Da lacht Herr Mehdorn – Streiks bei der Deutschen Bahn AG

Heute Morgen kommt es durch Warnstreiks bei der Deutschen Bahn AG zu massiven Verspätungen im Bahnverkehr. Betroffen sind auch die S-Bahnen in Berlin, München, Frankfurt/Main und Stuttgart. Und, wie ich selbst erleben musste, in Hamburg.

Sicherlich kann man Verständnis für die streikenden Bahnbeschäftigten aufbringen. Nur halte ich es für unangemessen, die Streiks schwerpunktmäßig auf den Pendlerverkehr zu beschränken. Für Herrn Mehdorn, dem Vorstandsvorsitzenden der DBAG, wird es ein Grund mehr sein, die Nahverkehrsstrecken aufzugeben bzw. durch private Eisenbahnbetreiber bedienen zu lassen. Ein Streik beim Fernverkehr würde die Deutsche Bahn wirklich treffen.

Streiks bei der Deutschen Bahn AG

weitere Infos zu Zugausfällen siehe bahn.de

siehe auch zdf.de: Zugverkehr in Großstädten ruht

Kopierschutz bröckelt

DRM, das digitalen Rechtemanagement, ist bekanntlich nicht sehr benutzerfreundlich. Da gibt man Geld für ein im Internet heruntergeladenes Musikstück aus, hat aber nur beschränkte Nutzungsrechte – und oft genug auch seine Probleme, dass Stück überhaupt zum Abspielen zu bekommen. Einige der noch nicht einmal einheitlichen Kopiersperren verhielten sich auf dem Rechner sogar wie Trojaner und verhinderten das generelle Beschreiben von CDs oder DVDs (Sony sei ‚dank‘).

Jetzt scheint die DRM-Front langsam zu bröckeln, u.a. bietet Apple neuerdings Titel der Firma EMI ohne DRM auf seinem Musikportal iTunes an. Und es gibt einige Anbieter in Deutschland, die anscheinend auch ohne Rechteverwaltung auskommen. Leider hat mir ein spezieller kleiner Test gezeigt, dass das Angebot für einen alten Freak wie mich doch eher sehr mager ist. So suchte ich nach dem aktuellen Album von Jethro Tull: Best of Acoustic Jethro Tull (CD bei amazon.de für 13,95 €) bzw. nach dem auf dieser Scheibe enthaltenen Titel: Broadford Bazaar.

Hier das Ergebnis:

1. akuma.de – ein Musikportal mit über 500.000 Titel im Angebot:
eher schmales Angebot – Stück nicht gefunden

2. mp3.de – u.a. auch Sprungbrett für junge Talente (Angebot daher zum Teil kostenlos)
auch eher schmales Angebot – Stück nicht gefunden

3. tonspion.de – MP3-Angebot (aber nur schmale Kost)
hier kennt man Jethro Tull nicht einmal

4. lastfm.de – Web 2.0-Angebot und Internetradio mit rund 20 Millionen Mitgliedern
von den vieren das mit dem größten Angebot – aber den Titel kennt man dort leider auch nicht

Was mich verwundert, ist auch hier die oft leider ungenügende Qualität der Musikstücke (Bitrate von 128 kbit/s) für den oft nicht gerade niedrigen Preis: 89 Cent ist schon ‚fast‘ geschenkt, andere nehmen 1,49 € (eine unverfrorene Frechheit).

100 größten Gitarrensolos der Rockmusik – Plätze 71 – 80

So langsam kämpfen wir uns aus dem Keller – mit Platz 71 bis 80 der größten Gitarrensolos (Platzierungen aufgrund einer Leserbefragung des Guitar World Magazines) schließe ich das ‚untere‘ Drittel ab, muss aber gestehen, dass mich keines dieser Stücke wirklich vom Hocker reißt. Aber es kann und wird besser werden. Somit nur der Vollständigkeit halber:

Fender & Gibson

Hier die Laufzeiten, Platzierungen, Interpreten und Titel im Einzelnen:

– 0:22 – Platz 071 Funkadelic – Maggot Brain
– 0:46 – Platz 072 Aerosmith – Walk This Way
– 1:18 – Platz 073 Phish – Stash
– 1:50 – Platz 074 Deep Purple – Lazy
– 2:12 – Platz 075 The Who – Won’t Get Fooled Again
– 2:36 – Platz 076 Neil Young – Cinnamon Girl
– 3:05 – Platz 077 Alice In Chains – Man in the Box
– 3:16 – Platz 078 Grateful Dead – Truckin‘
– 3:33 – Platz 079 Van Halen – Mean Street
– 4:05 – Platz 080 AC-DC – You Shook Me All Night Long

Wo der Kunde nicht mehr zählt

„Der Kunde möchte eine günstige Fahrkarte und eine pünktliche, bequeme Fahrt“
Hartmut Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG

Eine tolle Sache, diese Bahn: Ein Wunder der Organisation und Logistik, pünktlich wie ein Uhrwerk, umweltfreundliche, beständig erneuerte Spitzentechnologie auf einer von Steuergeldern errichteten Infrastruktur, die kundenfreundlich auch den letzten Winkel des Landes erreicht. Die preiswerteste Bahn Europas, sauber, bequem. Die Bahn ist das beste Verkehrsmittel für alle und von allen geliebt. In der Schweiz.

In Deutschland dagegen fährt die Bahn andere Ziele an. Im Hamburg will sie den Hafenbetreiber kaufen, zwischen Ingolstadt und Nürnberg mag sie Fahrgäste nicht mehr komfortabel transportieren (zugunsten eines Zeitgewinns von wenigen Minuten wurde eine von Pendlern viel genutzte Intercity-Verbindung eingestellt): Hier wie an anderen Bahnhöfen zwingt sie die Pendler ins Auto. Die Bahn legt jedes Jahr neu regionale Strecken still, gibt 30 bis 50 Bahnhöfe auf und konzentriert sich auf die hochprofitablen Rennstrecken, auf denen ein ICE für kurze Zeit Rekordgeschwindigkeiten erreicht. Nicht selten vertrödelt er danach die Zeit beim Warten auf freie Gleise vorm Bahnhof oder auf den zahlreichen Langsamfahrstellen (Bahnjargon „LAs“), die die Schienensprinter ausbremsen.

Nein, das sind nicht meine Worte. Es ist der Klappentext zu einer DVD: „Bahn unterm Hammer“, eine Dokumentation von Herdolor Lorenz und Leslie Franke, die u.a. für 12,90 € unter der Bestellnr. 230065 bei zweitausendeins.de zu bestellen ist. Hierzu der Trailer.

Bahn unter'm Hammer

Es geht um den bevorstehenden Börsengang der Deutschen Bahn AG. Damit ginge der frühere Auftrag der Deutschen Bahn, möglichst weitgestreut im Lande ein Streckennetz zu unterhalten und den Fahrgast zu bedienen, völlig verloren. Der Profit wäre Richtschnur aller weiteren Entscheidungen des Unternehmens. Der Trend ist bereits heute absehbar. Soweit darf es nicht kommen.

100 größten Gitarrensolos der Rockmusik – Plätze 81 – 90

Hier bereits die 2. Runde ‚meiner“ größten Gitarrensolos der Rockgeschichte, da von hinten nach vorn vorgegangen, sind es heute die Plätze 81 bis 90. Wir sind dabei noch um einiges entfernt von der eigentlichen Creme der Creme, nicht alles trifft meinen musikalischen Geschmack (wäre ja auch verwunderlich, da sich die Platzierungen aufgrund einer Leserbefragung des Guitar World Magazines ergeben), es soll aber auch nichts unter den Tisch gekehrt werden. Hier also die Plätze 81 bis 90:

Fender & Gibson

Hier die Laufzeiten, Platzierungen, Interpreten und Titel im Einzelnen:

– 0:14 – Platz 081 – The Velvet Underground – Sweet Jane (wo bitte ist hier das Solo?)
– 0:41 – Platz 082 – King Crimson – 21st Century Schizoid Man
– 1:07 – Platz 083 – Stevie Ray Vaughan – Scuttle Buttin‘
– 1:30 – Platz 084 – UFO – Lights Out
– 1:59 – Platz 085 – David Bowie – Moonage Daydream
– 2:25 – Platz 086 – Allman Brothers Band – Whipping Post
– 2:49 – Platz 087 – Johnny Winter – Highway 61 Revisited
– 3:16 – Platz 088 – Steely Dan – Kid Charlemagne
– 3:38 – Platz 089 – Rage Against the Machine – Killing in the Name (so quietschen nicht einmal neue Schuhe)
– 4:11 – Platz 090 – Eric Clapton – Let It Rain (der schnelle Eric ist nicht immer der beste)

100 größten Gitarrensolos der Rockmusik – Plätze 91 – 100

Wie in anderen Beiträgen bereits öfter angesprochen, will ich hier beginnen, mich mit den ‘100 greatest guitar solos’ in der Rockmusik zu befassen. Natürlich gehen die Ansichten, welches Lied, welches Stück das größte Gitarrensolo aller Zeiten enthält, sehr weit auseinander und entsprechende Zusammenfassungen, die auf mehr oder weniger repräsentativen Befragungen beruhen, gibt es mehrere. „Meine“ 100 größten Gitarrensolos orientieren sich an about.com Guitar. Daneben gibt es auch noch eine Top 100 bei planetrock.com.

Das Beste hebt man sich bekanntlich für zuletzt auf. Daher beginne ich hier mit den Plätzen 91 bis 100. Ich habe dabei die jeweiligen Gitarrensolos aus den einzelnen Musikstücken herausgefiltert und in einer Zusammenstellung zusammengefasst. Hier also die Plätze 91 bis 100:

Hier die Laufzeiten, Platzierungen, Interpreten und Titel im Einzelnen:

– 0:23 – Platz 091 – Creedence Clearwater Revival – Heard It Through the Grapevine
– 0:36 – Platz 092 – Stray Cats – Stray Cat Strut
– 1:01 – Platz 093 – The Doors – The End
– 1:25 – Platz 094 – Rush – Working Man
– 1:51 – Platz 095 – Pearl Jam – Yellow Ledbetter
– 2:20 – Platz 096 – Rolling Stones – Honky Tonk Woman
– 2:44 – Platz 097 – Judas Priest – Beyond the Realms of Death
– 3:11 – Platz 098 – Dream Theater – Under a Glass Moon
– 3:42 – Platz 099 – Jeff Becker – ‚Cause We’ve Ended as Lovers
– 4:11 – Platz 100 – Bon Jovi – Wanted Dead or Alive

Golden Door

Golden Door (Originaltitel: Nuovomondo – Italien/Frankreich 2006 – Drehbuch und Regie: Emanuele Crialese – u.a. mit Charlotte Gainsbourg und Vincenzo Amato) ist ein archaischer Traum, eine moderne Fabel, die den Zuschauer mit auf eine Reise durch Zeit und Raum nimmt. Angetrieben von den Vorstellungen über ein Land, von dem bisher nur geträumt wurde, aber das noch niemand gesehen hat. Ein Garten Eden, in dem riesige makellose Früchte wachsen und es Geld von den Bäumen regnet. Die Neue Welt: Amerika!

Es beginnt in Sizilien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Bauernfamilie Mancuso bestellt ihr karges Land. Eins mit der Natur und umgeben von den Geistern ihrer Ahnen wird ihr alltägliches Leben durch Geschichten über die Neue Welt unterbrochen, in denen von Kartoffeln so groß wie Kutschen, Karotten so lang wie Kanus und Bäumen die Rede ist, auf denen Goldmünzen wachsen.

So verkauft eines Tages Savatore all sein Hab und Gut, um zusammen mit seinen beiden Söhnen und seiner Mutter in das gelobte Land zu reisen. Aber um das „goldene Tor“ zu passieren, müssen sie ihre Identität ändern und sich in Stadtmenschen wandeln. Diese Metamorphose vollzieht sich während der vier Wochen auf engstem Raum an Bord eines Schiffes. Da lernt Salvatore die unnahbare Lucy kennen und lieben. Beide träumen von einer besseren Zukunft.

Der Film endet dort, wo andere Filme beginnen würden: mit dem bürokratischen Aufnahmeverfahren auf Ellis Island.


Am Ende des Films: „Sinnerman“ von Nina Simone

Guitar Pro 5 für junge Musiker

Wer als junger Musiker, als Gitarrist oder Bassist, eine Band gründet, wird sehr schnell feststellen, dass er nicht umhin kommt, sich auch mit Noten oder zumindest Tabulaturen zu beschäftigen, besonders dann, wenn Stücke anderer Gruppen gecovert werden sollen.

Es gibt ein sehr interessantes und auch sehr umfangreiches Programm, Guitar Pro 5, mit dem Noten und Tabulaturen erstellt werden können. Da neben Export auch ein Import von MIDI-Dateien möglich ist, kann man auf den weiten Musikschatz des Internets zurückgreifen. Außerdem werden viele tausende fertige Tabulaturen/Noten angeboten. Die einmal erstellten Noten können auf unterschiedlichste Weise gespeichert (z.B. auch als PDF-Datei) und gedruckt werden. Natürlich kann man die Musikstücke auch abspielen und sich beim Üben selbst damit begleiten, wobei jedes Instrument getrennt aufgezeichnet ist, da mehrere Spuren (für jedes Instrument eines) eingerichtet werden können. Daneben gibt es viele kleine Tools (vom Metronom bis zum digitalen Stimmgerät), die sehr hilfreich sein können.

Guitar Pro 5

Mein großer Sohn, der Bassspieler, ist von Guitar Pro 5 auf jeden Fall begeistert und benutzt es regelmäßig, um auch Noten und Tabulaturen für seine Mitspieler zu erstellen und auszudrucken.

Hob Ikh Mir A Mantl – Jiddisch für Anfänger

Beim Evangelischen Kirchentag in Köln vor gut zwei Wochen besuchte mein Sohn ein Konzert mit Klezmermusik, bei dem auch jiddische Kinderlieder vorgetragen wurden. Klezmer bedeutet soviel wie „Gefäß des Liedes“ und entspricht einer jüdischen Volksmusiktradition. Vorgetragen wurden die Lieder von Daniel Kempin. Besonderst beeindruckt war er von einem Kindernlied: Hob Ikh Mir A Mantl:

Es handelt von einem Schneider, der einen Mantel schneidert. Nachdem dieser mit der Zeit zerschlissen ist, macht er aus dem noch brauchbaren Stoff eine Jacke (Rekl). Auch diese wird nach und nach fadenscheinig, so näht er daraus eine Weste, später eine Fliege (schnipssl bzw. shnipsl), dann ein „gor nischt“ und am Ende dieses witzige kleine Kinderlied (lidl).

Da sich das Jiddische des (extra angepassten) Hebräischen als Schrift bedient, gibt es von dem Lied natürlich unterschiedliche Transkriptionen. Hier der Text, wie er meinem Sohn freundlicherweise von Daniel Kempin zur Verfügung gestellt wurde:

1. hob ich mir a mantl fun farzajtikn tuch, trala lala, lalalala, lalala,
is in im nischto kejn ganzener duch,trala lala, lalalala lalalala.
darum hob ich sich batracht un fun dem mantl a rekl gemacht
trala lalalalala, trala lalalalala, un fun dem mantl a rekl gemacht.

2. rekl … rekl a wesstl … rekl a wesstl
3. wesstl … wesstl a hitl … wesstl a hitl
4. hitl … hitl a schnipssl … hitl a schnipssl
5. schnipssl … schnipssl a gor nischt … schnipssl a gor nischt
6. gor nischt … gor nischt a lidl … gor nischt a lidl

Hier eine weitere Übertragung:

1. Hob ikh mir a mantl fun fartsaytikn shtof / Tralala…
Hot dos nit in zikh kayn gantsenem shtokh / Tralala…
Darum, hob ikh zikh batrakht
Un fun dem mantl a rekl gemakht
Tralala… / Fun dem mantl a rekl gemakht

2. Hob ikh mir a rekl… fun dem rekl a vestl gemakht
3. vestl / shnipsl
4. shnipsl / knepl
5. knepl / gornitl
6. gornit / dos lidele

Eine deutsche Übersetzung konnte ich leider nicht finden (aber der Text spricht für sich und ist im Wesentlichen auch ohne Übersetzungshilfe zu verstehen), dafür mehrere englische Übersetzungen – hier eine:

I HAD A LITTLE OVERCOAT
(traditional Yiddish, English by Teddi Schwartz & Arthur Kevess

1.I had a little overcoat, as old as can be
Tralala lalalala lalala
What I’d ever do with it, I just couldn’t see / Tralala…
So I thought a little while
And made myself a jacket in the very latest style
Tralalala lalala (2x) / Made a jacket in the very latest style

2. I had a little jacket, it was old as can be…
What… / So I thought a little while
And made myself a vest in the very latest style
Tralala. . .made a vest in the very latest style

3. I had a little vest / . . & made myself a tie
4. tie / button
5. button / nothing
6. nothing / song

Nun, Jiddisch ist eine westgermanische Sprache und ging aus dem Mittelhochdeutschen hervor, benutzt dabei semitischen und slawischen Elemente. Vor dem Holocaust gab es etwa 12 Millionen Sprecher, die meisten davon in Osteuropa. Heutzutage sprechen neben älteren Menschen aller jüdischen Glaubensrichtungen vor allem chassidische Juden Jiddisch als Umgangssprache.

Über das Jiddische sind viele hebräische Wörter und Begriffe in die deutsche Sprache geflossen, die auch noch heute verwendet werden (meist kennt man aber nicht deren Herkunft). Hier eine Liste deutscher Wörter aus dem Hebräischen, z.B. die Wörter meschugge, Mischpoke, Maloche und Schlamassel dürften den meisten bekannt sein.

siehe auch: Wikipedia auf Jiddisch

Grönemeyer for President

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) überrascht die Polit-Szene mit einem pikanten Vorschlag: Rockstar Herbert Grönemeyer soll in den Bundestag einziehen – für die CDU. Wulff selbst würde sich für ein Mandat stark machen. Hintergrund ist die Kritik von Grönemeyer anläßlich des G8-Gipfels, mit der er die Glaubwürdigkeit der Politik grundsätzlich in Frage stellte.

Herr Wulff ist im Lande bekannt für manche Art des Populismus. Woher sollte sonst seine ‚allgemeine Popularität‘ herstammen. Sicherlich ist die von Herbert Grönemeyer geäußerte Politikerverachtung eine Gefahr für Deutschland, allen voran für die Politik selbst. Aber sind es nicht die Politiker selbst, die durch ihr unendliches Geschwafle für die Politikverdrosselheit im Lande sorgen? Sind faule Kompromisse, wie sie dieser Tage beim EU-Gipfel in Brüssel vereinbart wurden und die durch polnische (und auch britische) Erpressungsversuche zustande kamen, für uns Normalbürger noch nachvollziehbar? Es geht um bloße Eigeninteressen der Politiker, um Machtgier und Einflußnahme über Landesgrenzen hinaus. Die Interessen der eigenen Bürger sind dabei zweitrangig, die der dritten Welt nur dann von Belang, wenn dadurch wirtschaftliche Erfolge zu erzielen sind.

Vielleicht sollte Herbert Grönemeyer wirklich in die Politik gehen. Aber nach kürzester Zeit würde er sich selbst im Gewebe der Politik verzetteln. Damit wäre keinem gedient. Herr Wulff weiß genau, dass Grönemeyer seinem Ansinnen nicht entsprechen wird. So kann er solche ‚pikanten Vorschläge‘ auch leichtfertig äußern.

siehe auch zdf.de: Wulff: Grönemeyer an die Macht!