Genutzte Zeit zum Lesen

So einmal gut sieben Monate ohne die werktägliche Arbeit zu tun oder gar tun zu müssen, nicht morgens viel zu früh aufzustehen, nicht in vollen Bahnen zu fahren und abends eher erschöpft nach Hause zu kommen – ich habe mich daran gewöhnt. Die Zeit nach der Knie-OP und der Rehabilitation hat mir viel freie Zeit beschert, die ich genutzt habe: Endlich bin ich wieder einmal zum Lesen gekommen, habe mir auch den einen oder anderen guten Film angeguckt, war wieder für Wochen da, wohin ich gern wollte. Und wo ich am Ende des Jahres wieder sein werde.

Willi lässt sich treiben
Willi lässt sich treiben

Liegengeblieben waren die letzten Werke von Martin Walser, der ja 2017 inzwischen seinen 90. Geburtstag feierte. Zunächst ein Gespräch zwischen Walser und seinem Sohn Jakob Augstein: Das Leben wortwörtlich

Dann drei Romane von Martin Walser:
Statt etwas oder Der letzte Rank (2017)
Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte (2018)
Ehen in Philippsburg (sein erster Roman aus dem Jahre 1957)

Von Halldór Laxness hatte ich mir vor geraumer Zeit einmal ein ganzes Bündel Taschenbücher zum Sonderpreis zugelegt. Viele seiner Romane habe ich inzwischen gelesen – es verblieben trotzdem noch vier Romane und ein Band mit Erzählungen, die ich in der freien Zeit gelesen habe. Hinzu kommt noch eine Biografie Halldór Laxness – Sein Leben von Halldór Gudmundsson.

Die glücklichen Krieger (hier bereits besprochen)
Atomstation
Die Litanei von den Gottesgaben
Das wiedergefundene Paradies
Ein Spiegelbild im Wasser – Erzählungen

Verbleibt für mich nur noch ein Roman von Laxness, der bisher leider nicht verfügbar war, nun aber Ende Februar neu aufgelegt wird: Das Fischkonzert

Über Suzanne Vegas Album Lover, Beloved: Songs from An Evening With Carsonaus dem Jahr 2016 bin ich auf dem Roman Das Herz ist ein einsamer Jäger von Carson McCullers gekommen.

Im letzten Jahr war es fünfzig Jahre her, dass der Roman Deutschstunde von Siegfried Lenz erschien. Den Fernsehfilm dazu aus dem Jahre 1971 kannte ich. So wurde es Zeit, jetzt auch den Roman zu lesen. Inzwischen ist der Roman erneut verfilmt worden und wird ab 03.10.2019 in den Kinos gezeigt.

Außerdem hatte ich das letzte Werk von Günter Grass Vonne Endlichkait einige Zeit liegen – und während meiner ‚Freizeit‘ endlich gelesen.

Ich bin ein Freund der kleinen Bücher des Insel-Verlags. Diese muten etwas altmodisch an. Aber genau das mag ich an ihnen. Hermann Hesses Aufzeichnungen Wanderung mit Zeichnungen des Autors sind poetische Protokolle einer Wanderung und Wandlung und passen sehr gut in diese Reihe.

David Zane Mairowitz war es, der sich speziell Kafkas Roman Der Prozess annahm und daraus mit der französischen Comiczeichnerin Chantal Montellier eine Graphic Novel zauberte: Der Process – endlich habe ich das Buch zur Hand genommen.

Und wenn ich schon bei Kafka bin: Von Peter Weiss habe ich dessen Theaterstück Der neue Prozess, das am 12. März 1982 in Stockholm uraufgeführt wurde, erneut gelesen

1997 war es ein Bestseller, der Roman Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt, in dem er seine Kindheitserinnerungen in Irland veröffentlichte. Einer meiner Schwager hatte das Buch ausgesondert, so habe ich es zu mir genommen – und im letzten Jahr gelesen.

Tom Coraghessan Boyle ist ein ziemlich schräger Vogel – und ein hervorragender Schriftsteller, der in Amerika dem historischen Roman zu neuem Ansehen verholfen hat. In seinem Roman Wassermusik erzählt er die Geschichte des (historischen) schottischen Afrikaforschers Mungo Park, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts zwei Entdeckungsreisen ins Innere Afrikas unternimmt. Er ist besessen von dem Wunsch, den Niger zu entdecken, was ihm nach allerlei Mühen auch gelingt.

Ich habe eine gewisse Vorliebe für Krimis (allerdings eher in Form von Filmen, lese aber ab und zu auch einmal einen Kriminalroman). So habe ich von Martha Grimes aus der Inspektor Jury-Reihe, von der bisher vier Folgen verfilmt wurden, den Roman Inspektor Jury geht übers Moor gelesen. Den Kriminalroman Eismond von Jan Costin Wagner habe ich erneut gelesen. Er begründete ebenfalls eine Krimi-Reihe, hier um den finnischen Kommissar Kimmo Joentaa.

Es las während meiner (unfreiwilligen) Freizeit noch das eine und andere Buch. Den hier erwähnten Bücher werde ich sicherlich noch etwas Aufmerksamkeit zukommen lassen, um diese zumindest in gewisser Kürze zu besprechen.

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.