Die Spielern schleudern, um welche Seite zum erstern zu aufschlagen. Wer hat den Schleudern gewinnt ist der Aufschlager.
Spielergebnis: 15 order 21 Punkten (entscheiden wie voraus gestellt) gewinnt den Spiel. Der erste Spieler, welcher 15 (order 21) erhält, ist der Gewinner. Nur wenn aufschlagen wurde win Spieler Punkte ergeben, ein Spieler ist „In“ als Aufschlegen und „Out“ als Service erhlaet. Als der Aufschlager zwischen ein bestimmten Spiel macht der „Out“ spieler, um ein Fault zu sich festlegen, der Aufschlager hat ein Punktgewonnen. Als der „Out“ Aufschlager (order Service Erhalter) zwischen ein bestimmten Spiel macht der „In“ Spieler, um ein Fault zu sich festlegen, der „In“ Spieler verlaesst ihre Service und der „out“ Spieler dann der Aufschlager werden. Zu straten der Spiel, die Spielern sollen aufschlagen und erhaltenService in ihren verscheidenenRechts Band Service Hof als der Aufschlager’s Speilergebnis ist 0, order als er hat eine eben Nummer von Punkten in dem Spiel, das Service wurde zugestellt von und erhaelt in ihren verschiedenen Links-Hand Service Hof als der Aufschlager hat eine ungerade Nummer vom Punkten. Beide Spielernn sollen Service Hof veraendern nach jede Punkte wurde aufgezeicht. Der Hof soll aufbahren werden wie folgenden Schaubild:
Dein Mp3 – Quiz hätte ich nicht beantworten können. Ich hätte irgendetwas in Richtung Richie Blackmore getippt.
In der abgelaufenen Woche hattest Du einige bemerkenswerte Beiträge in Deinem Weblog. Das hast Du zwar immer, aber mir sind in den letzten Tage einige ganz besonders ins Auge gesprungen. Zuerst das mehrteilige Konzert des „Passion Play“. Ganz große Klasse ! Ich verstehe nicht, dass dieses Opus so zerrissen worden ist. Es ist vielleicht nicht das allergrößte Tull-Album, aber zumindest das, das ich am häufigsten gehört habe. Mir gefällt, wie bei allen Konzept-Alben, seine Durchgängigkeit. Fast schon eine Oper. Bei dem Konzert 1973 zeigte Mr. Anderson, warum und womit er sich den Titel eines Meisters verdient hat. Diese Kraft, dieses Genie, diese Stimme !
Das zweite Highlight der letzten Woche war Dein Beitrag zum 60. Geburtstag von Mr. Barre. Es erstaunt mich immer wieder, wie Du die Informationen und Bilder an Land ziehst. Jedenfalls ist daraus ein Würdigung entstanden, die der guten Seele von JT gerecht wird. Seine Solo-Musik (das wenige, was ich davon kenne) gefällt mir zwar nicht, aber ich bin mir bewusst, dass er einen großen Anteil daran hatte, aus Jethro Tull das zu machen, was wir heute kennen und schätzen. An dieser Stelle ein großes Lob an ihn, dass er soviel innere Stärke zeigt, seinen breiten Scheitel mit Würde zu tragen.
Zum parallelen Flötenspiel bei Anderson’s Gesang: Deiner Erklärung, dass die zweite Flöte auf den Keyboards erzeugt wird, stand ich erst skeptisch gegenüber. Es klang einfach zu sehr nach Flöte. Aber ein aufmerksames Studium des Videos von „For a thousend Mothers“ brachte Gewissheit: Mr. Giddings spielt die Flötenstimme auf dem obersten Manual seiner Tasten-Batterie. Das wirft ein neues Problem auf: Wer sagt uns, dass er lediglich die zweite Stimme spielt ? Wird hier noch mit weiteren Tricks gearbeitet ? Was ist noch echt, was kommt von Synthi oder gar Tonband ? Lediglich der Gesang von Mr. Anderson ist unverkennbar echt.
Trotz allem: Die 2000er Version der tausend Mütter gefällt mir besser als die 1973er Version. Die jüngere Variante wirkt kraftvoller, dynamischer, druckvoller und gleichzeitig melodischer. Das ist vielleicht der Verdienst der zweiten Flötenstimme.
Deinem Hinweis, dass Mr. Giddings in Fragen „technischer Unterstützungen“ möglicherweise einen schlechten Einfluss auf den Meister hatte, kann ich nicht ganz folgen. Mr. Anderson hat auf mich nie den Eindruck gemacht, dass er leicht zu beeinflussen sei. Im Gegenteil: Er ist dafür bekannt, dass er innerhalb seiner Band ein hartes Regiment führt und das geschwungene Zepter auch mal auf Schädel niedersausen lässt. Wenn jetzt also ein wahrscheinlich nicht unersetzbarer Tastenmann daherkommt und einige Tricks vorschlägt, die dem Meister nicht zusagen, wird Mr. Anderson dem kaum um des lieben Friedens willen zustimmen.
Zum Schluss ein kurzer Themenwechsel: Es gibt auch jenseits der anspruchsvollen Rockmusik Melodien, die einem gewissen Anspruch gerecht werden und / oder die man einfach gerne hört. Das wurde mir heute Morgen wieder deutlich vor Ohren geführt: Im Radio lief „If you don’t want my love“ von Elaine Paige. Tolle Melodie, großartige Stimme ! Diese Stimme erinnert ein wenig an Marti Webb, ebenfalls eine erstklassige Sängerin. Solche Stimmen vermisse ich heutzutage.
Ich wünsche Dir ein schönes Restwochenende und eine entspannte Woche
erst macht mein Bildschirm schlapp (war auch schon eine alte Krücke) und jetzt zickt auch noch mein PC. Ich hoffe er hält noch eine kurze Zeit.
Also ich will ehrlich sein: Die Gruppe Mountain ist mir so gut wie unbekannt. Irgendwann hatte ich zwar schon einmal das Lied „Mississippi Queen“ gehört – und gleich wieder vergessen. Das war es dann auch schon. Wenn man aber die kurzen Gitarren-Passagen der drei Stücke hört, dann erkennt man durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit der Spielweise von Martin Barre. Also Leslie West von der Gruppe Mountain ist so etwas ähnliches wie das Vorbild unseres Tull-Gitarristen. Wäre ich nie drauf gekommen.
Zum youtube-com-Video Jethro Tull: “For a Thousand Mothers (11/28/2000)” haben einige Leutchen ihre Kommentare abgegeben. Finde ich ganz interessant, z.B. „Jethro Tull are just the best damn live act ever!!!! Stick that in your pipe and smoke it!!!!”.
Ich pflichte Dir bei, dass Andersons Stimme nicht mehr die allerbeste ist. Aber instrumental sind Anderson und Barre wirklich eine Klasse für sich. Das siehst Du ja kaum anders, wenn Du die 2000-er Version von „For a 1000 Mothers“ für ‚kraftvoller, dynamischer, druckvoller und gleichzeitig melodischer’ hältst als die Versionen früherer Jahre. Besonders in den ersten Jahren fehlte es an der richtigen Dynamik, da klang alles noch sehr statisch und auch technisch (ich meine spieltechnisch) ziemlich unsauber und schlecht aufeinander abgestimmt.
Und deshalb haben Anderson und Co. auch heute noch diesen relativ großen Erfolg, wenn es um Live-Auftritte geht. Man weiß zwar, dass Andersons Gesang nicht mehr so toll ist, aber man weiß auch, dass man ansonsten, wenn man in eines der Konzerte geht, gut bedient wird. In diesem Sinne hatte ich mich ja auch zu meinem letzten Konzertbesuch im Juni 2005 geäußert.
Aber selbst die Tulls früherer Jahre hatten meiner Meinung nach schon mehr drauf als ihre Kollegen (ich will keine Namen nennen). Ich habe dieser Tage diverse Stücke anderer Bands aus den 70-er Jahren gehört. Besonders die Gitarrensoli waren für mich kläglich: bisschen Wischi-waschi mit viel Verzerrer! Mehr nicht. Da klingt Martin Barre bereits damals wie ein Gitarrengott und ließe sich höchstens von Clapton und Hendrix einholen.
Aber auch Gruppen aus dem letzten Jahrzehnt haben rein musikalisch gesehen viel weniger drauf als unsere lieben Tull-Brüder (ich habe mir in der vergangenen Woche geduldig Scheiben von ‚Nirvana’, ‚Placebo’ und ‚Panic in the Disco’ angehört, besonders Placebo war vor kurzem groß gefeiert). Nicht viel, was mich da vom Hocker riss. Und dabei bin ich durchaus aufgeschlossen für Neues.
Warum ich das eigentlich schreibe: ich habe ja selbst einmal in einer Gruppe blutiger Amateure gespielt. Und ich erinnere mich heute noch, dass wir uns bemüht haben, eine gewisse Dynamik in unsere Stücke hineinzubekommen (‚Drive’ nennt man das wohl auch). Aber es war nichts zu wollen. Bei Anderson, Barre und Co. klingt manches so leicht und locker. Aber damit es so klingt, muss man viele Jahre gespielt haben, um dieses Können und diese Routine zu erlangen. Wenn dann die Jungs auch noch richtig Spaß daran haben, dann klingt es noch etwas besser. Und den Spaß haben Anderson und Co. größtenteils noch, davon gehe ich aus. Gut, manche Abende ist man vielleicht nicht ganz so gut drauf (irgendwie klingt der Lugano-Auftritt so). Aber dafür sind es ja auch nur Menschen.
Ja, ob nun aus der Konserve oder wirklich live … Wie ich schon sagte, irgendwann hatte ich dazu in einem Interview gelesen, dass Jethro Tull auch auf Tricks zurückgreift (Wer würde das aber bei einem so komplexen Sound nicht tun). Der Original-Beginn von „Thick as a Brick“ lässt sich live nun einmal nicht so wiedergeben, dann brächten wir Ian Anderson zweimal (einmal den Sänger und gleichzeitig den Flötisten). Das Flötenspiel lässt sich also vom ‚Band’ abrufen (ist natürlich digital gespeichert – meist auch auf einem Keyboard) oder am Keyboard durch entsprechende Klangeinstellungen (MIDI, das Thema hatten wir in einem anderen Zusammenhang) bewerkstelligen. Ich denke, bei Jethro Tull halten sich diese Tricks im Rahmen und werden wirklich nur da verwendet, wo es nicht anders geht. In diesem Zusammenhang fällt mir die goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern vor gut einem Jahr ein. Da spielte ein so genannter Alleinunterhalter … und der klang wie ein ganzes Orchester mit seinem Keyboard. Und obwohl er wirklich nicht singen konnte, vertuschte er dieses sehr geschickt, indem er seiner Stimme einen Chor beimischte. Also technisch ist heute selbst im Amateurbereich vieles möglich.
Okay, Herr Anderson wird sich schon nicht von Herrn Giddings in diesen Dingen unkritisch beeinflussen lassen. Aber ich traue Andrew Giddings mehr technisches Verständnis zu als dem Meister. Und wenn man die richtigen Argumente hat, dann wird sich auch Ian Anderson in bestimmten Dingen überzeugen lassen. Wie weit das geht, davon habe ich keine Ahnung. Vielleicht fragt er ja auch Herrn Giddings: „Hey, Andy, hier würde ich ganz gern die Flöte hören. Aber wer singt dann den Part? Und Martin kann zwar Flöte spielen, aber an dieser Stelle ist er noch mit den Ausläufern seines Solos beschäftigt. Also?“
Apropos Highlights! Nun die „A Passion Play“-Zusammenschnitte sind ja nicht auf meinem Mist gewachsen. Also Dank an den Bastler TullTapes. Aber wenn man sucht, dann wird man auch fündig (gilt im weitesten Sinne fürs Internet). Hierbei war dann doch eher der Zufall Herr des Geschehens: Von „Thick as a Brick“ gibt es aus dem Jahre 1972 Aufnahmen eines Konzertes in Japan. Nicht diese üblichen 10-12 Minuten, nein, ich habe es nicht zusammengerechnet, aber weit über 60 Minuten! Ich spreche von Audio-Aufnahmen. Natürlich ergibt sich diese lange Zeit durch Flöten-, Schlagzeug- und sonstige Soli, die eingebaut wurden. Das Schlagzeugsolo kann man getrost vergessen (war in den 70-er Jahren wohl so üblich, sich auch den Drummer einmal richtig austoben zu lassen). Ich habe bisher nur einmal quer hineingehört. Ist natürlich keine professionelle Aufnahme, aber immerhin mehr als ein Zeitdokument. Ich habe die Aufnahmen im so genannte FLAC-Format (steht für „Free Lossless Audio Codec“), dass sich u.a. mit WinAmp abspielen lässt, wenn man den entsprechenden Audio-Codec heruntergeladen hat. Die Größe der Dateien: ca. 500 Megabyte. Ich habe aber auch schon ein Progrämmelchen gefunden, das FLAC-Dateien in MP3 umwandelt. Hier eine kleine Kostprobe.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich auch an eine Diskussion im Laufi-Forum (auf die Schnelle finde ich nicht, wo), in der es um alte Videoaufnahmen (z.B. von „Thick as a Brick“ aus dem Jahre 1972) geht. Anscheinend lagern diese auf dem (schon legendären) Dachboden von Herrn Anderson (gleich neben dem Soprano-Saxophon) und liegen dort offentlich trocken und wohltemperiert. Einer der Mitstreiter alter Tage (ich glaube, es soll Jeffrey Hammond sein) verlangt bei Veröffentlichung eine Menge Knete, die der Meister aber nicht herausrücken will. Wie auch immer: Es muss noch einige alte Aufnahmen geben, die bisher den Weg in die Öffentlichkeit nicht gefunden haben (ähnlich dem Isle of Wight-Konzert von 1970, das dann endlich als CD bzw. DVD erschien). Ich bin nun nicht der Typ, der sein Geld aus dem Fenster wirft. Aber für eine ‚remastered’ Videoaufnahme von „Thick as a Brick“ aus dem Jahre 1972 (vielleicht noch in voller Länge – mit dem geigenden Damentrio – oder waren es vier Damen?) würde ich schon einige Euro locker machen wollen (lieber PC halte bitte noch ein Jährchen).
Und apropos Laufi-Forum: Ich bin da gerade über einen Beitrag gestolpert, den ich Dir wärmstens ans Herz legen möchte (und Dich damit sicherlich auch etwas ärgere): end game – Jethro Tull im Halbschatten. Da hat sich einer wirklich Gedanken gemacht um unseren Meister. Wir sollten darauf zu sprechen kommen. Lies es aber erst einmal in Ruhe. Werde mir „Roots to Branches“ einmal wieder in Ruhe anhören müssen.
Lass Dich nicht stressen. Eine gute Woche Wünscht Dir Wilfried
P.S. Deine Anmerkung zu Elaine Paige (sie ist wie Marti Webb durch Musicals bekannt geworden) betreffend: Sicherlich gibt es schöne Frauenstimmen nicht gerade wie Sand am Meer, aber es gibt sie doch in unerwarteter Fülle. Bei meinen Anmerkungen zu den Reisevorbereitungen zu unserer Schottland-Tour vor einem Jahr hatte ich wegen des Tull-Lieder „Kelpie“ im Internet recherchiert und war dabei auf ein Duo gleichen Namens stoßen, die u.a. auch den Tull-Titel in ihrem Programm haben. Das Duo bildet der schottische Gitarrist Ian Melrose und die Deutsche Kerstin Blodig, die auch Gitarre spielt, aber gleichzeitig die Sängerin der Gruppe ist – auch mit einer sehr schönen Stimme, wie ich finde.
manchmal sollte man doch wieder einen Blick auf die offizielle Tull-Site werfen:
German TV Christmas Eve Performance
Ian will be performing for the German President’s Christmas TV concert and service from the beautiful monastery, Mariah Laach, Germany, to be broadcast on Christmas Eve. Details soon.
Also Heiligabend vor der Glotze? Lässt sich ja aufzeichnen.
Wieder ein Amoklauf an eine deutschen Schule, diesmal ist es eine Realschule in Emsdetten. Vieles deutet darauf hin, dass der 18-jähriger Täter psychisch gestört war. Und mit dieser Tat wird wieder der Ruf laut, der nach einem Verbot von Videospielen verlangt, die Gewalt verherrlichen. Denn alles, was mit Gewalt zu tun hat, faszinierte offensichtlich den Amokläufer – auch brutale Filme und Videospiele.
Da ich selbst zwei Söhne habe, die auf ihren Rechner Spiele haben, die nicht meine ungeteilte Zustimmung haben – was kann ich aber dagegen tun, außer ihnen die Rechner wegnehmen -, da kann ich mich dieser Debatte nicht verschließen.
Um es gleich zu sagen: Ich finde es fürchterlich, dass es solche Spiele und Videos gibt. Ich kann es nicht nachvollziehen, wenn solche Filme und Spiele öffentlicht angepriesen werden und es dafür einen Markt gibt, der Milliarden umsetzt. Aber es gibt sie nun einmal und ich kann nicht verhindern, dass auch das eine oder andere davon in meinen Haushalt gelangt.
Was kann ich also tun? Ich kann mit meinen Söhnen sprechen, ihnen klar machen, was ich davon halte. Ich erwarte nicht, dass sie all den Müll löschen und nie wieder solchen Mist angucken oder spielen. Ich erwarte aber, dass sie sich dieser Problematik stellen.
Wichtig dabei ist, dass sie nicht wie der Täter in Emsdetten den Bezug zur Wirklichkeit verlieren. Solange sie mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen, solange sie erkennen, wohin es führt, wenn man Spiele dieser Art mit der Realität vermischt, solange brauche ich mir keine Sorgen zu machen.
Gefährlich halte ich dabei die Verallgemeinerungen, die alles in einen Sack stecken und mit dem Knüppel darauf schlagen. Solange es auch reale Gewalt wie Kriege und Massenverbrechen gibt, solange Industrie und Staat ihre Kassen mit dem Handel von Waffen füllen, solange sich die menschliche Seele immer wieder als tiefer, dunkler Abgrund auftut – solange werden wir auch mit der alltäglichen Gewalt leben müssen und können nur versuchen, zu verhindern, was zu verhindern ist.
Der Amokläufer hat vor seiner Tat einige Videos ins Internet gestellt. Ich bin dabei auf eines gestoßen, das bereits ein halbes Jahr alt ist. Es zeigt u.a. die zwei Täter des Columbine-Massakers aus dem Jahre 1999 beim Hantieren mit Schußwaffen. Hier äußert sich der Emsdettener Amokläufer noch kritisch zu solchen Mordanschlägen und fordert die Unterstützung der ‚Anarchie‘. Interessanter als dieses Video sind die Favoriten, die sich der Typ hier zusätzlich abgespeichert hat, Videos über Ängste, Hass, Gewalt und Tod (u.a. Selbstmord). Es ist wie eine Spurensuche im Internet … Nicht ein halbes Jahr später wurde er selbst zum Täter. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der solchen Leuten noch so etwas wie eine Plattform bietet. Sei das kurze Video hier trotzdem – als abschreckendes Beispiel für einen verwirrten Geist – gezeigt (aufrufbar nur für solche, die sich bei youtube.com angemeldet haben):
Jetzt wissen wir endlich, warum der US-Amerikaner ein so sportliches Kerlchen ist – trotz Fastfood hier und Schweinefraß dort. Er treibt Sport im Fitness-Center. Damit er aber nicht schon abgehetzt und schwitzend zu seinen Übungen kommt, bietet ihm „the american way of life“ bis zuletzt jede nur erdenkliche motorisierte Unterstützung, wie das folgende Bild verrät:
Wer nicht nur in Tostedt wohnt, sondern sich auch für die Geschichte des Ortes und die Geschichten der Menschen hier interessiert, der wird irgendwann auf den Namen Renate Dörsam gestoßen sein. Frau Dörsam ist vor einer Woche im Alter von 67 Jahren einem Krebsleiden erleben.
Vor zwei Jahren war Renate Dörsam als Realschullehrerin in den Unruhestand getreten, wie sie es wohl nannte. Seit vielen Jahren war sich sehr persönlich sozial und politisch engagiert. Wichtig war ihr dabei, die Grausamkeiten des Nazi-Regimes wachzuhalten, besonders zu verhindern, dass solches Unrecht jeweils wieder geschieht. Sie arbeitete so im Tostedter Forum für Zivilcourage. Auch war ihr die Heimatforschung wichtig, die u.a. in der Herausgabe eines Buches – zusammen mit ihrem Lebensgefährten Ulrich Klages – zur 900-Jahrsfeier von Tostedt gipfelte.
Besonders zu nennen ist ihr soziales Eintreten, dass mit ihrer Tätigkeit als Vertrauenslehrerin begann und sich im Einsetzen für sozial schwache und Migrantenfamilien nicht erschöpfte. 2003 erhielt sie für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz.
Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 22. November, um 14 Uhr in der Kapelle des Tostedter Friedhofs statt.
Also nun wirklich genug von Jethro Tull (wenigstens für heute). Was gibt es Neues auf dem Markt? In diesem Tagen sind drei neue Alben erschienen, die ich mir dann auch genauer angehört habe.
Nach der kurzzeitigen Reunion mit seinen Kollegen von der Gruppe Cream, dem dann eher enttäuschenden Album „Back Home“ von 2005, in dem Eric Clapton sicherlich ein breiteres Stilspektrum (von Blues über Reggae bis hin zu Folk) füllte, aber dabei doch sehr im Konventiellen verblieb (nur keine Experimente), traf er sich jetzt mit einer anderen Gitarrenlegende, JJ Cale, um das Album „The Road to Escondido“ aufzunehmen. Wer kennt nicht die Lieder „After Midnight“ und „Cocaine“, mit denen Clapton Erfolge feierte, die aber aus der Feder von JJ Cale stammen. Um es gleich zu sagen: Das Produkt der beiden ist ein überaus altmodisches Album. 14 Songs zwischen Blues, Country, Rock und Folk. Bisschen dünn die Stimmen (Clapton scheint sich da dem guten Cale abzupassen), dafür hätte es ein bisschen mehr Gitarre sein können. Alles insgesamt ohne große Schnörkel.
Von Tom Waits gleich eine 3-CD-Box mit insgesamt 56 Liedern, Liedchen und Geschichtchen: Orphans. Alles Waisenkinder, die zurück zu ihrem musikalischen Vater finden: unveröffentlichtes Material und neu Aufgenommenes (u.a. Lieder, die Waits anderen Künstlern überlassen hatte) – eingeteilt in drei Kategorien:
Brawlers: knorriger Blues und stampfende Songs Bawlers: Balladen, Songs mit Klavierbegleitung, dazu Walzer und „Wiegenlieder“ Bastards: Waits mit experimenteller Musik und Geschichten
Ein breites Spektrum also, das Waits da bietet. Und zu allem, was er in den vielen Jahren seines Schaffens produziert hat, finden sich hier musikalische Beispiele. Als kleine Kostprobe habe ich ein Lied gewählt, das vielleicht nicht repräsentativ für dieses Dreifachalbum ist, das aber schon fast allein für sich den Kauf rechtfertigt.
Wer in meinem Alter ist, wird sicherlich die Lieder von Cat Stevens kennen: Moon Shadow, Morning has Broken – um nur zwei Beispiele zu nennen dieser Sänger-Songwriter-Pop-Musik früherer Jahre, eingängig, aber nicht öde, mit vielen Folk-Elementen besetzt. Dann trat Cat Stevens zum Islam über und nennt sich seitdem Yusuf Islam. Es wurde musikalisch gesehen still um ihn. Sein letztes Album erschien vor nun 28 Jahren. Und jetzt nach dieser langen Zeit eine CD namens „An Other Cup“.
Yusuf macht da weiter, wo Cat Stevens aufgehört hat. Sicherlich fließen Anleihen bei ethnischer Musik in seine neuen Stücke hinein, die Stimme ist reifer, klingt etwas ungeübt, auch sind seine Texte spirituell ‚angehaucht‘. Aber Neues ist es nicht. Wer also Cat Stevens möchte, wird auch Yusuf mögen.
Wer die Himmelsleiter erklimmen will, der sollte das nötige Kleingeld mitbringen, um Einlass zu erzielen, denn am Eingang zum Himmel muss man für seine Sünden zahlen. Ansonsten geht es mit dem Fahrstuhl hinab zur Hölle. Wer nun wissen möchte, wie viel Geld er benötigt, kann ermitteln, wie hoch der Ablass für die einzelnen Sünden ist. Hier eine Rechenhilfe: Wie viel kosten Deine Sünden?
Martin Barre wurde lange Zeit unterbewertet. Erst im Laufe der Jahre haben Kritiker und Fans gemerkt, welch brillanter Musiker er ist. Sicherlich lag es daran, dass er bei der Gruppe Jethro Tull im Schatten von Ian Anderson stand, dem charismatischen Kopf der Band. Aber ohne ihn, darin sind sich die Kenner einig, hätte es Jethro Tull in dieser Form bis heute nie gegeben.
Legendär ist sein Gitarrensolo auf dem Stück „Aqualung“, dass er im Studio ‚in einem Stück’ eingespielt hat. Dieses Solo wird inzwischen zu den zehn besten in der Rockszene gerechnet. Anerkennung, die mehr als berechtigt ist.
Martin Barre 1962 mit seiner 1. Gibson ES 330
Gibson Les Paul 1959
Martin Barre mit seiner Gibson Les Paul 1959
Küsschen von Ian Anderson
Martin Barre spielt eine Ibanez
Aber auch zum späten Gewinn des Grammys im Jahre 1988 für die Scheibe „Crest of a Knave“ war der Beitrag von Martin Barre nicht unerheblich. Seine knackigen Gitarrenriffs haben dazu beigetragen, der Gruppe den Preis in der Kategorie „Best Hard Rock/Metal Performance Vocal Or Instrumental“ zukommen zu lassen. Eingeweihte wissen es längst: Metallica zum Trotz!
Neben den vielen Alben mit Jethro Tull hat er inzwischen auch drei Solo-Alben eingespielt („A Trick of Memory“, „The Meeting“ und „Stage Left“) und wirkte bei unzähligen anderen Produktionen als Studiomusiker mit.
Heute nun wird Martin Lancelot Barre 60 Jahre alt. Von hieraus die besten Glückwünsche und alles Gute für die weiteren Jahre. Als alter Tull-Fan hoffe ich insbesondere, dass es eine noch lange gemeinsame Zeit mit Ian Anderson wird. Happy birthday, Martin!
Sicherlich eine interessante Information ist die Aussage von Martin Barre, er wäre von Leslie West von der Gruppe ‚Mountain’ beeinflusst. Hier ein Auszug aus einem Interview, das Shawn Perry mit Barre im Herbst 2003 führte (im Original):
Auszug aus: Interview mit Martin Barre (Herbst 2003) von Shawn Perry
SP: On „Count The Chickens,“ [Song von Martins CD “Stage left”] you’re playing a Les Paul Junior, which you say you bought after meeting Leslie West. You also played it on „Aqualung.“
MB: Yeah, it was the lead guitar.
SP: Would it be fair to say that some of your playing on „Aqualung“ was indirectly influenced by Mountain?
MB: I think so. Not „Aqualung“ itself, but yeah the way I play it. Leslie is the only player that I’ve actually had influence from directly. But Leslie West with his sound, he’s a great player. I didn’t try to copy him, but there are certain things about his playing that I really, really like.
SP: Correct me if I’m wrong, but doesn’t Ian usually play the acoustic guitar on Tull’s records?
MB: He normally does, but sometimes I’ll play a lead acoustic line.
SP: That being said, I think your acoustic playing on this album is very refreshing.
MB: I enjoy it. I love the acoustic sound. That’s why I’m playing bouzouki and mandolin too. The structure of the sound. I really like the sound of the guitar; you know the inversions and making an orchestral sound with the acoustic.
SP: Do you prefer the acoustic over the electric guitar?
MB: In some ways, I do because they’re so honest. You don’t get away with anything when you play the acoustic guitar. There are no sounds that mask the notes or bad technique. It’s a great, pure sound. I love it. I get a little satisfaction if I play the acoustic well to my mind. It’s very satisfying. With electric, I think you’re always fighting the elements with an electric guitar. You’re always trying to get a better sound. It’s not a perfect instrument.
…
kurze Ausschnitte aus Liedern von der Gruppe „Mountain“ (Gitarre: Leslie West) –
vom Album „The Best of Mountain“ (‚Never in My Life‘ / ‚Mississippi Queen‘ / ‚Boys in the Band‘)
Gestern verwies ich auf bei youtube.com gefundene Videos von Live-Auftritten der Gruppe Jethro Tull aus dem Jahre 1973: A Passion Play. Für Ian Anderson und seine Mannen wurde das Album selbst zu einem Passionsspiel, da es von der Kritik förmlich verrissen wurde. Anderson verkündete die Auflösung der Gruppe und zog sich mehrere Monate aus der Öffentlichkeit zurück. Aber wir wissen: mit dem Album „Warchild“ gelang der Gruppe 1974 ein passables Comeback.
Nun, auch auf „Warchild“ hören wir den Meister auf dem Saxophon blasen. Aber inzwischen dürfte das gute Stück auf dem Dachboden seines Landhauses verstauben. So wie er nie mehr auch nur eine Note von „A Passion Play“ spielte, genauso wenig rührte er das längliche Soprano Saxophon wieder an. Immerhin ist es ein ungewohnter Anblick, Herrn Anderson mit seinem Saxophon zu sehen, sind wir ihn mit Flöte mehr als gewohnt.
Ja, die Leiden mit einer Leidenschaft: Jethro Tull. Es sind eigentlich eher die Möglichkeiten, die das Internet bietet und dessen Nutzen (Benutzung) zur Leidenschaft wird. Im Falle der Rockgruppe Jethro Tull sind diese mannigfaltig. Besonders beim Video-Portal youtube.com sind fleißige Bienchen am Werke, die fast täglich neues altes Material meiner (immer noch) Lieblingsgruppe anbieten. Ich selbst gehöre inzwischen auch dazu. Und so wird die Leidenschaft fast schon zur Sucht und damit zum Leiden. Leiden dieser Art können dabei so schön sein.
Nun, bei youtube.com gibt es ein Bienchen namens TullTapes (ein Pseudonym oder wie man es auch nennt: Nickname für einen 36-jährigen Benutzer und Anbieter aus den USA), der mit Leidenschaft alte Videoaufnahmen der Gruppe sammelt (besonders im 8 mm-Format) und jetzt in sechs Teilen einen zusammengeschnipselten Live-Auftritt aus dem Jahre 1973 präsentiert: A Passion Play. Das Album war damals von der Kritik förmlich zerrissen worden. Was dazu führte, dass Ian Anderson und seine Mannen weitere Live-Auftritte cancelten und für geraume Zeit von der Bildfläche verschwanden.
Heute ist dieses Konzept-Album fast vergessen, obwohl es als solches neben „Thick as a Brick“ meiner Meinung nach zu einem Kilometerstein der Rockmusik zählt. „A Passion Play“ ist unverkennbar typische Tull-Musik. Ich selbst habe „A Passion Play“ nie live miterlebt. “Thick as a Brick”, wenigstens in einer Kurzfassung, steht auch heute noch auf dem Programm der Band. Das Passionspiel dagegen wurde für immer vom Spielplan genommen. Und auch das Saxophon, ein Soprano Sax, verstaubt seitdem auf dem Dachboden von Ian Andersons Haus. Anderson hat geschworen, es nie wieder in die Hand zu nehmen.
Okay, die Bild- und auch die Tonqualität ist nicht berauschend, aber akzeptabel. Ich empfand es als ein Ereignis, über 30 Jahre verspätet „A Passion Play“ live im Video zu sehen. Bisher kannte ich nur kleine Ausschnitte von völlig unzureichender Qualität. Vielleicht hätte sich „TullTapes“ das Zwischenspiel (Die Hasengeschichte) sparen sollen. Dieses Video habe ich in besserer Qualität selbst vorliegen. Insgesamt sind die rund 50 Minuten für einen alten Tull-Fan wie mich aber sehr beeindruckend. Und ich habe gar nicht gewusst, dass Ian Anderson dabei weit mehr Saxophon als Querflöte spielt.
Hier nur die Links zu youtube.com [die folgenden Youtube-Videos sind leider ‚privat‘ geschaltet]:
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 1
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 2
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 3
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 4
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 5
JETHRO TULL RARE PASSION PLAY 1973 LIVE PROJECT PART 6
der Meister spielt neben Saiten- und Holzblasinstrumenten noch ein klein wenig Keyboards. Oder zumindest tut er so: Bei einem Auftritt während der „A“ – Tour stellte er sich an die Tasten, ebenso wie beim Konzert 1977 im Hippodrom. Aus der komplexen Klangfülle der Konzerte kann ich leider nicht heraushören, was er den Keyboards entlockt.
In Deiner letzten mail schriebst Du, dass derjenige, der über keinerlei Qualitäten verfügt, im Showbusiness schnell weg vom Fenster sei. Schön wär’s. Leider erlebe ich es immer wieder anders, sobald ich Fernseher oder Radio anmache. Aber ich habe mir vorgenommen, heute nicht zu lästern und niemanden zu schmähen.
Was Musik und Bühnenoutfit des Mr. Anderson betrifft, bin ich absolut Deiner Meinung: Die Musik steht an erster Stelle, nicht die Klamotten. So sollte es bei einem Musiker nun mal sein. Die ausgefallenen Kostüme des Meisters haben lediglich dazu beigetragen, seinen Wiedererkennungswert zu erhöhen. Jemand wie er hat es nicht nötig, durch Randale und Exzesse aufzufallen. Er besticht ganz einfach durch Leistung; das ist die sicherste Methode, um anerkannt zu werden.
Vielen Dank für die Barre – Dateien. „A Trick of Memory” gefällt mir nicht. “The Dreamer“ schon eher. Wegen der akustischen Gitarren. 12saitig, wenn ich mich nicht irre. Der gute Martin. Einer der wenigen, der in unseren Fender-dominierten Zeiten seine Gibson in Ehren hält.
Ich habe einen Blick in Dein neues YouTube – Depot geworfen und mir hier u.a. das Video aus 2001 „For a Thousand Mothers“ angesehen. Dabei fiel mir auf, dass eine Flöte zu hören ist, obwohl der Meister gerade singt. Mr. Barre kommt als Flötist nicht in Frage, der ist mit der Gitarre beschäftigt. Es ist kein anderer Flötenspieler auf der Bühne, obwohl sie eindeutig zu hören ist. Was geht da vor ? Ein Fake ? Teilplayback ? Eine Karaoke-Veranstaltung ? Kannst Du das aufklären ?
Weißt Du, was es mit den Riesen-Ballons auf sich hat, die der Meister ins Publikum wirft ? Steckt eine Symbolik dahinter ?
Ich begreife nicht, warum sich noch niemand daran gemacht hat, eine deutschsprachige Biografie über Mr. Anderson herauszubringen. Man muss doch nur einige gezielte Blicke ins Internet werfen, um festzustellen, dass Mr. Anderson immer noch seine Anhängerschaft hat. Das Buch würde sich bestimmt gut verkaufen. Ich kenne schon zwei Menschen namentlich, die es kaufen würden. Dazu die gesamte Laufi-Gemeinde. Damit wäre die erste Auflage schon vergriffen. Im zweiten Schritt könnte man über die Verfilmung seines Lebens nachdenken. Obwohl, das ist vielleicht nicht in seinem Sinne.
ja der Meister haut auch in die Tasten. Bei der Zugabe zum Konzert 1977 im Hippodrom spielte er einige Akkorde. Auch hörbar, wie ich finde, denn weder John Evan noch David Palmer sitzen an ihren Plätzen. Nun wer täglich mit Musik zu tun hat, dabei zwei Keyboarder um sich geschart hielt, der wird auch einmal selbst versuchen, einem Klavier halbwegs Wohlklingendes zu entlocken. Selbst ich als Amateur werde versuchen, ‚Hänschen klein …’ auf den Tasten zu klimpern, wenn ich irgendwo ein Klavier stehen sehe.
Ja das Showbusiness treibt seltsame Blüten. Wir dürfen dabei nicht von uns ausgehen: Musik ist Geschmackssache (selbst wir kommen da kaum auf einem gemeinsamen Nenner – auch bei Herrn Andersons Musik nicht) und da gibt es vieles, was wir scheußlich finden, das aber trotzdem seine „Abnehmer“ findet. Aber selbst da ist ein Mindestmaß an Qualität oder Können notwendig, um nicht schnell in der Versenkung zu verschwinden.
Zum Wiedererkennungswert von Ian Anderson (seine Mitstreiter sind dabei leider zu vernachlässigen): Das ist zunächst die Flöte! Und dann auf einem Bein gespielt. Wenn es dann noch zerrissene Klamotten oder dergl. sind, dann erhöht das den Wiedererkennungswert. Wem die Musik aber nicht anspricht, dem ist dann auch dieses schnell aufnehmbare Äußere von geringem Interesse. Immerhin erinnert man sich beizeiten an diesen flötenden Gnom. Man kann dann gewissermaßen mitreden, wenn einmal zufällig das Gespräch auf Jethro Tull kommen sollte.
Zum parallelen Flötenspiel bei Andersons Gesang: Du meinst das 2000er Konzert in Sao Paulo. Also Karaoke ist nun doch eine Schmähung. Ich habe noch einmal hineingeblickt und kenne es von „Thick as a Brick“ her: Andrew Giddings spielt die Flöte zu „1000 Mothers“ auf seinem Keyboard. Besonders bei TAAB finde ich es scheußlich, denn was wie eine Flöte klingen soll, klingt eben leider nicht so. Früher hat man dafür das „Glockenspiel“, vom Drummer gespielt, eingesetzt, was weitaus besser, da natürlich klang.
Ich habe hinsichtlich „Thick as a Brick“ noch einmal weiter geforscht:
DVD „Living with the Past“: Glockenspiel und Andrew Giddings’ undefinierbarer Sound
Konzert 2001 Wildhorse Saloon, Nashville, TN: Glockenspiel und von Andrew Giddings’ ebenso einen undefinierbaren Sound an den Keyboards, der nicht nach Flöte klingt
Besonders das 2000er Konzert in Sao Paulo hat es in sich. Ich muss nochmals nachhören, aber es gibt da Stellen, da wird der Gesang von Ian Anderson durch einen Chor unterlegt, der wiederum an den Keyboards von Herrn Giddings erzeugt wird.
Irgendwo habe ich gelesen, dass gerade in den letzten Jahren einiges auch vom Band wiedergegeben wird, aufgerufen von … na, von wem wohl: Andy Giddings. Ich will es einmal so sagen: Herr Giddings hat in solch technischen Spielereien einen schlechten Einfluss auf unseren Meister. Du kennst wahrscheinlich das Mini-Video, wo Herr Giddings sogar offensichtlich schummelt, in dem er so tut als ob …
Zur Anderson-Biografie: Das Buch vom „A New Day“-Herausgeber, Dave Rees, mit dem Titel „Minstrel in the Gallery“ ist doch wohl ins Deutsche übersetzt worden. Also gleich eines: da schreibe ich lieber einen Roman, als eine entsprechende Biografie. Vielleicht brauchst Du mich ja als kostenpflichtigen Berater?!
Noch kurz zu Martin Barre: Im Anhang eine kleine MP3 mit den Beginn zu insgesamt drei Liedern. Kennst Du rein zufällig die Gruppe, die das spielt? Kommen wohl aus den USA. „Mississippi Queen“ habe ich irgendwann vor vielen Jahren einmal gehört. Wie auch immer. Die Auflösung ist dann spätestens am 17. in meinem Geburtstagsbeitrag zu Martins 60. zu finden.
WilliZ Audio-Rätsel: Welche Gruppe aus den USA spielt diese drei Titel
Ach so: Die Ballons am Schluss. Beim 77-er Hippodrom-Konzert waren diese mit dem Pfund-Zeichen bemalt. Ansonsten weiß ich aber auch nichts zur Bedeutung. Werde beizeiten recherchieren. Bin gespannt, ob ich etwas Aussagekräftiges finde, außer diesem hier.
Guten Start in die neue Woche Wünscht Dir Wilfried