Buena Vista Social Club

Im Jahre 1996 reiste der US-Gitarrist Ry Cooder nach Kuba, um mit afrikanischen Musikern eine Platte aufzunehmen. Als die Band nicht wie verabredet erschien, suchte Cooder Ersatz – und entdeckte einige alte kubanische Musiker-Legenden. Obwohl die alle längst im Rentenalter waren, überredete Cooder sie, eine Platte aufzunehmen. Ein Jahr später erschien die Platte unter dem Namen Buena Vista Social Club: Compay Segundo (1907 – 2003), Rubén González (1919 – 2003), Ibrahím Ferrer (1927 – 2005) und andere „Supergroßväter“ spielten den „Son“, die kubanische Musik.

Zwei Jahre später reiste Ry Cooder zusammen mit dem Regisseur Wim Wenders wiederum nach Kuba, um ein Album mit dem Sänger Ibrahím Ferrer aufzunehmen. Dabei entstand die gleichnamige filmische Dokumentation, die nun am Samstag, den 19. April um 20 Uhr 15 bei Bayern3 (BR) wiederholt wird.

Ry Cooder habe ich hier schon öfter vorgestellt (Ry Cooder: Stand by Me und Another Record by Ry Cooder: Three Chords and the Truth). Er gilt als einer der weltbesten Slide-Gitarristen und hat sich besonders durch Filmmusiken einen Namen gemacht (u.a. für den Wim Wenders-Film Paris, Texas). Bedeutsam ist aber vor allem sein Einsatz für Musiktraditionen, wobei er sich besonders der im Amerikanischen verwurzelten Musik wie Country, Calypso, Gospel, Salsa, dem Ragtime und der hawaiischen Musik gewidmet hat (mehr zu Ry Cooder selbst später).

Hier nun zwei Filmausschnitte. Der erste zeigt neben einem Live-Auftritt Ry Cooder mit seinem Sohn, Joachim, der übrigens als Schlagzeuger mitwirkte, auf der Fahrt durch Havanna auf einem Motorrad mit Beiwagen. Der zweite Ausschnitt ist ebenfalls ein Live-Auftritt:


Buena Vista Social Club – Chan Chan (1998)


Buena Vista Social Club – Candela

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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