Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Wikipedia feiert Geburtstag

Eines der größten und erfolgreichsten Webprojekte wird sechs Jahre alt: Wikipedia, ein Online-Lexikon, das von der Mitarbeit der Benutzer lebt. Die deutsche Ausgabe beinhaltet inzwischen über 500.000 Artikel, die englischsprachige sogar 1,5 Millionen. Jeder kann sich an Wikipedia beteiligen, ob er nun neue Beiträge anlegt oder bestehende nach Belieben ändert. Und genau hier liegt für viele Kritiker der Knackpunkt: Wikipedia wäre nicht wirklich verlässlich. Trotz ständiger Kontrolle flössen zu viele Falschinformationen hinein. Teilweise herrsche ein regelrechter Vandalismus, also die absichtliche Verbreitung von unsinnigen Meldungen (das viel zitierte Beispiel: aus Schalke 04 wurde Schalke 05).

Sicherlich sind die Probleme mit dem wachsenden Umfang gestiegen. Trotzdem bediene ich mich (jeder wird es in diesem Blog sehen) immer wieder gern bei Wikipedia. Was man dabei immer berücksichtigen sollte und was für jedes Nachschlagewerk grundsätzlich gilt: Wer wirklich verlässliche Informationen sucht, sollte immer mehrere Quellen zu Rate ziehen. Wikipedia-Artikel eignen sich sehr gut für den ersten Einstieg in ein Thema, denn sie sind meist äußerst aktuell. Außerdem nennen sie Links zu anderen brauchbaren Webseiten sowie weiterführende Literatur.

WilliZ Wikipedia

Aller Kritik zum Trotz: Ich halte Wikipedia für ein Projekt, das über kulturelle, religiöse, überhaupt über Ländergrenzen hinaus für einen gewissen Zusammenhalt unserer doch sehr gebeutelten Menschheit sorgt. Querschläger gibt es leider überall. Es ist ein Bündnis des Wissens. Wissen ist bekanntlich Macht. Und die Macht sollte allen dienen. Von daher ist Wikipedia wirklich demokratisch.

siehe mehr bei zdf.de: Sechs Jahre Wikipedia

Sophie Auster: Sophie Auster

Wenn ein Mädel von 16 Jahren ihre erste Scheibe aufnimmt, dann noch u.a. Tom Waits als ihr musikalisches Vorbild nennt, dann muss da schon etwas besonders sein – an dem Mädel. Nun Sophie Auster ist die Tochter von Paul Auster, den wir als Schriftsteller und Filmregisseur kennen. Und sie hat sich für ihre erste CD auch der Dienste des Papa bedient. Mehrere Texte von französischen Dichtern hat dieser ins Englische übersetzt. Und nicht nur die Texte, sondern auch die Musik hat sehr viel Französisches an sich.

Erstaunlich ist aber diese Stimme – für eine 16-Jährige. Sicherlich fehlt dieser noch der letzte Schliff. Aber es ist die Stimme, wie sie kaum zu diesem Alter passt.

Inzwischen ist Sophie Auster 19 Jahre alt und erinnert mich vom Aussehen her an die frühe Natalie Imbruglia (ihr Vater erinnert mich irgendwie an Franz Kafka – muss an der Herkunft liegen), also bemerkenswert attraktiv.

CD-Cover: Sophie Auster Sophie Auster
Sophie Auster

Inzwischen bedient sich umgekehrt der Vater des schauspielerischen Talents seiner Tochter. In Frankreich ist Sophie Auster bereits ein gefeierter Star. Mag an der Musik liegen. Hier ein kleiner Ausschnitt aus ihrer ersten CD: Sophie Auster

Sophie Auster: The Swimmer

weitere Infos bei laut.de

Ian Anderson: Interview 2004 – Isle of Wight 1970

Es gibt ein ganz interessantes Interview mit Ian Anderson, dem Kopf der Gruppe Jethro Tull, das für die DVD „Jethro Tull: Nothing is Easy – live at the Isle of Wight 1970“ aufgezeichnet wurde. Das Festival auf der Insel Wight gilt heute als das Woodstock Europas und 1970 hatte auch Jethro Tull hier seinen großen Auftritt.

In den Interview-Ausschnitten (samt einiger Ausschnitte der Stücke „My God“ und „Dharma for One“) äußert sich Ian Anderson u.a. auch zum phallischen Symbol seines Instruments und seinem Markenzeichen, dem Flötenspiel auf einem Bein:

Little Miss Sunshine

Eigentlich glaube ich es kaum, dass dieser Film aus den USA kommt. Denn statt mit überzogener Effekthascherei wie in vielen Hollywood-Produktionen überzeugt dieser Film mit Seele und viel Witz: Little Miss Sunshine (USA 2006 – Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris, Drehbuch: Michael Arndt – mit Abigail Breslin, Greg Kinnear, Paul Dano, Alan Arkin, Toni Collette, Steve Carell u.a.).

Es geht um eine Familie, deren kleine Tochter am „Little Miss Sunshine“-Wettbewerb teilnehmen soll, obwohl sie eher pummelig und von daher wenig dazu geeignet scheint. Die Familie macht sich mit dem obszönen und drogenkonsumierenden Großvater und dem desillusionierten (homosexuell und selbstmordgefährdet) Onkel in einem leicht schrottreifen gelben VW-Bus auf nach Kalifornien. Mit dabei sind die um Zusammenhalt der Familie ringende Mutter, der Nietzsche-lesende und kein Wort von sich gebende Sohn und ein Vater, der als viel zu optimistischer Motivationstrainer wenig erfolgreich ist.

Little Miss Sunshine

Und so kurvt die Familie durch die Staaten von einem Schlamassel ins andere. Ein Roadmovie also, aber ein ganz besonderer. Erfolgsdruck und Schönheitswahn, der auch vor Kindern keinen Halt macht, werden hier aufs Korn genommen. Am Ende siegt die Gemeinschaft der Familie, in und mit der man den Widrigkeiten dieses Lebens trotzen kann. Ein liebenswerter Film mit viel Charme und Menschlichkeit – sowohl im Sinne von Menschenwürde als auch im Sinne menschlicher Schwächen. Es ist ein Film, der einen zum Lachen bringt, aber auch zum Nachdenken.

weitere Infos zum Film bei filmstarts.de

Hier der offizielle Trailer:

Graffiti in Hamburg – Teil 1

Nicht nur in New York, sondern natürlich auch in Hamburg gibt es an exponierten Stellen Wandmalereien, die sich zu einer neuen Kunstrichtung entwickelt haben, den Graffiti, die manch altem Gemäuer zu neuem Glanz verhelfen. Auf meinen Wegen durch die Stadt fällt öfter ein Blick auf eine mit Spraydosen ausgeführte Malerei.

'Under Pressure'
„Under Pressure“ – Budapester Straße

siehe auch meinen Beitrag: Graffiti Archaeology

Knoten im Lichtmast

Der FC St. Pauli wird es mir verzeihen, wenn ich, obwohl über 10 Jahre in Hamburg ansässig, nie zu einem Fan des Vereins wurde. Die fast 25 Jahre in Bremen wirken bis heute nach (SV Werder Bremen). Als ich am letzten Wochenende mit meinen beiden Jungs auch am Millerntor vorbeikam, ist mir gleich der eine Knoten im Lichtmast aufgefallen. Das Station wir zz. umgebaut. Dieser Knoten muss neu sein und benötigt nur noch den letzten Anstrich.

Lukas und der FC St. Pauli 1910 Knoten im Lichtmast
Lukas und der FC St. Pauli 1910 Knoten im Lichtmast

Auf der Reeperbahn tags um halb vier

Letzten Samstag war ich mit meinen beiden Söhnen in Hamburg, um ein bisschen in verschiedenen Läden nach Musikinstrumenten Ausschau zu halten. Zwangsläufig kommt man so auch zur Reeperbahn, der ’sündigsten Meile der Welt‘. Zuletzt war ich wohl im November 1989 hier, als Verwandtschaft aus der damals noch real existierenden DDR durch die so plötzlich geöffnete deutsch-deutsche Grenze mit ihrem Trabi angereist war und natürlich auch diese Errungenschaft des Kapitalismus kennen lernen wollte.

Um ehrlich zu sein: Tagsüber gegen 15 Uhr 30 gibt die Reeperbahn nicht allzu viel her. Was mich verwunderte, waren die vielen Döner-Läden, die Vertreter der amerikanischen Fast-Food-Ketten und Supermärkte, die immerhin die Möglichkeit bieten, auch bis 23 Uhr einkaufen zu können.

Eine Seitenstraße der Reeperbahn, die Große Freiheit, ist in Musikerkreisen (und weit darüber hinaus) durch den Karrierebeginn der Beatles Anfang der 60-er Jahre bekannt geworden. Denn hier begann es für John, Paul, George, Ringo und andere: Der Siegerzug der populären Musik in Europa.

Reeperbahn Schmidt Theater und Schmidts Tivoli
Reeperbahn Schmidt Theater und Schmidts Tivoli
St. Pauli-Theater am Spielbudenplatz und Davidwache Reeperbahn
St. Pauli-Theater am Spielbudenplatz und Davidwache Reeperbahn
Große Freiheit Heilsarmee in der Talstraße
Große Freiheit Heilsarmee in der Talstraße

Wo bereits die Beatles kauften …

Es ist zunächst ein unscheinbares Geschäft – von außen. Kommt man aber in den Laden, so stapeln sich überall Gitarren – akustische und elektrische -, Lautsprecherboxen, Verstärker und natürlich auch E-Bässe, deswegen meine Söhne mit mir den Laden aufsuchten. Ein freundlicher Herr kommt auf einen zu und schon bald erfährt man, dass „bereits die Beatles hier eingekauft haben“. Im gleichen Gebäude ist nämlich ein Hotel untergebracht, im dem lange Zeit die Beatles lebten, als sie Anfang der 60-er Jahre in Hamburg u.a. im Star-Club neben der Reeperbahn ihre große Karriere begannen. Kein Wunder, dass John Lennon und Co. hier, gleich unten, ihre Saiten kauften und alles, was man noch so zum Musikmachen braucht. Bei „Musik Rotthoff“ beim Neuen Pferdemarkt soll John Lennon auch seine legendäre 1958-er Rickenbacker 325 gekauft haben.

Herr Rotthoff, der Inhaber Jan testet einen E-Bass
Herr Rotthoff, der Inhaber Jan testet einen E-Bass
Lukas guckt nach akustischen Gitarren
Lukas guckt nach akustischen Gitarren „Musik Rotthoff“ von außen

Natürlich sind wir nicht wegen der Beatles hier, aber mit Herrn Rotthoff klönt man gern über ‚die alten Zeiten‘, die man selbst so nicht erlebt hat, weil man noch zu jung war. Und Herr Rotthoff hat auch für andere Fragen Zeit genug. Das Geschäft ist nicht voll, aber es ist ein ständige Kommen und Gehen. Es ist wie ein „Tante-Emma-Laden“, das „Musik Rotthoff“, mit einer Atmosphäre, die große Läden längst nicht haben. Da kommt man gern wieder.

Hier also haben die Beatles schon eingekauft …

Jethro Tull-Videos: Live 2000 in São Paulo/Brasilien

Bei youtube.com habe ich inzwischen sieben Videos vom Life-Auftritt der Gruppe Jethro Tull vom 28. November 2000 in São Paulo/Brasilien eingestellt. Das Konzert wurde vom brasilianischen Sender DirecTV ausgestrahlt unter dem Titel: Viva Via Funchal! or A New Day In São Paulo

Jethro Tull live 2000 in Sao Paulo/Brasilien

Ich selbst habe die Aufnahmen auf einer VHS-Kassette von einem andern Tull-Fan erhalten (allerdings auch nur eine Kopie von einer Kopie) und habe diese digitalisiert – leider hat die Qualität dabei etwas gelitten. Trotzdem sind die Aufnahmen durchaus (wenigstens für eingefleischte Tull-Fans) sehenswert:

Jethro Tull live 2000 in São Paulo/Brasilien

Die große Enzyklopädie des mechanischen Rechnens

Sicherlich bin ich kein Rechengenie, aber Mathe lag mir immer ganz gut und so waren auch meine Schulnoten in Mathematik immer sehr ordentlich. Heute im Zeitalter des Computers vergisst man leicht, dass es schon vor dieser Zeit Hilfsmittel gab, die uns den Umgang mit Zahlen erleichtern sollten. Aus dem Unterricht kenne ich z.B. noch den Rechenschieber, der heute nur noch einen Platz in einem Museum finden dürfte. Ein solches Museum gibt es auch im Internet bzw. die große Enzyklopädie des mechanischen Rechnens. Hier wird u.a. auch die kleine Geschichte des Rechenschiebers erzählt – und außerdem gibt es viele weiteren Informationen zu Zahlenschiebern, Dividierstäben, Rechenmaschinen und Tafeln und Tabellenwerke aller Art. Viele auch mit Bildern.

Schneeeeeeee – Teil 5

28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT!!!

29. Dezember
Noch mal 30 cm. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste, was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 DM Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 cm Schnee vorhergesagt.

31. Dezember
Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr schaufeln.

Brennendes Haus

3. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Warum bin an das Bett gefesselt?