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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

40 Jahre Mondlandung (Start)

Vor 40 Jahren ging von der bemannten Raumfahrt eine Faszination aus, die heute kaum nachvollziehbar ist. Zum einen waren die Menschen im Jahre 1969 durch die Medien (an ein Internet war nicht zu denken) noch nicht so reizüberflutet, zum anderen stand da im Juli ein Ereignis bevor, dass bis heute einzigartig ist: die bemannte Landung auf dem Mond!

Heute vor 40 Jahren, am 16. Juli 1969, startete die US-Mondmission Apollo 11. Vier Tage später betraten Neil Armstrong und Edwin Aldrin Mondboden. Doch bereits der Start der Saturn V-Rakete wurde zu einem bewegenden Menschheitsereignis.

40 Jahre Mondlandung

Apollo 11 startete am 16. Juli 1969 um 13:32:00 UTC von Cape Canaveral, Florida und erreichte zwölf Minuten später planmäßig die Erdumlaufbahn. Nach anderthalb Erdumkreisungen wurde die dritte Raketenstufe erneut gezündet. Sie brannte etwa sechs Minuten lang und brachte das Apollo-Raumschiff auf Mondkurs.

Themenbereich bei zdf.de: 40 Jahre Mondlandung

Bilderserie 40 Jahre Schritte auf dem Mond
Video Doku: Aufbruch ins All

Nackt gegen den Ruin

Im Kampf gegen den drohenden finanziellen Ruin geben die Fußballerinnen des schwedischen Erstligisten Kristianstad FF wortwörtlich ihr letztes Hemd. Mit einem Mannschafts-Nackfoto ohne Trikots, handgemalten Nummern auf dem Rücken und erhobenen Händen machen die Spielerinnen auf die brenzlige Situation aufmerksam. Die Lage in Kristianstad ist kein Einzelfall in Schwedens Nationalliga Allsvenskan. Mehrere Klubs befinden sich in Existenznot. Der Verband zeigt sich unbeeindruckt und droht: Wer bis 31.August nicht schuldenfrei ist, bekommt keine Lizenz für die kommende Saison.

Kristianstad FF - Nackt gegen den Ruin

Der Witzableiter (8): So komisch wie ein Lexikon

Fortsetzung von: (7): Im Kopf, wo es blitzt

Im 8. Teil von Eike Christian Hirschs Kolumne „Der Witzableiter“, die 1984 im ZEITmagazin erschien, kommen wir diesmal vom „Wortwitz“ zum „Gedankenwitz“, der sich oft aus einer „paradoxen“ Definition ergibt. Mancher Witz krönt sich so zum Aphorismus, einer eigenen literarischen Gattung.

Feldwebel: „Huber, wie können Sie es wagen, die Naturwissenschaftler auf eine so falsche Fährte zu locken. Die Herren suchen das Riesenfaultier in Südamerika, und Sie drücken sich hier in der Kaserne herum.“

Der Kern dieser Beschimpfung ist eine Definition, eigentlich sogar nur das Wort Faultier. Das scheint für einen Witz zu reichen. Und weil wir hier nach den einfachsten Baumustern für einen Witz suchen, ist uns diese Einsicht willkommen: Eine Definition reicht. „Was heißt hier Schlagerstar“, sagt der Produzent verächtlich, „ bei uns wird doch schon auf Platte genommen, wer einigermaßen gesund husten kann.“

Nicht jede Definition freilich ist ein Witz, sonst wäre nichts so komisch wie ein Lexikon. Ein bißchen Pfiff muß auch dabeisein, zum Beispiel Bosheit. „Hör mal, Anne“, sagt die Freundin, „dein Mann erzählt, er führe ein Hundeleben.“ „Stimmt“, bestätigt Anne, „er kommt mit schmutzigen Füßen ins Haus, macht es sich vor dem Ofen bequem, knurrt herum – und lauert aufs Essen.“

Eine zugespitzte und etwas verblüffende Auslegung des Wortes Hundeleben, fertig ist der Witz. Doch halt, ein bißchen Einkleidung ist meist noch drumherum, wie bei den „eingekleideten“ Mathematikaufgaben. Etwa so: „Mami“, fragt die kleine Tochter, „bekomme ich später auch einen Mann?“ „Natürlich, wenn du artig bist.“ „Und wenn ich nicht artig bin?“ „Dann bekommst du viele Männer.“

Man könnte sich die Pointe auch ohne Einkleidung, also ohne Dialog denken, einfach als Bonmot oder als Aphorismus. Da klingt das dann uneingekleidet so: „Wenn die Männer in die Jahre kommen, wo sie keine schlechten Beispiele mehr geben können, fangen sie an, gute Ratschläge zu geben.“ Auch eine Definition und darum formal kein Witz.

Das wirklich funktionierende Teil in einem Witz, der springende Punkt sozusagen, ist oft nur ein einziges Wort. Hier zum Beispiel: Die flotte Elvira zum Hausmeister: „Ich brauche noch fünf Schlüssel für mein Appartement.“ „Sollten wir da nicht besser gleich eine Drehtür einbauen?“ Mit dem einen Wort Drehtür definiert der Hausmeister den Wunsch der Mieterin. Knapper kann eine Pointe kaum sein.

Witzableiter (8)

Vom Berliner Witz sagt man, daß er sich besonders gern in knappen Definitionen ergeht („Du hast’s gut, du bist doof“) und ebenso kurz wie aggressiv ist. Als die U-Bahn plötzlich bremst, muß sich Bolle an einem Fahrgast festhalten. „Mensch“, sagt der, „ick bin doch keen Laternenpfahl!“ „Det stimmt“, meint Bolle, „dafür sind Se oben nich helle jenuch.“

Was macht diese Definitionen komisch, ist es die Bosheit? Nicht unbedingt, was vielleicht dieses Beispiel zeigen kann: Oliver soll zur Oma in die Ferien fahren. „Hast du auch deinen Waschlappen eingepackt?“ fragt die Mutter. „Waschlappen?“ fragt Oliver, „ich denke, ich fahre in die Ferien.“ Das ist nun nicht boshaft, sondern rührend. Worin liegt dann die Komik? Was diese Formulierung witzig macht, ist wohl eher Widersinn. Sie sind paradox. Die Bezeichnungen „Riesenfaultier“ oder „Drehtür“ sind überzogen; das Wörtlichnehmen der Bilder „Laternenpfahl“ oder „Hundeleben“ ist verblüffend und verrückt. Am deutlichsten wird das wohl in den Worten „gesund husten können“. Das ist fast ein Selbstwiderspruch. Aber nur fast. Es ist eher paradox.

Und nun wollen Sie sicherlich wissen, was ich denn für einen Unterschied zwischen Widerspruch und paradox mache. Doch, da gibt es einen. Im Paradox ereignet sich zwar auch ein harter Zusammenstoß, aber sozusagen nicht frontal. Die Begegnung erweist sich als fruchtbar, und sie kann unseren Blick erweitern. „Gesund husten“ ist doch eine etwas bizarre, aber durchaus kreative Bezeichnung für die raue Sangesart des Rock. Und Ferien als „Ferien vom Waschzwang“ ist doch auch nicht nur verrückt. Eben. Und damit ist schon fast alles über den Witz gesagt.

Die Spontisprüche an den Betonwänden – auch sie definieren – sind manchmal ebenfalls paradox: „Spontaneität will wohl überlegt sein“, zum Beispiel. Oder „Als Gott den Mann schuf, übte sie noch.“ Das gefällt mir sogar besonders gut, weil sich noch eine Überraschung ergibt mit dem „sie“. Und da es gerade um Theologie geht, noch diesen Spruch: „Gott ist nicht tot, er ist gerade beim Wort zum Sonntag eingeschlafen.“ Das ist nun schon fast die platte Wahrheit.

Es wird Ihnen gar nicht aufgefallen sein, daß meine Beispiele diesmal nicht (wie sonst) Wortspiele enthalten haben. Das war Absicht, weil ich Ihnen zeigen wollte, daß bloße „Gedankenwitze“ genauso gut sein können wie Wortwitze.

Die Edelausgabe der paradoxen Definition ist der Aphorismus, den ich zum Schluß wenigstens noch erwähnen will. „Man kann einer Versuchung nur entgehen, indem man ihr erliegt“, das ist vom dekadenten Oscar Wilde. Unsinn mit Tiefsinn. Von Karl Kraus stammt das berühmte Wort gegen seinen Wiener Mitbürger Sigmund Freud: „Die Psychoanalyse ist die Krankheit, für deren Therapie sie sich hält.“

Zu ganzer Größe und Weisheit steigt die Gattung der witzigen Definition auf in diesem Dialog, der anonym überliefert ist: „Alles Unglück kommt von den Juden .“ „Nein, von den Radfahrern.“ „Wieso von den Radfahrern?“ „Wieso von den Juden?“

Eike Christian Hirsch – Der Witzableiter (Kolumne in 25 Teilen)
aus: ZEITmagazin – Nr. 35/1984

[Fortsetzung folgt]

8 ° Ost: Klimahaus Bremerhaven

Klima geht uns alle etwas an. Um mitreden zu können, sollte man aber über die nötigen Informationen verfügen. Das gilt für alle, also auch schon für die Kleinen.

Wer in der Ferienzeit mit seinen Kindern nicht unbedingt wochenlang verreist, kann die Zeit durchaus sinnvoll nutzen. In vielen größeren Städten gibt es Museen und so genannte Science Center, also wissenschaftliche Ausstellungshäuser, die man besuchen kann, und in denen man neben Spannung auch viel Wissenswertes vermittelt bekommt – für Große wie Kleine.

Es ist erst wenige Tage her, da wurde in Bremerhaven das Klimahaus eröffnet. Die rund 18.800 m² große Wissens- und Erlebniswelt greift dabei in vier Ausstellungsbereichen den Themenkomplex Klima und Klimawandel auf.

Klimahaus Bremerhaven

Wer also in Norddeutschland wohnt oder gerade einmal in der Nähe von Bremerhaven ist und nichts Besseres vor hat – ein Blick ins Klimahaus Bremerhaven kann bestimmt nicht schaden. Eintrittspreis für Erwachsene 12,50 € – für Kinder ab 5 Jahre 8,50 € (es gibt auch Familienkarten u.ä.).

Ry Cooder: Paris, Texas

Ich habe mich gefragt, wie ich eigentlich zu Ry Cooder ‚gekommen’ bin. Es war die Musik zu dem Film Paris, Texas aus dem Jahre 1984 von Wim Wenders, mit dem Cooder später weitere Male zusammenarbeiten sollte (Buena Vista Social ClubRy Cooder: The End of Violence).

„Paris, Texas“ ist ein deutsch-französischer Spielfilm, ein in englischer Sprache gefilmtes Drama, u.a. mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Dean Stockwell und Bernhard Wicki. Das Drehbuch schrieb Sam Shepard. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1984, dem neben der Berlinale und den Filmfestspielen von Venedig bedeutendsten Filmfestival, erhielt der Film den Hauptpreis, die Goldene Palme.

Wer den Film kennt, wird sich unweigerlich auch an die Musik erinnern. Cooders Musik mit den einsamen, geradezu spärlichen Tönen auf der Slide-Gitarre gehört zu den Fällen, in denen sich die Musik mit dem Film zu einer gelungenen Symbiose gefunden hat. Da ist der eine Teil ohne den anderen einfach nicht denkbar. Und so sieht man beim Eröffnungsthema von Cooder unwillkürlich diese weiten Ebenen im Westen der USA und Travis (Harry Dean Stanton), wie er sie durchwandert; und jedes Mal, wenn man z.B. ein Standfoto aus dem Film sieht, hört man die Musik von Ry Cooder.

Ry Cooder: Paris, Texas

Der Eingang zum Hauptthema zu Paris, Texas besteht nur aus wenigen Tönen. So schlägt Cooder eine Saite an, gleitet mit dem Bottleneck (auch Slide-Bar genannt) kurz einen Halbton höher und gleich wieder zurück auf einer Gitarre, die in offener Stimmung in D-Dur gestimmt ist (D – A – D – F# – A – D). Das ist minimalistisch und passt doch ungeheuerlich zu den kargen Bildern des Films.

Damals, als ich den Film zum ersten Mal sah, hat mich die Musik wohl mehr fasziniert als der Film selbst (oder es war das beschriebene Zusammenspiel von Film und Musik), sodass ich mich weiter umhorchte und mir so nach und nach die eine und andere Scheibe von Ry Cooder zulegte. So ‚kam’ ich also über diesen Soundtrack zu dem Meister der Slide-Gitarre.

Hörbeispiele – Ry Cooder: Paris, Texas

Der Film selbst ist „eine filmästhetisch bestechende und emotional mitreißende Synthese aus publikumswirksamem Genrefilm und europäischem Autorenkino als realistisches Amerikabild, Road Movie, Liebesgeschichte und mythische Allegorie gleichermaßen glaubhaft und faszinierend.“ (Lexikon des internationalen Films)


Paris, Texas (1984)

siehe auch Paris, Texas – Trailer (Deutsch)
siehe auch World of Soundtrack: Ry Cooder

Der Witzableiter (7): Im Kopf, wo es blitzt

Fortsetzung von: (6): Ein Gemisch wird verdichtet

Des Witzes Knalleffekt ist dessen Pointe. Wer die verpasst oder nicht begreift, dem ist ein Witz kein Witz. Aber lesen wir, was Eike Christian Hirsch im 7. Teil seiner Kolumne „Der Witzableiter“, die 1984 im ZEITmagazin erschien, dazu zu sagen hat.

Ulli spricht eine dufte Biene auf der Straße an: „Wohin auf den hübschen Beinen?“ „Ins Kino“, ruft sie, „wenn nichts dazwischenkommt.“ Kuno Fischer, wir kennen ihn schon (vor hundert Jahren Philosophieprofessor in Heidelberg), hat vom Wortspiel gesagt, es habe „nicht bloß zwei Bedeutungen, sondern zwei Gesichter, das eine ist Maske, das andere das wahre Gesicht; jenes sieht harmlos aus, dieses hat den Schalk im Nacken“. Noch ein Beispiel?

Zwei Studentinnen treffen sich nach dem Karneval. „Bin ich froh, daß die Tage vorbei sind“, sagt die eine. Erwidert die andere: „Ich wäre froh, sie kämen wieder.“ Anspielungen durch Doppelsinn kommen immer da vor, wo Tabus herrschen, deswegen finden sie sich auf sexuellem Gebiet und in Diktaturen. Warum bekommen verdiente Beamte den Führer als Büste und nicht als Bild? Weil sie sonst nicht wissen, ob sie ihn aufhängen oder an die Wand stellen sollen.

Wer eine Anspielung geboten bekommt, muß aufpassen, daß er sie versteht. Schließlich sind Witze darin mit dem Rätsel verwandt, daß man die Lösung finden muß. Ein junger Anwalt trifft einen ebenfalls noch jungen Arzt. „Wie geht es Ihnen?“ „Gut, ich kann nicht klagen. Und Ihnen?“ „Schlecht, ich kann nicht klagen.“

Zur Technik solcher Wortspiele ist kaum mehr viel zu sagen. Um so mehr lockt uns hier die Aufgabe herauszufinden, wie die Verständnisarbeit des Hörers funktioniert. Das Thema ist ja auch dran, denn das letzte Mal haben wir über die Witzentstehung nachgedacht. Sie werden nun vielleicht erwarten, daß ich mich auch diesmal an Sigmund Freud orientiere. Aber das ist nicht so. So treffend er die andere Seite (die Witzentstehung) beschrieben hat, so sehr hat er die Rolle des Witzhörers verkannt. Er meinte nämlich, daß der Zuhörer „die Lust des Witzes mit sehr geringem Aufwand erkauft. Sie wird ihm sozusagen geschenkt“. Sogar Theodor Reik, Freuds Schüler und dem Meister sonst sehr ergeben, wagte hier eine Korrektur: der Witz werde dem Hörer nicht geschenkt, „sondern nur unter dem Selbstkostenpreis verkauft“. Damit ist die Mitarbeit des Zuhörers aber immer noch unterschätzt. Vielleicht möchten Sie das einmal im Selbstversuch nachprüfen an Hand dieser Geschichte:

Ein Gardeoffizier, jung, arm, aber schneidig, bemüht sich um die Gunst einer Schönheit im Garnisonsstädtchen, die, sagen wir mal, als zugänglich gilt. Doch sie weist ihn ab mit den Worten: „Mein Herz ist schon vergeben.“ Da erwidert der Leutnant: “So hoch hatte ich eigentlich auch nicht gezielt“.

Witzableiter (7)

Nun, wie ist es Ihnen ergangen? Ich glaube, Sie fühlen sich, als hätten Sie selbst die treffende Bemerkung gemacht. Zu Recht sagt Arthur Koestler, der Zuhörer müsse „den Vorgang der Erfindung des Witzes bis zu einem gewissen Grade wiederholen, ihn in seiner Phantasie neu schaffen“. Was ist ein Junggeselle? Das ist einer, dem zum Glück die Frau fehlt. Wenn man es verstanden hat, war man selbst geistvoll.

Wir wissen schon, daß Freud der Ansicht war, nicht nur beim Wortlaut des Witzes herrsche das Prinzip der Ersparung, sondern auch die Lust des Hörers stamme aus Ersparung. Dagegen haben sich viele gewandt, auch Helmuth Plessner, ein deutscher Anthropologe, dessen Buch über „Lachen und Weinen“ in der Emigration erscheinen mußte. Er rechnet vor, daß die Sparsamkeit in Worten nur dazu führt, daß der Hörer mehr Aufwand treiben muß, um den Witz zu verstehen. Wo liegt dann aber die Quelle für die Lust an dieser Technik der Verkürzung?

Von der bekannten Schauspielerin wird gesagt, sie halte sich zwei Hausärzte. Den einen rufe sie, wenn sie was hat; den andern, wenn ihr was fehlt. Falls Sie an dieser Anspielung Freude gehabt haben sollten, möchte ich Ihnen auf den Kopf zusagen, daß sie sich weniger über ein Geschenk (oder einen billigen Kauf) gefreut haben als über eine eigene Leistung. Der Witz, dessen Wortlaut ja immer unvollständig und bloß andeutend ist, wurde erst in Ihrem Kopf fertig! „Was haben ein BH und ein Pullover gemeinsam?“ „Das eine hält, was der andere verspricht.“

Auch hier sind Sie von einer Wortbedeutung zur anderen geschwebt, haben ein Kunststück vollbracht und können stolz auf sich sein. Zu Recht spricht Arthur Koestler von der „Befriedigung, daß man schlau genug ist, um die Pointe zu erfassen“. Ich möchte sogar noch weiter gehen. Wir verstehen nicht nur. Ich glaube, wir fühlen uns, als seinen wir diejenigen, die den Witz gemacht hätten. Was ja auch halbwegs stimmt, denn wo hat es denn geblitzt? In unserem Kopf!

Für diese Ansicht, unsere Lust sei der Stolz auf eine Leistung, habe ich Unterstützung bei Theodor Reik gefunden, der schreibt, beim Verstehen übernähmen wir die Leistung des Witzerzählers und identifizierten uns mit ihm. So ist es wohl. Schließlich erhalten wir den Witz ja nur als eine Art Halbfertig-Produkt, das wir selbst erst vollenden. Wir machen nur das Finish, aber sind glücklich, als seinen wir die Erfinder.

Beim Familienausflug merkt die Mutter, daß das junge Ehepaar verschwunden ist. Sie fragt ihren Mann: „Was werden die Kinder wohl machen.“ „Nachkommen“, brummt er.

Eike Christian Hirsch – Der Witzableiter (Kolumne in 25 Teilen)
aus: ZEITmagazin – Nr. 34/1984

[Fortsetzung folgt]

Biografien en masse

Wofür ist das Internet besonders geeignet, wenn nicht als Nachschlagewerk. Wer für seine Recherche Daten zu gewichtigen Personen benötigt, der findet die Antwort vielleicht in einem neuen Biografie-Portal, das gleich vier wichtige wissenschaftlich fundierte Nachschlagewerke zusammenfasst und online verfügbar macht. Hierzu gehören die „Allgemeine Deutsche Biographie“ (ADB) und ihr Nachfolger, die „Neue Deutsche Biographie“, die als historisch-biographisches Grundlagenwerk den Zeitraum vom frühen Mittelalter bis nahe an die Gegenwart erfasst. Ebenfalls mit von der Partie sind zwei weitere wichtige Werke, nämlich das „Österreichische Biographische Lexikon 1815 -1950“ (ÖBL) sowie dessen Schweizer Gegenstück, das „Historische Lexikon der Schweiz“ (HLS). Auf diese Weise sind rund 120.000 Biographien online abrufbar.

Einzigster Wermutstropfen: Biografien von noch lebenden Personen sucht man hier vergebens.

siehe zdf.de: 120.000 Biographien online abrufbar

Weiter auf Tour

Seit dem Wochenende rollt wieder das Peloton auf Frankreichs Straßen. Der Welt größtes Fahrradrennen, die Tour de France, wurde mit rund 180 Fahrern auf den Rundkurs geschickt. Und entgegen früheren Ankündigungen, senden ARD und ZDF weiterhin ausführlich (im Fernsehen und im Internet sowieso) von der Tour. Längst wollte man wegen der vielen Doping-Skandale aus ‚dem Geschäft’ aussteigen. Angeblich bestehen langfristige Sendeverträge. So bleibt die Tour auf Sendung.

Die Tour hat viele Gesichter. Der Strapazen wegen nannte man sie lange Zeit die Tour der Leiden. Zuletzt ist sie aber zu einer Tour de Dopage verkommen – zu einer Tour des Betrugs durch Doping. War es 2006 noch der Amerikaner Floyd Landis, der dank Testosteron als Sieger in Paris einfuhr (und nach langen Verhandlungen dann doch disqualifiziert wurde), so war es im letzten Jahr besonders EPO, ein Hormon, das die Bildung roter Blutkörperchen anregt, mit dem einige Fahrer ihre Leistungsfähigkeit verbesserten, wenn auch unerlaubter Weise.

Bei der jetzigen Tour spaltet besonders der Name Lance Armstrong, des siebenfachen Toursiegers, die Gemeinde, wurde ihm nachträglich Doping vorgeworfen und startet er jetzt in einem Comeback für den skandalumwitterten Rennstall Astana aus Kasachstan.

Tour de France 2009 - Lance Armstrongs Comeback

Die Tour de France und Doping sind leider immer im Zusammenhang zu sehen. Ein wirklich sauberer Radsport scheint unmöglich geworden zu sein. Der Name Armstrong trägt sicherlich nicht dazu bei.

siehe auch Bildergalerie bei sueddeutsche.de: Die „lustigsten“ Doping-Ausreden

Saisonvorbereitungen auf der Insel

Die Vorbereitungen auf die neue Fußball-Saison 2009/2010 sind bei Werder Bremen bereits im vollen Gange. Wie in den letzten Jahren so trainiert die Mannschaft wieder auf der Nordsee-Insel Norderney.

Man darf gespannt sein, wie die Bremer den Abgang von Diego verkraften werden. Mesut Özil soll in seine Fußstapfen treten und das offensive Mittelspiel dirigieren. An seiner Seite steht Marko Marin bereit, der für 8,2 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach an die Weser wechselte. Viel Geld für einen noch so jungen Mann. Für den Sturm hat man sich den auch noch jungen Bolivianer Marcelo Moreno Martins von Schachtar Donezk ausgeliehen. Er soll wahrscheinlich Claudio Pizarro ersetzen, der zum FC Chelsea nach London.zurückkehrt. Allerdings könnte es doch noch sein, dass man Pizarro halten wird. Man ‚bemüht’ sich weiter intensiv um ihn.

Werders 'neue' Kleider: Trikots 2009/2010

Die Gerüchteküche brodelt weiterhin auf höchster Kochstufe. So möchte Tim Borowski offensichtlich gern zurück zu Werder, da die Bayern kein Interesse mehr an ihm zeigen. Das sollte dann aber ablösefrei über die Bühne gehen, denn die Bremer werden wohl kaum für einen Spieler Geld auf den Tisch legen, den sie kostenfrei hergegeben hatten. Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, dass der Brasilianer Ibson vom FC Porto nach Bremen wechselt, dann würde es mit Borowski aber kaum etwas werden. So viele Mittelfeldspieler braucht man an der Weser nun wieder nicht (obwohl ein defensiver Mann als Ersatz für Frank Baumann sicherlich nicht schaden würde). Ach, ja: Carlos Alberto soll sich ja auch wieder an der Weser einfinden.

Werder Bremen setzt also weiterhin auf Jugend, wenn es um neue Spieler geht. So wechseln immerhin drei Spieler aus den eigenen Jugend in das Profi-Kader. Sicherlich lässt sich ein Mann wie Diego nicht von heute auf morgen ersetzen. Aber ich denke, Thomas Schaaf (Trainer) und Klaus Allofs (Geschäftsführer) tun gut daran, die bisherige Strategie fortzusetzen. Ich glaube, dass der SV Werder Bremen wieder ein gutes Team zusammenbekommt, das auch in der Bundesliga wieder weit vorn mitspielen wird.

Und wie sieht es bei den anderen Vereinen aus?

Bei den Bayern in München hat man die Abgänge von Lukas Podolski (zurück zum 1. FC Köln), Mats Hummels (frisch gebackener U21-Europameister zu Borussia Dortmund), und Ze Roberto (zum HSV) in einem erneuten Kaufrausch mit Spielern wie Mario Gomez (für 30 Millionen Euro der teuerste Transfer eines deutschen Spielers – zu viel nach meinem Geschmack), Anatoly Tymoshchuk, Edson Braafheid und Danijel Pranjic kompensiert. Mit diesen Verstärkungen und dem neuen Trainer Louis van Gaal dürfte die Erwartungshaltung noch größer sein als vor einem Jahr, als Jürgen Klinsmann die Mannschaft übernahm (und dann kläglich scheiterte). Bleibt nur die Frage, was aus Franck Ribery wird. Geht er oder geht er nicht zu real Madrid? Im Augenblick sieht es so aus, als bliebe er den Bayern noch eine Saison erhalten.

Den spektakulärsten Trainerwechsel gab es wohl mit Felix „Quälix“ Magath von den Wölfen zum FC Schlacke, sorry: Schalke 04. Und dort räumte der ‚gute’ Mann gleich auf: In seiner kompromisslosen Art sind allerdings nicht die Spieler der Königsblauen, sondern ein Teil der bisherigen Angestellten die Leidtragenden. Spektakuläre Spielertransfers haben die Gelsenkirchener bisher noch nicht zu bieten. Aber es bleibt ja noch etwas Zeit.

In Werders räumlicher Nachbarschaft finden wir den HSV. Nachdem Martin Jol überraschend sein Traineramt aufgab und Dietmar Beiersdorfer, der sportliche Leiter, seinen Stuhl vor die Tür gestellt bekam, schien sich in Hamburg alles in Chaos aufzulösen, zumal jeder zweite Spieler den Verein verlässt. Aber jetzt vermelden die Hamburger doch die ersten Neuzugänge, u.a. Ze Roberto (von den Bayern), mit 35 Jahren ein Routinier, aber eben kein junger Mann mehr.

In Hoffenheim greift inzwischen Mäzen Hopp doch tiefer in die Tasche, als er es eigentlich wollte, und leistet sich nach den Bayern die höchsten Investitionen. Bei den anderen Vereinen hält sich alles (bisher) im erträglichen Rahmen.

Bis Ende August bleibt den Vereinen noch Zeit, ihre Kader zu komplettieren. Bereits am 7. bzw. 8. August beginnt dann aber die neue Bundesligasaison und eine Woche zuvor geht der DFB-Pokal in die erste Hauptrunde. Soviel Zeit ist es bis dahin dann doch nicht mehr …

siehe auch zdf.de: Bundesliga-Klubs bevorzugen Talente statt Stars

Der Witzableiter (6): Ein Gemisch wird verdichtet

Fortsetzung von: Der Witzableiter (5): Ein Spiel mit Worten

Kommen wir heute zu Teil 6 von Eike Christian Hirschs Kolumne „Der Witzableiter“, 1984 im ZEITmagazin erschienen, und erfahren etwas über die Herkunft des Witzes aus dem Unbewussten und wie er dem Charakter eines ungewollten Einfalls entspricht.

Zwei Freunde treffen sich. „Was sehe ich an deiner Hand, hast du geheiratet?“ „Ja, Trauring, aber wahr!“ Jeder Witz ist, seiner Form nach, zu knapp erzählt; er überläßt dem Hörer wenigstens einen Schritt zur Mitarbeit. Diese Verknappung kann man selten so deutlich sehen wie an den Mischbildungen. Lenin hatte einen Radikahlschädel. Als Bundeskanzler Schmidt abgewählt war, die SPD aber in Hamburg bei der Landtagswahl siegte, sprachen die Grünen erklärend von einem Schmidtleidseffekt. Verknappung ist oft als die auffallendste Technik des Witzes beschrieben worden. Man nennt das auch „Verdichten“.

Auf einer Party versucht ein Gast, seine Rachenbeschwerden dem bekannten Hals-Nasen-Ohren-Arzt vorzustellen, der sich aber ständig der kostenlosen Konsultation zu entziehen sucht. Als einem weiteren Gast die Sache zu dumm wird, ruft er dem Professor zu: „Nun schauen Sie ihm doch schon in den Geizhals!“ Der jüdische Witz brillierte oft mit solchen Mischwortbildungen. Leopold Jessner, Generalintendant in Berlin und sehr empfindlich hatte den Spitznamen Mimoses.

Heinrich Heine läßt einen Hühneraugen-Operateur sagen, Baron Rothschild sei zu ihm „ganz famillionär“ gewesen, ein Wortspiel, das sich durch alle Witztheorien zieht und in diesem Jahr sogar die Plakatwände erreicht hat – als Werbegag für ein millionenfach verkauftes Familienauto. Als sich zu Beginn dieses Jahrhunderts in Wien viele Juden in der Votiv-Kirche taufen ließen, sagte man, dem dortigen Meßdiener steige schon die „Schammesröte“ ins Gesicht (der Schammes ist der Synagogendiener).

Kurz und knapp ist der Witz mit vielen Mitteln zum Beispiel auch dann, wenn er nur darauf verzichtet, ein Wort zu wiederholen. Als der Arzt mit seiner Frau spazierengeht, lächelt ihn eine aufgedonnerte Schöne vertraulich an. „Die kenne ich aus dem Beruf“, erklärt der Arzt eilig. Fragt seine Frau zurück: „Aus deinem oder aus ihrem?“ Oder die Technik besteht doch darin, einem harmlosen Wort eine tiefere Bedeutung beizugeben: „Acht Jahre waren meine Frau und ich die glücklichsten Menschen.“ „Und dann?“ „Dann haben wir uns kennengelernt.“

Es ist auffallend und nicht leicht zu verstehen, warum eine solche Verkürzung zum Witz gehört. Warum muß derjenige, der den Witz macht, sich so sparsam ausdrücken – und warum kann der Witzhörer nur lachen, wenn er eine Bemerkung hört, die er selbst erst vervollständigen muß? Damit sind wir zum ersten Mal an ein zentrales Problem der Witztheorie geraten. Fragen wir uns zunächst: Wie entsteht der Witz spontan im Kopf dessen, der eine witzige Bemerkung macht? Wenn zum Beispiel der Chef fragt: „Ist eigentlich auf unsere letzte Mahnung etwas von Schulz und Krause eingegangen?“ und der weibliche Lehrling antwortet: „Ja, die ganze Firma.“ Was ist da passiert?

Witzableiter (6)

Freud hat eine glänzende Beschreibung davon gegeben; wer auch nur einmal selbst einen spontanen Witz gemacht hat, wird sich darin wiederfinden können. „Der Witz hat in ganz hervorragender Weise den Charakter eines ungewollten Einfalls. Man weiß nicht etwa einen Moment vorher, welchen Witz man machen wird … Man verspürt vielmehr etwas Undefinierbares, das ich am ehesten einer Absenz, einem plötzlichen Auslassen der intellektuellen Spannung vergleichen möchte, und dann ist der Witz mit einem Schlage da, meist gleichzeitig mit einer Einkleidung.“ Zwei Ideen werden gemischt, verdichtet und explodieren.

Der Witz komme (anders als Humor und Komik) aus dem Unbewußten, meint Freud. Übrigens hat Freud gerade das nicht als erster gesagt; dafür konnte er sich auf den Münchner Psychologen Theodor Lipps berufen, den er auch sonst anerkennend rühmt.

„Sag mal, kennst du den Mike?“ „Klar, dem hab’ ich doch gerade fünfzig Mark geliehen.“ „So? Ich dachte, du kennst ihn.“

Einen Witz „macht“ man eigentlich nicht, er geschieht. Freud sagte, man lasse den Grundgedanken fallen, „der dann plötzlich als Witz aus dem Unbewußten auftaucht“. Sein Schüler Theodor Reik verglich die Witzbildung mit „der Durchfahrt eines Eisenbahnzuges durch einen Tunnel“. Nach Arthur Koestler entsteht der Witz, „indem man sozusagen ‚wegdenkt’ und die Aufmerksamkeit auf einen Grundzug der Situation verschiebt, den man früher ignoriert hat.“ Als bescheidenes Beispiel mag dies gelten: Zu Beginn der Hitlerzeit trifft Parteigenosse Müller seinen alten Nachbarn Kohn und sagt neckend: „Heil Hitler!“ Antwortet Kohn: „Bin ich Psychiater?“

Die Annahme eines Unbewußten, die uns heute so selbstverständlich ist, war zu Freuds Zeiten noch heftig umstritten. Volkes Stimme meldete sich in einem Buch über den Witz, das 1920 erschien und an dem nur der Name des Autors originell ist: Sophus Hochfeld. Dieser deutsch denkende Mann meinte, ein Unbewußtes brauche er nicht. „Ich sehe z.B. eine Diakonisse daherkommen“, erzählt er, „und wehre dem Lamento meines Begleiters über den mühseligen Beruf der alleinstehenden Frau mit dem Worten: ‚Aber, was willst du? Sie ist ja unter die Haube gekommen.’ Anlaß zum Witz wurde die blendend weiße Haube auf dem Köpfchen der Samariterin.“ Stolz fügt Sophus Hochfeld hinzu: „Ich brauche wirklich nicht ins Unbewußte zu tauchen.“

Nein, dazu wirklich nicht.

Eike Christian Hirsch – Der Witzableiter (Kolumne in 25 Teilen)
aus: ZEITmagazin – Nr. 33/1984 (10. August 1984)

[Fortsetzung folgt]

Thomas Mann: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Vor gut vier Jahren hatte ich die „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann erneut gelesen und mich dabei u.a. über die Bezüge des Romans zur Homosexualität ausgelassen. Da dieser Tage der Film im Fernsehen zu sehen war und ich ihn aufgezeichnet habe, griff ich erneut, zum dritten Male, zum Buch.

Der Roman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ war der letzte aus der Feder von Thomas Mann und erschien 1954, ein Jahr vor Manns Tod. So gibt es auch nur „Der Memoiren erster Teil“. Leser, die Thomas Mann nicht kennen, werden sich zunächst eher schwer tun. Die Sprache Thomas Manns ist reichlich aufgeblasen, zu schwulstig-pompös und manieriert, als dass sie auf Dauer gefallen könnte. Sicherlich ist das in diesem Roman ein Stilmittel, denn Felix Krull entblößt sich auch in seinem schriftlichen Zeugnis als Hochstapler.

Insgesamt finde ich den Roman doch sehr aufschlussreich, da er uns einen Einblick in die alte Kaiserzeit am Ende des 19. Jahrhundert gewährt, denn um diese Zeit spielt der ‚Krull’. Besonders die Ignoranz des Adels, der höheren Gesellschaft gegenüber dem Bürgertum und der Arbeiterschaft tritt hier deutlich zu Tage.

1957 wurde der Roman mit Horst Buchholz in der Titelrolle verfilmt. Regie: Kurt Hoffmann. Aus diesem Film möchte ich die Szene von der Gestellung, d.h. Musterung, des Felix Krull vorstellen. Zur Nachahmung in heutigen Tagen ist dies sicherlich nicht mehr unbedingt zu empfehlen, aber auf jeden Fall ist die Szene sehr amüsant (aus 2. Buch – 5. Kapitel des Romans):


Felix Krull (1957): Gestellung/Musterung

Für Kandidaten auf den Dienst mit der Waffe empfehle ich daher eher Sven Regeners zweiten Roman „Neue Vahr Süd“ aus der „Lehmann“-Trilogie. Interessant sind da besonders die Anmerkungen zum „pazifistischen Dilemma“, wie es einer der Protagonisten des Romans nennt (Herr Lehmann und die Bundeswehr).