Archiv für den Monat: April 2007

Kuriose Musikinstrumente: Chapman Stick

Ich muss gestehen. Als ich zum ersten Mal einen so genannten Chapman Stick sah und hörte, war ich begeistert von den Klang und den Möglichkeiten dieses gitarrenähnlichen Saiteninstruments. Es besteht lediglich aus einem großen Griffbrett mit 8 bis 12 Saiten und ein bis zwei Tonabnehmern. Erfunden hat es sein Namensgeber, der Jazz-Gitarrist Emmett Chapman.

Chapman Stickist bei der Arbeit
Chapman Stickist bei der Arbeit

Die eingesetzte Spieltechnik ist das von (vor allem elektrischen) Gitarren und Bässen bekannte Tapping. Hierbei werden die Saiten durch Anschlag mit den Fingerkuppen auf die Bünde gedrückt und dadurch in Schwingungen versetzt. Bei Gitarren oder Bässen sind die so erzeugten Tonschwingungen gegenüber einer angeschlagenen Saite eher schwach, d.h. die Amplituden der Saitenschwingungen sind klein, und der Musiker muss mit Plektrum oder Fingerpicking nachhelfen. Um dem zu entgehen, entwickelte Chapman das sog. low-tension-Prinzip, d.h. die Saiten sind weniger stark gespannt als bei Gitarre oder Bass. Der Stick eignet sich daher wesentlich besser für die Tapping-Technik als übliche E-Gitarren und Bässe. Und man kann mit beiden Händen gleichzeitig Töne erzeugen, sodass Bass- wie Gitarrenläufe von einem Stickisten, also Stick-Spieler, erzeugt werden können.

Chapman Stick Bass mit 8 Saiten
Chapman Stick Bass mit 8 Saiten

Als ehemaliger Bassist bin ich natürlich besonders vom Stick-Bass angetan. Es ist erstaunlich, was man auf dem Instrument hervorzaubern kann; das fetzt im wahrsten Sinne des Wortes – wie auch das kurze Klangbeispiel hören lässt:


Musikbeispiel für einen 8-saitigen Chapman Stick-Bass

Aufmerksam wurde ich auf den Chapman Stick durch meine Suche nach Videomaterial zu Jethro Tull. Ich fand dabei bei youtube.com drei Stücke von Tull, die Ian Anderson ansonsten auf der akustischen Gitarre vorträgt – aber seht und hört, wie das auf einem Chapman Stick klingt:

Ein Passionsspiel: Der Heliand

Der Hintergrund und die Bedeutung des Karfreitags (althochdeutsch „kara“ bzw. „chara“ = Wehklage, Kummer, Trauer) entschwindet immer mehr dem Bewusstsein der Menschen. Gerade durch den Blick in die Fernsehzeitschrift wird dem einem oder anderen klar, dass es sich dabei wohl um einen christlichen Feiertag handeln muss (ARD 14:35 König der Könige (USA 1960) – SAT1 13:45 Judas ((USA 2004) – Tele5 15:15 Pontius Pilatus -Pro7 22:20 Die Passion Christi (AUS/USA/IT 2004) bzw. die Dokumentationen: ZDF 18:00 Das Jesus-Photo (D 2007) – Pro7 17:25 Das Jesus-Grab (USA/KAN 2007) und dann zu Ostern Filme wie: The Body–das geheimnisvolle Grab – Die Zehn Gebote – Die größte Geschichte aller Zeiten – Quo Vadis; den Mehrteiler: Am Anfang – oder den Zeichentrickfilm: Joseph – König der Träume)

Dann mögen die grauen Zellen arbeiten: Ach, ja, da wurde vor fast 2000 Jahren ein Mann namens Jesus ans Kreuz geschlagen, weil es sich wohl als König der Juden (Iesus Nazarenus Rex Iudæorum) ausgab, was man heute wohl als Amtsanmaßung bezeichnen würde, wenn sein Königreich auch nicht von dieser Welt sein sollte.

Uuerod Iudeono
gripun thô an thene godes sunu, grimma thioda,
hantandiero hôp, huur?un ina umbi
môdag manno folc – mênes ni sâhun -,
heftun herubendium handi tesamne,
fa?mos mid fitereun. Im ni uuas sulicaro firinquâla
tharf te githolonne, thiodar?edies,
te uuinnanne sulic uuîti, ac he it thurh thit uuerod deda,
huand he liodiu barn lôsien uuelda,
halon fan helliu an himilrîki,
an thene uuîdon uuelon: bethiu he thes uuiht ne bisprac,
thes sie imu thurh inuuidnî? ôgean uueldun.

Die Schar der Juden
ergriff da den Gottessohn, das grimmige Volk,
der Haufe der Hasser. Ihn umdrängte
das feindliche Volk, des Frevels nicht achtend.
Sie hefteten mit Heerbanden ihm die Hände zusammen,
mit Fesseln die Fäuste. Solche furchtbare Pein
brauchte er nicht zu erdulden, solche bitteren Qualen,
solche Martern ertragen; sondern er tat es für die Menschen,
weil er der Leute Kinder erlösen wollte,
aus der Hölle sie holen in das Himmelreich,
in das weite Wonneland. Darum wehrte er dem nicht,
was sie in argem Ingrimm ihm antun wollten.

Auf Geheiß von Ludwig des Frommen, dritter Sohn von Karl dem Großen und späterer Kaiser, entstand um 830 herum eines der ersten größeren deutschsprachigen Werke (genauer: in Altniederdeutsch): Der Heliand (Der Heiland). Das Werk hängt zusammen mit einen Auftrag Ludwigs, das alte und neue Testament – lange vor Martin Luther – in die deutsche Sprache zu übertragen.

Handschrift aus: Der Heliand

Der Dichter des Heliand war offenbar ein Gelehrter, dem u.a. die angelsächsische Literatur bekannt gewesen sein musste, vor allem das christliche Schrifttum. Der Herkunftsort des Dichters ist bis heute nicht mit Sicherheit nachzuweisen, dürfte aber im niederdeutschen Sprachraum zu suchen sein. Als Entstehungsort ist Fulda sehr wahrscheinlich. Der Heliand ist eine Stabreimdichtung. Der obige Teil der Dichtung stammt aus dem Kapitel LVIII. Die Gefangennahme Christi – Verse 4913 – 4924.

Mr. Bean macht Ferien

Schon sehr bald erinnerte ich mich daran, dass es bereits einmal einen gab, der in Frankreich filmerisch Ferien machte. Ja, richtig: >Monsieur Hulot! Auch wenn das bereits mehr als 50 Jahre zurückliegt. Ähnlich wie bei Monsieur Hulot, der während des Filmes gar nicht spricht, so sind es die anderen, die bei Mr. Bean das Sagen haben. Mr. Bean grummelt meist, oder wenn er ein Wort in den Mund nimmt, dann nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Mr. Bean macht Ferien

Während Jacques Tatis „Die Ferien des Monsieur Hulot“ ein kleines Meisterwerk darstellt, hinkt Mr. Bean hinterher – auch im Film, in dem alle Züge wohl ohne ihm losfahren wollen. Manches kommt dem Betrachter bekannt vor, und bei einigem bin ich mir nicht sicher, ob ich das nicht schon woanders (z.B. die Radfahrer bei Monsieur Hulot) gesehen habe. Bei allem Chaos, das Mr. Bean im Gepäck hat, kommt er am Ende doch nach Cannes ans Mittelmeer (für Monsieur Hulot reichte es nur für die Bretagne).

Nun als alter Fan von Mr. Bean kann mich nur wenig abschrecken. Und so sehe ich auch über einige Längen hinweg, die den Film strecken. Es gibt genug Anlässe, die Bauchmuskeln in Wallung zu bekommen. Mr. Bean ist (ähnlich wie Monsieur Hulot) ein Fall für sich. Und eben ein Fall zum Lachen.

Was ist bloß mit Ian los? Teil 56: Up the Pool

Hallo Wilfried,

da bin ich wieder. Ich habe mich bewusst in letzter Zeit am heimischen PC etwas rar gemacht; in den letzten Wochen habe ich zuviel Zeit an der Kiste verbracht. Erst vor zwei Tagen habe ich eine mehrwöchige Leseblockade beenden können. Das Internet verlangt mir ein gerüttelt Maß an Selbstdisziplin ab, wenn ich darin nicht versumpfen will.

Genug von mir, wenden wir uns der Musik zu.
Die JT – Imitatoren, die ich in meiner letzten mail ansprach, waren nicht die von Dir gelinkten Dayglo Pirates. Es war eine andere Formation, deren Namen ich bei youtube nicht ausfindig machen kann. Ihre Imitation erfolgte sicher in bester Absicht, als Tribut gewissermaßen. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob sie mit ihren Bemühungen der Musik des Mr. Anderson einen großen Gefallen erweisen.

Mein heutiges Hauptthema soll das Tampa-Video sein, für das ich mich noch einmal aufrichtig bedanken möchte. Ich habe es in den vergangenen Tagen einige Male angeschaut und ich möchte hier einige Dinge unsortiert und ungewichtet aufführen, die mir dabei aufgefallen sind:

Ich wusste bis dato nicht, dass Tampa ein Open-Air Konzert war. Ich bin davon ausgegangen, dass es in einer Konzerthalle stattgefunden hat.

Dass der Meister sich in meinen Augen Mitte der 70er Jahre auf dem Höhepunkt seines Könnens befand, habe ich bereits mehrfach erwähnt, aber ich werde nicht müde, dass zu betonen. Denn wenn ich sehe und höre, was er in den letzten 27 Jahren verbrochen hat, muss ich mir die 70er immer wieder vor Augen und Ohren führen.

Der Meister kommt in Tampa für seine Verhältnisse ziemlich bartlos daher. Lediglich die Koteletten sind ausgeprägt, der Rest der Gesichtsbehaarung ist nur wenige Tage alt. (Bevor Du mich fragst, ob ich meinen Bart in Anlehnung an Mr. Anderson trage: Nein).

Der Kameramann hat viele Großaufnahmen von des Meisters Gesicht aufgenommen. Dafür bin ich ihm dankbar, denn diese Bilder sind sehr aufschlussreich. Sie zeigen, wieviel Kraft, Energie und Konzentration ein Künstler aufbringen muss, um seine Show so lebendig und virtuos zu gestalten wie Mr. Anderson. Wenn ich in 17″-Größe sehe, wie ihm der Schweiß in die Augen fließt, kann ich das Brennen in den Augen fast selber spüren. Ich habe bei den Großaufnahmen das ein oder andere Standbild gemacht und es ein wenig länger betrachtet. Das Gesicht des Meisters, das beim Flötenspiel seine große Konzentration widerspiegelt, hat etwas Passionartiges. Es klingt in diesem Zusammenhang vielleicht etwas seltsam, aber ich habe in der Tat Abbildungen des leidenden Christus mit einem ähnlichen Gesichtsausdruck gesehen. Nun ja, lassen wir die Kirche im Dorf, denn da gehört sie hin. Ich gehe davon aus, dass Mr. Anderson oder andere ambitionierte Vortragskünstler sich nicht mit Christus vergleichen, aber die erwähnten Großaufnahmen machen deutlich, dass man für eine Show Anderson’scher Ausprägung sehr fit und im besten und wörtlichen Sinne leidenschaftlich sein muss. Mit dem bloßen Wunsch nach Geldverdienen ist dieser Einsatz nicht zu erklären, da gehört schon mehr zu. Die Freude an der Darbietung, der Wunsch, dem Publikum zu gefallen und dafür sein Bestes zu geben. Eine kleine Portion Wahnsinn macht die Sache bestimmt leichter. Wahnsinn in dem Sinne, dass man seine Ratio überwindet und dadurch dem Körper ermöglicht, die üblichen Grenzen zu überwinden. Ich bin kein Mediziner, aber ich denke, ein Schuss Adrenalin im Blut ist schon nötig, um sich derart zu verausgaben. Unter diesem Aspekt kann man den ambitionierten Künstler mit einem Leistungssportler oder einem Berserker vergleichen. Man hört hin und wieder von Künstlern, die auf der Bühne zu Mr. Hyde werden und im Alltag das beschauliche Leben des Dr. Jeckyll führen. Im Rampenlicht gelten andere Gesetze als im Tageslicht. So glaube ich auch nicht, dass Mr. Anderson seinem alten Kumpel Martin auf der Straße ein Küsschen aufgedrückt hätte. Das ist das Entscheidende am Berserkerwahn: Der Betroffene unterscheidet nicht zwischen Freund und Feind.

Das Nächste, das mir aufgefallen ist, ist dass der Meister in Tampa nicht auf einem Bein zu sehen ist. Das kann an der Vielzahl der Portraitaufnahmen liegen, die einen Blick auf die Beine unmöglich machen.

Was ich noch nicht einschätzen kann ist ein Grammatikfehler des Meisters in einer seiner Ansagen, den er selber korrigiert. Es geschah bei den einleitenden Worten zu Too old for Rock’n’Roll. Hier erzählte der Meister etwas von zu langen Haaren und benutzte die Vokabel „…he growed his hair too long“, was er nachher in „…grew his hair too long“ verbesserte. Da ich davon ausgehe, dass Mr. Anderson die englische Sprache sehr viel besser beherrscht als ich, muss ich davon ausgehen, dass der Fehler absichtlich eingebaut wurde. Mir ist nur noch nicht klar, was er damit bezweckte. Vom amerikanischen Englisch habe ich noch weniger Ahnung als vom britischen, aber ich bin fast sicher, dass to grow auch im Amerikanischen ein unregelmäßiges Verb ist. Du kennst den Meister länger und besser als ich; hast Du eine Idee, was hinter diesem Phänomen stecken könnte ?

Ein Indiz für die hohe Professionalität von JT ist die Tatsache, dass sie bei ihren Konzerten nicht immer die gleichen Lieder spielen.

An anderer Stelle habe ich darüber geschrieben, dass es in unserem Städtchen eine Laiengruppe gab, die sich der britischen Folklore verschrieben hatten (diese Gruppe hatte u.a. Ye Jacobites by Name im Repertoire. Hiervon habe ich die Noten. Falls Du Interesse daran haben solltest, einfach melden). Diese Gruppe spielte bei ihren (viel zu seltenen) Auftritten fast immer die selben Lieder, dazu in immer gleicher Reihenfolge. Ich habe einen der Musiker so vorsichtig wie möglich darauf angesprochen und er klärte mich darüber aus, dass das Einstudieren eines neuen Liedes sehr aufwendig sei und dass ihnen als Amateuren die Zeit dafür fehle.

Das waren die Punkte, die mir bis jetzt aufgefallen sind. Die genaue Analyse eines Auftritts ist eine interessante Tätigkeit. Vielleicht entdecke ich im Laufe der Zeit noch einige Besonderheiten. Durch die hohe Qualität des Tampa-Videos eignet es sich wunderbar, um screenshots des Meisters zu ziehen.

Quintessenz: Sollte ich jemals vergessen, warum ich JT – Fan bin, brauche ich nur das Tampa-Video einzulegen.

Soviel für heute. Vor uns liegen Palmsonntag und die Karwoche und in meinem Fall 10 arbeitsfreie Kalendertage. Das Wetter soll gut werden und ich hoffe, dass ich einige schöne Fotos schießen kann.

Für den Fall, dass wir uns nicht mehr lesen werden, wünsche ich Dir und Deinen Lieben einen wahrhaft besinnlichen Karfreitag und ein fröhliches Osterfest ! (Es juckt mir schon wieder in den Fingern, mich über religiöse Themen auszulassen, aber dafür ist es schon zu spät, mein Buch ruft).

Also, einen schönen Start in den Frühling und bis bald !
Lockwood

31.03.2007

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Hallo Lockwood,

auch ich habe die Tage vor Ostern frei und werde nicht nur vor dem Rechner hocken, das Wetter ist zu schön dazu. Und so will auch ich die Zeit dafür nutzen, einmal wieder ein Buch zur Hand zu nehmen.

Zu den Tampa-Videos und speziell zum Meister hast Du Dich ja genügend ausgelassen. Da wäre jeder Wort von mir an dieser Stelle zu viel. Schön wie Du wieder Deine Beobachtungsgabe einsetzt und uns aufzeigst, was wir ansonsten bestimmt übersehen würden. Für mich persönlich sind die Tampa-Videos mit Ian Anderson etwas überfrachtet, also zu viel und zu dicht an des Meisters Angesicht. Aber das gleicht sich durch die Hippodrom-Videos von 1977 aus, da bekommen wir auch die Mitstreiter von Anderson zu sehen.

Für den Growed-grew-Versprecher kann ich leider auch keine Erklärung finden. Ich habe einige Dictionaries durchgesucht (online wie offline), aber growed, auch nicht in anderen Schreibweisen, lässt sich nicht finden. Growl wäre vielleicht noch möglich, ergibt aber keinen Sinn.

Zum Kommentar: Der stammt aus der Laufi-Ecke. Dort pflegt man, wie es scheint, eine Art elitäres Bewusstsein von Exklusivität. Ich habe überlegt, ob ich dazu etwas antworten soll (ich mache es hier), bin dann aber zu dem Entschluss gekommen, es zu unterlassen: Es hat keinen Zweck! Mir ist dabei nur klar geworden, warum es von Laufi schon so lange keine weiteren Videos des Monats gibt: Da gibt es Pöbel wie mich, der die Videos einfach ‚ungefragt’ bei youtube.com einstellt. Wie gut, dass es diesen Pöbel gibt, denn sonst würde das ganze Tull-Material hinter elitären Mauern verborgen bleiben. Für alle, die sich für Jethro Tull interessieren, wäre das allerdings sehr schade. Statt die Plattform von youtube.com zu nutzen, tauscht man lieber im Geheimen Scheiben untereinander im kleinen Laufi-Kreis.

Ich will mich heute kurz fassen. Trotzdem möchte ich kurz auf unsere kleine Diskussion hinsichtlich des Background-Chors (z.B. bei „Songs from the Wood“) zurückkommen, der bekanntlich aus der Konserve kommt und von Ian Anderson höchst persönlich ‚eingesungen’ wurde. Ich habe da auf meinem Rechner ein kleines Video gefunden, woher ich es habe, weiß ich schon gar nicht mehr. Es ist von einer TV-Sendung des amerikanischen Senders NBC: NBC Friday Night, also eine Art Talk-Show, vom 15.11.1996. Auch immerhin schon über 10 Jahre alt. Anderson und Mannen tragen das Lied „Up The Pool“ vor, Anfang der 70-er Jahre zusammen mit „Life is a Long Song“ als Single und dann 1972 auf dem Doppelalbum „Living in the Past“ erschienen. Leider ist es nur ein RealMedia-Video in abgehakter Daumenkino-Qualität (stammt also aus Vor-DSL-Zeiten). Aber es ist im besten Sinne unplugged. Selbst Jon Noyce spielt einen akustischen Bass – und Martin Barre die Flöte. Und: Der Chor kommt nicht vom Band, alle versuchen sich darin, ihren gesanglichen Beitrag zu leisten (Martins Stimme ist dabei unüberhörbar). Das Ganze hat ohne Zweifel einen eigenartigen Charme:

Jethro Tull: Up the Pool (NBC Friday Night – 15.11.1996)

Vielen Dank für Deine Ostergrüße. Auch ich wünsche Dir und Deiner Familie schöne, geruhsame und besinnliche Ostertage. Wir lesen voneinander.

Wilfried

03.04.2007

English Translation for Ian Anderson

WilliZ Top Ten im März 2007 bei youtube.com

Eigentlich bin ich kein Fan von Hitparaden und Top-10-Notierungen. Natürlich freute es mich zu sehen, wie man Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull in den 70-er Jahren in der Rubrik „sonstige Instrumente“ immer wieder auf Platz eins wählte. Aber meine musikalischen Favoriten wählte ich nicht nach irgendwelchen Platzierungen in irgendwelchen Hitlisten aus.

Trotzdem ist es interessant zu sehen, welche Musikstücke von Jethro Tull, die ich bei youtube.com eingestellt habe, den gnädigen Zuschauer finden. Hier also die Top Ten für den Monat März 2007:

Titel Anzahl Aufrufe Platz
Jethro Tull: Aqualung (5/1/2001) 7219 1
Ian Anderson (Jethro Tull): Locomotive Breath 7203 2
Jethro Tull: Trains with Locomotive Breath 6893 3
Jethro Tull: Heavy Horses (1978) 6003 4
Jethro Tull: Back to the Family (Jan. 1969) 5234 5
Jethro Tull: Ian Anderson ’s Flute Solo (07/31/1976) 5047 6
Ian Anderson (Jethro Tull): Moths 1978 3581 7
Jethro Tull: Fat Man (11/15/1983) 3300 8
Jethro Tull: Locomotive Breath/TAAB Reprise (3/10/1985) 3249 9
Ian Anderson/Jack Bruce/Fela Kuti: African Jam Session 1983 2674 10

Wie so oft, so sind nicht alle Statistiken so aussagekräftig, wie sie zunächst erscheinen. „Heavy Horses“ hat zwar bisher mit über 24000 Aufrufen die meisten Zuschauer gefunden – aber der Trend ist rückwärtig. Dagegen hat Ian Andersons Flötensolo, das erst Mitte März bei youtube.com eingespielt wurde, mit über 5000 Besuchern einen täglichen Durchschnitt von fast 300 Besuchern erreicht: bisher unerreichte Spitze!

eingestellt bei youtube.com Titel Videos bis März 2007 Ø pro Tag Platz Trend
16.03.2007 Jethro Tull: Ian Anderson ’s Flute Solo (07/31/1976) 5047 296,88 1 neu
02.11.2006 Jethro Tull: Heavy Horses (1978) 24148 159,92 2 abwärts
10.11.2006 Jethro Tull: Aqualung (5/1/2001) 16825 117,66 3 abwärts
12.02.2007 Ian Anderson (Jethro Tull): Moths 1978 4822 98,41 4 aufwärts
15.11.2006 Ian Anderson (Jethro Tull): Locomotive Breath 12465 90,33 5 aufwärts
08.11.2006 Jethro Tull: Back to the Family (Jan. 1969) 12841 88,56 6 abwärts
16.03.2007 Jethro Tull: Thick as a Brick (07/31/1976) 1450 85,29 7 neu
23.11.2006 Jethro Tull: Trains with Locomotive Breath 10968 84,37 8 aufwärts
30.11.2006 Jethro Tull: Broadsword (March 1982) 10306 83,79 9 abwärts
16.03.2007 Jethro Tull: To Cry You a Song/A New Day Yesterday (07/31/1976) 1400 82,35 10 neu

Aber genug der Zahlenspielereien …

Jethro Tull live im Amphitheater in Istanbul 13. Juli 1991: 10 Videos

So langsam gehen mir die Videos mit der Gruppe Jethro Tull aus, aber nur langsam. Hier nun 10 Videos von einem Live-Konzert am 13. Juli 1991 im Amphitheater in Istanbul/Türkei, das vom türkischen Fernsehsender TRT ausgestrahlt wurde. Leider wurde nicht das ganze Konzert übertragen; hier die Setlist zum Konzert (kursiv die nicht gesendeten Stücke):

Intro – Cross-Eyed Mary – Steel Monkey
Thick As A Brick – Farm On The Freeway – Paparazzi (inst.) – Living In The Past/Serenade To A Cuckoo – Mother Goose/Jack-A-Lynn – Budapest – Fat Man – My God (incl. Bourée, Soirée)
The Whistler (inst.) – Nothing Is Easy
Kissing Willie
Too Old To Rock’N’Roll… – Aqualung
Locomotive Breath/Black Sunday (inst.)/Thick As A Brick (reprise)

April, April …

Aprilscherze haben eine lange Tradition und sind bereits seit dem 16. Jahrhundert verbürgt, man glaubt es kaum. Apropos ‚Glauben‘ – es ist eben so, dass man am 1. April nicht alles glauben sollte, was einem erzählt wird, ansonsten ‚wird man in den April geschickt‘!