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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Ziviler Ungehorsam

Der Zug mit den Castor-Behältern ist inzwischen im Verladebahnhof Dannenberg angekommen, nachdem die Polizei die Schienenblockade von Castor-Gegnern halbwegs friedlich geräumt hat.

Unterdessen wettert unsere allseits geliebte Frau Bundeskanzlerin gegen die Anti-Castor-Aktionen. Das sei teils kein friedlicher Protest mehr, sondern einfach nur kriminell. Ich finde es schon „bemerkelswert“, wie hier verallgemeinert wird. Und das politische Kalkül will es wohl, dass alles in einem Topf geworfen wird oder Sack, auf den dann eingedroschen werden kann.

„Bemerkelswert“ ist es eben, wie Konflikte wieder aufgebrochen werden, die durch den verabschiedeten Atomausstieg längst befriedet waren. Wie fern jeder Realität hausen da Regierungsmitglieder in ihren Wolkenkuckucksheimen in Berlin und entscheiden über unsere Zukunft. Sicherlich sind Umfrageergebnisse keine Wahlergebnisse. Aber wie Merkel und Westerwelle Stimmungsbilder ignorieren, das ist schon keine Arroganz mehr, das ist Größenwahn.

Aber wie sollte es anders auch sein: Ein Kippen des bisherigen Atom-Konsenses durch Schwarz-Gelb war vorhersehbar. Die beabsichtigten Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken sind längst nicht der Weisheit letzter Schluss. Spätestens in drei Jahren, wenn Umfrageergebnisse doch zu Wahlergebnissen geworden sind, dürfte es die Umkehr von der Umkehr geben (aber dieses Hin und Her kann wirklich nicht der Sinn von Politik sein).

Ich will hier nicht philosophieren. Und es wäre fast schon anmaßend, sich auf Persönlichkeiten wie Gandhi oder Martin Luther King Jr. zu beziehen. Aber ich kann gut verstehen, wenn Tausende auf die Straße gehen, um gegen eine verantwortungslose Politik zu protestieren. Ziviler Ungehorsam heißt das Stichwort und beinhaltet auch einen bewussten Verstoß gegen rechtliche Normen. Und wie anders als mit zivilen Ungehorsam können Bürger gegen politische Entscheidungen vorgehen, die zwar von einer mit Mehrheit gewählten Regierung verabschiedet, die aber nicht von einer Bevölkerungsmehrheit getragen werden.

Ziviler Ungehorsam ist per Definition mehr als Demonstration und Gesprächsrunde (die z.B. die Bundesumweltminister anbietet); es ist kalkulierte Regelverletzung symbolischen Charakters, die durch ihre Illegalität auf die Dringlichkeit des vertretenen Anliegens hinweisen soll. Ziel ist es, die Mehrheit durch Appelle an deren Gerechtigkeitssinn und die Einsichtsfähigkeit aufzurütteln. Und ziviler Ungehorsam richtet sich gegen „gesetzliches Unrecht“.

Das Problem ist nun aber die Frage, ob es sich z.B. bei den Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke (AKW) um solches Unrecht handelt. Die Bundesregierung verneint diese und stempelt jede Aktion wie z.B. das so genannte „Castor-Schottern“ als kriminell ab. Illegal ist dieses so oder so. Ähnlich verhält es sich auch bei den Sitzblockaden. Die Polizei war nur so großmütig, die Blockierer ziehen zu lassen.

Der Ausstieg aus der Atomkraft war beschlossene Sache und wurde durch die neue schwarz-gelbe durch Laufzeitverlängerungen bestehender Atomkraftwerke ausgehebelt. Man versteht sie als Brückentechnologie. Das bedeutet, das weiterhin hochradioaktiver Atommüll anfällt, der in Zwischenlagern wie in Gorleben 40 Jahre lang abkühlen muss. Ein Endlager für diesen Müll ist weiterhin nicht vorhanden. Inzwischen hat sich die Mehrheit der deutschen Bürger gegen diese Weiternutzung gewandt. Über die Risiken der Atomkraft brauche ich mich hier wohl nicht weiter zu äußern. Viele sehen es so als unverantwortlich an, alte AKWs länger als nötig betreiben zu lassen. In meinem Augen kommt das einem „gesetzlichen Unrecht“ gleich.

Die weitere Frage ist, mit welchen Mitteln, Aktionen usw. der zivile Ungehorsam durchzuführen ist. Ich will hier nicht zum Aufruhr aufrufen, obwohl mir manchmal danach zu Mute ist. Henry David Thoreau, der den Begriff prägte, protestierte u.a. gegen die Sklavenhaltung, indem er keine Steuern mehr bezahlte. Ähnlich könnte auch bei uns gegen die weitere Nutzung von Atomstrom vorgegangen werden. Eine erste und zudem völlig legale Maßnahme wäre es, den Stromanbieter zu wechseln (weg von den Energieriesen wie Eon und RWE) bzw. auf Öko-Strom umzusteigen. Das kann natürlich nicht genügen.

Um was es mir eigentlich geht: Jeder sollte sich fragen, ob er zum Vieh gehört, das man am Wahltag zur Urne schleifen kann, um es dann abzuschlachten, oder ob es Sinn macht, gegen Entscheidungen anzugehen, die unsere Zukunft und die unserer Kinder betreffen. Die Politik muss endlich begreifen, dass sie bei Themen wie Stuttgart21 und AKW-Laufzeitverlängerungen nicht am Bürger vorbei entscheiden kann.

Und: Wer den Bürgerwillen wohlweislich ignoriert, dem sollte nicht nur die politische Rechnung (Abwahl) vorgelegt bekommen, sondern der sollte auch auf andere Weise zur Verantwortung gezogen werden können. Wie das aussehen könnte, will ich hier offen lassen.

Maddy Prior: Woman In The Wings (1978)

In letzter Zeit habe ich mich mit den Jethro Tull Side Projects, gewissermaßen mit den Seitenlinien der Gruppe, beschäftigt (John Glascock (1951-1979), BassistZinc (Eddie Jobson): The Green Album). Maddy Prior, bekannt geworden durch die Folkrockgruppe Steeleye Span und durch Soloprojekte, gehört zwar nicht unmittelbar dazu, da sie nie für Jethro Tull, aber mit Bandmitgliedern gearbeitet hat.

Maddy Prior haben wir in diesem Blog vor längerer Zeit bereits einmal kurz kennen gelernt: Schottisches Märchen: Thomas der Reimer. Das Lied wurde Mitte der 70-er Jahre (1974) von der Folkrock-Band Steeleye Span (Maddy Prior: vocals; Peter Knight: violin, vocals; Tim Hart: acoustic guitar, vocals; Robert Johnson: electric guitar; Rick Kemp: bass, vocals; Nigel Pegrum: drums, recorder) auf deren LP “Now We Are Six” veröffentlicht. Es wurde in den Morgan Studios bei London aufgenommen. Ian Anderson von Jethro Tull zeichnete dabei als beratener Produzent und mischte auch den Ton ab.


Thomas The Rhymer / Steeleye Span

Aber es sollte nicht die letzte Zusammenarbeit von Maddy Prior und Ian Anderson bleiben. Maddy Priors erstes Soloalbum aus dem Jahre 1978 Woman in the Wings wurde dabei nicht nur unter der Mithilfe von Ian Anderson, sondern auch noch mit der weiterer Mitglieder von Jethro Tull erstellt. Die Herren Ian Anderson, David Palmer und Robin Black produzierten es für Salamander and Son Music Ltd., technischer Aufnahmeleiter war Robin Black im Maison Rouge – alles Hausmarken von Ian Anderson.

Hier erst einmal die Line-up und Setlist des Soloalbums von Maddy Prior – Woman in the Wings (1978):

Maddy Prior, vocals;
Andy Roberts, guitar [1, 2, 4, 5, 7, 9, 10, 11];
Barriemore Barlow, drums [1, 2, 4, 7, 8, 9, 10];
John Glascock, bass [1, 7, 9, 10];
David Palmer, keyboards [1, 3];
David Olney, bass [2, 4, 5, 8, 11];
Martin Barre, guitar solo [2];
Barry Booth, piano [2, 11];
Ian Anderson, flute [4];
John Halsey, drums [4, 5, 11];
Bob Gill, guitar [8];
Shona Anderson, Cherry Gillespie, backing vocals [10]

Arrangements by David Palmer;
Leader of Strings: Patrick Halling;
Leader of Brass: Don Morgan

1. Woman in the Wings (5.21)
2. Cold Flame (3.41)
3. Mother and Child (1.56)
4. Gutter Geese (3.33)
5. Rollercoaster (3.47)
6. Deep Water (2.19)
7. Long Shadows (3.36)
8. I Told You So (2.34)
9. Rosettes (3.32)
10. Catseyes (2.48)
11. Baggy Pants (2.57

Wer richtig hingeguckt hat, wird sich sicherlich über den Namen Shona Anderson wundern. Ja, es ist die Ehefrau von Ian Anderson und sie hat tatsächlich bei den so genannten Backing Vocals eines Liedes (Catseyes – siehe das letzte Video unten) mitgewirkt.

Shona Jacqueline Learoyd ist die zweite Ehefrau von Ian Anderson und mit diesem seit 1976 verheiratet. Beide haben zwei Kinder: James Duncan (hat als Schlagzeuger bei seinem Vater bei einigen Studioaufnahmen und auch bei Konzertauftritten ausgeholfen) und Gael (diese ist in der Filmbranche tätig und mit dem Schauspieler Andrew Lincoln verheiratet) – siehe auch meinen Beitrag: Ian Anderson privat.

Shona ist z.B. auch die „Jack-A-Lynn“ des gleichnamigen Lieder (siehe: Jethro Tull: Mother Goose/Jack-A-Lynn (7/131991)). Eine Abbildung von Shona Anderson finden wir auf der Rückseite des Covers zu „War Child“ (sie ist die Ring-Mistress mit dem schwarzen Zylinder auf dem Kopf). Außerdem stammt von ihr das Foto der Gruppe auf der Rückseite des Heavy Horses-Album. Heute arbeitet sie in der Verwaltung rund um die Gruppe.

Aber zurück zum Soloalbum von Maddy Prior. Es ist ein schönes Folkrockalbum mit einigen sehr schönen Liedern. Natürlich ist Maddy Prior keine Kate Bush, mit der Zeit wirkt ihre Stimme doch etwas ‚eintönig’. Bei dem Album sind vor allem auch die Arrangements von David Palmer erwähnenswert, der ja auch für Jethro Tull in dieser Richtung einigen interessanten Einfluss musikalischer Art genommen hat. Hier zunächst das Lied, zu dem Martin Barre, der Gitarrist von Jethro Tull, ein Solo beisteuert:


COLD FLAME (Maddy Prior & Martin Barre)

Und bei diesem Lied hat der Maestro Ian Anderson kurz einmal seine Flöte herausgeholt, um dem Lied mit seinen Flötentönen beizuspringen:


GUTTER GEESE (Maddy Prior & Ian Anderson)

Zuletzt das bereits angesprochene Lied, bei dem Shona Anderson als Begleitsängerin fungiert. Es klingt nach Karibik und fällt so etwas aus dem Rahmen dieses Albums:


Maddy Prior: Catseyes (1978)

Verblendung

Stieg Larssons Roman „Verblendung“ war 2008 das bestverkaufte Buch der EU, der Autor selbst avancierte zum weltweit zweitmeistgelesenen Autor. Doch der Journalist und Forscher im Bereich Rechtsradikalismus erlebte diesen Erfolg nicht mehr. Larsson starb am 9. November 2004 im Alter von nur 50 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Zu diesem Zeitpunkt waren drei von zehn geplanten Büchern über den aufrechten Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist vollständig fertiggestellt, zu drei weiteren gibt es Exposés und Manuskripte.

Verblendung ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stieg Larsson und der erste Teil der Millennium Trilogie (Verblendung – Verdammnis – Vergebung). Regie führte der Däne Niels Arden Oplev.

Vor mehr als 40 Jahren verschwand die junge Harriet spurlos vom jährlichen Treffen der Industriellenfamilie Vanger. Die Umstände lassen nur einen Schluss zu: Mord! Und noch schlimmer: Der Täter muss aus der eigenen Familie stammen. Henrik Vanger (Sven-Bertil Taube) quält das Schicksal seiner Lieblingsnichte noch heute, zumal er zum Geburtstag stets eine getrocknete Blume bekommt – genau wie ihm Harriet einst eine schenkte. Mit 82 Jahren dem Lebensende nahe, unternimmt der Patriarch einen letzten Versuch, die Wahrheit ans Licht zu zerren. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist), der nach einem Artikel über den Industriellen Wennerström (Stefan Sauk) gerade wegen Verleumdung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde und vor dem beruflichen Aus steht, um für ihn auf Spurensuche zu gehen. In der Einsamkeit der verschneiten Insel Hedeby, auf der die Familie Vanger in aller Abgeschiedenheit lebt, macht sich Blomkvist an seine vermeintlich unlösbare Aufgabe. Doch dem hartnäckigen Journalisten gelingt das Unmögliche. Auf einem alten Foto entdeckt er einen Hinweis, außerdem lässt ihn eine mysteriöse Liste mit Namen und Nummern nicht mehr los. Da erhält er plötzliche und unerwartete Unterstützung von der Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace)…

aus: filmstarts.de

Die Adaption eines Romans für die Leinwand stellt Drehbuchautoren immer wieder vor die Frage, wie nah sie an der Vorlage bleiben sollen und wie frei sie mit ihr umgehen dürfen. Nikolaj Arcel und Rasmus Heisterberg halten sich weitestgehend an Larssons Roman und beschränken sich in erster Linie darauf, dessen Handlung in ein filmtaugliches Format zu bringen. Dazu sind natürlich auch einige Kürzungen und Vereinfachungen nötig. Zum Beispiel wird die erzählte Zeit einfach halbiert, die ersten Fortschritte macht Blomkvist im Film recht schnell und nicht erst – wie im Roman – nach einigen Monaten. Auch der private Hintergrund der Figuren wurde ein wenig vereinfach oder geändert. Blomkvist erlebt im Buch etwa immer wieder sexuelle Abenteuer, die im Film aber nur mit vorsichtigen Verweisen angedeutet werden. Nebenhandlungsstränge wie die Rettung der vor dem Bankrott stehenden Wirtschaftszeitung „Millennium“ oder die Auseinandersetzung mit dem Industriellen Wennerström werden weggelassen oder in nur wenigen Minuten schnell abgearbeitet. Um eine noch akzeptable Laufzeit zu erreichen, müssen mitunter eben Figuren zusammengelegt oder entfernt und Handlungsabläufe verändert werden. Deshalb findet auch die Zusammenkunft von Blomkvist und Salander in leicht abgeänderter Form statt. Am Kern des Buches rühren die Autoren hingegen nicht. „Verblendung“ ist nicht nur ein düsterer Thriller über grausame Verbrechen, sondern auch ein Film über die Beziehung eines ungleichen und höchst ungewöhnlichen Ermittlerduos. Schließlich waren es schon in Romanform diese beiden Charaktere, die den größten Reiz von „Verblendung“ ausmachten.

Die Film-DVD Verblendung habe ich schon seit Anfang des Jahres bei mir liegen. Erst jetzt habe ich mir den Film angeschaut (die beiden weiteren Filme sind inzwischen auch als DVD erhältlich), um mir alle drei Filme möglichst zeitnah zu betrachten.


Stieg Larsson – VERBLENDUNG – Trailer

Eindeutig im Mittelpunkt des Films Vergebung steht für mich die punkige Hackerin Lisbeth Salander (nicht umsonst heißt der englische Titel: The Girl with the Dragon Tattoo), die von Noomi Rapace kongenial dargestellt wird. Lisbeth ist eigentlich eine zierliche 24-jährige Frau, die wegen ihrer gewaltreichen Kindheit unter Vormundschaft steht. Sie hat einiges durchzustehen, aber ihr starker Charakter gibt ihr die Kraft, die Probleme auf ihre Weise zu lösen, wenn es manchmal auch eine Art von Selbstjustiz ist.

Der Originaltitel „Män som hatar kvinnor“ (wörtliche Übersetzung: Männer, die Frauen hassen) sagt etwas mehr über das Sujet des Films aus. Es geht um eine Vielzahl von Morden an Frauen. Das Motiv für diese Morde erinnert mich in modifizierter Form an den kleinen Kriminalroman von Friedrich Dürrenmatt: Der Verdacht. Es geht um Macht, die man über andere Menschen ausübt, um eine gottähnliche Macht über Leben und Tod. In diesem Film ist sie sexuell begründet und gegen Frauen gerichtet. Lisbeth Salander erscheint so als eine Racheengel.

Ich habe eine Vorliebe für gute Krimis. Es muss aber vor allem die Psychologie stimmen. In diesem Film stimmt diese besonders bei den beiden Hauptpersonen uneingeschränkt. Da nehme ich auch in Kauf, dass es einige logische Schwächen gibt. Ingesamt weist der Film eine ungemein dichte, düstere Atmosphäre auf. Die Landschaftsbilder tragen dazu bei. Aber es ist nichts für schwache Nerven. Die manchmal äußerst grausamen Bilder (FSK 16) sind allerdings nicht Selbstzweck, sondern verdeutlichen nur, welche Bestie in manchen Menschen steckt. Allein dieses Wissen ist Schrecken genug.

Der Film kommt vor allem ohne jene große Action aus, die viele amerikanische Filme dieser Art prägen. Von daher halte ich es jetzt schon für überflüssig, wenn die Millennium-Trilogie noch einmal (beginnend mit The Girl with the Dragon Tattoo/Verblendung) mit Rooney Mara als Lisbeth Salander und Möchtegern-007 Daniel Craig als Mikael Blomkvist in amerikanischer Produktion verfilmt wird (Regie: David Fincher, u.a. Der seltsame Fall des Benjamin Button).

Wenn mir eines am Film vielleicht nicht gefallen hat, dann das Ende. Da sehen wir Lisbeth Salander, schick gekleidet, wie sie das Konto des kriminellen Unternehmers Wennerström auf den Kaimaninseln plündert. Das mag als eine Art Gag gelten, ist mir dann aber schon wieder etwas zu ‚amerikanisch’.

Der Witzableiter (21): Die Lust an der Angst

Fortsetzung von: (20): Die Angst vor der Lust

In der Kolumne „Der Witzableiter“ von Eike Christian Hirsch, die 1984 im ZEITmagazin erschien, geht es heute um makabre Witze – und damit um die Lust an der Angst. Herr Hirsch kannte da noch keine Schlitzerfilme, wie sie heute im Programm stehen. Was hätte er dazu wohl geäußert?

Das Buch zur Kolumne: Eike Christian Hirsch – Der Witzableiter: Oder Schule des Lachens

Schwere Panne bei den Außenaufnahmen zu einem Western. Aus Versehen wurde ein Revolver verwendet, der scharf geladen war. Der Hauptdarsteller sinkt tödlich getroffen zu Boden. Da springt der Regisseur auf und schimpft: „Stopp, stopp! Charly, laß dich doch nicht einfach umkippen wie ein Sack Hafer.“

Witze, das weiß man, treiben mit Entsetzen Scherz. Sie machen uns Angst und Lust zugleich. Das letzte Mal hatten wir ja nur die harmlose Angst vor Strafe am Wickel. Bei den grausamen und gruseligen Witzen aber steht auch unser eigener Tod zur Debatte. Fragt sich nur, warum wir ihn zum Thema machen.

Zwei Patienten beschweren sich bei der Nachtschwester, daß ihr dritter Mitpatient so entsetzlich röchelt. Sie machen den Vorschlag, den Schwerkranken ins Sterbezimmer zu verlegen. Da lächelt die Nachtschwester etwas verwirrt und sagt: „Aber, meine Herren, das ist doch das Sterbezimmer.“

Wie der Witz das Kunststück fertig bringt, ein angstbesetztes Thema zum Lustspiel zu machen, ist nach wie vor ein Rätsel. Vielleicht liegt es an der Freude, die wir empfinden, wenn wir bemerken, daß der Schreck doch harmlos war, die Angst nachläßt. „Tut mir leid“, sagt der Chirurg, „aber ich muß Ihnen beide Beine abnehmen.“ „Herr Doktor, wenn Sie das tun, setze ich nie wieder einen Fuß über Ihre Schwelle!“

Das ist es wohl: Scherze erleichtern uns, die Befangenheit abzuschütteln. Man sagt von jungen Medizinstudenten, sie machten sich im Seziersaal über die Leichen lustig, um das Gruseln zu vertreiben. Solch ein Lachen ist wie das Pfeifen im dunklen Wald. Aus dem gleichen Grunde lachen Kinder manchmal über eine Behinderung, die sie erschreckt. Der holländischer Soziologe Anton Zijderveld kommt in seinem Buch über den Humor auch auf den makabren Witz zu sprechen und erzählt diesen:

Ein Mann, der gerade Vater geworden ist, hört vom Arzt, daß nicht alles nach Wunsch verlaufen sei. Der Vater will sofort sein Kind sehen und wird in eine Sonderabteilung gebracht. Dort haben die Neugeborenen alle schwere Behinderungen, aber keins davon ist sein Kind. Auch nicht das Baby ohne Gliedmaßen. Das nächste Bett beherbergt nur einen Kopf. Der Doktor teilt mit, auch das sei nicht sein Kind, und führt ihn zum letzten Bettchen. „Hier ist es“, sagt er. Der Vater sieht nur ein Auge, das ihn anstarrt. Er gibt sich einen Ruck, beugt sich über das Bettchen, winkt mit den Armen und sagt: „Tralalalala!“ „Das hat keinen Sinn“, sagt der Arzt, „Ihr Kind ist blind.“

Dieser Witz verletze „einige fundamentale Tabus“, meint der Soziologe Zijderveld; aber er entschuldigt Leute, die so etwas erzählen, mit den Worten: „Wenn wir wirklich grausam wären, würden uns Gruselwitze wahrscheinlich kaum ansprechen.“ Man könnte hinzufügen: Gerade wer Angst vor Grausamkeiten hat, will sich mit solchen Geschichten an die Angst gewöhnen. Etwa mit diesem Beispiel: „Mutti, wann gibt’s mal wieder Zunge zu Mittag?“ „Hng, hngg, hngg!“

Witzableiter (21)

Daß man seine Angst genießen kann, ist uns allen aus Krimis und Gruselfilmen geläufig. Der „Angstlust“, etwa bei Achterbahnfahrten, hat der Psychoanalytiker Michael Balint sogar eine eigene Untersuchung gewidmet. Solche Angstpartien gäben Gelegenheit, ein Trauma „in erträglichem Ausmaß zu wiederholen“, schreibt Balint. Eben, „erträglich“ muß die Dosierung der Angst sein, das ist die Quelle der Lust.

Ein Passagier zu seinem Nachbarn: „Haben Sie das gelesen? Die Zeitung berichtet von einem weiteren Flugzeugunglück.“ „Ja, ich habe es gelesen. Wir stehen auf der Liste der Toten.“

In einer Diskussion über die „Lust an der Angst“ meinte der Psychoanalytiker Horst Eberhard Richter, es sei eben „entlastend“, wenn man eine Lage aktiv herbeiführe, von der man, erlebt man sie passiv, überwältigt würde. Darum seien Schauergeschichten so beliebt.

In der gleichen Debatte erinnerte sich Konrad Lorenz sogar an reale Gefahren: „Meine Freude am Tauchen in Florida beruht zum Teil auf meiner entsetzlichen Angst vor Barracudas. Es ist wunderschön, mit ihnen zu spielen. Wann werden sie böse, wie weit darf ich hin?“ Wir anderen Sterblichen begnügen uns damit, die Existenzangst im Witz anklingen zu lassen. Auch wir wahren dabei die Fluchtdistanz.

Im Krankenhaus sagt der Elektriker zum Patienten, der in der Eisernen Lunge liegt: „Atmen Sie bitte tief durch, ich muß mal für zehn Minuten den Strom abstellen.“

Ich glaube, dieser kleine Schrecken, diese Existenzangst ist lustvoll, weil wir nur betroffen, aber nicht wirklich getroffen sind. Wir spüren das gleiche wohlige Kribbeln, das angenehme Grauen wie im Fernsehsessel. Eine Art Verhaltenstherapie, eine dosierte Impfung. Mehr nicht.

Der Schwerverbrecher Joe aus dem Zentralgefängnis von Illinois darf mit seinem Anwalt telefonieren. „Hören Sie, Boß, hier geht was Komisches vor“, sagt er, „heute früh haben sie mir die Hosenbeine an der Seite aufgeschnitten und die Rockärmel an den Handgelenken auch. Was hat das zu bedeuten?“ „Danke, ich verstehe schon, mein Guter“, sagt der Anwalt. „Da kann ich Ihnen nur den Rat geben: Wenn man Ihnen morgen einen Stuhl anbietet, bleiben Sie stehen!“

Eike Christian Hirsch – Der Witzableiter (Kolumne in 25 Teilen)
aus: ZEITmagazin – Nr. 48/1984

[Fortsetzung folgt]

Die fetten Jahre sind vorbei

Vor knapp fünf Wochen schrieb ich in diesem Blog (Desolat und desaströs): „Für Fans des SV Werder Bremen sind das jetzt schwere Wochen. Und ich fürchte, dass es eine schwere Saison wird.“ … und „… zur wirklichen [europäischen] Spitze ist der Weg weit – und wird auch in diesem Jahr lediglich Traum bleiben.“ Die symbolische Aktion des Gehältereinfrierens zeitigte nur kurz Erfolg. Die letzten acht Tage belegen nun: Beim Fußballbundesligisten Werder Bremen sind die fetten Jahre vorbei. Mit meinen Mutmaßungen über Werder hatte ich also furchtbar Recht.

Zunächst war da vor einer Woche das unglückliche Ausscheiden im DFB-Pokal beim FC Bayern München. Dann am letzten Samstag der Rückschlag in der Bundesliga mit einer 2:3-Niederlage zu Hause gegen Nürnberg. Und nun gestern die 0:2-Niederlage in der Champions League zu Hause gegen Twente Enschede und damit wohl auch das Ende aller Europa-Pokal-Träume.

Was sind die Ursachen für diesen Absturz? Glück und Pech gehören zum Leben. Es ist eine Pechsträhne, die Werder anhängt. Das beginnt mit den einzelnen Auslosungen zu den Pokalwettbewerben, z.B. die Qualifikation zur Champions League (Play-off): Mit Sampdoria Genua erwischte Werder einen der stärksten Gegner. Dann die Auslosung zur Gruppenphase der Champions League: Mit Inter Mailand (Titelverteidiger), FC Twente Enschede (niederländischer Meister) und Tottenham Hotspur hätte es kaum dicker kommen können. Und dann schon in der 2. Runde des DFB-Pokals als Gegner den FC Bayern in München.

Und neben dem vielen Verletzungspech kommt natürlich reichlich viel Pech im Spiel hinzu – Beispiel DFB-Pokalspiel in München gegen die Bayern: Da wird den Bremern ein reguläres Tor nicht anerkannt. Und obwohl sich die Bremer gerade in der 2. Halbzeit als das bessere Team erweisen, schießen die Bayern das spielentscheidende Tor zum 1:2.

Aber gerade dieses Spiel ist auch symptomatisch für eine andere Tatsache, die Chancenausnutzung. Was da die Bremer an Tormöglichkeiten versemmelten, war für jeden Fan nicht anzusehen. Allein Arnautovic vergab innerhalb von fünf Minuten drei große Chancen. Wer solche Möglichkeiten auslässt, darf sich nicht wundern, wenn es am Ende zum Sieg nicht reicht.

Ein ebenso wesentlicher Grund ist die Leistungsbereitschaft mancher Spieler. In vielen Spielen war die Einstellung einiger Spieler einfach nur mangelhaft. Oder man (nochmals Arnautovic) wollte es beim Torschuss einfach „zu schön“ machen und machte es dem gegnerischen Torwart nur „zu einfach“.

Ein weiterer Punkt ist das Unvermögen einiger Spieler. Problemzone Abwehr. Als zz. zweitschlechteste Abwehr der Bundesliga zeigen einige Spieler, dass sie einfach überfordert sind. Wenn z.B. Mikael Silvestre als linker Verteidiger an der Torauslinie herumdümpelt und damit das Abseits beim Ausgleichstreffer der Bayern in DFB-Pokalspiel aufhebt, obwohl er in keiner Weise ins Spiel eingreifen konnte, dann ist das gerade für diesen Routinier ein Armutszeugnis erster Klasse. Überhaupt Silvestre: Immer wieder zeigt sich, dass der 33-jährige läuferisch einfach nicht mehr mithalten kann. So hat der Werder-Trainer, Thomas Schaaf, im Spiel gegen Enschede wohl nicht ohne Grund Prödl auf den linken Verteidigerposten gestellt und Frings ins Abwehrzentrum beordert, was dem aber auch nicht besonders bekam (rote Karte wegen einer Notbremse).

Die Katastrophenwoche für die Bremer Rumpftruppe (Tim Wiese, Naldo, Clemens Fritz, Petri Pasanen und Sebastian Boenisch fehlten) ist damit perfekt. Nach dem Pokal-Aus in München und der Heimpleite gegen Nürnberg liegen die Bremer völlig am Boden. Selbst die Qualifikation für die Europa League ist durch die Pleite in weite Ferne gerückt. Vielleicht hat es wenigstens das Gute, dass sich Werder nun allein auf die Bundesliga konzentrieren kann. Aber um für die nächste Saison doch noch einen Platz im europäischen Fußballkonzert zu sichern, muss endlich die Abwehr stabiler und die Chancenauswertung erhöht werden. Sonst drohen magere Jahre.

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 26

Erste Street View Bilder aus Deutschland sind live

Es ist soweit: Die ersten Bilder von Google Street View sind für Deutschland verfügbar. Neben einigen Sehenswürdigkeiten (u.a. Köhlbrandbrücke, Hamburg) ist Oberstaufen/Oberallgäu in Bayern als erster Ort in Deutschland komplett via Street View zu betrachten.


Oberstaufen/Oberallgäu/Bayern

Schriftsteller Harry Mulisch gestorben

Er galt als einer der „Großen Drei“ der niederländischen Literatur. Vor allem sein Roman „Die Entdeckung des Himmels“ machte Harry Mulisch weltbekannt. Jetzt ist der 83-Jährige in Amsterdam an Krebs gestorben.

siehe auch meinen Beitrag: Harry Mulisch: Die Entdeckung des Himmels

Bahn will Y-Trasse auf den Weg bringenNiedersachsen gibt zehn Millionen für Y-Trasse

‚Niedersachsen ist einer der führenden Logistikstandorte in Europa. Es ist daher zwingend, die zentralen Verkehrsprojekte zügig voranzutreiben‘, erklärte Ministerpräsident David McAllister (CDU) vor allem mit Blick auf die Hafenhinterland-Anbindungen. ‚Wir brauchen das Y‘, bekundete Bahnchef Rüdiger Grube klipp und klar. Bis 2014 sollen die Planungen abgeschlossen werden.

Die Planungen der seit Jahrzehnten diskutierten Y-Trasse sollen nach den Worten von Bahn-Chef Rüdiger Grube jetzt beginnen. Die Neubaustrecke zwischen Hannover und Hamburg, von der ein Ast nach Bremen führen soll, könne bis 2020 fertig sein, sagte Grube am Montag nach dem Bremer Bahngipfel.

Siehe hierzu ältere Web-Kommentare auf www.albinz.net:

Ein leidiges Thema ist besonders die Planung der DBAG rund um die sogenannte Y-Trasse! Die Deutsche Bahn AG plant(e) nämlich eine zusätzliche Hochgeschwindigkeitsstrecke, die von der Strecke Hamburg – Bremen in Variante 1 von Rotenburg und in Variante 2 gleich hinter Tostedt aus Richtung Hannover führen soll(te). Angepriesen wurde das mit den ‚Vorteilen‘, die die Umsetzung dieses Vorhabens für die Anwohner unserer Region haben solle! Im Resultat würde der Neubau dieser sogenannten Y-Trasse zu den bereits rund 260 Zügen, die an Tostedt vorbeidonnern (und selten halten), weitere 200 und mehr Züge täglich ‚bescheren‘. Hinzu käme in der Tostedter Variante ein mehrere Meter hoher Bahndamm, der durch das Naturschutzgebiet „Obere Wümmeniederung“ führen sollte. Lärmschutzmaßnahmen waren/sind dagegen nicht eingeplant, da die Bahn für ihr damals mit 2,2 Milliarden DM und mehr veranschlagtes Vorhaben keine Erheblichkeit durch zusätzliche Lärmbeeinträchtigungen sah. Und das Ganze, um den ICEs zwischen den Richtungen Hamburg und München einige Minuten Fahrzeit zu ersparen.

Durch gravierende Fehler im Entwurf und sicherlich auch durch den massiven Widerstand der betroffenen Anwohner ist das Vorhaben erst einmal auf Eis gelegt. Und durch die sich abzeichnenden Verluste der Deutschen Bahn AG kann man nur hoffen, dass die Planungspapiere in irgendeiner Schublade verstauben werden. Aber wie ist das mit den Pferden vor der Apotheke?

Januar 2001

Ich habe es vorerst nur aus zweiter Hand: Angeblich soll das Raumordnungsverfahren (Hochgeschwingigkeitstrasse der Deutschen Bahn AG, allgemein Y-Trasse genannt) abgeschlossen sein. Danach hat man sich für die ‚billigste‘ aller drei Varianten, Variante 1 über Rotenburg/Wümme, entschieden. Wir in Tostedt sind dann durch die zusätzlich auf der Strecke Hannover – Rotenburg – Hamburg eingesetzten Züge betroffen, wenn es denn einmal dazu kommen sollte.

5. Juni 2002

Gruseltour in Edinburgh: Wenn Geister wieder lebendig werden

Auf einem Felsen thront eine Drakulaburg, die Innenstadt erinnert an die Kulisse eines Gruselfilms. Gespenstertouren sind in Edinburgh Trend. Wer richtig mutig ist, lässt sich unter das Gewirr aus Gassen und Hinterhöfen führen – und lernt das Fürchten: Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands.

Prince of Persia

Prince of Persia: Der Sand der Zeit ist ein US-amerikanischer Action-Abenteuerfilm mit Fantasyelementen aus dem Jahr 2010, der auf dem gleichnamigen Videospiel der populären Prince of Persia-Reihe basiert. Regie bei der Videospielverfilmung führte Mike Newell, die Hauptrolle wurde von Jake Gyllenhaal gespielt. Der Film ist jetzt auch als DVD Prince of Persia: Der Sand der Zeit erhältlich.

Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) war nicht immer ein Mitglied der Herrscherfamilie. Erst als Junge wurde er von König Sharaman (Ronald Pickup) adoptiert, weil dieser auf dem Markplatz mitbekam, wie der verwaiste Dastan große Menschlichkeit und Mut bewies. Seitdem kümmert sich Nizam (Ben Kingsley), der Bruder des Königs, um den Unterricht des Prinzen. An der Seite seiner Brüder Tus (Richard Coyle) und Garsiv (Toby Kebbell) führt Dastan nun die persische Armee an, die gerade die heilige Stadt Alamut belagert, die angeblich Waffen an die Feinde Persiens verkaufen soll. Beim Überfall auf die Stadt fällt Dastan ein geheimnisvoller Dolch in die Hände, über den er bald herausfindet, dass er mit ihm die Zeit für einige Sekunden zurückdrehen kann. Die Eroberung verläuft erfolgreich und Prinzessin Tamina (Gemma Arterton) kann in ihren Gemächern festgesetzt werden. Doch dann wird König Sharaman vergiftet und Dastan als Hauptverdächtiger der Tat beschuldigt. Gemeinsam mit Tamina flieht er aus Alamut, um seine Unschuld zu beweisen und eine Verschwörung aufzudecken, die nichts Geringeres als das Ende der Welt bedeuten könnte…

aus: filmstarts.de

„Prince Of Persia: Der Sand der Zeit“ ist kurzweilige Fantasy-Kost mit einer überraschenden Performance von Action-Neuling Jake Gyllenhaal, der mit wilder Mähne, kantigem Dreitagebart und extra für den Film antrainierten Muskelbergen auftritt. Dabei vernachlässigt er durchaus nicht seine sonstigen Vorzüge, seinen jungenhaften Charme und seinen verschmitzten Humor. Daneben finden wir in dem Film das Who is Who der britischen Schauspielszene. Die in diesem Jahr voll durchstartende Gemma Arterton steuert die nötige Exotik bei, Sir Ben Kingsley spielt seine Qualitäten als erfahrener Shakespeare-Darsteller aus, und Alfred Molina ist als Scheich mit einer Vorliebe für Strauße für die humorvollen Momente zuständig. Das alles sind löbliche Auftritte, doch leider sind die Charaktere im Drehbuch nur recht oberflächlich angelegt, so dass die durchweg starken Darsteller kaum Möglichkeiten haben, in die Tiefe zu gehen.


Prince of Persia – Der Sand der Zeit – Deutscher Trailer

Und obwohl die Intrigen in der Herrscherfamilie geradezu die Ausmaße einer klassischen Tragödie annehmen und die angeblichen Waffenlieferungen Alamuts für einen Hollywood-Unterhaltungsfilm ungewöhnlich politische Konnotationen an die fehlenden Massenvernichtungswaffen im Irak heraufbeschwören, wollen sich die Episoden nicht zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen. Spannungsbögen bleiben deshalb meist auf einzelne Szenen beschränkt, die zerfahrene Story verhindert so einen wirklich großen Wurf.

Sieht man von diesen Schwächen der Dramaturgie einmal ab, so wird durch phänomenale Panoramen wenigstens ein Teil wieder ausgeglichen. Das Filmteam hat keine Kosten und Mühen gescheut, um in Marokko bei über 45 Grad Celsius und in einer Höhe von über 2.000 Metern das alte Persien wieder auferstehen zu lassen. Zumindest was das Visuelle angeht, wird die Verfilmung der Vorlage also absolut gerecht. Das zeigt sich besonders, wenn man den Film im Kino – oder zu Hause z.B. per Beamer mit 5.1-Ton sieht und hört. Denn das Visuelle entfaltet sich nur auf großer Leinwand bzw. großem Bildschirm. Dann ist der Film recht gute Unterhaltung , also bestes Popcornkino a la Hollywood.

Bloggen und Joggen

Früher nannte man das wohl Hobbys, heute … keine Ahnung: Interessen, Freizeitbeschäftigung (obwohl manchmal dieser Beschäftigung auch auf der Arbeit nachgegangen wird – zwecks schöpferischer Pause und so). Natürlich sind Bloggen und Joggen nicht alles, für das ich mich interessiere, aber vieles fließt ins Bloggen hinein: Musik, Literatur, Filme, Sport usw.

Als Ausgleich zum Bloggen betreibe ich das Joggen. Irgendwann muss der Körper einmal in Schweiß kommen – gerade auch in meinem Alter, sonst setzt man zu viel Fett an. Aufgrund meiner Statur eignet sich Joggen eigentlich nicht so sehr für mich, ich war und bin mehr der Sprintertyp, der Weitspringer und war schon in meiner Jugend ganz gut ‚unterwegs’ (Bei den Bundesjugendspielen bekam ich öfter eine Ehrenurkunde und war einmal sogar nach Punkten bester der Schule – bei der männlichen Jugend, insgesamt dritter – nur zwei Mädels waren besser): Also breite Schultern und ausgeprägte Beinmuskulatur, also kein Schmachtfetzen wie diese afrikanischen Langstreckenläufer, die nur aus Lunge zu bestehen scheinen.

Mit dem Laufen, also Joggen übertreibe ich es natürlich nicht. Eigentlich laufe ich nur ca. einmal die Woche, meist am Wochenende und dann auch fast nur morgens, wenn meine Lieben noch schlafen. Rund eine Stunde, um die zehn Kilometer bin ich dann unterwegs. Das reicht für mein Alter – das Laufen geht ganz schön in die Knochen. Aber zu anderen Sportarten, zumal im Verein (ich mag keine Vereinsmeierei), habe ich keinen großen Bock mehr. Früher habe ich Fußball gespielt, später Tischtennis (eigentlich auch nur, weil wir anschließend noch Hallenfußball gespielt hatten).

2500 km mit diesen Tretern

Jetzt wird es endlich Zeit, dass ich mir neue Laufschuhe gönne (vielleicht schreibe ich auch aus diesem Grund diesen Beitrag). Ich habe einmal hochgerechnet (wenn das überhaupt möglich ist): Mit den abgebildeten Tretern muss ich etwas mehr als 2.500 km gelaufen sein, war etwa 16.250 Minuten unterwegs (das sind gut 270 Stunden – mehr nicht?) oder rund 2.800.000 Schritte. Einige Male habe ich die Schuhe ‚repariert’, also sich lösende Sohlen geklebt. Aber jetzt geht auch das nicht mehr. Also her mit den neuen Schuhen.

Ich laufe übrigens hauptsächlich durch den Wald. Keine fünf Minuten Laufstrecke von meinem Zuhause gibt es ein kleines Wäldchen. Das ist dann für 60 Minuten mein Reich. Die Strecke kenne ich wie meine Westentasche, fast jedes Kaninchenloch, jede Wurzel. Eigentlich bildet eine große Acht die Strecke, lässt sich aber variieren. Und es geht leicht bergan – und entsprechend auch wieder bergab, ist also vom Profil her nicht zu eintönig. Natürlich laufe ich auch manchmal andere Strecken, an Landstraßen entlang usw. Aber das kleine Wäldchen ist mein läuferisches Zuhause.

Nun Joggen ist gesund und steigert nicht nur die körperliche Ausdauer, sondern auch die physische Leistungsfähigkeit des Körpers. Zusätzlich stärkt es das Herz-Kreislauf-System. Aber man kann auch viel falsch machen, gerade als Anfänger: Sehnen, Bänder und Gelenke können durch Überbelastung Schaden nehmen. Im Grunde ist es besser, da gelenkschonender, wenn man barfuß ohne Schuhe joggt. Bloß wer macht das heute noch. Daher hier einige Tipps vom Lauf-Papst persönlich:

So nicht – Laufexperte, Sportarzt und Autor Dr. Matthias Marquardt über die zehn häufigsten Anfängerfehler beim Laufen – und wie man sie vermeidet.

1. Den Fuß immer gut abrollen – dieses vermeintlich wichtigste Gebot für den Läufer hält sich hartnäckig. Stark gedämpfte Schuhe verleiten zwar dazu, doch in Wahrheit ist die Technik Gift für die Gesundheit: Wer zuerst mit der Ferse aufsetzt, überlastet Knie und Schienbeine. Das flache Aufsetzen der Füße ist die natürliche Bewegung, verteilt zudem das Gewicht der Körpers optimal. Platschende Laufgeräusche sind dabei normal.

2. Anfänger machen oft riesige Schritte und laufen ihre Runden wie mit Siebenmeilenstiefeln. Doch so belasten sie unnötig die Gelenke, zudem wirkt der Körper wie ein Bremsklotz. Mit vielen kleinen Schritten bewegen sich Läufer flüssiger bei höherer Pulsfrequenz und vergeuden ihre Energie nicht. Faustformel: 170 Schritte pro Minute.

3. Viel hilft viel – auch beim Laufen definitiv das falsche Motto. Zu oft und zu lange gilt bei Einsteigern als Hauptverletzungsrisiko. Knorpel, Sehnen und Bänder brauchen oft Monate zum Anpassen – also dem Körper mindestens einen Tag zum Erholen gönnen. Wem die Luft für ganze Sätze fehlt, der hat ein zu hohes Tempo. Und auch der Trainingsumfang ist wichtig: Im ersten Monat maximal zehn Kilometer pro Woche, im zweiten 20, im dritten 30. Patentrezepte gibt es nicht, daher genau auf die Körpersignale achten.

4. Viele Laufanfänger entspannen sich zu sehr. Doch auch der Rumpf sollte während des Trainings angespannt sein – das schützt die Wirbelsäule. Neben der Körperspannung müssen Läufer auch die Haltung der Arme beachten: im Ellenbogengelenk anwinkeln und dicht am Körper halten.

5. Zwischendurch dehnen ist ein Kardinalfehler beim Laufen, denn das Risiko von Verletzungen steigt. Wer runterschalten will, sollte eine Gehpause machen. Dehnübungen erst nach dem Training einlegen, dabei pro Muskel höchstens 20 Sekunden die Spannung halten. Zum Aufwärmen ist Dehnen überflüssig – selbst Leistungssportler wärmen sich mit lockerem Laufen auf.

6. Schuhe sind das Allerwichtigste beim Laufen, sagt sich der Beginner und investiert gern 200 Euro in seine ersten Renner. Teure Schuhe mit viel Dämpfung schützen jedoch nicht vor Verletzungen, und der Preis garantiert längst nicht die Qualität. Das für alle perfekte Schuhwerk gibt es trotz aller positiven Testurteile sowieso nicht. Daher ist Beratung im Fachgeschäft entscheidend.

7. Viele Anfänger ziehen sich zu warm an. Doch nach fünf Minuten hat der Körper bereits seine Betriebstemperatur erreicht. Wenn man aus dem Haus kommt, darf man daher leicht frösteln. Zeigt das Thermometer zehn Grad, reichen eine kurze Hose und ein dünnes Langarmtrikot. Wetterfeste Jacken eignen sich nur für sehr langsame Läufer – ansonsten schwitzt man darunter zu stark.

8. Muskelkater bekämpfen mit noch mehr Training? Die Radikalkur macht den Schaden im Gewebe nur noch schlimmer, man riskiert einen Muskelfaserriss. Beim Heilungsprozess helfen vielmehr Ruhe, warme Bäder, einweißreiche Ernährung und sanfte Sportarten wie Schwimmen. Ein Zeichen für besonders effektives Training ist ein Muskelkater ohnehin nicht.

9. Laufen macht schlank – so motivieren sich viele. Stimmt auch, allerdings braucht das Abnehmen Zeit. Auch wenn der Läufer fitter wird, muss die Waage es nicht sofort anzeigen. Kräftigere Muskeln ersetzen zunächst das Fett. Für den Langzeiteffekt steigert die größere Muskelmasse jedoch den Grundumsatz an Energie, den der Körper bereits im Ruhezustand verbrennt. Doch auch das regelmäßige Training lässt nur Pfunde schmelzen, wenn man auf seine Ernährung achtet.

10. Die meisten Anfänger verzichten auf Kraft- und Koordinationstraining. Mehr Muskelmasse, so denken sie, macht mich nur schwerer und langsamer. Doch gezielte Übungen sind beileibe kein Anzüchten von Muskelbergen. Vor allem Läufer, die viel im Sitzen arbeiten, sollten regelmäßig ihre Rumpf- und Beckenmuskeln trainieren.

Zinc (Eddie Jobson): The Green Album

Mitte des Jahres 1980 zog sich Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull zu Aufnahmen ins Maison Rouge Mobile und Maison Rouge Studio, Fulham, London, zurück, um das Album „A“ aufzunehmen. Neben Ian Anderson, Martin Barre und Dave Pegg wirkten Mark Craney (Drums) und Eddie Jobson (Keyboards, elektrische Geige) als neue Mitglieder der Gruppe mit. Das Album erschien am 29.08.1980 in Großbritannien und am 01.09.1980 in den USA.

Die dazugehörige „A“-Tour der Band begann am 04.10.1980 im State College von Salisbury, Md. USA, und endete am 24.02.1981 im Palais des Sports von Lyon, Frankreich. Dieses Konzert in Lyon war gleichzeitig der letzte Auftritt von Mark Craney mit Jethro Tull. Von dieser Tour gibt es auch zusammen mit der CD Jethro Tull: A (Remastered) eine Bonus-DVD mit den Konzertaufnahmen.

Eddie Jobson trat dann noch einmal mit Jethro Tull anlässlich des 300. Geburtstag von Johann Sebastian Bach im International Congress Centrum zu Berlin am 16.03.1985 auf.

Es gibt zu diesem Auftritt in Berlin noch einen kurzen Videoschnipsel von einer Probe mit Eddie Jobson (der sitzt eigentlich die ganze Zeit nur am Klavier …): Jethro Tull USA 1985 news segment Bachs Birthday rehearsal w Eddie Jobson

Im Zusammenhang mit Jethro Tull wurde Eddie Jobson in diesem Blog schon öfter erwähnt. Jobson fiel allein durch sein Äußeres aus dem Rahmen. Hier die besonders männlich wirkenden Anderson, Barre und Co., dort der androgyne Typ eines Eddie Jobson. Hinzu kam natürlich, dass Ian Anderson mit dem „A“-Album einen stilistischen Bruch seiner Musik hin zum Electronic Rock vollführte und Jobson musikalisches Material dazu lieferte. Ich habe fast den Eindruck, als ob mancher alter Tull-Fan Jobson in gewisser Hinsicht verantwortlich für diesen Stilwandel machte.

Vor der Arbeit mit Jethro Tull hatte sich Jobson einen Namen bei Curved Air und als Nachfolger von Brian Eno (einem ähnlichen Typen wie er, wenn auch früh schon mit hoher Stirn) bei Roxy Music gemacht. Außerdem arbeitete Eddie Jobson eine zeitlang mit Frank Zappa zusammen. Eine Merkwürdigkeit: Auf dem Cover von Zoot Allures ist Jobson zwar abgebildet, hat aber nicht mitgespielt. Erst auf dem Live-Album „Zappa in New York“ wirkte Jobson mit. Ende der 1970er Jahre formierte sich aus ehemaligen Mitgliedern diverser Progressive-Rock- und verwandter Bands mit U. K. die letzte Prog-Supergroup der 70er – u.a. mit Eddie Jobson.

Nach der Zusammenarbeit mit Jethro Tull stellte Jobson seine eigene Band namens „Zinc“ zusammen, welche ein einziges Album (The Green Album) auf den Markt brachte. Das Album erschien 1983 als LP und wurde 1993 noch einmal als CD aufgelegt. Heute ist es fast eine Rarität: Eddie Jobson (Zinc).

All Songs Written By Eddie Jobson

1. „Transporter“ 1:11
2. „Resident“ 6:01
3. „Easy for You to Say“ 4:07
4. „Prelude“ 2:30
5. „Nostalgia“ 2:27
6. „Walking from Pastel“ 2:07
7. „Turn It Over“ 4:15
8. „Green Face“ 4:22
9. „Who My Friends…“ 6:31
10. „Colour Code“ 1:05
11. „Listen to Reason“ 5:56
12. „Through the Glass“ 6:03
13. „Transporter II“ 0:22

Für die Studioaufnahmen holte sich Jobson diverse Musiker. Einer davon rangt für mich besonders heraus: Gary Green – langjähriges Mitglied der Band Gentle Giant, einer meiner Lieblingsgruppen. Im Grunde handelt es sich aber bei der Gruppe „Zinc“ um ein erstes Solo-Projekt.

Eddie Jobson – vocals, keyboards, electric violin, vocoder
Michael Barsimanto – drums on 6 tracks
Jerry Watts – bass on 5 tracks
Alon Oleartchik – bass on 4 tracks
Nick Moroch – guitar on 4 tracks
Michael Cuneo – guitar on 4 tracks
Gary Green – guitar on 2 tracks
Cary Sharaf – guitar on 1 track

Doug Lunn- bass(„Turn It Over“ video only)

Ob Eddie Jobson jemals mit „Zinc“ live aufgetreten ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ich denke aber: eher nicht. Aber Youtube sei dank gibt es einige Videos mit den Aufnahmen dieses Albums. Jobson singt sogar seine Stücke zum ersten und letzten Male selbst – und unterstreicht mit seiner hohen Stimme (sie ähnelt der von Jon Anderson von der Gruppe Yes, mit der Jobson später wohl auch noch zusammengearbeitet hat) sein androgynes Äußeres. „The Green Album“ hat bei vielen Stücken viel Ähnlichkeit mit dem „A“-Album von Jethro Tull – sowohl von der Rhythmik her, dem Vorrang der Tasteninstrumente und dem Einsatz der elektrisch verstärkten Geige (statt der Querflöte). Die Keyboards klingen manchmal so pompös wie die von Keith Emerson von Emerson, Lake & Palmer, nur nicht ganz so aufdringlich. Aber es gibt auch Stücke mit klassischen Ansätzen (z. B. Prelude). Bemerkenswert ist auf jeden Fall die Verbindung von Keyboards und Geige (von daher auch live von einer Person nicht nachspielbar). Wer die Gruppe „Yes“ und Tulls „A“-Album mag, dem wird dieses Album sicherlich auch gefallen. Für mich hat es auf jeden Fall einige ganz interessante Ansatz und gefällt mir insgesamt ganz gut. Aber hören wir doch einfach hinein. Eddie Jobson ist auf alle Fälle ein Ausnahmemusiker – was allein die Tatsache beweist, dass Leute wie Ian Anderson und Frank Zappa sich seine Dienste zu eigen gemacht haben. Hier einige der Stücke vom „The Green Album“ (in der Reihenfolge des Albums – noch am besten gefallen mir die Stücke „Listen to Reason“ und „Nostalgia”: Hier fallen die Töne des Keyboards wie Wassertropfen und werden von einer zarten Melodie auf der Geige überlagert: sehr schön wie ich finde):


Zinc (Eddie Jobson) – Transporter/Resident


Zinc (Eddie Jobson) – Easy for You to Say


Zinc (Eddie Jobson) – Turn It Over


Zinc (Eddie Jobson) – Who My Friends


Zinc (Eddie Jobson) – Listen to Reason

Dit un dat im Internet (4)

Beim Surfen durchs Internet stößt man ja immer wieder auf Seiten, auf die andere nicht unbedingt selbst kommen würden, aber vielleicht auch ganz interessant finden. Hier also wieder einige Websites, die auch Eure Aufmerksamkeit ‚erheischen’ könnten:

Da gibt es z.B. Music Map – die Landkarte der Musik. Gibt man den Namen eines Interpreten oder einer Band ein, so erscheint eine grafische Übersicht mit weiteren Namen. Je näher sich zwei Interpreten sind, desto wahrscheinlicher ist eine Überschneidung bei der Beliebtheit.

Beispiel: Jethro Tull – gibt man diesen Bandnamen ein, dann zeigt uns die ‚Landkarte’ Wahlverwandtschaften an, die von Yes und Gentle Giant über Pentangle bis hin zu Zappa führen. Das ist das Ergebnis der Frage: Was hören Menschen die Jethro Tull mögen sonst noch? Jeder Name kann wiederum angeklickt werden.

“Kaum hat Google seine Instant-Suche herausgebracht, hat ein findiger Informatik-Student YouTube-Instant programmiert. Das Ganze hat so viel Aufregung verursacht, dass ihm prompt vom YouTube-Chef höchstpersönlich ein Job angeboten wurde. Eine weitere Internet-Erfolgsstory.” Ob man das wirklich braucht?

Ein Slang-Wörterbuch auf Englisch – da können wir noch einiges lernen:
„urban dictionary“ ist ein Slang-Wörterbuch mit Definitionen von Usern für User. Die Definitionen können von jedem bewertet werden und wandern entsprechend auf eine Position in der Liste.

grammis: das grammatische Informationssystem des Instituts für deutsche Sprache (ids) bietet online eine systematische Grammatik des Deutschen, eine grammatische Bibliografie sowie Wörterbücher zur grammatischen Terminologie, zu den Funktionswörtern und zur Rechtschreibung.” “grammis® ist ein Angebot des IDS in Mannheim, das zum Ziel hat, die oft schwer verständliche deutsche Grammatik leichter zugänglich und, soweit möglich, unterhaltsam und interessant zu machen.”

Join me ist das recht geniale Konzept seinen Computerbildschirm einfach mit Kollegen/Freunden etc zu teilen, indem man sie zu sich einlädt. Mit einem kleinen Programm kann man nebenher telefonieren oder chatten, um sich über die Arbeit des anderen auszutauschen, Tipps zu geben oder zu diskutieren. So schreibt join.me dann auch „Our sincere condolences to mahogany conference tables everywhere“, die können jetzt nämlich abgeschafft werden.

booklooker.de – gebrauchte und antiquarische Bücher online kaufen und verkaufen im Online-Antiquariat. Ein Preisvergleich zu amazon.de lohnt sich … manchmal.

100 Fragen beim Vorstellungsgespräch: Wie gut, dass ich das wohl nie mehr brauche. Aber für den erfolgsträchtigen Nachwuchs sicherlich hilfreich: Bewerbungsgespräche sind ein bisschen wie erste Dates: Man ist nervös. Man möchte, dass es klappt. Man schwitzt diesen unangenehm kalten Schweiß aus. Man stottert vielliecht sogar. Wenn man sich ein bisschen vorbereitet, kann man sich schon mal viel von dem ganzen Stress nehmen. Hier finden sich die 100 häufigsten Fragen bei Bewerbungsgesprächen. Viel Spaß beim Pauken.