Generalprobe: gelungen

Was die deutsche Fußballmannschaft gestern – besonders in der 2. Halbzeit – abgeliefert hat, lässt wirklich hoffen (3:1-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina). Zwar sagt man, wenn die Generalprobe daneben geht, dann wird die Premiere gut (und umgekehrt), aber …

Nun es gab natürlich nicht nur Licht, sondern auch einigen Schatten – und es gab Gewinner und eindeutige Verlierer. Die Verlierer: Trochowski, Gomez und Klose. Wenn Joachim Löw noch einige Spieler nach Hause schicken könnte, dann wären es diese drei: es war einfach grottenschlecht, was diese Spieler abgeliefert haben. Moderner Fußball sieht anders aus. Zu den Gewinner zählen ohne Zweifel Marin, Helmut und Müller. Als Helmut Klose in der 2. Halbzeit ersetzte, nahm das Spiel der deutschen Mannschaft endlich Fahrt aus. Und mit Marin und Müller kam noch mehr Schwung in den Angriff.

Die Doppelsechs mit Schweinsteiger und Khedira scheint zu passen und lässt Ballack vergessen. Özil spielte stark mit einigen genialen Pässen, ist nur im Abschluss schludrig. Podolski spielte engagiert und dürfte sich ein Platz in die Startelf gesichert haben.

Und die Abwehr? Badstuber könnte sich in die Mannschaft gespielt haben. Innenverteidiger-Duo Mertesacker/Friedrich war meistens im Bilde. Lahm ist schon als Kapitän über jeden Zweifel erhaben, wenn er auch beim Gegentreffer (halbes Eigentor) etwas unglücklich agierte. Neuer im Tor ohne größere Anforderungen.

So könnte also die Startelf für Südafrika aussehen, die am Sonntag, den 13.06. um 20 Uhr 30, das erste Spiel gegen Australien in Durban bestreiten wird:

Neuer
Lahm Mertesacker A. Friedrich Badstuber
Khedira Schweinsteiger
Müller Özil Podolski (Marin)
Helmut
1

1 Helmut: Nach seiner Einbürgerung und der darauf folgenden Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft nannte Ludovic Magnin Cacau (eigentlich Claudemir Jeronimo Barreto) fortan Helmut, was sich auch im Team und in den Medien durchsetzte

Ob die deutsche Mannschaft ihren eigenen Anspruch, Fußballweltmeister zu werden, Genüge tun wird, bezweifle ich aber weiterhin. Sicherlich haben deutsche Teams immer wieder gezeigt, dass sie sich in einem Turnier von Spiel zu Spiel steigern können, aber Mannschaften wie den Europameister Spanien, wie den fünffachen Weltmeister Brasilien, aber auch die Niederlande, England und evtl. Argentinien und Portugal zählen für mich zum Favoritenkreis – die afrikanischen Mannschaften (vorn weg die Elfenbeinküste und Gastgeber Südafrika) nicht zu vergessen. Ein Manko zeigte sich auch gestern wieder: die mangelnde Ausbeute bei Standardsituationen wie Ecken und Freistößen. Hier muss dringend nachgebessert werden. Aber warten wir es ab: Das deutsche Team hat auf jeden Fall gute Chancen, mindestens bis ins Viertelfinale vorzustoßen. Vielleicht kommt am Ende auch noch etwas mehr heraus.

Spielplan der WM 2010 in Südafrika zum Selbertippen

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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