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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Christas Bärchen 10: Leonardo da Vinci

Hier nun ein weiterer Teddybär der Firma Hermann Teddy in Coburg aus dem Jahre 2001 (gekauft hat ihn meine Frau 2002): Leonardo da Vinci. Limitierung dieses Bären: 1000 Stück. Er ist ca. 38 cm groß, aus Mohairplüsch mit einer Füllung aus Holzwolle und hat 153 € gekostet (damit man eine Vorstellung bekommt, wie viel ein solcher ‚Spaß‘ kostet). Es ist aber auch ein wirklich schönes Stück und hat einen Ehrenplatz (nicht – wie hier zu sehen – auf Wilfrieds Bürosessel).

Christas Bärchen: Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci

ca. 38 cm groß, Mohairplüsch mit Holzwolle gefüllt

Limitierung 256/1000 aus dem Jahre 2001

Hermann Teddy Coburg (Hermann-Spielwaren GmbH, 96450 Coburg)

Leonardo da Vinci – limitierte Editon 256/1000
Hermann Teddy Coburg

Buena Vista Social Club

Im Jahre 1996 reiste der US-Gitarrist Ry Cooder nach Kuba, um mit afrikanischen Musikern eine Platte aufzunehmen. Als die Band nicht wie verabredet erschien, suchte Cooder Ersatz – und entdeckte einige alte kubanische Musiker-Legenden. Obwohl die alle längst im Rentenalter waren, überredete Cooder sie, eine Platte aufzunehmen. Ein Jahr später erschien die Platte unter dem Namen Buena Vista Social Club: Compay Segundo (1907 – 2003), Rubén González (1919 – 2003), Ibrahím Ferrer (1927 – 2005) und andere „Supergroßväter“ spielten den „Son“, die kubanische Musik.

Zwei Jahre später reiste Ry Cooder zusammen mit dem Regisseur Wim Wenders wiederum nach Kuba, um ein Album mit dem Sänger Ibrahím Ferrer aufzunehmen. Dabei entstand die gleichnamige filmische Dokumentation, die nun am Samstag, den 19. April um 20 Uhr 15 bei Bayern3 (BR) wiederholt wird.

Ry Cooder habe ich hier schon öfter vorgestellt (Ry Cooder: Stand by Me und Another Record by Ry Cooder: Three Chords and the Truth). Er gilt als einer der weltbesten Slide-Gitarristen und hat sich besonders durch Filmmusiken einen Namen gemacht (u.a. für den Wim Wenders-Film Paris, Texas). Bedeutsam ist aber vor allem sein Einsatz für Musiktraditionen, wobei er sich besonders der im Amerikanischen verwurzelten Musik wie Country, Calypso, Gospel, Salsa, dem Ragtime und der hawaiischen Musik gewidmet hat (mehr zu Ry Cooder selbst später).

Hier nun zwei Filmausschnitte. Der erste zeigt neben einem Live-Auftritt Ry Cooder mit seinem Sohn, Joachim, der übrigens als Schlagzeuger mitwirkte, auf der Fahrt durch Havanna auf einem Motorrad mit Beiwagen. Der zweite Ausschnitt ist ebenfalls ein Live-Auftritt:


Buena Vista Social Club – Chan Chan (1998)


Buena Vista Social Club – Candela

Jethro Tull bei „Wetten, dass …?“

Der Samstagabend bestaltet sich in vielen Familien als Familien-Fernseh-Abend. Und an vielen dieser Abende wird „Wetten, dass …?“ geguckt. Das bereits seit über 35 Jahren. Auch ich gucke mit meinen Lieben oft genug Thomas Gottschalk und seine Wettkandidaten. Es ist wohl die ‚beliebstes‘ Sendung des deutschen Fernsehens. Auf ein noch längeres Bestehen darf die Gruppe Jethro Tull um Ian Anderson zurückblicken: 40 Jahre! Und das ist Anlass zum Feiern.

40 Jahre Jethro Tull

Nun weiß man, dass Thomas Gottschalk ein Fan von Jethro Tull ist – mehr oder weniger. Und was liegt da näher als der Gedanke, die Gruppe zu diesem ihren Jubiläum zu einer der „Wetten, das …?“-Sendungen einzuladen. Promis sind die Würze (und die Wettpaten) der Sendung. So habe ich auf den Terminkalender beider einmal geblickt und könnte mir vorstellen, dass das etwas werden könnte: Ein Auftritt von Jethro Tull bei „Wetten, dass …?“.

Die nächsten Sendungen finden am 04.10.08 in Nürnberg (CCN CongressCenter) und am 08.11.08 in Berlin (O2 World) statt. Just zu dieser Zeit hält sie auch Herrn Anderson mit seinen Mannen in Deutschland auf (31.10.2008 in Siegen und am 01.11.2008 in Heilsbronn).

Also Ian Anderson z.B. am 8. November in Berlin auf der Couch neben Thommy und als Wettpate für eine kuriose Wette? Wer weiß … Vielleicht findet sich ja noch ein Wettkandidat für diese Sendung mit einer besonders auf Herrn Anderson abgestimmte Wette (natürlich irgendetwas mit Flöten oder so). Freiwillige vor!

Dire Straits: Sultans of Swing

Zunächst Grüße an Alex aus San Sebastián, der weiß schon warum.

Dire Straits, auf Deutsch etwa und der gleichen Anfangsbuchstaben wegen: dicker Schlamassel (deutsch ist gut, Schlamassel ist hebräisch), wurde 1977 gegründet und brachte ihre erste, gleichnamige LP 1978 heraus, die seitdem natürlich auch in meinem Plattenschrank steht (als LP). Geprägt wurde die balladenhafte Musik von Anfang an durch die rauchige Stimme, besonders aber durch das Gitarrenspiel einer der beiden Knopfler-Brüder, Mark Knopfler. Er spielt die E-Gitarre mit den Fingerkuppen in fast klassischer Manier und zupft dabei die E-Saite mit dem Daumen, obwohl er angeblich immer ein Plektrum in der Tasche hat, für „Notfälle“. Dadurch erzielt er einen unverwechselbaren Klang. Nach eigener Aussage wurde sein Spiel stark durch das von Hank Marvin von den Shadows beeinflusst. Die Shadows wurden als Begleitband von Cliff Richard und als Instrumentalband (Gitarrenmusik) Ende der 50-er, Anfang der 60-er Jahre bekannt (hier ein Video: The Shadows – Apache). Als weiteren Gitarristen, der ihn beeinflusst hat, nennt Mark Knopfler J.J. Cale, den ich hier in seiner Zusammenarbeit mit Eric Clapton auf der CD „The Road to Escondido“ vorgestellt habe. Hört man sich einerseits den guten alten Hank Marvin an, dann J.J. Cale, so hört man plötzlich Mark Knopfler. Aber das soll dem Können dieses einzigartigen Gitarristen keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Er bekennt sich zu seinen musikalischen Vorbildern.

Das bekannteste Stück des ersten Albums von Dire Straits ist wohl „Sultans of Swing“. Es ist eigentlich ein schlichtes, einprägsames Lied, fast schon ein längerer Riff, der sich natürlich besonders für Gitarrensolos eignet. Wenn man Mark Knopfler nennt (oder Dire Straits), dann kommt man unwillkürlich auf dieses Lied.

Eine kleine Exkursion: Jethro Tull, die mit „Crest of a Knave“ 1988 einen Grammy gewannen, wurde gerade bei diesem Album vorgeworfen, Mark Knopfler zu kopieren. Als ich mir vor über 20 Jahren (erschienen ist es 1987) das Tull-Album kaufte, ist mir diese Ähnlichkeit natürlich auch sofort aufgefallen. Zum einen liegt es an Ian Andersons Gesang damaliger Tage, vor allem aber auch an Martin Barres Gitarrenspiel. Heute würde ich sagen: ähnlich ja, aber lange nicht gleich. Am ähnlichsten klingt Jethro Tull noch auf dem langsamen Stück She Said She Was a Dancer. Martin Barre spielt aber eindeutig mit Plektrum.

„Sultans of Swing“ wurde übrigens von den Lesern des Guitar World Magazines auf Platz 22 der besten Gitarrensolos der Rockmusik gewählt. Und laut Rolling Stone-Magazin ist Mark Knopfler unten den besten Gitarristen aller Zeiten auf Platz 27 zu finden. Immerhin Anerkennung auch auf breiter Ebene. Ach so: Für mich ist er sowieso einer der besten Gitarristen …

Genug geschwafelt. Hier eine schöne Videoaufnahme von diesem Stück:


Dire Straits: Sultans of Swing

Und zuletzt zwei weitere Live-Videos, die Mark Knopfler mit Eric Clapton zeigt. Zwei Meister haben sich gefunden:

Mark Knopfler & Eric Clapton – Sultan of SwingLayla – Mark Knopfler and Eric Clapton

40. Todestag von Martin Luther King

In Zeiten von fragwürdigen Superstars und Idolen fragt man sich vielleicht, welche Idole man selbst hat. Es gibt sicherlich zwei Menschen, die ich zu meinen Idolen erklären könnte. Sie sind es, weil sie ein Ideal vertreten, dem auch ich mich verpflichtet fühle: Widerstand gegen Diskriminierung alles Art, aber gewaltlos. Da fällt sicherlich vielen gleich der Name Gandhi ein. Richtig! Der andere ist Martin Luther King, der wohl größte Führer des gewaltlosen Protestes für die Gleichberechtigung der Schwarzen in den USA, der sich auf Gandhi berief.

Martin Luther King hatte mich schon in meiner Kindheit fasziniert. Besonders der so genannte Montgomery Bus Boycott in Alabama 1955/56, der über ein Jahr dauerte, am Ende aber erfolgreich war und durch den Martin Luther King bekannt wurde, hatte mich sehr beeindruckt.

Die Rassentrennung in den Bussen sah zu dieser Zeit vor, dass Schwarze nur bestimmte Sitzreihen in einem Bus nutzen durften. In Montgomery mussten sie vorne ihr Fahrgeld bezahlen und dann wieder aussteigen, um im hinteren Teil des Busses zu ihren Plätzen zu kommen – nicht selten fuhr dann der Busfahrer ab, ohne die Schwarzen einsteigen zu lassen. Hinzu kam eine ständige Belästigung durch die Fahrer und Mitfahrer, so dass diese rassistische Praxis für zunehmende Proteste sorgte. So wurde Rosa Parks am 1. Dezember 1955 in Montgomery festgenommen, nachdem sie sich geweigert hatte, ihren Platz für einen weißhäutigen Mitfahrer freizumachen. Diese Festnahme hatte landesweit für Aufsehen gesorgt und führte unter den 42.000 Schwarzen in der Stadt zu dem Entschluss, zivilen Ungehorsam zu leisten. 381 Tage lang wurden die Busse durch die schwarze Bevölkerung boykottiert.

Ein anderes Ereignis sorgte ebenso für weltweites Aufsehen: Am 28. August 1963 demonstrierten friedlich mehr als 250.000 Menschen, darunter 60.000 Weiße und neben King sechs weitere schwarze Führer, auch um die Bürgerrechts-Gesetzgebung Präsident Kennedys zu unterstützen. Hier hielt King seine wohl bekannteste Rede I Have a Dream. Darin entwarf er seine Vision von einem Amerika, in dem Schwarze und Weiße gleichberechtigt miteinander leben.

Martin Luther King Jr. 1963: I Have a Dream

„Ich habe einen Traum“, rief er, „dass eines Tages die Söhne von früheren Sklaven und die Söhne von früheren Sklavenhaltern auf den roten Hügeln von Georgia am Tisch der Bruderschaft zusammensitzen können.“ Und er fuhr fort: „Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht nach der Farbe ihrer Haut, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.“

Heute vor 40 Jahren wurde Martin Luther King durch die Gewehrschüsse eines weißen Rassisten tödlich verletzt.

siehe zdf.de: Weit entfernt von Kings Traum

Bilderserie zdf.de – „Haltet durch Brüder“

siehe auch zu den Hintergründen des Mordes: focus.de

Wenn es zum Himmel stinkt

Die Schlagzeilen überschlagen sich förmlich. Immer wieder liest man von weiteren Milliarden-Verlusten der Banken als Folge von Fehlspekulationen mit amerikanischen Hypothekenanleihen. Und wie von mir richtig vermutet, so hat auch Herr Ackermann, seines Zeichen Chef der Deutschen Bank, weitere Leichen im Keller, deren Gestank die Luft verpestet: weitere 2,5 Milliarden Euro wird die Bank abschreiben müssen. Gleiches gilt für die WestLB. Politiker wie Milbradt im Fall (wortwörtlich zu nehmen) der SachsenLB erdreisten sich, jede Mitverantwortung abzulehnen. Man kann es eigentlich schon nicht mehr hören.

Und kommt gleich heute die neueste Nachricht: Auch die BayernLB macht mehr Verluste als bisher befürchtet: 4,3 Milliarden Euro (wenn denn das alles wäre ist).

Aber: Die deutschen Banken haben die Finanzkrise laut einer Studie noch lange nicht überstanden und faule Kredite von rund 200 Milliarden Euro (wie Ackermanns Leichen) in ihren Büchern.

Da wird nun auch endlich Kritik an der Bankenaufsicht laut und kann eigentlich nicht laut genug sein. Länder wie Spanien, in denen diese Aufsicht offensichtlich noch funktioniert, haben nicht diese Probleme.

Das Ganze sollte und muss Konsequenzen haben. Angefangen mit den Bankchefs selbst. Herr Ackermann findet wohl seinen Hut nicht. Der Schweizer UBS-Präsident Marcel Ospel hat diesen bereits genommen. Aber die gesamte Bankenwelt muss sich fragen, ob diese Arten von Finanzspekulationen, die fast nichts anderes sind als Zockerei, nicht endlich eingedämmt werden, statt sich Sorgen zu machen, dass das Vertrauen der Anleger für einige Zeit verloren geht.

Der Ruf nach dem Staat wurde laut. Es kann aber nicht sein, dass der Staat, damit der Steuerzahler, für die Verluste aufkommt. Wenn der Staat und damit die Politik gefragt ist, dann nur im Zusammenhang mit Verboten dubioser Finanzjonglierereien.

Siehe auch zdf.de: Fragen und Antworten zur Bankenkrise

Christas Bärchen 09: Handpuppe Happy

Nun nicht alle Teddybären von Steiff sind Sammlerstücke. Eigentlich sollen sie auch für Kinder zum Spielen sein. Und so ist das nächste Stück aus Christas Bärchensammlung ein solches Spielzeug: die Handpuppe „Happy“. Besser eigentlich noch: Damit Eltern ihren Kleinen etwas vorspielen. Happy ist flauschig und strapazierfähig. Und da eben doch nicht bei uns als Spielzeug eingesetzt, so ist Happy trotz der Jahre noch im besten Zustand.

Christas Bärchen: Handpuppe Happy Teddy Handpuppe „Happy“

30 cm groß
Nummer auf dem gelben Stoffetikett: 6485/32
Fabr.Nr.: 253539

Teddy Handpuppe „Happy“
Steiff - Knopf im Ohr

Die Erotik der Macht: Die Welle

Im April 1967 wagte der Geschichtslehrer William Ron Jones zusammen mit Schülern und Lehrern an der Cubberley High School in Palo Alto ein Experiment, The Third Wave, das jetzt mit Jürgen Vogel unter dem Titel „Die Welle“ verfilmt wurde: Um nachzuweisen, dass auch heute noch fast jeder von faschistischen Parolen verführt werden kann, verleitet der Lehrer seine Schüler dazu, sich als Elite zu betrachten. Jeder erhält klar umrissene Aufgaben, wird dabei strengen Einschränkungen unterworfen. Wer mitmacht, kommt weiter, wer sich weigert, fliegt raus, notfalls mit Gewalt.

Mal ehrlich, Herr Vogel, für wie realistisch halten Sie die Vorgänge im Kinofilm?

Jürgen Vogel: Das funktioniert heute noch ganz genauso wie vor siebzig Jahren. Und warum? Weil viele einsam sind, aber alle zu einer Gruppe gehören möchten, Teil von etwas Besonderem sein wollen. So etwas findet heute doch permanent statt!

Wie meinen Sie das?

Zurzeit wird in Kenia ein ganzes Volk manipuliert, Freunde und Nachbarn bringen sich plötzlich um, weil zwei machthungrige Politiker es so wollen. Vor 14 Jahren war es in Ruanda ganz ähnlich. Damals starben eine Million Menschen. Das Prinzip ist immer dasselbe: Wenn du nicht einer von uns bist, musst du dran glauben!

Aber in Deutschland …

Klar, mit einer SS-Uniform funktioniert das natürlich nicht mehr, die Lektion haben wir alle gelernt. Aber der Wahlkampf in Hessen ging doch in die Richtung: Buhmänner finden, den Wählern Feindbilder einreden und sich dann als Retter feiern lassen. Gott sei Dank war das zu unreflektiert vorbereitet – aber lassen Sie da mal jemanden mit mehr Charisma auftreten.

Wie haben Sie sich im Film als Anführer so einer Gruppe gefühlt?

Macht macht an, ganz klar. Auch wenn ich privat keine Führerqualitäten habe, kann ich durch die Rolle sehr gut nachvollziehen, wie der Lehrer von der Erotik der Macht verführt wird. Alle hängen an seinen Lippen, sind diszipliniert, er fühlt sich wie ein Held. Interessant ist doch, dass nicht nur die Kids, sondern auch die Erwachsenen diesem Spiel erliegen.

Interview aus: TV-Movie Nr. 6/08

Es gibt viele Beispiele dafür, dass faschistoide Parolen auch heute noch zünden, und das nicht nur bei Unterschichtlern und Außenseitern. Das möchte der Film „Die Welle“ (D 2008 – Regie: Dennis Gansel – Darsteller: Jürgen Vogel, Christiane Paul u.a.) aufzeigen. Ich denke, dass ihm das ganz gut gelungen ist. Und es hat immer etwas mit „gruppendynamischen Prozessen“ zu tun. Gerade junge Menschen schließen sich gern einer Gruppe von Gleichgesinnten an, was immer darunter auch zu verstehen ist. Hat diese Gruppe einen charismatischen Führer, dann kann dieser die Gruppe auch dahin führen, wohin die Einzelnen eigentlich gar nicht wollen.

Die Welle

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 3

Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?

Lebensmittel und Energie werden teurer und teurer. Die Inflationsrate für März beträgt schon 3,1 %. Und das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange, sagen Experten. Aber dazu braucht man kein Experte zu sein. Und auf uns kleine Steuerzahler kommt noch einiges mehr zu. Denn wer hat am Ende für die Fehlspekulationen z.B. einer BayernLB den Geldbeutel aufzuhalten? Na, wer …?

Olympia, ohne mich

Eine Nachricht, die keine ist: Die Olympischen Spiele finden ohne Kanzlerin und Bundespräsident statt: Angela Merkel und Horst Köhler werden nicht zu den Sommerspielen reisen. Das sei jedoch nicht als Absage zu deuten. Beide hätten nie die Absicht gehabt, hieß es. In welcher Disziplin wollten denn beide eigentlich starten?

30 Jahre Textverarbeitung am PC

Oje, Wordstar, eines der ersten Textverarbeitungsprogramme für private Anwender, hatte ich auch auf meinem ersten PC. Die Bedienung mit der Tastatur musste schon gekonnt sein. Und was man am Monitor sah, entsprach längst nicht dem, was aus dem Drucker kam. Immerhin: Seit nun 30 Jahren dürfen am PC Texte verarbeitet werden.

Wordstar von 1978

Selbstzerfleischung

Warum nicht gemeinsam, sondern gegeneinander? In einer Umfrage des US-Fernsehsenders CNN gaben 28 Prozent der Clinton-Anhänger an, für die Republikaner stimmen zu wollen, falls Clinton nicht zur Kandidatin wird. Umgekehrt sagten 19 Prozent der Obama-Anhänger, sie würden sich für McCain entscheiden, falls Clinton bei der Präsidentenwahl antreten sollte. Die Zerrissenheit, gar Selbstzerfleischung der demokratischen Partei ist das einzige Mittel, das McCain zum Präsidenten machen kann. Bessere Wahlhelfer als die Demokraten kann McCain also gar nicht haben.

Musikindustrie will alles dürfen

Internetprovider dürfen auf Vorrat gespeicherte Daten nur bei Verdacht auf eine schwere Straftat an die Behörden weitergeben. Dazu zählt Musikpiraterie aber nicht – die Musikindustrie klagt dennoch weiter. Vielleicht sollte endlich das Grundgesetz geändert werden, damit der Datenschutz bei Urheberrechtsverletzungen ganz allgemein aufhoben wird. Aber wer schützt die Musiker vor der Musikindustrie?

If: Forgotten Roads (1971)

Anfang der 70er Jahre galt mein Interesse einer Musik, die Elemente des Jazz mit der der Rockmusik mischte. Und neben Colosseum und dem Mahavishnu Orchestra war das die britische Band „If“, die besonders durch die Bläsersätze (Saxofon) auffiel und damit Gruppen wie Blood Sweat & Tears and Chicago Konkurrenz machen wollte. Leider gelang es nur teilweise, und ebenso wie Colosseum trennte man sich schon früh wieder. Immerhin ragten aus der Musikerriege zwei Instrumentalisten hervor, die in der Jazzsparte Poll Winner bei der damals angesehenen Musikzeitschrift „Melody Maker“ wurden: Dick Morrissey (Saxofon und Querflöte) and Terry Smith (Gitarre).

Aus jener Zeit vor über 35 Jahren habe ich lediglich eine Musikkassette von der Gruppe aus dem Jahre 1971: If 3. Leider gibt es im Internet nicht allzu viel Material von der Band. Und bei youtube gibt es auch nur einen Mitschnitt aus dem Bremer Beat-Club, der am 25. September 1971 ausgestrahlt wurde: „Forgotten Roads“ von dem angesprochenen Album. Bemerkenswert finde ich dabei das Gitarrensolo.

If 3 (1971)

In den letzten Jahren sind einige der alten Scheiben als CD neu aufgelegt worden und mithin käuflich zu erwerben – so auch If 3.


IF – Forgotten Roads (1971)