Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Hitchcock (2012)

Hitchcock ist eine Filmbiografie von Sacha Gervasi aus dem Jahr 2012. Das Drehbuch basiert auf der Biografie „Alfred Hitchcock and the Making of Psycho“ von Stephen Rebello. Der Film spielt während der Entstehung des Filmes Psycho und legt einen entscheidenden Fokus der Geschichte auf die Beziehung von Alfred Hitchcock zu seiner Frau Alma Reville während dieser Zeit (Quelle: de.wikipedia.de)

    Hitchcock (2012)

Der einflussreichste Filmemacher des vergangenen Jahrhunderts, Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins), steckt mitten in den Vorbereitungen zu seinem späteren Meisterwerk „Psycho“ mit Janet Leigh (Scarlett Johansson), Vera Miles (Jessica Biel) und Anthony Perkins (James D’Arcy). Ihm zur Seite steht seine Ehefrau und Partnerin Alma Reville (Helen Mirren), die nicht jede Entscheidung ihres Mannes befürwortet, ihn aber dennoch vollends unterstützt. Die Filmbranche ist skeptisch gegenüber dem neuen Projekt und versagt die Finanzierung. Der inzwischen 60-jährige Filmemacher wird von einigen Produzenten für zu alt und sein Projekt für nicht gut genug gehalten. Hitchcock ist jedoch dermaßen überzeugt von dem Drehbuch, dass er selbst für die Kosten der Produktion aufkommen möchte.

aus: filmstarts.de


Hitchcock (2012)

Der 1980 verstorbene Alfred Hitchcock ist der wahrscheinlich berühmteste Filmemacher der Geschichte. Kaum ein Regisseur hatte mehr Hits, kaum einer drehte mehr Klassiker und kaum einer verstand sich so gut auf die Vermarktung seiner Filme und seiner Person wie der korpulente Brite. Der Name Hitchcock wurde zur eigenen Marke und das ließ sich der „Master Of Suspense“ vor allem im TV versilbern. Verwunderlich ist es, dass es bis 2012 dauerte, bis Hitchcock selbst zur Filmfigur wurde.

    Alfred Hitchcock – Psycho (1960)

Ohne Alfred Hitchcock könnte ich mir die Filmwelt kaum vorstellen. Unvergessen sind dabei seine zahlreichen Cameo-Auftritte, meist ziemlich am Anfang des Films, wie z.B. in Über den Dächern von Nizza.

    Cameo-Auftritt von Hitchcock - rechts neben Cary Grant

Interessant an dem Film über Hitchcock finde ich besonders die Rolle, die seine Frau in seinem Leben gespielt hat und die überzeugend von Helen Mirren dargestellt wird. Nach dem Motto, hinter einem starken Mann steckt eine starke Frau, erfahren wir hier, wie wichtig seine Frau Alma für Hitchcock war, auch wenn es ohne Eifersüchteleien nicht abging. Aufschlussreich finde ich auch die Tatsache, dass Hitchcock sich nicht nur mit Produzenten um die Finanzierung seiner Filme schlagen musste, sondern reichlich Kämpfe mit der Zensur in den USA auszustehen hatte. Was heute vielen selbstverständlich erscheint, das war es vor 50 Jahre noch lange nicht. Vielleicht etwas zu kurz kam sein eigentümlicher Humor, der ihm ohne Zweifel zu eigen war.

Es ist kein aufregender, gar nervenzerreibend spannender Film a la Hitchcock. Es ist ein Film ÜBER Hitchcock, der uns das Regiegenie etwas näher bringt: durchaus aufschlussreich, durchaus unterhaltsam.


Hitchcock (2012) – längerer Ausschnitt

Übrigens: In seinem Film Dressed to Kill (1980) bezieht sich Brian De Palma ganz offen zu Hitchcocks Psycho-Film. Es ist gewissermaßen das Pendant zu Hitchcocks Film aus dem Jahre 1960.

Joan Armatrading: The Key (1983)

Ein ‚Markenzeichen’ von Joan Armatrading war ein an einer Kette um ihren Hals baumelnder Schlüssel. Es soll sich dabei um den Schlüssel zu ihrer Wohnung gehandelt haben. Wenn sie auf Tour war, fürchtete Joan, diesen Schlüssel irgendwo zu verlegen oder gar zu verlieren. So trug sie ihn um den Hals. Dieses Markenzeichen gab dann dem achten Studioalbum von ihr, das 1983 erschien, den Namen: The Key.

Nun The Key war wieder sehr erfolgreich – kam in Großbritannien auf Platz 10 der Album Charts und auf Platz 32 in den USA. Die ausgekoppelte Single Drop the Pilot erreichte Platz 11 der UK Single Charts und hielt sich dort 10 Wochen unter den Top 40. Außerdem war Joan Armatrading 1984 für den Grammy als beste weibliche Rock Vocal Performance nominiert – bzw. das Album für den Grammy Best Album Package. Immerhin!

    Joan Armatrading: The Key (1983)

Aufgenommen wurde das Album in den Townhouse Studios in Shepherd’s Bush, London, in den Polar Studios in Stockholm und zwei Lieder in New York. Wie beim Album Walk Under Ladders (1981) war wieder Steve Lillywhite der Produzent. Da die Plattenfirma meinte, dass Album wäre nicht kommerziell genug, wurde Joan Armatrading angehalten, zusätzliches Material zu schreiben. So komponierte sie die Lieder „Drop The Pilot“ und „What Do Boys Dream“, welche dann auch separat in New York von Val Garay produziert wurden. Hierfür wurden dann auch völlig andere Musiker ins Studio geholt.

Es war wieder unverkennbar ein Album seiner Zeit. Joan Armatrading hatte sich erneut dem Musikgeschmack der 80er Jahre angepasst oder anpassen müssen, denn unverkennbar wurde sie von ihrer Plattenfirma zu einer kommerzielleren Ausrichtung gezwungen. Ich denke, sie versuchte ihr damals Bestes zu geben und bediente sich wieder unterschiedlichster Musikstile, die damals mehr oder weniger populär waren – bis hin zum Punk, mehr aber nach meinem Dazuhalten war es New Wave. Um es gleich zu sagen: Trotz (und eher gerade wegen) des kommerziellen Erfolges der Platte ist sie nach meinem Geschmack neben Me Myself I (1980) eine der schlechtesten Scheiben von Joan Armatrading.

Trackliste des Albums:
(alle Lieder wurden von Joan Armatrading komponiert)

Seite 1:
1. „(I Love It When You) Call Me Names“ 4:23
2. „Foolish Pride” 3:16
3. „Drop The Pilot“ 3:41
4. „The Key“ 4:01
5. „Everybody Gotta Know“ 3:48

Seite 2:
1. „Tell Tale“ 2:31
2. „What Do Boys Dream“ 2:55
3. „The Game Of Love“ 3:34
4. „The Dealer“ 3:19
5. „Bad Habits“ 3:43
6. „I Love My Baby“ 3:29

Das Album beginnt mit einem für mich reichlich nervigen Bass. Und die Keyboards piepsen wie wir es auch von Lieder der neuen deutschen Welle her kennen. Ich hab das Lied ‚gewogen’ und für zu leicht befunden (‚seicht’ wäre fast noch richtiger). Das Gitarrensolo am Schluss spielt Adrian Belew, der u.a. durch die Progressive-Rock-Band King Crimson bekannt wurde, u.a. auch schon einmal bei Frank Zappa gespielt hatte. Bei King Crimson spielte u.a. auch der Bassist Tony Levin. Auch hier kann ich nur mein Empfinden beim Hören wiedergeben: Das Solo klingt wie quietschende Reifen. Aber hört selbst:


Joan Armatrading – (I Love It When You) Call Me Names

Das zweite Stück wird gestimmt durch Bläsersätze, echten Bläsern, also nicht aus dem Keyboard gequetscht. Man kann das Lied mögen oder nicht. Fatal finde ich hier das auf dünn getrimmte Stimmchen von Joan Armatrading, wie überhaupt auf einigen Stücken dieser Scheibe ihre eigentlich dunkle (tiefe) Stimme ohne die kleinen Brüche und Kiekser auskommt und dafür fast mädchenhaft hell, aber eben auch ausdruckslos klingt.


Joan Armatrading – Foolish Pride (Original)

Das dritte Lied „Drop the Pilot“ war auch als Single erfolgreich. Man hört schnell, warum: Es ist eingängig und von den ersten vier Liedern der Scheibe das, was mir noch am besten gefällt (was nicht ungedingt für dieses Lied spricht, eher gegen die drei anderen):


Joan Armatrading – Drop the Pilot (live)

Mit den 80-er Jahren kamen auch die Videoclips … So entstand auch für “Drop the Pilot” ein Videoclip:

Drop The Pilot from Joan Armatrading on Vimeo.

Joan Armatrading – Drop the Pilot (Videoclip)

Es folgt der Titelsong: Viel fällt mir dazu nicht ein. Hier verwurstelt Joan Armatrading Reggae mit New Wave-Elementen, es klingt teilweise wie ein Kinderlied (beschränkt auf eine pentatonische Tonleiter). Und wieder nervt ein piepsiges Keyboard (in früheren Zeiten sprachen wir da nicht mehr von Organisten, sondern Onanisten, die sich gewissermaßen an ihrem Instrument selbst befriedigten). Oh, Joan …


Joan Armatrading – The Key

Es kann nur besser werden – und wird es dann auch mit dem letzten Lied der ersten Seite (damals gab es bei LPs ja noch zwei Seiten): Ein langsames Stück, das wirklich nach Joan Armatrading klingt, wenigstens so, wie ich sie mag …:


Joan Armatrading – Everybody Gotta Know

Die zweite Seite beginnt mit einem Lied, in dem wieder Bläser zum Einsatz kommen. Ansonsten reißt es mich nicht vom Hocker.


Joan Armatrading – Tell Tale

Was Jungs träumen interessiert mich nur am Rande. Immerhin gibt uns Joan keine direkte Antwort, sondern kommt mit Fragestellungen daher (Do boys dream about …?). Das Lied ist in New York aufgenommen worden, noch etwas kommerzieller ausgerichtet als die anderen Stücke. Und so wurde dazu auch ein Videoclip gedreht … Immerhin lässt sie Joans Stimme hier hören:


Joan Armatrading – What Do Boys Dream

Die restlichen vier Lieder sind leider nicht bei Youtube etc. zu haben. „The Game of Love“ (unnötig aufgepeppt und eigentlich eher langweilig) und „The Dealer“ (im Endeffekt auch nur leichte Kost) kann man vergessen. „Bad Habits“ ist dann eher schon ein Höhepunkt der Scheibe, denn das Stück rockt richtig und klingt für mich stilistisch etwas wie Little Village, der von Ry Cooder mit John Hiatt (Gesang, Gitarre, Klavier), Nick Lowe (Bass) und Jim Keltner (Schlagzeug) gegründeten Gruppe. Hörenswert ist auf jeden Fall das Saxophonsolo und zuletzt das witzige Gitarrensolo.

Am Schluss dann wieder wie bei all ihren letzten Scheiben ein langsames Lied: „I Love my Baby“ – das wäre okay, wäre nicht schon wieder das quiekende Keyboard. Ich denke, dass das eine oder andere Lied sich retten ließe, wenn man diese anders arrangieren würde. Aber wie gesagt: dies Album ist ein Zeugnis seiner Zeit, den 80-er Jahren.

Jetzt werden sich viele fragen, warum ich eigentlich bei diesem Fast-Verriss ein Joan Armatrading-Fan bin?! Ich habe mir am letzten Wochenende die Rockpalast-DVD von Joan mit dem Konzert aus dem Jahr 1979 angehört/angesehen. Das war damals die Joan, die mich begeistert hat. Die 80-er Jahre, und das gilt nicht nur für Joan Armatrading, auch Jethro Tull produzierten nach meinen Geschmack viel Unerträgliches in dieser Zeit, waren nicht meine Jahre. Das konnte mit dem dann folgenden Jahrzehnt nur besser werden (aber soweit sind wir bei der Betrachtung und Belauschung von Joan Armatradings Diskografie noch nicht).

The Stratosphere Girl (2004)

Stratosphere Girl ist ein Film aus dem Jahr 2004 in der Regie von Matthias X. Oberg, der auch das Drehbuch schrieb. In der Hauptrolle spielt das belgische Ex-Model Chloé Winkel. Soweit ich sehen konnte, ist es auch ihre einzigste Filmrolle. In einer Nebenrolle als Papa-san ist übrigens Burt Kwouk zu sehen, den viele vielleicht als Cato aus den Inspektor Clouseau-Filmen (Der rosaroter Panther) mit Peter Sellers kennen.

    The Stratosphere Girl – mit Chloé Winkel

Die 18jährige Angela (Chloé Winkel) ist begeisterte Comic-Zeichnerin und entdeckt ihre Faszination für Mangas. Nach dem Abitur soll sie in der Steuerkanzlei ihres Onkels arbeiten, was ihr nicht behagt. Da setzt ihr Yamamoto, der nette japanische DJ auf der Abifete, den Floh ins Ohr, doch einfach nach Tokio zu fliegen und dort in einem Club als Hostess zu arbeiten. In Tokio angekommen findet sie Unterkunft bei Monika, einer Bekannten Yamamotos, die mit einigen Mit-Hostessen in einem schuhschachtelgroßen Appartement eine WG führt. Auch klappt es nach Anlaufschwierigkeiten mit dem Job in einem Club, in dem sich japanische Geschäftsmänner nach einem langen Arbeitstag in weiblicher Gesellschaft entspannen. Durch ihren Lolita-Charme ist Angela erfolgreich, was bei den anderen Hostessen zu Neid und Missgunst führt. Da findet Angela schon mal in ihrer Nudelsuppe eine Glasscherbe.

Durch Zufall entdeckt Angela, dass Larissa, ein russisches Mädchen, das auch mal in Monikas WG gelebt und im gleichen Club gearbeitet hat, verschwunden ist und polizeilich gesucht wird. Angela wittert ein Verbrechen und vermutet, dass Kruilman, ein europäischer Kunde, in die Sache verwickelt ist. So berichtet Ella von einer seltsamen Party bei einem japanischen Millionär, nach der Larissa nicht mehr gesehen worden sei. Angela beschließt, den auf Besuch in der Heimat befindlichen Yamamoto ins Vertrauen zu ziehen, allein, es fehlen die Beweise …


The Stratosphere Girl (2004)

Regisseur M.X. Oberg (UNDERTAKER’S PARADISE) fügt in STRATOSPHERE GIRL inhaltlich und formal spielerisch europäische Filmkultur und japanische Comic-Ästhetik zu einem faszinierenden Mystery-Thriller zusammen. Das unterkühlte und zugleich fesselnde Spiel von Newcomerin und Ex-Model Chloé Winkel, die hypnotischen Jazz-Klänge von Nils Petter Molvaer und die eindringlichen Comic- und Film-Bilder verdichten sich gemeinsam zu einer düsteren und doch unbeschwerten Vision über das Erwachsenwerden, die Macht der Fantasie und das Eintauchen in eine fremde Kultur. (Quelle: thalia-potsdam.de)

Unweigerlich erinnerte mich der Film an zwei andere Filme, die ein knallbuntes, neonbeleuchtetes Tokio als Hintergrund haben: Lost in Translation und in gewisser Hinsicht Enter the Void, denn auch hier werden die Grenzen zwischen verwirrend düsterer Traumwelt und einer kühlen Realität ausgelotet. Engelsgleich führt uns Angela (Chloé Winkel) in eine Welt, in der der von ihr gezeichnete Bilderkosmos mit der vor wildesten Eindrücken überschäumenden Welt Tokios verschmelzen. Mögen hier vielleicht auch eher die Wunschvorstellungen des Regisseurs als die Tagträume einer jungen Frau bildhaft umgesetzt sein, mag hier auch mit Klischees gearbeitet worden sein, was japanische Männer betrifft. Lohnenswert ist der Film auf alle Fälle, auch wenn das Happyend eher störend wirkt. Er ist kunstvoll und einfallsreich und hat eine ganz besondere, eigene Atmosphäre Stratosphäre.

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Alle Herr der Ringe-Fans mögen mir verzeihen, aber Tolkiens Roman-Trilogie Herr der Ringe habe ich nie gelesen, dafür immerhin alle drei Filme der Trilogie Herr der Ringe gesehen. Nur in diesem Blog (in dem ich sonst über fast alles schreibe, was ich auch ‚gucke’) habe ich die Filme (fast) unterschlagen …

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (im Original The Hobbit: An Unexpected Journey) ist ein neuseeländischer Fantasyfilm von Regisseur Peter Jackson und der erste Teil einer dreiteiligen Verfilmung des Romans Der Hobbit von J. R. R. Tolkien aus dem Jahr 1937 – übrigens einem Kinderbuch.

Nochmals hat sich also Regisseur Peter Jackson eines Tolkien-Stoffes angenommen und noch einmal werden in drei überlangen Spielfilmen Hobbits, Zauberer, Orks, Zwerge u.v.a. in Mittelerde lebendig. Der Film spielt sechzig Jahre vor Tolkiens ‚Der Herr der Ringe’.

    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Der Hobbit erzählt von der Reise Bilbo Beutlins, der an die langwierige Aufgabe gerät, das verlorene Zwergenkönigreich vom Einsamen Berg zurückzugewinnen, das vom Drachen Smaug erobert wurde. Der Zauberer Gandalf stellt Bilbo unerwartet eine Gruppe von dreizehn Zwergen zur Seite, angeführt vom legendären Krieger Thorin Eichenschild. Ihre Reise bringt sie in die Wildnis, durch unheimliche Länder mit Orks, tödlichen Wargen, riesigen Spinnen, Formwandlern und Zauberern. Bilbo Beutlin trifft zudem auf Gollum und gelangt in Besitz seines „kostbaren“ Rings, eines schlicht aussehenden Goldrings, der einst von Sauron geschmiedet wurde und von dem das Schicksal ganz Mittelerdes abhängt.


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Freunde der Herr der Ringe-Filme wird’s freuen, einen Nachschlag zu bekommen. Aber manchmal ist ein Mehr eher ein Zuviel. Und bedenkt man, dass dieser Film erst der erste von drei Teilen ist, dann ist es des Guten wirklich zuviel. Sicherlich gelingt Jackson auch hier wieder ein bildgewaltiges Epos, die grandiosen Landschaftsbilder sind beeindruckend, besonders wenn man den Film im Großformat (z.B. wie ich via Beamer und in 5.1-Ton) betrachtet. Klar, die Ausstattung ist wieder vom Feinsten, die Figuren sind gelungen, besonders die Zwerge können gefallen. Aber irgendwie hat man das in ‚Herr der Ringe’ schon z.T. besser gesehen. Und die Geschichte ist nicht so viel anders.

Natürlich ist der Film trotz seiner über zwei ein halb Stunden Länge unterhaltsam. Wer solche Filme mag, der wird sich selbst an diesem Film nicht satt sehen können und die weiteren zwei Teile sehnsuchtsvoll erwarten. Der Film ist nun einmal Popcorn-Kino par excellence.

Melissa Etheridge: Message to Myself

Rosa Schleife - Symbol der Solidarität mit an Brustkrebs erkrankten Frauen

In Deutschland ist das Mammakarzinom mit einem Anteil von 32 % aller Krebsneuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede achte bis zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Und von diesen Frauen sind es wiederum etwa zehn Prozent, die erneut an Brustkrebs erkranken (Rezidiv).

Im Oktober 2004 gab die Sängerin Melissa Etheridge bekannt, dass sie an Brustkrebs erkrankt sei. Sie unterzog sich erfolgreich mehreren Operationen und einer Chemotherapie und teilte im Frühjahr 2005 mit, dass sie die Krankheit überstanden habe. 2007 verarbeitete sie ihre Krebserkrankung im Song „Message to Myself“.

Ich widme dieses Lied den Frauen, die die Tortur von Operation, Chemo- und Strahlentherapie durchmachen müssen … Und ich widme es meiner Frau, die ein zweites Mal an Brustkrebs, einer anderen Variante als beim ersten Mal, erkrankt ist. Du sollst wissen, dass du geliebt wirst. Und auch dieses Mal wirst du es durchstehen, wir sind an deiner Seite!

Message to Myself

I’m sending out a message to myself
So that when i hear it on the radio
I will know that I am fine
I will know that I am love

I warned myself of the blackness in my chest
The razors in my heart would never rest

It’s funny how you find just what you seek
Love is what you get,
When love is what you speak

I’m sending out a message to myself
So that when I hear it on the radio
I will know that I am fine
I will know that I am love

I made every choice along the way
Each day I spent in hell, I chose to stay

It’s funny what you fear can make you weak
Truth is what you get,
When truth is what you speak

I’m sending out a message to myself
So that when i hear it on the radio
I will know that I am fine
I will know that I am love

So if you are listening
I am just passing thru
You can take some for yourself
Cuz it works that way too

Sha, la, la, la, la, la, la, la, la, la
Sha, la, la, la, la, la, la, la, la, la
I will know that I am fine
I will know that i am love

I’m sending out a message to myself
So that when i hear it on the radio
I will know that I am fine
I will know that i am love

dt. Übersetzung

Ich schicke mir selbst eine Nachricht, damit ich,
wenn ich sie dann im Radio höre, weiß,
dass es mir gut geht und dass ich geliebt werde.

Ich warne mich selbst vor der Dunkelheit in meiner Brust,
denn die Rasiermesser in meinem Herzen machen niemals Pause.
Es ist schon komisch, dass man genau das findet, was man sucht.
Wenn du Liebe gibst, wirst du auch Liebe bekommen.

Ich schicke mir selbst eine Nachricht, damit ich,
wenn ich sie dann im Radio höre, weiß,
dass es mir gut geht und dass ich geliebt werde.

Ich habe alle meine Entscheidungen bisher selbst getroffen.
An jedem Tag, den ich in der Hölle verbracht habe, habe ich entschieden zu bleiben.
Es ist schon komisch, dass einem das, was man fürchtet, krank machen kann.
Wenn du die Wahrheit sagst, wirst du auch die Wahrheit erfahren.

Ich schicke mir selbst eine Nachricht, damit ich,
wenn ich sie dann im Radio höre, weiß,
dass es mir gut geht und dass ich geliebt werde.

Wenn du gerade hörst, was ich im Moment durchmache,
kannst du auch etwas für dich selbst rausziehen,
denn dafür eignet sich diese Nachricht genauso gut.

Sha la la la la la la la la la
Sha la la la la la la la la la
Ich weiß, dass es mir gut geht.
Ich weiß, ich werde geliebt.


Sean Mayes: Joan Armatrading – A Biography – Introduction

Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch ist ein Buch … – in Abwandlung von Gertrude Steins Rosen-Sentenz aus dem Sacred Emily-Poem. „Things are what they are” – Dinge sind, was sie sind. Und so ist ein eBook eben kein wirkliches Buch, nichts Handfestes, Greifbares, notfalls sogar etwas jemand an den Kopf Werfbares (man müsste schon den eBook-Reader oder das Tablet werfen). Nein, ein Buch, ein wirkliches Buch, ist ein Buch. Notfalls kann man es auch für andere Zwecke als zu denen des Lesens benutzen (wenn der Tisch wackelt zum Unterstellen – auch wenn’s eher ein Heft als ein Buch sein müsste).

Aber ich schweife gehörig ab und sollte zum eigentlichen Thema kommen. Wenn schon einmal abgeschweift, bleibe ich es noch EINEN Augenblick. Die Rosen, die Rosen, die Rosen, die Rosen sind (um es einmal anders auszudrücken) inspirierten Umberto Eco zu seinem Mittelalter-Roman Der Name der Rose, den ich mir gerade zu Gemüte führe (dazu später mehr …). Aber jetzt ist genug.

Es geht (wieder einmal, ich weiß) um Joan Armatrading. Erwähnt habe ich es bereits mehrmals. Schon 1990, da war Joan Armatrading noch keine 40 Jahre alt, erschien über sie eine Biografie, auf die sich besonders die Verfasser der englischsprachigen Wikipedia-Artikel über Joan und ihre Alben beziehen: Joan Armatrading – A Biography von Sean Mayes.

Ich habe das Buch für gerade einmal 4 € 49 (davon entfielen allein 3 € auf Versandkosten) in diesen Tagen gekauft. Es ist gut erhalten und ich habe natürlich auch schon einen ersten (und zweiten) Blick hineingeworfen. Allein die Fotos sind das Geld wert.

Sean Mayes: Joan Armatrading - A Biography (1990)

Sean Mayes: Joan Armatrading - A Biography (1990)

Sean Mayes: Joan Armatrading – A Biography (1990)

… und das Buch stammt, wie man sieht, aus einer Bibliothek in Schottland, genauer aus dem East Lothian District, das ist östlich von Edinburgh. Nun ‚geklaut’ wurde das Buch nicht, sondern ist ‚withdrawn’, also nach sieben Ausleihen ausrangiert worden – und über diverse Umwege, so vermute ich einmal, jetzt in meinem Bücherschrank gelandet (‚neu’ ist das Buch wohl schon lange nicht mehr erhältlich).

Sean Mayes: Joan Armatrading - A Biography (1990)

So können Bücher in ihrer ‘analogen’ Ausprägung neben ihrem eigentlichen Inhalt auch noch weitere Geschichten erzählen. Manche Schmauchspur verrät etwas von vorherigen Lesern (es muss nicht gerade eine ‚Speisekarte’ sein – vielleicht ein Rotweinfleck oder die Sabberspur eines Pfeifenrauchers). Und wer wie ich ohne Randmerkungen per Bleistift selten auskommt, ergänzt ein Buch gewissermaßen auch in literarischer Hinsicht. Es lohnt sich oft schon, in den Antiquariaten dieser Welt zu schauen. Da findet sich mancher Schatz (manche Erstausgabe). Und wenn der Preis stimmt, dann greife ich schon einmal zu (außer das Buch ist allein aus hygienischen Gründen, siehe ‚Speisekarte’, nicht mehr zu gebrauchen).

Sean Mayes: Joan Armatrading - A Biography (1990) - Introduction

Aber nun doch schon etwas zum Inhaltlichen (sehr weit bin ich noch nicht gekommen). In einer Einleitung (Introduction) steht Folgendes (natürlich auf Englisch, eine deutsche Ausgabe der Biografie hat es nie gegeben):

„Over the years Joan Armatrading has producted albums of never-failing inspriration and quality. Her LPs go gold, her concerts sell out and her songs – such as ‘Love And Affection’, ‘Willow’ and ‘Drop The Pilot’ – have become lasting anthems.

There is courage in Joan’s writing and courage in the way she has changed from shy, nervous performer into the confident star with a radiant smile who inspired love and affection from seventy thousand people at the Nelson Mandela concert. She is a guitarist of breathtaking originality, and a singer whose voice goes straight for the heart. Her songs show both vulnerability and great personal strength, intimate yet universal. Short on ‘he’ and ‘she’ but long on ‘you’ and ‘me’, they appeal to both sexes equally, saying the things we should like to be able to say, but with greater perception, sensitivity and poetry than most of us can ever hope to command.

What is the source of this understanding? Were these songs wrought from intense personal experience? Here the smile fades, the shutters come down. Joan is simple not telling.

This is the first biography of the enigmatic and fascinating star. Joan Armatrading is not, it must be said, the easiest subject. ‘Joan Armourplating’ – ‘the Greta Garbo of pop’ – Joan is the most reclusive and secretive of individuals. The book was nearly called “A Very Private Person’. […]”

Also Joan Armourplating, die Panzerplattenbewehrte … Um es gleich zu sagen (und damit zu wiederholen): Diese Biografie ist von Joan Armatrading nicht ‚abgesegnet’ worden. Auf Fragen über ihr Privatleben sagte Joan fast stereotyp am Ende von Interviews: „You kept asking me questions about myself – you should have asked about my music.“ Sean Mayes, selbst Musiker, hat so versucht, seine Begeisterung für Joan möglichst auf die Sicht eines Musikers zu beschränken. Allein das ruft Begeisterung genug hervor. Und da Joan, die sich von einer schüchtern, nervösen Darstellerin zum selbstbewussten Star mauserte, ansonsten verschlossen (panzerplattenbewehrt) ist, sich als eine sehr private Person ausgibt, musste der Autor andere fragen, Mitmusiker, für die ersten Jahre ihre damalige Freundin Pam Nestor.

Ich unterstelle dem Autor genügend eigene Wahrnehmungsfähigkeit, Sensibilität und poetischen Geist, um das aufschlussreiche Porträt einer gegnadeten Künstlerin zu zeichnen und freue mich auf die weitere Lektüre. Dazu dann später mehr …

Ein weiterhin unerfüllter Traum

Es ist 50 Jahre her, dass Martin Luther King anlässlich des Marsches auf Washington für Arbeit und Freiheit, an dem mehr als 250.000 Menschen teilnahmen, seine Rede „I Have a Dream“ in Washington, D.C. vor dem Lincoln Memorial hielt. Am 28. August 1963 predigte Martin Luther King in Washington Gleichheit und Versöhnung. Seine Gegner antworteten mit Gewalt. Am 4. April 1968, kaum fünf Jahre später, wurde King in Memphis, Tennessee ermordet.

    Martin Luther King Jr. 1963: I Have a Dream

Heute regiert zwar ein schwarzer Präsident, im Bus darf jeder sitzen, wo er möchte. Doch Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger sind noch immer ungleich verteilt. Martin Luther King träumte einen Traum, der auch nach 50 Jahren weiterhin unerfüllt geblieben ist.


Martin Luther King Jr. 1963: I Have a Dream

Rede mit Wortlaut (original)Deutsche Fassung der Rede


    Martin Luther King: I Have a Dream (1963)

Joan Armatrading: Walk Under Ladders (1981)

Bereits ein Jahr nach Me Myself I erschien 1981 das Album Walk Under Ladders von Joan Armatrading. Diesmal war der Produzent Steve Lillywhite, ein englischer Musikproduzenten, der für viele bedeutende Musiker wie Peter Gabriel, U2 bis hin zu den Rolling Stones tätig wurde. Das hört man dem Album auch durchaus an. Und wieder versammelten sich viele großartige Musiker um Joan. Allerdings ist Walk Under Ladders auch wieder ein Produkt seiner Zeit. Die 80-er Jahre mit New Wave grüßen auch hier wieder. In Großbritannien erreichte das Album die Top Ten (Platz 6); in den USA dagegen erzielte es nur Platz 88.

    Joan Armatrading: Walk Under Ladders (1981)

Trackliste des Albums:
(alle Lieder wurden von Joan Armatrading komponiert)

1. „I’m Lucky“ 3:05
2. „When I Get It Right“ 3:03
3. „Romancers“ 3:48
4. „I Wanna Hold You“ 3:46
5. „The Weakness in Me“ 3:33
6. „No Love“ 3:58
7. „At the Hop“ 3:26
8. „I Can’t Lie to Myself“ 3:23
9. „Eating the Bear“ 2:59
10. „Only One“ 4:15

Bonustracks:
Shine
Dollars
Crying

Das Album beginnt flott, aber in einem Stil, der mir nicht ganz so liegt. Es ist dann auch quasi der Titelsong: I’m Lucky – I can walk under ladders – Yes I’m so lucky …


Joan Armatrading – I’m Lucky

Es folgen zwei Lieder, die z.B. durch Offbeats (Nachschlag der Gitarre) vom Reggae beeinflusst sind (später etwas mehr dazu).

Als fünftes Lied folgt wohl das bekannteste und sicherlich auch schönste des Albums. Hier ist Joan wieder ganz Joan, wieder die Joan, wie ich sie mag. Auch heute noch bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich das Lied höre. Über die Instrumentalisierung könnte man sich streiten. Aber z.B. die langgezogenen Basslinien finde ich passend. Überhaupt ist es nicht wie vielleicht andere Stücke dieser Scheibe überarrangiert, sondern findet den richtigen ‚Ton’, ist begleitend und doch auch immer wieder akzentsetzend. Hier das Original:


Joan Armatrading – The Weakness in Me (mit Text)

Und hier eine jüngere Aufnahme mit einer älteren Joan:


Joan Armatrading – The Weakness in Me (jüngere Aufnahme)

Es gibt einige Lieder von Joan Armatrading, die von anderen Sängerinnen gecovert wurde. ‚The Weakness in Me’ dürfte dabei eines der häufigsten gecoverten Lieder sein. Hier eine Interpretation von Melissa Etheridge.


Melissa Etheridge- Weakness in me

Nach diesem Lied kann es natürlich kaum brachial weitergehen. Joan Armatrading hat mit ‚No Love’ die Kurve gekriegt.


Joan Armatrading – No Love

Inzwischen habe ich mir für wenige Euro die Biografie über Joan Armatrading von Sean Mayes (1990) zugelegt und schon einmal darin geblättert (dazu später mehr). Danach wurde Reggae in Joans Elternhaus nicht gespielt. Erst später, durch einen jüngeren Bruder, hörte sie Reggae, der dann auch in einige eigene Lieder verwoben wurde. Auf „Walk Under Ladders“ sind es gleich drei, sogar vier Stücke, in denen Reggae verarbeitet ist. Und z.B. für das Stück ‚I Can’t Lie to Myself’ wurde sogar die ‚Jamaican rhythm section’ schlechthin engagiert: Sly Dunbar am Schlagzeug und Robbie Shakespeare am Bass. Wer diese beiden Namen nicht kennt, kennt auch den Reggae nicht.


Joan Armatrading – I Can’t Lie to Myself

Das Album endet zunächst mit dem (auch reggae-beeinflussten) ‚Eating the Bear’, einem etwas zu peppigen Lied, in dem sich ein hungriger Bär auf unsere gute Joan zu stürzen droht, dann quasi selbst verspeist wird – und wieder einem langsamen Stück: ‚Only You’. Aus heutiger Sicht ist das Arrangement der Instrumente zu diesem zarten Liebeslied vielleicht etwas ungewöhnlich: Über einem brummigen Bass (leicht unterstützt vom Schlagzeug) schweben dabei sphärische Keyboard-Klänge und Joans zerbrechlich wirkender Gesang.

Sieht so ein Gott aus?

Mit stierigen Glubschaugen schaute er schon in jungen Jahren auf sein Publikum. Nicht gerade Schwiegermutters Liebling. Jetzt mit 66 Jahren, wenige Tage nach seinem Geburtstag, staunt der Flötenkobold dann aber doch, wurde er zum Gott des Progressive Rock ausgekoren – er erhielt vom Prog Magazine (auch Progrockmag genannt) in diesem Jahr den Prog God Award! Da kann man schon große Augen, große Glubschaugen machen (wenigstens rasieren hätten sie sich können, Herr Gott)!

Progrockmag – Prog God 2013: Ian Anderson

Vielleicht ist das auch endlich Anlass, ihn oder seine (annähernd) lebenslange Band Jethro Tull in die Rock and Roll Hall of Fame aufzunehmen. Da tummelt sich mancher Schrat … Nur unser Flötenschrat noch nicht. Aber vielleicht mag man dort keine Götter … 😉

Erste Töster Kulturtage

Am Freitag ist es soweit: Um 18 Uhr werden mit der „Langen Nacht der Chöre“ in der Johanneskirche die ersten Töster Kulturtage in Tostedt eröffnet. Bereits am Samstag, den 24. August, gibt es um 15 Uhr mit dem internationales Büfett (nach 2008), veranstaltet vom Forum für Zivilcourage, und dem Bandabend in der Schützenhalle (bis 24 Uhr) die ersten Höhepunkte.

    Töster Kulturtage 2013

Viel ist es nicht, was kulturell in Tostedt los ist, besonders die Angebote an Konzerten und Theateraufführungen sind ‚dünn’ gesät. Von Autorenlesungen u.ä. ganz zu schweigen. Ein Kino gibt es nicht. Da wurde es endlich Zeit, die Töster Kulturtage ins Leben zu rufen. Viel ist es nicht, was da geboten wird und leider ist das Programm teilweise sehr ‚vage’. Aber es ist ein Anfang – und hoffentlich sind diese ersten Kulturtage in Tostedt kein einmaliges Ereignis.

„Das Kulturleben ist wichtig für eine Gemeinde“, so Hanscarl Hoffmann, Vorsitzender des Kultur- und Sportausschusses. Dem kann ich nur zustimmen. So ist es auch der Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Tostedt, der diese Kulturtage organisiert. Anlass ist die Idee, all denen eine Bühne zu geben, die sich in Tostedt in den Bereichen Musik, Theater und Kunst engagieren.

Siehe auch:
Erste Töster Kulturtage – Tostedt im Premierenfieber (han-online.de)
Kultur in Tostedt erlebbar machen (kreiszeitung-wochenblatt.de)

Flyer Programm Töster Kulturtage direkt zum Download (313 KB PDF – Quelle: tostedt.de)

Fritz Rau gestorben

Am Montag ist der langjährige Konzert- und Tourneeveranstalter Fritz Rau im Alter von 83 Jahren gestorben. Mit Horst Lippmann gründete Rau 1963 die Konzertagentur Lippmann + Rau, die zunächst die Jazz- und später die großen Blues- und Rockstars nach Deutschland brachte. Ohne ihn und Lippmann wären all diese großen Hallenkonzerttourneen durch Deutschland nicht denkbar gewesen.

Außerdem war er bis 2005 langjähriger Organisator von Jethro Tull und mit deren Bandleader Ian Anderson eng befreundet. Auf der CD/DVD Ian Anderson Plays the Orchestral Jethro Tull (2005) ist neben einem Interview mit Ian Anderson auch Fritz Rau zu hören.

Hier zwei Eintrittskarten zu Konzerten von Jethro Tull (1972 und 1977), die Lippmann + Rau als Veranstalter bzw. Tourneeleiter durchgeführt haben:

Jethro Tull 1972 Hannover - Veranstalter: Lippmann & Rau

Jethro Tull 1977 Bremen - Tourneeleitung: Lippmann + Rau