Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

AVO-Session-Night: Jethro Tull

In meinem Beitrag Jethro Tull live in Basel/Switzerland 2008 hatte ich bereits von dem Auftritt der Gruppe Jethro Tull bei dem AVO Session Festival in Basel/Schweiz am 15.11.2008 berichtet. Das Konzert wurde live vom Schweizer TV-Sender SF2 ausgestrahlt. Da der Sender auch zum Sender-Konglomerat 3SAT gehört, war es eigentlich nur ein Frage, wann auch in Deutschland das Konzert im Fernsehen zu sehen sein wird. Jetzt morgen am Freitag, den 6. März, ist es soweit. Allerdings sollte man früh aufstehen (oder seine Gerätschaften entsprechend programmieren). Der Auftritt von Jethro Tull wird morgens auf 3SAT ab 2 Uhr 45 gesendet (und geht wohl bis 3 Uhr 40). Es ist also nicht das ganze Konzert, das immerhin 90 Minuten dauerte.

Mit den eigenen Waffen geschlagen

Wer kennt es eigentlich nicht, den Ärger mit Telekommunikationsunternehmen, mögen die nun Telekom („Telekom ade?!“), Freenet oder wie auch immer heißen. Hat man Reklamationen anzumelden, so sind diese Unternehmen meist nicht zu erreichen – wie auch ich erfahren durfte („Normal ist das nicht, wirklich nicht?!“).

So ging es auch einem anderen Kunden, dem von freenet ein Produkt falsch berechnet wurde. Auf seine Briefe gab es keine Antworten, auf seine Anrufe wurde nicht reagiert. So ließ er sich das nicht länger gefallen – und schrieb einen weiteren Brief mit einer Rechnung für seinen Schuppen, den das Unternehmen gekauft habe. Erst als der Rechnungsbetrag angemahnt wurde, reagierte freenet endlich. Manchmal kann man solche Unternehmen nur mit den eigenen Waffen schlagen. Kann nur gehofft werden, dass daraus die nötigen Lehren gezogen werden.

Siehe hierzu das Video bei zdf.de: Der Telefonkunde schlägt zurück

Gentle Giant live im Golders Green Hippodrome 1978

Knapp ein Jahr nach dem Auftritt von Jethro Tull 1977 live im Golders Green Hippodrome zu London, trat am 5. Januar 1978 die Gruppe Gentle Giant an gleicher Stelle für die BBC-Sendung Sight & Sound auf.

Seit Anfang dieses Jahres ist nun eine DVD mit Aufnahmen dieses Konzertes auch bei uns in Deutschland erhältlich: Gentle Giant – GG At The GG – Sight And Sound In Concert [UK IMPORT]

Neben diesem Konzert sind weitere Live-Aufnahmen auf dieser DVD enthalten. Hier die einzelnen Menüpunkte:

1.   Original menu music by Kerry Minnear. It uses John Weathers’s recorded drumming, lifted from the band’s multitracks by Dan Bornemark.
2.   The BBC Sight & Sound concert, Golders Green Hippodrome, London, January 5th, 1978:
  1. Two Weeks In Spain
  2. Free Hand
  3. On Reflection
  4. I’m Turning Around
  5. Just The Same
  6. Playing the Game
  7. Memories Of Old Days
  8. Betcha Thought We Couldn’t Do It
  9 JP Weathers presents …
  10. Funny Ways
  11. For Nobody
  12. Mountain Time
3.   ITN House, London, April 24, 1976:
  1. Interview
  2. Give It Back
  3. I Lost My Head
4.   In and around Capitol Studios, Hollywood, Los Angeles, 1978:
  1. Words From The Wise
  2. Thank You
  3. Giant For A Day
5.   The Old Grey Whistle Test, Drury Lane Theater, London, November 26, 1974. It includes "Octopus Medley."
6.   Gallery 1 (live shots and memorabilia from Gary Green’s collection)
7.   Münster, Germany: April 5, 1974: handheld Super 8 footage by Martin Buntrock, filmed at Halle Münsterland.
8.   Gallery 2 (more live shots and memorabilia from Gary Green’s collection)
Bei YouTube gibt es bereits seit einem Jahr sechs Videos von dem Konzert im Golders Green Hippodrome 1978 – viel Spaß beim Lauschen!
 

Gentle Giant live 1978 at Golders Green Hippodrome

 

siehe auch meine Beiträge: Gentle Giant: The Advent of PanurgeMusikvideos: Gentle GiantMeine Lieblingslieder – Teil 1

Der Bildschirm-Recorder CamStudio 2.0

Manchmal möchte man das, was auf dem Bildschirm abläuft, all die Aktivitäten, die durch Tastatureingabe oder Mausklick auch auf dem Monitor ihre Spuren hinterlassen, als Video aufzeichnen. Hierzu, wie sollte es anders sein, gibt es natürlich einige Programme; die einen kosten etwas, andere sind kostenlos und frei verfügbar. Eine einheitliche Bezeichnung für diese Programme gibt es nicht. Die einen nennen sich Bildschirm-Recorder, eines neu-deutsch Screencapture, andere schlicht und einfach Software zur Bildschirmaufnahme. Alle tun mehr oder weniger das eine: sie halten alles fest, was auf dem Bildschirm passiert (auch mit Ton möglich).

Über mehrere Wege bin ich im Internet, u.a. auch heise.de, auf ein kleines Programm gestoßen, das CamStudio 2.00 heißt (Download der Anwendung, Größe ca. 1,3 MB). Das Programm ist Open Source und kostenlos.

Dieses Programm nimmt Ton und Bild von allen Aktivitäten auf dem Windows-Desktop auf und speichert diese als AVI- oder SWF-Video ab. Die Bewertungen durch andere Benutzer sind gut.

CamStudio 2.0

Mit der Handhabung muss man zunächst klar kommen. Hat man aber etwas getestet, dann findet man sich schnell zurecht:

Die Größe des Videos wird über den Menüpunkt „Region“ eingestellt. Über „Fixed Region“ kann man seine gewünschten Vorgaben einstellen. Es ist auch möglich, den gesamten Bildschirm aufzuzeichnen, was aber z.B. bei einer Bildschirmauflösung von z.B. 1280 x 1024 viel Festplattenspeicher benötigt.

Unter „Options“ stellt man die Optionen für den Cursor und das Video ein. Cursor Options besagt, ob z.B. der Cursor, der über dem Windows-Desktop wandert, mit aufgezeichnet werden soll – und wenn ja, wie.

Über Video Options wird z.B. der Codec (Compressor) eingestellt. Vorgegeben ist „Microsoft Video 1“. Hier könnte man auch den DIVX-Codec einbinden. Die beste Qualität erzielte aber Microsoft Video 1.

Bisschen tricksen muss man mit den weiteren Einstellungen hier: Das Häkchen unter „Auto Adjust“ habe ich entfernt und dann folgende Einstellungen vorgenommen:

Set Key Frames Every: 200 frames

Capture Frames Every: 66 milliseconds
Playback Rate: 15 frames/second

Die beiden letzten Einträge sind voneinander abhängig (das Video nimmt 15 Bilder pro Sekunde, das sind 0,0667 Sekunden pro Bild, also rund 66 Millisekunden; bei 25 Bilder/Sek. sind das 40 Millisekunden).

Es gibt zwar auch einen CamStudio-Codec, aber den habe ich gleich wieder deinstalliert, da dieser auf meinem Rechner nicht ordentlich funktionierte.

Das Programm funktioniert ansonsten sehr gut. So kann ich den Fokus allein auf das zuvor verkleinerte Fenster einer Anwendung setzen (die Videogröße habe ich ebenfalls zuvor eingestellt) und dann mit der Videoaufzeichnung beginnen. Gleichzeitig kann ich über ein Mikrofon Kommentare abgeben. Auf diese Art lässt sich z.B. die Funktionsweise eines bestimmten Programm erklären und vorführen. Natürlich lässt sich das so aufgezeichnete Video auch weiterverarbeiten (und nachvertonen).

Siehe auch: Software des Jahres bei heise.de – z.B. Arbeiten mit Vektorgrafiken

Problemlösungen

In einer Werbemail stand folgendes Zitat:

Rezession? Depression? Krise? Wir reden von Lösungen, nicht von Problemen.

Das klingt zunächst überzeugend. Klar, ich will keine Probleme, ich will Lösungen. Nur ist das Problem dabei, dass manchmal Probleme gar nicht erkannt werden. Oder man hat Probleme, aber nicht die richtige Lösung. Und manchmal soll es sogar Lösungen geben für Probleme, die man nicht hat.

Problemlösen verläuft in der Regel nach folgendem Schema:
1. Am Anfang steht das Problem, ein kognitiver Konflikt, ein unbefriedigender Ist-Zustand
2. Es bedarf nun epistemischer Neugier, um den Ist-Zustand zu überwinden
3. Suche nach Hilfsmittel, Informationen, Lösungsansätzen beginnt
4. Haben wir einen richtigen Lösungsweg gefunden, erfahren wir einen Aha-Effekt (wenn nicht: zurück zu 3.)
5. Am Ende steht die Entspannung, der angestrebte Soll-Zustand

siehe: Problemlösen bei Wikipedia

Zurück zu dem Werbesprüchlein: Hier will man Lösungen verkaufen. Ich als potentieller Kunde werde mir die Lösungen nun anschauen und versuchen zu analysieren, ob eine der Lösungen vielleicht zu einem Problem passt, das ich habe.

Passende Lösung - und das Problem?

Wie gut, dass ich keine Probleme habe (wenigstens keine größeren), also brauche ich nicht weiterzulesen und kann die Mail ohne Weiteres löschen. Ab und weg!

Mein Lifestream

Gleich auf den rechten Seite in diesem Weblog (unter den Links zu den fünf letzten Kommentaren) unter „Meine Websites“ findet Ihr einen neuen Link namens: Willi im Web: lifestream.fm

Willi bei lifestream.fm

lifestream.fm ist ein Medien- und Dienste-Aggregator, also ein Dienstleister, über den jeder einzelne seine eigenen (auch fremde) Medieninhalte sammelt kann. Insgesamt sind zz. 60 Dienste (Services) verfügbar, z.B. die Amazon Wish List, Videos bei Clipfish, MyVideo, YouTube u.a., Fotos bei Flickr, Picasa oder Facebook, Lesezeichen bei Mister Wong, Nachrichten bei Twitter usw. Außerdem kann man hier Links auf alle selbst erstellten Wikipedia-Beiträge hinterlegen oder man lässt seine aktuell laufenden Auktionen bei eBay anzeigen. Außerdem gibt lifestream.fm die Einträge eines RSS oder Atom Feeds aus.

Auf gut Deutsch gesagt: Unter lifestream.fm werden alle meine Aktivitäten (bei YouTube, MyVideo, Mister Wong und alle neuen Beiträge dieses Weblogs) chronologisch aufgeführt. Somit hat jeder, den es interessiert, einen Überblick über (fast) alles, was ich so im Internet verbreche.

Zu den Wurzeln des Blues

Mit einer Exkursion in den Bereich der Weltmusik möchte ich meine Beitragsreihe zu Ry Cooder für heute (vorerst) beenden. Ry Cooder ist für mich nicht nur einer der größten Gitarristen, Bewunderung verdient er besonders dadurch, weil er sich abseits des musikalischen Mainstreams der traditionellen Musik Nordamerikas angenommen hat.

So ist auch das Zusammenspiel zwischen Ry Cooder und Ali Farka Touré aus Mali als eine Rückkehr zu den Wurzeln einer der Richtungen der klassischen Musik Amerikas, dem Blues, zu betrachten. Als sich beide vor Jahren trafen, kristallisierte sich in Gesprächen bei beiden Gitarristen die Idee heraus, die Wurzeln bis zum Ansatz zurück zu verfolgen. Resultat ist ein 1994 erschienenes Album mit zeitlosen Kompositionen, deren Vocal-Parts in vier verschiedenen Sprachen (Tamasheck, Songbau, Bambara und Paul) verfasst wurden. Diese vier afrikanischen Sprachstämme sind zugleich die Muttersprachen der Völker, die von Sklavenhändlern einst in das Land der ‚Freiheiten und unbegrenzten Möglichkeiten‘ verschleppt wurden.

Ali Farka Touré & Ry Cooder: Talking Timbuktu

Das gemeinsame Projekt „Talking Timbuktu“ ist eine gelungene Mischung aus klassischen Black-Blues und den folkloristischen Elementen Malis. Interessant ist dabei die instrumentale Mischung aus Gitarre, Percussion und Njarka (einer Art Fidel), ganz besonders die so typische Stimme von Ali Farka Touré, die den Liedern ein ganz besonderes Flair einhaucht. Daraus ist auch deutlich der für Mali typische starke arabische Einfluss zu hören. 1995 bekam die Scheibe „Talking Timbuktu“ den Grammy als Best World Music Album.

Track listing:

1. Bonde
2. Soukora
3. Gomni
4. Sega
5. Amandrai
6. Lasidan
7. Keito
8. Banga
9. Ai Du
10. Diaraby

Hier einige kleine Ausschnitte aus mehreren Stücken des Albums: 2. Soukora – 3. Gomni – 5. Amandrai – 6. Lasidan – 9. Ai Du (jeweils rd. 30 Sekunden lang):


Ali Farka Touré & Ry Cooder: Ausschnitte aus „Talking Timbuktu“ (1994)

weitere Musiksampler aus: „Talking Timbuktu“

siehe hierzu auch meinen Beitrag: Desert Blues – Musikprojekt aus Mali

Fastenzeit

Der heutige Aschermittwoch (lat.: Dies Cinerum) stellt im Christentum der Westkirche den Beginn des 40-tägigen Fastens dar und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte (Matthäus 4,2). Als Fastenzeit wird im christlich-abendländischen Kulturkreis der Zeitraum der sieben Wochen vor Ostern bezeichnet.

Fasten ist eine Form menschlicher Kultur entweder mit verminderter Nahrungsaufnahme und Elementen der Askese oder vollständigem Nahrungsverzicht, d. h. als Leben aus körpereigenen Reserven. Das Wort kommt vom gotischen fastan = (fest)halten, beobachten, bewachen; bzw. althochdt.: fasten = fest (an den Geboten der Enthaltsamkeit festhalten).

Wird nur eine bestimmte Art der Nahrung – beispielsweise Fleisch – oder ein Suchtmittel weggelassen oder eingeschränkt, spricht man von Enthaltung oder Abstinenz.

Allgemein soll das Fasten mittels reduzierter Nahrungsaufnahme mehreren Zwecken dienen:
– der religiösen Praxis, u. a. in der christlichen Fastenzeit und im muslimischen Fastenmonat Ramadan
– in mehreren Religionen, der Vorbereitung auf religiöse Feste
– einem Gewinn an seelischer Harmonie und an Demut
– einer Förderung der Wahrnehmung und der eigenen Aufmerksamkeit
– einer Erhöhung der Willenskraft und Vorbereitung auf spezielle Herausforderungen
– der Trauer über einen Todesfall oder sonstigen Verlust
– dem Zuwachs an psychischer und sozialer Kontrolle bzw. Macht (siehe z. B. Mahatma Gandhi oder allgemein Hungerstreik),
– und (bei gezielter Methodik) auch dem Abnehmen, bzw. der Kontrolle des Körpergewichts.

Um es gleich zu sagen: Ich habe vorerst nicht vor zu fasten. Aber bei den Suchtmitteln möchte ich mich doch beschränken.

Meine Frau allerdings wird wie in den Vorjahren eine Fastenzeit einlegen, in der sie ihre Nahrungsaufnahme im Wesentlichen auf Früchte- und Kräutertees, Obst- und Gemüsesäfte beschränkt. Dafür presst sie besonders Gemüsesäfte selbst, damit diese wenigstens einige Ballaststoffe noch haben. Dieses Fasten dient für sie hauptsächlich der Entschlackung des Körpers.

Mein älterer Sohn, seit längerer Zeit bereits Vegetarier, will in der Fastenzeit zusätzlich auf alle Eier- und Milchprodukte verzichten, also vegan leben. Er tut sich hierfür mit anderen jungen Leuten zusammen, die auf ihre Art fasten oder zumindest abstinent leben wollen, z.B. auf Süßigkeiten aller Art verzichten möchten.

Neben dem religiösen und gesundheitlichen Aspekt halte ich das Fasten bzw. die Abstinenz für sinnvoll, um (wie bereits erwähnt) die Wahrnehmung und Aufmerksamkeit gegenüber dem eigenen Tun und Lassen, aber auch gegenüber der Umwelt zu erhöhen und die eigene Willenskraft zu stärken. In einer Welt, in der sich die Menschen oft nur noch treiben lassen, tut es gut, eine Zeitlang eine Nische aufzusuchen, um das eigene Bewusstsein zu schärfen.

Siehe auch Fotoschau bei zdf.de. Gute Vorsätze für die Fastenzeit

40 Jahre Zweitausendeins

Als ich noch in Bremen lebte, und das ist über 30 Jahre her, bestellte ich hin und wieder etwas beim 2001 Versand; einen Laden gab es damals noch nicht in Bremen, sondern nur in Hamburg.

Dann später in Hamburg wohnte meine damalige Freundin und jetzige Frau in der Grindelallee, gleich schräg gegenüber dem 2001-Laden. Da war es ein Leichtes, dort einkaufen zu gehen. Auch heute wage ich es öfter, diesen Laden (oder den in den Colonnaden) aufzusuchen, schließlich arbeite ich in Hamburg und bummle auch so öfter durch die Stadt mit meinen Lieben.

Zweitausendeins verkauft Bücher, CDs und DVDs (also Musik, Filme, Softwaren und Hörbücher) und hat hiervon einiges im Angebot, das es eben nur bei Zweitausendeins gibt. Und genau das hat es in sich: Wo sonst findet man z.B. James Joyce’ „Finnegans Wake“ oder Italo Svevos „Zenos Gewissen“ – beide in einer zweisprachigen Ausgabe – und das noch zum Spottpreis (den Joyce gibt es übrigens auch für gut 1 Million Euro bei amazon.de plus drei Euro für Versandkosten). Übrigens: In diesem Blog habe ich öfter Bezug auf Zweitausendeins-Produkte genommen.

In diesem Jahr besteht nun der Zweitausendeins Versand bereits 40 Jahre. Ich als ‚alter’ Kunde kann da nur gratulieren und alles Gute für die mindestens zehn weiteren Jahre wünschen.

40 Jahre Zweitausendeins

Zweitausendeins heißt so, weil bei der Gründung der Versanddienst GmbH die Frage aufkam, wie ein schickes, modernes, aufstrebendes Distanzhandels-Start-up wohl füglich zu heißen habe: Qualle? Fader? Schneckermann? Manni fackt rum? Oder gar – nach dem linken Schriftsteller – Bodo Uhse Versand? Im Kino kam dann die Erleuchtung bei Kubricks „2001 – A Space Odyssey“. Mehr Zukunftshaltigkeit war nicht zu haben. Was wäre aus uns geworden, wenn wir Kubricks „A Clockwork Orange“ gesehen hätten? Vermutlich ein brutalstmöglich Uhren verkaufender Saftladen.

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 17

Zum Teufel gejagt

Jetzt muss er sich anderswo ein Plätzlein suchen, um die Fakten, die er bisher leugnete, neu zu bewerten. Mag der Papst die Exkommunizierung aufgehoben haben, Argentinien zeigt sich weniger zimperlich: Binnen zehn Tagen hat der Pius-Bruder und Holocaust-Leugner Williamson das Land zu verlassen.

Von selbst erledigt

Kein Bock auf Nazis

Jahrelang wurde über ein Verbot der rechtsextremen NPD diskutiert. Jetzt sieht es so aus, als erledige sich der Fall von selbst: Den Neo-Nazis droht der finanzielle Ruin. Spendergelder in Millionen Höhe sind verschwunden. Einige NPD-Mitglieder versuchen offensichtlich, die Partei „auszuplündern“. Sollen sie es.

Der Staat ist für „alle“ da: Das Milliarden-Grab HRE

„Wenn der Staat nicht umgehend einsteige, könnten die Folgen für den internationalen Finanzmarkt schlimmer sein als beim Zusammenbruch von Lehman Brothers.“ Begründung:

Die HRE ist ein großer Herausgeber von Pfandbriefen. Sie sind neben Staatsanleihen die sichersten Wertpapiere der Welt. Dieser Ruf soll geschützt werden. Außerdem wickeln viele andere Banken Geschäfte über die HRE ab. Würde sie zusammenbrechen, müssten die Institute noch mehr Milliarden abschreiben.

Das mag zunächst sinnvoll erscheinen, aber volkswirtschaftlich entpuppt sich der Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) als Grab für Abermilliarden Euro. Eine Enteignung verlangsamt nur den sicheren Tod, der unausweichlich ist.

Und die nächste Hiobsbotschaft wurde bekannt: Demnach seien bei der HRE Geschäfte in Milliarden-Höhe getätigt worden, die nicht in der Bilanz auftauchen. Diese seien zum Teil hochspekulativ gewesen.