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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Marvel’s The Avengers

Marvel’s The Avengers ist ein US-amerikanischer Action- und Science-Fiction-Spielfilm aus dem Jahr 2012, der als Comicverfilmung auf dem Superheldenteam The Avengers (in früheren deutschen Übersetzungen „Die Rächer“) des Verlages Marvel basiert. Regie führte Joss Whedon, die Hauptrollen spielen Chris Evans, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Scarlett Johansson, Jeremy Renner und Robert Downey Jr..

Marvel’s The Avengers ist der sechste Film nach Iron Man (2008), Der unglaubliche Hulk (2008), Iron Man 2 (2010), Thor (2011) und Captain America – The First Avenger (2011), der direkt in Eigenfinanzierung von der zu Marvel gehörenden Produktionsgesellschaft Marvel Studios produziert wurde.

    Marvel’s The Avengers

Es ist noch keine vier Wochen her, als ich mir aus dem Marvel’schen Comickosmos den Vorgänger Thor anschauen musste. Und wie befürchtet 😉 kam ich an Marvel’s The Avengers nicht vorbei. Gut, wer diesen Film sieht, kann sich die anderen Filme eigentlich ersparen. Vielleicht ist Iron Man noch halbwegs empfehlenswert (Teil 1 eher noch als Teil 2). Mit „Avengers“ sollte dann der ganze Superhelden-Zirkus auch endlich ein Ende finden.

Zum Inhalt: „Loki (Tom Hiddleston), Adoptivsohn des Gottes Odin, hat sich nach seinem gescheiterten Angriff auf die Erde mit einer außerirdischen Rasse verbündet. Er ist nun mächtiger als je zuvor und es gelingt ihm, Professor Erik Solveig (Stellan Skarsgard) sowie Agent Clint Barton (Jeremy Renner), genannt Hawkeye, in seinen Bann zu ziehen. Mit deren Hilfe stiehlt Loki den Würfel Tesseract, eine grenzenlose Energiequelle, aus dem Bunker der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D für seine finsteren Zwecke. S.H.I.E.L.D.-Direktor Nick Fury (Samuel L. Jackson) reaktiviert zur Rettung der Menschheit den Supersoldaten Captain America (Chris Evans), der über Jahrzehnte im Eis eingefroren war. Furys Spionin Black Widow (Scarlett Johansson) holt zudem den Wissenschaftler Bruce Banner (Mark Ruffalo) ins Team, der den Tesseract aufspüren soll. Und auch Milliardär Tony Stark (Robert Downey Jr.) alias Iron Man wird um Hilfe gebeten. Schneller als erwartet erscheint Loki im deutschen Stuttgart wieder auf der Bildfläche. Dort gelingt es Captain America und Iron Man, ihn gefangen zu nehmen. Doch auf dem Rücktransport werden sie attackiert: Donnergott Thor (Chris Hemsworth) will seinen Adoptivbruder befreien, um ihn selbst in der Götterwelt Asgard zu bestrafen. Doch Loki will gar nicht gerettet werden, denn in den Reihen der Helden wartet eine ungeheure Zerstörungskraft auf ihre Entfesselung, die er sich zunutze machen will: der unglaubliche Hulk!“

Quelle: filmstarts.de


Marvel’s The Avengers | Trailer & Filmclips

Okay, auf großer Leinwand gibt der Film ein enormes Spektakel her. Und einige Selbstironie der Helden sorgt auch für den geistigen Anspruch noch für einiges Futter. Mehr dann aber nicht. Es ist sicherlich eines jeden notwendiges Bedürfnis, unseren Planeten in Frieden durch das All sausen zu sehen. Wären da nicht die vielen Bösewichte, denen wir nichts Gutes wünschen. Wer soll uns also erretten, wenn nicht eine Ansammlung von Superhelden. Nur haben die im Zusammenspiel oft auch ihre Probleme. Nicht jeder ist teamfähig und werkelt lieber allein für sich. Am Ende, soviel weiß man bereits zu Beginn eines solchen Films, wird dann alles gut. Das Böse wird bekämpft (es sei denn, es taucht einen Film später wieder auf) und die Helden, die sich gar nicht so gern feiern lassen, versammeln sich in einer Spelunke, um eher gelangweilt ihren Imbiss zu verdrücken (siehe die kurze Filmsequenz nach dem Abspann).

Das kann dann so weitergehen, bis die Helden alt geworden sind. Oder wir, die Zuschauer. Aber vielleicht ist schon früher Schluss, wenn keiner mehr mag. Die Helden nicht oder wir die Zuschauer, die übersatt von solchen Superheldenepen geworden sind. Für die Unersättlichen gibt es notfalls die Comics, die Videospiele oder die x-te Wiederholung der Filme.

Dahlien, die Herbstblumen

Wir haben keine Rosen im Garten. Dafür blühen jetzt die Dahlien (aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae)), die für mich die Rosen des Herbstes sind. Ihr Grün ist vielleicht nicht gerade schön. Dafür gefallen mir ihre großen Blüten. Herbst war schon als Kind für mich eine Zeit der Dahlienblüte. In ihnen verbinden sich alle herbliche Farben von gelb über braun bis zu rot.

Dahlien in AlbinZ Garten - September 2012

Dahlien in AlbinZ Garten - September 2012

Dahlien in AlbinZ Garten – September 2012

StuBu Bremen

Heute ist es eine „Eure-immer-auf-Disco in Bremen“ (Originalton) und wird als Dancehouse mit insgesamt fünf verschiedenen Clubs mit unterschiedlicher Ausrichtung unter einem Dach betrieben: das StuBu. In den letzten Wochen ist das Stubu Dancehouse in die Schlagzeilen geraten: StuBu vor dem Aus. Es geht u.a. um den Geschäftsführer. Wie auch immer. Das StuBu ist längst nicht mehr das, was es bis ca. 1986 war, als es noch in der Ostendorpstraße 2 beheimatet war.

Bis dato hatte das StuBu „weit über die Grenzen Bremens hinaus einen sehr guten Ruf in der Jazz-Szene; Auftritte namhafter Musiker wie Albert Mangelsdorff, Volker Kriegel, Hannes Wader und vielen mehr zeugten von dieser Beliebtheit. Lag keine Live-Musik an, wurde das StuBu als Disco betrieben, wobei die Musik sich stark von dem Einheitsbrei der üblichen Discos unterschied – auch hier war jeder Abend komplett ausverkauft.“ (Quelle: de.wikipedia.org).

    StuBu Bremen – Mitte der 80-er Jahre

Natürlich kenne ich das StuBu aus alten Tagen, das seinen Namen von Studentenbund ableitet, „da es sich ursprünglich um einen Veranstaltungsort des Studentenbundes Bremen e.V., einer Vertretung der Studenten, handelte.“

Oft war ich mit meinen Mitmusikern (siehe den Beitrag: Schweine-Dachboden-und-Keller-Mucke) nach der Bandprobe am Samstagabend im Bremer Ostertorviertel unterwegs. Meist stärkten wir uns mit einem Giros Pita in dem kleinen Imbiss am Sielwall, um anschließend der Live-Musik bei einem gepflegten Bierchen im StuBu zu lauschen. Zuletzt war ich wohl 1984 mit meinen Musikkumpeln und meiner heutigen Frau dort. Es war schon recht urig, wenn auch ziemlich beengt. Und proppevoll war es immer am Samstagabend. Er gab natürlich die unterschiedlichsten Musikrichtungen – vom Reggae bis zum alten Rock ’n’ Roll. Ich erinnere mich noch an ein Konzert von Franny and the Fireballs aus Hamburg. Bei einem Konzert wurde ein Dichtwettbewerb veranstaltet. Zu einem Lied sollten die Zuschauer einen Text verfassen. Ich habe mich daran beteiligt und am Ende eine Single der Rock ’n’ Roll-Band gewonnen (die muss ich noch irgendwo zu Hause herumflattern haben).


STUBU BREMEN – Foto-Show 1984 bis 1986 !!!

Längst ist das Haus in der Ostendorpstraße, indem sich das alte StuBu befand, abgerissen. „1986 zog das StuBu in die Bremer Innenstadt um und war nun in der Straße Hinter dem Schütting zu finden, in direkter Nähe zum Marktplatz und der Böttcherstraße. 1994 entschied man sich erneut zu einem Umzug, diesmal zum Rembertiring, wo sich die Diskothek heute noch befindet.“

Vorerst letzter Stand: „Am 10. August 2012 wurde bekannt, dass die Diskothek vorerst geöffnet bleiben darf, da es das zuständige Stadtamt versäumt hatte, die Betreiber des StuBu vor Mitteilung der Schließungsanordnung […] anzuhören. Dies soll jedoch nachgeholt werden.“

Topinambur – die etwas andere Kartoffel – Ernte 2012

Es ist wieder einmal soweit. Jetzt im Herbst ist es wieder Zeit für die Ernte einer Pflanze, deren Wurzelknollen wie Kartoffeln gegessen werden können – ihr Name: Topinambur (benannt nach dem Indianer-Stamm Tipinambas). Deutsche Namen gibt es ihrer viele: Erdbirne, Ross-Erdapfel, Borbel, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Jerusalemartischocke, kleine Sonnenblume, Knollensonnenblume, Rosskartoffel, Süßkartoffel, Zuckerkartoffel. Ich würde sie kleine Sonnenblume nennen, dann die Pflanze gehört zur Gattung der Sonnenblumen und hat der Sonnenblume ähnliche, nur viel kleinere Blüten.

    Blüte einer Topinambur-Pflanze mit Biene

Die Pflanze wächst ebenfalls wie Unkraut und wird bei uns über 2 m hoch. Geerntet werden die Knollen, die aber wesentlich kleiner als die der Kartoffel sind. Durch die dünne Haut trocknen sie leicht aus und werden welk. Eine längere Lagerung ist daher nicht sinnvoll. Der Geschmack ist süßlich durch den Inhaltsstoff Inulin, ein Poly-Saccharid, der für Diabetiker besonders verträglich ist. Die Knolle kann sowohl roh in Salaten als auch in Salzwasser gekocht verzehrt werden. Wir bereiten aus den Knollen meist Brei oder Cremesuppen zu, da die Knollen eine wässrige Konsistenz aufweisen. Rezepte gibt es auf jeden Fall genug. Der Eiweiss-Gehalt ist mit 2-3 % relativ hoch. Außerdem enthalten die Knollen viel Kalium.

In Deutschland wird die Pflanze meist zu einem Verdauungsschnaps verarbeitet, dient aber auch zur Fruchtzuckerherstellung oder als Futterpflanze. Aufgrund der guten Anbaueigenschaften und der hohen Biomasseproduktion kann Topinambur auch als Energiepflanze genutzt werden und spielt entsprechend als nachwachsender Rohstoff eine potenzielle Rolle. Dabei lassen sich sowohl die vegetativen Teile als auch die Knollen zu Biogas und Bioethanol vergären oder zu Brennstoff trocknen und verarbeiten. Und eine durchaus ansehnliche Zierpflanze ist die kleine Sonnenblume auch noch.

Abbey Road, London, City of Westminster NW8, UK

Welche bekannte Straße fällt uns ein, wenn wir an einen ganz bestimmten Zebrastreifen denken? Na? Klar! Die Abbey Road in London, gleich bei den Abbey Road Studios, dort, wo die Beatles bevorzugt ihre Scheiben aufnahmen. Das Album „Abbey Road“ sollte ja eigentlich „Everest“ heißen und John, Paul, George und Ringo sollten deshalb zu Fotoaufnahmen zum Himalaya reisen. „Als sich das Album der Fertigstellung näherte, stellten die Bandmitglieder fest, dass sie dazu keine Lust hätten und es bequemer wäre, einfach vor die Tür zu gehen, dort das Foto zu machen und das Album dann Abbey Road zu nennen.“ (Quelle: de.wikipedia.org)

Und so kam es zu einen Photoshooting, bei dem immer wieder die vier Musiker über einen Zebrastreifen in der Abbey Road liefen (siehe Webcam – der Zebrastreifen erfreut sich auch heute noch größter Beliebtheit). Paul McCartney ist dabei manchmal mit Sandalen und dann auch barfuß zu sehen. Im Hintergrund ein weißer VW-Käfer. War es die Barfüssigkeit von Paul (oder ein angebliches leichtes Schweben über dem Boden); es kam das Gerücht auf, Paul McCartney wäre gestorben und die abgebildete Person ein Doppelgänger … Er lebt bekanntlich heute noch und hat John und George längst überlebt.

The Beatles: Abbey Road (1969)

The Beatles: Abbey Road (1969)

The Beatles: Abbey Road (1969)

Im September 1969 erschien dann das Album. Das ist nun 43 Jahre her. Ich habe mir in diesen Tagen das Album nach langer Zeit wieder angehört. Zwei Jahre zuvor hatten die Beatles 1967 ihr wohl bestes Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (ebenfalls in den Abbey Road Studios) aufgenommen und dabei aufnahmetechnisch neue Wege bestritten. Und so gilt dieses Album wohl zurecht als eines der Wegbereiter der Rockmusik, was neue musikalische und technische Möglichkeiten betraf. Auch auf „Abbey Road“ wurde die damals neueste Aufnahmetechnik verwendet.


The Beatles – Abbey Road (1969)

Wenn ich ehrlich bin: „Abbey Road“ enttäuscht mich nach so vielen Jahren. Okay, einige Lieder sind ganz okay (mit Blick auf die damalige Zeit), so der Starter Come together oder die beiden George Harrison-Titel Something und Here Comes the Sun, das später besonders durch Richie Havens erfolgreich neu interpretiert wurde. Aber es gibt auch viel Tralala wie der Titel „Octopus’s Garden“ von Ringo Starr. Instrumental konnten die Beatles nie richtig überzeugen und bedienten sich beizeiten bekannter Gastmusiker. Aber auch aufnahmetechnisch überzeugt das Album kaum. Da findet ich das ebenfalls 1969 erschienene Album „Stand Up“ von Jethro Tull (übrigens in den Morgan Studios, London, aufgenommen, in denen später auch Paul McCartney mindestens ein Soloalbum aufnahm) um vieles besser.

Apropos Jethro Tull. Auch mit dieser Band gibt es Verbindungen zum Abbey Road Studio. So wurde eine der ersten Singles, nämlich ‚Sunshine Day’, hier aufgenommen (6-7.01.1968). Und anscheinend sollen in den Abbey Road Studios sämtliche Tull-Aufnahmen lagern. Hier wurden so unter Leitung vom Ian Anderson einige der alten Scheiben neu zusammengestellt und remastert. Ich hatte einmal gelesen, dass zumindest Martin Barres legendäres Gitarrensolo im Titelstück „Aqualung“ hier aufgenommen worden sei. Das kann ich leider nicht bestätigen. Dieses wie das ganze Album Aqualung wurde von Dezember 1970 bis zum Februar 1971 in den Island Studios, Basing Street, London, eingespielt – zur gleichen Zeit, als Led Zeppelin hier ihr Album IV aufnahm (siehe u.a. Interview mit Martin Barre auf classicrockrevisited.com).

weitere Links:

Abbey Road Studios
Beatlesbible.com (zur Abbey Road-Cover-Fotografiesession)

5 mal 10 Tipps für Urlaub, Reise & Freizeit (2)

Ja, ich weiß: Die Urlaubszeit ist eigentlich vorbei. Aber vielleicht plant der eine oder die andere schon den nächsten Urlaub … Eigentlich sind es ja sogar sechs mal zehn Tipps (u.a. zwei man zehn Tipps Restaurants betreffend – davon dann auch zehn Restaurants in Deutschland) und dann noch sechs Tipps zu Städten, die zum ‚Verlaufen’ einladen …

Als Mitglied bei tripadvisor.de, einer Community im Netz für alles, was irgendwie mit Reisen zu tun hat, bin ich in den letzten Wochen wieder mit vielen Tipps eingedeckt worden, die ich hier gern weitergebe (allein das Betrachten der Fotos ist lohnenswert):

10 unglaubliche Restaurants & Bars auf dem Dach
Die 10 Restaurants in Deutschland, über die am meisten gesprochen wird

10 beindruckende Landschaften

Giant's Causeway, Bushmills Fotos
Dieses Foto von Giant’s Causeway wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt

10 atemberaubende Strände & 10 ungewöhnliche Strände

10 großartige Wildlife-Touren

Zuletzt die 6 Städte zum Verlaufen

siehe auch: 5 mal 10 Tipps für Urlaub, Reise & Freizeit (Klappe – die erste)

Modelsuche in Sibirien (arte.tv)

Sie leben in ärmlichen Verhältnissen und träumen vom Erfolg als Model: Mädchen aus Sibirien, die in der Modebranche zum Label geworden sind. Zart, mitunter elfengleich, geben sie mit ihren exotischen Gesichtern den Look auf Hochglanzmagazinen und Laufstegen vor. Mädchenhafte Unschuld gepaart mit Sinnlichkeit – perfekte Projektionsflächen der Modeindustrie. Einigen wenigen sibirischen Mädchen hat das den ersehnten Wohlstand und Unabhängigkeit gebracht. „360°- Geo Reportage“ begleitet junge Mädchen auf dem Weg von ihren Dörfer auf den Laufsteg und erkundet dabei das Geschäft, das sie im Rampenlicht strahlen lässt. Sie erzählt vom Alltag der Mädchen in ihrer sibirischen Heimat, ihren Sehnsüchten fernab davon und fragt, ob die Träume dieser Mädchen tatsächlich wahr werden und sie am Ende glücklich machen.

Anna Juschakowa, Modelscout aus Sankt Petersburg und die Fotografin Valeria Kritsova sind seit acht Tagen mit der Transsibirischen Eisenbahn unterwegs. Doch statt Brot, Wurst, Käse oder Wodka, wie die anderen Reisenden, haben sie ihre Laptops auf den Knien, die Ausbeute ihrer Tour. Mehr als 150 Mädchen haben sie in den Dörfern und Kleinstädten gesichtet, fotografiert oder auf Videos festgehalten.

Models aus Sibirien

Die 16-jährige Anja hat ihr erstes Casting hinter sich gebracht. Hier, am Ufer des riesigen Jenissei ist sie zu Hause. Während sie Steine auf dem Wasser hüpfen lässt, wehen ihre langen braunen Haare und nur manchmal lugt das dicke Pflaster unter ihrem linken Auge hervor. Ein Junge aus dem Dorf warf ihr einen Stein ins Gesicht.

Trotzdem hat sie im Kulturpalast von Krasnojarsk unter dem strengen Blick der Modelscouts ihr erstes Casting absolviert. Es könnte der Anfang eines neuen Lebens sein, eines das Wohlstand verspricht und Unabhängigkeit. Ob ihr das gelingen wird, trotz der Narbe und ihrem etwas wackeligen und unbeholfenen Gang auf Highheels? Wird sie eines jener weltweit begehrten Mädchen aus Sibirien?

aus: arte.tv


arte.tv – 360° Geo Reportage: Modelsuche in Sibirien (Ein Film von Galina Breitkreuz)

weitere Ausstrahlungstermine auf arte:
Freitag, 21. September 2012, 11:45
Samstag, 22. September 2012, 10:00

Wenn Männer kochen …

Am vergangenen Donnerstag war ich mit meinem jüngeren Sohn, der gern kocht und ernährungswissenschaftliche Ambitionen hat, im KundenCenter unseres Energie- und Telekommunikationsanbieters bei einem kostenlosen Kochkurs: Männer kochen mit EWE: Spanische Küche – Tortilla, Tapas und Co.). Kochkurs ist vielleicht etwas übertrieben. Die knapp 20 jungen und älteren Männer wurden in Gruppen aufgeteilt und durften die acht Rezepte ‚in Eigenregie’, allerdings mit tatkräftiger Unterstützung von drei Damen, in Essbares umsetzen („Learning by Doing“ nennt man das heute), was am Ende dann auch allen gelang (übrigens kam auch Scharfes, wie wir es in unserem Garten haben, zum Einsatz: Chilischoten).

Am Schluss durften wie das Ganze dann auch noch vertilgen. Es hat alles ganz lecker geschmeckt.

Zunächst gab es eine andalusische Mandelsuppe. Das klingt etwas ungewöhnlich, schmeckte aber ausgezeichnet. Danach gab es Tortilla mit Spinat (war leider etwas zu fade) und diverse Tapas:

Chorizo in Apfelscheiben und in Sidra gedünstet
Hackbällchen in scharfer Tomatensoße
Salzkartoffeln (papas arrugadas) mit Mojo-Soßen (verde & rojo)
Pflaumen im Serrano-Schinken-Mantel mit Tomaten-Paprika-Dip
Champignons in Sherry

Zuletzt gab es einen spanischen Mandelkuchen, für den ich mit meinem Sohn verantwortlich zeichneten. Ich denke, der ist uns ganz gut gelungen (optisch, denn das Auge isst bekanntlich mit, wie geschmacklich).

Die ganze Koch- und Backarie habe ich dann auch noch im Video festgehalten. Am Schluss sieht man dann auch noch die Gerichte ‚in Vollendung’:


Wenn Männer kochen – Tostedt (13.09.2012)

Übrigens besucht mein Sohn (diesmal mit meiner Frau) auch den nächsten Kochkurs, der am 17.10. stattfindet: Kochen mit EWE: Grüße aus Asien – Sushi, Wok und Suppen

Heute Ruhetag (22): Charles Baudelaire – Die Blumen des Bösen

Mit leisen Schritten nähern wir uns dem Herbst. Der Herbst ist für viele eine Zeit der Melancholie. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken merklich. Die Bäume trennen sich von ihren Blättern. Die Natur hält Rückzug.

Der Herbst ist auch eine Zeit des Lesens. Und – ich weiß nicht warum – eine Zeit der Gedichte mit desillusionistischen, pessimistischen Unterton. Charles Baudelaire, der heute als einer der größten französischen Lyriker überhaupt und als einer der wichtigsten Wegbereiter der europäischen literarischen Moderne gilt, schrieb solche Gedichte. Wesentliche Anregungen gewann er bei Edgar Alle Poe, dessen Werk er als erster ins Französische übersetzte. „1857 erschien Baudelaires Hauptwerk, der Gedichtzyklus ‚Les Fleurs du Mal‘ (Die Blumen des Bösen). Wegen sechs angeblich obszöner und gotteslästerlicher Gedichte in dieser Sammlung wurden Autor, Verleger und Drucker angeklagt und der ‚Beleidigung der öffentlichen Moral und der guten Sitten‘ für schuldig befunden, erst nach dem 2. Weltkrieg wurde dieses Urteil aufgehoben“. (Quelle: gutenberg.spiegel.de)

Heute Ruhetag = Lesetag!

[…]

Wie schön ist das Erglühn aus Nebelschwaden
Des Sterns im späten Blau, des Lichts in den Fassaden
Der Kohlenströme Flößen übers Firmament
Und wie das Land im Mondlicht fahl entbrennt.
Mir wird der Lenz der Sommer und das Spätjahr hier sich zeigen
Doch vor dem weißen winterlichen Reigen
Zieh ich den Vorhang zu und schließe den Verschlag
Und baue in der Nacht an meinem Feenhag.

Dann werden blaue Horizonte sich erschließen
Und weinend im Boskett Fontänen überfließen
Dann wird in Küssen und im Vogellied
Der Geist der Kindheit sein der durch Idyllen zieht.

Mag gegen’s Fensterglas sich ein Orkan verschwenden
Ich werde nicht die Stirn von meinem Pulte wenden;
Denn höchst gebannt in meine Leidenschaft
Ruf ich den Lenz herauf aus eigner Kraft
Und kann mein Herz zu Strahlen werden sehen
Und meines Denkens Glut zu lindem Wehen.

aus: Landschaft (Original: Paysage)

Signatur: Charles Baudelaire

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen/Les fleurs du mal (Übertragungen von Walter Benjamin)

Netbook oder Tablet-PC?

Ende Oktober (genauer: am 25. Oktober 2012) bringt Amazon auch auf den deutschen Markt seinen Kindle Fire auf den Markt. Das Gerät ist unter den Begriff Tablet oder Tablet-Computer einzuordnen und ein Konkurrenzprodukt vor allem zu Apples iPad. Beide Geräte unterscheiden sich erst einmal in ihrem Preis (iPad ab 479 €, das teuerste Kindle Fire HD kostet gerade 249 €).

Lange habe ich mir überlegt, einen kleinen, also handlichen Rechner für unterwegs zu kaufen. Außerdem soll er mir im Sommer auch außerhalb der vier Wände, also via WLan im Garten dienen. Einen Laptop (Notebook) habe ich einfach von Anfang an ausgeschlossen. Die Geräte sind mir zu teuer und zu schwer, auch wenn man damit natürlich viel mehr machen kann als mit Tablets oder Netbooks. Da Amazons Kindle Fire nun auf den Markt kommt – und Weihnachten immer näher rückt – habe ich meine ‚Gedanken konkretisiert’, um es einmal so auszudrücken.

Die Frage lautet so eigentlich nur Netbook oder Tablet-PC? Netbooks sind kleine Notebooks und in vielem deutlich abgespeckt: Bildschirm meist 10 Zoll (also gut 25 cm) statt 15 bis 19 Zoll – Arbeitsspeicher (RAM) meist 1 GB statt 4 bis 8 GB – Festplatte meist 320 GB statt 1 TB aufwärts – und ohne DVD-Player.

Tablets unterscheiden sich zunächst von Netbooks im Preis. Netbooks dürfte man zu den auslaufenden Modellen zählen, während Tablets sehr stark im Kommen sind, heute aber dann auch noch deutlich teurer sind. Zweiter wesentlicher Unterschied sind neben dem Fehler einer direkten Tastatur und Maus bei dem Tablets (dafür Eingabe über den Bildschirm = Screentouch oder einer Dockstation als Zusatzgerät) die Betriebssysteme. Bei Netbooks wird meist auf Windows (zz. Windows 7 Starter) gesetzt, während Tablets überwiegend Android benutzen. Tablets haben meist auch einen kleineren Bildschirm (ab 7 Zoll) und zz. viel weniger internen Speicherplatz. Dafür sind sie dann aber auch noch um einiges kleiner (nicht unbedingt leichter).

Während man bei Tablets und Android (oder iOS bei Apple-Produkten) als Betriebssystem mit sogenannten Apps (von Applikation = Anwendung) arbeitet, kann man bei Netbooks und Windows eben – ist klar und einleuchtend – Windows-Programme nutzen. Hier stellt sich spätestens die Frage, was ich mit einem solchen Gerät möchte: Bücher (eBooks) lesen, Musik hören, Bilder und Videos angucken – und bisschen Dies und Das (eMails schreiben, Text- und Tabellenverarbeitung betreiben usw.). Und damit stellt sich die Frage nach den unterstützten Formaten in Text, Bild, Ton und Video. Beim neuen Kindle Fire von Amazon stehen da dicke Fragezeichen bei den Videoformaten. In erster Linie möchte Amazon Filme und TV-Serien über die eigene Tochter LOVEFiLM vermarkten, also Kohle machen. Welche Videoformate tatsächlich unterstützt werden, erfährt man erst einmal nicht (anscheinend soll es sich um ein Amazon-eigenes MPEG4-Format handeln). Da ich auch eigene Videos abspielen möchte, kommt der Kindle Fire, wenn das hier stimmt, nicht in Frage. Trotz des Preises.

Beispiel Netbook

Beispiel Tablet mit Dockstation

Beispiel Netbook

Beispiel Tablet mit Dockstation

Soviel als Entscheidungshilfe. Da ich auf jeden Fall eine halbwegs benutzbare Tastatur haben und nicht auf dem Bildschirm herumhacken möchte, brauche ich, wenn ich mich für ein Tablet entscheide, eine Dockstation. Da käme z.B. ein ASUS Transformer Pad TF300T in Frage (ohne Dockstation knapp 400 € – mit Dockstation knapp 500 €).Als Netbooks gibt es vom gleichen Hersteller das ASUS Netbook R11CX für rund 260 €, also für den halben Preis. Da es für mich lediglich ein Zusatzgerät sein soll, so spielt der Preis für mich eine wichtige Rolle.

Für mich ist heute die Entscheidung schnell zu treffen. Ich werde das Netbook nehmen, weil neben dem Preis die Handhabbarkeit (im Sommer im Garten) aus meiner Sicht dafür sprechen – und gegen ein Tablet, auch wenn Tablets die Netbooks bereits mehr oder weniger abgelöst haben. Netbook oder Tablets – beides sind eigentlich nur schöne Spielzeuge, die man nicht unbedingt braucht. Und die Entscheidung für oder gegen eines dieser Geräte ist vielleicht nur eine Art Glaubensfrage (ich glaube auf jeden Fall nicht an den APFEL). Entscheidet man sich gegen beide, so spart man einiges an Geld. 😉

Wochenmärkte

Google Street View ist ein schönes Spielzeug und immerhin für 20 der größten Städte in Deutschland aufrufbar. Heute habe ich mich einmal auf die Suche nach Wochenmärkten gemacht, die für mich ein ganz besonderes Flair besitzen (über die entsprechenden Links wird Google Street View aufgerufen).

Schon als Kind war ich mit meiner Mutter auf Wochenmärkten einkaufen gegangen. Heute fährt meine Frau jeden Freitag mit dem Fahrrad zu unserem Wochenmarkt Am Sande in Tostedt, wo außer freitags auch noch am Dienstag frisches Gemüse und Obst, Fleisch, Käse, südländische Spezialitäten und vieles mehr (meist aus der Region, natürlich auch aus ökologischem Anbau) angeboten wird.

Beginnen möchte ich mit Bremen. Dort wohnte ich rund 25 Jahre. Noch als kleines Kind ging ich meist an einem Samstag mit meiner Mutter aus der Neustadt kommend über den Wochenmarkt auf dem Domshof in der Innenstadt zum Einkaufen. Besonders erinnere ich mich dabei an Stände, an denen man lebendige Tiere, z.B. kleine Hühnerküken kaufen konnte. Heute ist das erst gar nicht mehr zulässig. Aber auch heute noch findet dort auf dem Domshof von Montag bis Samstag Wochenmarkt statt.

Wochenmarkt Bremen Domshof

Okay, Google Street View ‚bietet’ keine Bilder vom Wochenmarkt auf dem Domshof. Im schulpflichtigen Alter zog ich dann mit Eltern und Geschwistern nach Bremen-Gröpelingen. Dort war ein Wochenmarkt am Pastorenweg und ich musste mit meiner Mutter immer ein ganz schön langes Stück Wegstrecke zu Fuß zurücklegen. Ich bin aber trotzdem immer gern mitgegangen, weil ich es auf dem Wochenmarkt einfach interessant fand.

Zuletzt wohnte ich lange Zeit wieder in der Bremer Neustadt. Dort gab und gibt es heute noch einen kleinen Wochenmarkt in der Delmestraße/Ecke Pappelstraße.

Der wohl interessanteste Wochenmarkt, den ich kenne, ist einer in Hamburg. Und zwar in der Isestraße, direkt unterhalb der S-Bahn, jeden Dienstag und Freitag am Vormittag.

Da ich in der Nähe der U- und S-Bahnstation „Am Schlump“ in Hamburg-Eimsbüttel arbeite, gehe ich öfter zum Wochenmarkt in der Gustav-Falke-Straße, gleich um die Ecke.

Als ich mit meiner Familie in Hamburg-Niendorf lebte, kauften wir auf dem Wochenmarkt auf dem Tibarg ein. Rund um den Tibarg gibt es außerdem jede Menge Geschäfte. Und inzwischen, nachdem wir längst weggezogen sind, gibt es auch das Tibarg Center.

Noch etwas aus jungen Jahren: Heute wie damals gibt es so genannte fliegende Händler, die nicht nur auf Wochenmärkten zu finden sind, sondern die auch mit ihren fahrbaren Läden über die Dörfer kutschieren, um ihre Waren zu verkaufen. Bei uns in Tostedt kommt im bestimmten Zeitabschnitt (ich denke einmal wöchentlich) ein Händler vorbei, der Geflügel verkauft. Bevor man ihn sieht, hört man schon den ‚Hahnenschrei’ aus der Ferne. Wat dat nich all gift? In der Bremer Neustadt nun gab es vor vielen Jahren einen Händler mit einem Wägelchen, der hauptsächlich Krabben verkaufte. In Bremen nennt man diese kleinen wohlschmeckenden Nordseegranelen auch Granat. Und so höre ich heute noch seinen Ausruf: „Granat, Granat, frischen Granat!“