Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Meine Digitalfotografie

Ich muss gestehen, dass mich allzu viel technischer Schnickschnack beim Fotografieren nicht so sehr interessiert. Früher hatte ich mit meiner Frau eine Spiegelreflexkamera mittlerer Preisklasse und dazu einige zusätzliche Objektive (z.B. Tele). Analog versteht sich. Und natürlich haben wir die Kamera auch heute noch. Dank Digitalfotografie benutzen wir sie nur nicht mehr.

Unsere erste Digitalkamera kauften wir Ende 2001 für 600 DM (plus 2 x 80 DM für 64 MB Speichereinheiten). Dem damaligen Preis entsprechend war es eine Kleinbildkamera von HP. Sie tut auch heute noch ihre Dienste, ist allerdings technisch längst überholt. Vor knapp zwei Jahren (im Mai 2007) kauften wir uns eine neue Fotokamera beim Versandhandel Quelle – eine Revue DC 80 Superzoom 8,1 Megapixel für 199 € (einschl. 512 MB Speichereinheit SecureDigital) für 199 €. Die Kamera ist baugleich mit der Traveler DC 8600. Normalerweise kauft man Kameras nicht bei Quelle und Co., aber das war damals ein Schnäppchen.

Revue DC 80 - Traveler DC 8600

Natürlich ist das auch noch keine Spiegelreflexkamera. Aber Zoom- und Makrofunktionen sind für das, was wir fotografieren, durchaus ausreichend. Die Frage ist ja immer, was will ich fotografieren. Da ich keine professionellen Ambitionen habe und bisher fast immer das auch so auf den Speicherchip bannen konnte, wie es mir vorschwebte, bin ich mit der genannten Kamera zufrieden.

Ein zweite Frage ist, wofür brauche ich die Fotos. Die Aufnahmen, die ich hier ins Netz stelle, bedürfen selbstredend nicht einer allzu großen Auflösung. Und für den Hausgebrauch sind die Fotos auch mehr als hinreichend. Ansonsten lässt sich mit einer halbwegs brauchbaren Bildbearbeitungssoftware noch einiges aus den aufgenommenen Bildern herauskitzeln. Als Software habe ich Paint Shop Pro und Photo Impact, beides in schon älterer Version. Da ich mich nebenbei eher mit Videobearbeitung beschäftige, bleibt mir nicht ganz so viel Zeit für Bildbearbeitung. Allerdings dürfte ich in den vielen Jahren, in denen ich Bilder bearbeite, mehr als die grundlegenden Kenntnisse erlangt haben.

Nun gibt es im Internet neben vielen Foren auch Websites, die mit Tipps zur Digitalfotografie nicht geizen. Eine dieser Seiten, Foto Howto, offeriert neben diesen auch grundsätzliche Gedanken zur Fotografie. Über digitalkamera.de bekommt man Informationen zu den Fotokameras selbst. Wer suchet, der findet im Internet.

Hier zuletzt ein kleiner Hinweis zu einem Programm, mit dem Diashows für YouTube zu erstellen sind: Diashow 6 für YouTube von aquasoft.de. Möchte man allerdings den vollen Umfang der Software nutzen, dann müssen doch einige Euros auf den Tisch gelegt werden. Ansonsten ist die Software kostenlos. Es lässt sich auch Hintergrundmusik zur Diashow einfügen. Wer wie ich über Videobearbeitungsprogramme verfügt, kann natürlich diese für die Erstellung von Diashows mit Hintergrundmusik nutzen.

Janoschs Traumstunde: Schnuddelbuddel

Beim Aufräumen bin ich auf die inzwischen auch schon zwanzig Jahre alten VHS-Kassetten mit den Geschichten von Janosch gestoßen. 1985 und 1989 wurden seine Kindergeschichten als Janoschs Traumstunde fürs Fernsehen (WDR) produziert. Ich hatte diese damals auf Band ‚gebannt’. In einer Mußestunde (oder Traumstunde) habe ich mich jetzt daran gemacht, einiges davon auf meinen Rechner zu spielen. Neben „Oh, wie schön ist Panama“ sind es die Geschichten von Schnuddel (bzw. Schnuddelbuddel), die besonders meinem Ältesten immer sehr gefallen haben.

Hier nun drei Episoden mit dem kleinen Kobold. Auch als jung gebliebener Erwachsener kann man sich über die liebevoll dargestellten Geschöpfe aus Janoschs Hand amüsieren:


Schnuddel: Wolkenzimmerhaus


Schnuddel fängt einen Hasen


Schnuddel: Hasenmotorantrieb vorn

Und noch mehr aus Wolfgangs Schatzkämmerlein (2)

Wolfgangs musikalische Schatzkammer (Wolfgang ’s Vault) bietet immer wieder neue Konzertaufnahmen aus alten Tagen. Und darunter finde ich natürlich auch für mich (und sicherlich auch Ihr) immer wieder Hörenswertes.

Wolfgang 's Vault

Herbie Mann – Bottom Line (New York, NY) – 1/21/1978

Fleetwood Mac mit Peter Green – Roundhouse Chalk Farm (London, England) – 4/24/1970

Golden Earring – Cobo Arena (Detroit, MI) – 11/3/1974

Ian Dury & The Blockheads – Bottom Line (New York, NY) – 5/2/1978

Weather Report – Karl Marx Theater (Havana, Cuba) – 3/2/1979

Mothers of Invention – Fillmore West (San Francisco, CA) – 11/6/1970

Mahavishnu Orchestra – Barton Hall, Cornell University – 11/29/1973

Das Gitarrenduell: Crossroads – Pakt mit dem Teufel

Es ist eigentlich die alte Geschichte, die wir von Faust her kennen: Ein Mann verkauft seine Seele an den Teufel, um sich einen bisher unerfüllten Wunsch zu erfüllen. Willie, ein schwarzer Bluesharp-Spieler, ist ein alter Mann und lebt in einem Altenheim für Strafgefangene. Eugene ist ein junger Musiker. Beide verbindet die Liebe zum Blues. Auf der Suche nach einem verschollenen Song von Blueslegende Robert Johnson kommen beide zusammen. Willie möchte zurück zu der Wegeskreuzung, an der er als Jugendlicher seine Seele an den Teufel verkauft hatte, um von ihm den Blues zu lernen.

Schließlich gelangen beide zu der Wegeskreuzung, wo sie auf einen Mann namens Legba (Hüter der Wegeskreuzungen aus der Voodoo-Religion) treffen. Willie verlangt von Legba, dass er den Vertrag rückgängig macht, damit er seine Seele retten kann. Dieser bietet ihm einen Wettstreit an. Eugene soll sich mit einem anderen Gitarristen duellieren. Sollte er gewinnen, erlischt der Vertrag mit Willie. Sollte er verlieren, muss auch Eugene seine Seele dem Teufel versprechen.

Es geht um den Film „Crossroads“ aus dem Jahre 1986 in der Regie von Walter Hill. Die Filmmusik stammt (zum größten Teil) von Ry Cooder, der auch schon bei vielen anderen Filme für die Musik verantwortlich zeichnete. Also doch schon wieder Ry Cooder und wieder der Blues (Zu den Wurzeln des Blues).

Der andere (namenlose) Gitarrist ist kein anderer als Steve Vai, der in der 80er Jahren lange Zeit als „Stunt-Gitarrist“ (O-Ton Zappa) bei Frank Zappa spielte und jetzt auch im Projekt „Zappa plays Zappa“ zu sehen und zu hören ist (siehe auch: Nachtrag zur Grammy-Verleihung 2009).

Steve Vai spielte für den Soundtrack beide Gitarrenparts des Duells ein, nur der Slidegitarrenpart wurde von Ry Cooder aufgenommen. Der Schauspieler Ralph Macchio (Eugene) war zwar auch Gitarrist und spielte während der Filmaufnahmen die zuvor aufgenommenen Stücke nach, seine Aufnahmen wurden jedoch nicht verwendet.

Das Stück, mit dem Protagonist Eugene am Ende das Duell gegen den Gitarristen des Teufels gewinnt, ist als Eugene’s Trick Bag berühmt geworden. Bekannt ist vor allem das Bending (Dehnen der Saite) in die Tonlage eines imaginären 29. Bundes einer Gitarre.

Tabulatur: Eugene's Trick Bag aus Crossroads

(wenn es mit dem Bending nicht klappt, soll man beim letzten Ton die Saite gegen den Tonabnehmer drücken bzw. „… fretting the string against the bridge position pick-up on a Tele …)


Gitarrenduell aus “Crossroads” 1986 (Steve Vai versus Ry Cooder)

Film-DVD Crossroads – Pakt mit dem Teufel

Musik-CD von Ry Cooder Crossroads

Oh, wie schön ist Panama

Es ist eines der bekanntesten, aber auch eines der schönsten Kinderbücher, die ich kenne: Oh, wie schön ist Panama von Janosch. 1979 erhielt Janosch dafür den Deutschen Jugendbuchpreis. Eigentlich kauft man sich im zarten Alter von Mitte zwanzig Jahren keine Kinderbücher, es sei denn für die eigenen Kinder. Vor dreißig Jahren kam ich aber nicht umhin, das Buch MIR zu kaufen.

1985 und 1989 wurden dann seine Kindergeschichten als Janoschs Traumstunde fürs Fernsehen (WDR) produziert und meine Frau und ich kamen dank Kabelfernsehen in den Genuss die jeweils halbstündigen Traumstunden aufzunehmen und zu sehen. Und als dann unserer beiden Jungen geboren wurden und alt genug waren, so guckten wir gemeinsam manchen frühen Abend die Geschichten vom Tiger und Bären, von Hannes Strohkopf und Lukas Kümmel (man beachte die Vornamen) – und natürlich von Schnuddelbuddel, dem kleinen Kobold.

Beim Aufräumen bin ich jetzt auf die inzwischen auch schon zwanzig Jahre alten VHS-Kassetten mit den Janosch-Geschichten gestoßen und habe mich in einer Mußestunde (oder Traumstunde) daran gemacht, einiges davon auf meinen Rechner zu spielen. Neben „Oh, wie schön ist Panama“ sind es die Geschichten von Schnuddel (bzw. Schnuddelbuddel), die besonders meinem Ältesten immer sehr gefallen haben (hierzu später einmal mehr). Hier zunächst also die Geschichte vom Tiger und dem Bären, die sich auf den Weg nach Panama machen. Ich musste eine kleine Szene von wenigen Sekunden herausschneiden (als die beiden Freunde die Maus nach dem Weg fragen), damit YouTube mit seiner Beschränkung auf 10 Minuten Videolänge befriedigt wurde:


Janoschs Traumstunde: Oh, wie schön ist Panama

Von diesem Video gibt es bei YouTube übrigens auch eine englische Version: The Trip to Panama. Wie es der Zufall so will, sind Ende des letzten Jahres alle 43 Folgen von der TV-Produktion Janoschs Traumstunde auf insgesamt 4 DVDs (Laufzeit: ca. 718 Min – zum Preis vom 35 €) auf dem Markt erschienen. Wer also Appetit auf Janoschs phantasievolle Geschöpfe bekommen hat, hier gibt es viel zu sehen.

Übrigens gibt es von dieser Panama-Geschichte einen abendfüllenden Film, der in Deutschland 2006 entstand, aber von einer amerikanischen Filmfirma vertrieben wurde. Sicherlich mag dieser Film ganz lustig sein (Til Schweiger spricht z.B. den kleinen Tiger) und weitere Janosch-Figuren ‚aufgenommen’ haben. Aber er hat einfach nicht diesen außergewöhnlichen Charme der Vorlage. Und am Ende kommen der Tiger und der Bär auch nicht wieder zuhause an, sondern erreichen tatsächlich Panama. Damit verliert die Geschichte ihre ursprüngliche Botschaft.

Bedrohte Sprachen in Deutschland

Wenn Sprachen sterben, dann verschwindet damit ein kulturelles Erbe – von Gedichten über Legenden bis zu Sprichwörtern und Scherzen. Die häufigsten Gründe für das Aussterben von Sprachen sind wohl Kriege und Vertreibungen. Aber auch Einwanderer, die mit ihren Kindern nur noch die Sprache der neuen Heimat sprechen, um ihnen die Integration zu erleichtern, tragen zu dem Verschwinden bei. Ein wichtiger Grund für das Sterben von Sprachen ist heute die Nivellierung zu einer Standardsprache. Das entspricht einer nationalen „Globalisierung“ (Vereinheitlichung) der Sprache. Dialekte und regionale Sprachen verschwinden zugunsten der Hochsprache (bei uns Hochdeutsch). Heute sind auf unserer Erde etwa 2500 von insgesamt schätzungsweise 6000 Sprachen vom Aussterben bedroht.

Vor einige Tagen nun legte die UNESCO einen „Atlas of the World’s Languages in Danger”, also einen Atlas der bedrohten Sprachen der Welt, vor, der auch interaktiv im Internet aufrufbar ist.

Allein im deutschen Sprachraum sind es 13 Sprachen, die als bedroht gelten. Nordfriesisch und Saterfriesisch zählen zu den am stärksten gefährdeten Sprachen. Aber auch Bairisch, Alemannisch, Ostfränkisch, Niedersächsisch (also, die Sprache, die wir hier Plattdeutsch nennen), Sorbisch und Jiddisch. Zum Helgoländer Friesisch (Eigenbezeichnung Halunder), den auf Helgoland gesprochenen Dialekt des Nordfriesischen, habe ich mich in einem eigenen Beitrag (Bedrohte Sprache: Halunder) etwas ausführlicher geäußert.

Die saterfriesische Sprache oder kurz Saterfriesisch (Eigenbezeichnung: Seeltersk) ist die letzte verbliebene Varietät der ostfriesischen Sprache. Das Saterfriesische wird in der Gemeinde Saterland im Landkreis Cloppenburg nach unterschiedlichen Schätzungen von 1.500 bis 2.500 Menschen gesprochen. Damit handelt es sich um eine der kleinsten Sprachinseln Europas. Während in Ostfriesland und den anderen friesischen Gebieten östlich der Lauwers die ursprüngliche ostfriesische Sprache durch niedersächsische Dialekte ersetzt wurde (Ostfriesisches Platt, Gronings u.a.), überlebte das Saterfriesische als friesische Sprache im Saterland.

Hier als kleines Beispiel eine Textprobe verschiedener Sprachen:

Hochdeutsch: Der Junge streichelte das Mädchen ums Kinn und küsste sie auf die Wangen.
Englisch: The boy caressed the girl round the chin and kissed her on the cheeks.
Saterfriesisch: Die Wänt strookede dät Wucht uum ju Keeuwe un oapede hier ap do Sooken.
Nordfriesisch (Mooring): Di dreng aide dåt foomen am dåt kan än mäket har aw da siike.
Westfriesisch: De jonge streake it famke om it kin en tute har op ‚e wangen.
Ostfriesisches Platt: De Jung straaktde dat Wicht um’t Kinn to un tuutjede hör up de Wangen.
Niederländisch: De jongen aaide het meisje over haar kin en kuste haar op haar wangen.
Niedersächsisch (Niederlande): De jonge strek ‚t dearntje um de kinne en gaf heur een smok.
Ostfälisch (Niedersachsen): De Jung strakele de Deern umt Kinn un gaww öhr een Säuten up de Wangen.

Im Artikel „Hob Ikh Mir A Mantl – Jiddisch für Anfänger“ habe ich auch schon etwas zur jiddischen Sprache ausgeführt.

Übrigens: Für Großbritannien sind z.B. bereits vier Sprachen gemeldet, die als ausgestorben gelten: Norn, das auf den Shetlands und Orkney gesprochen wurde – Gaelg, also das traditionelle Manx der Insel Man – Kernewek, das traditionelle Kornisch und das Alderney-Französisch. – Zur gälischen Sprache gibt in diesem Blog ebenfalls einen kleinen Beitrag.

WilliZ Videoblog

Bei wordpress.com habe ich vor wenigen Tagen ein neues Blog angelegt, in dem ich in erster Linie Videos vorstellen möchte (die meisten werden dabei bei YouTube zu finden sein): WilliZ Videoblog.

Bei wordpress.com kann sich jeder, der will, ein eigenes Blog – kostenlos – erstellen. WordPress.com hostet dabei den Blog. Weitreichende technische Kenntnisse sind nicht erforderlich; über ein so genanntes Dashboard („Armaturenbrett“) erstellt man seine Beiträge und steuert alles Weitere, was für ein Blog wichtig ist.

WilliZ Videoblog

Wer ein Blog selbst bzw. über einen entsprechenden Anbieter für Webspace hosten lassen will, braucht sich nur die entsprechende Websoftware bei wordpress.org herunterladen (alles Wichtige erfahrt Ihr auf deren Website).

Weitere Bockbiere

Fastenzeit, man glaubt es kaum, ist Starkbierzeit, genauer: Doppelbockbierzeit. Biere dieser Gruppe haben in Anlehnung an den ältesten Doppelbock, den Salvator der Paulanerbrauerei München, meist die Endsilben -ator im Namen (Palmator, Optimator, Helyator, Celebrator, Triumphator, Maximator usw.).

Zur Verbreitung des Bockbieres trugen zum großen Teil die Klöster bei, die in den Fastenzeiten, nach dem Motto „Flüssiges bricht Fasten nicht“, dieses besonders süffige und nahrhafte Getränk bevorzugten. Anderswo habe ich gelesen, dass während der Fastenzeit die Einnahme von drei Bissen Brot, drei Schluck Wasser und drei Schluck Bier erlaubt war. Damit die Mönche halbwegs bei Kräften blieben, braute man in dieser Zeit ein besonders gehaltvolles Bier.

Mit Doppelbockbieren aus Klöstern hatte ich mich schon einmal befasst. Letzte Woche nun habe ich meinen bescheidenen Biervorrat wieder einmal auffrischen müssen und habe mir erlaubt, einen gemischten Kasten mit dunklem Doppelbock zu kaufen. So habe ich neben dem bereits genannten Kloster Scheyern Doppelbock mit 7,4 % Vol. Alkohol zwei andere alte Bekannte ausgegraben: das Weltenburger Kloster Asam Bock (6,9 % Vol.) und das hammerharte Gut Mergenthauer Dunkler Doppelbock (8,9 % Vol.) der Privatbrauerei Lauterbach L. Ehnle, also einmal kein Klosterbier.

Weltenburger Kloster

Privatbrauerei Lautenbach

Weltenburger Kloster

Privatbrauerei Lautenbach L. Ehnle

Der Weltenburger Kloster Asam Bock erinnert mit seinem Namen an die genialen Baumeister des Barocks, die Gebrüder Asam. Die Klosterbrauerei Weltenburg ist vermutlich die älteste Klosterbrauerei der Welt (seit 1050), wobei die Brauerei Weihenstephan diesen Titel ebenfalls für sich in Anspruch nimmt. Im Klosterhof befindet sich ein großer Biergarten, in dem die Erzeugnisse der Brauerei ausgeschenkt werden. Das Kloster Weltenburg ist eine Benediktinerabtei in Weltenburg, einem Ortsteil von Kelheim an der Donau.

Das Gut Mergenthauer dunkler Doppelbock wird nach einer Original-Rezeptur seit 1651 gebraut. Es wird nach dem Gut Mergenthau genannt, das bereits seit 1919 von den Großeltern der Brauereibesitzer bewirtschaftet wurde. Dieses wirklich sehr gehaltvolle Doppelbock wird in der Privatbrauerei Lauterbach L. Ehnle, 86647 Lauterbach, gebraut und in Bügelflaschen abgefüllt.

Die Frage nun, wie schmecken diese Biere? Das selbst für ein Bier hochprozentige Gut Mergenthauer dunkler Doppelbock ist das hellste von den drei genannte und daher nicht ganz so malzig im Geschmack wie die anderen. Von den beiden anderen Bockbiere hat das Kloster Scheyern einen etwas herberen Geschmack als das Kloster Weltenburger Asam Bock. Alle drei schmecken mir trotz der kleinen Unterschiede ausgesprochen gut. Da das Kloster Scheyern zudem preislich das günstigste ist, so empfehle ich dem Bockbierneuling gern dieses Bier.

Google Maps im Video

In einem eigenen Beitrag habe ich den Bildschirm-Rekorder CamStudio 2.0 vorgestellt. Jetzt habe ich mit diesem kleinen Programm zuvor definierte Teile meines Bildschirm am PC gefilmt und dabei mit Google Maps eine Fahrt von Tostedt (Poststraße) bis zur Autobahn A1 (über Dohren – Auffahrt Hollenstedt) in Richtung Hamburg simuliert.

Nun über Google Maps sucht man sich einen Ausgangspunkt (evtl. auch ein Ziel). Man kann dann die Anzeige auswählen, z.B. Satellit, und dann diesen Landschaftspunkt heranzoomen. Klickt man auf „Link“, dann tut sich eine kleine Info-Karte auf, klickt man hier auf: „Eingebettete Karte anpassen und Vorschau anzeigen“, dann kann man in dem neu geöffneten Fenster auch die Kartengröße bestimmen. Über das Vorschaufenster lege ich dann den zuvor bestimmten Videorahmen („Fixed Region“) von CamStudio. Das Video startet nun, ich muss jetzt nur noch ‚Bewegung’ in die Sache bringen, d.h. mit dem Cursor (den kann ich über „Cursor Options“ auch verstecken, d.h. der Cursor wird im Video nicht angezeigt) das Bild im Vorschaufenster verschieben.

Hier ist ein erster Test. Das ist natürlich noch nicht optimal (das Video verliert natürlich auch an Qualität, wenn es bei YouTube eingestellt wird), aber es lässt sich mehr als nur erahnen, was mit dem Bildschirm-Rekorder CamStudio möglich ist (die Musik habe ich später mit dem Videobearbeitungsprogramm Ulead MediaStudio Pro 8.0 hinzugespielt).


Google Maps: Tostedt – Autobahn A1 Richtung Hamburg

Hier gleich eine zweite Bildschirmaufnahme mit Google Maps. Diesmal hat es mich nach Paris zum Eiffelturm verschlagen. Für Paris biete Google Maps nicht allein die bekannten Satellitenbilder, sondern reale Panoramafotos, die von einem Auto aus über ein kugelförmiges Kamerasystem aufgenommen wurden. Übrigens die Hintergrund Musik stammt von Edith Piaf („Paris“).


Google Maps: Paris Eiffelturm

Bedrohte Sprache: Halunder

Nichts währt ewig. Viele Tier- und Pflanzenarten sind im Laufe der Zeit ausgestorben. Und viele drohen, in nächster Zeit dahinzuschwinden. Gleiches gilt auch für Sprachen und Dialekte. Und so ist im „UNESCO Atlas of the World’s Languages in Danger” nachzuschlagen, dass auch in Deutschland bzw. im deutschen Sprachraum 13 Sprachen vom Aussterben bedroht sind.

Eine dieser Sprachen, die bedroht ist, ist das Nordfriesische, das sich in zwei Gruppen aufteilt, nämlich in Inselnordfriesisch und Festlandnordfriesisch. Ein Dialekt des Inselnordfriesischen ist das Helgoländer Friesisch (Eigenbezeichnung ist Halunder). Halunder wird heute nur noch von etwa einem Drittel der ca. 1500 Einwohner der Insel Helgoland gesprochen.

Bekanntlich wurde das Deutschlandlied, auch Lied der Deutschen genannt, von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 auf der Insel Helgoland gedichtet. Ansonsten hat James Jacob Hinrich Krüss, der am 31. Mai 1926 auf Helgoland geboren wurde, als Kinderbuchautor der Insel zu literarischen Ruhm verholfen.

In seinem Gedicht „Mein Lebens-ABC“ schrieb James Krüss gleich am Anfang:

Auf der Insel Helgoland
Bei viel Wasser, Wind und Sand
Centimeterkurz (kein Held)
Drang ich ein ins Licht der Welt
Erste Verse reimte ich
Früh schon friesisch – meist für mich
Gern fuhr ich auch kreuz und quer,
Hummer fangend mit aufs Meer,
Insulaner war ich hier,
Jedenfalls mit viel Pläsier,

usw.

In jungen Jahren reimte James Krüss also friesisch. Wie ein Gedicht auf Halunder ‚klingt’, zeigen die folgenden wenigen Zeilen des Reimer Eilers:

Wind

Auf dem Wasser
weht ein anderer Wind.
Still liegt die Insel
in seinen Armen.
Es gibt viele Arten,
der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen 

Win

Iip weeter
wait uurs en win.
Stel lait deät Lun
uun siin iaarem.
Deät djef fel oarten,
de swoorkraf tu beluurn.

Weiteres in Helgoländer Friesisch findet sich auf der Website eben dieses Reimer Eilers.

Helgoland - meine Insel

Halunder für Anfänger

Allein das kleine Gedicht zeigt, dass Besucher „iip Lunn“ (auf Helgoland) wenig verstehen werden, wenn sich zwei Helgoländer auf Halunder unterhalten. Um diese einmalige Sprache vor dem Aussterben zu bewahren, wird sie natürlich auch an der Schule auf Helgoland unterrichtet. Und man zieht auch gern Reisende mit ins Boot. Für Interessierte bietet die Volkshochschule Kurse an. Den von Helgoländer Schulkindern erstellten Faltprospekt „Koort fan‘t Lun“ (Inselkarte auf Helgoländisch) erhalten Besucher in der Helgoland Touristik im Rathaus. Fürs Selbststudium wird das Lehrbuch „Wi lear Halunder“ (wir lernen Helgoländisch) mit Tonkassette empfohlen (zz. leider vergriffen).

Zuletzt ein kleines Glossar mit Begriffen in Halunder: HELGOLÄNDISCH-DEUTSCH

Kann man nur hoffen, dass Halunder als lebendige Sprache weiterbesteht. Da reicht es natürlich nicht aus, wenn es an Schulen gelehrt wird, es muss auch in den Familien gesprochen werden.