Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!
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Jetzt wissen wir endlich, warum der US-Amerikaner ein so sportliches Kerlchen ist – trotz Fastfood hier und Schweinefraß dort. Er treibt Sport im Fitness-Center. Damit er aber nicht schon abgehetzt und schwitzend zu seinen Übungen kommt, bietet ihm „the american way of life“ bis zuletzt jede nur erdenkliche motorisierte Unterstützung, wie das folgende Bild verrät:
Wer nicht nur in Tostedt wohnt, sondern sich auch für die Geschichte des Ortes und die Geschichten der Menschen hier interessiert, der wird irgendwann auf den Namen Renate Dörsam gestoßen sein. Frau Dörsam ist vor einer Woche im Alter von 67 Jahren einem Krebsleiden erleben.
Vor zwei Jahren war Renate Dörsam als Realschullehrerin in den Unruhestand getreten, wie sie es wohl nannte. Seit vielen Jahren war sich sehr persönlich sozial und politisch engagiert. Wichtig war ihr dabei, die Grausamkeiten des Nazi-Regimes wachzuhalten, besonders zu verhindern, dass solches Unrecht jeweils wieder geschieht. Sie arbeitete so im Tostedter Forum für Zivilcourage. Auch war ihr die Heimatforschung wichtig, die u.a. in der Herausgabe eines Buches – zusammen mit ihrem Lebensgefährten Ulrich Klages – zur 900-Jahrsfeier von Tostedt gipfelte.
Besonders zu nennen ist ihr soziales Eintreten, dass mit ihrer Tätigkeit als Vertrauenslehrerin begann und sich im Einsetzen für sozial schwache und Migrantenfamilien nicht erschöpfte. 2003 erhielt sie für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz.
Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 22. November, um 14 Uhr in der Kapelle des Tostedter Friedhofs statt.
Also nun wirklich genug von Jethro Tull (wenigstens für heute). Was gibt es Neues auf dem Markt? In diesem Tagen sind drei neue Alben erschienen, die ich mir dann auch genauer angehört habe.
Nach der kurzzeitigen Reunion mit seinen Kollegen von der Gruppe Cream, dem dann eher enttäuschenden Album „Back Home“ von 2005, in dem Eric Clapton sicherlich ein breiteres Stilspektrum (von Blues über Reggae bis hin zu Folk) füllte, aber dabei doch sehr im Konventiellen verblieb (nur keine Experimente), traf er sich jetzt mit einer anderen Gitarrenlegende, JJ Cale, um das Album „The Road to Escondido“ aufzunehmen. Wer kennt nicht die Lieder „After Midnight“ und „Cocaine“, mit denen Clapton Erfolge feierte, die aber aus der Feder von JJ Cale stammen. Um es gleich zu sagen: Das Produkt der beiden ist ein überaus altmodisches Album. 14 Songs zwischen Blues, Country, Rock und Folk. Bisschen dünn die Stimmen (Clapton scheint sich da dem guten Cale abzupassen), dafür hätte es ein bisschen mehr Gitarre sein können. Alles insgesamt ohne große Schnörkel.
Von Tom Waits gleich eine 3-CD-Box mit insgesamt 56 Liedern, Liedchen und Geschichtchen: Orphans. Alles Waisenkinder, die zurück zu ihrem musikalischen Vater finden: unveröffentlichtes Material und neu Aufgenommenes (u.a. Lieder, die Waits anderen Künstlern überlassen hatte) – eingeteilt in drei Kategorien:
Brawlers: knorriger Blues und stampfende Songs Bawlers: Balladen, Songs mit Klavierbegleitung, dazu Walzer und „Wiegenlieder“ Bastards: Waits mit experimenteller Musik und Geschichten
Ein breites Spektrum also, das Waits da bietet. Und zu allem, was er in den vielen Jahren seines Schaffens produziert hat, finden sich hier musikalische Beispiele. Als kleine Kostprobe habe ich ein Lied gewählt, das vielleicht nicht repräsentativ für dieses Dreifachalbum ist, das aber schon fast allein für sich den Kauf rechtfertigt.
Wer in meinem Alter ist, wird sicherlich die Lieder von Cat Stevens kennen: Moon Shadow, Morning has Broken – um nur zwei Beispiele zu nennen dieser Sänger-Songwriter-Pop-Musik früherer Jahre, eingängig, aber nicht öde, mit vielen Folk-Elementen besetzt. Dann trat Cat Stevens zum Islam über und nennt sich seitdem Yusuf Islam. Es wurde musikalisch gesehen still um ihn. Sein letztes Album erschien vor nun 28 Jahren. Und jetzt nach dieser langen Zeit eine CD namens „An Other Cup“.
Yusuf macht da weiter, wo Cat Stevens aufgehört hat. Sicherlich fließen Anleihen bei ethnischer Musik in seine neuen Stücke hinein, die Stimme ist reifer, klingt etwas ungeübt, auch sind seine Texte spirituell ‚angehaucht‘. Aber Neues ist es nicht. Wer also Cat Stevens möchte, wird auch Yusuf mögen.
Wer die Himmelsleiter erklimmen will, der sollte das nötige Kleingeld mitbringen, um Einlass zu erzielen, denn am Eingang zum Himmel muss man für seine Sünden zahlen. Ansonsten geht es mit dem Fahrstuhl hinab zur Hölle. Wer nun wissen möchte, wie viel Geld er benötigt, kann ermitteln, wie hoch der Ablass für die einzelnen Sünden ist. Hier eine Rechenhilfe: Wie viel kosten Deine Sünden?
Martin Barre wurde lange Zeit unterbewertet. Erst im Laufe der Jahre haben Kritiker und Fans gemerkt, welch brillanter Musiker er ist. Sicherlich lag es daran, dass er bei der Gruppe Jethro Tull im Schatten von Ian Anderson stand, dem charismatischen Kopf der Band. Aber ohne ihn, darin sind sich die Kenner einig, hätte es Jethro Tull in dieser Form bis heute nie gegeben.
Legendär ist sein Gitarrensolo auf dem Stück „Aqualung“, dass er im Studio ‚in einem Stück’ eingespielt hat. Dieses Solo wird inzwischen zu den zehn besten in der Rockszene gerechnet. Anerkennung, die mehr als berechtigt ist.
Martin Barre 1962 mit seiner 1. Gibson ES 330
Gibson Les Paul 1959
Martin Barre mit seiner Gibson Les Paul 1959
Küsschen von Ian Anderson
Martin Barre spielt eine Ibanez
Aber auch zum späten Gewinn des Grammys im Jahre 1988 für die Scheibe „Crest of a Knave“ war der Beitrag von Martin Barre nicht unerheblich. Seine knackigen Gitarrenriffs haben dazu beigetragen, der Gruppe den Preis in der Kategorie „Best Hard Rock/Metal Performance Vocal Or Instrumental“ zukommen zu lassen. Eingeweihte wissen es längst: Metallica zum Trotz!
Neben den vielen Alben mit Jethro Tull hat er inzwischen auch drei Solo-Alben eingespielt („A Trick of Memory“, „The Meeting“ und „Stage Left“) und wirkte bei unzähligen anderen Produktionen als Studiomusiker mit.
Heute nun wird Martin Lancelot Barre 60 Jahre alt. Von hieraus die besten Glückwünsche und alles Gute für die weiteren Jahre. Als alter Tull-Fan hoffe ich insbesondere, dass es eine noch lange gemeinsame Zeit mit Ian Anderson wird. Happy birthday, Martin!
Sicherlich eine interessante Information ist die Aussage von Martin Barre, er wäre von Leslie West von der Gruppe ‚Mountain’ beeinflusst. Hier ein Auszug aus einem Interview, das Shawn Perry mit Barre im Herbst 2003 führte (im Original):
Auszug aus: Interview mit Martin Barre (Herbst 2003) von Shawn Perry
SP: On „Count The Chickens,“ [Song von Martins CD “Stage left”] you’re playing a Les Paul Junior, which you say you bought after meeting Leslie West. You also played it on „Aqualung.“
MB: Yeah, it was the lead guitar.
SP: Would it be fair to say that some of your playing on „Aqualung“ was indirectly influenced by Mountain?
MB: I think so. Not „Aqualung“ itself, but yeah the way I play it. Leslie is the only player that I’ve actually had influence from directly. But Leslie West with his sound, he’s a great player. I didn’t try to copy him, but there are certain things about his playing that I really, really like.
SP: Correct me if I’m wrong, but doesn’t Ian usually play the acoustic guitar on Tull’s records?
MB: He normally does, but sometimes I’ll play a lead acoustic line.
SP: That being said, I think your acoustic playing on this album is very refreshing.
MB: I enjoy it. I love the acoustic sound. That’s why I’m playing bouzouki and mandolin too. The structure of the sound. I really like the sound of the guitar; you know the inversions and making an orchestral sound with the acoustic.
SP: Do you prefer the acoustic over the electric guitar?
MB: In some ways, I do because they’re so honest. You don’t get away with anything when you play the acoustic guitar. There are no sounds that mask the notes or bad technique. It’s a great, pure sound. I love it. I get a little satisfaction if I play the acoustic well to my mind. It’s very satisfying. With electric, I think you’re always fighting the elements with an electric guitar. You’re always trying to get a better sound. It’s not a perfect instrument.
…
kurze Ausschnitte aus Liedern von der Gruppe „Mountain“ (Gitarre: Leslie West) –
vom Album „The Best of Mountain“ (‚Never in My Life‘ / ‚Mississippi Queen‘ / ‚Boys in the Band‘)
Gestern verwies ich auf bei youtube.com gefundene Videos von Live-Auftritten der Gruppe Jethro Tull aus dem Jahre 1973: A Passion Play. Für Ian Anderson und seine Mannen wurde das Album selbst zu einem Passionsspiel, da es von der Kritik förmlich verrissen wurde. Anderson verkündete die Auflösung der Gruppe und zog sich mehrere Monate aus der Öffentlichkeit zurück. Aber wir wissen: mit dem Album „Warchild“ gelang der Gruppe 1974 ein passables Comeback.
Nun, auch auf „Warchild“ hören wir den Meister auf dem Saxophon blasen. Aber inzwischen dürfte das gute Stück auf dem Dachboden seines Landhauses verstauben. So wie er nie mehr auch nur eine Note von „A Passion Play“ spielte, genauso wenig rührte er das längliche Soprano Saxophon wieder an. Immerhin ist es ein ungewohnter Anblick, Herrn Anderson mit seinem Saxophon zu sehen, sind wir ihn mit Flöte mehr als gewohnt.
Ja, die Leiden mit einer Leidenschaft: Jethro Tull. Es sind eigentlich eher die Möglichkeiten, die das Internet bietet und dessen Nutzen (Benutzung) zur Leidenschaft wird. Im Falle der Rockgruppe Jethro Tull sind diese mannigfaltig. Besonders beim Video-Portal youtube.com sind fleißige Bienchen am Werke, die fast täglich neues altes Material meiner (immer noch) Lieblingsgruppe anbieten. Ich selbst gehöre inzwischen auch dazu. Und so wird die Leidenschaft fast schon zur Sucht und damit zum Leiden. Leiden dieser Art können dabei so schön sein.
Nun, bei youtube.com gibt es ein Bienchen namens TullTapes (ein Pseudonym oder wie man es auch nennt: Nickname für einen 36-jährigen Benutzer und Anbieter aus den USA), der mit Leidenschaft alte Videoaufnahmen der Gruppe sammelt (besonders im 8 mm-Format) und jetzt in sechs Teilen einen zusammengeschnipselten Live-Auftritt aus dem Jahre 1973 präsentiert: A Passion Play. Das Album war damals von der Kritik förmlich zerrissen worden. Was dazu führte, dass Ian Anderson und seine Mannen weitere Live-Auftritte cancelten und für geraume Zeit von der Bildfläche verschwanden.
Heute ist dieses Konzept-Album fast vergessen, obwohl es als solches neben „Thick as a Brick“ meiner Meinung nach zu einem Kilometerstein der Rockmusik zählt. „A Passion Play“ ist unverkennbar typische Tull-Musik. Ich selbst habe „A Passion Play“ nie live miterlebt. “Thick as a Brick”, wenigstens in einer Kurzfassung, steht auch heute noch auf dem Programm der Band. Das Passionspiel dagegen wurde für immer vom Spielplan genommen. Und auch das Saxophon, ein Soprano Sax, verstaubt seitdem auf dem Dachboden von Ian Andersons Haus. Anderson hat geschworen, es nie wieder in die Hand zu nehmen.
Okay, die Bild- und auch die Tonqualität ist nicht berauschend, aber akzeptabel. Ich empfand es als ein Ereignis, über 30 Jahre verspätet „A Passion Play“ live im Video zu sehen. Bisher kannte ich nur kleine Ausschnitte von völlig unzureichender Qualität. Vielleicht hätte sich „TullTapes“ das Zwischenspiel (Die Hasengeschichte) sparen sollen. Dieses Video habe ich in besserer Qualität selbst vorliegen. Insgesamt sind die rund 50 Minuten für einen alten Tull-Fan wie mich aber sehr beeindruckend. Und ich habe gar nicht gewusst, dass Ian Anderson dabei weit mehr Saxophon als Querflöte spielt.
Hier nur die Links zu youtube.com [die folgenden Youtube-Videos sind leider ‚privat‘ geschaltet]:
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 1
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 2
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 3
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 4
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 5
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 6
Schaut man sich das Statistische Jahrbuch 2006 an, dann stellt man fest, dass der durchschnittliche Deutsche immer dicker und träger wird. Immer mehr Deutsche haben Übergewicht, immer mehr Zeit wird vor dem Fernseher oder Computer verbracht und immer später wird geheiratet. Es bleibt keine Zeit für ein gutes Buch. Herz-Kreislaufkrankungen sind die meisten Ursachen für Krankenhausaufenthalte. Und immer mehr Deutsche kehren dem Land den Rücken, um im Ausland ihr Glück zu finden. Der Abwärtstrend hält unvermindert an.
DSL-Anschlüsse machen es möglich: Dank youtube.com kann man sich Videos in einer wirklich akzeptablen Qualität anschauen. Und welche Video-Schätze im Privaten schlummerten und jetzt der Öffentlichkeit zur Ansicht gestellt werden, ist erstaunlich. So nutze ich natürlich auch die kostenlos zur Verfügung gestellten Ressourcen bei youtube.com für meine Zwecke. Videomaterial gibt es auch bei mir genug. So nebenbei schone ich meinen Webspace, der leider nicht unerschöpflich ist.
Jethro Tull live 28th November 2000 in São Paulo, Brazil with „For a Thousand Mothers“ from Album „Stand Up“ or Viva Via Funchal! or A New Day In São Paulo – broadcast by DirecTV
Jethro Tull: Fat Man (11/15/1983)
Jethro Tull live with „Fat Man“ Rock Classic Nacht/Night at german TV 15.11.1983 – Circus Atlas, München/Munich
Jethro Tull: Back to the Family (1/9/1969)
Jethro Tull live 9th Jan. 1969 at Stockholm Konserthuset with „Back to the family“
Ergänzend hier ein weiteres Video:
Jethro Tull: Living in the Past (5/1/2001)
Jethro Tull live 1st May 2001 with „Living in the Past“ at Wildhorse Saloon, Nashville, TN – Classic Rock at TNN TV
Es ist lange her, da habe ich in einer Band die Bassgitarre gespielt. Die Söhne tun es ja oft den Vätern gleich. Nachdem mein Ältester Jan bereits als Sänger in einer Schülerband mit dem schönen Namen ShAucelfAert mitgewirkt hatte, will er jetzt eine neue Band gründen. Und da Bassisten meist Mangelware sind, so habe ich ihm empfohlen, es einmal mit dem Bassspielen zu versuchen. Immerhin habe ich noch meine Bassgitarre aus alten Zeiten. Ist zwar kein Fender-Bass, nur eine japanischer Ibanez, wenn auch mit Fender-Tonabnehmern bestückt. Auch hat „mein“ Bass wenig mit den Ibanez-Modellen heutiger Tage gemeinsam, es ist ein Fender-Nachbau (immerhin hat er 30 Jahre auf dem Gitarrenrücken und ähnlich wie im Autobau glänzten die Japaner früherer Jahre zunächst durch den gelungenen Nachbau bekannter Marken).
Nun, mein Sohn tut es mir nach. Er ist fleißig dabei zu üben. Bassspielen ist ein hartes Brot, aber es macht auch Spaß. Weiter so …