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Knüppel zwischen den Beinen Immer irgendwie das Gleiche. Da wirft man Knüppel zwischen deine Beine, und du wunderst dich, daß du stolperst. Und immer aufpassen, daß dir das nicht passiert, das kannst du eben nicht. Wo, kommen wir denn auch hin? Aber gerade, wenn du gut drauf bist, garantiert, dann passiert dir das. Du legst dich lang hin, guckst ganz verduzt, die Schnauze blutet dir schon, und höhnisches Grinsen aus höheren Lagen kommt dir entgegen und macht alles noch schlimmer. Du willst dich aufrappeln, aber es fehlen dir plötzlich die Kräfte. Und wenn du es wirklich ‚mal schaffst, dann spürst du schon den Ellenbogen in deinen Rippen, die Luft geht dir aus und du liegst wieder lang. Und falls du dem Ellenbogencheck tatsächlich ausweichen kannst – du wirst ja langsam clever und ahnst den Hinterhalt; man muß ja mit allem rechnen -, dann ist da immer noch der Knüppel zwischen deinen Füßen, der dich erneut zu Fall bringt. Shit, man kann nicht auf alles achten! Aber, gesetzt den Fall, du kommst auf deine Beine, kannst den Knüppel von dir stoßen und selbst dem Ellenbogen kontern, was nützt dir das alles: An der nächsten Straßenecke, wenn du die Kurve gekratzt hast, wartet der nächste Knüppelleger. – Und noch einen Schritt weiter: Du stehst also auf den Beinen, hast jedlichen Angriff abgewehrt, ja, du gehst selbst zum Angriff über. Schon schreit der Knüppelleger Mord und Totschlag, und alle Welt kommt ihm zur Hilfe, schlägt dich mit allem, was sie in Händen hält, mit Schirmen, Gehstöckern und Handtaschen, was bleibt dir dann? Es hilft nur Eines, oder? Werde selbst zum Knüppelleger! … (6.10.92) |
Tod durch H-J Graue
Wieder veröffentliche ich so ungefragt eines der sensationellen Gedichte eines der größten Wortschöpfer deutscher Sprache. Hajo, verzeihe mir! Aber es drängt an die Öffentlichkeit, auch wenn mein bescheidenes Weblog sicherlich nicht die Plattform ist, die ein solch hochgeistiger Erguss verdient. Nichtsdestotrotz!
Tod
Gift für ihn ist mir zu schad‘,
Pistole bringt mich nicht in Fahrt,
Strick, das ist mir noch zu fad,
Bombe? Das ist kein guter Rat,
erwürgen, macht mich krank,
also nehm ich wieder mal die Rasierklinge!

Hajo Graue vor gut 20 Jahren (neben der ‚grauen‘ Eminenz – NICHT die graue Eminenz)
Die Apokalypse naht
Alles begann damit, dass ein oberschlauer Redakteur in einem dänischen Provinzblatt Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlichte. Andere Zeitungen übernahmen bald diese verhöhnenden Zeichnungen. Man wollte ja in nichts nachstehen. Völlig verdutzt war man dann plötzlich, als es zu Massenprotesten in der islamischen Welt kam, die jetzt zunehmend zu eskalieren drohen. Anstatt sich zu einer Entschuldigung aufzuraffen, beruft man sich auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Und das zu Zeiten, da sich westliche und islamische Welt immer feindlicher gegenüberstehen. Auf der einen Seite der Westen, der sich in seiner Überheblichkeit aufbläst, Weltpolizei spielt und meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Auf der anderen in den islamischen Ländern Menschen, die oft genug von diesem Westen gedemütigt wurden, und die sich jetzt durch selbsternannte Heilsverkünder bzw. korrupte Machthaber aufstacheln lassen.

Und dann noch der Atomstreit mit dem Iran.
Bekanntlich genügt es eines Funkens, um das Pulverfass zum Explodieren zu bringen. Jedes noch so richtige Wort zur falschen Zeit (z.B. Frau Merkels massive Kritik am Iran) sorgt für neuen Zündstoff. Zurückhaltung ist angesagt.
siehe hierzu einen Beitrag bei zdf.de
Jans Kalenderblatt: Januar 2006
Das berühmte Selbstgebastelte hat immer noch Konjunktur, besonders wenn es von den eigenen Kindern ist. So malte uns unser Großer zu Weihnachten einen Kalender, für jeden Monat ein Blatt. Hier nachträglich das Kalenderblatt zum Monat Januar:

Mainz bleibt Mainz – und Werder siegt (19. Spieltag BL 2005/2006)
Nach nicht einmal 15 Minuten führte der Karnevalsverein vom Rhein in Bremen doch mit 2:0. Da waren die Jungs von der Weser gedanklich noch in der Kabine (oder bei Ivan Klasnics neuem Haarschmuck). Aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit waren es dann die Mainzer, die sich wohl nach dem Pausentee sehnten und nicht nur den Ausgleich, sondern Werders Führung kassierten.

In der 2. Halbzeit machte dann Werder etwas mehr Druck – nach dem 2. Treffer von Nelson Valdez am heutigen Tag endet das Spiel 4:2 für die Bremer. Da auch die Bayern und der HSV ihre Spiele gewinnen, bleibt es an der Spitze beim Alten. Bayern vor Werder Bremen und HSV – Schalke als Vierter verliert nach dem mageren 0:0 zu Hause gegen Dortmund weiteren Boden.
Also sprach Schincklass – Mozart
Dieser Tag weilte Schincklass im Weinkeller um die Ecke und nippte an einem guten Tropfen. Da kam ein junger Mann auf ihn zu und sprach ihn an. Er sei doch sicherlich auch einer dieser Mozart-Freaks und warum alle Welt einen solchen Zirkus um den mache. Schincklass schwieg und so sprach der junge Mann weiter. Also er fände Mozart langweilig. Der hätte keinen Drive. Überhaupt was bringe diese Musik heute noch. Die ganze Klassik sei nur eingestaubt und werde gerade einmal von alten Herren und Damen gehört. Und mit deren Aussterben sei es auch mit Mozarts Musik dahin. Die heutige Musik hat andere Wurzeln, das sei eine Weltmusik und z.B. ohne den Einfluss Afrikas gar nicht zu denken. Rock ’n’ Roll, das sei Musik. Nicht aber dies Gegeige und Geflöte und Ariengejaule.
Schincklass musste lächeln. Nach einer kurzen Pause sprach er dann: Guter Freund, nichts gegen Afrika und seine Musik, aber dein Rock ’n’ Roll hat viele Quellen. Und neben den afrikanischen Wurzeln spielt auch Europa und damit Mozart eine nicht unerhebliche Rolle dabei. Glaub mir: Ohne Mozart wäre auch dein Rock ’n’ Roll nicht möglich. Und was hältst du von folgender Überlegung: Mozart heute?! Was wäre, wenn Mozart heute leben würde? Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich glaube schon, dass Mozart heute einer der größten Rock ’n’ Roller wäre, den die Welt kennt. Natürlich ist diese Spekulation müßig. Aber schon zu Lebzeiten, also vor über 200 Jahren, da war Mozart das, was heute vielleicht die Punks sind. Ja, ich behaupte, Mozart war der erste Punk. Er hat sich auch nicht um Konventionen geschert.
Jetzt lächelte auch der junge Mann: Ist schon gut. Gleich behaupten Sie noch, Mozart hätte sein Klavier auf der Bühne auch zu Kleinholz verarbeitet …
Schincklass dazu: Darauf ist Mozart wohl nicht gekommen. Aber als dramaturgischen Einfall hätte er es vielleicht nutzen können!
Also sprach Schincklass!
Ein Jahr WilliZBlog.de
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Hurra, ich habe es geschafft. Ein ganzes Jahr habe ich durchgehalten und fast täglich hier meinen Senf abgeladen. So findet ihr hier schlappe 360 Beiträge und mehr zu Gott, der Welt, insbesondere meiner Welt. WilliZ Weblog feiert also Einjähriges! |
| Und da es nicht nur hier mein Weblog gibt, sondern ich, Willi, auch noch über eine weitere Website mit interessanten Sächelchen verfüge, so sei Euch diese anempfohlen … | ![]() |
Tullavision – Nachtrag
Zu meinem Beitrag zum Erscheinen der DVD Tullavison – Part 1 habe ich nun doch einige kleine Anmerkungen, die ich mir nicht verkneifen kann. Zunächst aber zu Laufi’s Jethro Tull Diskussions-Forum, in dem die DVD natürlich gefeiert wird. Für den ‚harten‘ Jethro Tull-Fan ist die Scheibe sicherlich ein Muss. Aber zurecht wird bemängelt, dass die 30 € doch etwas viel Geld sind. Im Forum wird dann ausgiebig über Urheberrechte usw. diskutiert. Die dabei entwickelte Logik ist für mich nicht immer nachvollziehbar. Ich denke, der Vertrieb der Tullavision-DVD ist nicht legal. Aber wo kein Kläger ist, da ist bekanntlich auch kein Richter. Wenn der ‚Verklagte‘ nun aber zu klagen beginnt, dann ist das für mich etwas absurd (z.B. im Fall www.electrocutas.net, über deren Website man sich das Video anschauen kann).

Wenn es wirklich stimmt (und davon gehe ich aus), dass die Tullavision-Crew viel Geld für das Mastertape aufgewendet hat, dann ist ein Kostenanteil von 30 € schon gerechtfertigt. Aber warum sagt man nicht, wie hoch die Kosten nun tatsächlich waren? Und wenn ich schon 30 € auf den Tisch lege, dann finde ich es sehr störend, wenn oben rechts während des ganzen Videos ein dickes Logo angezeigt wird. Auch schon die Eingangssequenz, die sich nicht umgehen lässt und den gehobenen Zeigefinger zeigt, man möge die DVD nicht bei Ebay u.ä. verkaufen/kaufen, kommt mir sehr bekannt vor – warum dieser Zirkus, zumal die Frage des Urheberrechts ungeklärt sein dürfte (siehe oben).
Es liegt mir fern, das ganze Tullavision-Projekt madig zu machen. Ich werde sicherlich zu einen der ersten gehören, die auch den 2. Teil des Tampa-Konzertes ordern werden. Aber gegen „Scheinheiligkeit“ habe ich etwas.
Tullavision – die DVD zum Jethro Tull-Konzert 1976 im Tampa Stadium Florida
Es ist nicht meine Art, für irgendetwas Werbung zu machen. Aber als alter Jethro Tull-Fan komme ich nicht umhin auf eine DVD aufmerksam zu machen, die ein Konzert der Band aus dem Jahre 1976 zeigt und u.a. über http://www.laufi.de/tull/d/archive/video/video2005.htm (hier findet ihr auch einen längeren Teaser Clip zum Herunterladen) vertrieben wird.
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| 31.07.76 Jethro Tull Live from the Tampa Stadium Florida | |
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Zur DVD gibt es natürlich eine längere Vorgeschichte. Hier ganz kurz: Da gibt es eine Gruppe von Tull-Fans, die auf wahrscheinlich abenteuerlichem Weg an ein so genanntes Mastertape der Konzertaufnahmen gekommen sind und dafür ein kleines Vermögen (‚an amount worth a good used car‘) ausgegeben haben. Das Band wurde ‚professionally re-mastered‘ und hat wirklich eine erstaunlich gute Qualität.
Wer Interesse an der DVD hat, die übrigens erst den erste Teil des Konzertes bietet (Spielzeit rund 62 Minuten), der wende sich bitte an „Tullavision„. Hier erhaltet ihr auch weitere Information zu dem Video – und zu den Modalitäten der Lieferung bzw. Bezahlung (30 € einschließlich Lieferung – das ist nicht gerade wenig Geld, aber dafür hält man dann auch eine Perle in Händen, die man bekanntlich nicht vor die Säue werfen sollte).
Hier die Setlist laut Ministry of Information
31/7/76 Tampa Stadium Tampa, Fl. USA
With ‚Tull-avision‘.
Quartet (tape), Thick As A Brick, Wond’ring Aloud, Crazed Institution,
Barre Instrumental, To Cry You A Song/A New Day Yesterday (w. flute solo,
incl. Bourée, God Rest Ye Merry Gentlemen),
Living In The Past/Thick As A Brick (inst.)/A New Day Yesterday (reprise),
Too Old To Rock’N’Roll…, Minstrel In The Gallery, Beethoven’s Ninth
In natürlich minderer Qualität findet ihr das Video auch im Internet:
Seite mit Videoaufruf 31.07.76 LIVE FROM THE TAMPA STADIUM FLORIDA
Download mit rechter Maustaste/Ziel speichern unter …
Glückwunsch an die Bayern (18. Spieltag BL 2005/06)
Wer zweifelt eigentlich noch daran, dass die Bayern erneut Meister werden? Der „Bayern-Verfolger“ HSV wurde in Nürnberg in die Knie gezwungen. Werder Bremen gewann zwar in Bielefeld und zog so am HSV vorbei auf Platz zwei. Aber überzeugen konnte die Mannschaft nicht. Und acht Punkte Rückstand auf die Bayern sind schon reichlich viel. Die einzigste Spannung bietet so nur der Kampf um Platz zwei – zumal ein gewisser Derby-Charakter hier mitspielt (beides Hansestädte – Hamburg das Tor zur Welt – aber Bremen hat den Schlüssel).

Aber wir wollen den Mut nicht verlieren. Auch die Bayern können ins Straucheln geraten. In Bremen hofft man, dass Miro Klose bald wieder auf dem Platz steht. Schauen wir mal!
Spirits of Mozart – Ian Andersons Mo’z Art Medley
Es ist sicherlich eine große Ehre, wenn man anlässlich des Geburtstages eines großen Künstlers aufgefordet wird, diesem gewissermaßen ein Ständchen zu bringen. Wenn dieser Künstler dann auch noch Mozart heißt und 250 Jahre alt wird, zudem die ganze Welt zuschaut, während man seine Flöte auspackt …

Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull wurde diese Ehre zuteil. Zu Mozarts Geburtstag, den 27. Januar, wurde das TV-Ereignis des Jahres weltwelt ausgestrahlt: 24 Stunden Mozart. Und innerhalb der Sendung „Spirits of Mozart“ durfte Ian Anderson mit Lucia Micarelli auf der Violine, mit Begleitband (Sohn James Duncan am Schlagzeug) und Orchester sein Mozart-Arrangement Mo ‚z Art Medley vortragen – viel Spaß mit Ian Anderson – und natürlich dem Wolferl Amadeus Mozart:
Video: Spirits of Mozart – Ian Andersons Mo ‚z Art Medley









