Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Durch Wiese in die Krise?

Nach der indiskutablen Leistung Zuhause beim 0:3 gegen Hertha BSC hat sich Werder Bremen vorerst auch aus den Rängen verabschiedet, die zur Champions League berechtigen. Immerhin hat man noch 15 Punkte Vorsprung vor dem Nächstplatzierten, dem VfB Stuttgart. Der UEFA-Cup ist weiterhin möglich. Absteigen kann Werder nicht mehr.

    Werders Blamage

Nach dem katastrophalen Fehler im Champions League-Spiel gegen Juventus Turin war es wieder Tim Wiese, der durch einen erneuten Bockmist die Mannschaft gegen die Berliner auf die Verliererstraße brachte. Allerdings zeigte sich die gesamte Mannschaft von ihrer schlechtesten Seite. Vielleicht sollte Tim Wiese doch einmal sein Trikot wechseln – das rosé-farbene trieft vor Pech!

Psycho

Heute Abend läuft auf dem Sender „Das 4.“ Hitchcocks Meisterfilm Psycho, die Mutter aller Schlitzer-Thriller.

    Alfred Hitchcock

Als der Film 1960 in die Kinos kam, erhielt Hitchcock einen erbosten Brief von einem Vater. Der Mann beschwerte sich, seine Tochter habe sich seit dem Schocker „Die Teuflischen“ (1955), in der ein Mann in der Badewanne ermordet wird, nicht mehr in die Wanne getraut. Nachdem Sie „Psycho“ gesehen habe, weigere sie sich nun auch zu duschen. Hichcocks Antwort: „Schicken Sie sie in die chemische Reinigung!“.

Normal ist das nicht, wirklich nicht?!

Was ist im Leben schon normal? Ich habe mit meiner Familie freenet.de als Provider für unseren Internet-Zugang per DSL. Inzwischen haben wir auch unseren DSL-Anschluss bei freenet.de nach dem Motto: Alles aus einer Hand! Soweit, so gut!

Probleme gibt es allerdings mit den Abrechnungen. Irgendwie scheinen sich bei der guten Firma gewisse Softwarefehler aufgetan zu haben. Einmal werden doppelte Gebühren berechnet, dann werden bestehende Gutschriften aus dem Vormonat nicht gegengerechnet. Auf entsprechende Reklamationen (schriftlich per Brief oder per Fax – eine Mailadresse gibt es vorsorglich erst nicht) kommen dann, wenn man Glück hat, standardisierte Anworten oder, wenn man kein Glück hat, keine Antworten. Auf jeden Fall bekommt man sein Geld nicht zurück! Das kann dann langsam teuer werden.

    teuernet.de

Mir ist klar, dass man mit einem großen Verwaltungsapparat keine großen Gewinne einfahren kann. Alles ist möglichst automatisiert. Aber wenn es irgendwo einmal hakt, dann muss man entsprechend reagieren, will man auf Dauer nicht seine Kunden verlieren.

Ich lasse mich gern eines Besseren belehren!

WilliZ ‚Gedankensplitter’ (3)

Blick aus dem Fenster

Ich blicke aus dem Fenster, vor dem Haus steht ein grünes Kraftfahrzeug, Fabrikat: …. – Baujahr: unbekannt, ein reger blonder Kopf mit zwei seitlichen Zöpfen spricht zu einem Unsichtbaren, der Hinterkopf unterhält mich lautlos, nur ein Nicken, Seitwärtsbiegen und Schütteln, am Schulterzucken erkenne ich Sprache. Ich bin nicht gemeint, aber will mich angesprochen fühlen, ich lausche – genauer: beobachte.

Es beginnt zu regnen. Dicke Tropfen kullern die Fensterscheibe hinab. Der blonde Zopfkopf verliert seine Aussage. Ich wende mich ab.

Neues Leben

Die Aschenbecher leeren, die Gläser spülen, um ein neues Leben zu beginnen.

Das Unbedeutende

Kein Tag ist wie der andere, auch wenn es uns so vorkommt. Was die Tage so gleich erscheinen läßt, liegt in unserer Bewegungsunfähigkeit, sowohl im Geiste, als auch in unserer sinnlichen Wahrnehmung. Das Unbedeutende streift unser Gehirn, wir nehmen es nicht wahr. Aber gerade das ist es, was einen Tag vom anderen unterscheidet: das Unbedeutende.

Am Ende der Fahnenstange

Wie gut, dass der Sender SAT1 heute das Bayern-Spiel und nicht gestern das Spiel von Werder Bremen gegen Juventus Turin übertragen hat. Da gab es wenigstens etwas zu lachen (1:4-Niederlage beim AC Mailand). Wäre ja auch zu spannend gewesen und es hätte mich unnötig aufgeregt: Die dumme Niederlage mit dem 2:1 der Italiener in der vorvorletzten Spielminute – durch den kapitalen Fehler des Tim Wiese im Tor der Werderaner. Damit ist die Saison für Werder gelaufen. Nach dem Aus im DFB-Pokal mit der nicht sehr rühmlichen Leistung beim FC St. Pauli auf dem Stoppelfeld kam jetzt trotz des 3:2-Hinspielsieges und einer 1:0-Führung in Turin auch das Ende der Ambitionen in der Champions League.

    Tim Wiese, der Unglücksrabe

Und statt um die Meisterschaft zu kämpfen geht es jetzt auch nur noch um die ’norddeutsche‘ Meisterschaft gegen den HSV. Denn leider schafft es Werder nicht, die Schwächen der Bayern auszunutzen. Zwar kränkeln die Münchener – aber durch eigene unnötige Punktverluste versauen sich die Bremer selbst jede weitere Chance auf den Titel, leider!

Analphabeten

Der klassische Analphabet: Er kann weder lesen noch schreiben, also muß er erzählen. Das Erzählen aber ist der Anfang der Literatur. Der moderne Analphabet: Er kann lesen und schreiben, aber erzählen kann er nicht mehr, er ist zum kopflosen Konsumenten geworden.

[aus: „Die Zeit“, ca. Ende November 1985]

Rechtsschreibung

Nun ist es wieder einmal so weit: Die Rechtschreibung soll geändert werden! Damit keiner mehr so richtig weiß, wo es lang geht; damit unsere Kinder jeden Anhaltspunkt verlieren – und Wörterbuchverlage ihre Umsätze steigern können. Und damit so genannte Experten der deutschen Sprache, die sich im Rat für deutsche Rechtschreibung wiederfinden, auch weiterhin zu tun haben.

    Andy Warhol's Banana

Es gibt viele Indizien, die dafür sprechen, dass dieses unser Land so langsam verkommt, und zwar zu einer Bananenrepublik höheren Grades. Da wird auch Frau Merkel nichts bewirken. Ein Indiz ist der Umgang mit der eigenen Sprache. Da schreiben Zeitungen und Schriftsteller anders als es die offizielle Rechtschreibung vorsieht, die – wie erwähnt – laufend geändert wird, weil es an einem klaren Konzept mangelt. Und am Ende verkommt die deutsche Sprache so oder so zu einer Abart des Englischen: Denglisch nennt man das wohl!

siehe auch bei zdf.de

Was ist Lyrik wert

Gedichte schreibt man für die Geliebte, um ihr eine Gunst zu erweisen.
Gedichte schreibt man für ein weites Publikum, um eine Botschaft zu verkünden.
Gedichte schreibt man für Käufer, die bei ebay.de für wenig Geld (ab 1 €)
schon längst einmal ein eigenes Gedicht haben wollten.

    Was ist Lyrik wert?

Wer sich also ein solches Gedicht wünscht, der suche dort unter „Was ist lyrik wert“ sein Gedicht. Weitere Infos unter WasIstLyrikWert – übrigens ein Projekt, eine Idee, die wahrscheinlich wenig Geld einbringt, aber originell genug ist, um auch Nicht-Lyrik-Leser zu interessieren.