Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!
Zeige alle Artikel von WilliZ →
Die junge TV-Produzentin Abby Richter (Katherine Heigl) bestimmt in der lokalen Fernsehstation A.M. Sacramento den Takt und hat alles fest im Griff. Nur die Quoten ihrer Morningshow bereiten ihr Probleme. Ihr Boss Stuart (Nick Searcy) gerät bei den Senderchefs zunehmend unter Druck. Stuarts rettende Idee: Er verpflichtet den Supermacho Mike Chadway (Gerard Butler), der mit seiner Show „Die nackte Wahrheit“ im offenen Kanal erfolgreich chauvinistische Lebensratschläge verteilt. Mike nimmt kein Blatt vor den Mund, aber das Publikum liebt seine direkte Art – womit er nun auch A.M. Sacramento zu durchschlagendem Erfolg verhilft und die Quoten der Morgenshow wieder nach oben bringt. Abby ist zunächst nur angewidert von dem derben Kerl, aber das ändert nichts an dem Fakt, dass sie zur Zusammenarbeit mit ihm gezwungen ist.
Nach Meinung von Mario Barth sind alle Männer nicht nur Schweine, sondern primitiv, wenn auch glücklich. In dem Film Die nackte Wahrheit begegnen wir der US-amerikanischen Variante dieses Herrn Barth. Auch für Supermacho Mike Chadway sind alle Männer im Grunde gleich. Sie wollen nur das Eine. Und hätten sie die Wahl zwischen einem romantischen Abendessen bei Kerzenschein mit einer schönen Frau – und dem Beisein bei einer Schlammschlacht zwischen zwei leicht bekleideten Fräuleins im Kinderbassin mit nach Erdbeere schmeckendem Glibber – sie würden Letzteres wählen.
Die nackte Wahrheit ist eine recht merkwürdige Mischung aus bissigen Dialogen, plattem Witz und satirischen Elemente. Da geht doch einiges verbal unter die Gürtellinie, wie sollte es bei einem Macho dieser Kategorie auch anders sein. Immerhin gehen beide Hauptdarsteller ihre Rollen mit dem nötigen Esprit an, sodass der Geschlechterkampf nicht in Platituden untergeht.
Natürlich stellt sich die Frage, wie Männer (und Frauen) wirklich sind. Wenn der Film hierzu die Antwort wüsste, dann wären viele Eheberater, Psychologen, Komödienschreiber und auch Witzbolde wie Mario Barth sehr schnell arbeitslos.
Übrigens: Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Und so finden am Ende des Films die so unterschiedlichen Protagonisten zusammen und werden ein Paar (Hoffentlich habe ich nicht zu viel verraten – aber irgendwie war das absehbar!).
Die nackte Wahrheit – Neuer Deutscher Trailer (OT: The Ugly Truth)
Die Saison 2009/2010 im europäischen und damit auch im deutschen Fußball neigt sich dem Ende entgegen. In meinem Beitrag vom 24. März 2010 („Wir fahren nach Berlin“) stellte ich die Frage: Sollte vielleicht [für den SV Werder Bremen] sogar noch der dritte Platz (Werder steht sieben Spieltage vor Saisonende acht Punkte hinter den nun doch schwächelnden Leverkusenern) möglich sein? Die Frage stellte ich ganz bewusst, obwohl sich nach dem 25. Spieltag Werder Bremen lediglich auf Platz 6 befand – drei Punkte hinter Dortmund, vier hinter dem HSV (beide belegen die Plätze, die für die Teilnahme an der UEFA Europa League berechtigen). Ich behauptete damals noch: Champions League ade (11 Punkte sind es bis zu Platz 3, der immerhin noch für eine Qualifikationsrunde zur Champions League ausreichen würde)!
Nun heute, einem Spieltag vor dem Ende sind die Bremer auf Platz drei und sogar zwei Punkte vor dem noch einzigen Konkurrenten um diesen Qualifikationsplatz zur Champions League, den Leverkusenern (Dortmund hat wirklich nur noch theoretische Chancen). Sicherlich hat die Mannschaft dabei das Glück reichlich strapaziert (der 1:0-Sieg gegen Hertha BSC wurde in der Nachspielzeit durch einen Handelfmeter erzielt; auch auf Schalke am letzten Samstag hätte es anders ausgehen können, wenn der Schiedsrichter in der 41. Spielminute ein Foul von Per Mertesacker im Strafraum gegen Benedikt Höwedes geahndet hätte), aber Glück gehört bekanntlich auch zum Erfolg.
Während Leverkusen im letzten Bundesligaspiel nun bei der Borussia in Mönchengladbach antritt, hat Werder Bremen den HSV zu Gast. Neben der bekannten hanseatischen Rivalität macht noch eine Tatsache diese Partie brisant: Der HSV muss gewinnen, um seine letzte Chance (wenn gleichzeitig Stuttgart in Hoffenheim verliert) zu wahren, in der nächsten Saison vielleicht doch noch auf europäischen Parkett vertreten zu sein. Für Werder sollte ein Unentschieden genügen. Aber natürlich will auch Werder siegen.
Auf jeden Fall kann man den Bayern zur 22. deutschen Meisterschaft bereits jetzt gratulieren. Und obwohl ich kein Bayern-Fan bin, so wünsche ich Ihnen viel Glück am 22. Mai in Madrid im Finale der Champions League gegen Inter Mailand. Sollten nämlich die Bayern dort gewinnen, dann würde die deutsche Bundesliga ab Spielsaison 2011/2012 einen weiteren Vertreter für die Champions League stellen, da dann in der Fünf-Jahreswertung Deutschland vor Italien rücken würde.
Und auch Glückwunsch an den FC St. Pauli zum Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga. Pünktlich zum 100. Geburtstag steigt St. Pauli zum fünften Mal in die 1. Liga auf. Auch das modernisierte Millerntorstadion empfängt die neuen Gäste mit Gänsehaut-Atmosphäre.
Seit dem Mittwochnachmittag ist meine Frau wieder zu Hause. Sie hat die Operationen im Krankenhaus Buchholz gut überstanden. Alle weiteren Untersuchungen sind gut verlaufen; es wurden keine Metastasen des Krebses gefunden. Die Wunde ist gut verheilt. Nächste Woche werden dann die Fäden gezogen.
Mitte Mai ist meine Frau dann zu einem Beratungsgespräch geladen. Bereits jetzt ist aber klar: Sie bekommt das ‚volle Programm’, d.h. alle drei Wochen bis zu sechs Mal Chemotherapie. Anschließend dann wohl auch noch Strahlentherapie. Sie will auf jeden Fall sicher gehen, dass sich der Brustkrebs nicht wieder entwickeln kann oder gar andere Organe befällt.
Heute nun waren wir alle vier zum Gottesdienst in der Johannes-Kirche in Tostedt. Meine Frau verspürte den Wunsch, einmal wieder einen Gottesdienst zu besuchen. Und obwohl wir alles andere als fleißige Kirchgänger sind, waren ich und unsere beiden Söhne gern bereit, sie zu begleiten. Heute ist Sonntag Kantate (lat. cantate, „singet“), der vierte Sonntag nach Ostern im Kirchenjahr. Und gemäß dem Brief des Paulus an die KolosserKap. 3,12–13 predigte Pastor Meier gewissermaßen über den „Kleiderschrank Gottes“: 12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
Und gemäß dem Motto Cantate Domino canticum novum („Singt dem Herrn ein neues Lied.” Psalm 98,1) wurde mit Unterstützung des Kirchenchors kräftig gesungen.
Selbst am abschließenden Abendmahl nahmen wir alle vier teil. Ich fand es wohltuend, in entspannter Atmosphäre die Ruhe zu finden, die wir jetzt brauchen. Für meine Frau ist es wichtig, Energie zu sammeln – dieser Gottesdienst leistete einen Beitrag dazu.
Tanz in den Mai, wer kennt nicht das ausgelassene Treiben. Dabei ist die Nacht von heute auf den 1. Mai ursprünglich die Walpurgisnacht, eigentlich das Mondfest, das in der Nacht des ersten Vollmondes zwischen der Frühjahrstagundnachtgleiche und der Sommersonnenwende gefeiert wird. Traditionell gilt jedoch die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Nacht, in der angeblich die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg (eigentlich Brocken), aber auch an anderen erhöhten Orten ein großes Fest abhalten und auf die Ankunft des „gehörnten Gottes“ warten.
Diese Nacht entspricht aber auch dem keltischen Fest „Beltane“. Es war wie viele ähnliche Feste ein Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest, es gehört zu den sogenannten Feuerfesten. Es steht für das Neuerwachen und die Aufbruchstimmung der Erde nach dem Winter, ein Fruchtbarkeitsfest nicht nur im Sinne der Fortpflanzung, sondern auch für Kreativität, neue Ideen, Projekte oder neue Beziehungen. Im keltischen Jahreskreis kann es mit der aufblühenden Jugend verglichen werden.
Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull, geboren in Schottland, hat sich in vielen Liedern mit den Ursprüngen seiner Heimat beschäftigt. Und so gibt es auch ein Lied von Jethro Tull mit dem Titel „Beltane“ (erschienen 1988 auf dem „20th Anniversary box set“, später auf der remastered CD „Songs from the Wood“ als Bonus-Track).
Have you ever stood in the April wood and called the new year in?
While the phantoms of three thousand years fly as the dead leaves spin?
Hast du jemals im April-Wald gestanden und das neue Jahr herbeigerufen?
Während die Phantome aus 3000 Jahren fliegen wie tote Blätter-Wirbel?
Heute scheinen die Flugzeuge auch von Islands internationalen Flughafen in Keflavik, in der Nähe von Islands Hauptstadt Reykjavik, wieder zu fliegen. Nachdem der Ausbruch des Vulkan unterhalb des Gletschers Eyjafjallajökull mit seiner Aschewolke den Flugverkehr von großen Teilen in Europa lahm legte, sorgte ein Ostwind dafür, dass in den letzten Tagen Islands Luftraum vom Rest der Welt abgeschnitten wurde.
Vulkanausbruch Island April 2010
Der Eyjafjallajökull liegt im Süden Islands. Vor nun fast 20 Jahren besuchte ich mit meiner Frau und weiteren drei Mitreisenden die Insel im hohen Norden Europas und machte eine Rundreise, die in Reykjavík begann und größtenteils auf der Ringstraße 1 rund um die Hauptinsel führte – mit Halt in Höfn, Húsavík, Akureyri und zwischendurch am Mývatn. Dabei führte uns der Weg auch an dem Eyjafjallajökull vorbei, der aber damals wenig Aufsehen erregte.
Eyjafjallajökull – Südisland
Einen Vulkanausbruch haben wir vor 20 Jahren nicht erlebt. Aber überall auf der Insel wird man gewahr, dass Island die größte Vulkaninsel der Welt ist. Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und damit sowohl auf der Nordamerikanischen als auch auf der Eurasischen Platte, wobei sich die Plattengrenzen von Südwesten nach Nordosten in etwa diagonal über die Insel ziehen. Die Platten entfernen sich jährlich etwa 2 cm voneinander. Ein Mantelplume unter der Insel, der sogenannte Island-Plume, sorgt jedoch mittels Vulkanismus für ständigen Nachschub von geschmolzenem Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren, so dass die Insel nicht auseinanderbricht. Etwa 30 aktive Vulkane befinden sich derzeit auf Island, die man etwa 30 Vulkansystemen zuordnen kann. Das Wort Geysir ist Isländisch und das sagt schon alles.
Die Landschaft ist einerseits durch Vulkanismus geprägt, andererseits auch durch den Wasserreichtum. Es gibt zahlreiche Flüsse, Seen und Wasserfälle. Darunter ist mit dem Dettifoss der energiereichste Wasserfall Europas, gemessen am Wasservolumen pro Sekunde × Fallhöhe. Das Isländische Hochland im Zentrum der Insel bildet eine Periglazial-Wüste und ist nahezu unbewohnt.
Ísland – das ist eine Insel aus Eis und Feuer, Schwefel und Dampf, aus Wasser und Stein. Die Landschaft ist einzigartig. Das einer meiner Lieblingsplätze ausgerechnet auf Island zu finden ist, sollte da nicht verwundern. In diesem Blog bin ich deshalb auch oft genug auf Island zurückgekommen. So erscheint mir der Vulkanausbruch wie ein Lockruf: Komm nach 20 Jahren einmal wieder nach Island. Leider muss Island noch etwas auf mich und meine Lieben warten.
Da der Beamer samt 5.1-Tonanlage bereits im Keller aufgebaut war, mit meinem jüngsten Sohn guckte ich mir letzten Freitag Avatar – Aufbruch nach Pandora an, gab es am Samstag den nächsten Film, den ich mir jetzt mit meinen beiden Söhnen im Großformat anschaute: 2012 in der Regie von Roland Emmerich.
Das Jahr 2012 taucht im Titel einer Reihe esoterischer Bücher auf. Eine bestimmte Zahlenkonstellation des Maya-Kalenders (Schöpfungstag) am 21. Dezember 2012 wird zum Anlass genommen, sowohl das Ende der Welt in ihrer bisherigen Form, als auch den Aufstieg der Menschheit in eine neue spirituelle Dimension zu datieren.
Der Film 2012 basiert auf der Idee, dass nach dem Ende der Langen Zählung des Maya-Kalenders die Welt im Jahr 2012 untergehen wird. Dabei greift der Film die von Charles Hapgood 1958 vorgestellte Hypothese der Erdkrustenverschiebung auf, die mit zahlreichen Begleitphänomenen (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Flutwellen) zum Weltuntergang führt.
2012 / Trailer [deutsch]
Roland Emmerich, der den Beinamen “schwäbischer Spielberg” erhielt, ist bekanntlich der Meister des Katastrophenfilms. In 2012 zieht er erneut alle Register, um uns visuell den Weltuntergang nahe zu bringen: Erdbeben ohne Ende, Megatsunamis und Vulkanausbrüche. Alles natürlich äußerst klischeehaft serviert und mit reichlich Pathos gewürzt. Obwohl ich alles andere als ein Geophysiker bin, kommt mir vieles in dem Film sehr weit hergeholt vor. Meine beiden Söhne konnten sich das Lachen am Ende nicht verkeifen. Sicherlich sind die visuellen Effekte ziemlich sensationell, aber die Story hinkt auf beiden Beinen: Wie die Erde nach einigen Wochen wieder zur Ruhe kommt, obwohl sich die Kontinente radikal verändert haben, mag nur in einem Film von Roland Emmerich Wirklichkeit werden.
Schlimm, wenn vielleicht auch durchaus real, ist die Botschaft des Films (wenn der Film neben der Zurschaustellung von Katastrophen überhaupt eine Botschaft hat): Nur wer Geld hat oder sonstwie zu den Oberen gehört (Politik, Militär und einige Wissenschaftler) kann sich ein Überleben sichern. Da wirkt die Opferbereitschaft des amerikanischen Präsidenten vielleicht mildernd, am Ende aber doch nur übertrieben pathetisch. Und auch der italienische Ministerpräsident (doch wohl nicht Berlosconi?) verbleibt wie ein guter Kapitän auf dem untergehenden Schiff Italien. Immerhin wird die deutsche Bundeskanzlerin geret-tet-tet.
Es ist der erfolgreichste Film aller Zeiten mit einer Einspielsumme von über 2,7 Milliarden US-Dollar: James Camerons Avatar – Aufbruch nach Pandora. Der Film vermischt real gedrehte und computeranimierte Szenen. Große Teile des Films wurden in einem virtuellen Studio mit neu entwickelten digitalen 3D-Kameras gedreht. Seit einigen Tagen ist der Film u.a. als DVD Avatar – Aufbruch nach Pandora im Handel zu beziehen.
Ähnlich wie bei den sechs Episoden von Star Wars, so sollte man sich diesen Film möglichst auf einem großen Bildschirm oder per Beamer auf einer großen Leinwand anschauen. Nur so lohnt sich das Gucken und Hören – trotz 2D. So baute ich am letzten Wochenende den Beamer samt 5.1-Tonanlage im Keller auf und guckte mir den fast dreistündigen Film mit meinem jüngeren Sohn an.
Ohne Zweifel ist Avatar – Aufbruch nach Pandora ein von der Optik bahnbrechendes Werk. Wenn der Film voraussichtlich im August noch einmal in die Kinos kommt, dann kann ich mir gut vorstellen, diesen Film einmal dort, allerdings in einem 3D-Kino, anzusehen.
Eigentlich stehe ich solchen mit Superlativen ausgestatteten Machwerken immer skeptisch gegenüber. Was mich ziemlich früh für diesen Film eingenommen hat, war die Kritik konservativer Kreise in den USA, die dem Film Antiamerikanismus vorwarf. Was muss ein so typisch amerikanischer Film haben, wenn man ihm Antiamerikanismus vorwirft?
Worum geht es in dem Film?
Im Jahr 2154 sind die Rohstoffvorkommen der Erde erschöpft. Die Menschen haben begonnen, in den Weiten des Alls nach Alternativen zu suchen. Federführend ist der Konzern Resources Development Administration (kurz RDA), ein Raumfahrt-Konsortium, das auf Pandora, einem erdähnlichen Mond eines fiktiven Planeten namens Polyphemus im Sternsystem Alpha Centauri, Tagebau betreibt. Der Abbau des begehrten Rohstoffs Unobtanium erweist sich trotz angeschlossener Militärbasis als äußerst schwierig. Pandora ist von einer für Menschen giftigen Atmosphäre umgeben und zudem Lebensraum vieler gefährlicher Tiere und einer intelligenten humanoiden Spezies namens Na’vi.
Zur Kontaktaufnahme mit dieser großgewachsenen und im Einklang mit der Natur lebenden Spezies der Na’vi wurde vom RDA-Konzern das Avatar-Programm ins Leben gerufen. Dieses enthält die künstliche Erschaffung von Wesen, Avatare genannt, aus menschlicher und Na’vi-DNS, die den Ureinwohnern sehr ähnlich sehen (im Gegensatz zu den Na’vi haben diese Chimären an jeder Hand fünf statt nur vier Finger und an den Füßen fünf statt vier Zehen) und die mittels Gedankenverbindung von jeweils einem bestimmten Menschen gesteuert werden. Mit Integration dieser Avatare in die Gemeinschaft der Na’vi soll der Einfluss der Menschen auf die Eingeborenen erhöht werden, um diese für ihre Zwecke zu gewinnen. Leitende Wissenschaftlerin dieses Programms ist Dr. Grace Augustine, deren Absichten im Gegensatz zum RDA-Konzern nicht auf Profit-Interessen beruhen. Vom harmonischen Gleichgewicht der Lebenswelt und ihrer Bewohner auf Pandora fasziniert (beispielsweise von der neuronalen Vernetzung aller Bäume), ist sie mit ihrem gesamten Mitarbeiterstab den Na’vi freundlich gesinnt. Seit jedoch ein erster „Missionierungsversuch“ (Bau von Schulen, Bereitstellung medizinischer Ausrüstungen etc.) offenbar fehlschlug, scheint der Konzern seine Interessen auf militärische Weise durchsetzen zu wollen, was wiederum zu Spannungen zwischen Dr. Augustine und der Betriebsleitung in Gestalt von Parker Selfridge führt.
Im weiterem Mittelpunkt des Films steht der frühere US-Marine Jake Sully, der in seinem Avatar Neytiri, die Tochter des Omaticaya-Häuptlings Eytukan, kennen lernt. Er wird bei den Na’vi aufgenommen. Durch seine Präsenz gewinnt Jake Sully das Vertrauen der Na’vi. So ermöglicht er den Wissenschaftlern erneute Kontakte mit dem Naturvolk. Die Betriebsleitung versucht ebenfalls, den wachsenden Einfluss von Jake Sully für ihre Zwecke zu nutzen. Dabei soll dieser die Omaticaya überzeugen, ihren Lebensbaum zu verlassen, damit das Unobtanium unter dem Baum abgebaut werden kann.
Nach der mit Neytiri gemeinsam verbrachten Nacht wird Jake Sully Augenzeuge, wie Bulldozer einen der heiligen Orte der Na’vi (Baum der Stimmen) zerstören. Er will sie aufhalten und beschädigt dabei die Orientierungskameras einer der Maschinen. Als er in der Zentrale erkannt wird, scheint die Situation zu eskalieren. Das Militär übernimmt das Labor, unterbricht alle Schnittstellen zu den Avataren und bringt Sully und die Wissenschaftler zum Stützpunkt zurück. Nicht zuletzt auch wegen der Aussage von Sully in seinem Video-Tagebuch, dass die Omaticaya ihren Lebensbaum niemals freiwillig aufgeben werden, drängt nun Colonel Quaritch die Betriebsleitung um Selfridge auf ein militärisches Eingreifen.
Natürlich ist der Plot des Films in guter, alter Hollywood-Manier gestrickt. Also eigentlich nichts Außergewöhnliches. Was den Film heraushebt, sind die Bilder selbst, die diesen Film sicherlich in 3D-Technik geradezu zu einem Erlebnis machen: Man sieht diesen Film nicht mehr allein, man erlebt ihn. Es ist wirklich beeindruckend, was James Cameron mit neuester Technik auf die Leinwand zaubert. Über Beamer betrachtet erahnt man, was da in einem 3D-Kino auf einem zukommt. Und da mir die ökologische Botschaft des Filmes gefällt, kann ich diesen Film für die, die ihn bisher noch nicht gesehen haben, nur weiterempfehlen.
Jomar raucht, schläft und trinkt ziemlich viel – mit Vorliebe hochprozentigen Alkohol. Seit ein Unfall seine Sportkarriere beendet hat, gibt er sich als Liftwärter in der verschneiten Einöde Norwegens seinem Selbstmitleid hin. Als Jomar erfährt, dass er einen vierjährigen Sohn hoch im Norden haben soll, begibt er sich mit seinem Schneemobil und einem Fünf-Liter-Kanister Alkohol als einzigem Proviant auf eine ebenso kuriose wie poetische Reise. Unterwegs durch atemberaubende Landschaften Richtung Polarkreis begegnen ihm allerhand seltsame Gestalten.
Im ersten Spielfilm Nord von Rune Denstad Langlo wird der Zuschauer mit einer ganzen Reihe von originellen Typen und skurrilen Situationen konfrontiert. In dem schwach besiedelten Königreich Norwegen wird wenig gesprochen und viel getrunken, das ist auch im Ausland nicht unbekannt. Doch wie viele Absurditäten auf einen gen Polarkreis reisenden jungen Mann warten, das ist nicht nur überraschend, sondern auch fast immer unterhaltsam.
Für meinen jüngsten Sohn war der Film dann doch etwas zu lakonisch. Aber spätestens bei dem alten lebensmüder Mann in der Tracht der Samen, der in einem Zelt mitten in einem Schneefeld lebt, um auf den Tod zu warten, musste er doch lachen: Der alte Mann lässt sich von seinem Vorhaben weder von seiner ihn kurz besuchenden Tochter noch von Jomar abhalten. Der Abgang des Greises ins Jenseits gehört zu den besten und poesievollsten Szenen eines Films, der auf ein Hollywood-Happyend verzichtet, aber die Hoffnung vermittelt, dass der zornige Jomar auf der langen Reise zum kleinen Sohn und der verlorenen Geliebten sein inneres Gleichgewicht wieder gefunden hat.
Ja, der Frühling steht in voller Blüte. Und das Wetter ist auch endlich frühlingshaft, sodass man sich gern im Freien aufhält. Gestern musste so auch zum ersten Mal der Rasen gemäht werden. Wenn sich meine Frau auch nicht im eigenem Garten aufhalten kann, so hat sie wenigstens einen Balkon vor ihren Krankenzimmer und kann sich dort von der Sonne wärmen lassen. Ich habe mir da am Freitag bereits die erste Bräune (eher Röte) geholt, als ich sie besuchte und wir uns stundenlang unterhielten.
Wohin man guckt, so ziemlich alles ist bestimmt von einem Auf und Ab. So sind die letzten Tage bei uns von diesem Auf und Ab bestimmt, gute Nachrichten und dann wieder schlechte reihen sich aneinander.
Am Mittwoch fand die Trauerfeier für meinen verstorbenen Vater in Lilienthal bei Bremen statt. Als ich nach Hause kam, lag in der Post eine Absage für die Bewerbung unseres jüngsten Sohnes für einen Praktikantenplatz in Hamburg. Außerdem hatte eine Spedition etwas geliefert, was schon lange gecancelt. Und dann rief meine Frau aus dem Krankenhaus Buchholz an und teilte uns mit, dass sie am nächsten Tag ein weiteres Mal unters Messer müsse. Das wäre bereits das 3. Mal, nachdem sie am Montag mit einem geplatzten Blutgefäß erneut operiert werden musste. Immerhin ergab die Untersuchung der Wächterlymphknoten, dass sich der Krebs nicht weiter im Körper gestreut hat.
Am nächsten Tag – endlich wurde das Wetter wieder besser – fuhr ich mit unserem Sohn nach Stade, wo er sich für einen weiteren Praktikumsplatz beworben hatte. Das Gespräch verlief weitaus positiver. Jetzt muss er zwar noch etwas warten, bis alle ‚Formalitäten’ abgewickelt sind. Aber wir haben ein gutes Bauchgefühl. Abends nach der weiteren OP rief meine Frau sogar persönlich aus dem Krankenhaus an – ihr gehe es bestens …
Gestern war ich nun erneut im Krankenhaus und besuchte meine Frau – ein weiterer Befund wird voraussichtlich am Dienstag vorliegen (durch die Kernspintomographie bzw. MRT, also Magnetresonanztomographie war ein zweiter sehr kleiner Tumor entdeckt und entfernt worden). Abhängig von diesem Befund wird entschieden, ob meine Frau eine Chemo- oder Strahlentherapie bekommt. Also deutet aber daraufhin (weil eben zwei Tumore gefunden und entfernt wurden), dass meine Frau um eine Chemotherapie nicht herumkommt.
Es ist ein steiniger Weg, der uns in unseren Gefühlen durch das Auf und Ab immer wieder zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin- und herreißt. Aber wir lassen uns nicht von Zweifeln oder gar von Verzweiflung niederdrücken. Wenn der Weg auch steinig ist, so ist er ein Weg, auf dem wir gemeinsam voranstreiten.
Morgen werde ich wieder mit unseren Jungs meine Frau besuchen. Am Mittwoch, davon gehen wir aus, wird meine Frau aus dem Krankenhaus entlassen werden. Da unser jetziger Drei-Männer-Haushalt durchaus gut funktioniert, so werden wir ‚die Dame des Hauses’ schonen können und selbst alle Arbeiten in Teamarbeit erledigen. Unser ältester Sohn hat am Dienstag seine letzte von vier schriftlichen Prüfungen (in Chemie – die anderen drei liefen nicht optimal, aber doch gut genug) und kann dann vermehrt seinen Beitrag zum Haushalt leisten. Gemeinsam sind wir stark!
Nachdem David Lindley, der US-amerikanische Multiinstrumentalisten und Sänger, von 1966 bis 1970 in der Band Kaleidoscope gespielt hatte, treffen wir ihn von 1971 bis 1980 als Gitarrist der Band von Jackson Browne wieder. Lindleys Spiel auf der Steel-Gitarre war ein prägendes Stilelement dieser Band. Danach gründete er seine eigene Band El Rayo-X.
Wie bereits erwähnt habe ich Aufnahmen eines Konzertes von David Lindley & El Rayo X @ Rockpalast 28.08.1982 Open Air Festival auf der Freiluftbühne der Loreley/Rhein. Hier nun das gesamte Konzert als Playlist:
David Lindley & El Rayo X @ Rockpalast 28.08.1982 Open Air Festival Loreley/Rhein
Hierzu heißt es in den Infos des ROCKPALASTES:
DAVID LINDLEY und seine Band werden eigens für ihren Auftritt beim ROCKPALAST Open-Air-Festival auf der Loreley aus Los Angeles anreisen. Es wird der einzige Auftritt von DAVID LINDLEY in diesem Jahr in Europa sein. LINDLEY ist Amerikaner und erst seit etwas mehr als einem Jahr unter eigenem Namen unterwegs: Dennoch ist er zumindest für die Kenner der Musik der amerikanischen Westküste ein alter Bekannter; vor allem durch seine langjährige Arbeit als Gitarrist von Jackson Browne. Darüber hinaus hat er mit fast allen gespielt: Crosby And Nash, Linda Ronstadt oder Ry Cooder sind nur drei Namen. DAVID LINDLEY’S Laufbahn hat vier Abschnitte: Als 14jähriger begann er, über das Nachspielen von Rock’n’Roll-Singles, seine Gitarrenkenntnisse zu erwerben. Anfang der 60er Jahre wandte er sich der akustischen Folkmusik zu, spielte in Cafes und Bars. Gegen 1965 gründete er die Kultband „Kaleidoscope“, mit der er eine „musikalische Synthese aller Musikrichtungen“ verwirklichen wollte. Nächster Schritt war seine Zusammenarbeit mit Jackson Browne, dessen Platten und Konzerte ohne diesen eigenartigen Klang von DAVID LINDLEY’S elektrischer Steel-Gitarre bei weitem nicht so erkennbar wären.
Bislang letzte Station (1982) ist für DAVID LINDLEY seine eigene Band, mit der er auch im November 1981 beim ROCKPALAST-Konzert im Metropol in Berlin vor einem begeisterten Publikum auftrat. LINDLEY präsentierte in einem fast 2stündigen Konzert die ganze Vielfalt seines musikalischen Könnens: Als Gitarrist, als Steel-Gitarrist, als Violinist, mit Mandolinengitarre und hawaiianischem Sechs-Saiteninstrument, nicht zuletzt als Sänger. Die Musiker seiner Band unterstützten ihn optimal, sowohl mit ihren Instrumenten als auch als Sänger. Ein Ausschnitt aus diesem Konzert – der „Mercury Blues“ – erregte beim zehnten ROCKPALAST-Festival allgemein großes Aufsehen: Zum einen waren alle vom Können dieser Band sehr beeindruckt, zum anderen war es eben deshalb doppelt schade, daß auch im zweiten Anlauf die Technik den Genuß der ganzen Nummer vereitelte. – Das wird am 28. August sicher nicht passieren.
“ David Lindley wurde mit seinem Rockpalast Auftritt in ganz Europa zu einem Begriff. Er konnte später vor vollen Hallen spielen. Ein Vollblutmusiker der es ohne Mühe schaffte, mit akustischen Stücken auch 17.000 Zuschauer in seinen Bann zu ziehen.“ – Aus 10 Jahre Rockpalast.
Besetzung:
David Lindley – Gitarre, Gesang Bernie Larsen – Gitarre, Gesang Ian Wallace – Schlagzeug, Gesang Jorge Calderon – Bass, Gesang
Titelliste des Konzertes:
01 Turning Point (6’07“)
02 She Took Off My Romeos (4’50“)
03 Bye Bye Love (3’30“)
04 Rama Lama (4’15“)
05 Spodie (6’26“)
06 Premature (4’48“)
07 Saz-Solo (4’40“)
08 Rag a Bag (7’40“)
09 Twist And Shout (3’15“)
10 Don’t Look Back (8’05“)
11 Your Old Lady (5’55“)
12 Brother John (9’15“)
13 Mercury Blues (4’45“)
14 Talk To The Lawyer (6’30“)
David Lindley and his band are also flying in from Los Angeles just for their appearance at the Rockpalast Open Air Festival at the Loreley. It will be David Lindley’s only appearance in Europe this year. Lindley is an American and has been on the road under his own name for a little more than a year: Nevertheless, at least for the people on the American west coast that know their music, he has been well- known for a while, particularly because of his long-time work as a guitarist for Jackson Browne. On top of that, he’s played with almost everyone: Crosby and Nash, Linda Ronstadt and Ry Cooder are only three names.
David Lindley’s career can be divided into four parts: As a fourteen-year old, he began to acquire knowledge of the guitar by copying rock’n’roll singles. In the early ’60s, he changed over to acoustic folk music and played in cafes and bars. Around 1965, he formed the cult band ‚Kaleidoscope‘ , with which he wanted to create a „musical synthesis of all music styles“. The next step was working together with Jackson Browne, whose records and concerts wouldn’t be so well-known without the unique sound of David Lindley’s electric steel guitar.
The last station (1982) for David Lindley, until now, is his own band, with whom he also appeared to an enthusiastic audience in November, 1981, at the Rockpalast Concert in the Metropol in Berlin. In an almost two-hour long concert, Lindley presents the whole range of his musical abilities: As a guitarist, as a steel-guitarist, as a violinist, with the mandolin guitar and the Hawaiian ukulele, and, of course, as a singer.
The musicians of his band give him optimum support, as singers as well as with their instruments. A cut from this concert, the ‚Mercury Blues‘, caused a great sensation at the 10th Rockpalast Festival: On the one hand, everyone was very impressed with the abilities of this band, and on the other, it was twice as sad that during the second attempt, the high tech messed up the enjoyment of the whole number.
That will surely not happen on August 28th. „David Lindley became a term in all of Europe with his appearance at the Rockpalast. Later, he was able to play in sold-out concert halls. A full-blooded musician who was also able to put 17,000 fans under his spell, with his acoustic pieces.“
David Lindley – lead guitars & vocal
Bernie Larsen – guitars & vocal
Ian Wallace – drums & vocal
Jorge Calderon – bass & vocal