Kategorie-Archiv: Feiertage

… wenn ’s was zu feiern gibt

Der Winter-Traum vom Weltenburger Kloster

An dieser Stelle habe ich bereits öfter schon meine Vorliebe für bayerische Biere (KlosterbiereWeitere BockbiereAllgäuer Bier-Bad) bekundet. Das heißt aber nicht, dass ich ein gutes Glas Rotwein verschmähe: Ein edler Tropfen aus roten Reben, trocken und doch mit viel Körper, da sage ich nicht nein. Jedes eben zu seiner Zeit – und natürlich in Maßen (nicht Massen).

Jetzt zur beginnenden Winter- und Weihnachtszeit bieten viele Brauereien eine der Zeit gemäße Bierspezialität an: Winter- bzw. Weihnachtsbiere. Ich habe da natürlich zugeschlagen und gönne mir zz. den Winter-Traum aus der Klosterbrauerei Weltenburg. Das ist ein Bier besonderer Note, wunderschön bernsteinfarben und mit 5,4 % Vol. etwas stärker als normale Biere, aber doch deutlich unter Bockbierniveau. Der Geschmack ist angenehm vollmündig, also süffig, mit ausgesprochen karamelliger Note dank erlesener Spezialmalze. Ich mag es leicht fein-herb und doch malzig. Der Winter-Traum deckt sich da ganz mit meinen Geschmacksvorstellungen.

    Weltenburger Kloster: Winter-Traum
    Quelle: www.weltenburger.de/

Die Klosterbrauerei Weltenburg ist vermutlich die älteste Klosterbrauerei der Welt (seit 1050), wobei die Brauerei Weihenstephan diesen Titel ebenfalls für sich in Anspruch nimmt. Im Klosterhof befindet sich ein großer Biergarten, in dem die Erzeugnisse der Brauerei ausgeschenkt werden. Das Kloster Weltenburg ist eine Benediktinerabtei in Weltenburg, einem Ortsteil von Kelheim an der Donau.

Übrigens: Für mich sind Weine und Biere ein Genussmittel. Zum Dunstlöschen gibt es anderes: Tee, Saft und Mineralwasser. Und zwei Tage in der Woche bleiben für mich alkoholfrei. Dabei ist der Dienstag für mich und meine Lieben Milchtag. Denn an diesem Tag (und am Freitag) bekommen wir von einem Milchbauern, einem Familienbetrieb in der Nähe, die Vorzugsmilch ins Haus geliefert. Seit 1997 vertreibt dieser Milchprodukte aus eigener Herstellung in der Region. Alles allerbeste Ware, ohne Zweifel. Erste Sahne, wie man sagt. Die Milch schmeckt noch nach Milch.

Tag der deutschen Dreieinigkeit 2011

Ich kann mich noch sehr gut an die Aushänge erinnern, die zu Zeiten früherer CDU-Regierungen an Litfaßsäulen klebten und Deutschland als ein durch den Krieg dreigeteiltes Land zeigten: links (da nach Norden ausgerichtet) die Bundesrepublik, in der Mitte die SBZ (sowjetisch-besetzte Zone) und rechts die besetzten Ostgebiete. Das Motto der Parteien: 3 geteilt? – niemals! Damals war die Wirklichkeit eine andere und erst unter Willy Brandt wurde die eigentliche Realität dann ‘im Westen’ akzeptiert, auch wenn die Bild-Zeitung weiterhin unbeirrt DDR in Anführungszeichen schrieb (immerhin schrieb man schon DDR und nicht mehr SBZ).

Unteilbares Deutschland

drei geteilt - niemals

Zu Zeiten dieser Dreigeteiltheit nannte man den mittleren Teil Deutschlands auch gern Mitteldeutschland. Erst viel später wurde das in Ostdeutschland ‘umgetauft’ und seit 1990 spricht man dann bekanntlich von den ‘neuen Bundesländern’. Wie sich geographische Begriffe ändern können. Nur durch einige Vertriebenenverbänden kann man irritiert werden, wenn diese von Ostdeutschland sprechen und damit u.a. Schlesien meinen (nur liegt Schwerin nicht in Schlesien – wenn beide auch in Ostdeutschland liegen?!).

Nun heute ist unser, Deutschlands Nationalfeiertag. Und wir feiern die deutsche Einheit oder Wiedervereinigung oder Dreieinigkeit oder wie oder was …? Feiern wir eben …!

Pfingsten 2011

Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, wird unter den Christen genau fünfzig Tage nach Ostern gefeiert. Genau genommen gedenkt man an Pfingsten der Ausgießung des Heiligen Geistes über die zwölf Apostel. Zugleich mit Pfingsten geht auch die Osterzeit zu Ende. Die Apostelgeschichte des Neuen Testaments erzählt, dass der Heilige Geist am fünfzigsten Tag nach Ostern auf die Jünger Jesu herabkam, als sie sich in Jerusalem versammelten. Das Wunder, das dabei geschah, war, dass sie plötzlich in allen Sprachen der Welt kommunizieren konnten.

Gestern war ich mit meinen Lieben in Hamburg und habe mit ihnen den Stadtteil Winterhude unsicher gemacht. Wir haben Freunde besucht, gut gespeist – und haben auch einen kleinen Abstecher in den nahegelegenen Stadtpark gemacht. Unübersehbar thront am einen Ende des Stadtparks das Planetarium. Wir warfen einen kurzen Blick hinein. Immerhin sind meine Frau und meine beiden Söhne Sternpaten und auch namentlich als solche auf einer Ehrentafel aufgeführt.

Heute nun, am Pfingstmontag, haben wir es ruhig angehen lassen. Nachdem ich morgens meine rund zehn Kilometer gejoggt bin, haben wir es uns bei einem ausgiebigen Frühstück gemütlich gemacht …

Wieder Himmelfahrt

In verschiedenen Religionen, besonders aber auch in Mythen, finden wir die Himmelfahrt als das höchste Ziel, nämlich mit allem, was einem eigen ist, ins Jenseits einzutreten. Am heutigen Feiertag feiert die Christenheit Christi Himmelfahrt, also die Rückkehr des Jesus von Nazareth als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel, nachdem er zu Karfreitag gekreuzigt und zu Ostern wiederauferstanden war von den Toten.

Grundlage der Himmelfahrt Christi ist das Evangelium von Lukas 24 Verse 50ff.:

Jesu Himmelfahrt
50 Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie.
51 Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.
52 Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude
53 und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

In unseren Breiten wird der Himmelfahrtstag zunehmend als Vatertag für Saufgelage missverstanden – wie bereits berichtet. Apropos Vatertag:

Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.
Ersteres wird gern geübt,
weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
daß er garnicht abgeneigt.
Nur will er mit seinen Sünden
keinen guten Zweck verbinden,
sondern, wenn die Kosten kommen,
fühlet er sich angstbeklommen.

Wilhelm Busch (1832-1908)

1. Mai – Tag der Arbeit – 2011

Neben dem Tanz in den Mai (der 30. April ist auch die Walpurgisnacht) und der Tradition des Maibaumaufstellens ist der 1. Mai seit vielen Jahren der Tag der Arbeit, also der Tag, an dem die Arbeiterbewegung ihre Forderungen durch Demonstrationen bekräftigt. Statt Arbeiter setze man heute Arbeitnehmer.

In einer Gesellschaft, die sich als zivilisatorisch versteht, sollte jeder durch seinen Fähigkeiten entsprechende Arbeit den ihm angemessenen Lebensunterhalt bestreiten können. Dass das nicht immer selbstverständlich war und teilweise auch heute nicht ist, bedarf keiner weiteren Erörterung.

1. Mai 2011: „Passend zum 1. Mai verkündet Arbeitsministerin von der Leyen mit dem neuerlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 3,08 Millionen ein Jobwunder. Wenn sie rund eine Million Arbeitslose noch hinzuzählen würde, wäre sie dichter an der Wahrheit. Alleine fast 400.000 Arbeitslose werden nicht mitgezählt, weil sie älter als 58 Jahre sind.

Schaut man genauer in die Statistik der Bundesagentur, dann offenbart sich, wie viele bereits ins Abseits gedrängt wurden. 830.000 Menschen beziehen Arbeitslosengeld I, mehr als 4,7 Millionen Arbeitslosengeld II. Sie sind erwerbsfähig und finden keinen Job. Oder nur menschenunwürdige bei denen sie so wenig verdienen, dass sie nicht aus der Abhängigkeit vom Arbeitslosengeld II heraus kommen. Das sind die rund 1,4 Millionen ‚Aufstocker’. Mit mehr Vollzeitjobs und dem Mindestlohn von 10 Euro könnte dieser Skandal, der die Sozialkassen mehr als zehn Milliarden Euro kostet, weitgehend beseitigt werden.

Das vermeintliche Jobwunder wird auch bejubelt, weil es mittlerweile wieder 28 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftige gibt. Rund 700.000 mehr als noch vor einem Jahr. Nur dieser Erfolg beruht zu einem großen Teil auf Leiharbeit, befristeten und anderen miesen Jobs.“

Quelle: www.michael-schlecht-mdb.de

Theodor Storm: Ostern

Die Sonne scheint, was wollen wir mehr. Ich wünsche allen geruhsame Osterfeiertage und ein fröhliches Ostereiersuchen …!

OsternEs war daheim auf unserm Meeresdeich;
ich ließ den Blick am Horizonte gleiten,
zu mir herüber scholl verheißungsreich
mit vollem Klang das Osterglockenläuten.

Wie brennend Silber funkelte das Meer;
die Inseln schwammen auf dem hohen Spiegel;
die Möwen schossen blendend hin und her,
eintauchend in die Flut die weißen Flügel.

Im tiefen Kooge bis zum Deichesrand
war sammetgrün die Wiese aufgegangen;
der Frühling zog prophetisch über Land,
die Lerchen jauchzten, und die Knospen sprangen. –

Entfesselt ist die urgewalt’ge Kraft,
die Erde quillt, die jungen Säfte tropfen;
und alles treibt, und alles webt und schafft,
des Lebens vollste Pulse hör‘ ich klopfen.

Der Flut entsteigt der frische Meeresduft;
vom Himmel strömt die goldne Sonnenfülle;
der Frühlingswind geht klingend durch die Luft
und sprengt im Flug des Schlummers letzte Hülle.

O wehe fort, bis jede Knospe bricht,
daß endlich uns ein ganzer Sommer werde;
entfalte dich, du gottgebornes Licht,
und wanke nicht, du feste Heimaterde! –

Hier stand ich oft, wenn in Novembernacht
aufgor das Meer zu gischtbestäubten Hügeln,
wenn in den Lüften war der Sturm erwacht,
die Deiche peitschend mit den Geierflügeln.

Und jauchzend ließ ich an der festen Wehr
den Wellenschlag die grimmen Zähne reiben,
denn machtlos, zischend schoß zurück das Meer –
das Land ist unser, unser soll es bleiben!

Theodor Storm

Karfreitag – von Hermann Hesse

Karfreitag

Verhangener Tag, im Wald noch Schnee,
Im kahlen Holz die Amsel singt:
Des Frühlings Atem ängstlich schwingt,
Von Lust geschwellt, beschwert von Weh.

So schweigsam steht und klein im Gras
Das Krokusvolk, das Veilchennest,
Es duftet scheu und weiß nicht was,
Es duftet Tod und duftet Fest.

Baumknospen stehn von Tränen blind,
Der Himmel hängt so bang und nah,
Und alle Gärten, Hügel sind
Gethsemane und Golgatha.

aus: Hesse – Die Gedichte

Der Club der Weihnachtshasser

Zu Weihnachten 2009 bekam ich den Roman Der Club der Weihnachtshasser von Michael Curtin geschenkt. Augenzwinkernder Wink mit dem Zaunpfahl? Sicherlich, denn ich habe etwas gegen diesen kollektiven Wahnsinn zu Weihnachten (Kaufrausch, kooperative Besinnlichkeit), noch mehr zu Silvester mit den gemeinsamen Besäufnissen und der gemeinschaftlich begangenen Ruhestörung zur Schlafenszeit mit Böller und Silvesterraketen (siehe meinen Beitrag: Kollektiver Wahnsinn beendet). Trotzdem fühle ich mich nicht durch und durch als Weihnachtsverächter. Denn wenn man Frau und Kinder hat, dann kann die Weihnachtszeit eine sehr schöne Zeit sein.

Letzteres ist auch der Grund dafür, dass ich dieses Buch erst jetzt zur feiertagsfreien Zeit gelesen habe:

Die Achtziger Jahre waren ein trauriges Jahrzehnt – jedenfalls in England. Die eiserne Lady ließ nicht gerade Träume wahr werden, und so blieb vielen im Vereinigten Königreich nichts anderes übrig, als im Pub um die Ecke in die gutgemischten Karten zu schauen.

Auch die Solorunde trifft sich in jenen Jahren an jedem Mittwochabend im The King`s Arms im Londoner Stadtteil Sheperd`s Bush zum Kartenspiel (Solo ist ein Kartenspiel, das unserem Skat ähnelt; es wird im Buch ziemlich ausführlich erklärt): Percy Bateman, irischer Außenseiter und Herumtreiber, der in seiner Jugend ein spektakuläres Desaster auf dem Rugby-Feld zu verantworten hatte; Kenneth Foster, ein Buchhalter, der sich gern in Frauenkleider hüllt; Arthur Ellis, ehemals Londoner Gebietsleiter der NatWest Bank, der die Welt davon überzeugen will, sich Linoleumböden anzuschaffen und der zu diesem Zweck immer ein Stück dieses nicht gerade populären Materials mit sich herumträgt; Ernie Gosling, Hilfskellner im The King`s Arms, der nie so recht weiß, ob er eher für sich oder seine Frau den Totoschein ausfüllt; und Diana Hayhurst, die Schulterpolster tragende Herausgeberin von „Unipolitan“, der Zeitschrift für die moderne Frau.

Keiner von ihnen führt ein leichtes Leben, soviel ist klar, aber das schlimmste daran, so stellen sie eines Tages fest, ist in jedem Fall Weihnachten – die Besuche bei den Verwandten, die teuren Geschenke, die jeder erwartet, die schrecklichen Papierhüte, in denen man aussieht wie auf einem Kindergeburtstag, und überhaupt, für wen soll Weihnachten gut sein?

Und so macht sich der Club der Weihnachtshasser auf nach Irland, um mit den Ersparnissen ehrenwerter irischer Bürger ein Exempel gegen Weihnachten zu statuieren, wobei es zu folgenreichen Verwechslungen kommt.

Um es gleich zu sagen: „Der Club der Weihnachtshasser“ ist nur vordergründig ein Buch für all diejenigen, die sich mit dem Weihnachtsfest nicht anfreunden können und ebenfalls schwer genervt sind von Konsum und monatelangem Hype. Eigentlich geht es nicht wirklich um die Abneigung gegen das Fest und die Sabotage desselben, sondern durchgängig mehr um die Konstellation der fünf so unterschiedlichen Personen, die sich hier zusammenfinden, und deren Lebensgeschichten, die Autor Michael Curtin vor dem Leser ausbreitet. Im Mittelpunkt steht dabei Percy Bateman, der jahrelang unter seinem Vater litt. Der Diebstahl der Sparclub-Einnahmen soll in diesem Sinne nicht nur eine Weihnachtssabotage sein, sondern vielmehr die Rache am übermächtigen Vater.

Und es ist ein irisches Buch (nicht nur der Autor ist Ire), auch wenn das Ganze hauptsächlich im London der Ära Margaret Thatcher spielt. So kommt der Humor manchmal leise und verschroben, dann auch schon ziemlich derb und deftig daher – man muss schon ein Faible für irische Romane und den damit verbundenen Humor haben. Außerdem braucht es am Anfang einige Geduld beim Lesen, bis sich die Geschichten der Protagonisten ‚entwickelt’ haben. Einen Spannungsbogen sucht man vergeblich, obwohl sich zumindest gegen Ende die Ereignisse skurril und auch traurig zuspitzen. Der Schwerpunkt liegt beim „Club der Weihnachtshasser“ eben auf den skurrilen und durchaus sehr interessant entwickelten Lebensläufen der hier vorgestellten Personen.

Insgesamt ist es ein Buch, das nicht, wie der Titel auf den ersten Blick andeutet, eine böse, lustige Geschichte für Weihnachts-Verächter darstellt, sondern vielmehr eine durch und durch irische, bisweilen sehr skurrile Geschichte, deren Humor man entweder mag oder nicht. Ich fand den Roman auf jeden Fall ganz witzig.

Weihnachten bei AlbinZ 2010

Wer hat nicht seine kleinen Bräuche zu Weihnachten? Bei uns gehört auf jeden Fall ein Weihnachtsbaum dazu – nicht erst, seitdem wir Kinder haben, die inzwischen groß geworden sind. Am Wochenende vor Heiligabend fährt meine Frau mit unseren beiden Söhnen nach Dohren-Gehege, um dort unseren Baum höchst persönlich zu ‚schlagen’ – wie man sagt. Neben Bratwurst gehört ein Hektoliter Glühwein dazu … Dieses Jahr haben wir einen besonders schönen Baum erwischt:

Weihnachtsbaum bei den AlbinZ 2010

Und nach dem Gottesdienst (dieses Jahr um 16 Uhr 30) und dem Essen gegen 18 Uhr gibt es dann die ‚Bescherung’. Seit einigen Jahren machen wir es ganz spannend: Wir verpacken die Geschenke gleich mehrmals und benutzen dafür hauptsächlich altes Geschenkpapier u.ä. Auf dem ersten Papier kommt der Name dessen, der das Geschenk wirklich erhalten soll. Auf den weiteren ‚Verpackungen‘ können dann die Namen der anderen stehen. Jetzt wird reihum gewürfelt. Wer eine sechs (oder eins) würfelt, der darf sich ein Geschenk mit seinem Namen nehmen und es auspacken. Ist es ein weiteres Mal eingewickelt, so legt er das Geschenk zurück. So geht das, bis alle Geschenke den eigentlich Beschenkten erreichen und von diesem ausgepackt wurden.

Das Mehrfacheinpacken der Geschenke kommt traditionsgemäß aus Schweden: Zum Julfest (Wintersonnenwende) schenkt man sich kleine Sachen (Julklapp), die von unbekannten Gebern einfach in die gute Stube geworfen werden. Diese Geschenke verpackt man auch mehrmals (so kann sich ein zunächst großer Karton am Ende als ganz kleines Geschenk entpuppen).

siehe hierzu auch: Weihnachten bei AlbinZ (2005)

Wunder einer Winternacht

Es ist wohl der größte finnische Kinoerfolg aller Zeiten: „Wunder einer Winternacht“ nach einem Buch von Marko Leino, der auch das Drehbuch schrieb.

Hoch oben im Norden lebt ein kleiner Junge. Nikolas ist sein Name. Ein tragischer Unfall am Weihnachtsabend hat ihn zum Waisenkind gemacht. Die Menschen im Dorf nehmen sich seiner an und schenken dem schüchternen Jungen Wärme und Geborgenheit. Ein Jahr darf Nikolas bei jeder Familie bleiben, doch wenn der Weihnachtsabend naht, nimmt ihn das nächste Haus auf. Voller Dankbarkeit schnitzt Nikolas Jahr für Jahr heimlich Geschenke für all seine „Geschwister“. Doch als er zum bösartigen Tischlermeister Iisakki in die Lehre kommt, scheint sein neu gewonnenes Glück unwiederbringlich vorbei. Denn der bärbeißige alte Mann hasst Kinder…

Anders als die pompösen amerikanischen Weihnachtsmann-Geschichten zeigt dieser Film nicht nur atemberaubende Aufnahmen des winterlichen Finnlands, sondern auf ganz schlichte Weise eine herzerwärmende Geschichte, die nicht nur Kindern gefallen sollte. Der Film ist auf DVD Wunder einer Winternacht – Die Weihnachtsgeschichte erhältlich und nicht umsonst auch in Deutschland ein großer Erfolg.


Wunder einer Winternacht – Trailer

Jetzt wissen wir es also ganz genau: Der Weihnachtsmann ist ein Waisenkind aus Finnland. Und die rote Mütze trägt er, weil er dadurch die Rentiere besser unter Kontrolle hat.