Ethan & Joel Coen: Burn after Reading

Es gibt ja nicht allzu viel zum Lachen. Da kommt der letzte Film der Coen-Brüder gerade richtig: Burn After Reading. Okay, der Film beginnt etwas schleppend. Die vielen losen Handlungsfäden verwirren anfangs und es dauert ein wenig, bis sich der Zuschauer an die Eigenheiten der Figuren und deren charakteristischen Äußerungen gewöhnt hat. Doch ehe man sich versieht, wird man in einem Wahnsinnstempo in die absurd-abenteuerliche Geschichte hineingezogen. Die für die Coens typischen skurrilen Charaktere sind diesmal besonders schön überzeichnet und durch eine Garde großer Schauspieler hervorragend dargestellt.

In ihrer rabenschwarzen Screwball-Comedy „Burn After Reading“ nehmen Joel und Ethan Coen zwei dusselige Erpresser auf die Schippe. Und den ganzen CIA-Apparat in Washington D.C. gleich mit dazu. Es geht um eine in einem Fitnessstudio gefundene CD mit geheimen CIA-Daten, die zu allerlei Verwicklungen führt. Und dann gibt es da Harry, ein Ex-Personenschützer, der sich nun als Beamter im Finanzministerium behaglich eingerichtet hat. Er führt nur auf den ersten Blick eine normale Ehe mit einer Kinderbuchautorin. Der zutiefst paranoide Schürzenjäger und Erfinder kann einfach nicht ohne andere Frauen… Clooney geht seine Rolle mit viel Augenwinkern an und überzeugt auf der ganzen Linie. Übertroffen wird er in Sachen Selbstironie nur von Brad Pitt. Er spielt den Fitnesstrainer und grenzdebilen Amateurerpresser Chad Feldheimer.

Ein Film mit Witz und Hirn. Selten habe ich mich so köstlich amüsiert. Wirklich empfehlenswert.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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