Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Hörbücher kostenlos

Statt am Rechner zu daddeln, sollte man ab und zu schon einmal ein gutes Buch lesen. Und wer das nicht packt, der kann sich ein solches auch gern vorlesen lassen: Hörbücher nennt man das heute. Jetzt gibt es im Internet vorleser.net, eine Website, über die man sich sogar kostenlos literarisch interessante Texte in Schrift und Ton (als MP3 in bester CD-Qualität) herunterladen kann. Also nichts wie ran! Wer keine schnelle Internet-Verbindung hat, kann sich bis zu 12 Stunden Hörbuch für wenig Geld auf einer mp3-CD selbst zusammenstellen lassen.

Wettervorhersage 21.06.2005

Tostedt/Hamburg:

wolkig, abends Gewitter, max. 30 °C
Luftdruck zw. 1014 und 1016 hPa

Sonnenaufgang: 4:53
Sonnenuntergang: 21:52

Edinburgh/Schottland (unser Reiseziel):

Regen, abends Schauer, max. 20 °C
Luftdruck zw. 1014 und 1018 hPa

Sonnenaufgang: 4:26
Sonnenuntergang: 22:03

Comiso/Sizilien:

leicht wolkig, max. 29 °C
Luftdruck zw. 1014 und 1015 hPa

Sonnenaufgang: 5:42
Sonnenuntergang: 20:24

Zielgruppen der Wirtschaft

Der folgende Auszug eines Artikels aus der Satirezeitschrift pardon wurde zwar in einem etwas anderem Zusammenhang geschrieben, ist aber auch so recht interessant zu lesen:

„Die grammatisch männlichen Leser herkömmlicher Magazine erfüllen eine wichtige Funktion, nämlich als Zielgruppe. Sie konsumieren ein Produkt, das für die Werbewirtschaft hergestellt wurde und das ihnen ein zur Werbung passendes Image verkauft.

In den Lifestyle-Illustrierten werben verständlicherweise Hersteller von Lifestyle-Artikeln, weil sie denken, der Matador-Mann gibt schon eine Menge Geld für das Heft aus, also sitzt es ihm locker und er möchte gern das Hundertfache für einen Anzug ausgeben oder das Zehntausendfache für ein Auto.

Möglicherweise würden die Leute das tatsächlich, aber so läuft das nicht. Die Käufer der Lifestylemagazine kaufen es als Ersatz für den Lifestyle, den sie sich nicht leisten können. Tragisch für die Wirtschaft, neutral für die Werbeagenturen.

Das ist es, was schiefläuft in diesem Land.

Die Käufer herkömmlicher Magazine verhalten sich nur so, als seinen sie eine Zielgruppe, während sie Kaufzurückhaltung üben und die Wirtschaft lahmlegen. Indem sie kein Geld für Endprodukte ausgeben, sondern das Spiel der Werbung mitspielen, der Industrie zu suggerieren, es gäbe einen Absatzmarkt, entziehen sie dem Wirtschaftskreislauf das Blut (das Geld).“

aus: pardon 3/05 (Wozu gibt es pardon-Leser? Leitartikel von Bernd Zeller)

Tostedter Frauenbeauftragte bald arbeitslos?

„Das paßt ja richtig gut in die Tostedter 900-Jahr-Feier“, schreibt Alexander Gröngröft aus Tostedt in seinem Leserbrief in der Harburger Anzeiger und Nachrichten. „Da gibt sich die Gemeinde integrativ, weltoffen und familienfreundlich und diejenige, die mit ihrer Arbeit diese Familienfreundlichkeit umsetzen und die sozialen Probleme entschärfen will, soll nach dem Willen der CDU-FDP-Gruppe entlassen und durch eine ehrenamtlich tätige Person ersetzt werden. Gründe werden keine genannt. … Gründe werden auch deshalb nicht genannt, weil es offenbar keine gibt:

1. Die sehr engagierte Arbeit der Frauenbeauftragten war kompetent, effektiv und ausgezeichnet. Ihr Engagement war wirkungsvoll, die Arbeit entsprach der Funktion der Stelle und war nicht nur auf Probleme von Frauen begrenzt.
2. Die Kosten können nicht entscheidend sein. In einer Gemeinde, in der im Verwaltungshaushalt 13 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben werden … spielen die Ausgaben für die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte (35000 Euro) nur eine untergeordnete Rolle. Wenn man berücksichtigt, wieviele Folgekosten durch das Engagement der Beauftragten vermieden werden können, ist jeder für diese Arbeit ausgegebene Euro sogar mehrere Euro wert. [usw.]“

Herr Hans-Jürgen Küsel aus Tostedt ergänzt hierzu: „Eigentlich muß man der Tostedter CDU ja dankbar sein, denn sie hat mit der geplanten Entlassung Kerstin Peterssons einen unschätzbaren Beitrag zur Aufklärung hinsichtlich des bevorstehenden Bundestagswahlkampfes geleistet. Denn wir dürfen getrost davon ausgehen, daß die Positionen der Tostedter CDU repräsentativ für die gesamte Partei sind. … Wenn sich nun die CDU im Wahlkampf als „familienfreundlich“ darzustellen versucht, dann wissen alle Wahlbürger: Hier wird gelogen, daß sich die Balken biegen. [usw.]“

Jeder zweite Bahnkunde ist schlecht beraten

Wie sollte es anders sein: Am Schalter oder im Reisebüro ist jeder zweite Bahnkunde schlecht beraten. Er erhält zu teure, zu umständliche oder langsame Verbindungen. Das ermittelte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in seinem diesjährigen Bahntest. Nach der am Dienstag in Berlin vorgestellten Studie sind die Informationen, die sich der Kunde selbst im Internet holen kann, fundierter als die Datenbasis der Berater an den Ticketschaltern.

Okay, das Personal ist oft freundlich. Aber was nützt es dem Kunden. Man will kompetent beraten sein und nicht durch noch so freundliches ‚Gelabere‘ vollgesülzt werden.

siehe: zdf.de

Mahnwache für Frauenbeauftragte in Tostedt

Die Ankündigung von der bevorstehenden Entlassung der Tostedter Frauenbeauftragten Kerstin Petersson schlägt hohe Wellen in der Samtgemeinde. Ein Zusammenschluss von Initiativen, die mit Frau Petersson gemeinsam zahlreiche Familienförderungsprogramme auf den Weg gebracht haben, rufen jetzt alle Bürger zu einer „Mahnwache mit Kind und Kegel“ am Mittwoch, den 15. Juni, vor dem Tostedter Rathaus auf. Die Aktion soll von 15.30 bis 16.30 Uhr dauern und Ratsmitgliedern, die die Abberufung der Frauenbeauftragten planen, verdeutlichen, dass sie der Familienarbeit in der Samtgemeinde einen Bärendienst erweisen würden. Kerstin Petersson müsse bleiben.

aus: Harburger Anzeigen und Nachrichten vom Montag, den 13. Juni 2005

900 Jahre Tostedt: Festumzug am Samstag, den 11.06.2005

Das Wetter war zwar nicht ideal, einfach zu kalt und auch einige Regentropfen fielen. Das hielt aber die Töster Bürger nicht davon ab, am Festumzug teilzunehmen, ob nun aktiv im Umzug selbst oder am Rande als winkende Zuschauer. Vom Kindergarten bis zu den Bürgermeistern der Samt- und Einzelgemeinden, vom Sport- bis zum Schützenverein war alles unterwegs, um seine Präsenz vor Ort zu bekunden.

Napoleon in Tostedt? (Gymnasium) Die Töster Bürgermeister
Napoleon in Tostedt? (Gymnasium) Die Töster Bürgermeister
Töster Schützen Johannes-Gemeinde
Töster Schützen Johannes-Gemeinde
MTV Tostedt Partnerstadt Lubaczów
MTV Tostedt Partnerstadt Lubaczów
Partnerstadt Morlaàs Imkerverein & Samba-Gruppe
Partnerstadt Morlaàs Imkerverein & Samba-Gruppe
mit Sack und Pack unterwegs Realschule
mit Sack und Pack unterwegs Realschule
Jägersmänner asiatische Drachen
Jägersmänner asiatische Drachen
Sozialwerk Tostedt Herbergsverein & Diakonie
Sozialwerk Tostedt Herbergsverein & Diakonie
Löschpumpe aus Todtglüsingen
Löschpumpe aus Todtglüsingen

Jethro Tull in Concert 2005

Gestern war ich also mit meinem Kumpel Helmut L. in der Stadthalle von Bremerhaven im Konzert von Jethro Tull. Entgegen eigenen Erwartungen muss ich gestehen: Es hat mir doch sehr gut gefallen! Dass die Herren Anderson & Co. gute Instrumentalisten sind, ist nicht Neues, und dass die Stimme von Ian Anderson schon lange nicht mehr die beste ist, weiß jeder Tull-Fan. Genau das gleicht aber der Meister mit seinem Flötenspiel aus. Was er da aus der Flöte ‚rotzt‘, das hat schon etwas! Leider zeigte sich das Publikum als zu kopflastig und wenig ‚enthusiastic‘. Schade.

Meine Eintrittskarte zum Jethro Tull-Konzert 

Bei einem gepflegten Bierchen ließ ich dann den Abend mit meinem alten Kumpel ausklingen.

Jethro Tull in Concert 2005 Anderson & Co. 2005 in Bremerhaven

Translation english

Schottland 2005: Robert Burns und ‚Die Toten Hosen‘

Schottland 2005Wenn man (wie ich mit meinen Lieben dieses Jahr) nach Schottland fährt, dann kommt man an Robert Burns nicht vorbei. Robert (Robbie) Burns stammte aus einer armen Bauernfamilie. Er wurde am 25. Januar 1759 in Alloway bei Ayr als das älteste von sieben Geschwistern geboren und gilt als Bewahrer der schottischen Volkslieder.

Die Bildung wurde ihm teils vom Vater vermittelt, teils autodidaktisch erworben. 1786 hatte er mit seinem ersten Gedichtsband Poems chiefly in the Scottish dialect großen Erfolg. Dieser Band fand bei den Kritikern in Edinburghs literarischen Kreisen derart begeisterten Anklang, daß er sich zunächst vor Aufträgen kaum retten konnte. Er verlor die Sympathien seiner Gönner jedoch wegen seines freien Lebenswandels, seiner Klerikersatiren und seiner positiven Einstellung zur Französischen Revolution. Neben Sir Walter Scott ist er der berühmteste schottische Poet. In seinen volkstümlichen lyrischen und epischen Dichtungen verwertet er oft alte schottische Quellen. Er schrieb die Verserzählung „Tam o‘ Shanter“, schlichte Liebesgedichte, anschauliche Naturlyrik und Lieder, die zu Volksliedern wurden, z.B. My heart’s in the Highlands oder Auld lang syne. Robert Burns starb am 21.7.1796 in Dumfries.

    Robert Burns

Das Lied Auld lang syne wird heute in ganz Großbritannien und vielen Ländern, in denen Englisch gesprochen wird, zu Silvester (New Year’s Eve) angestimmt und ist auch bei uns bestens bekannt. „Auld lang syne“ ist die schottische Variante des englischen „old long ago (bzw.) since“ oder besser übersetzt „times gone by“ und bedeutet auf Deutsch „der guten alten Zeiten wegen“ oder anders ausgedrückt: lang, lang ist ’s her!

„We’ll drink a cup of kindness yet for times gone by“.

Was hat nun dieses Lied mit der Punk-Band „Die Toten Hosen“ zu tun? Ganz einfach: Die Toten Hosen haben dieses Lied auch in ihrem Repertoire, wenn auch mit etwas abgewandeltem Text:

Auld Lang Syne (Version DTH)

Should all acquaintance be forgot and never brought to mind,
should all acquaintance be forgot and the days of auld lang syne.

For auld lang syne, my dear, for auld lang syne,
we’ll take a cup of kindness yet for the sake of auld lang syne.

Let’s have a drink or maybe two or maybe three or four
or five or six or seven or eight or maybe even more.

For auld lang syne, my dear, for auld lang syne,
we’ll take a cup of kindness yet for the sake of auld lang syne.

When it gets to closing time and if you still want more,
I know a pub in Inverness that never shuts its door.

For auld lang syne, my dear, for auld lang syne,
we’ll take a cup of kindness yet for the sake of auld lang syne.

    Die Toten Hosen: Auld lang syne

AULD LANG SYNE (1788 – von Robert Burns)

Should auld acquaintance be forgot,
And never brought to mind?
Should auld acquaintance be forgot,
And auld lang syne!

(Chorus:)
For auld lang syne, my dear,
For auld lang syne,
We’ll tak a cup o’ kindness yet,
For auld lang syne.

And surely ye’1l be your pint stowp!
And surely I’ll be mine!
And we’ll tak a cup o‘ kindness yet,
For auld lang syne.
For auld, &c.

We twa hae run about the braes,
And pou’d the gowans fine;
But we’ve wander’d mony a weary fit
Sin‘ auld lang syne.
For auld, &c.

We twa hae paidl’d in the burn,
Frae morning sun till dine;
But seas between us braid hae roar’d
Sin‘ auld lang syne.
For auld, &c.

And there’s a hand, my trusty fere!
And gie’s a hand o‘ thine!
And we’ll tak‘ a right gude-willie waught,
For auld lang syne.
For auld, &c.


Original vorgetragen von Wild Mountain Thyme

Burns Werke haben selbst über 200 Jahre nach seinem Tod noch immer einen großen Stellenwert in Schottland, was unter anderem auch daran gesehen werden kann, dass zur Eröffnung des Parlaments 1999 das Lied A Man’s A Man for A‘ That (auch „For A‘ That and A‘ That“ von 1795) gesungen wurde; siehe hierzu das Video (wer hört schon ein ganzes Parlament singen)