Das Gute zahlt sich nicht immer aus

Lieber Weihnachtsmann,

es wird dich sicher verwundern, warum ich dir heute, am 26. Dezember nochmals schreibe.

Ich möchte einfach ein paar Sachen mit dir klären, die auftraten, seit ich dir am Anfang dieses Monats voller Illusionen einen Brief schrieb.

Ich wünschte mir ein Fahrrad, eine elektrische Eisenbahn, ein Paar Inline-Skates und ein Trikot der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Das ganze Jahr habe ich mir richtig Mühe gegeben in der Schule. Ich war nicht nur der Beste in unserer Klasse, nein, ich war der Beste in der ganzen Schule! Und das ist die Wahrheit! Kein anderes Kind in der ganzen Nachbarschaft hat sich so gut benommen wie ich, war nett zu meinen Eltern, meinen Geschwistern und allen anderen. Ich habe sogar älteren Menschen über die Strasse geholfen. Ich kann mir nichts vorstellen, was ich nicht getan habe im Namen der Menschlichkeit.

Du musst echt dicke Eier haben, dass du mir dieses verfickte Jojo, eine dämliche Blockflöte und dieses widerliche Paar Socken unter den Baum gelegt hast!!! Was zur Hölle hast du dir dabei gedacht, du Fettarsch, dass du mich zum Narren gehalten hast, das ganze verfickte Jahr hab ich mir den Arsch aufgerissen, und DAS liegt unter dem Tannenbaum???

Und als ob das noch nicht genug wäre, hast du dem kleinen Drecksack von gegenüber SO VIELE Geschenke gebracht, dass er Probleme hat, sein Haus zu betreten!!!

Eines sage ich dir: Lass dich nächstes Jahr nicht dabei erwischen, wie du versuchst, deinen dicken Arsch durch unseren Kamin zu zwängen! Ich hau dich um!!! Und deine Drecks-Rentiere werde ich mit Steinen beschmeißen, damit sie weglaufen und du ZU FUSS zurück an deinen verkackten Nordpol latschen musst, genau wie ich, weil ich NICHT das Scheiss Fahrrad bekommen habe!!! Und deinen süßen Rudolf werde ich rektal schänden, das rotarschige Rentier!!!

FICK DICH, WEIHNACHTSMANN!!!

Mit freundlichen Grüßen
der kleine Norbert

PS.: Und nächstes Jahr zeige ich dir mal, was BÖSE bedeutet!!!

Gentle Giant: The Advent of Panurge

Gentle Giant sah ich als Vorgruppe von Jethro Tull Anfang 1972 zum ersten, leider auch zum letzten Mal live auf der Bühne. Ich hatte schon zuvor von ihnen gehört und war nach dem Auftritt das, was man wohl begeistert nennt. Okay, Jethro Tull war und ist meine Gruppe. Aber was die Jungs (und hauptsächlich Brüder) auf die Bühne brachten, war norddeutsch untertrieben ’nicht schlecht‘.

    Gentle Giant als Vorgruppe von Jethro Tull 1972

Gentle Giant war eine britische Artrockband mit unverwechselbarem Klangbild. Einflüße von Klassik, Blues, Jazz und Avantgarde prägten dabei den komplexen Sound. Viele Titel haben ihren Ursprung in europäischer Musiktradition und speziell in keltischer Musik. Ausgefallene Arrangements mit einem breiten Spektrum an Instrumenten und fantastische, mehrstimmige Gesangspassagen waren das Markenzeichen von Gentle Giant.

    Gentle Giant

Noch faszinierender als das Arsenal der Instrumente und Stilmittel war die strukturelle Dichte des Geschehens: Diese fünf Rocker hatten offenbar größten Spaß an Kontrapunkt und Polyphonie, gegenläufigen und mehrschichtigen Partituren, ungeraden Metren und ständigen Taktwechseln.

hier weitere Links zu Gentle Giant [1] [2]

Gentle Giant: The Advent of Panurge

Leider sind viele der Scheiben von Gentle Giant nicht mehr erhältlich. Dafür hier ein Stück von der CD Octopus von 1972: The Advent of Panurge


Gentle Giant: Advent of Panurge

Weihnachten bei AlbinZ

Nicht erst, seitdem wir Kinder haben, hat Weihnachten seine kleinen Bräuche bei uns zu Hause. Schon früher feierten wir mit wenigen Ausnahmen den Heiligabend bei uns im kleinen Kreis. Am 1. Weihnachtsfeiertag geht es dann traditionsgemäß nach Bremen zu meinen Verwandten, wofür wir den 2. Feiertag in Tostedt bei meinen Schwiegereltern verbringen.

Zur Adventszeit gehört natürlich das Keksebacken – und ein Adventskranz mit seinen vier Kerzen. Das Haus ist weihnachtlich geschmückt.

Und zu Weihnachten gehört bei uns ein Tannenbaum dazu, der zunächst eher klein ausfiel, in den letzten Jahren aber ’normale‘ Größe erreichte. Dieser ist mit Kugeln und anderen kleinen Dingen geschmückt (aus unserem Schottland-Urlaub haben wir für diese Weihnachten typischen Schmuck mitgebracht: ein Schaf als Engelchen, Weihnachtsmänner mit Schottenrock). Und es brennen echte Lichter an diesem Baum.

    Unser Weihnachtsbaum 2004

Nach dem Abendessen am Heiligabend findet bei uns die Bescherung statt. Als die Kinder noch klein waren, kam natürlich der Weihnachtsmann ins Haus.

Seit einigen Jahren machen wir es ganz spannend: Wir verpacken die Geschenke gleich mehrmals und benutzen dafür hauptsächlich altes Geschenkpapier u.ä. Auf dem ersten Papier kommt der Name dessen, der das Geschenk wirklich erhalten soll. Auf den weiteren ‚Verpackungen‘ können dann die Namen der anderen stehen. Jetzt wird reihum gewürfelt. Wer eine sechs (oder eins) würfelt, der darf sich ein Geschenk mit seinem Namen nehmen und es auspacken. Ist es ein weiteres Mal eingewickelt, so legt er das Geschenk zurück. So geht das, bis alle Geschenke den eigentlich Beschenkten erreichen und von diesem ausgepackt wurden.

Das Mehrfacheinpacken der Geschenke kommt traditionsgemäß aus Schweden: Zum Julfest (Wintersonnenwende) schenkt man sich kleine Sachen (Julklapp), die von unbekannten Gebern einfach in die gute Stube geworfen werden. Diese Geschenke verpackt man auch mehrmals (so kann sich ein zunächst großer Karton am Ende als ganz kleines Geschenk entpuppen).

Wir haben es auch schon einmal so gemacht, dass alle Geschenke im ganzen Haus versteckt wurden. Das ähnelt dem Ostereiersuchen, macht daher den gleichen Spaß.

Traditionelles Essen gibt es eigentlich nicht mehr bei uns. Bei meiner Mutter gab es früher Puter mit Sauerkraut. Jetzt bervorzugen wir eher eine leichte Küche und werden zu Heiligabend auf einem heißen Stein kleine Steaks usw. grillen. An den Feiertagen gehen wir dann voraussichtlich zum Essen.

Und wie feiert ihr Weihnachten?

Werders Jahresbilanz 2005

Wir wollen nicht meckern: Dieses Jahr brauchte zwar einige Enttäuschungen für den hartgesottenen Werder-Fan: Das eher unrühmliche Ende in der Champions League im Achtelfinale gegen Olympique Lyon (0:3 und 2:7), dann im April auch das Ende im DFB-Pokal-Halbfinale auf Schalke im Elfmeterschießen.

Wer hätte aber gedacht, dass Werder Bremen am Ende doch noch den 3. Platz in der Bundesliga belegt und damit die Qualifikation zur Champions League schafft, die dann über den FC Basel zum FC Barcelona führte. Okay, eine Meisterleistung war es nicht, was die Mannschaft in der Gruppenphase bot. Aber es reichte, um im nächsten Jahr wieder im Achtelfinale zu stehen – gegen Juventus Turin, ein schweres, aber nicht unlösbares Los.

Die Hinrunde in der Bundesligasaison 2005/2006 zeigte eine angriffslustige Elf, in der Miroslav Klose zu einer glanzvollen Leistung auflief. Schade, dass es zuletzt gegen den HSV nur zu einem 1:1-Unentschieden reichte, denn in der ersten Halbzeit zeigte Werder sein ganzes Können. Oder eben doch nicht: Denn es wurden einfach zu viele Möglichkeiten ausgelassen (u.a. der Elfer von Micoud, der seinen Fehler immerhin durch ein blitzsauberes Freistoßtor korrigierte).

17. Spieltag. 1:1 gegen den HSV
Nach dem 1:1 gegen den HSV: Leicht belämmert
Jubelnde Fans des SV Werder Bremen
Auch 2006 soll wieder gejubelt werden

Etwas Pech hatte man bei den drei Niederlagen in Gladbach, München und auf Schalke. Da war mehr drin. Aber es kann eben nicht immer alles rundlaufen. Im DFB-Pokal dagegen klappte es und nach dem 4:1-Sieg gestern bei Hannover 96 – es war schon ein denkwürdiges Spiel (4 Tore in den letzten 7, 8 Minuten) – ist man weiterhin im Rennen. Am 24. oder 25. Januar 2006 geht ’s dann auf den Kiez nach St. Pauli, also ein weiteres Nord-Derby für Werder.

Man darf gespannt sein, wie es im nächsten Jahr weitergeht: Der Meisterschaftszug, so fürchte ich, ist zugunsten der Bayern abgefahren. Die mögen zwar immer wieder schwächeln. Aber das Glück, das die haben, fehlt der Mannschaft von Werder Bremen leider zu oft. Platz zwei oder drei sollte aber erreichbar sein – und vielleicht geschieht ja doch ein kleines Fußballwunder!

Immerhin: Werder bewies auch in diesem Jahr, dass sie vorn mitspielen kann. Und wenn man es endlich packt, die volle Leistung aufs Spielfeld zu bringen, dann kann man auch den Großen ein Bein stellen – z.B. gegen Juventus Turin! Warten wir es ab …

Weihnachtsfrauen

Männer mit langen, weißen Bärten in einer roten Montur mit dem Sack auf dem Rücken und der Rute in der Hand … Weihnachten hat sicherlich etwas Besinnliches. Aber von Erotik keine Spur. Der Duft von Kerzen und Nadelgrün besänftigt die Sinne eher und ’stacheln‘ diese weniger an. Aber im Zeitalter der Gleichberechtigung drängen zunehmend Frauen in den bisher der Männerwelt vorbehaltenen Beruf des Weihnachtsmannes: Die Weihnachtsfrau erobert die Welt – weniger die Kinderzimmer, eher die vorweihnachtlichen Herrenabende …

Weihnachtsfrau Weihnachtsfrau Weihnachtsfrau
Weihnachtsfrau Weihnachtsfrau
Weihnachtsfrau  Weihnachtsfrau Weihnachtsfrau
Weihnachtsfrau Weihnachtsfrau

Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Ein Unfall – so beurteilt die Kopenhagener Polizei den Tod des kleinen Isaiah. Der Eskimojunge ist vom Dach eines Mietshauses in den Tod gestürzt. Für seine mütterliche Freundin Smilla aber liegt der Fall anders. Die Tochter einer Robbenjägerin und eines Arztes stammt aus Grönland. Ihr Volk kennt 100 Wörter für Schnee. Smilla arbeitet als Gletschermorphologin und kann Eiskritalle bestimmen. Nun liest sie Isaiahs Fußspuren auf dem verschneiten Dach und erkennt, dass der Junge ermordet worden ist. Unterstützt von ihrem rätselhaften Nachbarn Peter forscht sie nach und kommt einer Firma auf die Spur, die vor Jahren im ewigen Eis Experimente durchführte.

aus TV Movie Nr. 25/2005

    Smilla im Schnee

Der Film (Smilla’s Sense of Snow – D/DK/S 1997 – Regie: Bille August – mit Julia Ormond) entstand nach dem Roman des dänischen Schriftstellers Peter Høeg. Dieser ist 1992 im Original unter dem Titel „Frøken Smillas fornemmelse for sne“ erschienen und machte den Autor über Nacht weltweit gerühmt.

Heute um 20 Uhr 15 wird der Film bei kabel Eins wiederholt.

Ein Volk, das im ewigen Winter lebt, sieht und bezeichnet viele Details des Schnees. Tatsächlich benennen die Inuit (wie sich die Eskimos nennen) die weiße Pracht nach ihren Eigenschaften:

Es gibt u.a. Wörter für leichten Schnee („katiksunik“), rieselnden („gana“) und schmelzenden Schnee („auksalak“). Zudem unterscheiden die Inuit Schnee nach ihrer Beschaffenheit – genauer, als unsere Bezeichnungen „Schneematsch“ („massak“) und „Pulverschnee“ („nutagak“). Eine Besonderheit der Inuit-Sprache ist es, einen Sachverhalt mit einem Wort zusammenzufassen, wie: Schnee, der hoch liegt (z.B. auf Bäumen) und herunterfallen kann – kurz: „mavsa“.

„Kannik“ bedeutet „Schneeflocke“, „kiksrukak“ „glatter Schnee“, kaiyuglak „Schnee mit gerippter Oberfläche“, „akillukkak“ „weicher Schnee“. Einfach „Schnee“ heisst aber „apun“, der „erste Schneefall“ „apingaut“.

Lexikon des Schnees (englisch)
Schnee der Eskimo (Inuit)
Zur Schrift der Inuit

DaimlerChryler: Was brauchen wir noch Arbeitsplätze …

Der neue Chef von DaimlerChrysler, Dieter Zetsche, plant den Abbau von 16.000 Arbeitsplätzen, um durch die Senkung der Personalkosten den Gewinn des Unternehmens kräftig zu erhöhen. Ein wirklich schönes Weihnachtsgeschenk für den Kapitalseigner. Fragt man sich nur, wozu das Unternehmen eigentlich noch Arbeitskräfte braucht. Ach so, die schrauben die Autos zusammen …

    Zielscheibe: Dieter Zetsche

Sehnt sich da einer nach der ‚bleiernden Zeit‘ zurück …?!

siehe: zdf.de

Wintereinbruch = Chaos bei der Bahn

Mit jedem Fahrplanwechsel wie jetzt zum 11. Dezember 2005 geht bei der Deutschen Bahn AG (DBAG) immer wieder Wirrwarr bei der Zugabfertigung einher, der zu entsprechenden Verspätungen führt. Kommt dann noch der Wintereinbruch hinzu, dann ist das Chaos vorprogrammiert.

Ich persönlich bin bis jetzt zwar halbwegs verschont geblieben (was schon erstaunlich ist), aber für andere wurden die Wirren bereits zum Horror. Und jetzt zeigt sich, dass auch der u.a. zwischen Hamburg und Bremen verkehrende Metronom nicht gegen Lokschäden u.ä. gefeit ist.

    Der Metronom - Hamburg Hbf

So verspätete sich der Metronom am 14.12. von Hamburg (Abfahrt 18 Uhr 16) nach Bremen um rund 30 Minuten, weil eine Tür anscheinend defekt war. Und heute, am 19.12., bliebt der Metronom mit Abfahrt um 5 Uhr 15 aus Hamburg nach Bremen in Buchholz/Nordheide wegen Lokschaden liegen.

Hierzu sollte man wissen, dass die metronom Eisenbahngesellschaft mbH seit dem 14.12.2003, also seit zwei Jahren, von der DBAG die Strecken Hamburg-Bremen und Hamburg-Uelzen übernommen hat. Seit dem 11.12.2005 werden jetzt auch die Strecken Uelzen-Hannover und Hannover-Göttingen bedient, was einer Kapazitätssteigerung um nahezu 100 % entspricht. Hierzu wurden auch acht neue Züge in Einsatz gebracht. Ich kann mich dabei leider des Eindrucks nicht erwehren, dass sich das Unternehmen verstärkt um die neuen Strecken ‚bemüht‘, geht es darum, neue Kunden an Bord zu ziehen. Bei einer solch großen Expansion des Unternehmens müssen aber an anderer Stelle Abstriche in Kauf genommen werden – sollte sich das etwa auf die Strecke Hamburg-Bremen beziehen?

Noch mehr Weihnachtsmänner

Nach der ersten Lieferung an Weihnachtsmännern fehlte bisher für das Jahr 1996 noch einer. Ich habe etwas in meinen alten Videobändern gekramt und dann endlich die Aufnahmen vom berühmt-berüchtigten Weihnachtsmann 1996 gefunden: Zum Heiligen Abend des Jahres 1996 hatten wir keinen Weihnachtsmann für unsere Kinder gefunden. Da meinte mein Großer: „Dann kannst du ja der Weihnachtsmann sein!“.

    Weihnachtsmann 1996

Viel Spaß mit dem Video. Übrigens: Im Vorspann gebe ich zunächst dem Nachwuchs eine Chance. Mithin: Frohe Weihnachten! Und viele Grüße an all die Weihnachtsmänner dieser Welt!

Video: AlbinZ als Weihnachtsmänner 1996