Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Pendler in den Klauen der GDL

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) führte heute von sechs bis acht Uhr flächendeckend erste Warnstreiks durch. So wurden auch im gesamten metronom Streckengebiet seit 6.00 Uhr einzelne Züge bestreikt. Da durch im Gleis stehende Züge auch nicht bestreikte Züge in der Weiterfahrt behindert werden, fallen bis 8.00 Uhr fast alle metronom Züge aus. Es ist auch nach dem offiziellen Streikende mit Folgeverspätungen zu rechnen.

Hintergrund der Aktionen ist die Forderung der GDL, für alle 26.000 Lokführer in Deutschland ein einheitliches Lohnniveau und Beschäftigungsbedingungen zu erreichen, die dem Standard der Deutschen Bahn AG entsprechen.

Bereits für gestern waren Warnstreiks angekündigt. Lange Zeit hielt die GDL die Öffentlichkeit über ihre Pläne im Unklaren. Noch am Montagmittag hieß es von GDL-Sprecherin Gerda Seibert, dass bislang noch kein Beschluss getroffen worden sei. Das Versteckspiel der GDL schadet den Reisenden zusätzlich und sorgt für eine völlig unnötige Verunsicherung der Öffentlichkeit. Die GDL führt die Kunden an der Nase herum.

Ich bin für gerechte Löhne und Gehälter. Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Aber was die DGL hier wieder einmal treibt, ist ein „unverantwortlichen Umgang mit dem Recht auf Arbeitskampf“, so der Chef der EVG, der Konkurrenzgewerkschaft innerhalb des DGBs, Alexander Kirchner. Der GDL-Spitze gehe es offensichtlich nur darum, in die Schlagzeilen zu kommen und Tausende von Pendlern zu verunsichern, statt eine Lösung am Verhandlungstisch zu erzielen, sagte Kirchner.

Wieder einmal wird ein Arbeitskampf der GDL auf dem Rücken der Pendler im Nahverkehr ausgetragen, indem sie zur Geisel einer Einzelgewerkschaft gemacht werden. Diese sind schon genug Leidtragende von Zugverspätungen und –ausfällen. Unverantwortlich sind diese Warnstreiks auch dadurch, dass Fahrgäste am frühen Morgen bei Temperaturen von minus 10 Grad in der Kälte stehen gelassen werden. Zwar wurde gesagt, wann gestreikt wird, aber nicht wo.

Man kann nur hoffen, dass die Streiks schnellmöglichst beendet werden und dass die Strategie der GDL, mit radikaleren Forderungen als die DGB-Gewerkschaft ver.di Mitglieder zu werben, fehlschlägt.

Zum Hintergrund der Warnstreiks

„Sowohl die Deutsche Bahn (DB) als auch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG warfen der GDL vor, ihr Recht auf Arbeitskampf zu missbrauchen und Bahnkunden durch eine verwirrende Informationspolitik unnötig zu belasten.

Mit den Warnstreiks bestreike die GDL ausgerechnet den Konzern, der ihr Kernanliegen bisher unterstütze, erklärte Weber [DB-Personalchef] weiter. Die GDL verlangt für alle 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr in Deutschland ein einheitliches Lohnniveau und Beschäftigungsbedingungen, die dem DB-Standard entsprechen. Das Ergebnis will sie in einem sogenannten Bundesrahmen-Lokomotivführertarifvertrag festschreiben. Einen Anschluss an den kürzlich zwischen DB, den sechs Privatbahnen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn und EVG unterzeichneten Branchentarifvertrag lehnt die GDL ab.

Weber nannte die geplanten Streikmaßnahmen vor diesem Hintergrund ‚absurd und willkürlich’. Die Gewerkschaft wolle die Standards der DB zum Standard für alle Lokführer in Deutschland machen. ‚Und um das zu erreichen, will die GDL die DB und ihre Kunden bestreiken? Das ist widersinnig’, sagte der Bahn-Personalchef.

Er verwies darauf, dass nahezu alle Forderungen der GDL zum Flächentarifvertrag in den Verhandlungen zwischen DB und GDL erfüllt worden seien und eine Einigung nahe sei. Es liege nun an der GDL, sich zu entscheiden: ‚Wollen sie den Streik um des Streiks willen oder gute Lösungen für alle Lokomotivführer?’, sagte Weber.“

Quelle: rp-online.de

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 30

Verpasster Heimvorteil

Ein Fest war es trotzdem … Gestern endete die 41. Alpine Skiweltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen. Der Heimvorteil für die deutschen Sportler konnte aber nicht genutzt werden. Er reichte gerade zu zwei Bronze-Medaillen für Maria Riesch in Abfahrt und Super-G. Vor zwei Jahren in Val-d’Isère waren es immerhin noch zwei Titelgewinne.

Alpspitzbahn

Zugspitzbahn

Alpspitzbahn

Zugspitzbahn

Schlag ins Kontor

Die Wahlen in Hamburg waren für die CDU ‚ein Schlag ins Kontor’. „Nach zehn Jahren hat die SPD laut vorläufigem amtlichen Teilergebnis eine absolute Mehrheit errungen. Die CDU erleidet das schlimmste Debakel ihrer Geschichte.“ Ihr Ergebnis hat sich gegenüber der Wahl von 2008 fast halbiert. „GAL, Linke, FDP sind wieder in der Bürgerschaft vertreten.“

Abstrus – Wider den tierischen Ernst

Da hat der Aachener Karnevalsverein ja den Richtigen ausgewählt. Und heute wird er mit dem Orden „Wider den tierischen Ernst“ geehrt: Karl-Theodor zu Guttenberg (ohne Dr.). Bei Bekanntwerden nannte er die Plagiatsvorwürfe noch ‚abstrus’. Inzwischen äußert es sich eher kleinlaut.

„Dem Minister wird zur Last gelegt, zahlreiche Passagen seiner Doktorarbeit aus Werken anderer Autoren kopiert zu haben. Im Internet werden inzwischen mehr als 120 Stellen aufgelistet. Beim Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages soll er eine Studie zum Gottesbezug in der US-Verfassung in Auftrag gegeben und das Papier fast vollständig in seine Dissertation eingefügt haben.“ (Quelle: zdf.de) Abgeordnete dürfen den Wissenschaftlichen Dienst nur für mandatsbezogene Arbeit nutzen.

Bisher kein Lokführer-Warnstreik

Das ist genau das, was mir jetzt noch fehlt: Ein Lokführer-Streik im Nahverkehr. Heute Morgen bei Frost um die – 8 °C kam ich noch pünktlich zur Arbeit. Aber das soll sich bald ändern:

„Der Lokführer-Warnstreik blieb vorerst aus: Für Bahnpendler ist der Montagmorgen zunächst wie gewohnt verlaufen. Wann es jetzt losgeht, ist offen – Gewerkschafter reden vom Dienstag.“

Gaddafi-Sohn: Kampf bis zum Ende

Nachdem die Tunesier Ben Ali und die Ägypter Mubarek ‚in die Wüste geschickt’ haben, droht nun auch Muammar al Gaddafi mit seinem Clan das gleiche Schicksal. Aber sein Sohn Saif al Islam al Gaddafi versucht, den Menschen Angst einzuflößen. „Die Armee stehe hinter seinem Vater, der sich weiterhin in Libyen aufhalte, warnte Gaddafis Sohn.“

Eine Königin zu Besuch

Zu meinem Beitrag zu den Straßenbahnunruhen 1968 in Bremen bekam ich einen kleinen Kommentar von einer gewissen Cornelia von Wülfing:

Ich war auch dabei… Gemeinsam mit Michael… Wer macht diese Seite? Bin zufällig darauf gekommen…

Nun ‚wer die Seite macht’, lässt sich nachlesen. Interessanter finde ich, wer diesen Kommentar verfasst hat, denn Frau von Wülfing ist eine Königin, wenn auch keine ‚gewöhnliche’. Wie sie Königin in Alavanyo, einer Provinz in Ghana, wurde und warum, das lässt sich wie folgt nachlesen. Eine Königin zu Besuch auf meinem Blog – das hat man nicht alle Tage!

„Cornelia von Wülfing lebt in zwei Kulturen – Hamburg die eine, Alavanyo, eine der ärmsten Provinzen von Ghana, die andere. Hier ist sie eine erfolgreiche Unternehmerin, importiert Kunst und Heilmittel aus Afrika. Ihr Büro liegt in einer Altbauwohnung nahe der Außenalster. Im offenen Kamin brennt Feuer, eine ghanaische Batik hängt an der Wand.

Dort, in Alavanyo, treibt sie Entwicklungshilfe-Projekte voran. Zum Dank haben die Bewohner sie vor vier Jahren zu ihrer Königin gekrönt und ihr den Namen Ngoyifianyonu Akosua I. gegeben – die „an einem Sonntag geborene Königin des Fortschritts“. „Hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich die Aufgabe damals wohl abgelehnt“, bekennt Cornelia von Wülfing heute. Doch sie sagte zu – und fliegt seither drei- bis viermal jährlich in das westafrikanische Land. Sie gehörte auch zur Delegation von Bundeskanzler Gerhard Schröder, die Ende Januar mehrere Länder Schwarzafrikas besuchte. Erst seit wenigen Tagen ist die Königin von Ghana wieder in Hamburg, um neue Projekte voranzutreiben.

Eine echte Königin? „Ich bin keine Herrscherin und habe keine Untertanen“, klärt Cornelia von Wülfing auf. Ghana ist eine Demokratie, ein armes Land, aber stabil. Und neben den modernen politischen Strukturen existiert nach wie vor die traditionelle Ordnung der Könige und Chiefs. „Sie wirken beratend bei politischen Entscheidungen mit.“ Genau deswegen gab die Hamburgerin auch nach, als ihr der Wunsch der 40 000 Einwohner angetragen wurde, sie zur Königin zu ernennen. „Ich wusste, dass ich vor Ort mehr erreichen kann, wenn ich in der traditionellen Ordnung anerkannt bin.“ Eine Königin findet Gehör.

Die Krönung: Als Cornelia von Wülfing zur feierlichen Zeremonie einflog, überkam sie plötzlich Furcht – obwohl sie seit 20 Jahren regelmäßig nach Afrika reist, ihr Lebensgefährte Philipp Jebsen sie unterstützte und ihre Tochter Sara, damals 21, sie begleitete. Cornelia von Wülfing hat nicht nur Hemingway gelesen und Safari-Lodges besucht, sondern auch armselige Krankenhäuser sowie Hütten ohne fließendes Wasser und Strom von innen gesehen. Sie war vorbereitet, und trotzdem: „Ich hatte Angst, als Fremde in eine Welt von Traditionen und Riten einzubrechen, in der ich nicht zu Hause bin und in der ich nicht weiß, was mich erwartet.“

In ihrem Buch Mein Leben als Königin in Ghana (Ullstein, 317 S., 22 Euro) notierte Cornelia von Wülfing über ihre Krönung: „Nach einigen Begrüßungsworten in Ewe, der Sprache, die ich noch nicht verstehe, werde ich von den Frauen umringt und in eine Hütte geschoben. Hier herrscht absolute Dunkelheit. Kein Lichstrahl dringt in den fensterlosen Raum. Jetzt habe ich keinen Dolmetscher mehr. Niemand spricht Englisch, und ich spreche nicht Ewe. Ich fühle mich total allein. Mir wird bedeutet, dass ich mich ausziehen möge. Ich entkleide mich bis auf die Unterwäsche. Dann reicht man mir ein sackähnliches Gewand, das einen seltsamen Geruch verströmt. Wie ich später erfahre, handelt es sich um ein jahrhundertealtes Gewand der Ahnen, in dem schon viele Vorfahren die kommende Zeremonie, die ich noch vor mir habe, durchlebt haben.“

Vier Jahre später. Alavanyo am Voltasee, dem größten Stausee der Welt, ist eine hügelige, grüne Landschaft. Cornelia von Wülfing hat dort eine Schule und ein Mädchenwohnheim finanziert, ein Ausbildungsprojekt für Näherinnen auf den Weg gebracht, einen Schulbus organisiert und Pumpen für die Bewässerung der Felder herangeschafft. Mit ihrem Verein Alavanyo e. V. sammelt sie Spenden, alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, jeder Euro kommt an. Wenngleich sie „Königin des Fortschritts“ heißt, nimmt sie Rücksicht auf die tradierten Lebensformen: „Fortschritt bedeutet dort nicht Technik, sondern Bildungsstätten, Arbeitsplätze und Krankheitsvorsorge“, sagt Cornelia von Wülfing.

Zur Einweihung des Mädchenwohnheims reiste sie wieder dorthin. „Als wir den Hügel zum Gebäude hinaufschreiten, bildet sich ein Spalier von mehreren Hundert Menschen“, berichtet sie in ihrem Buch. „Dann folgt die feierliche Enthüllung meines Bildes über dem Eingangsbereich. Als ich in Hamburg von dieser Absicht erfuhr, habe ich versucht, sie zu vereiteln. Mir ist diese Ehrerbietung fremd und unangenehm. Auch wenn diese Form, Dankbarkeit und Respekt zu zeigen, in Ghana üblich ist, bin ich zurückhaltend bei der Darstellung meiner Person als Königin. Doch irgendjemand muss dieses bei der Krönungszeremonie gemachte Bild archiviert haben. Da mich so viele Augenpaare erwartungsvoll anblicken, lächle ich zum Zeichen meiner Freude.“

Auch Sitsofe Ametefe kann wieder lachen, noch ein Erfolg der Initiativen aus Hamburg. Der damals 16-Jährige war durch einen Tumor im Gesicht entstellt, als er 2002 für die in Ghana unmögliche Operation nach Deutschland kam. Jetzt ist er geheilt und absolviert in Alavanyo eine Ausbildung zum Elektriker. Was ihn in Hamburg am meisten amüsierte, war der Mäusezirkus auf dem Dom: „Bei uns werden Mäuse gejagt, hier haben sie sogar eigene Karussells.“

Cornelia von Wülfing hat dank der Erfolge ihre Zweifel verloren. Die Projekte laufen. „Es ist schön, wenn ich merke, dass die Dinge, die man angeregt hat, tatsächlich entstehen“, sagt sie. Im Moment sucht sie Pateneltern für bedürftige Kinder, 60 konnte sie schon vermitteln. ‚Heute bin ich glücklich, dass ich den Mut hatte, die Verantwortung zu übernehmen.'“

Quelle: Hamburger Abendblatt

Hallo Manni, willkommen im Club …!

Der Club wird größer. Nachdem bereits Deine Geschwister (Bruder Horst & Schwester Christa) und meine Wenigkeit Einlass in dem edlen Club der Funfzig-plus errangen, ist heute Dein Tag gekommen:

Willkommen im Klub, verehrter Neu-Fünfziger!

Da Sie sich vor 15 Jahren weigerten, an den Aktionen “Wer jung stirbt, der wird nicht alt!” bzw. “Stirb jung, stirb mit 35!” teilzunehmen, und sich in diesen Tagen Ihr Geburtstag zum 50. Male jährt … [weiter siehe: Willkommen in Club der ‘echten’ Fuffziger]

Manni in seinem Element

Manni in seinem Element

Manni in seinem Element

Manni wird 50

Ja, lieber Manni, Du mürrisches Mammut, lieber Manfred oder lieber Kossi, wie man Dich nennt und Dich kennt, nun aber im Ernst:

Zu Deinem heutigen Ehrentag, an dem Du um nichts weniger als 50 Jahre alt wirst, wünsche ich Dir auch von dieser Stelle aus alles Gute zum runden Geburtstag:

Die Getränke und das Essen sind bestellt und sicherlich schon geliefert. Da gebraucht es nur noch uns, die Vertilger, die mit Dir zünftig feiern werden …

Willi und seine Lieben

Demontage einer Lichtgestalt?!

Ich gebe zu, in meinen Beiträgen hier manchmal die Gänsefüßchen, Tüddelchen bzw. Anführungszeichen zu vergessen, wenn ich fremd zitiere (ich setze es oft dafür in kursive Schrift), immerhin verlinke ich auf die zitierten Textstellen.

Den kleinen Teilbeitrag zu den zu Guttenbergschen Plagiatsvorwürfen, den ich gestern veröffentlicht habe, verfasste ich bereits am Mittwoch. So war ich gestern doch überrascht, welchen Medienrummel dieses Thema verursachte. Zunächst hielt ich den Hype für übertrieben und gar die ‚Hetzjagd’ im Netz (Nutzer suchen online nach Guttenberg-Plagiaten) für überzogen. Inzwischen denke ich, dass es mehr als Not tun, dem Freiherrn das Handwerk zu legen. Der sich selbst stilisierende Biedermann muss entlarvt werden.

Sicherlich kann es passieren, dass man bei Fremdzitaten die Anführungsstriche und die entsprechenden Fußnoten vergisst. Gerade heute im Zeitalter des Internets, in dem man Texte aus dem Netz nur zu markieren, kopieren und an gewünschter Stelle einzufügen braucht, kann man schnell den Fremdverweis unterschlagen. Aber wer in mindestens 23 Fällen Fremdzitate als eigene ausgibt, muss sich den Vorwurf des Plagiats gefallen lassen. Im Fall zu Guttenberg wiegt dabei besonders schwer, „dass er selbst in den bewertenden Teilen der Arbeit, die ganz besonders nach einer Eigenleistung des Autors verlangen, fremde Einschätzungen übernommen hat.“ Quelle: Financial Times Deutschland

Nun es geht nicht allein um Plagiate. Es geht um die Person zu Guttenberg. Es ist schon erstaunlich, wie dieser Mann innerhalb kürzester Zeit zum ‚beliebsteten’ Politiker in Deutschland aufsteigen konnte: „… Berichterstatter, wie etwa die Frankfurter Allgemeine Zeitung, kritisierten die ‚Hofberichterstattung’ einiger Medien wie Spiegel Online. Sähe man genauer hin ‚dann fällt auf, dass Karl-Theodor zu Guttenberg für blanke Selbstverständlichkeiten gepriesen wird’.[1] Die Zeit resümierte, dass für Guttenberg in der ‚Kluft zwischen öffentlicher Bewunderung und politischer Bilanz’ die Gefahr läge: ‚Wie soll er die Projektionen mit seinen realen Möglichkeiten je zur Deckung bringen?’ Bislang versuche er ‚mit demonstrativer Unterstützung des Boulevards’ diese ‚Differenz zwischen Schein und Sein durch Inszenierung und Imagebildung zu überspielen.’ Auf den irrealen Hoffnungen, die sich an seine Person knüpfen, antwortet er mit Selbststilisierung’. [2]

Zitiert aus de.wikipedia.org/

Besonders erstaunlich ist mir zu Guttenbergs rein „taktisches Verhältnis zur Wahrheit“. Sagt er heute A, dann sagt er morgen durchaus B, wenn dies seine Popularität steigert. Hier sind als Stichworte Opel, Kundus und Abschaffung der Wehrpflicht genannt. „Wenn er es für opportun hält, wechselt der Freiherr seine Ansicht so schnell wie seine Anzüge“ (Thomas Reichart, ZDF-Hauptstadtstudio)

Zu Guttenberg ist vor allem von der Boulevardpresse gepusht worden, allen voran von der BILD. Und da ist nicht verwunderlich, die Kolumne des Herrn Franz Josef Wagner zu lesen: Post von Wagner: Lieber Dr. zu Guttenberg. Eigentlich müssten dem Herrn zu Guttenberg solche Unterstützung peinlich sein (F. J. Wagner: „Ich habe keine Ahnung von Doktorarbeiten. Ich flog durchs Abitur und habe nie eine Universität von innen gesehen. Also, ich kann von außen sagen: Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor.“), aber wenn es hilft, dadurch weiter bei einer breiten Wählerschaft beliebt zu bleiben, dann akzeptiert man auch solchen ‚Scheiß’.

Ich war versucht, diesen Beitrag „Faustus zu Guttenberg“ zu betiteln. Faust sehe ich dabei als karrieregierigen Scharlatan, dem jedes Mittel recht ist, an Macht und Geld (evtl. und auch an Frauen) zu kommen. Der erbärmliche Berlusconi ist hierfür ein Beispiel. Notfalls verkauft man dem Teufel hierfür auch seine Seele. Ist auch zu Guttenberg so ein moderner Faust? Seine Ziele sind eindeutig: Er will eines Tages zumindest Bayerns Ministerpräsident werden, eher noch Bundeskanzler. Davor behüte uns Gott!

„Guttenbergs Reden sind oft moralisch durchtränkt. Hier gibt einer Maßstäbe vor, für sich, für andere, ja für alle. Diesen Maßstäben wird er einmal mehr nicht gerecht.“ (Mitteldeutsche Zeitung) Aber trotzdem: Wie viele andere Politiker, so wird sich auch der Herr zu Guttenberg, zwar mit Blessuren, aber am Ende doch eher ungeschadet aus dieser Affäre ziehen. Man darf gespannt sein, mit welchen Tricks sich der Freiherr aus dieser zu winden verstehen wird. Die Lichtgestalt kommt ins Wanken, aber fällt sie auch …?

Und noch ein Fremdzitat: „Viel Stil, weniger Substanz. Nicht immer hundertprozentig im Thema, aber stets eloquent und gut gekämmt. Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein Meister der Symbolpolitik, vielleicht der Prototyp des Medienpolitikers unserer Zeit. Aber wer Erwartungen weckt, die niemand erfüllen kann, dem fallen sie irgendwann auf die Füße.“ (Lausitzer Rundschau)

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 29

Gary Moores Welthit „Still got the Blues“ war geklaut

Am 6. Februar starb der nordirische Sänger und Gitarrist Gary Moore. Er war dem Blues zugetan, aber auch sonst musikalisch viel ‚unterwegs’: 1975 gründete Moore zusammen mit dem Keyboarder Don Airey, den wir u.a. von Jethro Tull her kennen, dem Schlagzeuger Jon Hiseman, dem Bassisten Neil Murray und dem Sänger Mike Starrs die Jazzrock-orientierte Formation Colosseum II.

Für gewisse Aufregung sorgte Moore durch seinen Hit Still Got the Blues, dessen Gitarrenpart plagiiert ist, ob bewusst oder nicht.

„Europa setzt auf schauerliche Strategien“

Nach dem Ende des bisherigen Schreckensregimes in Tunesien bricht auch das zusammen, was die EU mit den Mittelmeer-Anrainerländern ausgehandelt hat – nämlich, dass sie gefälligst für uns die Grenzen dicht machen. So ist das Flüchtlingsdrama auf der italienischen Insel Lampedusa als Abschreckung politisch gewollt:

Auf Lampedusa herrscht zurzeit Chaos, was auch politisch gewollt ist seitens der italienischen Regierung. Sonst hätte sie umgehend die dort bereitstehenden Einrichtungen öffnen können. Es gibt hier eine Strategie der Abschreckung. Man versucht, Menschen in eine unwürdige Situation hineinlaufen zu lassen, um andere davon abzuhalten, es ihnen gleichzutun. Das ist nur ein Teil der Abwehrstrategien Europas, aber ein besonders schauerlicher.

Mubarak reicher als Bill Gates?

Von Mubarak und seinem Geld fehlt weiter jede Spur. Angeblich soll er mehr als 70 Milliarden Dollar angehäuft haben, das ist mehr als das Vermögen von Bill Gates. Offenbar hat Kairo die EU jetzt offiziell darum gebeten, diese Gelder einzufrieren.

Guttenberg soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben

Und noch ein Plagiat-Vorwurf: Es gibt in Guttenbergs Dissertation einige Passagen, die er ohne Angabe von Quellen wörtlich zitiert. Nach den jüngsten Bundeswehrskandalen wird Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg nun neue Kämpfe ausfechten müssen.

Die Doktorarbeit sei an mehreren Stellen „ein dreistes Plagiat“ und „eine Täuschung“, sagte der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano, der die Parallelen mit anderen Texten bei einer Routineprüfung entdeckt hat. Fischer-Lescano lehrt an der Universität Bremen Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht.

Lesenswert ist in diesem Zusammenhang ein Kommentar in der Financial Times Deutschland: Guttenbergs Wandel vom Gladiator zum Plagiator

Bärtiges

Im Internet bin ich auf ein sehr „bärtiges“ Blog gestoßen. Es zeigt uns viele hübsche Bilder von prominenten und unbekannten Herren, die sich in einem gleichen: Ihre Gesichter säumen Barthaare! Sie tragen Bart!

Ich habe überlegt: In meiner Verwandtschaft und in meinem Bekanntenkreis gibt es eigentlich niemanden mehr, der Bart trägt. Mein Bruder hatte früher einmal einen Vollbart, der dann aber Opfer einer ‚Verjüngungskur’ wurde. So bin ich der letzte verbliebene Bartträger weit und breit. Nein, falsch, der ältere meiner Söhne hat einen schmalen, die Koteletten verlängernden Kinnbart.

Das Barthaar ist in der Regel ab der Pubertät des Mannes verbreitet und zählt somit zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Ausgelöst wird der Bartwuchs durch das Androgen Testosteron. Das Wort Bart stammt aus dem Althochdeutschen und leitet sich von germanisch *barda-, *bardaz „Rand, Bart“, dieses von indogermanisch *b har- „Spitze, Borste“ ab. Außerdem hat das Wort Bart noch weitere Bedeutungen (z.B. Schlüsselbart) und dient auch als Vor- und Nachnamen (Bart Simpson dürfte der Prominenteste der Namensträger sein).

Bärtiges: Willi

Bärtiges: Facial Awareness

Bärtiges

Aber zurück zu dem angesprochenen Blog: facial awareness. Allen Abgebildeten gemein ist, wie gesagt, der Bart. Und so dürfen dann Bartträger wie Fidel Castro, Osama bin Laden und auch Saddam Hussein (hier sogar mit Vollbart, wie er ihn bei seiner Verhaftung trug) nicht fehlen. Ein prominenter Bartträger fehlt übrigens in der Bildergalerie: Der Weihnachtsmann!

Warum Bart? Sicherlich hat ein Bart etwas Verhüllendes. So als wünschte der Bartträger, etwas zu verbergen. Dann kann ein Bart durchaus auch Zierde sein, es kommt auf das Gesicht an. Bei mir, da bin ich ganz ehrlich, ist es auch die Faulheit, jeden Morgen mit Schabeeisen die Stoppeln aus dem Gesicht zu entfernen. Es reicht mir, ab und wann, den vorhandenen Bart zu stutzen.

Ein halbes Leben lang

Mit Zahlenmystik, also den Spekulationen zu Zahlen und Buchstaben als den Fundamenten der Welt, wie sie z.B. in der Kabbala angewendet werden, habe ich nicht unbedingt viel im Sinn. Trotzdem können Zahlen für uns im Leben eine gewisse Bedeutung haben, die über das Alltägliche hinausgehen. Geburtstage gehören sicherlich dazu, aber auch Jahrestage einer bestimmten Größe (10, 25, 50 oder gar 100). Und betrachtet man die Mathematik, so spielen dort Zahlen und Formeln eine Rolle, die uns staunen lassen, wenn sie eigentlich doch nur alltäglich sind. Es war dann auch ein gewisser Herr Pythagoras, dem wir nicht nur den berühmten Satz verdanken. dass in allen ebenen rechtwinkligen Dreiecken die Summe der Flächeninhalte der Kathetenquadrate gleich dem Flächeninhalt des Hypotenusenquadrates ist (a2 + b2 = c2), sondern der eben solch mathematische Erkenntnisse mit Fragen nach dem Sinn des Lebens verband.

Dem heutigen Tag kann ich mir und meiner Frau eine Zahl zuordnen, die 10.000, eine Zahl, wenn man sie in Tagen bemisst, eine Größenordnung erreicht, die in Jahre umgerechnet immerhin mehr als 27 ausmacht. In die andere Richtung, in Stunden gerechnet, sind das 240.000. 104 Tage gemeinsamen Wegs, das ist fast unser halbes bisheriges Leben. Und wenn wir das stolze Alter meiner Eltern erreichen, dann haben wir bis heute noch nicht einmal die Hälfte dessen erreicht, was wir in Gemeinsamkeit erzielen möchten.

Die Legende von Aang

Die Legende von Aang (Originaltitel: The Last Airbender) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2010. Regie führte M. Night Shyamalan, der auch das Drehbuch schrieb und als Produzent fungierte. Der Film ist eine Realverfilmung des „ersten Buches“ der Fernsehserie Avatar – Der Herr der Elemente und lässt sich den Genres des Action- und Fantasyfilms zuordnen.

Es war seine Aufgabe, das friedliche Zusammenleben der vier Stämme Luft, Wasser, Erde und Feuer zu gewährleisten. Doch nun ist der Avatar bereits seit mehr als 100 Jahren spurlos verschwunden. Seitdem versucht die Feuernation unter Führung des Feuerlords Ozai (Cliff Curtis), die anderen Völker zu unterjochen. Beim Trainieren ihrer Fähigkeiten stößt die Wasserbändigerin Katara (Nicola Peltz), die wie alle Bändiger ihr Element beliebig formen und so auch als Waffe einsetzen kann, auf einen kleinen, in einer Luftblase eingeschlossenen Jungen. Es ist Aang (Noah Ringer), der letzte verbliebene Luftbändiger und wiedergeborene Avatar. Einst vor seiner großen Verantwortung geflohen, will er es diesmal besser machen und seiner Aufgabe gerecht werden. Doch dafür muss er zunächst seine Ausbildung beenden und neben seinen Luft-Fähigkeiten auch noch das Bändigen der Elemente Wasser, Erde und Feuer erlernen. Das wiederum wollen Feuerlord Ozai und sein verstoßener Sohn Prinz Zuko (Dev Patel), der erst wieder am väterlichen Hof auftauchen darf, wenn er den Avatar in seine Gewalt gebracht hat, mit allen Mitteln verhindern…

aus: filmstarts.de


Die Legende von Aang | Deutscher Kino-Trailer #1-3 HD

Da meine beiden Söhne die dem Film zugrunde liegende Zeichentrickserie kennen, wollten sie natürlich auch gern die Realverfilmung sehen, die jetzt auf DVD Die Legende Von Aang erhältlich ist.

Meine Söhne fanden die Tricks im Film ganz gut, waren aber vom Film selbst nicht so begeistert: Bollywood (der Regisseur ist indischer Herkunft)! Besonders die Schauspielleistungen und Ausstattung der Hauptdarsteller empfanden sie als wenig überzeugend. Dem kann ich mich nur anschließen. Die US-amerikanische Avatar-Serie war an das historische Ostasien angelehnt und ließ sich von japanischen Animes inspirieren. Von daher war das erste, was mich verwunderte, dass so viele Weiße in den Hauptrollen agierten. „Avatar ist asiatisch – Wieso aber nicht das Casting?“, fragten dann auch die Kritiker und gingen sogar soweit, dem Regisseur Rassismus vorzuwerfen, was ich für etwas überzogen halte.

Nun es ist ein durchaus märchenhafter Film, der von Gut und Böse handelt, und der Avatar ist eine Erlöserfigur, die christliche und buddhistische Elemente vereint. Und wie so oft im Märchen, sind die Figuren auch in diesem Film sehr statisch angelegt. Die meist hölzernen Dialoge sind dafür ein Beleg. Und die Stationen der Reise sind extrem episodisch angelegt, sodass der Film andauernd ohne jede Zwischensequenz von einem Ort zum nächsten springt. So drängt sich viel Geschehen in die gut 90 Minuten und lässt die Charaktere kaum zur Entwicklung kommen. Trotzdem kann man dem Film einen gewissen Charme nicht absprechen. So sind Märchenfilme eben.

USB-Adapter für den externen Anschluss von internen Festplatten

An anderer Stelle habe ich bereits ausführlich beschrieben, wie man mit USB- bzw. USB2-Adapter intern im PC verbaute Festplatten auch extern an den Rechner anschließen kann. Das wird nämlich dann interessant, wenn man sich einen neuen Rechner (z.B. auch ein Notebook) kauft, aber noch viele Daten auf den Festplatten des alten Rechners hat. Und überhaupt: Auch die alten Festplatten will man vielleicht nicht unbedingt auf den Müll werfen …

Neben solchen USB-Adaptern, mit denen man solche Festplatten extern weiter nutzen kann, gibt es inzwischen auch Docking Stations, in die man die Festplatten nur noch einstecken muss. Hier eine Auswahl an Möglichkeiten: USB2-Adapter für interne Festplatten

Songs Around the World

Was verbindet mehr die Menschen als Musik. Da gibt es ein Projekt, das Musiker aus aller Welt vereint: Playing for Change – und in einem Video sehen wir u.a. den leider viel zu früh verstorbenen Bob Marley mit seinem Sohn Stephen mit Musikern aus Afrika, Europa und Asien – eine musikalische Reise durch Zeit und Raum mit dem Redemption Song:


Songs Around the World: Redemption Song

Natürlich gibt es das auch auf CD bzw. DVD Songs Around the World zu kaufen. Ein zweites Album erscheint voraussichtlich im Mai.