Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Stadttour Düsseldorf (1)

Endlich Urlaub und einige Tage (bis nach Ostern) zum Entspannen … Nein, nach Düsseldorf geht es noch nicht, das erst in drei Monaten (siehe: Urlaubsplanung 2010: Rhein-Mosel-Tour), aber das heutige Wetter lud doch ein, draußen zu sitzen und den MARCO POLO Reiseführer Düsseldorf mit Szene-Guide, 24h Action pur, Insider-Tipps, Reise-Atlas: Reisen mit Insider-Tipps. Mit Cityatlas zu studieren.

Zu diesem Reiseführer gibt es übrigens im Internet weitere Informationen. Außerdem gibt es bei belocal.de immer die neuesten Infos zu Veranstaltungen in der Rhein-Metropole (und auch einen kleine Reiseführer zum Herunterladen und Ausdrucken). Und immer auf dem neuesten Stand ist man mit dem Düsseldorf Blog.

Wenn es auch noch etwas ‘hin’ ist, so freue ich mich jetzt schon auf die Tage in Düsseldorf. Übrigens werden wir im Hotel Batavia unterkommen (zentral, preiswert und durchaus komfortabel).

„Wir fahren nach Berlin“

Drei Gegentreffer allein durch David Villa, Torschützenkönig der Fußball-Europameisterschaft 2008, waren am Ende zu viel. Trotz einer furiosen Aufholjagd verpasste der SV Werder Bremen beim 4:4 (1:3) den Einzug ins Viertelfinale der Europa League gegen den FC Valencia. Dafür gelang gestern vor heimischen Publikum durch einen 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg, einem der Aspiranten auf den Aufstieg in die Fußballbundesliga, der Einzug ins Finale des DFB-Pokals.

SV Werder Bremen: Zum 10. Mal im DFB-Pokalfinale

Damit ist Werder Bremen zum 10. Mal im Finale des deutschen Pokalwettbewerbs und hat sich somit auch schon ‚so gut wie’ für die UEFA Champions League der nächsten Saison qualifiziert. Der Endspielgegner wird heute zwischen Schalke 04 und den Bayern ermittelt.

Die letzten Spiele der Bremer waren die reinste Achterbahnfahrt für die Zuschauer. Die Aufholjagd gegen die Spanier hatte geradezu dramatische Züge. Erst der 3:3-Ausgleich für die Bremer, dann wieder die Führung für Valencia durch einen abseits verdächtigen Treffer – und zuletzt nochmals der Ausgleich für Bremen. Aber eben kein Happy End.

siehe auch zdf.de: Quiz: Werders Triumphe und Pleiten im DBF-Pokal

Besonders hervorgetan hat sich in den letzten Spielen Marko Marin, der sich zz. in bestechender Form befindet. Und da auch Mesut Özil nach und nach zu alter Form zurückfindet, bilden beide, Marin und Özil, ein Angriffsduo, das auch dem Herrn Löw aufgefallen sein dürfte. Immer für ein Tor gut ist Claudio Pizarro. Die letzten Spiele in der laufenden Bundesligasaison versprechen also auch aus Bremer Sicht viel Spannung. Sollte vielleicht sogar noch der dritte Platz (Werder steht sieben Spieltage vor Saisonende acht Punkte hinter den nun doch schwächelnden Leverkusenern) möglich sein?

Dit un dat im Internet

Wen es interessiert: Im Jahr 2009 wurden weltweit rund 90 Billionen (US: trillion) eMails versandt, das sind rund 247 Milliarden (US: billion) am Tag bei etwa 1,4 Milliarden eMail-Konten: Das Internet in Zahlen

Mit beemp3 geht es auf MP3-Suche im Netz.

25 und mehr aktuelle Cheat Sheets für Webworker findet man hier: www.web-tuts.de (In Cheat Sheets oder „Spickzettel“ werden die wichtigsten Informationen zu einem bestimmten Thema zusammengefasst. Besonders nützlich und zeitsparend sind sie für Webworker, z.B. Übersicht aller CSS-Eigenschaften (HTML) oder alles Wichtige zu Twitter: Twitter Cheat Sheet)

Kuriose Domain Namen findet man unter drweb.de (z.B.: www.ars.ch)

Wer sehnt sich als Fotograf nicht nach dem Schnappschuss, dem Foto im richtigen Moment – hier einige perfekt getimte Fotos auf perfectlytimedphotos.com

Bei Zoho.com gibt es für den privaten Benutzer das Online Office umsonst. Ansonsten gibt es das natürlich auch bei Google, z.B. Mails, Texte und Tabellen, Kalender

Kleine, aber feine (Städte-)Reiseführer für den Wochenendausflug als PDF-Dateien zum kostenlosen Herunterladen und Ausdrucken gibt es über beLocalGuide

Hilde

Heike Makatsch hat sich von Girlie-Star („Fraulein-Wonder“) zu einer respektierlichen Schauspielerin gemausert. Besonders in Rollen von Frauen, die mit einem für ihre Zeit außergewöhnlichen Selbstbewusstsein auftraten, war sie in der letzten Zeit zu bewundert. Nach Margarete Steiff, der Schöpferin der weltbekannten Teddybären, und jetzt der ersten Ärztin in Deutschland, Hope Bridges Adams-Lehmann (der erste Teil des Zweiteilers Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf läuft heute um 20 Uhr 15 im ZDF, der 2. Teil folgt am Mittwoch), spielte sie Hildegard Knef, die Knef.

Zum TV-Film „Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“: Hope Bridges Adams-Lehmann schloss 1880 als erste Frau in Deutschland ihr Medizinstudium mit einem Staatsexamen ab. Der Abschluss in Leipzig wurde jedoch offiziell nicht anerkannt. Daraufhin promovierte sie in Bern und wurde 1881 in Dublin approbiert. Seit 1896 arbeitete sie in der Praxis ihres zweiten Ehemannes Carl Lehmann in München. Erst 1904 erhielt sie nachträglich die Berechtigung zur Führung des Doktortitels. Daneben engagierte sie sich als Friedensaktivistin und trat für die Gleichberechtigung der Frauen ein.

Heike Makatsch als Hildegard Knef in dem Film Hilde, das sah von Anfang an nach einem Glücksfall aus. Allein die äußerliche Ähnlichkeit ist frappierend.

Nun wer war diese Hildegard Knef? Hildegard Knef war Sünderin (und sorgte in dem gleichnamigen Film nicht nur mit einer Nacktszene im Nachkriegsdeutschland für einen Skandal) und Sängerin, Hollywoodstar und ein Hit am Broadway (von 1948 bis ca. 1968 nannte sie sich außerhalb des deutschsprachigen Raumes Hildegarde Neff). Sie liebte einen Nazi und heiratete einen Juden. Sie kämpfte in den Ruinen Berlins um ihr Leben und fühlte sich an der Park Avenue zuhause. Vom deutschen Publikum verehrt und verachtet, wurde ihre Autobiografie „Der geschenkte Gaul“ eines der erfolgreichsten Buch der Nachkriegszeit. Der Film entstand nach dieser Autobiografie. Hildegard Knef – das ist ein Stück Geschichte des Nachkriegsdeutschland.

Ich selbst kenne die Knef, wie man Hildegard Knef durchaus respektvoll nannte, eigentlich nur von ihren Liedern her, die allein der Texte wegen unverkennbar waren. Sie selbst schrieb diese Texte und bewies damit ein außergewöhnliches Talent (Für mich soll’s rote Rosen regnenIch habe noch einen Koffer in Berlin). Im Mittelpunkt dieser Lieder stand sie selbst – die Knef:

Mal war ich die Brave, mal war ich der Vamp,
mal war ich in Nerzen, mal ganz ohne Hemd.
Amerika sprach, es sei ohne mich arm,
und ich hatte Mitleid und folgt’ dem Alarm.
Von nun ging’s bergab.

Nun an diesem Wochenende sah ich mir den Film Hilde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle an. Hilde lag gewissermaßen auf Halde bei uns, denn eigentlich wollte sich meine Frau diesen Film mit ihren Freundinnen an einen ihrer Damenabende anschauen, war bisher aber noch nicht dazu gekommen. Am Ende des Films war meine Frau eher enttäuscht. Es liegt wo daran, weil Regisseur Kai Wessel auf der Suche nach dem Mythos Knef leider nie zum richtigen Erzählrhythmus findet. Trotz einer vortrefflichen Heike Makatsch in der Titelrolle wird die Film-Biographie „Hilde“ ihrem Gegenstand nicht vollständig gerecht und bleibt leider ziemlich blass. So werden lediglich die einzelnen Abschnitte im Leben der Knef abgeklappert. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei jedoch nicht auf ihrer Arbeit und der Begründung ihres Ruhms – das besonders erfolgreiche Engagement am Broadway wird nur in kurzen Filmschnipseln dargestellt, vom Durchbruch mit „Die Mörder sind unter uns“ ist nur die Premierenfeier zu sehen – sondern auf ihren Liebesbeziehungen. Diese bilden jedoch trotz der zahlreichen Meinungsverschiedenheiten, widersprüchlichen Verhaltensweisen und historischen Anknüpfungspunkte kein tragfähiges dramaturgisches Fundament. Es passiert zwar einiges in dem vortrefflich ausgestatteten Film, aber es fehlt ein roter Faden sowie ein überzeugender Höhe- und Zielpunkt.

Trotz dieser Schwächen fand ich den Film sehenswert. Vielleicht weil er ein Teil deutscher Nachkriegsgeschichte darstellt – vielleicht auch wegen der Darstellkunst der Heike Makatsch: Diese kommt der Knef sehr nahe. Nicht nur optisch ist sie ihrem Vorbild zum Verwechseln ähnlich. Mit geschlossenen Augen ist nur ein marginaler Unterschied zwischen der Stimme Hildegard Knefs und der Makatsch-Interpretation zu vernehmen. Grandios eignet diese sich die rauchige Stimme und den kurzatmigen Gesang an, wenn der Makatsch als Düsseldorferin auch der Berliner Tonfall fehlt. Die Knef, das war und ist Berlin und das ist die Berliner Kodderschnauze.


Heike Makatsch als Hildegard Knef: HILDE

Frühlingsanfang in Tostedt

Ja, der Frühling ist unverkennbar da (gestern um 18 Uhr 32 begann er ganz ‚offiziell’). Morgens, wenn ich früh das Haus verlasse, da zwitschern die Vögel wieder wie lange nicht mehr. Und im Garten sprießen die Pflanzen – es ist eine Pracht. Heute Nacht regnete es zwar, aber die Sonne kommt nun doch öfter hervor, erst eher schüchtern, nun doch mit aller Gewalt. Und noch drei Arbeitstage, dann habe ich meinen wohlverdienten Osterurlaub …

Frühlingsboten in AlbinZ Garten - März 2010 Frühlingsboten in AlbinZ Garten - März 2010
Frühlingsboten in AlbinZ Garten - März 2010 Frühlingsboten in AlbinZ Garten - März 2010
Frühlingsboten in AlbinZ Garten – März 2010
Frühlingsboten in AlbinZ Garten - März 2010 Frühlingsboten in AlbinZ Garten - März 2010

Das größte Foto der Welt

Die digitale Fotografie ermöglicht Fotos von einer Größe und Detailgenauigkeit, wie sie bisher nicht möglich war. Dabei muss wohl ein Rekord den anderen jagen, was die Größe eines solchen Bildes angebt. Das Abendmahl von Leonardo da Vinci (Der gepixelte Jesus) habe ich vor einiger Zeit einmal vorgestellt. Es besteht aus unglaublichen 16 Milliarden Bildpunkten, Pixel genannt. Das hochaufgelöste Vancouver (Austragungsort der Winterolympiade 2010) des Kunstfotografen Eric Dies kommt mit 2,5 Milliarden Pixel aus.

Es ist natürlich geradezu klein gegen die Aufnahmen, die im letzten Jahr in Dresden und in Paris gemacht wurden. Das größte Digitalfoto ist übrigens das von Paris der beiden Fotografen Arnaud Frich und Martin Loyer mit ihrem Team. Am 8. September 2009 um 8 Uhr morgens bezogen sie Stellung auf dem Turm der Pfarrkirche Saint-Sulpice in Stadtteil Saint-Germain-des-Prés. Sie verwendeten zwei 21-Megapixel-Kameras mit 600-Millimeter-Zoomobjektiven. Ein motorisiertes Spezialstativ half bei der Ausrichtung, um eine gleichmäßige Überlappung der Einzelbilder von 30 Prozent zu erreichen. Nach fünf Stunden waren sämtliche Bilder im Kasten: Damit speziell am Himmel keine zu großen Lichtunterschiede sichtbar wurden, war jedoch einiges an Nachbearbeitung nötig. 26.763 Megapixel ist das Bild groß und wurde aus 2346 Einzelbildern zusammengesetzt

Paris - 26 Gigapixel

Zu sehen sind die Top-Sehenswürdigkeiten von Paris – und Schuhe, Blumenkübel und Haustiere der Einwohner. Die französische Hauptstadt ist hier in nie da gewesener Detailtreue abgebildet. Bei der Gelegenheit wurden dann noch ein paar so genannte „Easter Eggs“ eingebaut: Wer genau hinschaut, kann unter anderem eine Pistole, eine Schildkröte sowie zwei Ufos am Himmel über Paris entdecken. Viel Spaß beim Suchen!

Dresden - 26 Gigapixel

Nicht ganz so groß ist ein Motiv der Stadt Dresden, das im Dezember 2009 eine ähnliche Stadtansicht aus mehr als 1600 Einzelfotos präsentierte, die nur ein paar hundert Megapixel kleiner ist als die Pariser Rekord-Ansicht.

Amy Macdonald: A Curious Thing

Mit ihrem Debüt-Album „This Is The Life“ (2007) erschien sie mir als neue Stimme am Folkrock-Horizont. In diesem Tagen ist nur ihre neue CD A Curious Thing erschienen, auch als A Curious Thing (Limited Deluxe Edition), also Doppel-CD, auf der zweiten Scheibe mit einem Live-Konzert, das am 14. Dezember 2007 im Barrowland Ballroom in Glasgow aufgenommen wurde.

Amy Macdonald

Um es gleich zu sagen: Ich bin vom neuen Album eher enttäuscht. Sicherlich enthält auch dieses einige schöne, eingängige Lieder, auch mögen einzelne Songs mit vielleicht einem Hauch mehr Individualität daherkommen – und dem schon angekündigten deutlich rockigeren Sound. Aber nur in den Balladen ist Amy Macdonald sie selbst und unverkennbar. Die anderen Stücke sind mir zu aufgepeppt und die Keyboardeffekte fast immer unpassend – zu viel Tüdelkram, wie man hier in Norddeutschland sagt.

So ist ein Hidden Track (es ist wohl neuerdings Mode, mindestens ein Lied auf der CD zu ‚verstecken’), „Dancing In The Dark“, eine herrliche live aufgenommene, akustisch vorgetragene Folk-Ballade, die nur von Amy’s Gesang mit unaufdringlicher Gitarrenbegleitung lebt, wohl das heimliche Juwel der CD.

Lohnenswert ist dagegen die Limited Deluxe Edition, die zweite CD mit dem Live-Mitschnitt (als DVD, also als Video wäre es noch interessanter). Die Live-Performance sprüht vor Energie, und die etwas rockigere Interpretation der bekannten Songs reißt noch mehr mit als die bekannten Albumversionen; die Coverversionen von The Killers‘ „Mr. Brightside“, Oasis‘ „Rock’n’Roll Star“, The Pogues‘ „Fairytale of New York“ und Dougie MacLeans „Caledonia“ sind auf jeden Fall die paar Euro extra Wert, auch wenn der männliche Lead auf „Fairytale of New York“ (Bassist Jamie Sefton?) bei weitem nicht mit Amy mithalten kann. Die Bonus-CD schließt mit einer besonders virtuos und furios vorgetragenen Darbietung von „Barrowland Ballroom“, das ja nach dem Ort des Konzertes benannt ist.

Unverkennbar ist auf alle Fälle die Stimme von Amy Macdonald: manchmal kraftvoll, dann auch wieder eher verletzlich, mit einem besonderen Timbre, leicht erregt und doch robust, in den Live-Aufnahmen.


Amy Macdonald – Don’t Tell Me That It’s Over

Hier noch eine eher traurige Mitteilung: Die Live-Konzerte auf Abruf vom www.fabchannel.com gibt es leider nicht mehr (dort hatte ich Amy Macdonald auch zum ersten Mal gesehen/gehört). Man kann sich denken, warum. Wirklich schade!

Wickie und die starken Männer

So manch einer baut sich beizeiten ein Denkmal (wenn er in die Jahre kommt), andere erfüllen sich Kindheitsträume, wenn sie können. Michael „Bully“ Herbig dürfte zu denen gehören, die beides geschafft haben. Mit seinen Filmen lässt Herbig Gestalten aus der Kindheit auferstehen, wenn er auch ziemlich respektlos mit ihnen umgeht – und erreicht damit ein Millionenpublikum im deutschsprachigen Raum (apropos Denkmal).

Nach „Der Schuh des Manitu“, einer Winnetou-Veräppelung, „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ (hier wurde die Serie „Raumschiff Enterprise“ auf dem Arm genommen), dem 3D-Animationsfilm „Lissi und der wilde Kaiser“, eine Parodie auf die Sissi-Trilogie mit Romy Schneider, sind es nun Wickie und seine starken Männer, die von Herbig aufs Korn genommen werden.

Wickie, der Sohn des Wikingerhäuptlings Halvar von Flake, ist von Natur aus hochintelligent, aber ängstlich und macht seinem bärbeißigen Vater kaum Freude. Als jedoch eines Tages feindliche Wikinger das Dorf überfallen und alle Kinder außer Wickie entführen, schmuggelt er sich heimlich auf Halvars Drachenboot und fährt mit auf die abenteuerliche Verfolgungsjagd.

Der Film verwendet immer wieder Elemente und Szenen aus der Zeichentrickserie, kombiniert sie jedoch zu einer neuen Handlung. Die sorgfältig entworfenen Requisiten und Aufbauten stimmen bis ins Detail mit den gezeichneten Vorlagen überein, historische Genauigkeit darf der Zuschauer andererseits nicht erwarten. Regisseur Herbig tritt in einer Nebenrolle als Chronist auf und kommentiert die Geschehnisse als Schreiber vom Königlich-Spanischen Depeschendienst mit spanischem Akzent.

aus: de.wikipedia.org


Wickie und die starken Männer

Nun, der Film Wickie und die starken Männer, den ich mir am Wochenende mit meinen Lieben angesehen habe, richtet sich in erster Linie an Kinder und ist soweit ein liebenswert sympathischer und auch lustiger Abenteuerfilm für diese. Zwar versucht Herbig auch die Erwachsenen in sein Boot resp. Wikingerschiff zu holen, aber der von Herbig persönlich verkörperte Reporter Ramon Martinez Congaz vom spanischen Depeschendienst, der zwar wie ein Wasserfall plappert, dabei aber für kaum einen Lacher gut ist, nervt am Ende einfach nur. Mindestens ebenso überflüssig ist die Chinesin Lee Fu (Ankie Beilke), die ein wenig amourösen Schwung in die Angelegenheit bringen soll, aber genau wie Congaz stets wie ein Fremdkörper wirkt, der von der eigentlichen Story ablenkt, ohne selbst etwas zum Geschehen beizutragen.

So erfüllt sich Herbig wieder einen Kindheitstraum, an dem Kinder gern teilnehmen dürfen (und die Erwachsenen, die die Trickfilmserie aus Kindheitstagen her kennen). Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Übrigens erinnert mich Wickie äußerlich stark an Kevin alias Macaulay Culkin u.a. in Kevin – Allein zu Haus.

Wie schwul ist Fußball?

Der Skandal um Schiedsrichter Amerell zeigt erschreckend deutlich auf: Das Thema Homosexualität ist im Profi-Fußball ein Tabu. Schwule bedrohen das archaische Männerbild des Fußballs. Und der Deutsche Fußball-Bund (DFB), allen voran sein Präsident Theo Zwanziger, tut sich schwer. „Schwulsein wird mit Schwäche gleichgesetzt“ und es gibt eine Homophobie im Fußball, die nicht nur die Fans betrifft.

Homosexualität (bzw. Homophilie) ist eine sexuelle Orientierung, bei der Liebe, Romantik und sexuelles Begehren ausschließlich oder vorwiegend für Personen des eigenen Geschlechts empfunden werden. Das gilt für Männer wie Frauen. Umgangssprachlich versteht man unter einem Homosexuellen meist immer noch einen männlichen Homosexuellen. Und obwohl in vielen Ländern Europas gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich anerkannt sind, werden Homosexuelle in vielen Gesellschaftskreisen weiterhin ausgegrenzt. Das gilt natürlich besonders auch bei männlichen Mannschaftssportarten, allen voran im Fußball. Es herrscht ein archaisches Männerbild vor, nachdem Männer u.a. besonders stark, mutig, dominant und angriffslustig sind („Ein Mann weint nicht!“). Männliche Homosexuelle gelten dagegen als weiblich und somit als verweichlicht und schwach.

Sigmund Freud bezeichnete Homosexualität zwar „als Abweichung der sexuellen Funktionen, hervorgerufen durch eine gewisse Stockung der sexuellen Entwicklung“, bezog aber andererseits mehrfach und öffentlich Stellung gegen Kriminalisierung und Pathologisierung. Welche Faktoren beim Einzelnen zu Homosexualität führen, lässt sich nicht sicher sagen; es werden zwar immer wieder angeblich körperliche oder psychische Faktoren „entdeckt“, diese ließen sich jedoch bisher in keinem Fall empirisch bestätigen.

Zum einen wird behauptet, dass die sexuelle Orientierung schon vor der Geburt angelegt ist. Eine andere Behauptung ist, dass sich Homosexualität erst durch gewisse Identifikationsprozesse in der frühen Kindheit oder auch besondere Abläufe in der Pubertätsphase oder auch später ausprägen würde. Außerdem werden Mischtheorien vertreten, die besagen, dass eine Kombination von beidem vorläge.

Der wissenschaftliche Streit über die Ursachen ist sehr alt. Solange jedes homosexuelle Verhalten strafbar war, waren die Argumentationen in diesem Streit oft von dem Bestreben geleitet, entweder die „Unausweichlichkeit“ homosexuellen Verhaltens zu belegen und damit die Forderung nach dessen Straflosigkeit zu begründen oder aber es als freie Entscheidung für „moralischen Verfall“ zu kennzeichnen, dem mit Bestrafung entgegengewirkt werden müsse.

aus: de.wikipedia.org

Komme ich zurück zum Fußball: Potenzielle Pyromane werden ‚bekanntlich’ Feuerwehrleute, mögliche Kleinkriminelle Polizisten – und latente Homosexuelle Fußballtrainer oder Schiedsrichter? Die ‚Volksmeinung’ ist sehr krass. Und so wird sehr oft Homosexualität auch mit Pädophilie gleichgesetzt. Ich denke, man muss hier ganz klar trennen: Unabhängig von der sexuellen Orientierung gibt es Pädophile. Und sexuelle Belästigung ist ebenso unabhängig davon. Wenn also ein Homosexueller einen anderen Mann sexuell belästigt, so ist das genauso zu ahnden wie die Belästigung einer Frau durch einen Mann.

Der Suizid von Robert Enke sollte zum Umdenken führen. Auch ein Fußballspieler ist nur ein Mensch, dem auch Schwächen zugestanden werden müssen. Und daher kann es auch nicht von Belang sein, wie seine sexuelle Orientierung aussieht. So wie Fremdenhass nichts beim Fußball zu suchen hat, so hat auch Homophobie dort nichts verloren. Leider ist Letzteres noch nicht vollständig im deutschen Fußball angekommen: Werder Bremen hat zum Beispiel eine Ethik-Charta resp. einen Fan-Ethik-Kodex, die ausdrücklich Homophobie und Sexismus untersagt. Das haben längst nicht alle Vereine. Genauso wenig wie einen schwulen Fanclub, so wie es ihn in Bremen, Berlin und sogar auf Schalke gibt.

Das eine Art von Gespenst ‚Homosexualität’ durch die Hirne deutscher Fußballfans geistert, zeigt die Suche bei Google. Gibt man dort den Namen des Bundestrainers ein (und ein Leerzeichen – so als wolle man einen weiteren Begriff eingeben), dann erhält man folgende automatische Ergänzung des Suchbegriffs:

Ist Löw schwul?

Windows bittet zur Browser-Wahl

Es ist eine von der EU zwangsverordnete Wahl, denn die EU-Kommission stellte Anfang 2009 einen wettbewerbswidrigen Vorteil zugunsten von Microsoft fest. Die fast untrennbare Verbindung von Windows und dem Browser „Internet Explorer“ (kurz IE) benachteilige die Anbieter anderer Surfprogramme. Sprach’s – und verdonnerte Microsoft dazu, schnellstmöglich für Abhilfe zu sorgen.

Webbrowser-Wahl 2010

Jetzt, mehr als ein Jahr später, setzt Microsoft die Vorgabe aus Brüssel endlich um. Seit dem ersten März liefert das Unternehmen per Windows-Update britischen, belgischen und französischen Anwendern von XP, Vista und Windows 7, die standardmäßig mit dem IE surfen, ein Auswahlfenster mit zwölf Browsern, aus denen sie einen (oder mehrere) auswählen sollen.

Deutsche Windows-Anwender bekommen das Auswahlfenster – wie die User in den restlichen EU-Staaten – dagegen erst nach einer kurzen Testphase ab dem 17. März offiziell zu Gesicht. Und auch nur dann, wenn außer dem Internet Explorer kein weiteres Browser-Programm auf ihrem Rechner installiert ist.

Siehe auch zdf.de: Anwender können sich für alternative Surfprogramme entscheiden

Erste Frühlingsboten

Der Frühling lässt weiterhin auf sich warten. Zwar haben sich die von uns mühevoll von der Straße gekratzten Eisplacken inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst, aber der heute durch vom Sturm gepeitschte Regen soll gegen Abend bei sinkenden Temperaturen in Schnee übergeben. Und so soll es die nächsten Tage weitergehen: Bei Graden um null soll es hin und wieder immer wieder schneien. Am Donnerstag soll dann tatsächlich die 10-Grad-Grenze geknackt werden, um dann in der Nacht zum nächsten Sonntag wieder auf unter null Grad zu fallen.

Erste Frühlingsboten zeigen sich aber im Garten: Schneeglöckchen und Krokusse strecken ihre Köpflein gen Himmel – und eine größere Schar an Wildgänsen hat ja auch bereits den Weg über Tostedt in Richtung Norden gefunden.

Sollte der Frühling spätestens zu Ostern endlich Einzug finden? Alle hoffen es, denn alle haben vom Winter die Nase voll. Angeblich klagen Wintersportorte über mangelnde Gäste: Weil keiner mehr Schnee sehen kann.

Überbleibsel (Schnee & Eis) des Winters Überbleibsel (Schnee & Eis) des Winters
Überbleibsel (Schnee & Eis) des Winters 17.02.2010
Erste Frühlingsboten: Schneeglöckchen Erste Frühlingsboten: Krokusse
Erste Frühlingsboten: Schneeglöckchen & Krokusse 14.03.2010