Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Marguerite Duras: Der Liebhaber

Eines Tages, ich war schon alt, kam in der Halle eines öffentlichen Gebäudes ein Mann auf mich zu. Er stellte sich vor und sagte: „Ich kenne Sie seit jeher. Alle sagen, Sie seien schön gewesen, als Sie jung waren, ich bin gekommen, Ihnen zu sagen, daß ich Sie heute schöner finde als in Ihrer Jugend, ich mochte Ihr junges Gesicht weniger als das von heute, das verwüstete.“ (S. 7)

So beginnt die autobiografische Erzählung Der Liebhaber (französischer Originaltitel L’amant) von Marguerite Duras aus dem Jahr 1984 (Aus dem Französischen von Ilma Rakusa – Suhrkamp Verlag – erste Auflage 1996); Widmung: Für Bruno Nuytten.

Marguerite Duras

Marguerite Duras

Marguerite Duras

Eine alte Frau erinnert sich an ihre Jugendjahre und ihre erste Liebschaft. Die Geschichte spielt in der französischen Kolonie Indochina, dem heutigen Vietnam am Anfang der 1930er Jahre. Duras schildert die Geschichte eines zu Beginn 15-jährigen französischen Mädchens, das in Südostasien aufgewachsen ist, von der Begegnung auf einer Mekong-Fähre mit einem 12 Jahre älteren Mann, bis zur Abreise nach Europa anderthalb Jahre später, Zeitsprünge in das Paris des Zweiten Weltkriegs eingeschlossen.

Die sexuelle Beziehung zu diesem reichen und von seinem Vater abhängigen Chinesen, die keine Liebesgeschichte ist, ist die Klammer, die das Stück nach außen zusammenhält, aber bei Weitem nicht die Erzählung dominiert. Tatsächlich spielen Familienmitglieder und Freundinnen eine mindestens ebenso wichtige Rolle.

Es ist eine Wohnung im Süden der Stadt. Modern, auf die Schnelle möbliert, würde man sagen, mit Möbeln im modern style. Er sagt: ich habe die Möbel nicht ausgesucht. Es ist dunkel in diesem Raum, sie bittet nicht, die Jalousien hochzuziehen. Sie ist ohne ein bestimmtes Gefühl, ohne Haß, auch ohne Abscheu, dann ist vermutlich schon Begehren im Spiel. Sie kennt es noch nicht. Sie hat sofort eingewilligt mitzukommen, als er sie am Abend zuvor darum bat. Sie ist da, wo sie hingehört, hierher versetzt. Sie empfindet eine leichte Angst. Es scheint tatsächlich, daß dies nicht nur ihren Erwartungen entspricht, sondern dem, was genau in ihrem Fall geschehen muß. Sie nimmt sehr aufmerksam das Äußere der Dinge wahr, das Licht, den Lärm der Stadt, von dem das Zimmer überflutet wird. Er, er zittert. Er sieht sie zunächst an, als erwartet er, daß sie zu sprechen beginne, aber sie sagt nichts. Also rührt auch er sich nicht, er zieht sie nicht aus, er sagt, er liebe sie wie wahnsinnig, er sagt es ganz leise. Dann schweigt er. Sie erwidert nichts. Sie könnte erwidern, daß sie ihn nicht liebe. Sie sagt nichts. Plötzlich weiß sie, jetzt, in diesem Augenblick, weiß sie, daß er sie nicht versteht, daß er sie nie verstehen wird, daß er außerstande ist, solche Verderbtheit zu verstehen. Und all die Umwege zu machen, um sie einzuholen, das schafft er nie. Sie muß es wissen. Sie weiß es. Angesichts seiner Unwissenheit weiß sie plötzlich: er hat ihr schon auf der Fähre gefallen. Er gefällt ihr, die Sache hing einzig und allein von ihr ab.

aus: Marguerite Duras: Der Liebhaber (Suhrkamp Verlag – erste Auflage 1996 – S. 61 f.)


Sadec (Sa Déc) – Wohnort der Familie der Protagonistin und ihres Liebhabers

Der Liebhaber ist eine 190-seitige Collage aus Erinnerungsfragmenten der Autorin zur Zeit ihres Erwachsenwerdens (die bei der Niederschrift über 50 Jahre her war), in Abschnitte gegliedert, die zum Teil nur wenige Zeilen, höchstens aber zwei Seiten lang sind, zwischen denen in der Regel Sprünge in Zeit und Raum vollzogen werden, die keinen kontinuierlichen Erzählstrang ergeben.

Marguerite Duras nannte ihre Erzählung „das leichteste Buch, das ich jemals geschrieben habe“. Sie wurde auch ihre erfolgreichste.

Wer Pornografie erwartet, sollte es anderweitig suchen. Es geht hier schon um sexuelles Begehren, um Lust, im großen Maße ist die Erzählung aber geprägt von einer Traurigkeit, die sich von der Mutter der namenlosen Hauptfigur auf diese und weiter auf den ebenso namenlos bleibenden Liebhaber überträgt.

Wir lächeln uns an. Ich frage ihn, ob es üblich sei, so traurig zu sein wie wir. Er sagt, das komme daher, daß wir uns den Tag über geliebt haben, in der Zeit der größten Hitze. Er sagt, es sei immer schrecklich danach. Er lächelt. Er sagt: ob man sich liebt oder nicht liebt, es ist immer schrecklich. Er sagt, mit der Nacht werde es vergehen, sobald sie da sei. Ich sage, es komme nicht allein daher, daß es tagsüber gewesen sei, er irre sich; ich befände mich in einer Trauer, die ich erwartet hätte, und sie komme einzig aus mir. Ich sei immer traurig gewesen. Ich sähe diese Trauer auch auf den Fotos, auf denen ich noch klein sei. Heute könne ich dieser Traurigkeit, die ich als diejenige erkannt hätte, die immer schon zu mir gehört habe, geradezu meinen Namen geben, so sehr gleiche sie mir. Heute, sage ich, sei diese Traurigkeit eine Wohltat, da ich endlich in das Unglück gestürzt sei, das meine Mutter mir seit jeher prophezeie, wenn sie in der Ödnis ihres Lebens aufheult.

aus: Marguerite Duras: Der Liebhaber (Suhrkamp Verlag – erste Auflage 1996 – S. 74 f.)


Cholen bzw. Cholon (Cho Lon) – ‘China Town’ von Ho Chi Minh Stadt (dem früheren Saigon), in den 30er Jahren war Cholon eine eigenständige Stadt – hier trafen sich die Liebenden

Bekannt wurde Marguerite Duras (* 4. April 1914 in Gia Dinh, Vietnam (damals franz. Indochina); † 3. März 1996 in Paris) mit ihrem Buch zu dem Film Hiroshima, mon amour in der Regie von Alain Resnais aus dem Jahre 1959. Der Film ist einer der bedeutendsten der Nouvelle Vague, einer Stilrichtung, die im französischen Kino der späten 1950er Jahre entstand und deren wichtigste Vertreter Claude Chabrol, Jean-Luc Godard, Jacques Rivette, Éric Rohmer und François Truffaut waren.

1992 wurde die Erzählung unter dem gleichen Titel von Jean-Jacques Annaud verfilmt – in den Hauptrollen Jane March und Tony Leung Ka Fai.


“Der Liebhaber” (1992) – Regie: Jean-Jacques Annaud

Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn

Wer mit der Bahn von Tostedt Richtung Bremen (Rollbahn Tostedt Bahnhof – Bremen Hbf) fährt, sieht unmittelbar nach Verlassen des Bahnhofs und der Unterführung einer Bahnbrücke auf der rechten Seite eine Abzweigung der Bahngleise. Hierbei handelt es sich um die Gleise der Bahnstrecke über Tostedt West und Zeven nach Wilstedt.

Abzweigung von der Strecke Hamburg – Bremen beim Tostedt Bahnhof
Abzweigung von der Strecke Hamburg – Bremen beim Tostedt Bahnhof

Erbaut wurde die ‚Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn‘ im Jahr 1917 in Normalspur über eine Länge von gut 63 km. Ende der 60’er Jahre wurde zunächst der Personenverkehr auf dem westlichen Teilstück Wilstedt – Zeven-Süd, am 28.9.1971 dann auch der verbliebene Personenverkehr zwischen Zeven-Süd und Tostedt eingestellt. Der Güterverkehr war stark durch die Landwirtschaft geprägt, ging aufgrund des dortigen Strukturwandels aber kontinuierlich – und seit den 90’er Jahren erheblich – zurück.

Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn

Die Bahnstrecke gehört heute zur EVB – Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe Weser GmbH, die den Personenverkehr inzwischen durch Busse, den so genannten „Ostesprinter“, ersetzt hat, die für die Strecke von Tostedt nach Zeven etwa 45 Minuten benötigen.


Kreuzung Bahnstrecke beim Bahnhof Tostedt-West mit der B75

Von Tostedt-DB führt die Strecke am äußeren westlichen Ortsrand entlang bis zum EVB-Bahnhof Tostedt-West. Der Bahnhof liegt direkt an der vor dem Bahnsteig kreuzenden Bundesstrasse. Das Bahnhofsgebäude ist das zweitgrößte der gesamten Strecke (nach Zeven-Süd). Fährt man mit dem Auto auf der B75, die durch Tostedt führt, in Richtung Bremen, dann kreuzt man die Bahnstrecke bei der Ortsausfahrt und sieht auf der linken Seite das Bahnhofsgebäude stehen.

Bahnhof Tostedt-West
Bahnhof Tostedt-West

In Tostedt selbst kreuzt man die Bahngleise am Ende der Triftstraße und wenn man die Schützenstraße in Richtung Tennisplätze geht (die Strecke führt dort in die Waldfläche Düvelshöpen hinein).

Wer sich für Bahnen (speziell für Feld- und Werkbahnen) im Elbe-Weser-Dreieck interessiert, dem möchte ich die Website von elbe-weser-bahn.de empfehlen. Feldbahnen werden zwischen Elbe und Weser bis heute z.B. im Küstenschutz sowie in Ziegeleien und Torfwerken eingesetzt. Auf der genannten Website findet man auch eine Fotogalerie zur ‚Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn‘ (WZTE) zwischen 1930 und 1970.

Die Lok 412 stand seit 1949 in Diensten der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn
Die Lok 412 stand seit 1949 in Diensten der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn

T. Coraghessan Boyle: Riven Rock (1998)

Als Stanley McCormick, der Sohn des Erfinders des Mähdreschers (Cyrus McCormick) und mithin Erbe eines gigantischen Vermögens, die schöne Katherine Dexter heiratet, bezeichnen die amerikanischen Gazetten dieses Ereignis als „Jahrhunderthochzeit“ (allerdings ist das Jahrhundert noch jung: Wir schreiben das Jahr 1904). Alles paßt zusammen bei den beiden: Reichtum, Schönheit, Intelligenz, Prestige – und darüber hinaus lieben sie sich auch noch.

Doch Stanley hört Stimmen, sieht unsichtbare Dinge und vor allem: Seine heftigen Ausfälle gegenüber Frauen – ganz besonders gegenüber der eigenen – machen ihn gemeingefährlich. Bald nach den verheerenden Flitterwochen wird er in sicheren Gewahrsam verbracht, nach Riven Rock, in einen festungsartigen Palast der McCormicks in Kalifornien. Die Ärzte diagnostizieren Schizophrenie und sexuelle Wahnvorstellungen. Katherine darf ihren Mann nur aus der Ferne sehen, bewaffnet mit einem Fernrohr, und erst zwanzig Jahre später hat sie zum erstenmal Zutritt zu ihm, unter strengsten Vorsichtsmaßnahmen.

Während die Ärzte – ein Primatenforscher, ein Quacksalber, ein klassischer Freudianer – kommen und gehen, hält der Pfleger Edward O’Kane dem Patienten über Jahrzehnte die Treue – genau wie Katherine. Edward, ein unverbesserlicher Trunkenbold und Hallodri, hat seine eigenen Probleme mit den Frauen und löst sie auf nicht unbedingt originelle Weise. Er und Katherine, die zu einer berühmten Kämpferin für die Frauenrechte wird, sind die einzigen, die bis zum Schluß an Stanleys mögliche Genesung glauben.

Ausgehend von einer realen Geschichte, erzählt Boyle eine amerikanische Tragikomödie. Themen wie die Psychoanalyse in Amerika, die Frauenemanzipation, das Verhältnis der WASP-Oberschicht zur irischen Mittelschicht und zu den italienischen Emigranten werden vor dem zeitlichen Hintergrund eines halben Jahrhunderts souverän und plastisch geschildert. Im Zentrum steht jedoch die bizarre, gerade in ihrer Unerfülltheit anrührende Liebesromanze.

Aus dem Klappentext zum Roman Riven Rock von T. Coraghessan Boyle (aus dem Amerikanischen von Werner Richter – Carl Hanser Verlag – 4. Auflage 1998).

Thomas Coraghessan Boyle (* 2. Dezember 1948 in Peekskill, Bundesstaat New York) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der dem historischen Roman in den USA zu neuem Ansehen verholfen hat. Seine Romane und Erzählungen basieren häufig auf gut recherchierten historischen Ereignissen und Persönlichkeiten, um die er mit viel Liebe zum Detail realistische Geschichten erfindet – wie im Roman Riven Rock. Boyle studierte u.a. an der University of Iowa und erwarb 1977 einen Doktortitel (Ph.D.) in englischer Literatur des 19. Jahrhunderts. Außerdem besuchte er den Writers Workshop derselben Universität unter der Leitung von John Irving (siehe hierzu: Die vierte HandBis ich dich finde), der zu seinem Mentor wurde. Seit 1974 ist Boyle verheiratet und lebt mit seiner Frau in Montecito (Santa Barbara) in Kalifornien, dort wo sich auch das Anwesen „Riven Rock“ befindet.


Riven Rock in Montecito

Nachdem ich vor kurzem den Roman März von Heinar Kipphardt erneut gelesen habe, war es fast zwangsläufig (sic!), dass ich mir auch noch einmal den Roman von T. Coraghessan Boyle vornehme. In beiden Romane stehen Protagonisten im Mittelpunkt, die an Schizophrenie leiden (siehe hierzu auch meinen Beitrag: Gentle Giant – An Inmate’s Lullaby). Während wir in „März“ vor allem den klinischen Alltag kennen lernen, erfahren wir in „Riven Rock“ eine Entwicklungsgeschichte eines Mannes und seiner Krankheit. Im letzteren spielt auch die Geschichte des Pflegers, Edward O’Kane, eine nicht unbedeutende Rolle. Ähnlich wie bei Irving so treten auch hier recht eigenwillige Typen auf. O’Kane ist nur einer von vielen. Leider streckt sich dadurch der Roman einwenig, gibt aber auch Ruhepausen, um sich von den Attacken Stanley McCormicks zu ‚erholen’.


langjährige Adresse von Eddie O’Kane, dem Pfleger: Santa Barbara/Kalifornien – 196 State Street

Prolog: 1927 – Welt ohne Frauen

Zwanzig Jahre lang, zwanzig öde, einförmige Jahre lang, die mit dem verschlafenen, beständigen Murmeln eines im Rinnstein dahinplätschernden Wasserlaufs an ihm vorbeirannen, bekam Stanley McCormick keine Frau zu Gesicht. Weder seine Mutter noch seine Schwestern noch seine Frau. Keine Krankenschwester, keine Bibliothekarin, kein Mädchen mit Zöpfen auf dem Weg zur Schule, keine alte Jungfer, die gerade ihre Veranda fegte, keine Hausfrau im Streit mit dem Gemüsehändler, keine Hure, keinen Backfisch und keine Suffragette. Es war nicht seine freie Entscheidung. Stanley liebte seine Mutter, seine Frau, seine Schwestern, er liebte auch anderer Leute Mütter, Frauen, Schwestern und Töchter, aber er liebte sie eben so sehr, liebte sie mit einer glühenden Leidenschaft, die an Haß erinnerte, die von Haß nicht zu unterscheiden war, und dieses Lieben und Hassen brachte Unheil über ihn und stieß ihn kopfüber in eine Welt ohne Frauen.

Mit neunundzwanzig heiratete er Katherine Dexter, eine Frau von Einfluß, Schönheit, Wohlstand und Ansehen, die ebenso kämpferisch und ungestüm war wie seine Mutter, mit einem herzzerreißenden Blick und einer Stimme so sanft und rein, daß sie wie ein Rauschmittel wirkte, und mit einunddreißig bekam er zum erstenmal den kalten Wolfsbiß der Fixierungsriemen zu spüren und betrat die einsame Welt der Männer. Damals war er innerlich ganz leer. Er war blockiert. Er sah Dinge, die nicht da waren, scheußliche, hässliche Dinge, Wesen aus dem Innersten seines Kopfes, die viel lebendiger waren als jedes Leben, das er je gekannt hatte, dazu hörte er Stimmen, die ohne Münder, Kehlen und Zungen sprachen, und jedes Mal, wenn er aufsah, blickte er in ein Gesicht eines Mannes.


Katherine Dexters Wohnsitz in Boston – Commonwealth Avenue No. 393

Die Jahre häuften sich an. Stanley wurde vierzig, dann fünfzig. Und während dieser ganzen Zeit hatte er nur Kontakt zu einem einzigen Geschlecht – zu Männern mit ihren haarigen Handgelenken und eiskalten Blicken, den rauhen Meckerstimmen, dem Mundgeruch und dem klebrigen Schweiß, der in ihren Bärten glitzerte und ihre Hemden unter den Achseln dunkel färbte. Als wäre er einer Studentenverbindung beigetreten, die nie das Haus verließ, als wäre er ins Kloster gegangen oder als marschierte er im Gleichschritt mit der Fremdenlegion durch endlose unwegsame Sanddünen, und keine Oase in Sicht. Und wie fühlte sich Stanley dabei? Das hatte ihn nie jemand gefragt. Bestimmt nicht Dr. Hamilton – ebenso wenig Dr. Hoch und Dr. Brush und Dr. Meyer. Aber wenn er darüber nachdachte, wenn er auch nur eine Minute lang über seine merkwürdige, entbehrungsreiche Lage nachdachte, dann fühlte er eine alles verschlingende schwarze Kluft in sich aufbrechen, als würde er entzweigerissen wie ein siamesischer Zwilling, den man von seiner anderen Hälfte trennte. Er war ein Mann ohne Ehefrau, ein Sohn ohne Muter, ein Bruder ohne Schwestern.

Aber warum? Warum mußte das so sein? Weil er krank war, sehr krank, das wußte er. Und er wußte auch, warum er krank war. Es war ihretwegen, wegen dieser Huren, wegen der Frauen. Sie waren schuld. Und falls er seine Frau jemals wiedersehen sollte oder seine Mutter oder Anita oder Mary Virginia, dann wußte er genau, was er tun würde, so sicher wie morgens die Sonne emporsteigt und die Erde sich um ihre eigene Achse dreht: Er würde geradewegs auf sie zugehen, auf Katherine oder Mary Virginia oder die Frau des Präsidenten oder irgendeine von ihnen, und dann würde er ihnen zeigen, was ein richtiger Mann war, er würde sie dafür bezahlen lassen, ja, das würde er. So lagen die Dinge, und deshalb hatte er die letzten neunzehn Jahre in Riven Rock verbracht, auf dem fünfunddreißig Hektar großen Anwesen, das vom Geld seines Vaters erworben war, in seiner steinernden Villa mit den Gitterstangen vor den Fenstern und dem fest am Boden verschraubten Bett, mit Aussicht auf den stahlblauen Panzer des Pazifiks und die unnachgiebige Wand der Channel Islands – in seinem ureigenen Paradies, dem Ort, den keine Frau je schaute oder betrat.

aus: T. Coraghessan Boyle: Riven Rock (S. 11f. – Carl Hanser Verlag – 4. Auflage 1998)

Gerüchte und Realitäten

Im Dauerduell der hanseatischen Rivalen (HSV und Werder Bremen) hat Hamburg ausgeglichen und das Hinspiel am Donnerstag im UEFA-Cup-Halbfinale in Bremen mit 1:0 gewonnen. Wie in der Bundesliga überzeugte der HSV dabei eher durch Effektivität als durch Spielkultur. Werder dagegen ließ jede Menge Chancen aus und hatte nicht die geistige Frische wie im Spiel der Kontrahenten im DFB-Pokal-Halbfinale zuvor.

Gestern im Bundesligaalltag mussten beide Mannschaften den andauernden ‚englischen Wochen’ Tribut zollen. Der HSV kam gegen den Meisterschaftskonkurrenten Hertha BSC nicht über ein 1:1-Unentschieden zu Hause hinweg. Und Werder verlor sogar beim 1. FC Köln mit 0:1, zumal fast das gesamte Mittelfeld (Diego, Özil und Frings) erst gar nicht nach Köln wegen Verletzungen und Sperre angereist war.

Am Donnerstag nun findet das Rückspiel im UEFA-Pokal-Halbfinale in Hamburg statt. Und sollte die Verletztenliste der Bremer bis dahin nicht kleiner werden, dann sehe ich schwarz für den SV Werder. Immerhin steht die Mannschaft am 30. Mai im Finale des DFB-Pokals in Berliner Olympiastadion gegen Bayer Leverkusen. Es könnte dann die letzte Chance sein, auch im nächsten Jahr in einem europäischen Wettbewerb antreten zu können.

Und sollte Werder Bremen auch hier leer ausgehen, dann kommen schwere Zeiten auf den Verein zu. Ohne die Gelder aus den internationalen Pokalspielen wird man kaum einen Spieler wie Diego halten können, zumal Juventus Turin jetzt wohl auch ganz offiziell sein Interesse an ihm kundgetan hat. Aber noch ist es nicht soweit. Noch hat die Mannschaft es selbst in der Hand, den einen und/oder anderen Pokal nach Bremen zu holen.

Ähnlich geht es z.B. auch einem Verein wie Hertha BSC, der eine Vertragsverpflichtung des Spielers Andrij Woronin, der bis zum Ende dieser Saison vom FC Liverpool lediglich ausgeliehen ist, davon abhängig macht, dass die Teilnahme an der Champions League gesichert ist.

Werder Bremen hat mit Claudio Pizarro ebenfalls einen (vom FC Chelsea London) ausgeliehenen Spieler in seinen Reihen, den man gern unter Vertrag nehmen würde. Da aber gegen ihn ein Verfahren anhängig ist (als Spieler soll er auch als Spielervermittler aufgetreten sein, was verboten ist) und mit einer längeren Sperre gerechnet wird, sitzt Bremen hier in der Zwickmühle. Immerhin dürfte ein anderer Stürmer, Boubacar Sanogo, der an die TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen wurde, an die Weser zurückkehren.

Die Gerüchteküche kocht. Nach dem nicht unbedingt überraschenden Rauswurf von Trainer Jürgen Klinsmann bei den Bayern, hat Jupp Heynckes für die letzten Spieltage dieser Saison die Regie übernommen. Auf der Suche nach einem neuen Trainer war jetzt der Niederländer Louis van Gaal im Gespräch. Aber Bayern-Manager Uli Hoeneß dementiert. Und was wird aus Franck Ribéry; geht dieser tatsächlich zum FC Barcelona? Dann wären die Bayern auch an Werders Diego interessiert.

Und der Meisterschaftsanwärter Wolfsburg? Geht dessen Trainer Felix Magath nun zu Schalke 04 oder nicht? Dieser äußert sich in der Öffentlichkeit bisher nur vage.

Sollte Magath wirklich zu Schalke gehen (sehr wahrscheinlich sogar), dann beginnt sich das Trainer-Karussell erst recht zu drehen: Magath zu Schalke, Rangnick (bei Hoffenheim rumort es inzwischen gewaltig) zu den Wolfsburgern und – da ist zz. doch noch einer arbeitslos: – Klinsmann, der Hopp-Spezie, nach Hoffenheim?

Bevor diese Saison zu Ende gegangen ist, wird bereits viel spekuliert. Dabei ist in Meisterschaft und DFB-Pokal sowie im UEFA-Cup, der einen deutschen Verein im Finale haben wird (HSV oder Werder), bisher noch nichts entschieden. Und so werden auch viele Personalentscheidungen zunächst aufgeschoben. Hoffentlich wird hier nicht zu lange geschoben, ansonsten erledigt sich die eine oder andere Entscheidung von Fall zu Fall selbst.

VHS-Kurse für Männer

Männer verstehen Spaß. Gerne benehmen sie sich etwas tollpatschig, nur um „ihr" den liebenswerten Clown vorzuspielen. Ja so sind sie, diese possierlichen Kerlchen – man muss sie einfach mögen! In diesem Sinne ist auch das folgende vhs-Kursangebot gedacht:

 

Kurs-Nr. 8001
Die Selbstreinigung schmutzigen Geschirrs
Mit Videobeispielen dokumentierte
Zerstörung einer Illusion.

Kurs-Nr. 8002
Wie werde ich der ideale Einkaufsbegleiter?
Wir besuchen die Kleider- und Schuhabteilung eines Kaufhauses.
Einweisung in Meditations-, Entspannungs- und Atemtechniken.

 

Kurs-Nr. 8003
Unterschiede zwischen Wäschebehälter und Fußboden
Bilder und Erläuterungen mit lustigem Suchspiel.

Kurs-Nr. 8004
Die Rolle des Beifahrers
„Einfach mal die Fresse halten" – Training in 2er-Gruppen mit Fahrsimulation.
Erlernen kommentarloser Akzeptanz.

 

Kurs-Nr. 8005
Ehetraining: Unterschiede zwischen Mutter und Ehefrau
Wie gelingt es, die wichtigsten Unterschiede zwischen der Mama und der
Gattin herauszufinden? Mit Rollenspielen!

Kurs-Nr. 8006
Loslassen – oder: wie Sie es schaffen können,
Ihrer Frau die Fernbedienung auszuleihen

Bitte bringen Sie leichte Kleidung und eine Fernbedienung mit.

 

Kurs-Nr. 8007
Umweltfragen: Wachsen Toilettenpapierrollen auf dem Halter nach?
– Erstaunliche Möglichkeiten der Papierbeschaffung.
– Übungen zur (umweltgerechten) Entsorgung der Papphülse.

Kurs-Nr. 8008
Selbständigkeit: Ab heute finde ich meine Socken alleine!
Aufklärung über typische Aufbewahrungsorte von Kleidungs- und
Wäschestücken im Haushalt mit anschließender Schnitzeljagd.

 

Kurs-Nr. 8009
Gedächtnistraining: Ein Jahrestag kommt selten allein
– Wie erinnere ich mich an Geburtstage, Hochzeitstage usw. (mit Beispielen
aus der Fußballhistorie)?
– Wie schaffe ich es anzurufen, wenn ich mich verspäte?

Kurs-Nr. 8010
Aufklärung: Das große Geheimnis hinter dem „kleinen Geschäft"
Wir besprechen die Zubehörteile einer handelsüblichen, gutbürgerlichen
Toiletteund ordnen sie zu. Mit Powerpoint-Präsentation!

auch als PDF-Datei

weitere VHS-Kurse für Männer

Hermann Hesse: Voll Blüten

Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,
Nicht jede wird zur Frucht,
Sie schimmern hell wie Rosenschaum
Durch Blau und Wolkenflucht.

Pfirsichblüte

Wie Blüten gehn Gedanken auf,
Hundert an jedem Tag –
Laß blühen! laß dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!

Es muß auch Spiel und Unschuld sein
Und Blütenüberfluß,
Sonst wär die Welt uns viel zu klein
Und Leben kein Genuß.

Hermann Hesse: Voll Blüten

Oaksenham – armenischer Progressive Rock

Bei meiner Suche nach eine Rockband oder einem Einzelkünstler mit dem Anfangsbuchstaben O für meine zweite Zusammenstellung MusikvideoZ von A bis Z bin ich in der Gibraltar Encyclopedia of Progressive Rock auf eine Gruppe namens Oaksenham gestoßen, von der ich bisher nichts gehört hatte. Die Informationen dort klangen verheißungsvoll. Die Band spielt einen symphonischen Progressive Rock und kommt aus Eriwan in Armenien.

Armenien liegt in der Bergregion des Kaukasus. Von dort klingt eigentlich nicht viel bis zu uns herüber. Und außer Radio Eriwan, das Anfragen mit „Im Prinzip ja, aber …“ beantwortet, ist mir auch von der armenischen Hauptstadt nichts Weiteres bekannt. Um so erstaunlicher diese Gruppe.

Die Gruppe Oaksenham (deren Website bietet einige Stücke zum Download) wurde im Jahr 2001 gegründet und hat neben der Standardbesetzung (Gitarre, Schlagzeug, Bass und Keyboards) die Flöte und die Geige in den Mittelpunkt ihrer Musik gestellt. Daher ist die Nähe zu der Musik von Jethro Tull und Gentle Giant nicht verwunderlich. Besonders Gentle Giant hat es den Mitgliedern von Oaksenham angetan. So sind es gleich mehrere Stücke (Talybont, Three Friends, On Reflection) von Gentle Giant, die (instrumental) in ansprechendem Arrangement nachgespielt werden. Aber auch Jethro Tull findet sich: In dem Stück „Jester’s Pipe“ wird Ian Andersons Titel „Velvet Green“ verarbeitet. Das alles und mehr findet man auf der CD Conquest of the Pacific (2006), die auch bei uns käuflich zu erhalten ist.

Die Gruppe Oaksenham verarbeitet in ihrer Musik aber auch traditionelle armenische Musik, wodurch ein besonderer Reiz auch für unsere westeuropäischen Ohren entsteht. Hier zunächst die Besetzung:

Vahagn Papayan – bass
Anna Adamyan – keyboards
Valery Tolstov – flute
Koryun Bobikyan – violin
Vardan Gasparyan – guitar
Ashot Korganyan – drums

Leider sind im Netz keine Videos der Gruppe verfügbar. So habe ich zu zwei Live-Aufnahmen der Gruppe, am 10. Oktober 2003 beim FireWall Rock Festival im Yerevan Puppet Theatre (Eriwan Puppentheater) aufgenommen, einige Bilder der Bandmitglieder herausgesucht und diese mit der Musik als Videos bei YouTube eingestellt. Das letzte Video enthält zwei Coverversionen von Gentle Giant-Stücken:


Oaksenham: For Mylady Carrie (live 10/10/2003)


Oaksenham: Talybont/Three Friends (live 10/10/2003)

Schweinefleisch, gut durchgebraten

Es mutet wie „eine Strafe Gottes“ an, der Ausbruch der so genannten Schweinegrippe. Der derzeitige Virus ist genetisch einmalig und neu. In ihm sind die Erbinformationen aus zwei Stämmen der ‚alten’ Schweinegrippe und je ein Stamm von Vogelgrippe und Grippe beim Menschen kombiniert. Daher ist er auch für Menschen gefährlich.

Nach dem Ausbruch der Krankheit in Mexiko ist der Virus neben USA und Kanada nun auch in Europa nachgewiesen worden. In Zeiten der Globalisierung ist mit einer besonders schnellen weltweiten Ausbreitung zu rechnen (die wohl schlimmste Grippe-Pandemie gab es in den Jahren 1918-1920, die spanische Grippe, die weit über 20 Millionen Menschenleben gekostet hat, einige Schätzungen sprechen von bis zu 100 Millionen; die letzte große Grippe-Pandemie war die Hongkong-Grippe 1968, der allein in Deutschland rund 30.000 Menschen zum Opfer fielen).

Mexiko-Grippe

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt weiß uns Bürger zu beruhigen: „Wir sind gut vorbereitet. Bund und Länder, Ärzte, Krankenhäuser und Rettungsdienste wissen genau, was sie im Ernstfall zu tun haben. Es gibt einen ausgearbeiteten Pandemieplan, der auch funktioniert, wie die Abstimmung der letzten Tage zeigt.“

Gut zu wissen, dass es endlich seit 2005 einen Notfallplan für eine Grippe-Pandemie auch in Deutschland gibt, der von dem Robert-Koch-Institut (RKI) im Auftrag des Gesundheitsministeriums erarbeitet wurde.

Sicherlich besteht besonders bei uns kein Anlass zu übertriebener Besorgnis. Es gibt zwar keinen Impfstoff gegen diese neue Variante eines Grippe-Virus. Aber die üblichen Grippe-Mittel sollten genügen. Wichtig ist nur, dass die Krankheit rechtzeitig erkannt wird. Krankheitssymptome sind wie bei einer normalen Grippe auch plötzliches Fieber, Muskelschmerzen, trockener Husten und ein trockener Hals. Allerdings ist der einhergehende Durchfall und die Übelkeit stärker ausgeprägt (Fragen und Antworten zur Schweinegrippe).

Bei Schweinen ist der Virus übrigens bisher nicht nachgewiesen worden. Daher ist der Name wohl eher irreführend und man spricht jetzt auch, vom regionalen Ursprung ausgehend, von der Mexiko-Grippe. Sollte der Virus tatsächlich auch bei Schweinen nachgewiesen werden, dann ist Schweinefleisch nicht grundsätzlich gesundheitsgefährdend, sondern muss nur gut durchgebraten werden (bei 72 °C sterben die Viren ab).

siehe auch Google Flu Trends

Mallard – live at Rockpalast 1976

In einem früheren Beitrag schrieb ich u.a.:

Ian Anderson hatte öfter Frank Zappa als einen der Musiker erwähnt, die er mag. Oft weiß man zwar nicht, ob der Meister das wirklich ernst meint. Ich glaube aber: ja. Und zwischen Jethro Tull und Zappa gibt es bekanntlich das Bindeglied Eddie Jobson, wie ebenso in einem früheren Beitrag in diesem Blog festgestellt wurde (Was ist bloß mit Ian los? Teil 39: Widmungen und mehr). Das bestätigt natürlich nicht unbedingt die Aussage von Herrn Anderson (Jobson war ja nicht der typische Tull-Musiker). Vor einiger Zeit las ich aber, dass Ian Anderson in den 70-er Jahren ein Plattenprojekt einer Gruppe aus dem Umfeld von Captain Beefheart finanziell unterstützt hätte. Captain Beefheart steht ähnlich wie Zappa für avantgardistische Musik und beide haben auch öfter gemeinsam musiziert. Ich habe also nachgeforscht, weil mir das doch sehr kurios vorkam. Und tatsächlich. Im April 1972 tourte Jethro Tull durch die USA, abwechselnd mit der Gruppe Wild Turkey (mit Ex-Tull Bassist Glenn Cornick) und Captain Beefheart als Vorgruppe. Am Rande: u.a. wurde „Thick as a Brick“ dabei mehrmals vollständig aufgeführt. Hier lernte Anderson also Don Van Vliet und seine Jungs kennen.

Als Begleitband von Captain Beefheart spielten u.a. Bill Harkleroad (Zoot Horn Rollo) und Mark Boston (Rockette Morton) von 1968 bis 1974 in der so genannten Magic Band. 1974 kamen die beiden mit dem Schlagzeuger Artie Tripp III (Ed Marimba) nach England, um dort als MALLARD ein Album aufzunehmen. Die Gruppe nahm dann 1975 und 1976 insgesamt zwei LPs auf. Und die erste hat tatsächlich Ian Anderson finanziert. Angeblich soll Anderson den Jungs auch einen Song geschrieben haben. Was daraus wurde, ist aber wohl nicht ganz klar (immerhin soll das Lied aufgenommen worden sein und das Band sich dazu im Besitz von Bill Harkleroad befinden). Nachzulesen ist alles in einem Interview mit Bill Harkleroad (Zoot Horn Rollo); u.a. steht dort:

didn’t ian anderson initially back the mallard project?

totally. he set up a situation where we got signed to virgin records. through being the opening act and making the connection early on, he got hold of bill shumow, our manager at the time, and said: ‚hey, where are these guys and what are they doin‘?‘ he got us into the studio and wrote a song for us. a bizarre song. i’ve got the tape of it (laughs). real ian anderson-sounding! anyway, he says: ‚hey, here you go. i’ll give you the money. here’s a tune.‘

so ian anderson wrote a song for mallard?

one song. it never showed up anywhere. he was in town and the way i thought of it is: here’s this guy who works twenty hours a day and needs to be busy [laughs]. he had a day off, so he wrote us a song. anyway, he was very nice and i appreciated what he did. we went to england and recorded the first album in his studio with his engineer.

Ian Anderson also als Sponsor. Man glaubt es kaum. Die CD ist sogar käuflich zu erwerben: Mallard – in a Different Climate.

Bei YouTube nun gibt es tatsächlich auch Live-Aufnahmen der Gruppe, die sogar in Deutschland 1976 in der Sendung „Rockpalast“ ausgestrahlt wurden. „Mallard“ trat damals in folgender Besetzung auf:

Bill Harkleroad (Zoot Horn Rollo) – Guitar
Mark Boston (Rockette Morton) – Bass, Vocals
Sam Galpin – Lead Vocals
John Thomas – Keyboards
George Draggota – Drums

Hier nun die einzelnen fünf Stücke von dem “Rockpalast”-Auftritt 1976:


Mallard – 1) Back On The Pavement (Rockpalast 1976)


Mallard – 2) One Day Once (Rockpalast 1976)


Mallard – 3) Reign Of Pain (Rockpalast 1976)


Mallard – 4) A Piece Of Me (Rockpalast 1976)


Mallard – 5) Mama Squeeze (Rockpalast 1976)

Die Rollbahn: Tostedt Bahnhof – Bremen Hbf

Letzten Freitag war ich wieder mit dem Zug nach Bremen gefahren. Die Strecke gehört zur so genannten „Rollbahn“ und beginnt am Hamburger Hauptbahnhof, führt von dort über Tostedt nach Bremen und weiter bis ins Ruhrgebiet.

Rollbahn: Tostedt Bahnhof - Bremen Hbf.

Die Strecke von Hamburg bis Bremen wird durch den ME (Metronom Express) bedient. Dieser hält nach Tostedt noch in Lauenbrück, Scheeßel und Rotenburg (Wümme). Endstation ist dann der Hauptbahnhof in Bremen. Will man zu einer der Stationen zwischen Rotenburg und Bremen – das sind Sottrum, Ottersberg, Sagehorn und Bremen-Oberneuland -, dann muss man in Rotenburg umsteigen und die RB (Regionalbahn) der Deutschen Bahn AG benutzen. Die Fahrt von Hamburg Hbf. nach Bremen Hbf. dauert etwa 75 Minuten; von Tostedt nach Bremen braucht man knapp 45 Minuten.

Blumenpracht Teil 23

Ein sonniger April geht dem Ende entgegen. An den letzten April-Tagen kündigt sich leichter Regen an. Die Natur hat diesen Regen bitter nötig. Alles im Garten ist trocken und lechzt nach Feuchtigkeit.

Ein schöner April verheißt meist keinen sonnigen Sommer. Aber noch sieht es so aus, aus könnte auch der Mai weitere Sonnentage bringen. Hoffen wir das Beste.

Blumenpracht in AlbinZ Garten April 2009

Blumenpracht in AlbinZ Garten April 2009

‚Stiefmütterchen‘ – Blumenpracht in AlbinZ Garten – April 2009

Blumenpracht in AlbinZ Garten April 2009

Blumenpracht in AlbinZ Garten April 2009

Blumenpracht in AlbinZ Garten April 2009