Ry Cooder: Last Man Standing (Soundtrack)

Er ist auf dem Weg nach Mexiko. Seine Reise führt ihn durch das Grenznest Jericho. Aufgehalten von einem auf der Straße liegenden Pferdekadaver wirft er einen Blick auf die vorbeischreitende Freundin (Karina Lombard) des örtlichen Gangsterbosses Doyle (David Patrick Kelly). Dafür wird ihm das Auto gehörig demoliert. Auf die Frage, wer er sei, nennt er sich John Smith (Bruce Willis). Er bleibt in Jericho. John sieht die Entweihung seines Autos als persönliche Herausforderung an. Wenig später tötet er den Übeltäter. Er schließt sich einem mit Doyle verfeindeten Gangsterboss an: Fredo Strozzi (Ned Eisenberg). Doch seine Loyalität währt nicht lange…

Last Man Standing (im Original auch: Welcome to Jericho) ist ein US-amerikanischer Film von Regisseur Walter Hill mit Elementen von Thriller, Actionfilm, Western, Gangsterfilm und Drama. Er ist eine Neuverfilmung von Akira Kurosawas Yojimbo – Der Leibwächter bzw. Sergio Leones Für eine Handvoll Dollar und kam am 20. September 1996 in die Kinos.

Der Film spielt im Jahr 1931, an der Grenze zwischen Texas und Mexiko. Die Handlung ist in der amerikanischen Prohibitionszeit angesetzt. Dementsprechend wurden die Banden der Vorlage zu rivalisierenden Mafia-Familien und die Schwertduelle zu spektakulären Pistolengefechten. Die Rolle des waffentechnisch überlegenen Gegenspielers spielt Christopher Walken, während Bruce Willis in die Rolle des wortkargen und abgekochten Pistoleros schlüpft. Einem unbestätigten Gerücht zufolge wurde Kurosawa von Dashiell Hammetts Roman „Red Harvest“ (Rote Ernte) inspiriert.


Trailer: Last Man Standing (deutsch)

Ich bin kein Fan von Filmen mit viel Geballere (Walter Hill behind the camera. Ry Cooder on the guitar. Whiskey, Beer, Hookers, Gangs….and oh yeah…..Guns: Bruce Willis), davon gibt es in Last Man Standing reichlich. Wenn mich etwas an diesem Film reizt, dann sind es Stil und Ausstattung, die sich als der große Trumpf von „Last Man Standing“ erweisen. Die edle Art der Kameraführung, der solide Schnitt und das karge Wüsten-Setting begründen eine ansehnliche Atmosphäre. Und natürlich Ry Cooders musikalische Umrahmung: diese fördert dieses atmosphärische Ambiente zusätzlich und rundet ein formal hohes Niveau ab. Hätte auch der Rest des Films diesen beträchtlichen Standard beibehalten können, „Last Man Standing“ wäre ein denkwürdiger Film geworden. So aber bekommt es der Betrachter nur mit einem grundsoliden Action-Western zu tun, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ry Cooder ist bekanntlich der Haus- und Hofkomponist von Filmen des Regisseurs Walter Hill. Auch hier trägt seine Musik viel zur Atmosphäre des Films bei. So werden Bild und Musik zu einer Einheit.


Last Man Standing Composed By Ry Cooder


Ry Cooder – Sanctuary (Last Man Standing)

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

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