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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Südafrika, wir kommen

Neben Gastgeber Südafrika haben sich bisher 22 Mannschaften für die erste Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden im nächsten Jahr qualifiziert:

FIFA Worldcup 2010 South Africa

Aus Europa Dänemark, die Schweiz und die Slowakei, Deutschland, Spanien, England, Serbien, Italien und die Niederlande. Als beste Gruppenzweite müssen noch in die Relegation folgende Ländermannschaften: Portugal, Griechenland, Slowenien, Russland, Bosnien-Herzegowina, die Ukraine, Frankreich und Irland.

Aus Asien: Australien, Japan, Süd- und Nordkorea. Der 5. der Qualifikation Bahrain muss in die Relegation gegen Neuseeland (für Ozeanien) antreten, das Hinspiel ist bereits gespielt und endete 0:0 in Bahrain.

Aus Nord- und Mittelamerika: die USA, Mexiko und Honduras. Der Vierte der Qualifikation muss gegen den 5. aus Südamerika antreten: Costa Rica – Uruguay.

Aus Südamerika kommen Brasilien, Chile, Paraguay und Argentinien.

Aus Afrika haben sich bisher nur Ghana und die Elfenbeinküste für die WM qualifiziert. Weitere Kandidaten sind Kamerun oder Gabun, Tunesien oder Nigeria bzw. Algerien oder Ägypten.

Im Kampf um die letzten Tickets wird in den noch ausstehenden Gruppenspielen in Afrika und in so genannten Playoffs das WM-Teilnehmerfeld komplettiert. Die Auslosung für die restlichen vier europäischen Vertreter findet am Montag, 19. Oktober, statt. Die Relegationsspiele werden am 14. und 18. November gespielt.

Museumsinsel Berlin: Virtueller Rundgang

Im Juli 2001 besuchte ich mit meinen Lieben zuletzt Berlin. Da meine beiden Söhne ausgesprochene Altägypten-Fans waren, besuchten wir auch das Ägyptische Museum, das damals noch im Stülerbau gegenüber dem Schloss Charlottenburg untergebracht war. Höhepunkt der Ausstellung ist und war die Büste der Nofretete.

Büste der Nofretete

Nach einem Umzug ins Alte Museum auf der Berliner Museumsinsel befindet sich das Ägyptische Museum seit Oktober 2009 wieder im Neuen Museum – ebenfalls auf der Museumsinsel in Berlin.

Morgen nun, am 17. Oktober 2009, öffnet das Neue Museum wieder seine Pforten.
Errichtet wurde dieses Hauptwerk der Kunst-, Museums- und Technikgeschichte des 19. Jahrhunderts nach Plänen Friedrich August Stülers. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es unter der Leitung des britischen Stararchitekten David Chipperfield aufwändig restauriert und wiederhergestellt. Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung und das Museum für Vor- und Frühgeschichte mit Objekten der Antikensammlung finden hier ihre neue Heimat.

Büste der Nofretete im Neues Musem

Erstmals sind nun seit 1939 alle fünf Museen auf der Berliner Museumsinsel zugänglich.
Wer Lust und Laune hat, kann in einem virtuellen Rundgang über die Insel schlendern: Museumsinsel Berlin: Virtueller Rundgang

weitere Infos zum Jahrhundertprojekt Museumsinsel Berlin

Flohmarktfieber: Töster Markt 2009

Alljährlich findet in der ersten Oktoberwoche in dem kleinen Heideort Tostedt, auf halber Strecke zwischen Bremen und Hamburg gelegen, Norddeutschlands größter Flohmarkt mit rund 700 Ausstellern statt – 2009 zum 36. Mal. Der Flohmarkt in Tostedt wird auch kurz Töster Markt genannt (Töst ist die niederdeutsche Form von Tostedt).

Veranstalter ist der Werbekreis in Tostedt, der auch für die Organisation verantwortlich zeichnet. Viele ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass alles möglichst reibungslos abläuft, so auch Fritz Rosenbrock, der als Marktsheriff dafür sorgt, dass die Aussteller ihren richtigen Standplatz finden. Manchmal wird auch beim Aufbau der Pavillons geholfen – und am Ende die Standgebühr von zz. 4 Euro pro Meter kassiert.

Es handelt sich bei dem Video um eine Sendung des N D R Fernsehens – Landesfunkhaus Niedersachsen, die am 12.10.2009 ab 18 Uhr 15 auf N3 ausgestrahlt wurde:


Flohmarktfieber: Töster Markt 2009

Ich habe noch ein Video bei Youtube gefunden, dass alte Super-8 Aufnahmen aus den 70er Jahren zeigt, als der Tostedter Flohmarkt nur im Himmelsweg und der Diekhofstraße stattfand: Tostedt – Flohmarkt der 70er Jahre

Der richtige Preis für den richtigen Mann …

… zur falschen Zeit. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an den US-Präsidenten Barack Obama ist wohl die Überraschung schlechthin. Ich denke zwar, dass er auf längere Sicht bestimmt ein Kandidat auf diesen Preis wäre, aber in diesem Jahr kommt die Verleihung einfach viel zu früh. Was hat er, außer vieler guter Absichten, wirklich für den Frieden auf dieser Erde geleistet? Und so ist auch der Preisempfänger selbst mehr als überrascht: Ich habe den Preis eigentlich nicht verdient. Er betrachte den Preis nicht als eine Bestätigung für Erreichtes, sondern als eine Herausforderung. Auch sei er nicht als Anerkennung für eigene Erfolge, sondern eher als Bestätigung für die USA, bei drängenden Problemen wie dem Klimawandel, der atomaren Abrüstung und dem Nahost-Konflikt voranzugehen.

Der Friedensnobelpreis ist so zu einem Friedensnobelhoffnungspreis geworden. Mit Obama hoffen viele Menschen auf eine bessere Welt; in ihm sehen viele (nach acht Jahren George W. Bush) endlich wieder einen Hoffnungsträger für eine Politik der Vernunft. Vielleicht ist das ein neuer Weg in einer veränderten Welt: Hoffnung zu stiften.

Die Gefahr, dass es unerfüllte Hoffnungen sein werden ist groß. Viel zu groß. Daher ist diese Preisverleihung verfrüht. Das Preisverleihungskomitee argumentiert, man habe schon immer versucht, noch nicht abgeschlossene Entwicklungen für den Frieden zu stimulieren und zu fördern. Mag dieser Versuch gelingen.

Urlaubsvideos: Neuwerk 2009

Endlich bin ich dazu gekommen, die restlichen Videoaufnahmen von unserem Aufenthalt auf der Insel Neuwerk in der Elbmündung einwenig zu bearbeiten. Klar, das Wattwandern und Buddeln im Schlick wurde filmisch festgehalten, auch der Spaziergang durch die Salzwiesen (Näheres hierzu hatte ich bereits berichtet).

Musikalisch habe ich mich bei der armenischen Rockband Oaksenham bedient (da dürfte es weniger Probleme mit den Urheberrechten geben – ist leider so), den bereits ins Netz gestellten Neuwerk-Videos wurde Mozart als Hintergrundmusik unterlegt …

Hier also zwei weitere Videos von der Insel Neuwerk:


Insel Neuwerk im Wattenmeer: Wattwandern und Buddeln (Juli 2009)


Insel Neuwerk: Salzwiesen (Juli 2009)

weitere Videos von unserem Kurzurlaub im Juli 2009 auf der Insel Neuwerk:
Wattwagenfahrt von der Insel Neuwerk (Juli 2009)
Insel Neuwerk im Wattenmeer: Die Flut kommt (Juli 2009)

No movies for an old man

Sollte es wirklich an meinem Alter liegen, dass mir solche Filme einfach nicht zusagen? Eigentlich nicht. Auch früher schon konnte ich mich nicht für Filme begeistern, in denen Gewaltszenen einen großen Raum einnehmen. Es ist nicht so, dass ich den beiden Filmen, von denen ich hier sprechen werde, Gewaltverherrlichung unterstelle. Manchmal muss man vielleicht auch zeigen, wie brutale Gewalt Raum in unserem Leben einnimmt. Aber was zu viel ist, ist einfach zu viel.

Letztes Wochenende sah ich u.a. X-Men Origins: Wolverine, gewissermaßen die Vorgeschichte eines der Helden der X-Men-Trilogie. Und dann auch noch von den Coen-Brüdern No Country for Old Men.

Wolverine (Website zum Film mit Trailern usw.) ist die Geschichte der Transformation vom kleinen Jungen James Howlett zum Mutanten-Söldner Logan und schließlich zur allseits bekannten X-Men-Kultfigur Wolverine. Als Logan (Hugh Jackman) ist der Protagonist mit seinem älteren Bruder Victor „Sabretooth“ Creed (Liev Schreiber) Teil einer Spezialeinheit unter der Leitung von Oberst William Stryker (Danny Huston), die nur aus Mutanten besteht und auch nicht zurückschreckt, Unschuldige zu meucheln. Das ist selbst Hogan zu viel. Es gibt dann den Kampf der beiden Brüder Hogan und Victor, den Stryker zu seinen Gunsten ausnutzt. Es folgt eine Unmenge an Krachbumm-Action und Spezialeffekt-Gewitter, bis wir an der Stelle sind, in der die X-Men Trilogie beginnt.


X-Men Origins: Wolverine (deutscher Trailer)

Von den Coen-Brüdern kennen wir u.a. The Big Lebowski, die etwas schlankeren Ladykillers und zuletzt Burn after Reading (siehe auch meinen Artikel hierzu), alles Filme mit reichlich schwarzem Humor. No Country for Old Men (Website zum Film mit Trailern usw.) ist dagegen der bis jetzt „blutigste“ Film der Brüder.


No Country for Old Men (deutscher Trailer)

“No Country for Old Men” erzählt vom Katz-und-Maus-Spiel dreier Männer im Texas der 1980er-Jahre. In den Hauptrollen zunächst Josh Brolin (erst kürzlich in Oliver Stones Film „W.“ als George W. Bush gesehen) als Vietnamkriegsveteran Llewelyn Moss, der beim Jagen in der Wüste auf den Schauplatz eines gescheiterten Drogendeals stößt, bei dem sich die Gangster gegenseitig erschossen haben. Neben einer Wagenladung aus Mexiko stammenden Heroins findet er dort zwei Millionen Dollar in einem Koffer, den er an sich nimmt. In der Folge wird Moss von den Mexikanern, dem mit ihnen konkurrierenden und von der amerikanischen Mafia engagierten Auftragskiller Anton Chigurh sowie dem amtsmüden örtlichen Sheriff Ed Tom Bell, der Moss und dessen Frau beschützen will, verfolgt. Tommy Lee Jones sehen wir als amtsmüden Sheriff Ed Tom Bell, Javier Bardem (zuletzt in Woody Allens Vicky Cristina Barcelona) als Anton Chigurh, den skrupellosen und psychopathischen Mafia-Killer, der im Verlauf der Handlung ein Dutzend Menschen mit bloßen Händen, einem pneumatisch betriebenen Bolzenschussgerät für Schlachter oder einer schallgedämpften Pumpgun tötet.

Sicherlich mag dieser Film „beängstigend intelligent und einfallsreich“ sein und die bei den Gebrüdern Coen beständigen Motive wie Gewalt, Männlichkeit und „skurrile Charaktere“ enthalten. Aber Javier Bardem als Anton Chigurh ist mir etwas zu skurril. Vielleicht geht es mir wie Tommy Lee Jones als zuletzt pensionierten Sheriff Ed Tom Bell, dem alten Mann, für den die USA nicht mehr sein Land sind.