel: die Parteiversammlung der Republikaner stimmt für ‚den weißen Ritter‘: Paul Ryan, den mächtigen Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses. Die spinnen die Republikaner!

Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich vor Ted Cruz mehr ‚Angst‘, denn der Mann weiß genau, was er will. Trump ist ein aufgeblasener Armleuchter, der, sollte er ins Amt gewählt werden, schnell an seine Grenzen stoßen sollte.

Papiere aus Panama

Dass die Reichen und Superreichen gern ihre ‚Schäflein‘ an der Steuer vorbei ins Trockene bringen, sollte eigentlich keinen überraschen. Umso erfreulicher ist es nun, dass dank der sogenannten Panama Papers jede Menge Prominente unter Druck geraten sind. Islands Regierungschef hat schon seinen Hut genommen. Der neue FIFA-Präsident Infantino steht auch unter Verdacht. Natürlich wird sich am Ende alles in heißer Luft auflösen (da mag ein deutscher Entwicklungsminister eine weltweite Transaktionssteuer fordern oder auch nicht) und werden wirklich nur die Letzten gebissen. Denn die gerissenen Gangster sind längst über alle Berge. Aber immerhin …

Draghi, der zahnlose Drachen

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), will die Preissteigerung in der EU auf Teufel komm ‘raus antreiben. Da kauft er Staatsanleihen in Höhe von Hunderten Milliarden Euro (zz. 80 Milliarden Euro PRO MONAT) von den Banken auf, um Geld in den Markt zu pumpen. Aber das kratzt keinen. Dann senkt er den Leitzins auf null Prozent (und verfügt einen Strafzins auf Geldanlagen bei der EZB) und entwertet damit die Geldanlagen des kleinen Mannes. Lebensversicherungen, Bausparverträge, der Notgroschen auf dem Sparbuch – alles ist für die Katz! Und dann denkt er über ‚Helikopter-Geld‘ nach, 1969 erdacht von dem ultraliberalen Vordenker und Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman, um eine Deflation zu bekämpfen. Jedem Bürger sollen z.B. monatlich 175 Euro zusätzlich zur Verfügung stehen, einfach so, wie aus einem Hubschrauber abgeworfen – damit das Geld endlich auch in der Wirtschaft ankommt und nicht im Finanzsektor versandet. Immerhin ist das besser als der wahnsinnige Aufkauf von Anleihen. Dem dürften aber rechtliche Gründe entgegenstehen. Leider!

Wenn der Wahnsinn die Welt regiert …

Die ‚neue‘ Flüchtlingspolitik

Und der Wahnsinn kennt kein Ende. Dank vieler ‚besorgter Bürger‘ hat die AfD jede Menge Landtagsmandate eingesackt. Dabei hat sich unsere Bundeskanzlerin doch längst dieser Sorgen angenommen. Mit der Türkei wurde ein Abkommen getroffen, das die Flüchtlingszahlen deutlich senken ließ. Dass man genauso gut auch mit dem Teufel solche Verträge abschließen kann, lässt nur die Wenigsten empört zurück. Aber weitere Landtagswahlen und im nächsten Jahr die Bundestagswahl stehen an, da verzichtet man eben auf den möglicherweise zu erwartenden Friedensnobelpreis, den gottlob schon Uraltkanzler Kohl für ‚seine‘ deutsche Wiedervereinigung nicht bekommen hat. Eines geht nur: Rekordkanzler(in) die Amtszeit betreffend werden oder eben dieser Preis aus Oslo.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide – und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) … Ach, und gern verreise ich auch!

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