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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Fußball-EM 2008 – musikalisch

In weniger als zwei Wochen starte die Fußball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und in Österreich. Damit man sich schon heute musikalisch darauf einstimmen kann, gibt es die verschiedensten EM-Liedchen, so auch eines, das vom Deutschen Fußballbund (DFB) initiiert wurde: Die Gruppe Revolverheld intoniert das Lied „Helden 2008“ und beschwört darin u.a. den ‚Geist’ der WM 2006 bzw. den von Bern 1954 („Das Fußballwunder geht weiter …“). In teutonischer Bescheidenheit wird auch schnell der kommende Sieger ausgemacht („Wir werden Europameister!“). Der Reim „weiter“ auf „Meister“ ist zwar arg holprig, aber was reimt sich schon auf Meister (höchstens Scheibenkleister: Was für ein großer Scheibenkleister – wir werden nicht Europameister?!). Das Liedchen ist ziemlich eingängig und ganz auf den etwas simplen Geschmack deutscher Fußballfans abgestellt:

„Helden 2008“ der Hamburger Gruppe Revolverheld [youtube][zdf.de – in besserer Auflösung]

Fußball-Europameisterschaft 2008 - Schweiz / Österreich

Natürlich bieten auch die Gastgeber ihre EM-Songs. Österreich (und der ÖFB) fiebert mit Christina Stürmer (nomen est omen?!) der EM entgegen („Wir haben Fieber! … fiebert mit!“). Von all den Liedern wohl das beste:

Christina Stürmer – Fieber [youtube][zdf.de – in besserer Auflösung]

Gelassen Schweizerisch (so auch in Switzerdütsch) kommt Sebastian Bürgin alias Baschi mit „Chum bring en hei“ daher. Interessant der Chor, der wie ein fußballerischer Schlachtenchor klingt. Herrn Oliver Pocher muss das Lied wohl auch gefallen, denn er beglückt uns mit einer hochdeutschen Fassung (Kommt, bringt ihn heim). Geld stinkt bekanntlich nicht, und irgendwie partizipiert jeder gern an solchen Großereignissen.

Wie weit man sich bei der Hinwendung zum Massengeschmack auch geografisch von seinen Fans entfernen kann, demonstriert die UEFA. Sie schickt Jamaikas Pop-Export Shaggy mit einer Strand-Hymne ins Alpen-Rennen. Ein scheußlich-schönes Lied:

Official EM Song UEFA EURO 2008™ by Shaggy: Like a Superstar

Aber dem noch nicht genug. DJ Bobo beglückt uns ebenso mit flotten Rhythmen: Olé Olé (ich dachte die EM findet in der Schweiz und Österreich statt und nicht in Spanien – oder sollte das das Lied des spanischen Fußballverbandes sein?).

Immerhin verschonen uns DJ Ötzi, Peter Alexander und Udo Jürgens mit ihren gesanglichen Beiträgen in Sachen Fußball-EM. Wen’s gefällt ….?!

Offizielle Website der UEFA zur Euro 2008

… hier noch ein Nachschlag in Sachen: Fußballsongs

Zen des Bloggens

Zen-Buddhismus und Bloggen (d.h. das Führen eines solchen Internet-Tagebuchs), wie passt das zusammen? Vielleicht in dem das Bloggen selbst zum ‚Thema’ der Meditation wird, in dem gefragt ist, wie ich ein guter Blogger werde. Statt Bloggen und Blogger darf gern auch Leben und Lebewesen (Mensch) gesetzt sein. Wie es gefällt …

Meditativer Blogger?!

Wie so vieles aus Fernost, so ist auch der Zen-Buddhismus oft ein Buch mit sieben Siegeln für uns westlich ausgerichtete Menschen. Wenn dort z.B. das Bogenschießen nicht als Sportart sondern als meditatives Üben den Mittelpunkt bildet, so steht in der kleinen Abhandlung „Zen des Bloggens“ auch die Versenkung in das eigene Seelische im Zentrum. Wenn es dann noch hilft, ein guter Blogger zu werden – umso besser. Immerhin erfährt man so nebenbei einiges, was das Bloggen betrifft – und was Zen sein könnte …

Wie klingt das Klatschen mit nur einer Hand?

Wenn Du Dich mit Zen und mit Bloggen auskennst,
lies dieses E-Book und teile es mit anderen.

Wenn Du Dich mit Zen, aber nicht mit Bloggen auskennst,
teile dieses E-Book mit anderen.

Wenn Du Dich nicht mit Zen, aber mit Bloggen auskennst,
lies dieses E-Book.

Wenn Du dich nicht mit Zen und auch nicht mit Bloggen auskennst,
dann lies es zweimal.

Download des kleinen e-Books (als PDF): Zen des Bloggens
Quelle: upload-magazin.de

Weiteres zum Buddhismus in WilliZ Kolomnen

Christas Bärchen 15: Drei Clownbären

Aus meiner Kindheit kenne ich noch den trommelnden Affen (gab es auch als Hasen), der einen höllischen Lärm machte. Diese drei Teddybärchen sind ganz leise und auch nicht als Kinderspielzeug, sondern zum Sammeln gedacht (jeweils in einer Auflage von 1000 Stück). Der Clown mit Geige und der mit der Ziehharmonika sind 11 cm groß, der mit den Becken 13 cm. Sie stammen aus dem Haus Hermann Teddy in Hirschaid und wurden von mir im Dezember 2006 gekauft und zu Weihnachten meiner Frau zum Geschenk gemacht.

Christas Bärchen: Drei Clownbären

Drei Clownbären:
Clown mit Geige 11
Clown mit Ziehharmonika 11
Clown mit Becken 13

Clown mit Geige 11 – 0484 von 1000
11 cm klein, ohne Bogen (!); vom „Bärreport“ mit dem 1. Platz beim Ted Worldwide 2003/2004 in der Kategorie „Bekleidete Bären“ ausgezeichnet

Clown mit Ziehharmonika 11 – 0440 von 1000
Ziehharmonika abnehmbar, Mohair, 11 cm klein

Clown mit Becken 13 – 0446 von 1000
Mohair, 13 cm klein

Hermann Teddy Original (Teddy Hermann GmbH, 96112 Hirschaid)

Limitierte Editon von jeweils 1000 Stück

Design: Gabriele Wahl

gekauft bei nicy-Versand, Bremen

Hermann Teddy Original

Wie sagt man noch …

Wenn man an längeren Texten bastelt, dann möchte man Begriffe, die man immer wieder verwendet, in einer anderen Wortwahl niederschreiben. Manchmal will das Gehirn aber nicht so richtig, und man findet nicht auf Anhieb ein bedeutungsgleiches oder doch zumindest sinnverwandtes Wort, eben ein Synonym.

Dafür gibt es natürlich Nachschlagewerke, Synonym-Wörterbücher usw. – und jetzt auch online eine Website, über die Sinnverwandtes und Gleichbedeutendes zu finden ist: Wie-sagt-man-noch.de

Sofies Welt: Platon

Nachdem wir in Jostein Gaarder: Sofies Welt – Roman über die Geschichte der Philosophie Sokrates kennen gelernt haben, kommen wir heute auf seinen Schüler Platon (* 427 v. Chr., † 347 v. Chr.) zu sprechen.

Hier zunächst die wichtigsten Textpassagen aus dem Buch:

Platons Akademie

Platon (427 – 347 v. Chr.) war 29 Jahre alt, als Sokrates den Schielingsbecher leeren mußte. Er war lange Schüler des Sokrates gewesen und verfolgte den Prozeß gegen ihn genau. Daß Athen den edelsten Menschen der Stadt zum Tode verurteilen konnte, macht nicht nur einen unauslöschlichen Eindruck auf ihn; es sollte auch die Richtung seiner gesamten philosophischen Tätigkeit bestimmen.

Platon

Für Platon brachte der Tod des Sokrates glasklar zum Ausdruck, welcher Widerspruch zwischen den tatsächlichen Verhältnissen in einer Gesellschaft und dem Wahren oder Ideellen bestehen kann.

Platons erste Handlung als Philosoph war die Veröffentlichung von Sokrates’ Verteidigungsrede. Darin teilt Platon mit, was Sokrates dem großen Gerichtshof vortrug.

Was Platon betrifft, so glauben wir, daß all seine Hauptwerke erhalten sind (Außer Sokrates’ Verteidigungsrede schrieb er Briefe und nicht weniger als fünfunddreißig philosophische Dialoge.) Daß diese Schriften bewahrt sind, liegt nicht zuletzt daran, dass Platon bei Athen seine eigene philosophische Schule eröffnete. Und zwar in einem Hain, der den Namen des griechischen Sagenhelden Akademos trug. Platons Philosophieschule erhielt deshalb den Namen Akademie.

An Platons Akademie wurden Philosophie, Mathematik und Gymnastik unterrichtet.

Das ewig Wahre, ewig Schöne und ewig Gute
Platon interessierte sich für die Beziehung zwischen dem, was auf der einen Seite ewig und unveränderlich ist – und dem, was auf der anderen Seite „fließt“. (genau wie die Vorsokratiker also!)

Die Sophisten meinten, groß gesagt, die Frage, was recht ist und was Unrecht, verändere sich von Stadtstaat zu Stadtstaat und von Generation zu Generation. Die Frage von Recht und Unrecht sei also etwas „Fließendes“. Sokrates konnte das nicht akzeptieren. Er glaubte an ewige Regeln und Normen für das menschliche Handeln. Wenn wir nur unsere Vernunft anwenden, meinte er, können wir alle solche unveränderlichen Normen erkennen, denn die menschliche Vernunft ist ja gerade etwas Ewiges und Unveränderliches.

Und nun kommt also Platon. Er interessiert sich sowohl für das, was in der Natur ewig und unveränderlich ist – als auch für das, was in Moral und Gesellschaft ewig und unveränderlich ist. Ja, für Platon ist das ein und dasselbe. Er versucht, eine eigene „Wirklichkeit“ zu fassen zu bekommen, die ewig und unveränderlich ist.

Die Welt der Ideen
Empedokles und Demokrit hatten ja schon darauf hingewiesen, daß alle Phänomene in der Natur „fließen“, aber daß es trotzdem „etwas“ gibt, das sich niemals verändert (die „vier Wurzeln“ oder die „Atome“). Platon befaßt sich ebenfalls mit dieser Problematik – aber auf ganz andere Weise.

Platon meinte, daß alles, was wir in der Natur greifen und fühlen können, „fließt“. Es gibt also keine Grundstoffe, die nicht in Auflösung übergehen. Absolut alles, was der „Sinnenwelt“ angehört, besteht aus einem Material, an dem die Zeit zehrt. Aber gleichzeitig ist alles nach einer zeitlosen Form gebildet, die ewig und unveränderlich ist.

Warum sind alle Pferde gleich … Es gibt etwas, das allen Pferden gemeinsam ist, etwas, das dafür sorgt, daß wir niemals Probleme haben werden, ein Pferd zu erkennen. Das einzelne Pferd „fließt“ natürlich. … Aber die eigentliche „Pferdeform“ ist ewig und unveränderlich.

Für Platon ist dieses Ewige und Unveränderliche also kein physischer „Urstoff“. Das Ewige und Unveränderliche sind geistige oder abstrakte Musterbilder, nach denen alle Phänomene gebildet sind.

Er hat sich darüber gewundert, wieso alle Phänomene in der Natur sich so ähnlich sein können, und er ist zu dem Schluß gekommen, daß „über“ oder „hinter“ allem, was wir um uns herum sehen, eine begrenze Anzahl von Formen liegt. Diese Formen nannte Platon Ideen.

Platon glaubte an eine eigene Wirklichkeit hinter der „Sinnenwelt“. Diese Wirklichkeit nannte er die Welt der Ideen. Hier finden wir die ewigen und unveränderlichen „Musterbilder“, die Urbilder hinten den verschiedenen Phänomenen

Sicheres Wissen
Platon geht es darum, daß wir niemals sicheres Wissen über etwas gewinnen können, daß sich verändert. Von dem, was der Sinnenwelt angehört … haben wir nur unsichere Meinungen. Sicheres Wissen können wir nur von dem haben, was wir mit der Vernunft erkennen.
… über das, was wir mit der Vernunft erkennen, können wir sicheres Wissen erlangen. Die Winkelsumme in einem Dreieck beträgt in alle Ewigkeit 180 °. Und so wird auch die „Idee“, daß alle Pferde auf vier Beinen stehen, weiter gelten, selbst wenn alle Pferde in der Sinnenwelt einmal lahm werden sollten.

Eine unsterbliche Seele
Wir haben gesehen, daß Platon die Wirklichkeit für zweigeteilt hielt.

Der eine Teil ist die Sinnenwelt – über die wir nur ungefähre oder unvollkommene Kenntnis erlangen können

Der andere Teil ist die Ideenwelt – über die wir sicheres Wissen erlangen können, wenn wir unsere Vernunft gebrauchen.

Platon zufolge ist auch der Mensch ein zweigeteiltes Wesen. Wir haben einen Körper, der „fließt“. Er ist unlösbar mit der Sinnenwelt verbunden und erleidet dasselbe Schicksal … Aber wir haben auch eine unsterbliche Seele – und sie ist der Wohnsitz der Vernunft. Eben weil die Seele nicht materiell ist, kann sie einen Blick in die Ideenwelt werfen.

Platon meinte weiter, daß die Seele schon existiert hat, ehe sie sich in unserem Körper niederließ: Einst war die Seele in der Ideenwelt. … Aber sowie die Seele in einem Menschenkörper erwacht, hat sie die vollkommenen Ideen vergessen. Und dann passiert etwas, ja, jetzt setzt ein wunderbarer Prozeß ein: Wenn der Mensch die Formen in der Natur erlebt, taucht nach und nach in der Seele eine vage Erinnerung auf … Damit wird auch eine Sehnsucht nach der eigentlichen Wohnung der Seele erweckt. Die Seele verspürt also eine „Liebessehnsucht“ nach ihrem eigentlichen Ursprung. Von nun an erlebt sie den Körper und alles Sinnliche als unvollkommen und unwesentlich … Sie möchte aus dem Kerker der Körpers befreit werden.

(Aber) durchaus nicht alle Menschen lassen ihrer Seele freien Lauf … Die meisten Menschen klammern sich an die „Spiegelbilder“ der Ideen in der Sinnenwelt. Sie sehen ein Pferd … Aber sie sehen nicht das, wovon alle Pferde nur eine schlechte Nachahmung sind.

Wenn Du einen Schatten siehst …, dann denkst Du doch auch, daß etwas diesen Schatten werfen muß. Vielleicht ist das ein Pferd, denkst Du, aber Du kannst nicht ganz sicher sein. Also drehst Du Dich um und siehst das wirkliche Tier – das natürlich unendlich viel schöner und schärfer in den Konturen ist als der unstete Pferdeschatten. DESHALB HIELT PLATON ALLE PHÄNOMENE IN DER NATUR FÜR BLOSSE SCHATTENBILDER DER EWIGEN FORMEN ODER IDEEN. Aber die allermeisten sind mit ihrem Leben unter den Schattenbildern zufrieden. Sie denken nicht daran, daß etwas die Schatten werfen muß. Sie glauben, die Schatten seien alles, was es gibt – und deshalb erleben sie die Schatten nicht als Schatten. Deshalb vergessen sie die Unsterblichkeit ihrer Seelen.

aus: Jostein Gaarder: Sofies Welt – Roman über die Geschichte der Philosophie – S. 100-110 – Carl Hanser Verlag 1995

Hier folgt das Höhlengleichnis.

Die Zweiteilung des Menschen in vergänglichem Körper und unsterblicher Seele ist heute nicht nur ein Thema der Religionen, sondern beschäftigt weiterhin viele Menschen. Wer hat sich nicht irgendwann einmal selbst gefragt, ob er so etwas wie eine Seele hat, die zudem unsterblich sein soll. Platons Gedanken sind uns also noch heute ‚vertraut’. Natürlich beinhaltet die Frage nach der Unsterblichkeit der Seele auch Fragen nach einer Möglichkeit der Seelenwanderung bzw. Wiedergeburt. Hierzu führt Platon aus:

Platon schreibt [der Seele] drei Teile, das Begehrende (to epithymêtikon [Begierde]), das seinen Sitz im Unterleibe, das Mutartige (to thymoeides [Agressionstrieb]), das seinen Sitz in der Brust, und das Denkende (to logistikon [Vernunft]), das seinen Sitz in dem Kopfe hat, zu und vertritt die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele, indem er für sie sowohl eine Präexistenz, aus der gefolgert wird, daß das Wissen Erinnerung (anamnêsis) ist, als auch eine Postexistenz mit Wanderung durch verschiedene Leiber und Versetzung in den Fixsternhimmel annimmt.

Neben der menschlichen Seele soll der Kosmos selbst über Vernunft in Form einer Weltseele verfügen. Ähnliche Annahmen finden wir in der indischen Philosophie in Begriffen wie Atman (Einzelseele) und Brahman (Weltseele).

aus Platons Schriften:
Platons Gastmahl
Sokrates bei Projekt Gutenberg (spiegel.de)
Platon bei Projekt Gutenberg (spiegel.de)

Der Milliardär und der Dorfverein

Mit der TSG 1899 Hoffenheim ist ein Verein in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen, der in dem kleinen Ort Sinsheim mit rd. 35.600 Einwohnern beheimatet ist. Hoffenheim selbst ist ein 1972 eingemeindeter Stadtteil mit gerade einmal 3.300 Einwohnern. Also ein Dorf. Sinsheim-Hoffenheim liegt in der Nähe von Heidelberg.

TSG 1899 Hoffenheim

Vor zwei Jahren spielte der Verein noch in der Regionalliga Süd, stieg zur Saison 2007/2008 in die 2. Liga auf, um jetzt als Tabellenzweiter direkt in die Bundesliga aufzusteigen.

Natürlich fragt man sich, wie ein solch kleiner Verein das in so kurzer Zeit schaffen kann. Dahinter kann nur eine sprudelnde Geldquelle stecken. Und richtig: Einer der reichsten Männer Deutschlands, der SAP-Gründer Dietmar Hopp, sponsert mit Millionenbeträgen den Verein. Die SAP AG ist der größte europäische und weltweit viertgrößte Softwarehersteller. Der Hauptsitz befindet sich im badischen Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis, in dem auch Sinsheim-Hoffenheim liegt. Alles klar! Herr Hopp ist also so etwas wie ein deutscher Bill Gates.

Und die TSG 1899 Hoffenheim ist eine Art kleiner FC Chelsea, der englische Fußballverein, der morgen im Finale der Champions League gegen Manchester United spielt. 2003 hatte sich der russische Milliardär Roman Abramowitsch entschlossen, einen Fußballclub zu kaufen, und da der Londoner Fußballverein günstig zu haben war, kaufte er sich den FC Chelsea.

Nun die Geschichte der TSG 1899 Hoffenheim und des Dietmar Hopp ist natürlich eine etwas andere. Hopp hat in frühen Jahren selbst den Ball bei dem Verein getreten und so liegt es nahe, mit dem nötigen Kleingeld im Portemonnaie im Rentenalter den Mäzen zu spielen. Von den Hopp-Milliarden profitieren auch die weiteren Bundesligamannschaften „Adler Mannheim“ im Eishockey (bis ins Viertelfinale 2007/08 vorgedrungen) und im Handball die „Rhein-Neckar Löwen“, immerhin 4. in der laufenden Saison.

Die Hopp’schen Millionen fließen aber nicht nur in die Beschaffung neuer Spieler. So entsteht zz. in Sinsheim ein völlig neues, ‚bundeliga-taugliches’ Stadion für rund 30.000 Zuschauer, nachdem das 1999 umgebaute „Dietmar-Hopp-Stadion“ zu klein wurde.


Größere Kartenansicht
Dietmar-Hopp-Stadion in Sinsheim-Hoffenheim

Gespannt darf man über die weitere Entwicklung der TSG 1899 Hoffenheim sein. Jetzt geht es erst einmal gegen Mannschaften wie den FC Bayern, den FC Werder Bremen und Schalke 04. Aber immerhin: Herr Hopp hat sich ein Denkmal gesetzt – und wenn es in einigen Jahren vielleicht auch nur ein Stadion mit seinem Namen sein sollte, in dem müde Kicker vor wenigen Zuschauern Regionalliga-Fußball bieten …

Nachtrag: Okay, das neue Stadion in Sinsheim soll „Rhein-Neckar-Arena“ heißen …

siehe auch zeit.de: Im Klub des Milliardärs

Tag Cloud Generator

Auf der linken rechten (rechts ist da, wo der Daumen links ist) Seite, in der so genannten Sidebar (und auch am Schluss dieses Beitrags), findet Ihr eine „Tagcloud“ oder gut deutsch Schlagwortwolke genannt. Normalerweise ist diese alphabetisch sortiert, muss es aber natürlich nicht sein. Hinter jedem Schlagwort (auch englisch keyword, also Schlüsselwort genannt) verbirgt sich ein Link auf eine entsprechende Seite.

Die Schriftgröße soll die Gewichtung wiedergeben, je größer die Schrift, für desto wichtiger hält der Schlagwortwolken-Ersteller das Schlagwort bzw. die Seite, die sich hinter diesem verbirgt.

Im Grunde kann eine solche Tagcloud mit einfachen HTML erstellt werden. Aber wer beherrscht das schon wirklich. So hilft ein Tagcloud Generator, der auch Webseiten abgrast und die dort befindlichen Links und Tags herausfischt. Bisschen manueller Einsatz kann aber auch nicht schaden, vor allem, wenn man die Gewichtung der einzelnen Links bestimmen möchte (‚Prio’ für Priority steht auf ‚auto’, kann aber geändert werden, wobei 1 für die geringste Priorität, also kleinste Schriftgröße, steht).

Des Weiteren kann man die Farben der Links einstellen, die Größe der Wolke (Output) und noch weitere Details. Dabei sieht man, wie die Tagcloud später einmal aussehen wird. Am Schluss wird der HTML-Code erstellt und kann in die eigene Website eingebunden werden.

Den HTML-Code habe ich noch etwas modifiziert und den title-TAG mit aufgenommen. Fährt man mit der Maus über einen Link, so wird der Text aus diesem title-TAG angezeigt. Meine Schlagwortwolke wird übrigens als Blocksatz angezeigt. Die width-Anweisung bestimmt die Breite der Wolke (hier 220 Bildpunkte breit) und kann jeder Zeit individuell angepasst werden (genauso wie Farbe und Schriftart und -größe).

Hier in abgekürzter Form den HTML-Code:

<div style=“width: 220px;  background-color: #FFFFFF;  text-align: justify;  ; font-family: ‚Verdana‘;“>
  <a href=’https://www.willizblog.de/?cat=1′ title=’Dies und das‘ style=“font-size: 12px; color: #87a800; text-decoration: none;“>Dies und das</a>
  <a href=’https://www.willizblog.de/?cat=14′ title=’Wiedergelesen‘ style=“font-size: 16px; color: #009900; text-decoration: none;“>Wiedergelesen</a>
  <a href=’https://www.willizblog.de/?cat=11′ title=’Tostedt‘ style=“font-size: 16px; color: #999999; text-decoration: none;“>Tostedt</a>

[usw.]
  
</div>

Scarlett Johansson: Anywhere I Lay My Head

In einem früheren Beitrag, in dem auch auf Tom Waits eingegangen wurde, hatte ich auf ein in Arbeit befindliches Album von der Schauspielerin Scarlett Johansson mit Tom-Waits-Cover-Versionen aufmerksam gemacht.

Jetzt ist es soweit. Die Scheibe kommt in diesen Tagen auf den Markt: Scarlett Johansson: Anywhere I Lay My Head

Scarlett Johansson: Anywhere I Lay My Head

Trotz ihrer jungen Jahre hat Scarlett Johansson schon in vielen Filmen mitgewirkt. Inzwischen ist sie eine Art Lieblingsschauspielerin vom Stadtneurotiker Woody Allen (z.B. im Film „Scoop“). Und ein Film mit ihr zählt zu meinen Lieblingsfilmen: „Lost in Translation“ aus dem Jahre 2003.

In diesem Film singt die gute Scarlett dann auch, wie ich finde, gar nicht schlecht, das Lied „Summertime“. Hier ein entsprechender Filmausschnitt:


Scarlett Johansson – Summertime

Also war ich wirklich gespannt, was bei dem neuen Album von Scarlett Johansson herausgekommen ist. Immerhin geht es um Coverversionen von keinem geringeren als Tom Waits. Und so stammen dann auch 10 der elf Lieder aus dessen Feder. Aber: Ich muss gestehen, dass ich doch ziemlich enttäuscht bin, von dem, was ich bisher gehört habe.

Waits & Johansson

Um Lieder von Tom Waits zu singen, muss (oder sollte) man nicht unbedingt singen können. Sicherlich hat der- oder diejenige, die sich an solche Lieder heranwagt, die Idee, es auf eine eigene und besondere Art zu versuchen. Aber hier klingt Scarlett Johansson zögerlich, sodass ihre Stimme mit elektronischen Hilfsmittel aufgepeppt werden musste. Und die Instrumentalisierung ist auch nicht nach meinem Geschmack, zu sehr elektronisch und wischi-waschi (vielleicht habe ich inzwischen auch etwas mit meinen Ohren). Da helfen am Ende auch nicht die backing vocals von David Bowie.

Sicherlich handelt es sich bei diesem Album von Scarlett Johansson um ein Werk, das unabhängig von dem von Tom Waits zu betrachten (hören) ist. Es ist eben neben der Huldigung das Bemühen, eigene Akzente zu setzen. Aber für mich treffen sie nicht den Punkt, treffen sie nicht meinen ‚Hörnerv’.

Hier das dazugehörige Video der Single-Auskopplung (u.a. mit David Bowies Hintergrundgesang):


Scarlett Johansson: Falling Down

Werder ist Vizemeister 2008

Mit dem knappen und sicherlich auch glücklichen 1:0-Sieg in Leverkusen hat es der SV Werder Bremen nun doch geschafft, hinter den uneinholbaren Bayern den 2. Platz in der Fußball-Bundesliga zu verteidigen und damit nicht nur Vizemeister zu werden, sondern sich bereits jetzt zum 5. Male hintereinander für die Champions League zu qualifizieren. Gratulation den Jungs!

Es waren harte letzte Wochen, wenn auch erfolgreiche. Zuerst der Sieg in Hamburg, bei dem es mit harten Bandagen herging und die Kung-Fu-Einlage von Tim Wiese für reichlich Diskussionsstoff sorgte. Dann der durchaus glanzvolle Sieg im letzten Heimspiel gegen Hannover 96.

Kung Fu Wiese

Das falsche Trikot?

Kung Fu Wiese

Das falsche Trikot?

Ein Wermutstropfen fließt für mich mit in den Kelch – Ivan Klasnic wird Werder Bremen nach langen erfolgreichen Jahren verlassen. Man kann ihm nur alles Gute für seine weitere sportliche und gesundheitliche Zukunft wünschen. Mach es gut, Ivan!

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 6

Werder Bremen 60 Jahre Israel – und Werder Bremen

Jahrhunderte lang waren die Juden in der ganzen Welt verstreut, bis viele vor 60 Jahren im neu gegründeten Staate Israel eine Heimstatt fanden.

Nach dem Holocaust, dem millionenfachen Mord an Juden durch die Nationalsozialisten, kommt Deutschland eine besondere Bedeutung und Verantwortung für Israel zu. Dabei spielen besonders Projekte im Kleinen eine wichtige Rolle wie der Erfahrungsaustausch jugendliche Fußballfans aus Israel und Deutschland, die sich in diesen Tagen in Bremen auf Einladung des Fanprojekts Bremen trafen. So kamen Fans des SV Werder Bremen mit denen von Maccabi Tel Aviv zusammen.

Die Einsamkeit der Hilary Clinton

Sie will bis zum letzten ‚Blutstropfen’ kämpfen. Aber der Kampf ist längst verloren. Barack Obama führt nicht nur uneinholbar bei den Delegiertenstimmen, sondern gewinnt immer mehr der so genannten Superdelegierten, ungebundene Parteimitglieder, die auf dem Nominierungsparteitag frei entscheiden können. Jetzt hat auch John Edwards seine Unterstützung Obama zugesagt.

Erdbeben in China

Jetzt spricht man bereits von 20.000 Toten, die das Erdbeben in China gefordert haben soll. Und viel Menschen sind in den Trümmern weiterhin verschüttet. Immerhin anders als der verrohten Machthaber in Burma (Myanmar) bittet die Weltmacht China um Hilfe. Und so durfte auch erstmals Japan die Rettungsarbeiten unterstützen.

Elend ohne Ende

Es ist unvorstellbar, wie viele Menschen in Burma (Myanmar) an den Folgen des Wirbelsturms zu leiden haben. Besonders betroffen sind wie so oft die Kinder, deren Eltern gestorben sind oder vermisst werden. Als wäre das noch nicht schlimm genug, berichten Hilfsorganisationen nun auch von Menschenhändlern in dem Katastrophengebiet, die Kinder entführen.

Dabei gehen kaum Spenden für Burma ein, da das Misstrauen, ob die Hilfen wirklich die notleidenden Menschen erreichen, sehr groß ist. Angesichts der massiven Behinderungen der Hilfsleistungen durch die Militärjunta ist das natürlich kein Wunder. Vielleicht ist es sinnvoll, wenn die UN versucht, über China, das die burmesischen Machthaber bisher unterstützt und das ja selbst durch ein Erdbeben betroffen ist, Einfluss auf das Regime in Burma zu nehmen.

Sofies Welt: Sokrates

In einem früheren Betrag hatte ich schon einmal auf Jostein Gaarder: Sofies Welt – Roman über die Geschichte der Philosophie hingewiesen. Es ist ein Buch – für Jugendliche ab 14 Jahre gedacht -, dass sich aber auch für Erwachsene eignet, die in aller Schnelle und leicht verständlich eine Übersicht über die Geschichte der Philosophie gewinnen wollen. Ich habe das Buch wieder zur Hand genommen und möchte in loser Folge auf den einen oder anderen Philosophen anhand von Zitaten aus dem Buch eingehen.

Interessant in Sofies Welt sind dabei zunächst die Abhandlungen über die antike griechische Philosophie, die in den Personen Sokrates, Platon und Aristoteles noch heute starken Einfluss auf unser abendländisches Denken (speziell in Europa) ausübt.

So möchte ich heute mit Sokrates (altgriechisch ???????? – * 469 v. Chr.; † 399 v. Chr.) beginnen, der in Athen lebte:

Wer war Sokrates?
Sokrates (470-399 v. Chr.) ist vielleicht die rätselhafteste Person in der gesamten Geschichte der Philosophie. Er hat keine einzige Zeile geschrieben. Trotzdem gehört er zu denen, die den allergrößten Einfluß auf das europäische Denken ausgeübt haben. Daß man ihn kennt, wenn man mit Philosophie wenig am Hut hat, hängt wahrscheinlich mit seinem dramatischen Tod zusammen.

Wir wissen, dass er in Athen geboren wurde, und dass er dort sein Leben vor allem auf Marktplätzen und in Straßen verbrachte, wo er mit allen möglichen Leuten redete. Die Felder und Bäume auf dem Land könnten ihn nichts lehren, meinte er. Er konnte auch viele Stunden lang in tiefes Nachdenken versunken dastehen.

Feststeht, dass er potthässlich war. Er war klein und dick und hatte Glubschaugen und eine Himmelfahrtsnase. Aber sein Inneres war „vollkommen herrlich“, wie es hieß.

Das Leben des Sokrates kennen wir vor allem durch Platon, der sein Schüler war und selber einer der größten Philosophen der Geschichte.

Platon verfasste viele Dialoge – oder philosophische Gespräche-, in denen er Sokrates auftreten läßt.

Gesprächskunst
Der eigentliche Kern in Sokrates’ Wirken war, daß er die Menschen nicht belehren wollte. Statt dessen vermittelte er den Eindruck, selbst von seinem Gesprächspartner lernen zu wollen. Er unterrichtete also nicht wie irgendein Schullehrer. Nein, er führte Gespräche.

vor allem zu Anfang stellte er nur Fragen. So gab er gern vor, nichts zu wissen. Im Laufe des Gesprächs brachte er dann oft den anderen dazu, die Schwächen seiner Überlegungen einzusehen.

Sokrates’ Mutter war angeblich Hebamme, und Sokrates verglich seine eigene Tätigkeit mit der Hebammenkunst. … Sokrates sah also seine Aufgabe an, den Menschen bei der „Geburt“ der richtigen Einsicht zu helfen. Denn wirkliche Erkenntnis muß von innen kommen.

Gerade dadurch, dass er den Unwissenden spielte, zwang Sokrates die Menschen dazu, ihre Vernunft anzuwenden. … Das nennen wir sokratische Ironie. … Athen sei wie eine Stute, sagte Sokrates, und er wie eine Bremse, die ihr in die Flanke steche, um ihr Bewusstsein wachzuhalten.

Richtige Erkenntnis führt zum richtigen Handeln
Sokrates glaubte, eine göttliche Stimme in sich zu hören, und daß dieses „Gewissen“ ihm sagte, was richtig war. Wer wisse, was gut ist, werde auch das Gute tun, meinte er. Er glaubte, die richtige Erkenntnis führe zum richtigen Handeln. … Wenn wir falsch handeln, dann, weil wir es nicht besser wissen. Deshalb ist es so wichtig, unser Wissen zu vermehren.

Sokrates hielt es für unmöglich, glücklich zu werden, wenn man gegen seine Überzeugung handelt. Und wer weiß, wie er zum glücklichen Menschen werden kann, wird auch versuchen, einer zu werden. Deshalb wird jemand, der weiß, was richtig ist, auch das Richtige tun. Denn keine Mensch möchte ja wohl unglücklich sein?

aus: Jostein Gaarder: Sofies Welt – Roman über die Geschichte der Philosophie – S. 80-87 – Carl Hanser Verlag 1995

Sokrates

Es ging Sokrates also darum, die Vernunft auf menschliche Problemstellungen anzuwenden. Was vielen von uns heute wie selbstverständlich erscheint, war zu Zeiten der alten Griechen alles andere als alltäglich.

Auch die Geschichte seines Prozesses wegen angeblich verderblichen Einflusses auf die Jugend und wegen Missachtung der Griechischen Götter und seine gelassene Haltung während seines Todes durch den Schierlingsbecher trugen zu seinem Nachruhm bei. Sokrates hätte Athen verlassen können. Aber er war bereit, für seine Überzeugung zu sterben.