Nachrichten auf Bildzeitungsniveau (2)

Skandal um dem Papst vor Auflösung! Wild-Zeitung
Dem Papst auf der Spur

So ein Scheiß'!

Wie berichtet wurde der Papst bei Verrichtung seines Geschäfts von einer Schar Gläubiger (die glauben, nicht, bei denen der Papst in der Kreide steht) mit nacktem Hintern gesichtet. Wie zunächst angenommen, hatte dieser seine Spuren durch Spülen beseitigen können. Jetzt wurde in einer im Dunklen liegenden Ecke doch ein unüberriechbares Indiz der päpstlichen Ruchlosigkeit gefunden.

Ehem: Genug des kindischen Benehmens! Natürlich handelt es sich auf dem Bild nicht im einen Haufen menschlicher Exkremente, auch nicht um eine tierische Tretmine, sondern um das töpferische Werk meines großen Sohnes Jan. Es stinkt also nicht, ist lediglich aus Ton, befindet sich aber auf unserer Gästetoilette (als eines von mehreren Schockelementen für unbedarfte Besucher unseres Hauses). Es gibt noch weitere dieser phantasievollen, gebrannten Töpfersachen, wenn diese auch weniger ‚abstoßend‘ sein dürften (vielleicht später mehr).
 

Auf zum Endspurt

Sollte es doch noch einmal spannend werden? Da kommen die Bayern gegen den wahrscheinlichen Absteiger aus Köln zu Hause nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Und der HSV gewinnt auf Schalke. Wollen die Bayern vielleicht gar nicht Meister werden? Immerhin bleibt Werder Bremen nach dem knappen 1:0-Sieg in Frankfurt im Rennen um Platz 2, der die direkte Teilnahme an der Champions League bedeutet. Und festigt den 3. Platz (Qualifikationsrunde zur CL) gegenüber Schalke.

Werder am 28. Spieltag 2005/2006

Am kommenden Wochenende nun trifft Werder im eigenen Station auf die Bayern. Bei einem Sieg der Bremer (und einem Sieg des HSVs) kommt noch einmal ‚Leben‘ in die Bundesliga. Ansonsten war es nach meiner Meinung selten so leicht, deutscher Fußballmeister zu werden (die Bayern wird ’s freuen) wie in dieser Saison, da die Anwärter (neben Bayern) meist über ihre eigenen Füße gestolpert sind. Immerhin scheint Werder Bremen endlich seine ‚Krise‘ abgeschüttelt zu haben (aber sehen wir Samstag im Spiel gegen die Bayern weiter).

WilliZ ‚Gedankenspitter‘ (4)

Hier ein weiterer Gedankensplitter aus dem Juli 1983, in dem ich aufführe, was ich mag und was ich nicht so mag. Man kennt ja diese eher dämlichen Fragebogen, die in eine ähnliche Richtung gehen. Aber ‚man’ kann durchaus ersehen, was der Beantworter zu äußern gedenkt. Nach immerhin 23 Jahre würde ich heute sicherlich die Prioritäten etwas anders setzen. Im Großen und Ganzen bliebe es aber doch bei vielem. Außerdem fallen Antworten dieser Art von Zeit zu Zeit nie wirklich gleich aus, denn diese sind von augenblicklichen Stimmungen abhängig. Aber trotzdem …:

aus: WilliZ Tagebuch 1983

Was ich mag … Was ich nicht mag …
Fast jede Art von Musik, besonders aber Folk und Barockmusik (Bach, Händel usw.); die ersten Schallplatten von Joan Armatrading; „Bourree“ von Jethro Tull; Raggae; kahle Landschaften; Sonne; Wehmut im Herbst; Kafka; Camus’ Dramen; Prag und Berlin; das ausdrucksstarke, wandlungsfähige Gesicht einer Frau/eines Mädchens; Gefühle; Natur und Natürlichkeit (besonders bei Frauen); Besinnung und Sinnlichkeit; Frieden und Freiheit; indische Küche; bürgerliche Küche (das einzig Bürgerliche, das ich liebe); Menschen, Kinder, Liebe; seine Ängste zeigen; Leben und Tod; den Zwiespalt der menschlichen Seele (oder wie Goethe sagt: die zwei Seelen in der Brust); Glauben (auch wenn ich nicht glaube …); Hoffnung; Menschlichkeit (nicht Mitleid!); Erzählungen von Hermann Hesse; Glück(lichsein); sich selbst lieben (auch wenn ich es nicht kann); Humor; Zärtlichkeit; die zarte Haut eines Mädchens; Empfindlichkeit und Zartgefühl (auch wenn es manchmal negative Folgen hat); Po; Freude, vor allem, wenn man anderen noch eine Freude machen kann; Anspruchslosigkeit, die Freude dennoch kennt; Wärme; Schlafen und Träumenkönnen; französische Filme, besonders Krimis (Truffaut und Chabrol); Anderssein, auch Perversion (soweit es keinen anderen schadet); die Nacht; Anarchie; Minderheiten; Schottland; Spanien; Marokko; die deutsche Sprache; Kultur (wenn sie nicht unterdrückt); und alles Schöne … Sich vermarkten müssen, um leben zu können; Krieg, überhaupt jede brutal-gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Menschen; Geld; Macht, die keine Grenzen kennt; Rücksichtslosigkeit; Kosmetik, besonders Make-up, das die natürliche Ausstrahlung einer Frau „übertüncht“; Atomenergie (weil sie nicht zu „bändigen“ ist); Grenzen und Schranken; Vorurteile (auch oder gerade weil ich viele habe); Angst, besonders meine (im Grunde unbegründete) Angst (Existenzangst); Abhängigkeit (ob von Geld, Drogen oder Menschen); Ideologien und Eingleisigkeit; Schmerzen zu haben; Standpunkte und Prinzipien (mögen sie noch so gut sein, weil es meist nur „Entschuldigungen“ sind); Humorlosigkeit (zuviel Ernst, auch wenn ich oft zu ernst bin); Grobheit; Dummheit, aber auch zu viel 
Intellektualismus/Intellektualität (was der Dummheit gleichkommt); Freundlosigkeit; alles erklären zu müssen; Kälte (außer weiße Schneelandschaften); graue Wolken; zu realistisch sein; amerikanische Krimiserien; Gleichschalterei; Schuld; Menschenmengen (Massen); Diktatur (auch die Diktatur der Mehrheit = Demokratie genannt, die Minderheiten unterdrückt!); Zivilisation (wenn sie unterdrückt); und alles Hässliche im Menschsein ..

Jans Kalenderblatt: April 2006

Klar,in diesem Jahr fällt das Osterfest in den April. Daher hoppelt auch ein Osterhase über das Kalenderblatt von Jan. Oder spielt der Hase etwa Bowling mit den Ostereiern? Zumindest verrät der Hase eine gewisse Ratlosigkeit … Aber auch das ist Interpretationssache:

 Jans Kalenderblatt April 2006

Nomen est Omen oder Name ist Schall und Rauch

Ob ein Name, hier Vorname, nun ein Zeichen in sich birgt und dunkler Wolken Vorbedeutung über den Namensträger aufziehen lässt (Nomen est Omen) oder: Ob der Name nach Goethes Faust lediglich Schall  und Rauch ist (Text nicht nur an der Kasse) und damit des Benannten Vergänglichkeit besiegelt – kommt ein Kind auf diese Welt, so soll es einen Namen haben.

Da der Name etwas Freiverfügbares ist, den Eltern ihren Kindern mit ins Leben geben können (an der Erbmasse lässt sich nicht, besser: noch nicht drehen), so wählt man mit Bedacht. Der Name soll ja auch später noch passen – vorallem: Der Namensträger soll bis zum Tode damit leben (und möglichst damit zufrieden sein). Da gibt es zuerst das Namensranking der aktuell beliebtesten Vornamen. einer dieser soll es schon einmal nicht sein. Unser Kind ist immerhin etwas Besonderes … Auch spielt die Bedeutung eines Namens eine gewisse Rolle. Philipp = (philos = Freund, hippos = Pferd) scheidet aus, ich hasse Pferde. Zu kompliziert auch nicht. Und noch aussprechbar! Nun, ich bin Vater zweier Söhne und brauchte mich so nicht mit Blumennamen herumschlagen (Heiderose wie lieblich im Duft, aber auch doof als Name). Zunächst entschieden sich meine Frau und ich für die göttliche Dreizahl (also nicht nur einen, sondern gleich drei Vornamen). Den letzten durfte sich einer der Taufpaten aussuchen. Blieben nur noch zwei. Der zweite sollte eine geografische Beziehung beinhalten (erste größere Urlaubseise meiner Frau mit mir – unsere Hochzeitsreise). Blieben nur die Vornamen: Jan und Lukas! Beides zwar auch Modenamen zu ihrer Zeit. Beide Namen prägnant, aussprechbar und nicht zu bedeutungsschwer. Und fragt man die beiden Namensträger heute, so sind sie durchaus zufrieden (noch) mit ihren Namen (ansonsten haben sie ja noch zwei weitere zur Auswahl).

Albin in Albin? - nur 'ne Fotomontage 

Was unsere Namen (auch unsere Nachnamen) bedeuten siehe hier: Unsere Namen

Hier einige Links, die Vornamen listen bzw. deren Bedeutungen erläutern: [1] [2] [3] [4] [5]

Warum der Mensch sich meist zivil benimmt …

Es ist bereits geraume Zeit her, da ich unter der Rubrik ‚Knisterndes‘ aus Eckhard Henscheids ‚Mätresse des Bischofs‘ zitiert habe. Das war natürlich geschmacklich Entglittenes, zumal besagter Bischof inzwischen zum Papst aufgestiegen ist. Hier nun doch etwas weniger Anrüchiges, ja eher geradezu Philosophisches aus gleichem Buch, das ich mich wähne, endlich zu Ende zu lesen:

Ju-bi-la-te (F. W. Bernstein) zu Henscheids Bischof

Was aber Alwin bzw. die Kurmusik bzw. das Weizenbier betrifft: Nach wie vor ist ja gänzlich ungeklärt, auch nach Schopenhauers Preisschrift, warum der Mensch sich meist zivil benimmt und nicht vielmehr tagein-tagaus alles Sicht- und Greifbare zusammenschlägt, die Wohnung zernichtet, die Sekretärin oder die Nichte überwältigt, unsere Kur-Combo, den eigenen Super-Autopark. Ungeklärt ist, warum es noch immer Dinge gibt wie Vertrauen, Kreditwürdigkeit, Rücksicht, formvolle Beerdigungen mit ehrenden Zeilen. Die Juristen schieben es – dumm! – auf das angeborene Rechtsempfinden, die Ärzte meines Wissens auf das Trägheitssyndrom – wir Chemiker … oder besser ich persönlich neige doch immer mehr und allen früher geäußerten Reserven zum Trotz zur – Theorie der Sicherung durch Weizenbier! Die allgemeinen unordentlichen Zustände verlangen halt, zumal bei haltlosen Naturen, nach seinem kontinuierlichen Einsaugen, dadurch erhöht sich zwar in nächster Instanz vorübergehend die Unordnung, und es würde alles ganz verheerend, also muß schnell ein neues Weizenbier eingeführt werden – und die Zivilisation bleibt konstant und mit ihr die Vision ewiger Seligkeit. Daß Alwin trotzdem den 2 Meter-03-Wirt Demuth im Weizentaumel zusammenschlug, bleibt Ausnahme, die die Regel bestätigt.

aus: Eckhard Henscheid – Die Mätresse des Bischofs
(mit Zeichnungen von F. W. Bernstein)  
 

 

Raum der Stille

Die Stadtmission Hamburg hat im Hauptbahnhof zu Hamburg (Südsteg Ausgang Mönckebergstraße) einen „Raum der Stille“ eingerichtet. Es ist ein etwa zehn Quadratmeter großer Raum, in dem fünf schlichte Holzhocker stehen, die an Gebets- oder Meditationsbänkchen erinnern. Die Gestaltung des Raumes ist zen-mäßig schlicht und in gedämpftes Licht getaucht. Natürliche Werkstoffe wie Holz und Wollfilz sind kombiniert mit den für die Eisenbahn typischen Materialien Stahl und Schotter. Daneben prägen zwei inhaltliche Akzente den Raum: Ruhe und die Suche nach Wegen zu sich selbst.

Raum der Stille

Tornado über Hamburg

Gestern gegen 19 Uhr wütete ein Unwetter über Teilen Niedersachsens und dem Süden von Hamburg. Dabei zog auch ein Tornado über Hamburg-Harburg, der Baukräne zum Einsturz brachte (zwei Kranführer wurden dabei getötet), Dächer abhob und für Stunden die Stromversorgung von 70000 Haushalten unterbrach. Durch Blitzeinschläge wurde auch der Bahnverkehr lahm gelegt.

Tornado über Hamburg 27.03.2006 

Quelle: Radio Hamburg

siehe auch ein Amateurvideo bei Radio Hamburg

Yes: Close to the Edge

Neben Genesis, Emerson, Lake & Palmer und King Crimson gehörte die Gruppe Yes zu den bekanntesten Vertretern des Progressive Rock, der seine Blütezeit in den 70-er Jahren erlebte. Geprägt ist die Musik durch das virtuose Spiel des Gitarristen Steve Howe. Chris Squire entwickelte dabei den Bass zu einem gleichberechtigten Soloinstrument und übernahm melodieführende Aufgaben. An den Keyboards stand Rick Wakeman, der den Sound um klassische Elemente erweiterte. Markenzeichen ist aber die Falsett-Stimme von Jon Anderson.

Yes 1972
Einen ersten, wenn nicht gar den Höhepunkt der Gruppe stellt das 1972 erschienene Album Close to the Edge dar, die symphonisch-klassische Variante des Progressive Rock. Aus diesem Album hier nun den 2. Teil aus der 18-minütigen gleichnamigen Komposition, die unter den Titel Total Mass Retain auch als Single erschien:


Ian Anderson in der ‚ultimativen Chart-Show‘ bei RTL

Am Donnerstag, den 23.03.2006, trat Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull beim Sender RTL in der ‚ultimativen Chart-Show‘ auf. Bei dieser ultimative Hitparade wurden aus den offiziellen deutschen Album-Charts die 50 bestplatzierten Rockbands präsentiert: Für eine Woche auf Platz 1 gab es 10 Punkte, für den 2. Platz 9 und so weiter – das Gesamtergebnis aus 40 Jahren Album-Charts brachte Jethro Tull immerhin auf Platz 19, denn 8 Alben waren seit 1970 in den deutschen Top Ten.

Hier die Top 20 im Überblick:

1 Deep Purple
2 Queen
3 Pink Floyd
4 Rolling Stones
5 BAP
6 Dire Straits
7 Tina Turner
8 Bon Jovi
Die Toten Hosen
10 U2
11 Bruce Springsteen
12 R.E.M.
13 Udo Lindenberg
14 Metallica
15 Bryan Adams
16 Scorpions
17 AC/DC
18 Guns ’n‘ Roses
19 Jethro Tull
20 Simple Minds

Ian Anderson & Suzie Quatro
Ian Anderson & Suzie Quatro

Ian Anderson in der ‚ultimativen Chart-Show‘ am 23.03.2006 bei RTL

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